Ein Augenblick – Als Kokon vor der lauten Welt

Ein frohes Neues Jahr…das wünsche Ich Allen.

Wir waren zu Silvester bei einem Freund eingeladen und mit knapp 10 Leuten war es eine kleine privat-intime Feier, auch wenn ich nur wenige davon kannte.

Aber ausnahmslos waren alle der Meinung es ist gut, das das Jahr 2016 vorbei ist, das Neue kann nur besser werden…weil schlimmer geht’s nicht mehr. Dabei meinte Niemand die großpolitische Lage oder die Angriffe, sondern seine private Welt.

Nun aus diversen Gründen hatte ich es bis und auch nach Mitternacht nicht geschafft, mein persönliches Resümee zu ziehen und einen Ausblick auf MEIN neues Jahr zu werfen….aber ich war überrascht das Alle nur negative Erlebnisse im Blick hatten und so gar keine positiven Aspekte mehr wussten.

Es ist klar die negativen Erlebnisse bleiben stärker im Gedächtnis …aber bei 365 Tagen muss es doch auch Schönes gegeben haben.

Was mir an diesem Silvester gefallen hat, wir sind um Mitternacht mit warmen Jacken und kaltem Sekt im Glas raus auf die Straße gegangen. Es hatte leicht geschneit (komisch – bei uns im Taunus , etwas höher gelegen als Frankfurt  war kein Schnee) und  die Straßen und Autos waren komplett mit Schnee bedeckt…wir haben Alle zusammen angestoßen, unsere kleinen Feuerwerke abgefeuert…also die Anderen, ich nicht….ich liebe Wunderkerzen und mag keine Raketen. Und dann haben wir gesehen wie in den Straßen drum herum die Menschen viele tolle Feuerwerkskörper in den Himmel schossen…es war eine so friedliche Atmosphäre. Ich fühle mich in dieser kleinen verschneiten Straße mit friedlichen Menschen die fröhlich waren, so geborgen und so eingehüllt in diesen Moment…

…bis dieser je zerstört wurde…einer der Freunde unseres Freundes musste unbedingt 10 Minuten nach Mitternacht sein Handy zücken und las uns die Schlagzeilen der Silvesternacht vor…. Attentat in der Türkei, wieder ca. 1000 Festnahmen in Köln…usw.

Maaaaannnn…., kann denn heute niemand mehr einfach den Augenblick länger als 10 Minuten geniessen OHNE gleich wieder einen Anreiz von Außen zu benötigen? Muss das denn sein? Also mein Augenblick – dieser kleine Moment als Kokon des friedvollen Zusammenseins – war zerstört…

Zum Glück sind Alle dann wieder hoch in die Wohnung gegangen, während mein Schatz und ich in der klirrenden Kälte noch ein paar Minuten  draussen blieben….Ein frohes Neues Jahr….schön, das wir ein Neues Jahr begrüßen und erleben dürfen…

Silvester 2015 – Erstmal Drama

In diesem Jahr waren wir zu Silvester in Frankfurt im Zoogesellschaftshaus. Dort gibt es schon seit Jahren eine Silvester-Ü30-Party….und jedes Mal ist es sehr voll….Schon bevor ich meinen Süßen kennen lernte, bin ich dort mit meiner Clique zum Feiern hin gefahren.

Doch in diesem Jahr waren wir nicht allein dort, wir waren bei einem Freund meines Schatzes zum Essen eingeladen und sind dann später zum Zoo gefahren.

Das fand ich extrem gut für mich, da ich noch am 31.Dezember gearbeitet habe….und ich brauchte NICHTS vorzubereiten hehehe.

Also haben wir uns gegen Abend in ausgeh-fertigem Zustand auf den Weg gemacht. Ich hatte noch Blumen (für den Koch des Abendessens) und eine Flasche Wein (für den Gastgeber) besorgt. Beides war in diesem Fall ein und dieselbe Person….aber das war mir ja egal.

Nun….es waren noch ein paar andere Personen anwesend, die ich nicht kannte: eine Frau aufgebrezelt, laut und extrem von sich überzeugt, zwei Freunde die später mit uns in den Zoo kommen wollten und die Mutter des Gastgebers …Zusammen waren wir also am Esstisch 7 Personen.

Das Essen war sehr lecker, die Unterhaltungen wurden von der gebrezelten Frau bestimmt. Meine Versuche mit ihr eine Art normal-intelligenter Allgemein-Unterhaltung zu führen, scheiterte an ihrem Desinteresse über etwas anderes zu sprechen als über sie Selbst.

Zu fünft wollten wir also zum Zoo fahren, es wurde über ein Taxi geredet…ich meinte nur, also ich fahre selber, so war es verabredet und ich hole mir nicht nachts mein Auto am Rande von Frankfurt ab. Also kam die Frage ob ICH nicht alle mitnehmen kann, zähneknirschend hab ich ja gesagt….

…und es später fast bereut. Ich drängte um 21.30 Uhr zum Aufbruch, und es dauerte bis alle wirklich in meinem Auto saßen….und dann wollte ich den Main überqueren, aber die 1. Brücke wurde direkt vor unseren Augen gesperrt…okay, dann eben die Nächste….und die Nächste…und die Nächste….und in diesen Momenten… mit 4 Männern im Auto die mir Alle erzählten wollten, wo ich denn entlang fahren sollte….grrrrrrr da wäre ich am liebsten wieder um gekehrt. Okay, dann endlich eine Brücke über die man noch fahren konnte, aber zum Zoo. Alle Männer (bis auf meinen Eigenen) schon mal ausgeladen…wir kommen später, sobald ich einen Parkplatz gefunden habe.   ENDLICH etwas Ruhe…

Dann also Parkplatz suchen, zum Zoo-Eingang laufen, Jacken abgeben, Verzehrmarken kaufen, und ein erstes Getränk kaufen….Angekommen. Puh…..soooo und jetzt war es schon fast 11 Uhr…

Mein Schatz wollte zum Anstoßen Sekt haben, ich wusste das wird voll werden dort …und doch waren wir viel zu spät, meinen Schatz hab ich beim Gang zum Tresen verloren und per Handy hat er mich informiert das er draußen wartet….ca. 8 Minuten vor Mitternacht hatte ich dann endlich zwei Gläser Sekt…und den jetzt heil nach Draußen zu befördern war fast unmöglich…ich war gestresst, genervt und den Tränen nah, also soo hab ich mir den Abend nicht vorgestellt.

Endlich – ca. 2 Minuten vor 12 vor der Tür, meine „Gruppe“ gefunden, ich hab die nur noch halbvollen Gläser meinem Schatz gegeben und erst mal eine Runde völlig aufgelöst geheult… Dann 12 Uhr und alles wird wieder gut….den Rest des Abends hab ich dann gut genießen können…und im Bett lagen wir dann ca. um 5 Uhr morgens…. So das Jahr kann nur besser werden.