doch vorzeitig abgereist

Am 2. Urlaubstag fühlte ich mich dann nicht entspannt und auch nicht wirklich froh….das änderte sich dann mit meinem Massage-Termin…obwohl es sich erst gar nicht so anfühlte.

Gleichzeitig mit mir kam auch eine sehr alte Dame bei der Thai-Massage an…aber während ich mich nach ein paar kurzen Sätzen zu Beginn, stumm der wohligen Atmosphäre und in die Hände der Mitarbeiterin begab, redete und redete die alte Dame in einer Lautstärke über Krankheiten und Therapien, von denen ich lieber nichts hören wollte und ich konnte mich nicht wirklich entspannen. Normalerweise wird man aufgefordert (manchmal steht es auch auf einem Schild) das man leise sprechen und sich ruhig verhalten soll, um die anderen Gäste nicht zu stören.

Auf meine Frage ob die Dame jetzt etwas die GANZE Zeit über reden wollte, ging die Mitarbeiterin zu ihrer Kollegen und kurz darauf war die alte Dame dann auch leiser und später war sie sogar mal ein paar Minuten ruhig…zum Glück blieb sie auch insgesamt nur 1/2 Stunde.

und dann hatte ich so ziemlich die beste Thai-Massage die ich jemals erhalten habe…okay, ich war schon fast 1 Jahr bei keiner mehr….aber früher hab ich das ja sehr regelmässig gemacht…in Frankfurt war ich zeitweilig 1x in der Woche, und in schwierigen Zeiten sogar teilweise sogar 2x. Aber das hier in Soltau war Extraklasse.

Es folgte ein ziemlich enttäuschendes Mittagessen in einem italienischen Restaurant. Das Restaurant was ich eigentlich angepeilt hatte (das war beim letzten Mal so toll dort) öffnete erst am Abend.

Aber direkt daneben gab es dieses italienische Restaurant mit großem Außenbereich. Draussen auf den Schildern standen lauter leckere Sachen, aber die gab es gar nicht zu Bestellen (von dem Einen war nicht mehr genügend da, dann waren die Muscheln schlecht geworden, der Fisch war nicht geliefert worden) der Tisch war dreckig, die Inhaber laut, im Waschbecken auf der Toilette stand das Wasser und mit dem Toilettensitz bin ich komplett weggerutscht, weil dieser lose war. Von außen sah es gemütlich aus … aber die scheinen ihre besten Tage hinter sich zu haben…es kümmert sich scheinbar niemand wirklich darum. Alles hier schrie: uns geht es finanziell schlecht.

Das dachte ich auch von der Pizza, die zwar groß war, aber bei der man irgendwie „vergessen“ hatte, die Zutaten (Tomatensoße, Thunfisch und Zwiebeln) in akzeptabler Menge auf die Pizza zu legen…alles war nur in Mikrospuren vorhanden…dafür jede Menge Käse und wie kann eine so dünne Pizza so labberig sein…haben die vergessen den Ofen richtig heiß zu machen?…und auf einer Thunfisch-Pizza, sollten auch mehr als ein paar Krümmel Thunfisch sein.

Ich war aber überhaupt nicht in Beschwerde-Laune, hab mir 3/4 der Pizza einpacken lassen und bin wieder gegangen….Nach einem ausführlichen Spaziergang durch die Stadt und die Umgebung, hab ich dann tatsächlich meine Reisetasche wieder gepackt, hab alles ordentlich in der Ferienwohnung hinterlassen und mich auf den Rückweg gemacht.

Ich hab noch einen Stopp in Winsen(Luhe) eingelegt….hatte aber irgendwie keine Lust mehr auf Sightseeing, obwohl es ein schöner Ort ist…ich werde wieder kommen – für einen Tagesausflug

Später zuhause ging es mir wieder richtig gut…ich war gut gelaunt und entspannt…hab die Pizza mit Thunfisch und Zwiebeln aufgepimpt und stückchenweise in der Heißluftfritteusse knuspig aufgebacken…so geht das.

Geschlafen hab ich in dieser Nacht prima.

Dem Impuls widerstehen

Nach meinem Ausflug ins Pietzmoor bin ich dann weiter nach Soltau gefahren…habe mich erst einmal in einem Supermarkt mit ein paar Lebensmitteln eingedeckt, bevor ich weiter zur Ferienwohnung gefahren bin.

Die Ferienwohnung war über eine schmale Metall-Wendeltreppe von der Gartenseite des Hauses zu erreichen. Den Schlüssel bekam ich aus einer verschließbaren Box. Das war alles sehr unkompliziert. Nur die Treppe war derartig schmal, da passte ich gerade eben so durch, aber schon mit der Reisetasche wurde es so eng, das ich sie nur eng am Körper vor mir hertragen konnte.

Als es dann am Abend auch noch mit dem Schnee anfing, musste ich jeden Schritt auf der Treppe genau abwägen…es war glatt und die Vermieterin hatte mich per Whatsapp auch schon vorab darauf aufmerksam gemacht.

Diese kleine Wohnung mit einem großen Wohn-Schlafraum, einem großen Bad und einer Mini-Pantry-Küche in einer dunklen Ecke im Flur (es gab aber unglaublich viele Lampen) war schön…sie hatte sogar einen verglasten Balkon, überhaupt gab es sehr viele Fenster, die viel Licht hineinliessen, mit einem schönen Blick in die Gärten drumherum. Bei Minusgraden ist das mit den vielen Fenstern nicht unbedingt von Vorteil und so gab es für alle Fenster auch Thermo-Vorhänge.

Leider hatte die Pantryküche keine Herdplatte, dafür Mikrowelle, Toaster, Wasserkocher und Kaffeemaschine…nun gut…damit entfielen mein geplantes Abendessen und auch das Mittagessen am nächsten Tag. Was auch fehlte war ein kleines Spülbecken zum Abwaschen des benutzen Geschirrs…dafür gab es aber eine Waschschüssel – das Wasser musste man sich dann eben aus dem Bad holen – haha das war jetzt nicht komfortabel, aber auch kein Problem. Also die „Pantry-Küche“ war nichts weiter als ein Einbauschrank im Flur, der mit Elektrogeräten und Küchenutensilien ausgestattet war.

Ansonsten war alles da, was man brauchte…sogar ein kleiner Willkommensgruß in Form einer großen Flasche Wasser und ein paar Süßigkeiten neben einem Willkommensschild. Es gab auch Teebeutel, Filtertüten und Kaffeepulver (hab ich aber nicht genommen)….auch Shampoo, Duschgel und andere Toiletten-Artikel wurden zur Verfügung gestellt. Da ich in solchen Dingen eigen bin, hab ich natürlich meine mitgebrachten Sachen genutzt…fand es aber trotzdem nett.

Und obwohl alles so richtig nett und gemütlich war, wollte ich was? Ich wollte einfach nur nach Hause. Ich kann gar nichts dagegen machen, es ist ja keine bewusste Entscheidung, sondern einfach das Gefühl, das ich jetzt doch viel lieber wieder Zuhause wäre..in meinem eigenen Zuhause.

Und hätte ich nicht bereits für den nächsten Vormittag einen Massagetermin vereinbart, ich wäre wahrscheinlich sogar wieder gefahren. So konnte ich dem inneren Impuls widerstehen. Das war gar nicht so leicht und mein Verstand musste mich erst einmal überzeugen.

Das hier ist ein schöner Ort, ich habe für 2 Nächte bezahlt, ich hatte einen schönen Ausflug heute und morgen kommt noch eine Massage. In die Therme wollte ich eigentlich auch, wenn ich denn auch die gepackte Sporttasche mit genommen hätte – hab ich aber nicht. Aber okay, es gibt anderes was ich machen kann. Okay ich bleibe heute hier…morgen kann ich immer noch nach Hause fahren…ich muss ja nicht beide Nächte hier verbringen. Aber eine Nacht sollte ich hier bleiben.

Ich hab mich dann erst einmal auf die Couch gelegt und für die nächsten Stunden tief und fest geschlafen und als ich später am Abend aus dem Fenster schaute, hatte es geschneit…es lagen so ca. 2-3 cm Schnee. Ohhhh – wie schön…also wieder Wanderschuhe an und ab nach Draussen….herrlich wie der Schnee bei jedem Schritt knirschte…alles war ruhig und friedlich und menschenleer…und jeder Schritt fühlte sich federleicht an…

Mal sehen, wie es Morgen weiter geht.

Entspannung in Soltau

Den Sonntagnachmittag, nach dem Einchecken im Hotel, verbrachten wir dann mit einem Rundgang durch Soltau und Umgebung. Es war verkaufsoffener Sonntag und eine Art Jahrmarkt…Abends gab es dann im Restaurant „Jeton`s“ ein ausgezeichnetes Nudelgericht mit Steinpilzen und Lamm.

Den Montag haben wir fast den ganzen Tag in der Soltau Therme verbracht…Morgens um 10 Uhr bei strahlendem Sonnenschein war das Dach über dem Schwimmbecken geöffnet und wir zogen ein paar Bahnen…später sind wir dann in den Saunabereich gewechselt und nach dem Mittag ging es in das Solebad. Schade das in der Salzgrotte und auch im Gradierwerk die Luft gar nicht mehr salzhaltig war….ich habe beim Einatmen keinen Effekt gespürt…das kenne ich aus Bad Sassendorf in NRW ganz anders.

Das Solebad hatte 35Grad warme Wasser mit einem Salzgehalt von 3% war echte klasse, hier konnte man die Sole riechen und auf der Haut fühlen und auf den Lippen schmecken…und da es relativ leer war, hab ich mich oft einfach auf das Wasser gelegt und mich treiben lassen, ohne unter zu gehen. DAS ist soo entspannend, einfach herrlich.

Natürlich waren diese beiden Tage nicht ganz so unbeschwert, wie frühere Exkursionen, weil der rosa Elefant immer noch irgendwie im Raum stand…aber immerhin war es besser, als ich es befürchtet hatte. Immerhin hatten wir Beide nichts dagegen, die Abende früh zu beenden und in unsere Hotelzimmer zu gehen. So konnte jeder den restlichen Abend nach den eigenen Bedürfnissen verbringen.

Das Hotel war jetzt nicht so der Hit…es wird nämlich gerade umgebaut…aber immerhin waren unsere Zimmer sauber und bereits renoviert, mit neuen Möbeln und guten Betten und die Hotel-Mitarbeiter waren nett. Aber das Ganze drumherum war etwas düster, außen herum stand das Baugerüst und im Treppenhaus roch es modrig und sah auch nach einem Wasserschaden aus (tagelang herumliegende dreckige Bodenwischtücher). Also im Internet sah es einladender aus. Aber für 2 Nächte war es akzeptabel.

Dienstagmittag hatte meine Schwester, als Dankeschön für diesen Urlaub, uns jeweils 1 Stunde Massage in der Stadt gebucht. Das war dann ein schöner Abschluss für unseren Kurzurlaub, bevor es wieder die ca. 100km bis zu mir nach Hause ging und meine Schwester dann im Anschluss noch die restlichen 140km bis nach Flensburg weiterfuhr.

In der nächsten Zeit werde ich erst einmal auf weitere Familien-Ausflüge verzichten…aber ich habe beschlossen, öfter mal wieder Schwimmen zu gehen….das Schwimmen hat mir gut getan und gut gefallen.

Musste mir allerdings für diesen Urlaub zähneknirschend einen neuen Badeanzug kaufen, weil ich in den Alten nicht mehr reinpasse – grummel….meine Körpermitte braucht jetzt etwas mehr Stoff…ich muss beim Sport meinen Fokus wieder mehr auf Bauch und Rück-Übungen legen und weniger auf Beweglichkeit durch Dehnung.

Auch Beine und Oberkörper bekommen genügend Aufmerksamkeit….und die Ausdauer ist eh wieder gut….aber ich hab die Mitte meines Körpers wohl etwas vernachlässigt.

Evtl. liegt es auch an den Betablockern, denn eigentlich ernähre ich mich ja sehr bewusst bewege mich auch ausreichend. Das Gewicht ist langsam etwas hoch gegangen und hat sich dann auf dem Niveau wieder eingependelt….obwohl ich nichts weiter verändert habe.