Ganz früh, zum Sonnenaufgang, bin ich heute ins Alsterquellen-Tal gefahren….das liegt nur ca. 10 km entfernt.
Bei knappen 2 Grad, Windstille, mit noch gefrorenem Boden und Raureif auf den Feldern ging es für 2 Stunden durch das Alsterquellen-Tal, durch die Naturschutzgebiete: Oberalsterniederung und streifte noch das Henstedter Moor….es war sooo friedlich, still und stimmungsvoll…und Sonne gab es auch.
Herrlich diese Stimmung am Morgen…und ich fühlte mich endlich nicht mehr ganz so müde…mit frischem Kaffee und Butterbroten ausgestattet bin ich kreuz und quer gelaufen, so das es tatsächlich knappe 9.5 km waren….als ich wieder am Auto ankam.
Letzten Sonntagmorgen beim Kaffee-trinken war ich noch auf der Suche nach einem Ausflugsziel für diesen Tag, da kam die Nachricht meiner Schwester, das sie sich mit ihrem guten Freund verabredet hätten, um am Nachmittag in das Weihnachtsdorf Wanderup zu fahren.
Bei dem guten Freund handelt es sich um den „Freund des Hauses“ (also keinen Hausfreund – grins), mit dem ich normalerweise nur zu Ostern oder Weihnachten, als Teil der „erweiterten“ Familie, zusammentreffe. Es ist der beste Freund der Beiden, der schon seit vielen Jahren irgendwie dazu gehört.
Das Weihnachtsdorf Wanderup findet immer am 1.Adventswochenende statt…ich war noch niemals dort und außerdem in Kommunikations- und Reiselaune…hab mich also kurzerhand entschieden mitzugehen.
Meine Schwester freut sich sehr darüber (eigentlich freut sie sich immer, wenn sie mich treffen kann – am liebsten täglich), also hat sie mir die Uhrzeit genannt…Immerhin sind es für mich knappe 130km zu fahren.
Das ganze Örtchen Wanderup verwandelt sich in ein gemütliches Weihnachtsdorf, überall wurden Stände aufgebaut, nicht nur in Straßen, auch in Vorgärten, unter Carports in Garagen, auf den Plätzen sowieso…und bei Kälte und Schnee war es urig gemütlich. Man konnte auch wunderbar mit dem Auto anreisen und vor dem Dorf auf extra eingerichteten P+R-Parkplätzem in Busse umsteigen…Preis: Spende soviel zu möchtest.
Überhaupt geht es nicht nur um ein schönes Fest, sondern auch um das Sammeln von Spenden für Kinderhospize…allerdings wird das nicht aufdringlich eingefordert, sondern ist sehr angenehm eingebettet…so das man gerne gibt.
Am Sonntagnachmittag dahin zu fahren, hatte Vorteile…es war nicht ganz so voll….aber auch Nachteile: es gab einiges nicht mehr: Grünkohl war alle – okay dann eben Erbsensuppe – die war auch fast überall ausverkauft…aber einen Stand haben wir dann doch noch gefunden..boa war die lecker…Kakao war auch fast überall ausverkauft, dafür gab es aber noch genügend Glühwein und Kinder-Punsch…und auch der Crepe-Teig am letzten Stand war verbraucht…das ist natürlich gut.
Die Veranstalter haben keine Reste, die weggeschmissen werden müssen, und wir sind dann doch statt geworden….Blöd nur, das wir Hungrigen auf der Suche nach etwas Ess-und Trinkbarem an einigen Attraktionen achtlos vorbei gelaufen sind….hahaha also sind wir später noch einmal kreuz-und quer durch den Ort gelaufen.
Mein Schwager war ohne Krücken unterwegs….was mich etwas nervös machte, durch die vielen Eis- und Schneemengen auf den teils unebenen Wegen, dazu die Kabel und Kabelbrücken überall und die provisorischen Wege durch Höfe und Vorgärten…aber alles lief glatt. Meine Schwester und ich sind meisten vorneweg und konnten auf rutschige Teilstücke oder fast unsichtbare kleine Unebenheiten aufmerksam machen…Seine Genesung läuft richtig gut…in den nächsten Tagen muss er wieder zum Arzt und dann wird hoffentlich geklärt, was mit seiner 2. Hüfte gemacht werden kann, da hat er ja schon 15 Jahre eine Künstliche, die aber nicht mehr „rund“ läuft….die neue Hüfte auf der anderen Seite sitzt perfekt, er hat überhaupt keine Schmerzen und wird wieder beweglicher.
Ziemlich durchgefroren und zufrieden, haben wir uns dann voneinander verabschiedet und ich bin zurück nach Hause gefahren…das war ein schöner, harmonischer Ausflug.
Der letzte Sonntagsauflug ging in die Barker Heide….das ist oberhalb von Hamburg und unterhalb von Bad Segeberg….ein Naturschutzgebiet auf 682 Hektar (lt. Wikipedia). Für die Anfahrt hab ich gute 40 Minuten gebraucht….aber die haben sich gelohnt.
Und hatte dabei ganz vergessen, das ich hier tatsächlich schon einmal war…Auf der Suche nach einem Ausflugsziel, hab ich es auf Maps „gefunden“ und zu meinem Ziel erklärt…..je näher ich jedoch dem Ziel kam, umso bekannter kam mir die Umgebung vor…Moment mal….hier war ich doch schon einmal….und als ich dann das Auto abstellte, wusste ich genau: hier war ich im letzten Jahr schon einmal….hatte den Namen aber komplett vergessen. Nun war ich also wieder hier:
Sonntag, das war noch vor dem Schnee…aber es gab Dauerfrost und es war mittags nahezu menschenleer….tolle 2 Stunden mit knappen 8km, bin ich hier kreuz und quer gelaufen….wunderbar diese Ruhe und Weite, dazu die klare kalte Luft und ein letztes Aufbäumen der Farben, bevor der kommende Schnee alles überdecken wird.
Was für ein schönes Nachhause kommen, nach so einem Ausflug…für den Abend hatte ich einen Putenoberkeule im Backofen, dazu Röstkartoffeln und gestovtem Rosenkohl.
Das ist die norddeutsche Variante einer Bechamelsoße …irgendwie gibt es dazu viele unterschiedliche Aussagen: die einen sagen das ist nur Milch, die zum gedünsteten Gemüse gegeben wird, andere sagen das ist eine Butter-Mehl-Soße und von da ist es nicht mehr weit zur Butter-Mehl-Milch-Sauce = Bechamel Soße.)
Egal, wie man es nennt: alles zusammen war mega-lecker und ich hatte genügend Portionen für mehrere Tage…und die Putenkeule hatte eine knusprige Kruste und saftiges Fleisch.
Und so hab ich mich dann tatsächlich noch einmal auf den Weg über die Grenze gemacht…und bin nach Aabenraa (Appenrade) gefahren, das sind nur knappe 30km von Flensburg aus.
Appenrade ist eine Kleinstadt mit Seehafen…hier war ich noch nie (obwohl wir ja als Kinder mit unseren Eltern in Flensburg gewohnt haben)…unsere sehr wenigen Ausflüge über die Grenze nach Dänemark, gingen ausschließlich nach Rømø zum Baden.
Appenrade im Dauerregen zeigte sich erst einmal trübe und trostlos….erst später hörte dann der Regen für eine Weile auf und sofort fühlte es sich fast gemütlich an (bei knappen 10 Grad), als das Wetter aufklarte.
Es gibt sogar einen Strand…okay – also im Vergleich zu Rømø ist dieser hier geradezu winzig, dafür unmittelbar in der Stadt, neben dem Hafen.
Später zog es mich dann in die Innenstadt…hier gibt es viele kleine Häuser und Geschäfte …und viele Geschäfte waren auch gerade dabei, sich jetzt schon weihnachtlich zu präsentieren….etwas früh für meinen Geschmack…die Fußgängerzone und die Straßen drumherum gefallen mir auch so gut…Kleinstadt-Feeling (knappe 17.000 Einwohner) eben.
In Dänemark dürfen Geschäfte auch an Sonntagen geöffnet sein….vor allem Lebensmittelgeschäfte und Einkaufszentren nutzen das…und ich schlenderte auch durch 3 verschiedene Läden. Ich finde das interessant, was dort anders ist, als in Deutschland…und was sich gar nicht unterscheidet.
Zum Beispiel gibt es in den Lebensmittelläden, in denen ich war, so gut wie keinen gemahlen Kaffee in Vakuum-Verpackungen (diese 500g Packungen, die es in Deutschland überall und von jeder Marke gibt), dafür jede Menge abgepackte Kaffee-Bohnen.
Oder auch: überall gibt es Lakritz und Gummibärchen jeder Art in großen überdimensionalen Vorratsbehältern, so das man sich selber eine gemischte Tüte zusammenstellen kann. Dänisches Lakritz hab ich schon öfter von unserer Firma bekommen – ist nicht so mein Geschmack.
Aber na klar hab ich Schokolade und Haferkekse mit genommen…und meine Kreditkarte wurde anstandslos akzeptiert….es liegt also eindeutig nicht an meinen Bankkarten, das auf der Dienstreise in dem Restaurant, KEINE meiner Karten angenommen wurde.
Es war schon später Nachmittag, als ich mich auf die Heimreise machte und mit jedem Kilometer weiter in Richtung Hamburg, wurde das Wetter nasser und windiger…so das ich tatsächlich bei strömendem Regen zuhause ankam.
Aaaach wie herrlich war es sich mit kuscheliger Wolldecke, ein paar Kerzen auf dem Tisch und heißem Tee in der Hand, auf die Couch zu verziehen. Zuhause ist es doch immer noch am Schönsten. So nach insgesamt ca. 240 km Autofahrt und guten 16km zu Fuß war es auch genug für einen Tag.
Und der niedliche Weihnachtswichtel/-Elch hat auch schon seinen Platz im Wohnzimmer gefunden…auch wenn es mir eigentlich noch zu früh ist…aber er ist doch so niedlich…und das passende Deckchen hab ich auch gleich hervor gekramt…aber mehr gibt es noch nicht an ans Deko…also fast 😉
Das Wochenende war sehr schön und ich bin froh auch den Ausflug alleine nach Aabenraa gemacht zu haben…ich bin eben sehr gerne nur für mich … bin mir meistens selber genug.
Und diesen Sonntag bin ich tatsächlich schon recht früh zu einem Ausflug gestartet.
Mit dem Auto ging es knappe 38km in das Naturschutzgebiet: Barker Heide….das liegt zwischen Bad Bramstedt und Bad Segeberg. Hier gibt es Heide- und Moorlandschaften nebeneinander…und es gibt wunderschöne Wege drumherum:
….durch Kiefer- und Birkenwälder…..und da es eher unspektakulär ist, war es auch wunderschön ruhig.
Mit zügigen Schritten bin ich knappe 9km gelaufen…hatte jedoch mit meinem rechten Fuß verstärkt mit den üblichen Problemen zu kämpfen….und benötigte deshalb immer wieder kleine Pausen, um den Fuß zu entlasten….jetzt wo die Prellung am Knöchel fort ist, muss ich schnell wieder die speziellen Dehn-und Kräftigungsübungen für den Fuß aufnehmen.
Das Wetter war mit 21Grad, leichtem Wind und Sonnenschein ziemlich perfekt für diesen Ausflug. Das war nach all den Spaziergängen an der Nordsee (Cuxhaven) und Ostsee (Boltenhagen) endlich mal wieder der Gegenpool mit Wald- und Heidelandschaften. Die Mischung macht es.
Das war mein Tag…Sonntag….ich bin frisch und munter aufgewacht, nachdem ich lange geschlafen hatte…blieb den Vormittag über auf dem Balkon und hab bis in den Nachmittag hinein allerei Kleinkram in der Wohnung erledigt…nichts weltbewegendes…aber irgendetwas gibt es ja immer zu tun…zum Beispiel die inzwischen trockene Wäsche von den Wäscheleinen im Keller nehmen, damit der Nachbar weiter waschen kann.
Zum Essen gab es die Reste vom Tag zuvor und was der Kühlschrank sonst noch so hergab. Der Nachmittag war sonnig und mit 22 Grad auch angenehm, aber wie fast immer, ging etwas Wind. Ich hab also meinen Rucksack und eine leichte Jacke und ein Sonnenkappi geschnappt und mein Fahrrad aus der Tiefgarage geholt. Das Fahrrad jetzt in der Tiefgarage stehen zu haben ist super praktisch, dann brauche ich es nicht erst aus dem Fahrradkeller zu holen, sondern kann direkt starten.
Mit dem Rad ging es dann einfach draus los…zuerst auf den Wegen, die ich inzwischen ziemlich gut durch meine Walking-Runden kenne…und dann einfach immer weiter, dorthin wo es schön aussah….an Feldern in der Sonne vorbei, durch kleine Waldstücke, über kleine Nebenstraßen und durch Bäume überschattete Landschwirtschaftliche Wege ….wunderbar. Manche Felder waren bereits geerntet…der Sommer schreitet voran.
DAS ist meine Form der absoluten Freiheit: einfach mit dem Rad drauflos – ohne Weg und Ziel ….super sonnig und entspannt…Seit meinem Einzug, hab ich hier noch keine Radtour gemacht….und zufuß ist mein Radius ja doch etwas eingeschränkter.
Nun hab ich sogar noch einen Hof gefunden, der 1x im Monat frisch gebackenes Holzofenbrot verkauft….und noch einen anderen Hofladen für Eier und Gemüse….dabei blieb ich mit 25km insgesamt doch noch in der näheren Umgebung.
Mein Hintern hat sich wieder an den Sattel gewöhnt und muckt nicht auf…und durch das Kraft-Training und auch das Kajak-Training haben meine Beine wunderbar viel Kraft, die ich direkt auf die Straße bringen konnte. Normalerweise starte ich mit einer geringeren Durchschnitts-Geschwindigkeit und steigere mich erst im Laufe des Sommers…hahaha ein schöner Effekt.
Es war so herrlich unspektakulär…so unaufgeregt und doch mit so viel Freude….ich bin wieder da: fit und entspannt.
An der Flensburger Förde gibt es viele schöne Ausflugsziele….läuft man an der Außenförde am Strand entlang,hat man einen wunderschönen Blick aufs Wasser, es riecht angenehm nach Seetang…als Kind möchte ich den Geruch überhaupt nicht.
Osterstonntag war das perfekte Ausflugswetter: klarer blauer Himmel, fast windstill, ca. 12 Grad, die sich in der Sonne jedoch wie 19-20 Grad anfühlten….es waren Mittags zwar einige Familien unterwegs, aber jetzt keine Menschenmassen, wie in den Touristen Hochburgen…hier wirkte alles familär.
Und wenn man dann der Förde den Rücken kehrt und weg vom Wasser geht, kommt man ins das Habernisser Moor…es ist nicht riesig, aber der Weg führt über Salzwiesen und über Bohlenstege durch eine schöne abwechslungsreiche Landschaft…
Friedlich war es ….und oft waren nur die Vögel zu hören….zwischendurch sind wir an einem Gehöft mit Streichelzoo vorbeigekommen und haben Rast gemacht….dann kamen wir durch einen Wald…..auch hier haben die Stürme viele Bäume gekostet…lustig war der Stuhl, der aus einem Baumstumpf geschnitzt war:
Als wir am Ende unserer Wanderung wieder an der Förde ankamen, haben wir noch draußen in einem Strandcafè etwas getrunken…bevor es zurück ging und wir uns in die Sonne auf dem Balkon gesetzt haben….
Das Krokusblütenfest in Husum haben wir verpasst…das war schon letztes Wochenende…so ein Mist.
Beim Aussuchen eines Ziels für meinen Ausflug am Sonntag, hab ich erst gesehen, das es schon vorbei ist….meine Schwester war der Meinung, es wäre das LETZTE Wochenende im März und da müsste sie arbeiten….und ich hab vorher einfach nicht nachgeschaut.
Egal – ob mit Fest oder ohne, die Krokusse blühen länger als nur einen Tag…Es geht am Sonntag also nach Husum.
Das mit dem Aufstehen nach der Zeit-Umstellung hat gut geklappt, wenn auch nicht so früh, wie gedacht…Doch um 9 Uhr war ich dann, nach einem entspannten Frühstück, auf der Autobahn. Es war nicht viel Verkehr unterwegs.
Der Vorteil so ohne Fest: freie Parkplätze waren im Überfluss vorhanden….bin also erst einmal zum Schloss und durch den Schlosspark gelaufen, um die Krokusse zu sehen und ja es waren seeeeeehr viele Krokusse, aber eben doch schon am Verblühen….
und es hätte bei dem strahlendem Sonnenschein ein gemütlicher und schöner Spaziergang sein können…allerdings war die Geräuschkulisse alles Andere als gemütlich oder ruhig:
Ganze Kolonien von Krähen sind im Schlosspark gerade beim Nestbau und auf Nahrungssuche….Das Krächzen von mehreren Hundert Vögeln in den Bäumen und am Boden war eine Stimmgewalt, die meinem Bedürfnis nach einem ruhigen Spaziergang widersprach und die mich dann doch schon nach kurzer Zeit, in die Stadt und zum Hafen führte.
Ich hab später gelesen, das es inzwischen mehr als 350 Vogel-PAARE sind, die sich im Schlosspark regelmäßig aufhalten…Saatkrähen und Dohlen.
Am Hafen dann war es himmlisch ruhig und friedlich und…jaaa windig. Direkt am Hafen hab ich mich später in einem Cafè draussen niedergelassen…mit Blick in die Sonne…das war fast warm….trotzdem hab ich meine dicke Jacke über den Schultern gelassen…der Wind blies mir sonst in den Nacken….Es war herrlich dort im Hafencafè zu sitzen…später bin ich am Hafen entlang gelaufen, dann durch die Stadt und anschließend „An der Mühlenau“ entlang und im Bogen durch ein Waldstück wieder zurück zur Stadt.
Interessant „Mühlenau“ ist ein sehr gebräuchlicher Name für einen Bach oder ein kleines Flüsschen….den gibt es auch in Quickborn, in Hamburg….laut Auskunft Wikipedia gibt es 18 verschiedene kleine Gewässer, die so heißen.
Mit insgesamt per als 10km hab ich einen schönen Ausflugstag in Husum gehabt…und hab am frühen Abend noch eine Weile auf meinem Balkon gesessen, wenn es jetzt schon länger hell bleibt, muss ich das auch nutzen – oder?
Ich hab Sonntag Vormittag, bei schönsten Sonnenschein, aber mit immer noch viel Wind und Kälte, meinen Ausflug gestartet…Ab auf die Autobahn in Richtung Lübeck….Aber das war nicht mein Ziel…sondern ein Naturschutzgebiet zwischen Lübeck und Bad Schwartau: Das NSG Schellbruch….es liegt direkt an der Trave.
Und da es März ist, sind viele Wege in die Naturschutzgebiete gesperrt…es ist Brut-Zeit…es war daher erst einmal schwer einen Weg hinein zu finden. Es ging vorerst nur außenherum, entlang der Trave.
Der Wind brachte das Wasser in Bewegung und plätscherte munter vor sich hin…ein schönes Geräusch und es war eine friedliche Atmosphäre….
Erst nach ein paar Kilometern am Wasser entlang, fand ich einen Zugang zum Wald…auch hier waren einige kleinere Wege gesperrt…aber die Hauptwege waren offen zugänglich…es war ruhig und wunderschön zu Laufen.
Auch wenn es der kalendarische Frühlingsanfang war…und man überall die Knospen an den Bäumen sieht und die Frühblüher am Boden schöne Farbtupfer auf den Boden zaubern, war ich froh über die Mütze auf dem Kopf und den Schal um den Hals.
Ich hab die Stunden im Wald und am Wasser sehr genossen, bin später auf dem Rückweg durch ruhige Wohngebiete gelaufen (wegen der gesperrten Wege)….und froh den Ausflug gemacht zu haben.
Mal wieder raus zu fahren und sich nicht nur im heimischen Umfeld zu bewegen…das war schon schön.
Nun gut…etwas hat mich auf dem Hinweg gestört…ich bin durch den „Herrentunnel“ gefahren und am Ende des Tunnels musste ich 2,10 EUR bezahlen. Es ist ein kostenpflichtiger Tunnel. Jedes Fahrzeug muss bezahlen. Ich glaube sogar das mein Navi das angezeigt hat, aber so richtig wahrgenommen habe ich das nicht. Und ob es einen Hinweis vor dem Tunnel gab, kann ich gar nicht mal sagen….wahrscheinlich schon – nur ich war zu sehr damit beschäftigt mein Ziel anzusteuern….
Und da das Bezahlen erst am ENDE erfolgt, kann man auch nicht einfach umdrehen….durch den Tunnel ist eben durch den Tunnel….und eine Durchfahrt muss bezahlt werden.
Ich hab mal im Internet nachgeschaut, es ist tatsächlich erst das 2. Projekt in Deutschland das nach dem Fernstraßenbauprivatfinanzierungsgesetzes (FstrPrivG) allgemein Mautpflichtig ist.
Ich hab zwar schon öfter von diesen Public-Private-Partnership Finanzierungsmodellen gehört, aber bisher noch keines in Natura erlebt. Bei diesen PPP werden notwendige Investitionen die sich eine Stadt oder ein Land nicht leisten kann, von Unternehmen der Privatwirtschaft übernommen, die dafür das Recht erhalten eine Nutzungsgebühr zu fordern.
Nun gut….ich halte ja nicht so viel von diesen PPP-Projekten…ich finde der Staat darf sich nicht aus seinen hoheitlichen Aufgaben (u.a. Wasser-/ Strom-/ÖPNV-/Straßen-Infrastruktur) herausmogeln….denn ein Unternehmen muss ja Gewinne machen, während der Staat sich um das Allgemeinwohl zu Gunsten aller Bürger kümmern muss…das widerspricht sich meines Erachtens.
Natürlich hab ich für die Rückfahrt mein Navi neu eingestellt und dabei Maut-Straßen für den PKW ausgeschlossen. Also einmal 2,10 EUR reichten für den Tag.
Okay – um den Tunnel zu umgehen musste ich einen Umweg durch die Stadt Lübeck fahren…dort hab ich dann noch einen gerade stattfindenden Flohmarkt besucht – das war ganz lustig.
Auf einmal geht es wieder….ich wache ohne Wecker um 5 Uhr Morgens auf und bin tatsächlich wach…hab noch eine ganze Weile gelesen und bin dann gut aus dem Bett gekommen. Keine bleierne Müdigkeit mehr…sehr schön.
Nachdem ich den Rucksack für meinen Ausflug gepackt hatte ging die Fahrt um 7.30 Uhr los…. ich wollte früh durch den Elbtunnel….ja auch an einem Sonntag Morgen kann das durchaus zu Problemen führen…aber ich hatte Glück…es waren nur wenig Autos unterwegs….zu früh, zu viel Wind.
Mein Tagesziel: Lüneburger Heide, Schneverdingen – Pietsmoor…..da war ich schon ziemlich lange nicht mehr….ziemlich genau 100km zu fahren.
Auch hier stürmte es noch gewaltig….vor allem auf den offenen Heideflächen…aber auch auf den Holzstegen durch das Moor….ich musste mich teilweise gegen den Wind stemmen….aber immerhin war es hier trocken….
Und der Wind blies die Wolken immer wieder fort, so das die Sonne raus kam…nur um Minutenspäter schon wieder hinter den nächsten Wolken zu verschwinden….
Während meiner ersten Runde mit knappen 5 km war ich komplett alleine auf dem Wanderweg….und ich bekam gar nicht genug von der Weite des Moores und der Weite der Heidelandschaft…den unglaublichen Wolken am Himmel….ALLES was ich besonders mag und alles auf einer Fläche…..
….so das ich noch eine weitere Runde gelaufen bin, aber hierbei teilweise andere Wege genommen habe…da waren dann auch ein paar Menschen unterwegs. Hab irgendwann auf einer Bank Pause gemacht und den Kaffee getrunken, dazu ein Stück Mandelkuchen gegessen (den hatte ich gestern auch noch gebacken).
Nach 11km war ich dann wieder am Auto….leider hatte der Landgasthof geschlossen…die öffnen das Restaurant erst wieder im Februar…Egal war trotzdem ein toller Ausflug….Heidelandschaft und Moor ist eine herrliche Kombination….