Erneute OP – weiter im Sorgenmodus

Meine Schwester ist jetzt seit 12 Tagen im Krankenhaus und bis gestern wussten sich die Ärzte keinen Rat, woher ihre starken Schmerzen im Rücken kommen…dazu kann sie den Kopf nicht mehr nach vornebeugen, ihr ist ständig schlecht, hat arge Verdauungsprobleme, sie muss sich oft übergeben usw. usw. und die Muskulatur im oberen Rücken ist ziemlich verhärtet.

Gestern nun kam sie erneut in die Röhre. Dieses Mal wurde ihr vorher auch ein Kontrastmittel gegeben und sie haben jetzt doch etwas gefunden und zwar hat sie „Einblutungen zwischen den Brustwirbeln“ und heute – also jetzt – wird sie operiert. An mehreren Stellen tritt Blut aus, das sich zwischen die Wirbel setzt (so hab ich es zumindest verstanden) und diese Stellen müssen verschlossen werden, das soll ein Minimal-invasiver Eingriff an der Wirbelsäule sein.

Ich hoffe wirklich das bei der OP alles gut geht und sie anschließend endlich auch ihre starken Schmerzen los wird….Magen und Verdauung werden sich dann hoffentlich bald wieder erholen, wenn sie nicht mehr so viele Medikamente nehmen muss und vor allem, sich wieder besser ernähren kann. Das Essen bekommt ihr gar nicht…zu viel Salz, alles verkocht, undefinierbare Soßen. Damit kann sie zumindest nicht gesund werden.

Wieder im Krisenmodus

Im Laufe des Sonntag hat mich dann jedoch eine Nachricht aus meiner langsam aufsteigenden Freude, auf den kommenden Urlaub, geholt.

Meine Schwester liegt seit Samstagnacht wieder im Krankenhaus…zuerst mit Verdacht auf Herzinfarkt…der hat sich zum Glück nicht bestätigt. Sie hatte erst langanhaltende Schmerzen im Unterbauch, daraufhin eine Panikattacke (durch die Angst was das wohl sein kann) und seitdem extrem starke Schmerzen im oberen Rücken….dann rief sie den Notarzt und seitdem liegt sie im Krankenhaus.

Die Ärzte sind zur Zeit noch ratlos…Blutwerte okay (keine Entzündungswerte), Röntgen, CT, MRT : keine Auffälligkeiten. Ihre sehr starken Schmerzen im oberen Rücken sind aber immer da. Die Hypothese lautet jetzt erst einmal: sie hat sich durch die Panikattacke so verkrampft, das die Muskulatur im oberen Rücken sich extrem verhärtet hat…aber auch mit den eingeleiteten Maßnahmen zur Lockerung der Muskeln hat sie vor allem nachts immer noch extreme Schmerzen. Jetzt soll sie in der kommenden Woche noch einmal ins MRT, dieses Mal mit Kontrastmittel, um zu sehen ob irgendwo der Blutfluss behindert wird.

Das ist auch für mich sehr belastend….und verhindert, das ich mich jetzt einem unbeschwerten Urlaubsgefühl hingebe. Da ich in den ersten Tagen dieser Woche beruflich noch sehr unter Druck stand, konnte ich erst Donnerstag zu ihr ins Krankenhaus gefahren (sind immerhin 140km pro Strecke)….aber haben natürlich jetzt wieder täglich fortwährend gechattet und telefoniert, denn jetzt bin ich wieder im Krisenmodus.

Der Besuch tat uns Beiden gut. Mir tat er gut, weil ich mit eigenen Augen sehe konnte, wie es ihr geht und ihr tat es gut, weil ich ihr mit meiner oft sachlichen Sichtweise helfen konnte, sich etwas zu beruhigen und dazu die körperliche Nähe..und auch mein Schwager schien froh, das ich gekommen war.

Es ist gut das sie in Flensburg im Krankenhaus liegt, so können mein Schwager und ihre Freunde sie öfter besuchen kommen und ich fahre in der kommenden Woche wieder hin, weiß aber noch nicht genau wann.

Denn auf der anderen Seite brauche ich jetzt auch die Erholung durch meinen 2-wöchigen Urlaub….die letzten Monate waren anstrengend und die kommenden werden es ebenfalls.

Ich muss also einen Mittelweg finden, mich zu entspannen und zu erholen und gleichzeitig für meine Schwester wieder der Anker zu sein.

Manchmal fühle ich mich wie eine Mutter, die sich ständig um ihre erwachsene Tochter Sorgen macht. Die Sorgen hören scheinbar nie auf 😒