unentspannte Woche

Die Woche hat an meinen Nerven gezerrt…ich kam gut voran mit meinen Abschlüssen…solange bis sich mal wieder unser wichtigster Report verabschiedete….Ich wäre voll im Zeitplan geblieben, aber seit Donnerstag funktioniert das Programm für den Report nicht mehr…und die IT hat bisher keine Lösung.

Ich habe also bereits weitere 5 Abschlüsse die eigentlich fertig sind…die ich aber nicht reporten kann….das ist nervig und hat mich schon so einige Stunden gekostet, in denen ich nur hilflos vor den Bildschirmen saß und den ITlern bei der Arbeit zusehen konnte.

Währenddessen kann ich ja nichts anders arbeiten…das war nicht gut für meinen Zeitplan, der ja auch in dieser Woche straff durch getaktet war…natürlich haut das Tagesgeschäft mit eiligen Dingen immer wieder dazwischen und so war mein restlicher Zeit-Puffer durch die Steuertermine und Zahlläufe bereits am Mittwoch aufgebraucht.

War ja klar, sobald ich wieder Vorort im Büro arbeite, funktioniert das nicht gleich nicht mehr so gut mit der Zeiteinteilung…aber es wäre ja auch unhöflich gar keine Unterhaltung mehr mit den Kollegen zu führen.

Der IT-Kollege aus der Zentrale hatte sich am Freitag auch irgendwie nicht richtig auf mein System aufgeschaltet…auch da funktionierte einiges nicht…und auch er wurde ungeduldig…bis ich den Vorschlag machte, es auf Montagmorgen zu verlegen….wenn er wieder im Büro am „richtigen“ PC sitzt und sich vernünftig aufschalten kann….dann schiebe ich die Reports für diese nicht ganz so wichtigen Firmen, zugunsten meiner noch nicht fertiggestellten 2 Abschlüsse, die ich am Freitag abgeben sollte…die sind wichtiger…und weil hier noch der 2.Controller nachgeschaltet ist, brauche ich für diese Firmen den Report nicht. Erleichtert hat er zugestimmt.

Die Firmen hab ich dann aber trotzdem nicht mehr komplett fertig bekommen…aber die Kollegin (2.Controller) ist selber noch mit ihren anderen Abschlüssen beschäftigt, so kann ich ihr die Daten ebenfalls Montagmorgen schicken.

Ich hab also solange im Büro verbracht, bis ich fast alles fertig hatte…bei der 2. fehlt noch die Verprobung und die Endkontrolle. Dann ging es bei mir aber nicht mehr…

…ich war ja nicht alleine Büro, der Controller war auch da und auch er war gestresst, weil er seinen Jahresabschluss fertig machen wollte, er mit der Verarbeitung der Daten aber nicht voran kam und er in der kommenden Woche in den Urlaub geht. Er murmelte also die ganze Zeit vor sich hin: ja … ne …ach …hmmm…so….aha….wie denn…soooooo…na dann….

Wir hatten für diesen Tag vereinbart uns nicht zu unterhalten, damit wir konzentriert arbeiten konnten, aber sein ständiges Gemurmel ging mir auf den Senkel und das trotz Kopfhörer. Auch ein dezenter Hinweis brachte nichts….er merkt sein Gemurmel ja nicht einmal.

Ich hab dann beschlossen nach Hause zu gehen, da war es aber auch schon nach 17 Uhr und war damit knappe 10 Stunden im Büro anwesend (teilweise ja wartend wegen der IT-Probleme) …den Rest mache ich dann noch am Wochenende…ca. 1,5 Stunden brauche ich dafür.

Ab kommender Woche sind meine beiden Kollegen in Urlaub, d.h. ich muss alle Tage ins Büro fahren und mich um die Post usw. kümmern…und gleichzeitig noch die restlichen Abschlüsse fertig bekommen und dann hoffen das ich für alle die Reports erstellen kann….dann ist der Spuk mit den Halbjahres-Abschlüssen erst einmal wieder vorbei.

Meine Taktik für diese schnellen Abschlüsse war schon gut….und hat mich auch insgesamt gut durch die Zeit gebracht…aber ich habe auch gemerkt, an welchen Stellen ich noch mehr vorbereiten und wie ich es mir noch einfacher machen kann…ich hatte mich in der Vorbereitung zu sehr auf die eiligen Abschlüsse in der 1. Woche konzentriert…und dadurch für die Nachfolgenden dann zu viel Zeit gebraucht….Zum Glück brauche ich die 23 Abschlüsse nur 2x im Jahr zu erstellen….für die Quartalsabschlüsse sind es aktuell nur 7 um die ich mich Anfang Oktober kümmern muss.

Bis dahin habe ich Zeit alles Liegengebliebene aufzuarbeiten und vorzubereiten. Alles wird gut.

Eine von 16 Millionen

…auch ich habe das 9EUR-Ticket für den Juni gekauft und bin damit eine von 16 Millionen Menschen in Deutschland.

Ob das Ticket auch alle nutzen, weiß ich nicht…ich habe mir auf jeden Fall vorgenommen es zumindest für die 3 Tage in der Woche für die Fahrt zur Arbeit zu nutzen…denn die Anbindung mit der AKN von Quickborn nach Hamburg-Bahrenfeld ist ziemlich gut. Mein bevorzugtes Transportmittel ist das Auto.

Während der ersten 1,5 Jahre mit der Pandemie wollte ich partout nicht mit den Öffentlichen fahren…hab es von Pinneberg aus ein paar Mal machen müssen, als mein vorheriges Auto mehrfach zur Reparatur war…das war ganz okay, aber es hat mich nicht ganz überzeugt.

Nun also von Quickborn aus…ich brauche nur 5-6 Minuten zufuss von meiner Wohnung bis zur Bahn….fahre dann 8 Stationen mit der AKN, muss dann 1-2 Minuten am Gleis warten, um dann in die S-Bahn zu steigen…und nach wenigen Stationen Fahrt, laufe ich dann noch mal knappe 15 Minuten bis zum Büro. Reine Fahrzeit der Bahn 35 Minuten. Das ist wirklich eine sehr gute Anbindung und für den Moment fühlt es sich auch richtig gut an.

Die Bahn morgens früh ist erst ziemlich leer und war bisher in Hamburg zwar voll, aber nicht überfüllt….am Nachmittag dagegen ist es schon ziemlich voll…aber noch so, das jeder einen Sitzplatz bekommt, wenn gewünscht…aber dann ist an Abstand überhaupt nicht zu denken…aber es geht und ist auch auszuhalten.

Wieder mit so vielen Menschen in engerem Kontakt zu sein, ist jetzt nicht mein erklärtes Vergnügen, aber noch geht es…und durch die Masken die 99% aller Mitreisenden auch ordentlich tragen, wird es mir auch nicht zu unangenehm. Die Meisten verhalten sich ruhig, Lesen ein Buch oder schauen gebannt auf das Smartphone.

Aber ob ich das auf Dauer machen werde, weiß ich noch nicht…immerhin verbinde ich mit der Heimfahrt am Nachmittag auch noch den Besuch im Fitnessstudio, mache den Einkauf, fahre noch an das Elbufer oder in den Wald…..Dinge für die ich jetzt erst nach Hause muss, um erst einmal das Auto zu holen.

Aber die Bahnfahrt bringt tatsächlich auch wieder eine etwas straffere Führung in meinen Alltag…nix da mit: aaaach ich lese noch ein paar Minuten im Bett oder ich räume noch die Spülmaschine aus….jetzt heißt es: nach dem Wecker klingeln bleiben maximal 10 Minuten um wach zu werden…und dann gilt es einen straffen Ablaufplan einzuhalten, damit ich pünktlich um kurz nach 6 Uhr am Bahnsteig stehe. Jawohl – und bisher hab ich es an allen Tagen geschafft…hab bisher noch keine Bahn verpasst.

Ich finde es sogar lustig, das ich es so unkompliziert schaffe, mich wieder an einen straffen Zeitplan zu halten, hatte ich es in den letzten Monaten ja durchaus mal etwas schleifen lassen mit dem Aufstehen und ins Büro fahren…..ist doch egal ob ich um 7.00 Uhr oder 7:30 Uhr im Büro bin…die meisten Kollegen kommen erst gegen 9 Uhr.

Die Bahn wartet aber nicht auf mich…auch wenn ich dann einfach die nächste nehmen könnte….aber nein…..das fange ich gar nicht erst an. Und ja – es hat sogar etwas Beruhigendes, das ich mir um Verkehr und Parkplatz keine Gedanken machen muss.

Dafür rückt etwas anderes in den Vordergrund: das WETTER und damit verbunden auch die Kleidung. Und hier zeigen sich die Tücken des Bahnfahrens, die mich schon früher haben verzweifeln lassen.

Wenn es Morgens um 6 Uhr nur 11 Grad sind, dann brauche ich also eine Jacke die mich warm hält, denn auf den Bahnsteigen ist es immer zugig und Laufen muss ich ja auch noch vor und nach der Fahrt . Also ist es egal wenn für nachmittags 22 Grad und Sonne angesagt sind….ich brauche morgens eine wärmende Jacke…die ich dann am Nachmittag bei der Wärme nicht anziehe und trotzdem wieder mit nach Hause nehmen muss.

Und ich brauche Schuhe in denen ich einigermaßen gut Laufen kann, das sind dann aber nicht die, die ich normalerweise zu den Klamotten tragen würde, wenn es warm wird….aber auch noch Wechsel-Schuhe mitnehmen…neeee, das ist mir zu viel Geschleppe. Laptop + Unterlagen + Kaffeebecher+ Frühstück/Mittagessen und sonst noch Kram müssen ja eh schon mit. Okay bei 3 Tagen Büro am Stück, kann ich den PC im Büro lassen, dann muss er nur Mittwochs und Freitags mitgeschleppt werden.

Also alles hat Vor-und Nachteile….für den Juni finde ich das ganz okay…vor allem der Preis ist unschlagbar…Aber sobald das Wetter noch heißer wird oder aber regnerisch, werde ich wieder zum Auto zurückkehren….ich bin und bleibe einfach ein Autofahrer….