Wanderuper Weihnachtsdorf

Gut das meine Schwester mich an unsere Verabredung erinnert hat…nach den ersten beiden Arbeitstagen, war ich eigentlich nur platt und wollte mich zuhause verkrümmeln. Das ging dann aber nicht – es war das Wochenende des Wanderuper Weihnachtsdorf ….und wir wollten uns da treffen.

Wanderup ist ein Dorf kurz vor Flensburg….einmal im Jahr verwandelt sich der gesamte Dorfkern in ein Weihnachtsdorf….überall gibt es verteilt kleine Verkaufsstände, mit viel außergewöhnlichen Handarbeiten und Basteleien, unfassbar viele Lichter auch gerade an den Privathäusern, gedämpfter Musik und viel Stände für das leibliche Wohl.

Schon weit vor der Einfahrt ins Dort werden die Autos aufgefordert, die ausgewiesenen P+R -Parkplätze zu nutzen und mit den kostenlosen (wer will darf etwas Spenden) Shuttlebussen ins Dorf zu fahren.

Bisher habe ich das auch immer gemacht, aber dieses Mal hatte ich Nikolaus-Geschenke für Schwester und Schwager. Als ich mich mit meiner Schwester letztes Mal in Flensburg zu einem Mädelstag getroffen habe, haben wir fleißig Sachen für die Beiden ausgesucht. Alleine könnte ich auch keine Klamotten für die Beiden einkaufen gehen.

Da meine Schwester darauf bestanden hat, in diesem Jahr die Weihnachtsgans zu bezahlen, habe ich im Gegenzug die Advents-Geschenke eingeführt. Zu Weihnachten schenke ich den Beiden trotzdem, wie immer, einen Umschlag- nett verpackt mit ein paar Kleinigkeiten. Dann können die sich das gönnen, was sie gerne möchten.

Also dieses Mal gibt es also Nikolaus-Geschenke und die musste ich dann erst einmal verpacken, so das jeder ein Paket bekommt…neben den Klamottten habe ich das Paket auch aufgefüllt mit deren Lieblingssüßigkeiten und ein Dingen die ich aus Venedig mitgebrachte habe….z.B. Trüffel-Öl und Trüffel-Pesto für meinen Schwager…und eine Kette aus Murano-Glas für meine Schwester .

Und da ich beide Pakete eben nicht durch das gesamte Dorf tragen wollte, bin ich einen Umweg gefahren um von der Flensburger Seite nach Wanderup zu kommen, genau auf den Parkplatz, auf dem sonst immer Schwester+Schwager parken.

Wir waren dieses Mal wieder zu Viert, weil der beste Freund der Beiden auch wieder Zeit hatte, mit zu kommen. Als wir uns dann alle zusammen getroffen haben, wurde es auch gerade dunkel und dann macht dieses Dorf noch einmal so viel Spaß.

Stundenlang sind wir kreuz und quer durch das Dorf gelaufen, haben hier geschaut, dort etwas gegessen…da etwas getrunken, und ich habe noch ein paar liebevolle Kleinigkeiten für die Brandenburgerin gekauft. Sie sollte auch noch ein Nikolaus-Päckchen von mir bekommen.

Sie hat mir schon vor einer Woche eine Advents-Kalender-Karte geschickt. Das ist eine so tolle Idee, jetzt öffne ich jeden Tag auf der Karte ein Türchen und freue mich dabei jedes Mal, das sie mit der Karte an mich gedacht hat. – Ich bekomme überhaupt gerne Postkarten .

Der Nachmittag in Wanderup war schön.

Es gab wieder die leckere Erbensuppe mit Würstchen und alkoholfreien Kinderpunsch, wir haben uns gut unterhalten, während wir langsam durch das Dorf schlenderten.

…nur meine Schwester war ganz plötzlich, mittendrin aufeinmal nicht gut drauf, sie wurde ruppig..aber wir 3 Anderen haben uns die Laune nicht verderben lassen. Irgendwann ging es wieder besser, aber sie suchte immer mehr Entschuldigungen warum sie vorher so merkwürdig reagiert hatte…anstatt es einfach so stehen zu lassen…wir kennen sie doch all Drei lange genug, um zu wissen, wie sie tickt…aber sie führte dann auf einmal körperliche Beschwerden an und im Laufe der nächsten Minuten waren es dann immer andere und immer mehr Beschwerden.

Diese Taktik hat in unserer Kindheit immer geholfen um ihr die Aufmerksamkeit unserer Eltern zu verschaffen, das man sie „wieder lieb hat“, wenn sie vorher etwas „angestellt“ hatte. hahaha nur das dieses Kind inzwischen 59 Jahre alt ist….aber es sind immer noch die gleichen Mechanismen.

Ich kann damit allerdings im Moment selber nicht gut umgehen, finde es anstrengend und habe sie dann zwischendurch einfach mal umarmt und gesagt, das sie sich keine Gedanken machen soll….es ist alles gut. Ich kann ja auch anstrengend für andere sein und jeder darf auch mal schlecht drauf sein.

Ganz am Ende, als wir wieder an meinem Auto ankamen, habe ich noch die Nikolaus-Pakete übergeben und mich wieder auf die Heimreise gemacht….immerhin wieder 1,5 Stunden Autofahrt.

Es war trotz allem war es ein gelungener Tag….evtl. war es auch das letzte Mal, denn wir haben gehört, das es das Weihnachtsdorf evtl. ab dem kommenden Jahr nicht mehr geben wird…es gibt wohl keinen mehr, der die Organisation übernehmen will. Derjenige der es bisher gemacht hat, möchte sich zurück ziehen. Das wäre echt schade.

Die Brandenburgerin

Ach was war das schön die Brandenburgerin mal wieder zu treffen. Wir tauschen ab und an Nachrichten über Whatsapp aus und telefonieren auch unregelmäßig miteinander…manchmal haben wir ja auch noch beruflich miteinander zu tun, aber ein persönliches Treffen ist doch etwas anderes.

Wir waren direkt in Neuruppin in einem sehr gemütlichen Restaurant, mit einem netten Hinterhof…sehr schön bei dem heißen Wetter…und wir haben uns stundenlang über Gott-und-die-Welt unterhalten.

Unser Treffen war ihr Einstieg in einen dreiwöchigen Urlaub. Ich war durch den Zwischenstopp in Ludwigslust eh in Urlaubsstimmung…wir haben also gut gegessen und geklönt.

Ich bewundere sie für ihren Familiensinn und über ihre innere Stärke, denn es gab so einige Schicksalsschläge in der Familie. Sie ist immer da für ihren invaliden-verrenteten Lebensgefährten (mit Ende 40) , ihre 3 Kinder, ihre kranke Mutter und ihren Vater (die Eltern leben seit vielen Jahren getrennt), ihren Ex-Mann mit dem sie sich immer noch gut versteht…ich staune immer, wie Familie auch sein kann.

So ein innerer Zusammenhalt, eine Familie die ständig zusammengluckt, wo alle immer gerne zusammen kommen, zusammen in Urlaub fahren…auch die inzwischen gerade erwachsenen Mädels mit ihren Partnern und der noch minderjähre Sohn, der zwischen Vater und Mutter pendelt. Wenn ich die Bilder sehe, staune ich über die Anzahl an Menschen, die sich da für kleine Ausflüge und große Urlaube zusammen finden.

Ich wäre niemals auf die Idee gekommen mit meinem Vater und Freunden meines Vater in Urlaub zu fahren und dann auch noch in einem Ferienhaus zusammen zu wohnen….hahaha.

Und mich hat sie auch in ihr großes Herz geschlossen…als ich vorschlug das wir uns zu Zweit in der Stadt treffen, meinte sie das ihr Freund enttäuscht wäre, weil er mich nach 2 Jahren auch gerne wiedersehen würde….damit habe ich nicht gerechnet. Deshalb haben wir neben unserem 2er Treffen am Freitagabend, auch ein weiteres Treffen, Samstagvormittag bei ihnen im Garten verabredet…so für 1-2 Stunden.

Nach dem Essen sind wir dann noch runter zum Neuruppiner See gelaufen und daran entlang…der laue Abend lud einfach dazu ein, hier entlang zu flanieren.

In der Nacht habe ich dann auch super geschlafen…hier der Blick aus dem Motel-Zimmer

Das 1.Treffen – ehemalige Kollegen

Die ehemalige Kollegin war als erstes am Treffpunkt und es war toll sie wieder zu treffen. Über das Blumengesteck hat sie sich sehr gefreut.

Müde sah sie aus…und es geht ihr auch nicht so gut…die Arbeit zermürbt sie…und sie denkt über Konsequenzen nach…aktuell muss die allgemeine Stimmung wohl besonders schlimm sein. Die Unzufriedenheit unter den Mitarbeitern nimmt beständig zu.

Obwohl es der Firma finanziell super gut geht, wird überall gespart, die Ziele für die Boni wurden so hoch gehängt und Teile davon willkürlich ausgesetzt, das merken alle Mitarbeiter der Tochtergesellschaften. Die Ungleichbehandlung zwischen Mutter- und Tochtergesellschaften ist wohl sehr offensichtlich….das hat natürlich keiner gerne. Außerdem gönnt keiner dem Anderen auch nur den Geringsten Vorteil…etwas über das ich lachen muss, denn es geht um Firmenwagen und deren Ausstattung und wer nun was für ein Auto bekommt. Echt jetzt?

Das war dann auch später an diesem Abend mehr als einmal Thema zwischen meinen beiden ehemaligen Kollegen. Es scheint einen echten Kampf in der Firma zu geben und von der Geschäftsführung wird kein Machtwort gesprochen…die beiden Kollegen stecken also in einer Zwickmühle. Nur mal kurz zur Erinnerung: Die Firme zahlt echt gut und es gibt seit vielen Jahren eine Regelung zu dem Thema.

Und obwohl Beide jünger sind als ich, rechnen sie auch schon, wann sie in Rente gehen können…die Firma hat ein Programm mit Langzeitarbeitskonten, in das Boni und sonstige Zusatzleistungen „eingezahlt“ werden können…darüber wollen Beide noch ein paar Jahre früher aus dem Berufsleben ausscheiden….aber je weniger Boni gezahlt werden, umso weniger können sie dort ansparen. Dabei würden Beide gerne lieber heute, als Morgen dort weg.

Je mehr ich von den Beiden über die Firma gehört habe, umso erleichterter bin ich, das ich nicht mehr dabei bin. Puhhhh – gut das ich den Absprung rechtzeitig geschafft habe.

Den Kollegen hatte ich, wie schon vorher mal erwähnt, seit meinem Weggang vor 6 Jahren, nicht mehr gesehen und ich habe mich riesig gefreut, als er kam….er sieht noch genauso aus, wie früher…nur die Haare sind inzwischen grau…und auch er war der Meinung, er hätte mich jederzeit überall erkannt…ich hätte mich auch gar nicht verändert.

Wir hatten einen lustigen und schönen Abend…und natürlich gab es auch andere Themen, als nur die Firma und die allgemein schlechte Stimmung dort. Wir waren alle Drei der Meinung es fühlte sich so an, als ob wir uns vor ein paar Wochen das letzte Mal getroffen hätten…gar nicht fremd oder irgendwie komisch. Ich habe den Abend genossen.

Es war schon fast 23 Uhr als ich vorschlug den Abend zu beenden, denn die Beiden mussten am nächsten Tag nach Siegen fahren…Meetings, Meetings, Meetings – der neue Volkssport im mittleren Management. Und ich musste ja auch noch zurück nach Hanau.

Ich hatte es schon bei meinem Weggang damals geahnt, das sich vieles ändern wird. Der damalige GF ist in Rente gegangen, meine Chefin hat einen Monat nach mir die Firma gewechselt, inzwischen ist der Firmeninhaber nur noch im Aufsichtsrat, die Geschäftsführung liegt jetzt bei Externen und die Hauptfirma ist inzwischen eine „SE+Co.KGaA“. Ein Global Player wollte man werden – Glückwunsch – das habt ihr geschafft.

Leider erinnert nichts mehr an die schöne Zeit als „Mittelständler mit Ambitionen“. Heute werden (obwohl es ein deutsches Unternehmen ist) alle Meetings auf Englisch abgehalten…etwas mit dem die langjährigen Kollegen nun so ihre Probleme haben – es war halt nie gefordert Englisch können zu müssen.Heute gar nichts mehr ohne.

Ich hab mich früher gefreut, wenn ich mal Kontakt in Englisch zu den anderen Ländern hatte. Im Normalfall war das echt die Ausnahme. Ja so ändern sich die Zeiten.

Urlaubsvorbereitungen – etwas kompliziert

Bereits vor meinem Urlaub war es etwas kompliziert, bei nur 3 Tagen und 2 Abenden meine Verabredungen zu koordinieren und ich war am Sonntag schon kurz davor, den Urlaub zu stornieren…eine bei mir recht typische Reaktion. Aber eigentlich freute ich mich ja darauf.

Letztlich war es aber ganz einfach. Anstatt mich mit meinen beiden ehemaligen Kollegen einzeln zu treffen, habe ich Beide gefragt, ob es okay ist, wenn wir uns zu Dritt treffen. Die eine Kollegin hab ich das letzte Mal vor 4 Jahren getroffen, den anderen Kollegen, habe ich seit 6 Jahren nicht mehr getroffen. Mit Beiden bin ich im losen Kontakt geblieben. Ab und an telefonieren wir und tauschen ein paar Nachrichten aus.

Mit meinem ehemaligen Team-Mitgliedern treffe ich mich nicht…das Thema ist bei mir durch. Der Kontakt ist von Seiten meines Teams im Laufe der Jahre immer weiter reduziert worden…und dann habe ich für mich beschlossen, das tut mir jetzt nicht mehr gut – wenn nur noch ein paar Bildchen verschickt werden so ganz ohne Anrede oder sonstigem Inhalt. Wenn kein Interesse an einem weiteren Kontakt besteht, dann ist das in Ordnung – dann müssen wir das auch nicht aufrecht halten.

Für meinen ersten Abend in Hessen hatte ich mich also mit den beiden ehemaligen Kollegen verabredet. Das italienische Restaurant in Bad Soden am Taunus, gibt es sogar noch…auch wenn die Inhaber gewechselt haben. Ich hatte vorsichtshalber einen Tisch reserviert.

Um kurz nach 7 Uhr hatte ich dann endlich meine Reisetasche zu Ende gepackt, die Wohnung aufgeräumt und war abfahrtbereit. Das Auto war bereits vollgetankt und nun konnte die 520km lange Reise beginnen. Es ist ein weiter weg für ein paar Treffen mit ehemaligen Kollegen und ein paar Freunden. Dieses Mal wollte ich gar nicht an meine „alten“ Wirkungsstätten. Wollte weder meine alten Wohnorte, noch sonstige liebgewonnene Orte aufsuchen. Ich habe mich bewusst dagegen entschieden, direkt nach Frankfurt zu fahren…oder nach Schnöselhausen, wo ich die letzten Jahre gewohnt hatte.

Das Hotelzimmer hatte ich mir in Hanau gesucht….das ist nicht so weit weg vom Zuhause des Rentners und seiner Frau, mit denen ich eine Verabredung für den nächsten Tag hatte. Inzwischen sind die Beiden meine besten Freunde und mir sehr wichtig. Genauso, wie mein ehemaliger Tanzpartner …der aber leider zu dem Zeitpunkt in Urlaub fährt, wenn ich nach Hessen komme…sehr schade… evtl. würde es aber doch noch klappen, für ein kurzes Hallo – mal sehen.

Das kommt davon, wenn man einen Urlaub erst sehr spät plant und sich nicht längerfristig vorher abstimmt…hahaha. Aber das ist dann eben so – das kalkuliere ich mit ein. Gerade mein ehemaliger Tanzpartner ist oft und gerne auf Reisen…im Gegensatz zu mir.

Besuch in Lübeck

Bei ihrer jährlichen Urlaubsplanung haben der Rentner und seine Frau beschlossen, wieder einmal für ein paar Tage an den Timmendorfer Strand zu fahren. Sein Vorschlag war, wir treffen uns auf halben Wege zwischen deren Urlaubsort und meinem Zuhause, um einen Nachmittag zusammen zu verbringen.

Gegenvorschlag meinerseits: Wir wäre es mit Lübeck. Das bedeutet für mich zwar einen etwas längeren Weg…aber immerhin hatten die Beiden schon die weite Anreise aus Hessen und für mich ist das Fahren kein Problem..damit waren sie dann einverstanden.

Und ja Lübeck besteht aus mehr als nur dem Holstentor, aber das Motiv hat eine fast magische Ausstrahlung für mich 😊

Als Treffpunkt hatten wir ein Parkhaus in der Nähe ausgemacht (das hatte einen Tageshöchstsatz von 7,50 EUR – ein nicht ganz unwichtiges Argument, denn Parken kann in Lübeck durchaus wesentlich teurer sein) und uns für 15 Uhr verabredet.

Ich hab meinen 1/2 Arbeitstag im Büro in Hamburg verbracht und konnte dann dann von dort aus, locker über die A1 nach Lübeck fahren. Vor der Fahrt hab ich mir noch schnell etwas von meinen Lieblingsrestaurant neben unserem Büro geholt, eine Bowl mit viel frischem Gemüse und chrispy chicken …wie immer sehr lecker.

Ich hatte mit wesentlich mehr Verkehr am Mittag gerechnet, so war ich viel zu früh in Lübeck – bin dann noch durch einen Supermarkt geschlendert und ein paar Kleinigkeiten sind dann tatsächlich in meinem Korb gelandet.

Als wir uns dann vor dem Parkhaus getroffen haben, war es wie immer: freudiges Begrüßen, herzliche Umarmungen und sofort waren wir dabei zu plaudern, als ob wir uns erst gestern das letzte Mal gesehen hätten. Dabei war es im letzten Sommer, als ich für ein paar Tage nach Frankfurt gefahren bin. Aber wir telefonieren ja regelmässig…im Moment so alle 14Tage und dann immer für etwa 1 Stunde.

Das Wetter sollt eigentlich nicht so dolle werden…und doch hatten wir Glück und es kam für eine Weile die Sonne raus, so das wir locker und entspannt durch das Holstentor schlendern konnten und weiter bis zum Arkaden-Cafè von Niederegger. Wir haben auch tatsächlich draußen noch einen freien Tisch bekommen und es gab lecker Kaffee und Kuchen.

Später sind wir durch die Altstadt-Straßen und Gassen gebummelt, haben uns die schönen alten Häuser angeschaut, sind in ein paar Geschäfte gegangen, haben uns in ein weiteres Cafè gesetzt und dann waren auch schon 3,5 kurzweilige und unterhaltsame Stunden rum.

Die Beiden haben sich dann auf den Rückweg zu Ihrem Urlaubsort gemacht (ca. 30 Minuten Fahrt) und ich hab auch ca. 1 Stunde bis nach Hause gebraucht.

Diese Freundschaft ist mir sehr wichtig und unsere Unterhaltungen tun mir immer gut.

Dienstreise – 4.Teil – Treffen auf der Rückfahrt

Nach einer weiteren Nacht im Hotel und einem netten Frühstück dort, hab ich mich auf die Rückfahrt gemacht…es gab auch keine Anfragen oder Infos, das ich noch einmal in der Zentrale vorbeischauen sollte…also konnte ich mich getrost auf den Heimweg machen.

Am Abend zuvor hatte ich mit meiner Schwester ausgemacht, das – wenn es mit ihren Feierabend gut klappt, wir uns so um 11.30 Uhr am Scandinavian Park auf einen Kaffee treffen könnten….ich hätte dann ca. 1-1,5 Stunden Zeit für einen Plausch und dann kam die Info von ihr…ja – es klappt.

Die Autobahn war voller, als auf dem Hinweg…aber der Verkehr floss noch einigermaßen zügig….ich war zu früh in Flensburg…tankte den Mietwagen und kontrollierte den Reifendruck (nachdem eine Meldung auf dem Display erschien, das ich genau das tun sollte)…und dann kam sie auch schon…hätte sie in ihrer Arbeitskluft fast nicht erkannt….hahaha rot und weiß sind privat so gar nicht ihre Farben.

Wir gingen in das kleine Café, es gab Kaffee und belegte Brötchen….anschließend noch einen kleinen Rundgang durch das dänische Kaufhaus, wir haben viel erzählt und sie hat sich mal wieder den Stress mit ihrem Mann von der Seele geredet…ich hab von meiner Reise erzählt…und dann musste ich auch schon weiter…auf dieser Strecke Richtung Hamburg muss man an einem Freitag, immer mit Stau rechnen und ich musste den Mietwagen rechtzeitig abgeben. Das war ein schöner kleiner Plausch und wir sind jetzt für den 11.11. verabredet….dann komme ich die Beiden besuchen.

Die restliche Fahrt verlief ereignislos, die Mietwagenrückgabe war unkompliziert, ich hab noch ein paar Sachen im Büro abgeliefert und bin dann nach Hause gefahren. Arbeiten? ooooch nö – dazu hatte ich jetzt dann doch keine Lust mehr. Montag reicht auch.

tolles Treffen

Nach einer weiteren guten Nacht in dem Hotel, hab ich alle meine Sachen gepackt und wieder im Auto verstaut….Heute ging es zum Frühstück zum Rentner+seiner Frau….die wohnen ca. 40km außerhalb von Frankfurt in einem kleinen Ort.

Die Beiden waren ja erst vor 2 Monaten bei mir, auf dem Rückweg vom Urlaub an der Küste…und jetzt sehen wir uns schon wieder. Das sind im Laufe der letzten Jahre richtig gute Freunde geworden und ich freute mich auf das Treffen. Wir telefonieren ja sehr regelmäßig miteinander und trotzdem gibt es immer etwas zu erzählen.

Mit den Beiden ist es so herrlich unaufgeregt, so entspannt und lustig…wir haben viel gelacht. Der Vormittag verging wie im Fluge. Gegen 14 Uhr hab ich mich dann auf den Heimweg gemacht…und dieses Mal lief die Fahrt unkompliziert und ohne Umwege, so das ich nach 5,5 Stunden wieder in meiner norddeutschen Kleinstadt ankam. Endlich wieder zuhause.

Damit hätte mein 3 Tage-Auswärts-Urlaub eigentlich enden können…den Rest der Zeit wäre ich gerne allein zuhause geblieben…das wäre definitiv besser für mich gewesen.

Leider hatte ich mich dazu hinreißen lassen, mich mit meiner Schwester zu verabreden…immerhin hat sie 3 Wochen Urlaub, einen Mann der z.Z. in der Reha ist und sie hat auch keine Mittel und auch keine innere Ruhe, jetzt alleine irgendwohin in den Urlaub zu fahren. Sie ist auch noch nie alleine in den Urlaub gefahren. Also hatte ich angeboten, ich komme sie für 1-2 Tage besuchen, und würden dann zusammen mal wieder Radfahren und auch mal wieder nach Rømø zum Schwimmen fahren.

Ist das Urlaub?

Um das gleich mal zu beantworten…JA, es ist Urlaub.

Obwohl ich Urlaub normalerweise als eine Zeit ohne Termine, also mit freier Zeiteinteilung definiere.

Ich habe jedoch in den letzten Tagen und auch heute, Verabredungen…die mir in den Zeiten dazwischen nicht soviel Spielraum lassen… will ja nicht verschwitzt oder abgehetzt mit Freunden oder ehem. Kollegen zusammen treffen…

Meine bisherigen Treffen waren einfach toll….und haben mir sehr gut getan…mein liebster Freund und ehemaliger Tanzpartner hat mir eines der schönsten Komplimente gemacht: ich würde ihm gut tun, weil ich so (innerlich) ruhig bin…während wir uns über Stunden angeregt unterhalten haben …er würde jetzt mal zur Ruhe kommen ….haaaach wie schön…

Muttertag ? Schwesterntag !

Es gibt besondere Feiertage, die gehen an einem Teil der Bevölkerung vorbei…z.B. Muttertag und Vatertag.

Wenn man nicht selber Mutter oder Vater ist und auch die Eltern nicht mehr leben oder nicht zum eigenen Leben dazu gehören, dann haben solche Tage keine so starke Bedeutung mehr.

Als unser Vater noch lebte, haben wir ihm zum Muttertag gratuliert, immerhin hat er – trotz aller Widrigkeiten – für viele Jahre auch die Mutterrolle übernommen…auch wenn das Ergebnis seiner Bemühungen für uns nicht immer positiv war.

Seitdem unser Vater tot ist, hat meine Schwester stattdessen an Muttertag den Schwesterntag ausgerufen und so hab ich heute Morgen um 4:46 Uhr bereits einen lieben Gruß erhalten…..und diesen erwidert. Allerdings erst SPÄTER – immerhin ist Sonntag und ich hab länger geschlafen. Gut das ich mein Handy in der Nacht auf „nicht stören“ eingestellt habe….ich also kein akustisches Signal erhalten habe…das ist sehr praktisch, wenn man einen so leichten Schlaf hat wie ich.

Den Schwestern-Tag gibt es, weil wir uns damals in den gerade beginnenden Jugendjahren gegenseitig Halt gegeben haben, soweit es uns überhaupt möglich war.

Das unsere Mutter noch irgendwo lebt, wissen wir eigentlich nur, weil wir bisher noch keine anderweitige Information von einem Nachlassgericht erhalten haben. 40 Jahre ohne Mutter….da ist mir dieser Feiertag eher egal. Da steckt keine Verbitterung in dem Satz…sondern es ist eine schlichte Aussage.

Für nächste Woche, also nach der Blumen-Kaskade für dieses Wochenende, hab ich für nächste Woche jetzt 2 Blumensträuße für 2 liebe Menschen vorbestellt…..so als kleines Dankeschön für`s immer DA sein.

Und nächsten Freitag, am Brückentrag, bin ich mit meiner Schwester verabredet, wir werden uns irgendwo an der Nordsee treffen…ein Tagesausflug zu Zweit…

Schwester-Radar

…das Schwester-Radar – es funktioniert….

Es sind jetzt 2 Monate her, seit ich Schwester und Schwager das letzte Mal besucht habe.

In den letzten Tagen ist bei den Beiden einiges passiert, nichts Dramatisches, aber doch etwas, über das sie reden möchten …aber eben nicht nur am Telefon und auch ich möchte meiner Schwester gerne etwas erzählen.

Und so kam mir die Frage meiner Schwester sehr entgegen, ob wir uns am Wochenende nicht mal wieder treffen wollen….SEHR gerne…ich wollte auch schon fragen….hahaha

Wo und wann wir uns treffen, hat sie komplett mir überlassen…da aber Beide gerade mal wieder nicht arbeits- und nur bedingt fahrtauglich sind,  hab ich vorgeschlagen das wir uns an der Schlei treffen….ich hab also 2/3 der Fahrt, die Beiden 1/3…. Ich hab auch bereits nach einem Restaurant gesucht und hoffe das es mit der Reservierung klappt und ich möchte eine kleine Schiffstour auf der Schlei machen…hab also schon mal etwas heraus gesucht und rufe morgen an, ob ich reservieren kann …Samstag soll das Wetter ja grandios werden….mal sehen ob da dann nicht schon wieder zu viele Menschen unterwegs sind…

Ich freue mich auf das Treffen, brauche auch mal wieder eine kleine Portion Familie und ja auch etwas vertraute Nähe. Einfach mal in den Arm genommen werden…ja auch ein Wirbelwind68, so ein unabhängiges und eigen-brödlerisches Wesen wie ich es bin, braucht das Mal.