Schwester-Radar

…das Schwester-Radar – es funktioniert….

Es sind jetzt 2 Monate her, seit ich Schwester und Schwager das letzte Mal besucht habe.

In den letzten Tagen ist bei den Beiden einiges passiert, nichts Dramatisches, aber doch etwas, über das sie reden möchten …aber eben nicht nur am Telefon und auch ich möchte meiner Schwester gerne etwas erzählen.

Und so kam mir die Frage meiner Schwester sehr entgegen, ob wir uns am Wochenende nicht mal wieder treffen wollen….SEHR gerne…ich wollte auch schon fragen….hahaha

Wo und wann wir uns treffen, hat sie komplett mir überlassen…da aber Beide gerade mal wieder nicht arbeits- und nur bedingt fahrtauglich sind,  hab ich vorgeschlagen das wir uns an der Schlei treffen….ich hab also 2/3 der Fahrt, die Beiden 1/3…. Ich hab auch bereits nach einem Restaurant gesucht und hoffe das es mit der Reservierung klappt und ich möchte eine kleine Schiffstour auf der Schlei machen…hab also schon mal etwas heraus gesucht und rufe morgen an, ob ich reservieren kann …Samstag soll das Wetter ja grandios werden….mal sehen ob da dann nicht schon wieder zu viele Menschen unterwegs sind…

Ich freue mich auf das Treffen, brauche auch mal wieder eine kleine Portion Familie und ja auch etwas vertraute Nähe. Einfach mal in den Arm genommen werden…ja auch ein Wirbelwind68, so ein unabhängiges und eigen-brödlerisches Wesen wie ich es bin, braucht das Mal.

 

 

 

 

Familientreffen: Geplantes und Befürchtetes

Morgen soll ja jetzt doch endlich der Telekom-Techniker ins Haus kommen…na hoffentlich klappt es dieses Mal auch wirklich…

…für diesen Termin hab ich ja meine Verabredung zum Nordseekrabben-Fest auf Sonntag verlegen müssen. An diesem  Wochenende finden die Husumer Krabbentage statt…Meine Schwester und Schwager fahren ca. 50km und für mich sind es  ca. 130km…freue mich schon total…und Sonntag ist auch noch verkaufsoffener Sonntag…ich befürchte es wird sehr voll werden…andererseits bin ich gerade sehr entspannt, was auch Einfluss darauf hat, wie stark ich auf Enge reagiere…

…apropos reagieren…bester Indikator das es mir gut geht: seit mehr als 2 Wochen geht es der Haut um meinen Augen richtig gut und ich kann wieder jeden Tag Kontaktlinsen tragen…ich kann es immer noch nicht fassen.

Was ich daraus lerne ist: Lange bevor der Verstand es auch nur ahnt, zeigt der Körper das etwas schief läuft. Man muss nur verstehen was er (der Körper)  uns mitteilen möchte.

Und noch etwas lerne ich daraus: Wer es schafft die Angst vor Verlust oder Veränderung zu überwinden, kann auch mit einschneidenden Umbrüchen seinem Leben eine positive Wendung geben. (Wie immer gilt auch hier: das ist keine allgemeingültige Formel und löst nicht alle Probleme des Lebens…aber wenn man es zulässt,  kann es eben für Einzelne Teil der Lösung sein).

Hmmm – etwas trübt meine Freude bei den Gedanken an das Wochenende.  Die  Krabbentage finden in Husum statt…es besteht also die theoretische Möglichkeit das wir am Sonntag unser Mutter über den Weg laufen…nach unserem letzten Kenntnisstand lebt sie immer noch dort. Aber selbst wenn wir uns über den Weg laufen sollten, keiner würde den Anderen wieder erkennen…

Ich war 13 Jahre alt als unsere Mutter weg ging…und danach hab ich sie nur noch ein einziges Mal gesehen… auf der Beerdigung unserer Oma…da war ich so ca. 26 …  heute bin ich 51Jahre alt….wie gesagt, es ist ja nur eine theoretische Möglichkeit…die Wahrscheinlichkeitsrechnung spricht eindeutig gegen ein unbeabsichtigtes Familientreffen.

 

Ein Abend in der Stadt

Bei 28 Grad in einer überfüllten S-Bahn zu sitzen, macht wahrscheinlich Niemandem wirklich Spaß….aber ich war wieder kurz davor panisch zu werden….vor allem als mir die Hintern anderer Menschen fast in Gesichtshöhe entgegengestreckt wurden oder ich von Handtaschen und Rücksäcken attackiert wurde. So richtig schmerzhaft war nur ein großer Plastiksack mit hartem Inhalt, der mir gegen das Schienbein gedonnert wurde….

Na egal, immerhin konnte ich mit der S-Bahn direkt bis zum Südbahnhof fahren ohne umzusteigen… Wie immer wenn wir uns mit meinem Ex-Tanzpartner und unserer Ex-Trainerin treffen findet das im Schreiber-Heyne statt. Der Laden gehörte mal zu den absolut genialen entspannten Locations in Frankfurt, wo vor allem Frankfurter  hin gehen und nicht so viele Touristen. Hier ging es immer frankfurterisch rustikal und entspannt zu….

Doch nicht nur der Inhaber und die Köche haben gewechselt, sondern vor allem auch die Theken-Mannschaft und die war heute echt unterirdisch.

Als wir nach der Rechnung fragten, kam die Frage: “Alles zusammen“. Mehrstimmige Antwort „NEIN“. Nun trotzdem kam die Rechnung auf einem Bon und wurde uns quasi wortlos auf den Tisch gelegt…so nach dem Motto: dann rechnet selber….wir waren etwas empört…und irgendwann kam die Bedienung wieder und versuchte mittels eines Handy-Taschenrechners die Positionen zusammen zu rechnen !!!!!!!!

Also das hab ich noch nie erlebt….anstatt jetzt auf einem Zettel die einzelnen Beträge pro Person zusammen zu schreiben und DANN zu rechnen, hat er mal eben ein paar Zahlen eingetippt…jeder weiß wie schnell man sich auf so einem Taschenrechner vertippen kann….und es kam, wie es kommen musste, am Ende stimmte es nicht….

Mein Schatz brachte es auf den Punkt: früher hat man sich als Bedienung geschämt, wenn man die Preise nicht im Kopf ausrechnen konnte, sondern Zettel und Stift dazu benötigte….Doch in Zeiten von Sammelrechnungen hatte sich das echt bewehrt….aber heute braucht man das alles nicht mehr – Hauptsache der Taschenrechner vom Handy lässt einen nicht im Stich. Manchmal war es früher doch schöner….

Die Bedienung war langsam echt angefressen…und wir auch….man konnte ja nicht nachvollziehen, was er da gerechnet hat…. Wir waren mit 4 Leuten dort und jeder hatte unterschiedlich viele  und unterschiedliche Getränke und unterschiedliche Essen.

Da auch die Aufmerksamkeit der Bedienung stark geschwächt war und ihm so der eine oder andere Umsatz schlichtweg  wegen Unaufmerksamkeit entgangen ist, fiel das Trinkgeld auch entsprechend klein aus… Ja schade für den Laden und die Bedienung.  Ich hoffe das war nur eine Momentaufnahme und wird kein Dauerzustand.

Bekannte I

Seit vielen Jahren bin ich im Tanzsportverein…damals noch mit meinem ersten Tanzpartner und wir waren, frisch aus der Tanzschule,  Anfänger im Turniersport. Und irgendwann hat sich ein anderes Tanzpaar zusammen gefunden, die waren aber keine Anfänger mehr…und im Laufe der Jahre haben wir uns entwickelt…Aus dem anderen Tanzpaar wurde  zusätzlich eine Liebesbeziehung…und beide waren sehr ehrgeizig im Sport. Der Erfolg gab ihnen Recht.

Doch irgendwann fiel  auf, dass die Entwicklung  nicht mehr nur steil nach oben ging…im Freien Training sah man sie selten, dafür aber immer im Gruppentraining. Die Teilnahme an Turnieren wurden oft abgesagt…ich hab es erst gar nicht richtig realisiert…aber im Gruppentraining wurde es für uns alle manchmal anstrengend wenn es nur noch Diskussionen gab … selbst wenn sogenanntes „Endrunden-Training“ anstand haben sie nicht weiter getanzt, sondern sind stehen geblieben und haben über Kleinigkeiten gestritten…dabei bedeutet diese Art des Training die Simulierung einer Turniersituation mit dem Motto: Auf jeden Fall bis zum Ende weiter tanzen …egal was während dieser 1,5 Minuten passiert…lach

Wir dagegen sind im Laufe der Jahre durch die verschiedenen Klassen  D, C  bis zur B aufgestiegen…aber bei den Beiden  gab es dann  keine nennenswerten Steigerungen mehr…sie blieben in der A. Dann hab ich irgendwann ein Jahr ausgesetzt und mit meinem 2. Tanzpartner neu angefangen…aber bei den Beiden hatte sich nichts verändert….Sie kamen nur noch langsam voran…und dann hatte sie einen Fahrrad-Unfall mitten in Frankfurt und trotz des Helms hatte sie  eine Kopfverletzung, die seitdem ihr Leben verändert hat. Erst musste sie ein paar Monate aussetzen,  ihr war oft schwindelig und sie hatte Kopfschmerzen. Die Konzentrationsfähigkeit war vermindert und emotional hat es sie ebenfalls aus dem Gleichgewicht gebracht.

Tanzen hat viel mit Gleichgewicht zu tun…und mit sehr vielen Kopfbewegungen für die Dame….mal schnell und ruckartig, mal sanft aber dafür sehr stark in den Neigungen…das sind schon Extreme.

Nun seitdem war ein Trainingsabend für uns alle noch anstrengender, denn zu den unvermeidlichen Diskussionen kam jetzt noch eine gehörige Portion Emotion hinzu, mit Tränen und unbeherrschten Anschuldigungen…das war neu.

Ich mag die Beiden und hatte Ihnen während der Zeit schon einmal geraten sich eine Auszeit  vom Turniersport zu nehmen, weil ich das Gefühl hatte die zerfleischen sich und gehen emotional Beide zugrunde.

Ich hätte nicht darauf wetten mögen und Ich weiß nicht wie, aber ihre Beziehung funktioniert immer noch…zum Glück.

Sie und ich haben doch einiges gemeinsam, wenn auch nicht in der Art des Trainierens…wir sind beide durchsetzungsstark und zielstrebig….waren Beide im Vorstand dieses Vereins, sind beide als Stiere dickköpfig und etwas introvertiert…

Und hatten einen wirklich netten Abend bei mir auf dem Balkon….

Schlecht drauf – Teil 2

Und der Termin gestern Abend mit meinen Vermietern hat mich auch gestresst….schon seit Zugang der Einladung …die Beiden sind echt nett und auch der Abend war okay, aber das ist nun mal ein Eingriff in meine Selbstbestimmung…ein Pflichttermin. Nichts was ich von mir aus gerne hätte und deshalb strengt es mich an.

Im Normalfall hätte ich die Einladung dankend abgelehnt….aber aus Höflichkeit konnte ic h hier nicht nein sagen. ich habe auch erzählt das ich (wir) etwas zurückgezogen im Haus leben und wie sehr ich in meiner Freizeit nach Ruhe und Entspannung suche. Das ich in den letzten 15 Jahren quasi immer unter Stress stand (beruflich und sportlich – und auch privat). ich glaube der Zweck der Einladung war besser einschätzen zu können, wem die Beiden da in ihr Eigentum zur Nutzung überlassen…und es wird bestimmt keine „Dauer-Veanstaltung“ werden.

Ich bin mir auch sicher, keiner von Beiden hat gemerkt wie ungern ich so etwas mache…ich war während des Abends locker und lustig, hab zugehört, bin darauf eingegangen, hab von mir erzählt, kleine Anekdoten preisgegeben und es waren kurzeilige 2 Stunden im Restaurant….wenn ich dann erst einmal in der Situation bin, dann ist auch meine Körperhaltung entsprechend „gelassen“… aber als ich wieder zuhause war, war ich platt und bin es bis jetzt….

Beides sind bereits Rentner und er arbeitet noch freiberuflich….sie haben die Möglichkeit viel zu reisen und tun es sehr gerne. Er ist unglaublich wissbegierig und liebt die moderne Technik…sie ist etwas zurückhaltender, lässt ihn gerne erzählen…ist sehr praktisch in ihrer Art. Beide sind vollkommen unprätentiös und überhaupt nicht snobby…  was es mir leichter macht, mich zu unterhalten….aber trotzdem möchte ich den Kontakt zu Ihnen nicht vertiefen….wir sind Vertragspartner: Vermieter und Mieter….und ich freue mich, wenn ich mich mit Problemen die die Wohnung betreffen vertrauensvoll und direkt an sie wenden kann….mehr muss nicht sein.