Ein kleiner Blick auf das normale Leben in Venedig

An meinem letzten Morgen in Venedig, bin ich sehr früh aufgestanden, um noch einmal in Ruhe die Stadt zu geniessen… aber dieses Mal waren zu dieser frühen Stunde, noch vor Sonnenaufgang, schon sehr viele Touristen unterwegs. Mist…

Mein Weg führte mich daher am Canale entlang, aber weg von den Sehenswürdigkeiten, in Richtung des Sonnenaufgangs…es war kalt und windig nach der regnerischen Nacht, aber das machte mir nicht so viel aus…ich war mit Schal, Mütze und wärmender Jacke ausgestattet. Es waren windige 9 Grad und für Hamburg waren ja nur 4-5 Grad angesagt – so hatte ich mich gekleidet.

Ich lief also immer weiter bis ich zu einem öffentlichen Park kam…wie sehr mir das Grün und die Bäume doch in den letzten Tagen gefehlt hatten, merkte ich erst jetzt….die meisten Häuer in San Marco sind direkt aneinander gebaut…es gibt keine Lücken, fast kein Grün…..ganz wenig Bäume…ein paar Hinterhöfe mit etwas grün…aber insgesamt nur sehr wenig. Hinter dem Park waren dann noch ein paar 4stöckige Wohngebäude…hier wohnten scheinbar die Venezianer selbst.

Ich hatte aber gehört, das die Meisten auf den vorgelagerten Inseln leben, weil es dort günstiger ist. Bei meinem Spaziergang konnte ich auch sehen, wie die Wasserbusse anlegten und Heerscharen an Menschen, oft mit Logos von Hotels und anderen Unternehmen auf der Kleidung, mit gesenktem Kopf und zielstrebig in den verschiedenen kleinen Gängen verschwanden….auf dem Weg zur Arbeit.

Irgendwie merkte man: das hier, das ist eher das wahre Leben, weg von der Glitzerwelt der teuren Geschäfte und den Attraktionen der alterwürdigen Gebäude, Kanäle und Gondeln. Hier sieht man die Menschen die von Hand ihre Waren von kleinen Booten auf Handkarren umladen, die diese Handkarren mühsam die ganzen Stufen der vielen Brücken rauf und auch wieder runter wuchten und es gibt viele Brücken in Venedig und keine anderen Wege.

Alles war auf diese Insel kommt, muss mittels kleiner Boote und Handkarren verteilt werden. Es gibt keine Alternativen. Alles ist mühselige Handarbeit. Jede Rolle Klopapier, jedes Pfund Mehl, jedes Stück Schokolade, jede Flasche Wasser…alles muss vom Festland per Schiff gebracht werden und dann auf kleiner Boote oder Handkarren für die Weiterverteilung auf die Hotels und Geschäfte umgeladen werden.

Es gibt keine Kehrmaschinen oder Müllwagen, keine Elektrowagen…die Müllsäcke aus den Häusern, müssen eingesammelt und zum Müllboot gebracht werden. Die Handwerker die mit dem Wasserbus zu einem Termin fahren, schleppen ihre Ausrüstung in kleinen Handkarren (ähnliche Größe wie Kinderwagen) mit und schultern dabei auch noch ihre klappbaren Leitern….weil es keine andere Möglichkeit gibt.

Gesehen habe ich das schon öfter in den letzten Tagen, aber selber Wind, Regen und Kälte zu spüren und dabei zu sehen wie die Menschen bereits vor Sonnenaufgang daran arbeiten, Venedig schön und am Laufen zu halten, hat es mir noch einmal bewusst gemacht, wie privilegiert ich bin, hierher zu reisen, um mir diese so schöne Stadt anzuschauen.

Die Menschen machen das Beste daraus: Hier wird das Gemüse direkt vom Schiff aus verkauft….das erspart das mühselige Ausladen.

und das Boot unten fand ich auch bemerkenswert….Aber es sind immer 2 Personen notwendig…einer der auf dem Boot bleibt und die Waren anreicht und einer der die Waren auf den obligatorischen Handwagen läd und zu den Kunden bringt, denn auch hier gilt: „Tiefgekühlt – direkt bis ins Haus“.

Die Menschen vor Ort haben es sich nicht ausgesucht, das Ihre Stadt ein Weltkulturerbe (wenn auch der Titel seit 2021 bedroht ist) ist oder das die Stadt nicht nur vom Wasser, sondern auch von Touristen überflutet wird. Aber es ist Arbeit, die bezahlt wird und wie überall sieht man auch hier viele Nationalitäten, die diese oftmals schweren Arbeiten verrichten. Ruhig und stoisch und ohne aufzufallen.

Ich mag es auf solche Normalitäten zu achten…auf das, was hinter dem Glitzer und schönen Schein liegt…ich beobachte gerne.

Übervolles Venedig zum Abschied

Mit meinem Ticket „ohne Warten“ in den Dogenpalast zu kommen, hatte ich noch echtes Glück…es war gerade sehr wenig Andrang und auch drinnen, konnte ich meiner Wege ziehen…okay die Schmerzen in Hand und Knie störten etwas…aber ich konnte mir alles in Ruhe anschauen.
Kaum war ich auf dem Weg zum Ausgang, strömten einige größere Gruppen unter lautstarker Anleitung in den Dogenpalast hinein…da hatte ich echt Glück.

Während am Wochenende sehr viele Italiener in Venedig waren, auch bei mir im Hotel, gab es seit diesem Montag vermehrt sehr große Gruppen aus dem asiatischen Raum.Mit

Bei mir haben sich diese Gruppen sehr unbeliebt gemacht, denn sie schauen beim Laufen NICHT – also überhaupt nicht, nach vorne und sind überrascht, wenn man Ihnen dann nicht Platz macht…was bei den schmalen Gässchen oft gar nicht möglich war. Von dem mir wichtigen Abstand zu Menschen, konnte so gar keine Rede mehr sein.

Da ich mich nicht in Luft auflösen kann und verbale Ausrufe überhaupt keine Wirkung zeigten, bin ich dann stehen geblieben, habe eine Schulter etwas vorgeschoben, bin dabei leicht in die Kniee gegangen für einen besseren Stand und habe mich bewusst auf den Zusammenprall vorbereitet.

Die einzige Reaktion auf den unvermeidlichen Zusammenprall war: ungläubiges Staunen…und das Kuriose: auch die nachfolgenden Menschen der gleichen Gruppe, haben nicht reagiert….jeder dieser Köpfe war permanent auf eine Seite gerichtet und Niemanden interessierte, das Ihnen da Menschen entgegen kamen.

Inzwischen war ich an einem Punkt angekommen, das ich keine Lust mehr hatte, mir noch mehr von Venedig anzuschauen…was aber nicht an Venedig lag, sondern an meinen eigenen Bedürfnissen nach weniger Trubel und mehr Ruhe.

Da alle sagen, ja jetzt im November ist es viiel ruhiger, als im Sommer…und es für mich jetzt kaum auszuhalten ist, bin ich froh, das ich es nicht gewagt habe früher im Jahr zu kommen…nach den ersten 1,5 Tagen war es für mich anstrengend geworden…aber ich bin froh diese Reise gemacht zu haben. Venedig ist einfach phantastisch. Würde ich noch einmal wieder kommen? Nein – ich glaube nicht.

Diese unglaublichen ersten Eindrücke und Erlebnisse mit netten Menschen waren es einfach wert hierher zu kommen und die Erinnerungen bleiben mir für immer…allerdings kann ich meine eigenen „sozialen Einschränkungen“ nicht lange ignorieren oder unterdrücken…das kostet mich einfach sehr viel Kraft und das habe ich nach Beendigung meiner Reise dann auch gemerkt…es hat 3 Tage gedauert, mich nicht mehr schlapp und krank zu fühlen. Es geht dabei weniger um rein körperliche Schlappheit, als um seelisches ausgelaugt fühlen, was sich dann auch körperlich bemerkbar macht.

Im Hotel war an meinem letzten Tag, aber auch so eine der oben beschriebenen Gruppen angekommen…und die gesamte Zeit, bis spät in den Abend wurden die Türen zu den Zimmern zugeknallt…und wieder geöffnet, Unruhe auf den Gängen, wieder fielen die Türen laut ins Schloss, wieder und wieder Puhhh….nicht schön.

Irgendwann herrschte endlich Ruhe und ich konnte schlafen..am nächsten Tag war ja mein Abreisetag. Am Abend hatte ich schon wieder alles zusammen gepackt und meine Rückreise zum Flughafen Marco Polo organisiert. Es gibt ja verschiedene Möglichkeiten und ich hatte mich für die direkteste Verbindung mit einem AliLaguna-Wasserbus entschieden. Inzwischen mache ich das schon etwas routinierter…hihihi

Kostenpunkt 18 EUR. Das Online -Ticket war schnell gekauft. Dieses Mal war ich schlauer und habe gleich mal geschaut, ob ich dieses Ticket auch erst noch „umwandeln“ muss…nein, das brauchte ich bloß dem Mitarbeiter an der Station zu zeigen….hier gab es scheinbar noch keine Automaten für den Einlass, sondern Menschen, die auf das Ticket schauten.

Geschlafen habe ich in dieser letzten Nacht nicht gut, natürlich habe ich mir schon wieder Sorgen gemacht, das es mit dem Rücktransport zum Flughafen nicht klappt…aber dafür bin ich dann noch einmal früh aufgestanden, um einen ruhigen Spaziergang an der Promenade entlang zu machen, bevor die Touristen-Ströme auf die gleiche Idee kommen.

Tücken der Technik und eigene Dummheit

Für den Montag hatte ich mir als Erstes vorgenommen, den Markusdom zu besuchen. Kurzfristig hatte ich  über Get-Your-Guide ein Ticket gebucht, das es mir erlaubt hätte ohne Warteschlange in den Dom zu kommen.

Hätte…denn am vereinbarten Treffpunkt war niemand und es kam auch niemand…okay? Nach vergeblichen 15 Minuten hab ich beschlossen, dann mache ich jetzt den 2. Teil des Vorhabens…ich nehme eines  der Varporetti und fahrt etwas herum…. doch auch das war erst einmal schwierig.

Wieso? Nun ich hatte mit der Technik zu kämpfen. Erst einmal hatte ich ein Online -Ticket mit verschiedenen Barcodes. Der Einlass-Automat an der Varporetto-Station wollte jedoch einen QR-Code.

Irgendwann hab ich dann in der App noch einmal genauer gelesen, das ich erst einmal zu einem Automaten müsste, um meinen „Voucher“ in ein reguläres Ticket zu wechseln..ich sollte den Barcode scannen oder eine PNR-Nummer eingeben.

Den Barcode wollte der Automat nicht…also noch einmal in der App nach der PNR-Nummer gesucht und sogar  gefunden (das reinste Suchspiel – so klein war die Nummer ganz oben, ganz am Rand)

Okay-prima…das richtige Ticket kam aus dem Automaten. Hatte aber weder einen QR-Code, noch einen Barcode…sondern einen Magnetstreifen.

Wieder die freundliche Hilfe eines Mitarbeiters Vorort in Anspruch genommen…doch doch…einfach davor halten und tatsächlich …NUN konnte ich fahren..wenn, ja wenn…ich denn wüsste, wohin ich eigentlich will.

Ich hatte ja keinen festen Plan, habe mich einfach für eine Linie entschieden…und bin drauf los gefahren…ja, das machte Spaß…war aber auch sehr langsam, weil diese Linie kreuz und quer fuhr und überall an den entsprechenden Stationen anhielt.

Ich bin dann ausgestiegen, später wieder eingestiegen und weiter ging es…mein Ticket galt für 2 Tage..ich konnte es also sooft benutzen, wie ich wollte.

Irgendwann war ich in Dorsoduro…und blieb da auch..hier war es schön, nicht so überlaufen und deshalb viel ruhiger. jaaa dahin hätte ich auch laufen können….aber so war es eindeutig schöner.

Das Museum über Leonardi Da Vinci habe ich dann besucht…okay.

Hab mal wieder festgestellt…ich mag lieber rumlaufen und mir Orte anschauen….nicht so sehr Museen besuchen..dafür habe ich definitiv keine Geduld (mehr)

Also bin ich weiter gelaufen…habe mittags in einem kleinen Restaurant gegessen…und bin dann weiter gelaufen…bin sogar am  Busbahnhof  mit „Autobussen“ vorbei gekommen, um wieder zu den WasserBussen zu kommen.

Es war schon Nachmittag und ich hatte noch das Ticket für den Dogenpalast…Also DEN wollte ich auf jeden Fall sehen.

Die Rückfahrt verlief unkompliziert und dann…kam mein kleiner Unfall….

Abend-Spaziergang durch Venedig

Gestern…pünktlich vor Sonnenuntergang, habe ich mit meinem ersten Rundgang durch Venedig begonnen….

Mein Hotel ist ja nur 300m vom Markusplatz entfernt und schön ist es im Stadtteil „San Marco“ sowieso überall.

Ich schlenderte also ruhig und entspannt durch die Stadt, die doch voller war, als ich es gedacht hätte.

Nach Sonnenuntergang hatte ich dann auf einmal Hunger und habe mich im Außenbereich eines ruhigen Restaurants niedergelassen…mit einem der größeren Kanäle im Hintergrund.

Spaghetti mit Venusmuscheln….hmmmm das war lecker…dazu ein Glas Weisswein und zum Dessert ein Glas Limoncello…grins…immerhin bin ich im Urlaub.

Danach ging es weiter und weiter…

jetzt im Dunkeln durch die beleuchteten Gassen und  Gässchen.

Hier bei der Unterführung, als ich das Foto oben gemacht habe, sprach mich ein italienisches  Pärchen an. Es stellte sich heraus, Er ist gebürtiger Venezianer, sie kam aus Sardinien.

Er sprach allerdings English mit starkem Akzent, aber die Hingabe mit der mir erklären wollte, was es mit dem Gebäude auf sich hatte, war einfach soo toll, das ich ihm seine  Begeisterung und seinen Stolz auf diese Stadt, nicht damit schmälern wollte, das ich ihn kaum verstand.

Also habe ich versucht aus seinen Worten den Sinn zu verstehen, auch wenn dabei nicht ganz so viel raus kam.

Es ging um Geschichte, um Besatzung und Befreiung und das ein Teil von alten Kanonen beim Bau des Hauses mit in der Hausmauer verbaut wurden..die hat er mir dann auch gezeigt.

Insgesamt hat er bestimmt 10 Minuten erzählt und ich habe mich für seine freundlichen Ausführungen bedankt…und auch bei seiner Freundin, die geduldig auf ihn wartete.

Zufrieden mit meinem 1. Urlaubstag hab ich mich bereits um 20 uhr ins Hotelzimmer verzogen und nur wenig später  schlief ich dann auch. Immerhin hatte ich  die Nacht zuvor fast  schlaflos verbracht.

Einzug in Venedig

Die Fahrt mit einem Wassertaxi vom Flughafen, bis in die Lagune Venedig waren die besten 39 EUR die ich jemals ausgegeben habe.

Das motorisierte  Wassertaxi war eine Art „Anruf-Sammeltaxi“ auf dem ca. 12-15 Personen Platz haben….teils überdacht…im Heck aber Offen, genau wie Vorne.

Wir war nur mit 5 Gästen und dem Fahrer. Mit dem Schwedischen Pärchen (gerade jung verheiratet) habe ich mich sofort gut verstanden… wir saßen offen und der FahrtWind  machte es richtig lebendig.

Wir sind zusammen von der Sammelstelle im Flughafen, bis runter zum Bootsanleger gelaufen und  sind sofort ins Plaudern gekommen.

Die Fahrt war einfach phantasisch…erst fuhren wir rasant auf die Lagune zu…und kurz vor der Einfahrt, wurde das Wassertaxi dann gaaaaanz langsam…

Die Schweden sprachen die ganze Zeit mit mir in Englisch…wir zeigten hierhin und dorthin und es war einfach majestetisch.

Zuerst ging es durch etwas engere Kanäle und dann  weiteten sich diese  mehr und mehr und auf einmal hatten wir das Gefühl fast auf dem Meer zu sein.

Die Fahrt ging in Richtung Stadtteil „San Marco“… unter der Rialto Brücke hindurch immer weiter.

Zuerst stieg das stille Pärchen aus..die waren (glaube ich) aus Parkistan…. dann verabschiedeten sich das schwedische Ehepaar und zum Schluss wurde ich in San Marco abgesetzt, bewaffnet mit einem Stadtplan, in dem die fußläufige Route zu meinem Hotel eingezeichnet war und auch wie die „Haltestelle“ hieß, bei der ich abgesetzt wurde.

Schon während der Fahrt in die Lagune, verschwand die Sonne immer wieder hinter ein paar Wolken und es legte sich ein atemberaubendes Zwielicht über die Känale und Gebäude…

ohh man ich komme richtig ins Schwärmen…und wisst Ihr, was mich am Meisten fasziniert? Obwohl es immer noch viele Menschen neben und auf dem Wasser waren und auch in den Straßen…es herrscht eine beruhigende Stille.

Da ist es an einem Samstagnachmittag auf der Frankfurter Zeil eindeutig geräusche-technisch lauter und unruhiger.

Hier hat mich sofort eine innere Ruhe erfasst….Hurra ich bin im Urlaub.

Greetings from Venice

auf zum Flughafen- Venedig ich komme

…und schon sind die letzten 14 Tage bis zur Reise nach Venedig  vorbei…

…und jetzt sitze ich am Flughafen Hamburg und warte auf das Boarding…alles hat bisher super funktioniert…

Bis auf die letzte Nacht..Ich bin totmüde um kurz vor 23 Uhr ins Bett gefallen, bin eingeschlafen und eine 1/4 Stunde später war ich hellwach…und genau das blieb ich auch bis kurz vor 4 Uhr Morgens.

Ich hab mein aktuelles Hörbuch weitergehört, dann selber gelesen, etwas getrunken, zur Toilette, habe Socken an- (weil auf einmal kalt) Socken aus gezogen (weil zu warm)….bin auf die Couch im Wohnzimmer gewechselt..hab den Fernseher angemacht…aber nichts hat wirklich geholfen, um zur Ruhe zu kommen.

Irgendwann nach 4 Uhr bin ich dann wohl eingeschlafen…denn als der Wecker um 4:45 Uhr klingelte bin ich hoch geschreckt. Okay – dann schlafe ich eben im Flugzeug – habe ich ja früher auch so gemacht.

Also habe ich mich fertig und dann auf den Weg gemacht..die Bahn fuhr um 6:07 Uhr von Quickborn aus. natürlich war ich fast 20 Minuten zu früh da, Fahrt bis Schnelsen, dann kurz laufen, dann ab in den Bus bis zum Flughafen…Erst  als der Flughafen vor mir auftauchte, konnte ich mich entspannen.

Auf zum Terminal 2, mit der Swiss-Air-App hatte ich schon einen Tag vorher eingecheckt und dabei auch gleich die Plätze für alle Flüge (insgesamt 4 mit Hin-und Rückflug) mit etwas mehr Beinfreiheit gebucht (gegen 20 EUR Aufpreis pro Flug – aber das ist es mir wert).

Jetzt noch Gepäck aufgeben am Automaten: der 1. war kaputt, der 2. funktionierte. Dann das Gepäck aufs Band legen…das funktionierte auch erst nicht, als die Hilfe kam,  ging es dann auf einmal….seufz…

Ich muss echt sagen, das Verreisen OHNE Auto – in diesem Falle mit Bahn und Flugzeug stresst mich kolossal…ich habe immer die Befürchtung, das es nicht klappt, die Bahn nicht weiter fährt (hab ich schon mal in Frankfurt erlebt)….das der Bus nicht kommt usw….

Natürlich habe ich eine ganze Stunde „Pufferzeit“ mit eingebaut und war um 7:15 Uhr schon durch den Sicherheitcheck durch….bleiben jetzt noch 2,5 Stunden zum überbrücken.

Aber kein Problem, bin durch die Shopping Meile gelaufen…hab noch ein Buch gekauft und ein kleines Frühstück dazu…

Das war dann auch der 1. Kaffee an diesem Morgen

Reisen ist nicht meine Stärke…und schon gar nicht, wenn ich nichts auf dem Weg dorthin beeinflussen kann.

Ich wünsche Euch Allen 

ein schönes Wochenende

Eine Flugreise in Aussicht

Ich bin ja nicht so der Reise-Typ. Aber na klar, gibt es auch bei mir ein paar Ziele, die ich gerne einmal besuchen würde…wenn, ja wenn, es dort nicht immer so heiß und vor allem nicht auch noch so voll wäre.

Eines dieser Wunschziele lautet: Venedig.

Durch diese alt-ehrwürdige Stadt mit ihrem morbiden Charme, den wunderschönen Häusern, Palästen, Brücken und Kanälen würde ich ja gerne mal schlendern. Diese Mischung aus Ehrfurcht vor der Baukunst alter Zeiten und der drohenden Gefahr eines langsamen Untergangs (Beides durch Menschenhand geschaffen) ist für mich sehr anziehend.

Ich sehe mich aber definitiv nicht in den Massen an Touristen, die Venedig wie eine Art Disneyland betrachten und sich genau so verhalten. Wo bleibt der Charme wenn sich Tausende Menschen auf dem Markus-Platz tummeln oder durch die kleinen Gassen schieben.

Vor ein paar Wochen reifte nun der Plan, ich reise einfach dann, wenn es NICHT heiß und NICHT von Touristen überbevölkert ist. Ich reise im Spätherbst.

In dieser Woche bin ich bei mir im Ort ins Reisebüro gegangen und habe mit der Hilfe einer netten Mitarbeiterin einen 4-Tages-Trip mit Flug und Hotel zusammengestellt für Mitte November. Leider gibt es von Hamburg aus, zu dieser Zeit, keinen Direktflug, aber egal….ich fliege mit der Swiss-Air, mit einmal Umsteigen in Zürich. So dauert die Anreise zwar länger, aber das ist für mich okay. Zwischen den beiden Flügen bleibt genügend Zeit, um mein Gepäck und mich auch zusammen nach Venedig zu bringen.

Die Dame hat mich nach meinem Reisebudget gefragt…ich wollte aber keinen Betrag festsetzen, sondern erst einmal schauen, wie teuer es überhaupt ist. Ich bin das letzte Mal vor 15 Jahren geflogen und diese Billig-Airlines kommen nicht in Frage (ich mag deren Methoden nicht). So hat sie ein 4-Sterne-Hotel in der Altstadt als Basis genommen und dazu nach Lufthansa und Swiss-Air Flügen geschaut. Der Preis lag mit knappen 900 EUR dann sogar noch ein Stück weit unter meiner „inneren Grenze“, also den Wert den ich innerlich bereit bin, dafür zu zahlen.

Den Transfer vom Flughafen zum Hotel muss ich allerdings selber organisieren…aber auch das ist okay. Das kann ich bereits im Vorfeld von Deutschland aus organisieren.

Sooo jetzt habe ich also einen gebuchten Urlaub im November – und ich freue mich darauf.

Allerdings ist mein letzter Flug sooo lange her, das ich von der modernen Art online und vorab einzuchecken, so gar keine Ahnung habe…das macht mich etwas nervös.

Auf meinen Reiseunterlagen steht eine ganze Menge, was ich wie zu machen habe…damit beschäftige ich mich aber erst, wenn der Urlaub nicht mehr ganz so weit entfernt ist. Noch dauert es ja 3 Monate.

Ach ja im Internet habe ich gelesen, das im November die Temperaturen so ca. zwischen 4-11 Grad liegen sollen…das es auch mehrere Regentage gibt und morgens die Stadt öfter mal im Nebel liegt…..klingt für mich klasse.

Kleiner Rückblick in die Vergangenheit:

Mein bisher letzter Flug ging übrigens vor 15 Jahren nach Wien. Den Urlaub hatte ich meinem damaligen Freund und mir zum Geburtstag geschenkt. Unser erster gemeinsamer Urlaub war ein kleines Desaster – wir waren erst 1/2 Jahr zusammen und unserer Lebenswelten passten nun mal überhaupt nicht zusammen….seufz…es war mega anstrengend, wir haben viel gestritten und teilweise sind wir dann auch getrennt durch Wien gelaufen.

Und doch bin ich noch weitere fast 8 Jahre mit ihm zusammen geblieben…das passiert, wenn das Herz über den Verstand siegt. Ich habe alle Warnsignale gehört und überhört und das obwohl wir zu dem Zeitpunkt durch seine permanente Lügerei bereits einige Krisen hatten…mein Verstand wollte sich schon zu dem Zeitpunkt mehrfach von ihm trennen…das Herz war einfach verliebt. Ja im Laufe der Zeit haben wir uns dann irgendwie so einigermaßen mit unseren unterschiedlichen Lebens-Rhythmen und -Vorstellungen arrangiert…solange bis es bei mir nicht mehr ging.