Vertrauen – Mein Schutzwall bröckelt

Die ganzen letzten Monate, in denen ich mich auf MICH  konzentriert habe, auf mein Leben, all die Veränderungen…in denen ich darauf geachtet habe, das ich mit meinem Leben klar komme, mich ausruhe, nicht überfordere, mich vor allem von all dem erhole… in all diesen ganzen Monaten hatte ich immer das Gefühl geschützt, behütet zu sein.

Wer oder was hat mich geschützt?

Mein innerer Schutzwall hat verhindert, das ich von der Außenwelt überrollt werde…Mein Emotions-Spektrum war trotzdem schon erstaunlich groß:

So hab ich mich über viele Dinge gefreut die in meinem direkten Umfeld passierten , habe mich super gefühlt, entspannt und das Leben aufgesogen, das Leben einfach genossen.

Ich hab mich mit meiner gescheiterten Beziehung auseinander gesetzt, mit dem Verhältnis zu meiner Schwester, zu meinen Kollegen und Freunden die ich zurück gelassen habe und  setze mich emotional mit meiner neuen Arbeit  auseinander. . Ich habe die Teil-Dramen des Umzugs mit Höhen und Tiefen verwunden…die Verhältnisse in meiner neuen Firma…

…aber ein paar Dinge hat mein Schutzwall einfach nicht zugelassen: mich neuen Menschen in meinem Leben zu öffnen. Alle Emotionen blieben einzig bei mir und den mir vertrauten Personen.

Durch das Wochenende ist irgendetwas passiert, das mein Schutzwall anfängt zu bröckeln…

Soll ich Euch sagen was passiert ist:  Ich kann anderen Menschen wieder einen  Vertrauens-Vorschuss geben…Mein Urvertrauen in Menschen war zerstört…dachte ich….aber wenn ich anfange anderen zu  vertrauen…öffnen sich auch die Anderen…und dann erst kann gute Kommunikation statt finden.

Die Angst davor wieder  Menschen näher an mich heran zu lassen…weil ich ja eh nur verletzt werde, wurde durch diese beiden echt netten Menschen zerstreut. Natürlich kann es passieren, das auch sie  mich enttäuschen, das gehört ja zum Leben dazu…aber ich bin fast überwältigt von dem Gefühl überhaupt wieder vertrauen zu KÖNNEN.

 

 

Resümee einer Fernbeziehung

Also jetzt mal ehrlich…es sind jetzt genau 1,5 Jahre in der wir aus unserer Beziehung eine Fernbeziehung machen mussten…Mein Süßer kommt jeden Freitagabend nach Hause und fährt Sonntagabend wieder zurück. 400km eine Strecke….also nicht mal quasi „um-die-Ecke“…

Das Handy ist unsere Nabelschnur…unsere Verbindung…was wäre es nur ohne Whatsapp, Telefon und Mail? Ich hatte von Anfang an gesagt, maximal 1 Jahr…und jetzt werden es insgesamt 2 Jahre…und ich bin es auch langsam leid.

ABER….und jetzt kommt die ehrliche Antwort aus den Tiefen meiner Seele….sie hat uns auch gut getan, diese Fernbeziehung…auch wenn ich es nur zähneknirschend eingestehen kann…sie kam zum richtigen Zeitpunkt.

Wir haben turbulente Jahre zusammen gehabt, die „Umstände“ waren teilweise grotesk und ich hatte ein Vertrauensproblem…ausgelöst durch Unwahrheiten, komischen Begebenheiten, merkwürdigen Situationen und daraus resultierendem Misstrauen…eine Abwärts-Spirale die zu durchbrechen echt schwer ist…aber ich hab an mir hart gearbeitet und mein Süßer ebenfalls …also an sich.

Diese Fernbeziehung konnte also nur soweit gutgehen, wie ich wieder vertrauen konnte…und durch die Entfernung sind wir Beide innerhalb der Woche  endlich mal zur Ruhe gekommen….und haben uns an den Wochenenden auf uns konzentriert…und je besser das klappte, umso mehr konnte ich vertrauen und umso entspannter wurde mein Schatz…und das ist jetzt die Spirale nach oben…

Unser Kommunikationsverhalten zueinander ist um Lichtjahre besser geworden und sogar Absprachen funktionieren, …jaja…

Also: Eine Weile in einer Fernbeziehung zu leben kann gut und sogar hilfreich sein, aber irgendwann muss es auch wieder vorbei sein mit der Ferne…. Bei mir dauert es noch ½ Jahr