Früh am Morgen

Früh am Morgen

Um dem langsam einsetzenden Gefühl sich gleichförmig wiederholender Tage zu entgehen, bin ich gestern Morgen gleich nach dem Aufstehen in den Wald gefahren.

Meine Tage sind gerade erschreckend gleichförmig unausgelastet und verlieren so im Einzelnen ihre Bedeutung. Durch den Wechsel auf die Sommerzeit, zusammen mit einer Art Frühjahrsmüdigkeit (auch durch die Allergien) und dem Urlaub in Quasi-Quarantäne hatte ich zwischenzeitlich auch noch den restlichen Schwung verloren, den verbliebenen freien Tagen einen schönen Verlauf zu geben. Mit anderen Worten: Es ist genug jetzt und es wird Zeit das ich wieder richtig arbeiten kann…

Dieses Gefühl ist zum Glück seit Freitag wieder vorbei…und so bin ich heute Morgen ganz früh im Wald gewesen… im Gegensatz zum Waldspaziergang am Abend, hat der frühe Morgen eine ganz andere Atmosphäre und noch mehr erhabene Stille zu bieten.

Es ist so wunderschön gewesen, wie sich der Dunst der Nacht langsam verzog und die Sonne sich ihren Weg durch die Bäume suchte…so friedlich war die Atmosphäre….kaum zu glauben, was gerade in der Welt passiert…

Lächeln im Wald

Lächeln im Wald

Kaum bin ich im Wald angekommen, merke ich wie ich Lächele und auch nicht mehr aufhöre….ja so einfach geht das bei mir.

Allerdings war es notwendig den Mund dabei geschlossen zu halten 😊… der Regen von Oben machte  es notwendig….aber schon nach ein paar Minuten liessen Regen und das triefen meiner Nase nach.

Ich bin kreuz und quer gelaufen und mit langsamen Schritten ging es mir Schritt für Schritt besser. Es war eine gute Entscheidung trotz des schlechten Wetters nach draussen zu gehen. Am Ende meiner knappen 5km hab ich noch auf einem Bauernhof frische Eier und Kartoffeln gekauft.

Sooo ich hab vor kurzem im Internet  ein Rezept für Frühstücks-Muffins mit Gemüse und Schinken gesehen…hmmm das werde ich für heute Abend mal ins Auge nehmen.

Gestern gab es tatsächlich mal wieder meine selbstgemachte Pizza Margherita…sogar der Boden war richtig knusprig…LECKER!wp-1578762589531.jpg

Der Rest lässt sich so prima einfrieren und so hab ich auch wieder eine „Schnelle Pizza“ die sich minutenschnell im Backofen aufbacken lässt…

Ach ja: eine Selbstgemachte Pizza ist wesentlich gesünder als eine gekaufte. Denn hier besteht die Pizza nur aus: Mehl, Hefe, wenig Salz und wenig Zucker, Wasser. Die Soße besteht aus  Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch und etwas Tomatenmark und der Belag aus  Mozzarella… 🙂   Keine Zusatzstoffe, keine versteckten Zucker, Salze, Fette oder sonstigen  schädlichen Dinge….  So macht Pizzaessen echt Spaß.

 

 

Plädoyer für den Wald…und die Stille

Wenn die Schule  zu meiner linken Seite und der Kindergarten zu meiner rechten Seite gleichzeitig die Kinder in die Pause schicken, bin ich immer wieder überrascht WIE laut das ist. Scheinbar jedes Kind dort kann nur durch Schreien kommunizieren oder sich mittels Brüllen durchsetzen. Und damit meine ich nicht mal die kreischenden Aufschreie der kleinen Mädchen die erschreckt werden….

Ich weiß das ist politisch unkorrekt…und ich weiß auch das man das akzeptieren muss…tue ich ja auch…aber dadurch wird es nicht leiser oder melodischer….es ist einfach laut.

Wenn ich das Dauer-Gebrülle der Kinder höre frage ich mich, was sich wahrscheinlich alle Erwachsenen früher oder später auch fragen: Waren wir auch so?

Dann versuche ich mich an meine Schulzeit zu erinnern…oder an die Ausflüge in das Freibad…und muss leider sagen: JA – auch wir waren genau so laut auf dem Schulhof und im Freibad. Haben es aber anders wahrgenommen.

WAS aber wesentlich lauter geworden ist, sind  Kinder UND Erwachsene in der Öffentlichkeit, weil einfach weniger Rücksicht auf Andere genommen wird…. Mir fällt es vor allem im Wald auf.

Unser Vater ist mit uns oft in den Wald gegangen und hat uns beigebracht:  Nehmt im Wald Rücksicht auf die Tiere…dann habt auch Ihr etwas davon…ihr könnt dann nämlich viele Tiere sehen…und genau so war es.

Wenn ich heute im Wald unterwegs bin höre ich lautstarke Unterhaltungen, und manchmal sehe ich diese Menschen erst Minuten-später….es wird telefoniert und laute Musik gehört… Und hier rede ich nicht von Kindern – sondern von Erwachsenen.  Der Blick ist auf das Handy gerichtet oder auf den Boden.

Diese Menschen gehen in den Wald – können die Wirkung des Waldes jedoch gar begreifen….weil sie schlichtweg nichts wahrnehmen was den Wald ausmacht. Für solche Spaziergänger wäre ein Park oder ein Feldweg genauso gut…lach.

Der Wald ist voller Geräusche, voller Leben und doch ein Ort der Ruhe …wenn man es zulässt. Wer selber laut ist, wird davon jedoch nichts merken…und verpasst damit die Kraft die ein Waldspaziergang geben kann. 

Neiin – ich bin nicht esoterisch … ich liebe einfach nur den Wald und habe endlich wieder die Gelegenheit:

– die Ruhe des Waldes aufzusaugen: unser Leben findet i.d.R. in lauter Umgebung statt…überall wird man beschallt durch Musik, Fernsehen, Straßenverkehr, laute Maschinen usw.  Wer kann Stille überhaupt noch aushalten?

-den Blick entspannt in die Ferne zu schicken: unsere Augen müssen viel zu oft nur im Nahbereich tätig sein, durch Bildschirme, Fernsehen und Handys-das strengt die Augen an. Wie schön es ist in einen Wald hinein zu schauen…um so auch scheue Tiere in der Entfernung wahr zu nehmen…oder die Vögel die in unmittelbarer Nähe im Wald nach Nahrung suchen…

– die warmen Farben der Natur aufzunehmen: gerade das beruhigende Grün der Blätter – vor allem im Frühjahr wenn alles mit einem zarten Lindgrün anfängt  und noch mehr im Herbst wenn alles bunt wird. In unserer Stadtwelt ist Vieles bunt und grell und hell erleuchtet…alles muss markant hervorgehoben werden…wie schön ist es da, wenn die Augen mal nicht visuell überfordert werden

– den Duft des Waldes aufsaugen: Je nach Tageszeit riecht es im Wald anders oder geht mal in den Wald kurz nachdem es geregnet hat (okay – also nicht nach einem Sturm  oder Starkregen, das wäre zu gefährlich) das riecht so schön…und auch je nach Jahreszeit….für mich typisch für den Herbst ist der Pilzduft…

Und man kann sich ruhig mal bei trockenem warmen Wetter auf den Waldboden setzen oder auf einen gefällten Baum, dazu benötigt man keine Sitzbank…lach…

Vor ein paar Tagen war ich im Wald unterwegs und hab mich auf einem Stapel gefällter Bäume niedergelassen…ich war alleine  weit und breit…und es gab sehr viele gefällte Bäume, die entlang des Waldweges zum Abtransport aufgestapelt waren.

Keine 15 Minuten später hörte ich zwei Frauen schon aus großer Entfernung ….und als sie dann später an den Punkt ankamen, wo ich saß, fanden die die Idee wohl so gut das sie sich auf dem Stapel gegenüber niederließen und redeten und redeten… Ich bin dann gegangen…weiter rein in den Wald – weg vom Weg und weg vom Geschnatter ….bis ich an einen kleinen Bachlauf kam  der munter vor sich hin plätscherte…da hab ich mich gerne hingesetzt und hab den Geräuschen des Waldes gelauscht…

Sport und Wald

Ich war heute Morgen bereits im Fitness-Studio….das ging eigentlich schon wieder ganz gut.

Meine Halsschmerzen sind zwar fast weg, aber ich fühle mich noch etwas schlapp und angegriffen…also hab ich etwas ruhiger gestartet ….heraus gekommen sind trotzdem 45 Minuten Fahrradfahren dafür mit weniger Widerstand und knapp 20 Minuten rudern mit 2500m…reicht…

Also ab nach Hause und unter die Dusche…den Mittag hab ich dann etwas vertrödelt und am frühen Nachmittag bin ich dann erst einmal mit dem Auto etwas aus dem Ort heraus gefahren und bin dann durch den Wald gelaufen (also gewandert)….es war trocken und mit 8 Grad auch erträglich….dazu schien die Sonne.

Wald und Sonne tun mir immer gut…und dazu Laufen….so bekomme ich schnell den Kopf wieder frei, kann Frust und Sorgen hinter mir lassen und neue Kraft tanken….und da ich zuerst nur mit mir und meinen Sorgen beschäftigt war hab ich nicht wirklich auf den Weg geachtet…bin immer dort abgebogen, wo ich es gerade schön fand ….und am Ende wusste ich nicht mehr genau WO ich eigentlich bin….

Nun gut…also dann immer dem Hauptweg folgen, bis mal wieder eine Straße kam…achja….also hier bin ich definitiv nicht in den Wald hineingegangen…aber anhand der Radwegs-Beschilderung wusste ich, wo ich mich ungefähr befinden musste und vor allem wo ich denn eigentlich hin wollte…

Ich bin dem Hauptweg also in die falsche Richtung gefolgt…da half nur umdrehen und den ganzen Weg zurück gehen, letztlich kam ich auf der anderen Seite tatsächlich auf die richtige Straße…allerdings ca. 1,2 km entfernt von meinem geparkten Auto…dann also noch einen Spaziergang entlang der Landstraße….So war mein Spaziergang insgesamt um ca. 3-3,5km länger als ursprünglich gedacht….aber das tat gut.

Und kaum bin ich zuhause verdunkelt sich der Himmel auch schon wieder – Glück gehabt.

 

Fahrradfahrer und Jogger

Heute ist Pfingstmontag und ich habe beschlossen für 2-3 Stunden ins Büro zu fahren.  Ich musste eh früh aufstehen um meinen Schatz per Telefon zu wecken…

Bei  6 Grad und leicht bedecktem Himmel bin ich auf die tolle Idee gekommen nun endlich mal mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren. Theoretisch sind das nur 5-6 km Strecke…Da mein Wohnort jedoch im Taunus liegt und mein Arbeitsplatz an den „Südhängen des Taunus“  liegen so einige Höhenmeter dazwischen. Und das nicht linear, sondern es geht ständig rauf und runter….und nur selten  gerade.

Die Fahrt hin hat echt Spaß gemacht…zuerst raus aus dem Ort, dann durch ein paar Waldstücke, durch Felder und dann wieder Waldstücke und zum Schluss durch den Kurpark…ab ins Büro. Ich bin extra ein paar Schleifen gefahren, so wurden aus 5 ganz schnell 10km.

Kalt war mir nun wirklich nicht….Thermohose, Handschuhe, Schal und Softshelljacke….UND  die BEWEGUNG….ich verabschiede mich langsam von der Vorstellung jemals wieder Geschwindigkeiten von 17-24KmH zu erreichen, bei  teilweisen Steigungen bei denen auch mein Auto in die Knie gehen würde.

Ich liebe es im Wald zu sein, enge Wege, ein Bachlauf hier, ein kleiner Teich da, dazu die unzähligen Geräusche der Vögel und das Rauschen des Waldes und …. …. …… JOGGER?

Nein, die liebe ich nicht ganz so. Nicht um 8.30 Uhr morgens im Wald, nicht wenn sie in solchen Scharen auftauchen, das ich mich schon umschaue ob die Wettkampf-Nummern tragen… Nein…mal allein, mal zu zweit oder dritt, dann eine Gruppe von 8 Läufern,  dann wieder 3, mal mit Hund, mal ohne…..und niemand sieht die Notwendigkeit aus der 2-3er Reihe nebeneinander evtl. mal hintereinander zu laufen, damit ich auch noch vorbei passe…dabei halte ich mich auf den schmalen Wegen schon ganz rechts, nehme auch in Kauf von Ästen gestreift zu werden und trotzdem weichen die nicht mal etwas aus. Arrogante Bande J Fahrradfahren ist hier ebenso gestattet, wie laufen… Grummel.

Sonne oder Regen – mir gehts gut

Mir war heute nach einem kleinen Spaziergang durch den Wald. Die Sonne schien und es war warm….also hab ich auf dem Weg nach Hause angehalten und bin in den Stadtwald  gegangen…Da ist es wieder dieses strahlende helle lindgrün des Frühlings. Wie ich das Liebe.

Lässt man einfach nur den Blick in den Wald hinein schweifen ist die Grundfarbe noch dunkelbraun…aber überall  fängt es jetzt an zu sprießen und erhellt  die Bäume.

Nach einer halben Stunde hab ich mich dann auf den  immer noch sonnigen Heimweg gemacht…entspannt und zufrieden mit dem Spaziergang …wenn schon nicht mit meinem Arbeitstag.

Und jetzt…..stehe ich auf meinem tief überdachten Balkon und schaue in den prasselnden Regen…in Socken…bleibe trocken…und atme tief den Duft des Regens  ein.

Wie schön es  hier ist!