Heulender Wind

Heulender Wind

Der Wind heult um das Haus…das Thermometer zeigt 4 Grad, die Sonne scheint…die Geräusche des Windes machen es mir schwer, mich heute zu meiner Wanderung aufzuraffen. Hier drinnen ist es soo gemütlich bei heißem Kaffee, den Kerzen auf dem Adventskranz ….warum sollte  ich mich in die Kälte begeben? Couch kann doch soooo kuschelig sein.

Aber nach dem gestrigen Ausfall eines ausgedehnten Spaziergangs überwog heut die Lust auf eine Wanderung durch die Natur. Da ich heute NOCH eine weitere Verabredung für den Weihnachtsmarkt habe, bin ich früh aufgebrochen und bin meine  aktuelle Lieblingsstrecke durch das Tävsmoor gewandert…Trotz des Windes war es herrlich Sonne, Wolken, Wind und tiefblaues Wasser…

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Auf dem Rückweg zum Auto musste ich mich gegen den Wind stemmen, um nicht fortgeweht zu werden…Das Laufen hat mir sehr gut getan… Ich hab mich körperlich gut angestrengt und meinen Kopf wieder frei bekommen…JAAA das hat mir die ganze Woche über gefehlt…

Am Nachmittag bin ich mit einem Kollegen verabredet…es ist einer der wenigen Kollegen aus meiner Abteilung, mit dem ich mich normal unterhalten kann…wir sind heute zum Grünkohlessen auf dem Weihnachtsmarkt verabredet…

Und wieder frage ich mich: ob das eine so gute Idee ist? … lol… das ist ein direkter Kollege…das könnte Gerede geben….hahahha aber das ist mir egal, ich bin schon früher  immer mit Männern befreundet gewesen,…also warum sollte ich mich nicht mit einem Kollegen treffen…Er lebt auch allein, hat keine Freundin oder Frau.

 

 

 

Trübe Aussichten in Plön

Trübe Aussichten in Plön

…und trotzdem ein toller Tag.

Früher als wir in NRW wohnten und man ausdrücken wollte, das etwas extrem umständlich erledigt wurde, gab es bei uns den Spruch: Paris, Palermo, Pelkum (Pelkum ist dabei ein Stadtgebiet der Stadt Hamm)..als meine Schwester dann nach Flensburg zog, wo Niemand wusste wo Pelkum überhaupt liegt, änderte sie den Spruch in: Paris, Palermo, Plön…

…und irgendwie hab ich mir nie die Mühe gemacht zu ergründen was Plön eigentlich ausmacht…irgendwie war ich der Meinung es war einfach wie Pelkum…ein Stadtgebiet ohne eigene Identität und ohne Flair.

Jetzt, wo ich selber hier im Norden lebe, hab ich über Plön gelesen…und war beeindruckt…also führte mein heutiger Ausflug dorthin…nach knapp 1,5 Stunden mit dem Auto, hab ich am kleinen Plöner See geparkt…es war immer noch trübes Wetter und von den angeblichen 3 Sonnenstunden hat sich nicht eine Minute davon hierhin verirrt…

Es war nicht nur trübe, sondern auch windig und kalt…leicht missmutig, weil ich nicht glauben konnte das mir heute noch einmal warm werden würde, hab ich meine Wanderung gestartet…und welches Ziel hab ich mir zuerst ausgesucht?  Die Prinzen-Insel, hahahaha

Also vom kleinen Plöner See…in Richtung großer Plöner See…am Ufer entlang zur Prinzen-Insel und auf der anderen Uferseite zurück in Richtung Plöner Schloss.

Bei der Prinzen-Insel handelt es sich um ein privates Naturschutzgebiet, welches aber öffentlich zugänglich ist…Schon kurz nach dem Start wurde mir durch die Bewegung warm und meine Laune stieg mit jedem weiteren Schritt in der Natur, der Weg führte nah am Ufer entlang und durch den Wind war permanentes Wellenrauschen zu hören…ein sehr schönes Geräusch…und es war ansonsten gänzlich still…

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Der Weg durch das trübe Wetter wirkte an einigen Stellen so düster, das man meinen konnte bei der nächsten Biegung würde ein verfallender Turm mit einem dunklen Geheimnis auftauchen…dunkel und mystisch. Solche Gedanken kommen mir eher selten…aber die getrübte Sicht auf den See gepaart mit den düsteren Aussichten in den Wald haben meine Phantasie angeregt.

Nun gut…es kam kein dunkles Geheimnis zutage und auch kein Prinz…aber nach der Prinzeninsel bin ich am Ufer entlang zum Plöner Schloss gewandert, welches oberhalb des Sees einen schönen Weitblick hätte ermöglichen können…nur das diesige Wetter hat den Blick dann doch aufgehalten…

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In der schönen alten Stadt hab ich mich dann mit Kaffee und einer frischen Waffel mit heißen Kirschen, Sahen und Vanilleeis wieder in die Jetzt-Zeit katapultiert und nach einigen weiteren Erkundungen bin ich mit knappen 10km heute doch weiter gelaufen, als ich es vorher vermutet hätte…

Das war ein schöner Ausflug heute und Zuhause hab ich mich dann mit meiner Advents-Dekoration beschäftigt… Nicht so viel Deko wie  in den Vorjahren…sondern nur gezielt an einigen Stellen…so das jetzt vor allem das Wohnzimmer eine behagliche Gemütlichkeit erfüllt… mit frischen Zweigen und echten Kerzen.

 

 

Ab in die Vergangenheit

Kennt Ihr ein Kleidungsstück das Euch sofort in die Vergangenheit katapultieren kann? Ich hab eines, das es kann: einen Frottee-Bademantel

Mein Schwester hat mir einen älteren Frottee-Bademantel geschenkt, der ihr viel zu groß ist…so ein Teil das fast bis zu den Knöcheln reicht, eine Kaputze hat und aus dickem Frottee besteht.. in Gelb/orange und weiß…und frisch gewaschen ist es rau und hart.

Meinen alten Bademantel aus Frottee hab ich vor ca. 8 Jahren in den Alt-Kleidersack gegeben, weil ich keine Verwendung mehr dafür hatte…mein heutiger Ex-Freund hatte ein gespaltenes Verhältnis dazu…und ich damit keine Gelegenheit mehr ihn zu tragen.

Seit ein paar Monaten bin ich wieder auf der Suche nach so einem etwas zu großen Bademantel…aber die meisten sind heute aus leichtem Fleece und die Frottee-Teile sind echt teuer…als ich das erwähnte hab ich das orange-gelbe Monsterteil bekommen.

Und heute hat es mich in  schöne alte Erinnerungen  katapultiert…Nach der ausgiebigen Wanderung war mir vorhin nach einem heißen Bad…und obwohl es erst 20 Uhr war hab ich im Anschluss direkt einen Schlafanzug angezogen, dazu dicke Wollsocken, Zähne geputzt und mich dann in den Bademantel gehüllt…

Nun liege ich bei gedämpften Licht durch mehrere Kerzen und einer Stehlampe auf der Couch, trinke einen Winterpunsch-Tee und schaue Fernsehen….lach…und was soll ich sagen…ich fühle mich

  1. wie damals als Kind, nach dem obligatorischen Bad am Wochenende in Schlafanzug und Bademantel …wir durften dann noch etwas fernsehen.
  2.  wie noch vor knapp 9 Jahren wenn ich von einem Turnier oder vom intensiven Training nach Hause gekommen bin…ab in die Wanne zur Entspannung  und danach in Schlafanzug und Bademantel auf die Couch …etwas Fernsehen,  ein Glas Wein dazu… (okay – heute war mir eher nach Tee – ansonsten aber gerne ein Glas Chardonnay)

Kaum ein anderes Kleidungsstück schafft diese Verbindung in längt vergangene Zeiten wie so ein dicker Frottee-Bademantel…

 

November-Spaziergang

November-Spaziergang

Also bereits um kurz vor 15 Uhr war ich in Tävsmoor…am Rande des Flugplatzes von Heist…dort hatte ich schon vor einer ganzen Weile einen schönen Rundweg für mich entdeckt… Nun hab ich aber fest gestellt das mir dieser Weg zu kurz ist…viel zu kurz…lach…da ich mittlerweile normale Spaziergänge erst ab einer Länge von ca. 4 Km als lohnend empfinde….Also hab ich einfach noch ein paar andere Seitenwege genommen und siehe da, jetzt hab ich einen Rundwanderweg mit einer Länge von etwas mehr als 5km…also eine schöne Runde für gute 45 Minunten Walken – also im Sportmodus…Ich war gestern jedoch eher im Spaziergang-Modus unterwegs und hab dazu noch viele Fotos gemacht….so war ich knapp 1,5 Stunden bei schönem Wetter unterwegs….herrlich entspannend und war kurz vor Sonnenuntergang wieder am Auto.So kann das Wochenende gut anfangen…ich brauchte auch nichts mehr einkaufen, weil ich bereits vorgestern alles gekauft habe, gestern hab ich dann zwei Gerichte gekocht und heute nun hab ich nur noch Rezept zum Spätzle selbermachen umgesetzt und schon war das Essen fertig…

Wanderung bei Sonnenschein im Schnee

Wanderung bei Sonnenschein im Schnee

Da wohne ich im Taunus…Der Feldberg wird von der Sonne angestrahlt und es ist eisig kalt….ich konnte nicht widerstehen und bin heute unterhalb des Feldbergs durch den Taunus gewandert bei strahlend blauem Himmel und -2 Grad mit viel eisigem Wind…alles war mit einer gefrorenen Schneeschicht bedeckt…und ich hab schon zu Anfang die Wanderwege verlassen und bin einfach querfeldein gelaufen…über Stock und Stein…immer den Berg hinauf…(die Wanderwege schlängeln sich dagegen in Serpentinen hinauf…sind aber auch seeehr glatt)…mit jedem Schritt bin ich in die gefrorene Schneeschicht eingesunken…lach…das war schon echt anstrengend…aber auch sehr entspannend…

Natürlich kam es, wie es kommen musste, irgendwann wusste ich nicht mehr wo genau ich mich eigentlich befinde…es gibt nur 2 Orientierungspunkte: OBEN = Feldberg / UNTEN = Taunus…wo genau sich der Parkplatz befindet: KEINE Ahnung…

Das war aber auch egal…ich bin immer wieder an und über kleine Bachläufe gelaufen und die Kälte hat dort wunderschöne Eisgebilde hervor gebracht. Das Bild hab ich dort auch gemacht….letztlich war ich nur knapp 10km von meinem Zuhause entfernt und fühlte mich wie in einem Hochgebirge…

Richtig abenteuerlich wurde es dann, als ich doch wieder zu meinem Auto wollte und ich manchmal mehr die Hänge runter gerutscht – als gelaufen bin, keine Wanderwege mehr fand, die Weg-Markierungen aufhörten…es war keine Menschenseele in der Nähe und von der Straße hörte ich auch GAR NICHTS mehr….und zu guter Letzt hab ich soviel mit dem Handy fotografiert, das der Akku bei weniger als 4% Ladung abschaltete…aber GPS-Ortung hab ich eh noch nie benötigt – das ging bisher mein ganzes Leben auch ohne.

Wie gesagt: mir war klar ich muss bergab….aber ob weiter links oder Rechts…KEINE Ahnung….also einfach drauf los gelaufen…..Warm angezogen war ich… eine Flasche mit Wasser und einen leichten Snack hatte ich ebenfalls dabei und ein paar Euro für den Fall aller Fälle….

Ich bin also immer weiter laufen und irgendwann kam ich wieder an die Straße ….mit etwas Logik war mir dann klar, ich war unterhalb des Parkplatzes….und damit viel zu weit nach links abgekommen….bin dann den Rest wieder bergauf an der Straße entlang ..und nach knapp 1km war ich dann wieder am Auto.

Eine herrliche Wanderung war das insgesamt…und damit auch eine weitere Sporteinheit in dieser Woche…