Nachtgold

Ich hab heute beim Einkauf für die Firma im Großhandel, mal einen Blick durch die Weinabteilung schweifen lassen…meinen aktuellen Lieblingswein haben die auch vorrätig…prima, dann brauche ich den nicht über das Weingut zu bestellen, sondern kann den gleich hier mit nehmen, der Brutto-Preis ist derselbe und ich spare mir die Versandkosten und den Verpackungsmüll.

Dann fiel mir noch eine Flasche ins Auge – ein Eiswein mit dem Namen Nachtgold

In den frühen Morgenstunden, werden die Trauben bei -7°C gelesen und gekeltert.

aus der Prouktbeschreibung des Herstellers: Weinkellerrei Peter Mertes KG,54470 Bernkastel-Kues

Eigentlich bin ich kein Fan von süßen Weinen, aber ein Eiswein kann ein besonderes Erlebnis sein….und dieser hier, ist ein Erlebnis…süß und intensiv aromatisch und gleichzeitig leicht herb.

Jeder Winzer geht ein Risiko ein, wenn er einen Eiswein produzieren möchte, denn die Trauben bleiben lange hängen…sehr lange:

Die Trauben dürfen nicht zu früh reif sein, denn sie bleiben extra lange hängen und werden meist erst im Januar und bis in den Februar hinein geerntet. Zum Zeitpunkt der Lese muss es für mehrere Tage deutliche Minusgrade geben. Mindestens -7 C, besser noch -10 bis -12 C sind nötig, damit die Trauben durchgefroren sind.

aus Wikipedia

Klappt das mit dem durchfrieren der Trauben nicht, weil das Wetter nicht kalt genug dafür wird, dann verfaulen die Trauben….und das war es dann.

Also das Risiko hier hat sich gelohnt…sehr lecker 🍷…jetzt fehlt eigentlich nur noch ein leckeres Ciabatta-Brot mit Butter und ein paar Oliven dazu …

Zum Wohl…

…soooo mein persönliches Weihnachtsgeschenk ist dann auch in dieser Woche angekommen: Meine Weinlieferung vom Weingut Weitzel:

Darüber freue ich mich sehr…denn in den letzten Wochen hab ich den einen oder anderen Wein ausprobiert, auch etwas höherpreisigen, aber nicht so wirklich das gefunden, was mir momentan so richtig gut schmeckt.

Vor allem er Blanc des Noir aus 2019 hat es mir angetan. Meine Vorräte hab ich also gut aufgefüllt…das sollte wieder für 3/4 Jahr reichen. Eigentlich hatte ich ja vor gehabt im Herbst, bei dem geplanten Besuch in Hessen ,auch einen kurzen Abstecher zum Weingut in Rheinhessen zu machen….aber dieser Besuch ist ja der Pandemie zum Opfer gefallen so hab ich meine Bestellung per E-Mail aufgegeben und per UPS erhalten.

Eine Flasche Silvaner gab es als Geschenk dazu….aber der ist mir eindeutig zu fruchtig süß…..den werde ich dann lieber zum Kochen verwenden….

Ich verzichte zwar immer öfter ganze Wochen auf ein schönes Glas Wein, meinem Blutdruck zuliebe….aber, gerade in der dunklen Jahreszeit, wenn es drinnen so schön kuschelig ist….ja dann möchte ich auch am Abend gemütlich ein Glas trinken….zum Wohl !!

Wer , was, wann, wie …und wie geht’s weiter

Obwohl ich damit gerechnet habe mit Kopfschmerzen aufzuwachen, blieb ich davon verschont…ich hab sogar erstaunlich gut geschlafen…die Flasche Wein von gestern ist nicht ganz leer geworden, doch es ist auch nicht mehr viel da.

Und auch im gut angeheiterten Zustand hab ich gestern meine abendliche Runde gedreht…und war walken. Jawohl…grins…

Der heutige Tag hatte so gar nichts mehr mit meinem Frusttag von gestern zu tun…der Tag hatte sogar sehr viele positive Seiten gehabt.

Ich habe eine junge Kollegin, die ich innerhalb eines Sonderprojekt unterstützen soll und wir treffen  uns nun regelmäßig für diese Zusammenarbeit in einem gesonderten Arbeitsraum. Da sie nicht aus dem Buchhaltungsbereich kommt, aber sehr an den Grundlagen interessiert ist, nutzen wir diese Zeit um ihr Wissen zu erweitern…das hilft uns auch bei dem Projekt: ich kann ihr Fachwissen vermitteln und sie vermittelt mir wie die tatsächlichen Gegebenheiten hier bei uns  sind. Somit haben wir die Basis für die Aufnahme eines  Soll-/Ist-Vergleich.

Auch bei anderen Themen bin ich heute ein gutes Stück voran gekommen…und da niemand freiwillig mit allumfassenden Erklärungen raus rückt, muss ich ständig fragen….und fragen…überall bekomme ich dann eine Teil-Antwort und versuche mir für jede Aufgabe einen Rundum-Blick zu verschaffen: Was, bekomme ich wann, von wem, was macht der vorherige Kollege damit, was mache ich damit, wie und wo gehen die Daten dann hin, was wird dann dort gemacht und wie bekommt der Letzte dann die Info, wie kommt es dann in das andere System, wer prüft, wer gibt wie frei, wie kommen die Daten dann zu uns, was muss ich dann wie dokumentieren….es ist die reinste Sisyphus-Arbeit. Weil jeder immer nur seinen kleinen Teil – und Niemand den gesamten Prozess kennt. Wenn ich solle Informationen zusammen habe,  dann trage ich alles in eine dicke Kladde…per Hand. Das ist mein Nachschlagewerk für Arbeitsabläufe – das ist nicht für die Allgemeinheit gedacht…zumal ja viele Prozesse im Moment im Umbruch sind…und keiner so recht weiß was sich noch alles ändern wird.

Aber meine Aufzeichnungen kann ich später als Basis für die Prozessablaufpläne nutzen und für die noch  ausstehenden Verfahrensanweisungen nach GOBD… die es eigentlich seit 2013 spätestens in jeder Gesellschaft gehen müsste…meine Chefin hatte mir schon zu Anfang gesagt, das das noch ein Thema für mich werden wird….

Auch heute habe ich, trotz personellem Engpass wieder sehr pünktlich Feierabend gemacht…und mich nach Feierabend mit Einkauf und Haushalt beschäftigt….und jetzt überlege ich: laufe ich heute noch eine kleine Runde…oder bleibe ich lieber hier…