Schokolade als Stressbegleiter – schlechte Entscheidung

Auch die nächsten Tage war ich immer noch extrem müde und fühlte mich ausgelaugt…so richtig Freude kam immer noch nicht bei mir auf.

…und was hab ich in den letzten 3 Wochen gemacht?….ich ärgere mich wirklich über mich selbst…ich habe dieses betäubt-Gefühl und den Stresss mit viel Schokolade (die ich extra für Schwester+Schwager für Ostern gekauft hatte) und anderem süßen Essen versucht zu kompensieren.

Das Einzige was ich damit erreicht habei ist, das mein Gewicht um fast 2 KG hoch gegangen ist…ja sage mal…das kann doch nicht wahr sein…von meinen ursprünglich abgenommenen mehr als 9kg, waren damit fast 2kg wieder drauf….okay inzwischen ist ein 1kg schon wieder runter und ich passe immer noch gerade so in meine Hosen Größe 38….aber auch nur noch geraaaade soeben….da sich das zusätzliche Gewicht natürlich rund um die Körpermitte sammelt.

Ich mache jetzt seit 11 Monaten Intervallfasten 16:8…das passt prima in mein Leben und fühlt sich auch gar nicht nach Einschränkung oder Verzicht an…und hat mir auch über die Weihnachtszeit und die stressigen Monate seitdem wunderbar geholfen mein Gewicht zu halten, trotz Grünkohl vom Weihnachtsmarkt und Kinderschokoladen-Weihnachtsmann und anderer Weihnachtsschlemmereinen…sogar ab und an eine kleine Tüte Chips…alles kein Problem.

Aber diese letzten 3 Wochen waren dann doch zu viel…anstatt mich auf meine selbstgemachten Hafer-Mandel- Oder Schokokekse zu konzentrieren…bin ich wieder in die Zuckerfalle getappt….grrrrr…Ich liebe Kinderschokolade in diesen „Hohlkörperfiguren“ wie Weihnachtsmann oder Osterhase.

Okay seit ein paar Tagen hat mein Verstand sich wieder durchgesetzt und ich bin wieder bei meinem gewohnten Essverhalten…und die neu gekauften Schoko-Osterhasen für meine Familie, habe ich gut weggepackt.

wie betäubt…

…fühle ich mich seit Donnerstagnachmittag…gefolgt von einer körperlichen Erschöpfung, die mir vorher gar nicht bewusst war.

Wie schon vorher beschrieben, war Freitag endgültiger Abgabeschluss für die Quartalsabschlüsse, was auch bedeutet, das die Jahresabschlüsse (und damit die auf das neue System migrierten Daten aus dem Altsystem) ein gewisses Level an „fertig“ aufweisen mussten. Das eine bedingte also das Andere.

Und Donnerstagnachmittag hatte ich diesen Punkt erreicht.. Ich hatte zu dem Zeitpunkt 24 von 26 Firmen erfolgreich in unserem Konzern-Konsolidierungstool hochladen können. Bei den beiden noch Fehlenden, habe ich zwar von meiner Seite aus alles fertig, aber die Konzernabteilung muss da noch etwas Technisches anpassen. Das liegt aber außerhalb meines Zuständigkeitsbereichs.

Ich bin also fertig….und als ich nach 9 Arbeitsstunden (Pause bereits abgerechnet) dann Feierabend machte, fühlte es sich so an, als ob ich nur 1/2 Tag gearbeitet hätte.

Als der Adrenalinspiegel ganz langsam abnahm, kam diese große körperliche Müdigkeit und eine Art großer seelischer Leere, ich konnte mich nicht wirklich freuen (warte immer noch auf eine Art „Knall“), konnte es noch nicht begreifen, das es tatsächlich geschafft ist. Ich habe mich im Wohnzimmer auf den Boden gesetzt und in mich hineingehorcht…und im Kopf fühlte ich mich leer und benommen…eben wie betäubt.

Endlich – nach diesen vielen Monaten mit gefühlt hunderten von kleinen und größeren Tiefs und Katastrophen…mit jeder Menge Wut über die grottenschlechte Vorbereitung und und teilweise aufkommender Verzweiflung, wegen der noch schlechteren Umsetzung bei einer so umfassenden Transformation, ist es jetzt geschafft. Die meisten Probleme waren tatsächlich haugeemacht…hätten also mit einer vernünftigen Planung und einer besseren zeitlichen Vorgabe vermieden oder zumindest gemildert werden können.

Na klar läuft immer noch nicht alles rund im neuen System und es sind auch immer noch nicht ALLE Daten im neuen System…ein Rest von ca. 10% muss ich noch nacharbeiten, …aber dazu habe ich nun wieder mehr Zeit.

Immerhin hatte ich in diesen letzten Wochen beim Abarbeiten der Abschüsse teilweise massiv Informationen eingefordert, bin gerade den Verantwortlichen in DK auf die Nerven gefallen und habe verlangt, das man uns endlich mal mitteilt, was in den neuen Systemen, von uns verlangt wird…WAS sollen wir Wie machen. Bis zum Schluß kamen solche Anweisungen eher zögerlich und teilweise auch unvollständig…aber nach und nach ergab sich dann ein Bild. Führung wirklich einzufordern ist heikel und macht mir echt keinen Spaß.

Einer meiner größten Vorteile ist, das ich immer einen guten bis sehr guten Draht zur IT habe….die Kollegen dort sind mir immer wohlgesonnen und sie erklären auch gerne mal etwas ausführlicher…weil ich interessiert nachfrage. Dadurch habe ich immer ein bisschen mehr Wissen über das neue System, als so manch Anderer und kann mich schneller darin zurecht finden.

Wie auch jetzt wieder, hab ich tatsächlich einige Möglichkeiten des Systems ausgelotet, die mir langfristig das Leben ein wenig einfacher machen werden…und ich hoffe da auch noch auf einiges mehr. Aber dazu brauche ich etwas mehr Zeit.

Freitag fühle es sich auch immer noch unwirklich an und die körperliche Erschöpfung hatte da auch noch nicht nachgelassen…deshalb hab ich tatsächlich nur 1/2 Tag gearbeitet….hahahah.

Heute nun geht es mir körperlich wieder besser…aber ich glaube meine Seele braucht noch eine Weile um aus dem Krisenmodus ganz herauszukommen….ich hoffe meine Unbeschwertheit kommt dann auch bald zurück.

Aber die nächsten Wolken am Arbeitshorizont sind schon in Sicht….aber darüber denke ich jetzt nicht weiter nach. Eines nach dem Anderen…mehr geht nicht…jetzt genieße ich das Wochenende ….