Schlafen lernen – neue Routinen schaffen

Die letzten Tage habe ich es tatsächlich geschafft, wieder etwas ruhiger zu werden…mein Dauer-Ruhepuls ist schon wieder etwas runter gegangen – dazu habe ich auch, direkt nach dem Aufstehen oder vor dem Einschlafen, ein paar Mal Meditations-Übungen gemacht….es hilft mir tatsächlich mich auf Atmung und Klang der ruhigen Musik zu fokussieren…und damit meine Gedanken einzufangen.

Und die letzten 4 Tage habe ich es sogar hinbekommen immerhin so lange zu schlafen, das die Wolfsstunde an mir vorbeigegangen ist, ohne das ich mittendrin aufgewacht bin.

Dafür bin ich aber jeden Morgen bereits um 4.30 Uhr wach und mein Schlaf besteht zum größten Teil nur noch aus „Leichtschlaf-“ und „REM-Schlaf“-Phasen…mir fehlt der erholsame Tiefschlaf. Aber ich bin schon froh, das ich überhaupt nachts schlafe – ohne wach zu Grübeln oder mir Sorgen zu machen.

Ich fange also wieder einmal an, das Schlafen neu zu lernen. Das musste ich vor ein paar Jahren schon einmal und es hat dann auch jahrelang gut geklappt…bis mich der berufliche Stress auch hier eingeholt hat. Also gibt es bei mir jetzt wieder andere Schlaf-Routinen, versuche es mit neuen Gedankenspielen. Einzuschlafen war nie das Problem – es geht bei mir immer ums Durchschlafen.

Eigentlich wollte ich heute meinen Urlaubstag mit Schwimmengehen im Arriba-Bad (Norderstedt) starten…aber die Nase läuft und der Hals kratzt ganz leicht…also hab ich den Plan flugs umgestellt. Ich gehe lieber nicht schwimmen, dafür mache ich einen Tagesausflug nach Hamburg – MIT dem Schienenersatz-Verkehr und der S-Bahn.

Von Gespenstern und der Wolfsstunde

Natürlich hatte ich während unserer Dienstreise aber auch wieder diese kleinen Feierabend-Urlaubsgefühle, diese kleinen Momente wo es sich für kurze Zeit fast wie Urlaub anfühlt.

Am 2. Abend sind Katrin und ich vom Hotel, am Fjord entlang bis in den Ort gelaufen, das sind so gute 3,5 km…aber bei dem Wetter und der Aussicht…ich liebe diesen Weg: auf der einen Seite des Weges ist Wald, auf der Anderen das Wasser. Wir sind gemächlich gegangen, weil sie Probleme mit einem operierten Fuß hat.

Im Ort angekommen, hatten wir immer noch eine gute Stunde, bis wir uns mit den anderen Beiden zum Abendessen verabredet hatten…also haben wir noch einen Rundgang durch die kleine Stadt gemacht.

Der Abend zu Viert im Restaurant war dann auch ganz okay…das Essen war, wie immer dort, lecker (leider hatten die aber keine Muscheln mehr auf der Karte….aber ich habe auch so etwas gefunden).

Es war erst 20.30 Uhr als wir uns auf den Rückweg machten…die 3 Kollegen sind mit dem Auto gefahren…ich hatte beschlossen, den Rückweg alleine zu bewältigen…nämlich wieder zu Fuß und am Fjord entlang…dafür hatte ich auch extra meine Taschenlampe mitgenommen…denn der Weg ist nur zum Teil beleuchtet.

Und das war dann so richtig mein Moment….endlich alleine, die dunkle Nacht mit vielen Sternen am Himmel…der Fjord wo man das Wasser leise hörte, wie es sich bewegte…die in der Ferne beleuchteten Häuser auf der anderen Seite des Fjord….es war sooo ruhig, so still…genau das, was ich mag.

Lustig war dann auch der kleine Kerl hier, der am Wegesrand stand:

Es ist mir schon aufgefallen, das bereits in diesen Wochen vor Halloween in dem dänischen Ort überall ausgiebig gespenstisch dekoriert wird.

Der Weg wurde sogar gut vom nahezu komplett vollen Mond zusätzlich etwas ausgeleuchtet…aber gerade bei den Stellen durch den Wald, war ich zufrieden die Taschenlampe zur Hand zu haben.

Leider war es trotzdem keine erholsame Nacht, denn ich habe nicht wirklich viel schlafen können…laut meinem Fitness-Tracker waren es nur etwas mehr als 3 Stunden. Ich bin zwar schnell eingeschlafen, aber dann mitten in der Nacht aufgewacht und habe nachgedacht, gegrübelt und mir Sorgen wegen der Umstellung gemacht…die Wolfsstunde lässt grüßen.

Und ich hab alles versucht um wieder einzuschlafen…nichts half…also hab ich erst mein Hörbuch gehört, dann gelesen und später den Fernseher eingeschaltet…bis es Zeit wurde aufzustehen. Das war kein guter Start in den 2.Tag der Schulung.

Den Begriff „Wolfsstunde“ gibt es tatsächlich:

https://www.ptaheute.de/wissen-am-hv/wissen-am-hv-schlafstoerungen/wolfsstunde-wieso-wir-nachts-aufwachen

„Viele Menschen wachen immer wieder zwischen 03:00 Uhr und 04:00 Uhr morgens auf. Mediziner nennen das die „Wolfsstunde“ und das Aufwachen hat einen Grund.

Etwa 25 Prozent der Deutschen leiden irgendwann in ihrem Leben unter Schlafstörungen. Die einen schlafen schlecht ein, andere wachen nachts häufig auf und finden dann nicht wieder zurück in den Schlaf. Die Ausprägungen von Schlafproblemen sind vielfältig. Es gibt aber Phänomene, die Schlafmediziner häufiger beobachten als andere, unter anderem die sogenannte „Wolfsstunde“.

Dahinter, dass manche Menschen in der Nacht zwischen 03:00 Uhr und 04:00 Uhr aufwachen, verbirgt sich ein medizinisches Phänomen. Das Aufwachen in dieser Zeit hängt mit dem Hormonspiegel zusammen, genauer gesagt mit dem Zusammenspiel aus Melatonin, Serotonin und Cortisol.“