In meinem Element

Der schöne Mittwoch Nachmittag kann jedoch nicht darüber hinweg täuschen, das es eine herausfordernde Woche war…zeigt aber, das ich es schaffe mich schneller und besser abzugrenzen, um mich wieder zu erholen.

In der 2. Woche meines Urlaubs haben die Kollegen gemerkt, das eben nicht alles still steht, wenn der Kollege nicht da ist und so musste ich mich durch viele Dinge zusätzlich durchwursteln. Die grundsätzlichen Regeln wie etwas zu machen ist, kenne ich…aber wie WIR das in dieser Firma umsetzen, kenne ich an manchen Stellen noch nicht…also suchen, fragen, suchen, machen, suchen, fragen….da aber sehr viele Kollegen auch im Urlaub sind, klappt das mit den Antworten nicht so reibungslos…hahaha aber ich komme voran.

Seit Dienstag hab ich einen Praktikanten, der für uns in Excel eine Liste erstellen soll…der junge Mann hat zwar keine  wirkliche Lust auf Buchhaltung, aber er hat anstandslos die Daten in Excel erfasst. Es ist seine 3. und letzte Woche bei uns und ich hab ihn ermuntert Fragen zu stellen…Am Donnerstag kam eine Frage was Wirtschaftsprüfer eigentlich machen  und ich hab ihm so ein paar Grundzüge des internen und externen Rechnungswesen erläutert…locker und mit einigen Skizzen, die Aufgabe der Wirtschaftsprüfer (mit aktuellem Bezug zu Wirecard)… und es kamen Rückfragen …wie schön – er hat tatsächlich zugehört.

Freitag hab ich ihn dann mit  bei der Tagesarbeit zuschauen lassen und dabei erläutert wie der Rechnungsfluss vom Eingang, Vorerfassung, Freigabe, Buchen, Bezahlen und Kontoauszug bei uns abläuft…Doppelte Buchhaltung usw.

So hat diese graue Theorie und seine Arbeit hier auch eine fassbare Struktur bekommen…und ich?

Nach anfänglichem Stocken bin ich wieder in den Erklär-Modus gekommen…mit anschaulichem Skizzieren und aufmalen von Zusammenhängen…so wie ich früher schon Mitarbeitern, Kollegen  und vor allem Azubis die Welt von Soll und Haben näher gebracht habe.

Es hat solchen Spaß gemacht, mal wieder die Grundzüge meiner Arbeit zu erläutern…immer schön einfach gehalten, mit praktischen Beispielen und mit einer guten Portion Leichtigkeit und Witz…. Es geht ja nicht darum aus ihm einen Buchhalter zu machen, sondern ein Verständnis dafür zu wecken, wie Buchhaltung in einem Unternehmen funktioniert…wofür wir das machen und für wen…

Hach…ich hätte nicht gedacht das ich das noch mal sage: Ich glaube ich hätte gerne mal wieder einen Azubi  oder unerfahrenen Kollegen, dem ich Wissen zielgerichtet vermitteln kann.

Anekdote am Rande: Der Praktikant kommt aus Hessen  (ca. 80km von Frankfurt entfernt) und ist nur für diese 3 Wochen hier nach Hamburg gekommen.  Hessen lässt mich immer noch nicht so ganz los…

2 Gedanken zu “In meinem Element

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