Wie ein Duracell-Häschen….

Selten ist eine normale Woche so schnell an mir vorbeigezogen, wie diese….es gab eigentlich nichts Besonderes…Normal eben: Erst 2 Tage Homeoffice, danach 3 Tage im Büro….es gab keinen Stress, aber gut zu tun…alles lief ohne Probleme….ich bin gut aus dem Bett gekommen, hab Morgens und Abends meine Walkingrunden gemacht….bis auf ein kleines berufliches Ärgernis mit dem Controller, gab es wirklich nichts auszusetzen…

Aktuell fühle ich mich wieder wie so ein Duracell-Häschen: es läuft und läuft und läuft….

Ich hab mehrmals in dieser Woche zuhause etwas Hanteltraining gemacht, hab seit längerem mal wieder mein Trampolin genutzt, als mir das kalte und nasse Wetter zu sehr auf die Nerven ging….Freitag war ich nach Feierabend noch im Fitnessstudio: Rudern, Hanteltraining und jede Menge Dehn-und Streckübungen….

Es scheint wirklich so, das mit dem vermehrten Gewichten beim Hanteltraining, die Mattheit meinen Körper verlässt….ich wirbele auch wieder Zuhause herum…mache, packe an, tue etwas…wach im Geist und munter im Körper.

Auch verschließe ich mich nicht mehr länger der Informationsflut. In den letzten Wochen habe ich mich von weiterführenden Nachrichten fern gehalten…außer den Tages-Nachrichten, die müssen ja sein….Aber mein sonst immer großes Bedürfnis nach tiefergehenden Informationen, Hintergrundberichten und Erklärungen zum aktuellen Geschehen, hinter den jeweils maximal 1-2 Minuten für jedes Hauptthema, war versiegt.

Nun, mit neuer Energie, fühle ich mich den Dramen unserer Zeit, wieder gewachsen. Aus der Fassungslosigkeit über den Krieg, kommt so langsam das Begreifen der Auswirkungen auf unser zukünftiges Leben.

Nicht nur die Inflation, mit höheren Energiekosten und steigenden Lebensmittelpreisen, sondern auch eine grundlegend steigende Unsicherheit für unser eigenes Selbstverständnis in Frieden und relativer Sorglosigkeit Leben zu können. Denn JETZT wird auch für uns normale Bürger überhaupt erst sichtbar, wie verflochten unsere Produktionsketten tatsächlich sind, nämlich wie das Wurzelwerk eines großen alten Baumes und wie sehr diese Abhängigkeit uns nun in Schwierigkeiten bringt.

Ich war immer gegen die Auslagerung ganzer Produktionen oder auch Servicecentern ins Ausland, zu Lasten der inländischen Arbeitnehmer und auch gegen die moderne Nachschubhaltung auf der Straße (sogenannte rollende Lagerhaltung) um Kosten zu sparen.

Aber ich fand den Nutzen von globalen Lieferketten hoch….weil ich das wirtschaftliche Miteinander über Staaten hinweg, als positiv betrachtete habe: in der modernen Welt, können Länder eben nur schwer alleine wirtschaftlich überleben.

Allerdings habe ich das nur aus der Perspektive einer am friedlichen zusammenleben wollenden Gesellschaft heraus betrachtet. Solange alle ähnliche Werte haben, kann es funktionieren.

Es ist wie in einem Hochhaus: hat man 30 Wohneinheiten, die sich alle an die Regeln halten, freuen sich 30 Wohneinheiten über ein tolles Zusammenleben….Wenn einer meint, jede Nacht Party bis zum Morgengrauen feiern zu müssen, Empfinden das wahrscheinlich 29 Wohneinheiten als Zumutung und wollen so nicht leben.

Sooo, jetzt hab ich mich thematisch ziemlich weit vom Ausgang entfernt …..und widme mich dann mal wieder meinem Backofen…dort schmoren gerade die Kohlrouladen …und ein Auflauf auch mit Weißkohl….

4 Gedanken zu “Wie ein Duracell-Häschen….

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