Sonnenschein – so trügerisch

Während ich gerade eben fast meditativ einen Weißkohlkopf in feine Streifen schnitt (es gibt für heute Abend Schmorkraut mit asiatischem Einschlag)… fiel mir wieder ein, das ich noch gar nichts vom letzten Wochenende geschrieben habe.

Letzten Sonntag war wieder einmal die Umstellung auf Sommerzeit…ich hoffe immer noch, das die irgendwann einmal gestoppt wird…aber bis dahin muss ich mich eben damit abfinden.

Nun gut, durch die vielen Tabletten stellt sich bei mir gerade sowieso einiges im Körper um. Der Beta-Blocker hat es doch tatsäclich geschafft meinen Ruhepuls von aktuell durchschnittlich 74 auf 64 Schläge pro Minute zu verlangsamen, jeden Tag wurde es immer 1-2 Schläge weniger…na hoffentlich pendelt der sich jetzt langsam ein…sonst falle ich bald in einen Winterschlaf.

Aber ich glaube alles zusammen wirkt schon ziemlich gut – ich bin viel ruhiger geworden, fühle mich aber trotzdem noch lebendig und auch als ich selbst als mit Freude und Ausgelassenheit (ganz anders war das, als ich damals die Anti-Babypille nahm, die hat mich tatsächlich emotional gedämpft…das war gruselig).

Ich hab es trotz der fehlenden 1 Stunde in der Nacht geschafft relativ früh aufzustehen und mich mit meinen Dänisch-Lektionen zu beschäftigen. Die Sonne strahlte verlockend draußen, aber das Thermometer und die sich bewegenden Bäume entlarvten den Blauen Himmel…es war trotzdem windig und kalt…sah aber fast nach Sommer aus.

Ich bin erst am Nachmittag in die Holmer Sandberge gefahren…und zu dieser Zeit gehen die Menschen meist schon wieder nach Hause…so das es schön ruhig und entspannend war durch diese herrliche Landschaft zu laufen:

Dabei ist der Begriff „Berge“ eher täuschend…es handelt sich um eine leicht hügelige Heidelandaschaft mit viel Sand …hahahaha aber hier im flachen Norden wird jeder Hügel zum Berg, weil er eben höher ist, als der Rest.

Ich mag diese Landschaft und die abgeschiedene Ruhe zu jeder Jahreszeit…aber seitdem ich nicht mehr direkt in Pinneberg wohne, sind das jedes mal fast 1/2 Stunde Fahrzeit mit dem Auto…aber sie lohnt sich.

Sorry für diese blöde Einblendung auf den Fotos…hab gerade erst entdeckt, das es jetzt auf jedem neuen Foto auftaucht…bei den nächsten passiert mir das nicht mehr…hab es tatsächlich selber gefunden und wieder deaktiviert :-

Auf jeden Fall war es eine herrliche kleine Wanderung von kanppen 6km…und damit ein schöner Abschluß für eine aufregende Woche.

Schwimmbad – warten und ausweichen

Es ist immer noch stürmisch, nass und kalt und so wirklich wollen, außer ein paar kurzen Momenten, keine Frühlingsgefühle aufkommen….ich ziehe immer noch meine Winterjacke an und bei meiner Walkingrunde gestern Abend, hab ich neben der Mütze auch die Kapuze meiner Sweatjacke und die Kapuze meiner Winterjacke drüber gezogen….der Wind blies heftig-böig über die Felder…brrrrrrr

Relativ spontan hatte ich gestern Mittag meine Tasche fürs Schwimmbad gepackt. Ich will schon seit ein paar Wochen endlich mal wieder schwimmen gehen, hatte aber immer noch die Befürchtung, das das Wasser jetzt zu kalt ist und die Duschen nicht heiß. Aber wenn ich nicht endlich mal hinfahre, werde ich es nie herausfinden.

Ich hatte bewusst den Mittag ausgewählt, in der Hoffnung, das dann die meisten Menschen eher beim Mittagessen sitzen, anstatt im Wasser zu planschen….der Parkplatz war voll…na das kann ja heiter werden.

In den Umkeide-Räumen für Frauen war dann ein lautes herumgewusele von ca. 15 Mädchen zwischen ca.14-18 Jahre…alle waren aufgedreht und laut und es hallte in dem Raum und mir klingelten die Ohren….ohhhhhje….in den Duschen dann das Gleiche und ich musste warten…die wollten und wollten einfach nicht fertig werden mit dem Duschen…ohhh Leute…das ist doch kein Cafe…ich hab mich dann immer unter die Dusche gestellt, die mal für eine Weile unbenutzt blieb, weil das entsprechende Mädel erst einmal mit einer anderen Plaudern musste…hatte es ihnen auch gesagt, aber sie verstanden kein Deutsch und scheinbar auch kein Englisch…egal…ich hab mich ja nur kurz geduscht: nass machen, einseifen, abbrausen…fertig und raus war ich. Es war ein osteuropäischer Akzent…den ich im gesamten Bad noch öfter gehört habe….vermutlich ein Ausflug für Flüchtlinge…aber das ist reine Spekulation…mich stört Lautstärke immer – egal in welcher Sprache.

Dann endlich hinein in das kalte Sportbecken. Es war schon immer kalt und ich hätte nicht zu sagen vermocht ob es nun ein Grad kälter war, als vor der Energiekrise…es war auf jeden Fall wie immer: ziemlich kalt. Da hilft bei mir nur schnell die Schwimmbrille aufziehen und mit dem Bahnen-Schwimmen zu beginnen.

Das war jedoch gar nicht so einfach…Ein Teil war abgesperrt, damit Kinder schwimmen lernen konnten…das ist wirklich super und ich meine es so….aber das, was dann noch vom Becken übrig blieb, mussten sich die Schwimmer mit dem Einer-Sprungbrett und teilweise mit dem 3-Meter Sprungturm teilen, der immer mal wieder freigegeben wurde.

In den ersten 10 Minuten war ich mehr mit ausweichen, als Schwimmen beschäftigt…aber dann sind die meisten Kids in den anderen Teil des Bades gegangen und ich konnte endlich ruhig und bewusst meine Bahnen ziehen….Einatmen, Kopf-unter-Wasser, ausatmen mit Schwimmzug, auftauchen, einatmen….40 Bahnen sind „Pflicht“, also 1 km….und es lief jetzt einfach gut…diese Bewegung tat einfach gut.

Auch mit dem Atmen klappte es soweit…allerdings hab ich es nicht geschafft, den Atem auf 2 oder gar 3 Schwimmzüge zu strecken…aber das hätte mich auch eher gewundert, war ich doch das letzte Mal im Herbst schwimmen. So war Ich mit meinen 1,3 km am Ende sehr zufrieden. Wie immer habe ich mir vorgenommen jetzt öfter mal wieder schwimmen zu gehen…immerhin hab ich noch 16x Eintritt auf meiner „Dauerkarte“.

Ich hatte gelesen das in diesem Sommer das Freibad für Quickborn wieder öffnet (im letzten Jahr mussten die schließen, weil es nicht genügend Personal für die Badeaufsicht gab)…aber der Eintritt soll auf 6,80 EUR erhöht werden…. und auch in der Badebucht kostet ein Besuch 6,50 EUR für 1,5 Stunden….Da wird Schwimmen ja echt zum Luxus.

Alter Kontakt – mit ungutem Gefühl

Alter Kontakt – mit ungutem Gefühl

Durch die vielen Jahre an unterschiedlichen Orten in 3 Bundesländern, habe ich immer wieder einiges an Vergangenheit hinter mir gelassen. Nichts Schlimmes – normales Leben eben…aber doch sehr unterschiedliche Leben.

Dadurch sind viele Freundschaften und Bekanntschaften auf der Strecke geblieben. Nicht immer ging das nur von meiner Seite aus, obwohl das am naheliegendsten ist und wohl auch oft so war.

Sein eigenes Leben ist eben immer näher und realer, als das der Anderen…und es passiert eben so viel Leben, das man manchen Menschen einfach aus den Augen verliert…oder verlieren lässt. Ich hab ganz bewusst viele alte Kontakte einschlafen lassen und zwischendurch passiert es einfach so, das Kontakte einfach nicht mehr lebendig gehalten werden ohne das man es merkt – ohne besonderen Anlass.

Ich Lebe immer sehr viel und intensiv im Jetzt. Meistens denke ich ohne Groll oder Wehmut zurück…eher mit Dankbarkeit, Freude und auch Stolz. Aber mein Leben – das ist hier und jetzt ….

Umso mehr irritiert es mich dann, wenn ein Kontakt von früher sich wieder bei mir meldet. Während meiner aktiven Tanzjahre (Standard im Turnier-Sport. Latein, Discofox und Salsa nur aus Hobby) hab ich in Hessen viele Menschen und vor allem Männer kennen gelernt. So hatte ich neben meinem festen Tanzpartner auch ein paar Wenige mit denen ich regelmässig zu Tanzparties verabredete, wenn mein eigener Tanzpartner keine Zeit oder Lust hatte…ich hab immer scherzhaft gesagt, das sind meine Ersatztänzer.

Nach mehr als 10 Jahren meldet sich jetzt der „Technik-Lehrer“ auf einmal bei mir per Mail. Angeblich würde er seine Mailkontakte aufräumen und schreibt er hätte über ein Karriere-Portal gesehen, das ich jetzt in Hamburg arbeite und beendet diese Aussage mit einem Fragezeichen…Ich bin irritiert.

Unser letzter Kontakt ist schon sehr lange her…damals hatte ich ihn darüber informiert, das ich mit dem Tanzen komplett aufhöre, wegen meines kaputten Fußes…dann hatten wir noch mal einmal später ein kurzes Update per Mail wie es privat bei ihm (von Freundin getrennt und sein kleines Kind wohnt bei ihm) und mir (mit meinem Freund) so läuft und dann war es das…unser Kontakt bezog sich immer auf das Tanzen…daraus ist eigentlich nie ein belastbare Freundschaft geworden.

Ich hatte jetzt nicht wirklich Lust, dieses „?“ in seiner Mail zu beantworten, diese Neugierde die befriedigen. Ich fühlte mich also abgeschreckt. Er schien zu denken ich würde jetzt lang und breit erklären warum und weshalb ich weg gezogen bin..hab aber nur mit einem „ja“ geantwortet und eine Gegenfrage gestellt…da er nicht gerne Dinge von sich preisgibt, hatte ich die Hoffnung ihn damit stoppen zu können.

Aber dann kam eine Rückmeldung mit vielen Fragen…und ich hab länger überlegt ob ich überhaupt antworte…es dann aber doch getan…und ihn auf seine offensichtliche Neugierde angesprochen…und bin nur wenig auf seine Fragen eingegangen….Ich wohne oberhalb von Hamburg und arbeite öfter im Homeoffice. Das ist jetzt ein paar Tage her und bisher hab ich keine Antwort erhalten…ich hoffe das bleibt jetzt so.

Seit der Trennung von meinem Ex-Freund inHessen und den merkwürdigen Situationen in Pinneberg vor 1,5 Jahren, hab ich echt einen Knax weg, das da Jemand auf einmal vor meiner Wohnung steht, den ich dort gar nicht sehen will. Mich beschleicht dann schnell ein ungutes Gefühl….Paranoia lässt grüßen