Sprachlicher Rückschlag

Seit dem Sommer hab ich meine Sprachlern-APP nicht mehr regelmässig genutzt…bis zum absoluten Stillstand…und dann hatte ich auch andere Dinge im Kopf und hab gar nichts mehr gemacht, um meinen bisherigen Kenntnisstand der dänischen Sprache zu erhalten.

Tja, das Ergebnis dieses Stillstandes hab ich dann auf der Dienstreise schmerzhaft erkannt…mir ist tatsächlich Vieles an Wörtern und Grammatik schon wieder abhanden gekommen, so das meine ohnehin noch nicht sehr gut ausgeprägte Möglichkeit mich zu verständigen, quasi weg war. Na ja – für den Job reicht es, das ich Englisch kann.

Man war ich enttäuscht – von mir … ja und auch etwas frustriert…macht mir die Sprache doch viel Spaß und ich konnte auch schon viele Wörter und ja eigentlich auch die grundlegende Grammatik…aber eine Sprache muss man eben auch sprechen…und das regelmäßig.

Hören und Nachsprechen reichen da eben nicht aus und auch ein großer Wortschatz alleine bringt noch keine Sätze….das selber Sprechen ist der Schlüssel…eigene Sätze bilden und mit anderen in Interaktion treten.

In dieser Woche hab ich nun mit dem Wiederholen in der Sprachlern-App angefangen…und zum Glück macht mir das Lernen auch wieder Spaß und jaaa einiges von dem Vergessenen kommt auch schon schnell wieder.

Hab vor ein paar Wochen nun nach einem regelmäßig stattfindenden Präsenz-Kurs gesucht….aber alle Kurse, in der näheren Umgebung, sind aktuell ausgebucht….da muss ich wohl bis zum neuen Jahr warten.

Ab jetzt lerne ich wieder regelmässig und dabei drehe den Spieß um, indem ich nicht versuche die Dänischen Worte nachzusprechen und ins Deutsche zu übersetzen, was mir ja ziemlich gut gelingt….sondern ich arbeite jetzt vorwiegend mit der „Karteikartenfunktion“, wo ich deutsche Worte und Sätze angezeigt bekomme und diese ins Dänische übersetze – DAS ist meine Schwachstelle.

Ich dachte über das „Verstehen“ kommt das „Sprechen“ von alleine…aber so einfach ist es dann doch nicht…der Mix macht es.

4 Gedanken zu “Sprachlicher Rückschlag

  1. Es ist der Unterschied zwischen passivem und aktivem Wortschatz. Die Worte, die durchs Ohr reinkommen flutschen auf kurzem Weg ins Gehirn und werden schnell erkannt. Die Worte, die man spricht, müssen einen viel längeren Weg nehmen, um durch den Mund hinauszukommen.

    Es ist so ein bisschen wie ein flüchtiger Bekannter, den man direkt erkennt, wenn er vor einem steht. Aber zeichnen oder auch nur genau beschreiben kann man ihn deswegen noch lange nicht.

    Ich bin da vom Polnisch lernen immer noch ein bisschen traumatisiert, glaube ich 😂.

    Gefällt 2 Personen

    1. hallo liebe Samy Bee – ja ich kann mich noch gut daran erinnern, wie Du das Polnisch lernen in deinem Blog beschrieben hattest.
      So viel Mut hätte ich nicht gehabt in ein Land zu ziehen und eine neue Sprache lernen zu müssen….
      das mit dem aktiven und passiven Wortschatz klingt sehr plausibel….so hab ich das noch gar nicht betrachtet…ich Danke Dir dafür 😊🤗🙏

      Gefällt 1 Person

    1. ich danke Dir liebe Trude…ja das Englische hab ich ständig in Gebrauch, da hab ich einen ziemlich großen Wortschatz und kann mich eigentlich spontan auch über alles Mögliche unterhalten…aber dann fehlen mir doch immer wieder Spezial-Begriffe oder Redewendungen…und das trotz der 40 Jahre, die ich jetzt schon Englisch lerne und spreche…aber hier plappere ich einfach ohne Hemmungen drauf los…

      Like

Hinterlasse einen Kommentar