It`s Tea-Time

Schon vor einiger Zeit hatte mir Kollegin Katrin vom „Eaton Place“ in Hamburg Altona vorgeschwärmt. Das ist ein kleines Teehaus mit britischem Flair und ganz viel royalem Ambiente.

Im Mittelpunkt stehen 3 Afternoon TeaZermonien. Dabei stehen mehr als 30 Teesorten zur Auswahl, dazu eine Etagere mit verschiedenen Köstlichkeiten, die traditionell zur einem afternoon-tea gereicht werden, kleine Sandwiches mit Gurken, Ei und graved Lachs, warme scones mit clotted creme und verschiedenen feinen Marmeladen und kleinen Petit Fours.

Ich hatte Schwester + Schwager dazu eingeladen, quasi als nachträgliche Geburtstagsfeier. Okay ich hatte bereit Ende April Geburtstag, aber vorher haben wir es zeitlich nicht hin bekommen…denn man muss unbedingt im Voraus buchen und einen Tisch für 3 Personen an einem Samstag zu bekommen, war nicht so einfach. Für 2 Personen wäre es einfacher geworden. Man bucht dabei einen Time-Slot von 2 Stunden, der auch genau eingehalten wird…aber 2 Stunden waren für uns absolut ausreichend.

Ich hatte also 3 x die Variante „Queen Elisabeth“ gebucht…das heißt wir bekamen noch je ein Glas Cremant (oder eine Alkohlfreie Variante wer wollte) als Aperitif dazu. Wir bekamen von einer super netten Bedienung einen genauen Überblick, was uns erwartet und auch die Aufforderung, das wir uns aus den 30 Teesorten so viele verschiedene Tees aussuchen konnten, wie wir wollten. Von jedem Tee wurde dann eine Kanne extra für uns aufgebrüht und in jeder Kanne waren dann so 3-4 Tassen Tee. Es gab nicht nur verschiedene schwarzen Tees, sondern auch grünen Tee, weißen Tee und Früchtetees.

Wir haben uns dann meistens für je 2 Sorten gleichzeitig entschieden. Meine Schwester liebt Schwarzen Tee mit Milch und Kandis, mein Schwager mag den gar nicht, dafür lieber Früchtetee und ich bin auch nur selten für Schwarzen Tee. Alle Tees wurden in einer Karte (eigentlich mehr ein Buch) ausführlich beschrieben und uns auch mündlich erklärt. Dazu gab es auch Erläuterungen zur Etikette…das ist ja etwas, was ich mag, wenn Dinge nach bestimmten Regeln ablaufen.

Tatsächlich fanden meine Schwester und ich einen Schwarzen Tee der uns Beide begeisterte und wir alle Drei waren von einem der Früchtetee begeistert. Tees, die uns gar nicht schmeckten gab es natürlich auch…aber das war kein Problem, die konnten wir wieder zurück geben und dafür den nächsten Tee ordern. Alle war sehr ruhig, gediegen und doch fröhlich und auch lustig. Wir haben 11-12 Sorten probiert und dann von den Tees, die wir im liebsten mochten, auch noch nachbestellt.

Wir hatten 2 kurzweilige Stunden in dem Teehaus und haben am Ende unsere Lieblings-Teesorten auch noch zum Mitnehmen gekauft. Günstig war das alles natürlich nicht , es kostete 59 EUR pro Person. Aber alle Tees, zusammen mit den Leckereien auf den Etageren und die super Betreuung ….das war ein echtes Erlebnis…hat Spaß gemacht und war jeden Euro wert.

Wem der Name „Eaton Place“ irgendwie bekannt vorkommt, kennt wahrscheinlich noch die britische Fernseh-Serie „Das Haus am Eaton Place“ aus den 70er Jahren. Es ging um das Leben einer wohlhabenden Londoner Familie und deren Dienstboten in der Zeit von 1903 bis 1930. Diese Serie war tatsächlich ein Teil meiner Kindheit.

Erkundungsrunde – Bad Segeberg

Bald ist es für uns soweit mit dem Besuch der Karl-May-Festspiele in Bad Segeberg. Da es um die Feinplanung ging und ich noch nie so richtig IN Bad Segeberg war, wollte ich mir das Ganze mal Vorort anschauen., denn es würde nicht mehr lange dauern, bis meine Schwester mich fragt: wann und wo treffen wir uns hahaha..

Letzten Sonntagbin ich also die knappen 70km dorthin gefahren…habe direkt am Marktplatz geparkt und anhand der Menschen die alle zum Kalkberg hochgelaufen sind, schon mal direkt einen Eindruck bekommen, wo wir hin müssen, wie weit die Entfernungen sind, wo es Parkplätze für die Besucher gibt und überhaupt wo man sonst noch so parken kann.

Bei schönem Wetter (sonnig, leicht kühl mit Wind) bin ich erst durch den Innenstadt Bereich gelaufen , habe nach Restaurants Ausschau gehalten, wo wir an dem Tag dann vorher Essen gehen können..und war in einem Bäckerei-Café für eine kleine Stärkung ….hmmm eine Zitronen-Joghurt-Cremeschnitte….sehr lecker

Dann bin ich über den Friedhof runter zum großen großen See gegangen. Ja hoppla der ist ja richtig groß…das war mir gar nicht bewusst. Ganz spontan bin ich dem Weg am Wasser entlang gefolgt und habe beschlossen ihn komplett zu umrunden…allerdings musste ich erst das Internet zu Rate ziehen, ob das überhaupt möglich ist und ja es ist möglich und bedeutet eine ungefähre Strecke von ca. 8 km (die Angaben im Internet waren sehr unterschiedlich) lt. meinem Fitness-Tracker.

Immerhin war ich an dem Morgen bereits 1,5 Stunden im Fitness-Studio zum Krafttraining, hatte also eigentlich keine weitere Sporteinheit geplant. Aber mir ging es super, das Wetter war ideal und ich hatte einfach Lust darauf und es war ein wirklich schöner Weg direkt am Wasser unter Bäumen…schön geschützt vor der Sonne

und später dann führte der Weg eine ganze Weile weg vom See…aber man konnte ihn immer noch sehen, manchmal auch nur erahnen.

In Stipsdorf musste ich den Wanderweg dann erst einmal suchen, der war schlecht ausgeschildert..was wirklich half, waren die vielen Schilder an Einmündungen auf denen stand, das es sich bei dem Weg NICHT um den Wanderweg handelt…hahahaaa…dadurch wurde man quasi auf indirekte Weile auf den richtigen Weg geleitet….über kleine Wege, an Feldern vorbei….abwechslungsreich und sehr schön zu laufen.

Als ich wieder am Ausgangspunkt ankam, war ich sehr zufrieden mit mir. Diese Runde  mache ich bestimmt bald wieder und ich hatte jetzt alle Informationen für die Feinplanung.

Aus 3 Restaurants habe ich meiner Schwester die Wahl gelassen und wir haben uns letztlich für ein indisches Restaurant entschieden und auch für eine Uhrzeit und mein Schwager hat uns noch einen Besuch IM Kalkberg gebucht…

Zwischenstopp im Altoner Volkspark

Ich habe schon öfter mal erwähnt, das ich manchmal – wenn ich nach Feierabend im Büro in Hamburg, noch anschließend in Pinneberg etwas zu tun habe – dann fahre ich über eine der „Nebenstrecken“. Dabei komme ich in Hamburg automatisch am Altonaer Volkspark vorbei…und mache dort ganz gerne mal Halt für einen Spaziergang durch Park und Rosengarten mit dem Honighaus.

So auch am Freitag vor einer Woche…ich hatte in Pinneberg am späten Nachmittag einen Termin beim Friseur und musste noch knappe 3 Stunden überbrücken. Eigentlich war der Plan an dem Tag noch etwas länger zu arbeiten…aber dazu konnte ich mich nicht motivieren. Es war mit 28 Grad an dem Nachmittag auch ziemlich warm und wurde zunehmend schwüler…später sollte es noch regnen und und irgendwie war bei mir die Luft raus.

Also bin ich zum Park gefahren…habe mein Auto im Schatten abgestellt und bin langsam zum Rosengarten geschlendert…für einen zügigen Spaziergang war es mir eindeutig zu warm..

Verteilt in dem Rosengarten stehen alte Holzbänke und Holzsitze herum, manche davon unter Bäumen im Schatten…also habe ich mir ein schattiges Plätzchen auf einer Bank gesucht und es so gemacht, wie andere auch…Schuhe und Socken ausgezogen und mich auf die Bank gelegt…meine Tasche dabei als Kopfkissen…..und immer wieder ging ein leichter Wind….haaach wunderbar…so lässt es sich aushalten.

Ich habe den Wolken zugeschaut, sogar ein paar Minuten die Augen geschlossen…später dann habe ich etwas online gelesen. Das war pure Entspannung…wenn mir persönlich auch etwas zu warm.

Als die Sonne öfter hinter der Sonne verschwand bin ich zum Honighaus geschlendert und habe mir einen Eis-Kaffee gekauft und mich auf so einen Holzstuhl gesetzt….denn die Bank auf der ich mich vorher ausgebreitet hatte, war bei meiner Rückerkehr anderweitig belegt…kein Problem – kann ich gut verstehen – mir hat es ja auch gut gefallen.

Jaaa normalerweise versuche ich Plastik so gut es eben geht zu vermeiden und Sprühsahne ist jetzt auch nicht so mein Ding…die einzige Alternative wäre heute der Verzicht gewesen, da ich weder meinen eigenen Becher eingesteckt hatte, noch eine Alternative zur Verfügung stand. Aber ich wollte nicht verzichten…es war trotzdem lecker und ich habe es bewusst genossen.

Die Wolken wurden mehr, der Wind frischte leichte auf….also bin ich später noch langsam durch den Park geschlendert, bevor es dann Zeit wurde weiter nach Pinneberg zu fahren. Das war das vorletzte Mal, das ich den Friseur dort aufsuchen kann. Meinen letzten Termin dort hab ich schon für den August gebucht.

Ab September wird die Filiale geschlossen und die Friseurinnen werden dann in die Filiale Elmshorn wechseln…und ich wechsle mit. Von Quickborn aus nach Elmshorn ist es ähnlich weit, wie nach Pinneberg und auch von Hamburg aus ist es okay. zu erreichen..nur komme ich dann nicht mehr so ohne Weiteres am Volkspark vorbei, um dort halbwegs spontan einen Stopp einzulegen. Werde ich trotzdem machen…aber eben dann richtig geplant…weil es einen kleinen Umweg bedeutet.

Mit einem frischen Sommer-Haarschnitt ging es dann weiter nach Hause…unterwegs habe ich noch an einem Stand Kirschen und Stachelbeeren gekauft…und als es schon nach 22 Uhr am Abend wieder angenehm kühl wurde, bin ich noch eine kleine Walking-Runde entlang der Felder gelaufen

unbeabsichtigte Blogpause – rundherum Wohlfühlen

Nach meiner unbeabsichtigten Blog-Pause, bin ich jetzt mal wieder da. Die Blog-freie Zeit war nicht geplant, kam weder aus Zeitmangel, noch aus anderen bewussten Gründen. Es war mir einfach nicht nach Schreiben. Mir ging es sooo gut, das ich diese emotional entspannte Zeit mit Erstaunen erlebte und einfach auf mich wirken lassen wollte…und es hat sich sooo gut angefühlt.

Es klingt irgendwie bescheuert, aber es fühlte sich für mich fast fremd an, mich rundherum wohl zu fühlen…so ganz ohne Stress und ohne Sorgen. Kein Überstunden, aktuell keine Probleme zu lösen…alles läuft – irgenwie…also nicht alles läuft komplett runde…aber es läuft.

Jaa ich habe immer wieder darüber nachgedacht, einen Beitrag zu schreiben…weil, ich hatte schon Einiges, über das ich berichten wollte…andererseits war ich so damit beschäftigt, diese neue Entspanntheit in mich aufzusaugen, das ich mich privat nicht an den PC setzen wollte hahahaa.

Während unseres Monatsabschlusses Anfang Juli, hat diese (für mich) extreme Entschleunigung eine kleine Delle erhalten….aber das war nur an 2 Tagen, die mich etwas nervös haben werden lassen…immerhin gibt es schon wieder neue Anweisungen und damit neue Routinen, an die wir uns erst gewöhnen müssen…und die letzten Daten kamen tatsächlich erst AM Reporting-Tag – unfassbar. Aber im nachhinein kann ich sagen, ich habe es gut geschafft und bin sogar zufrieden mit den meisten Neuerungen…allerdings müssen die zentralisierten Buchungen unbedingt früher kommen, damit ich noch Zeit habe, diese noch orgendlich mit zu verarbeiten.

Kollegin Katrin hat diese unsichtbare Wand zwischen uns aufgelöst – aktuell fühlt es sich fast so an, wie „früher“…mal sehen, wie lange das anhält. Auch bei ihr es entspannter…es ist halt Sommer – auch bei uns an den deutschen Standorten und vor allem in der Zentrale sind die meisten Kollegen im Urlaub. Es gibt dort nur eine Art Notbetrieb für das Nötigste…auch nach 6 Jahren überrascht mich das immer wieder, mit welcher Selbstverständlichkeit ein – gefühlt – ganzes Land gleichzeitig in Sommerurlaub geht hahahaaa.

Mir geht es also immer noch gut…ich gehe regelmässig 2x in der Woche ins Fitnessstudio, ja auch während der heißen Tage. Bei den ganz heißen Tagen, habe ich dann weniger gemacht: weniger Gewicht, weniger Wiederholungen oder weniger Durchgänge…dann gibt es keine 2500m auf der Rudermaschine, sondern mal nur 1000m….ich passe das so an, das es zu meiner Verfassung an dem Tag passt. Hauptsache ich gehe hin und hinterher fühle ich mich immer wunderbar.

Nagut, bis auf diesen Mittwoch…aber das war meine eigene Schuld. Ich hatte für das Mittagessen Spaghetti mit Knoblauch-Garnelen dabei und schon kurze Zeit später kamen heftige Symptome und habe eine Allergietablette nehmen müssen. Leider wird meine Garnelen-Allergie mit jedem Jahr schlimmer, dabei esse, ich die wirklich nur noch ganz selten. Ich hatte dann bereits am frühen Nachmittag Feierabend gemacht und merkte bereits auf der Fahrt nach Norderstedt wie ich müder und müder wurde…alles fühlte sich schwer und bleiern an….nanu…also sooo habe ich auf die Allergie-Tablette noch nie reagiert.

Entsprechend war meine Leistungsfähigkeit beim Sport stark eingeschränkt …aber ich habe alle Übungen gemacht…wenn auch wirklich nur ganz moderat….und auch die anschließende Dusche half nicht gegen die bleierne Müdigkeit….kaum hatte ich mich zuhause auf die Couch gesetzt, war ich auch schon eingeschlafen und bin auch erst ca. 2 Stunden später wieder aufgewacht. Da war dann alles wieder gut. Eigentlich sind das Tabletten, die eben nicht müde machen sollen….wer weiß, was da zusammen kam.

Ich hatte in den letzten Wochen, nach mehr als 30 Jahren, wieder angefangen zu stricken…Zuerst einen Loop-Schal und dazu passend dann noch eine Mütze…..meine Schwester hat Beides zu gefallen und als ich ihr die beiden Teile anbot, hat sie freudig zugegriffen. Die Mütze war für mich sowieso etwas zu klein geraten…also habe ich mit derselben Wolle noch einmal eine Mütze gestrickt…die passt jetzt und aktuell bin ich an dem entsprechenden 2. Loop-Schal. Das ich noch mal die Geduld für`s Stricken aufbringe, hätte ich nicht gedacht…aber es macht mir tatsächlich viel Spaß.

Ich wünsche Euch einen schönen entspannten Freitagabend …sitze jetzt auf dem Balkon und geniesse die leichte Abendbrise bei sanfter Musik und mit einem Becher Tee….hahahaa herrlich die Hitze ist jetzt erst einmal für die nächsten Tage wieder vorbei.