Tja was soll ich sagen, das Unwetter welches am Sonntagabend durch Quickborn zog, hat dann tatsächlich einen Teil unserer Keller überflutet – und wir hatten dabei sogar noch Glück…denn nicht weit von uns, lief sogar eine Tiefgarage bis fast unter die Decke voll und Menschen mussten gerettet werden.
In unserer Tiefgarage gab es zwar einen großen See und das Wasser floss auch lange nicht ab, aber die Autos waren zu keinem Zeitpunkt gefährdet.
Ich war seit dem Mittag in Flensburg, hab meine Schwester im Krankenhaus besucht. Auf dem Rückweg am späten Nachmittag hatte ich seit Neumünster auf der A7 ständig mit Starkregen zu tun…es ging also nur sehr langsam vorwärts, weil man einfach vor lauter Wasser nichts mehr sehen konnte…und mit kleinen Unterbrechungen blieb es auch bei den starken Regenfällen und mit dem Wasser auf der Straße.
Erst als in Zuhause ankam, bin noch durch den See der Tiefgarage auf meinen Parkplatz gefahren, hab ich begriffen, das es auch MEIN Kellerabteil getroffen hat…denn mein Kellerabteil gehört zu denen, die im etwas tiefergelegenen Teil der Wohnanlage liegen. Die 3 Häuser, die nebeneinander liegen und einen Häuserblock bilden, haben zwar getrennte Eingänge, aber sind über die Keller miteinander verbunden…und der linke Teil liegt eben tiefer, als die anderen….deshalb gibt es im Kellergang auch immer wieder einige Treppenstufen.
Sooo und mein Keller liegt nun im tiefsten Teil…ich hörte schon beim Aufschließen der Haustür, das im Keller einiges los war. Ich war mit weißen Shorts und Turnschuhen bekleidet und als ich an den ersten Treppenstufen ankam, stand da das Wasser ca. 20cm hoch.
Also Schuhe aus und bin dann barfuß erst einmal durch das Wasser zu meinen Nachbarn gewatet, die teils fassungslos in ihren Kellerabteilen standen. Wir haben uns kurz unterhalten….die hauseigenen Pumpen hatten inzwischen schon versagt und jetzt warteten alle auf die Feuerwehr (die kam aber erst weit nach 23 Uhr).
Also versuchten erst einmal alle Anwesenden ein paar Dinge zu retten, bevor das Wasser sie komplett zerstörte…ich bin nun auch in mein Kellerabteil.
Meine allererste Maßnahme: den Stecker der Verlängerungsschnur für meinen Gefrierschranks aus der Steckdose direkt neben der Tür ziehen. Die Steckverbindung zwischen Verlängerungsschnur und Gefrierschrankstecker schwebte bereits nur noch wenige cm über der Wasserlinie. Eigentlich sollte die sehr lange Schnur auf einem Teil der Plastikboxen, am Regal entlang, liegen. Aber einige der halbleeren/leeren Plastikboxen schwammen durch das Wasser und die Schnur war damit runter abgerutscht.
Der Motor des Gefrierschranks stand aber sowieso bereits unter Wasser, obwohl die beiden Geräte extra erhöht standen….aber das Wasser war eben doch höher. Aber die Gefahr war jetzt erst einmal gebannt.
Dann fing ich an, einige Kisten aus den „Fluten“ zu retten und am Boden liegende Teile in die verschiedenen Regale zu packen (die 3 großen Regale sieht man auf dem Foto nicht)….aber so richtig konnte ich hier ja noch nichts machen.

Hab dann erst einmal mit einem Besen meinen Nachbarn im etwas erhöhten Teil des Kellergangs geholfen, ihren nur leicht gefluteten Keller vom Waser zu befreien…indem wir das Wasser in den richtig überschwemmten Teil runter „fegten“…eine andere Lösung gab es nicht, da die vorhanden Abflüsse kein Wasser mehr aufnahmen.
Inzwischen hatte ein Nachbar tatsächlich eine private Wasserpumpe installiert und so schon mal etwas geholfen, das das Wasser nicht noch weiter anstieg…Die Feuerwehr kam dann erst spät am Abend, um mit leistungsfähigen Pumpen das Wasser abzupumpen. Meine Nachbarn haben mir dann erzählt, das es bis 2 Uhr nachts gedauert hat das meiste Wasser aus dem Keller zu pumpen.
Ich hatte mich nach Ankunft der Feuerwehr zurück gezogen und bin dann auch eingeschlafen…denn der Tag war für mich auch so schon anstrengend genug und helfen konnte ich zu dem Zeitpunkt auch nicht wirklich.
Was ich da aber noch NICHT bewusst wahrgenommen hatte, war das die Seite, auf der auch MEIN Kellerabteil liegt, etwas abschüssiger ist, als der Kellermittelgang ..und sich damit in diesen Kellerabteilen das Wasser weiter sammelte.
Als ich am nächsten Morgen früh um 6.45 Uhr wieder in den Keller ging, stand in meinem Kellerabteil das Wasser immer noch mehrere cm hoch. Ohhh nein ….
SOOO hatte ich mir meine letzten Urlaubstage nicht vorgestellt










