Frisch gebackenes Brot

In der letzten Zeit hatte ich eher Fladenbrote und Brötchen gebacken….und diese kleinen netten Mini-Bagel aus Vollkornweizen-Mehl

Aber jetzt hab ich endlich mal wieder ein Sauerteig-Brot geamcht. den Teig hab ich schon 1,5 Tage vorher angesetzt

und heute früh dann gebacken:

Es sieht nicht nur toll aus, es schmeckt auch richtig lecker…es ist aus 1050 Weizenmehl..außen schön knusprig und innen weich, nicht zu lange gebacken…ich hätte es etwas großporiger erwartet, durch die lange Gehzeit…aber es lässt sich super essen:

Stau auf der A7 und gedankliche Höhenflüge

Donnerstag wollte ich besonders früh im Büro sein, denn wenn ich früh komme, kann ich früh gehen…..wollte ja am Nachmittag noch zum Friseur.

Normalerweise benötige ich für die Strecke von Tiefgarage zu Tiefgarage ca. 25 Minuten…der Mittelteil der Fahrt führt mich über die A7. Auf diesem Streckenabschnitt hab ich es innerhalb eines Jahres nur 2x erlebt, das es zu Problemen kam, denen ich aber noch gut ausweichen konnte.

Donnerstag ging es auf der A7 dann aber irgendwann gar nicht mehr: Unfall mit Vollsperrung und Ableitung auf die A23..die aber nicht nach Hamburg führte, sondern in die entgegengesetzte Richtung und da auf der Strecke auch noch die Fahrbahn erneuert wird, ist auf dem Stück auch nur eine Spur verfügbar und die nächste Ausfahrt auch noch gesperrt….also führte der Weg noch weiter weg nach Norden….bis ich dann irgendwann über diverse Landstraßen und auf kleinen Straßen quer durch Hamburg endlich ans Ziel kam.

Was sich so locker schreiben lässt, dauerte insgesamt 2 Stunden und 15 Minuten bis ich das Auto am Büro abstellen konnte. Was mich ärgert: wäre ich zu meiner normalen Zeit losgefahren, hätte ich in den Verkehrsnachrichten von der Sperrung gehört und hätte gleich die Landstraße über Pinneberg und Schenefeld genommen…dann wäre ich bestimmt eher angekommen.

Zwischenzeitlich war ich sogar bereit gewesen, einfach wieder nach Hause zu fahren – dumm nur, das ich tags zuvor meinen Laptop in der Firma gelassen hatte….so musste ich auf jeden Fall ins Büro.

Mittwoch ist ja jetzt unser neuer 3er-Tag…und das war sogar ein richtig netter Tag zu Dritt im Büro. Der Neue taut langsam auf und der Controller war gut gelaunt….die meisten Kollegen waren auf einer Messe und so waren die restlichen Büros ziemlich leer. Und ich war auch entspannt: meinen „abgesteckten“ Platz haben die beiden Kollegen jetzt akzeptiert und das Telefonieren klappt bei Beiden jetzt auch mit Headset – na also – geht doch.

Einzig der Controller entwickelt immer mal wieder lustige Ideen, wie man die Arbeit umgestalten kann….alle paar Monate macht er mir sonderliche Vorschläge die darin gipfeln, das ich nicht mehr für bestimmte Firmen zuständig sein soll….sondern nur noch für eine bestimmte Tätigkeit….z.B. das ich für alle Controller in DE und DK die Umsatzsteuer-Vorameldungen machen soll. Ja ist er denn des Wahnsinns?

Schon seit meinem Start in dieser Firma wehre ich seine Vorschläge in diese Richtung rigoros ab und hab ihm auch gesagt, das er damit aufhören soll…ich mache nicht für alle den Hampelmann – wenn er mich los werden möchte, ist das der beste Weg….ich übernehme lieber noch weitere Firmen komplett, als mich zu einem Bereichs-Idioten degradieren zu lassen.

Das Schöne an meiner Arbeit ist ja nicht nur meine Unabhängigkeit, sondern auch die Vielfältigkeit der Aufgaben innerhalb jeder Gesellschaft. Na zum Glück stehen seine Ideen nicht auf der Liste unseres Chefs.

Überhaupt entwickelt der Controller abteilungs-übergriffige Ideen, die mich immer wieder erstaunen…wundere mich, warum er unbedngt in andere Bereiche reingrätschen möchte…nicht ,das er die Befugnis dazu hat, andere Abteilungen zu disziplinieren…aber er versucht es immer wieder. Auch seine Ambitionen andere Arbeits-Bereiche von der Zentrale nach Hamburg zu ziehen, um unsere Abteilung weiter auszubauen, finde ich unpassend…also ich muss unserer Zentrale keine Konkurrenz machen und unser Standort ist mitnichten auflösungs-gefährded.

Ich glaube fast es wird ihm schon etwas langweilig, so mit nur noch einer großen Firma, ohne die Projektgesellschaften (die hat er abgegeben), ohne die Personaldinge (hat er auch abgegeben) und jetzt mit einem Zuarbeiter (der ihm die Routine-Arbeiten abnehmen soll).

Ich lasse mir jedenfalls nicht die Butter vom Brot nehmen und bin sehr zufrieden mit meinem Aufgabengebiet….und bin wehrhaft genug, mich gegen diese „Ideen“ zu behaupten.

Sonntag – ziemlich perfekt

Ich fühle mich so wohl, wie seit Monaten schon nicht mehr. Bin fit und hab aktuell keine Wehwehchen, fühle mich wach und leistungsstark…keine Antriebsschwäche bremst mich aus. Durch die gewonnene Stunde nach der Zeitumstellung entspricht der Rhythmus wieder meiner inneren Uhr. Draußen sind herbstliche 9Grad bei leichtem Wind und abwechselnd Regen und etwas Sonne.

Alles Sorgenvolle hab ich mir von der Seele geschrieben und mit dem Rest kann ich jetzt gut umgehen…alles wird sich finden.

Drinnen in der Wohnung ist es kuschelig und auch ohne das die Heizung an ist – hab ich immer noch mehr als 19 Grad in allen Räumen…und auch die neuen Vorhänge zwischen Wohnzimmer und Flur fördern dieses kuschelige Gefühl. In der Wohnung ist alles sauber und aufgeräumt und den Stapel mit der Bügelwäsche arbeite ich heute auch noch weg…die Hälfte hab ich schon am Vormittag erledigt.

Ich hab mich endlich aus der Wiederholungs-Endlos-Schleife dänischer Grammatik befreit und neue Lektionen begonnen…muss ja auch mal weiter kommen – auch wenn die Objekt- und Personalpronomen immer noch nicht perfekt sitzen…aber es wird langsam besser. Also weiter geht es.

An jedem Tag in dieser Woche war ich mindestens einmal für ein paar Kilometer walken, wandern oder Radfahren – oft auch mehrfach. Und jetzt sitze ich auf meinem Balkon (warm eingehüllt in Jacke und Decke) und überlege was ich als nächstes machen werde.

Gemüse-Lasagne mit selbstgemachten Nudeln

Seit langem ist das meine beste Lasagne, was vor allem an den selbstgemachten Nudeln und den vielen Champignons im vegetarischen Tomaten-Ragout liegt….sie ist unglaublich lecker geworden.

Bisher hab ich meine selbstgemachten Nudeln immer trocknen lassen und wusste nicht so recht, wie ich die Lasagneplatten so hinbekomme, wie die Gekauften. Bis ich vor ein paar Tagen mal wieder eine Sendung mit Jamie Oliver gesehen habe…ach so …der nimmt die frisch gewalzten Nudeln und lässt sie einfach über die Auflaufform lappen, um sie dann zum Schluß als Deckel zu nutzen…auf die Idee bin ich gar nicht gekommen.

Den Nudelteig hatte ich bereits gestern gemacht (nur Mehl, Salz und Wasser – ohne Ei) und hab den Teig mit dem Nudelholz ganz dünn ausgerollt und mit der ersten Schicht die gefettete Auflaufform ausgelegt.

Gleichzeitig köchelt schon die Lasagne-Füllung: Zucchini, Paprika, Knoblauchzehen und roten Zwiebeln und Tomatenmark in Olivenöl angebraten und mit etwas Zucker leicht karamellisiert. Anschließend mit etwas Rotweinessig und einem Schuß Masala und Gemüsebrühe abgelöscht und mit einer Menge kleingeschnittener Champignons und Tomatenpüree aus dem Glas (Passata) aufgefüllt und für ca. 15-20 Minuten bei geringer Hitze leicht kochen lassen. Gewürzt hab ich das Ganze mit Salz, Pfeffer, frischem Oregano und Thymian.

Dann das Gemüseragout auf den ersten Nudelteigboden geben und Mozzarella darüber…dann die nächste etwas kleiner ausgerollte Nudelplatte darauf geben und erneut mit Gemüseragout und Mozzarella belegen…nun die überlappende Nudelgrundplatte über den Auflauf ziehen und noch einmal mit geriebenem Mozzarella belegen. Für ca. 30 Minuten bei 180Grad Umluft in den Ofen geben.

Erst spät beim Kochen hab ich über die Béchamelsauce nachgedacht und dann doch auf diese klassische Soße verzichtet.

Nur jetzt machte ich mir etwas Sorgen ob die Nudeln so ohne Soße auch tatsächlich gar werden würden. Und WIE das geklappt hat – die Feuchtigkeit aus dem Gemüseragout hat für diese dünnen Nudelplatten ausgereicht…man das ist einfach nur LECKER.

Ein Klempner muss her

Und als ob das in dieser Woche nicht schon genug an Neuerungen und Unruhe war, musste ich am Freitag dann doch noch den Klempner anrufen.

Nach dem nervösen und hektischen Tag im Büro am Donnerstag, hatte ich am Abend noch meinen regelmäßigen Plausch mit dem Rentner aus Hessen….und nach der einen Stunde am Telefon kam ich in die Küche und musste feststellen, das die Spülmaschine nicht mehr wollte….das Wasser stand hoch in der Spüle und lief nicht mehr ab.

Dabei lief das Wasser aus der Küchenspüle die ganze Woche ohne Probleme, nach dem Einsatz von Natron+Essig letzte Woche gab es keinerlei Rückstau mehr…aber jetzt bei der Spülmaschine, die ich seitdem nicht mehr habe laufen lassen.

Jetzt war ich felsenfest überzeugt davon, es liegt an dem Ablaufschlauch der Spülmaschine…da sind Sachen drin, die den Abfluss verstopfen. Ich hab also die Spülmaschine ausgestellt. Die Wasserzufuhr abgedreht und das Wasser aus dem Spülbecken abgeschöpft.

Danach die abenteuerliche Konstruktion der Rohre unter der Spüle fotografiert (damit ich es anschließend genau so wieder zusammen gebaut bekomme) und anschließend demontiert…tja was soll ich sagen…die Rohre und der Syphon waren NICHT verstopft…und jetzt? Das Problem liegt also irgendwo in den Rohren hinter der Wand – jetzt muss ein Klempner her. Also Morgen, denn es war bereits spät am Abend.

In der Nacht hab ich dann auch mega schlecht geschlafen…hab mir Sorgen gemacht…Morgen ist Freitag – hoffentlich bekomme ich schnell einen Termin beim Klempner…sonst bin ich das ganze Wochenende ohne Wasser in der Küche.

Zum Glück war der Freitag mein 1. neuer zusätzlicher Homeofficetag und gleich um 8 Uhr hab ich im Ort einen Klempner angerufen, die mir sehr freundlich die Telefonnummer eines Rohrreinigers, ebenfalls aus der Umgebung, gaben…der wäre zuverlässig und Alt-Eingesessen – also keiner dieser Notfallreiniger die einem überteuerte Reinigungen verkaufen. Sie selber würden keine Rohrreinigungs-Arbeiten mehr machen.

Also dort angerufen – eine sehr freundliche Mitarbeiterin meinte dann auch: ja klar auf jeden Fall kommt heute noch jemand zu mir, wahrscheinlich so gegen Mittag. Echt jetzt? -so schnell? – das wäre ja klasse.

Bereits knappe 2 Stunden später war der junge Mann bei mir und mit viel innerer Ausgeglichenheit und auch Freude an der Arbeit hat er das Problem mittels einer Spirale innerhalb von ein paar Minuten erledigt, hat alles wieder zusammen gebaut und ausreichend getestet….und wenn jetzt das Wasser aus dem Waschbecken abläuft, klingt es fast so, als ob ein Motor das Wasser aus dem Becken saugen würde.

WOW – also soooo gut hat der Abfluss auch bei meinem Einzug noch nicht funktioniert.

Ich hab noch ein Lob für den sehr sauberen Syphon bekommen und auch noch mal den Hinweis, das flüssiges Fett auf keinen Fall in den Ausguss gehört, da er dort erkaltet und eine feste Barriere bildet….na gut – das mache ich ja nicht…hab nur öfter mal sehr fetthaltiges Wasser vom Reinigen der Bratpfanne und des Backofens. D.h.für mich jetzt, das ich sehr fettige Belche und Pfanenn vorher mit einem Küchenkrepp auswische und dann erst ins Spülwasser gebe.

Er meinte dann auch, ich solle ruhig weiter das machen was ich ihm erzählt habe, also ab und an mit heißem Wasser und viel Spülmittel oder eben mit Natron+Essig den Syphon durchgängig halten – und noch der Hinweis, auch die Spülmaschine zwischendurch nicht im Ecco-Modus (50Grad) sondern mit dem Topf-Reiniungsprogamm (70Grad) laufen zu lassen…dann würde es auch dort keine Probleme geben.

Danach war ich richtig euphorisch – hurra – das Thema ist damit endgültig erledigt und sollte so schnell nicht wieder auftreten.

Alles hat Vor- und Nachteile

Die Kollegen aus der Zentrale scheinen auch langsam (endlich) aus der Sommerpause aufzuwachen…es wird unruhiger…es kommen sogar neue Anweisungen bei mir an…allerdings nicht die Aufhebung derselbigen nur einen Monat später.

Erst als mich die Frage einer übergeordneten Abteilung erreichte, wie ich denn auf diese Vorausberechnungen komme, wurde ich hellhörig und hab mal in meiner Abteilung nachgefragt. Antwort der Verantwortlichen: Ohhh sorry, wir haben vergessen Dich zu informieren. AHA – na danke auch…ist ja nicht das Erste Mal und eigentlich wurde mir versprochen, dass so etwas nicht mehr vorkommen wird.

Über die Effektivität meiner Arbeitszeit muss ich so nichts mehr sagen….hab ich doch mal wieder fast einen Tag vergeudet, weil ich das Thema für alle Gesellschaften neu berechnen musste und die Formulare überarbeitet werden mussten…aber das passte trotzdem noch locker in meinen Zeitplan…dachte ich zumindest.

Aber dann kam es Schlag-auf-Schlag: Probleme mit dem Wechsel eines Finanzamts – der Wirtschaftsprüfer weiß auch nicht, was die da gemacht haben, Probleme mit den Hauptzollämtern und das leidige Thema: Stromsteuer,

Dann ein anderes Thema: Die Wirtschaftsprüfer wollen jetzt doch nicht die ausgiebig debattierte Lösung mit den neuen Verträgen. Alles soll einfach so weiter laufen….nichts mehr übrig von der vorher propagierten Meinung: wir müssen uns jetzt im Vorfeld darauf vorbereiten. Mein Chef den ich um Zustimmung, bzw. Klarstellung bei mehreren Themen bat- doch der findet einfach keine Zeit für eine Antwort.

Und von mehreren Kollegen aus den deutschen Standorten hab ich das auch schon gehört, was ich selber erlebe: Niemand hat mehr Zeit zum Arbeiten: es wird nur noch Meeting an Meeting gereiht.

Ich bin zwar ziemlich zufrieden, nur an wenigen Meetings teilnehmen zu müssen – aber wenn auf der anderen Seite durch diese vielen langen Teams-Meetings, Niemand mehr Zeit hat, die besprochenen Themen auch umzusetzen oder die Quintessenz daraus an die entsprechenden Stellen weiterzuleiten, dann betrifft mich das auch.

Es war also eine eher mühselige Woche…aber letztlich bin ich dann doch froh, so weit weg von der Zentrale zu sein…ich hab es echt immer noch sehr gut – stehe nicht so im Fokus (deshalb werde ich bei Infos öfter mal vergessen) und hab dadurch die meiste Zeit meine Ruhe.

Der Neue

Wohlüberlegt bin ich also erst am 2. Arbeitstag unseres neuen Kollegen ins Büro gefahren. So konnten sich der Controller und sein zukünftiger Zuarbeiter, in Ruhe einrichten und die ersten Schritte zusammen machen..d.h. Computer und Zubehör aufbauen und alles ans Laufen kriegen incl. aller Programme und Zugänge (wir bekommen immer alles direkt aus der Firmenzentrale zu geschickt – Vorort gibt es aber keine IT, also müssen wir alles selber machen – der einzige Kollege, der uns Vorort untertützen kann, macht das aber auch nur neben seinen eigentlichen Aufgaben und ist meistens im Homeoffice…war also dieses mal keine Hilfe.

Als ich in unser Büro kam, traff mich dann auch fast der Schlag….nicht nur, das der Neue scheinbar den gleichen Hang zur Unordnung hat,wie der Controller, die Beiden haben auch noch Teile meines Bereichs okkupiert. Himmel ist das jetzt eng hier….na klar hab ich einen Teil meines Sideboards abgeben müssen, aber der restliche Teil ist MEINER und ich brauche den Platz … und den hatte ich vorher schon ganz klar abgegrenzt. Trotzdem haben die Beiden aber den angeblich freien Platz, sofort mit allem Möglichen belegt…dort lagen überflüssige Kabel,standen Trinkflaschen und all das was ein neuer Kollege so von uns als Ausstattung bekommt.

Ich hatte zum Glück die ersten 1,5 Stunden für mich…hab alles zurück gedrängt und meinen Platz eindeutig abgegrenzt und erst einmal vor mich hingegrummelt. Eine normale Reaktion bei mir und immer der Beginn bald mit dem akzeptieren zu beginnen – somit eine wichtige Funktion für mich…da ist es gut, das es keiner mit bekommt.

Als der neue Kollege dann kam, hatte ich schon zu Ende gegrummelt und muss sagen, ja er scheint nett zu sein und ist ein eher stiller Typ. Die Schüchternheit kommt wohl aber auch durch die Sprachbarriere…er ist erst seit wenigen Jahren in Deutschland und spricht noch nicht gut Deutsch….lernt es aber…und Englisch spricht er gut – das ist schon mal ein großer Vorteil.

Der Neue musste sich dann einen großen Teil des Tages mit dem Helpdesk aus der Zentrale beschäftigen und als er dann auch noch mit dem Lautsprecher des Handys telefonierte, hab ich ihn gebeten doch das Handy ans Ohr zunehmen, was er dann auch tat. Und auch der Controller hat mal wieder über den PC-Lautsprecher telefoniert, weil er mit dem Headset nicht klar kommt…es ist inzwischen das 3. oder 4. Headset…und er weiß das ich es hasse, wenn er das nicht benutzt.

Ich musste leider auch viel telefonieren, weil wichtige Dinge zu klären waren und hab dazu natürlich mein Headset auf die Ohren gezogen und bin in ein gerade mal leeres Büro gegangen. So wie es aussieht, wird schon recht bald das Personal in Brandenburg aus der von mir betreuten Gesellschaft in unsere Hauptgesellschaft übertragen. Das ist schneller als geplant und hat gravierende Auswirkungen auf die Firma….und da die Kommunikation aus der Zentrale mal wieder sehr…naja dürftig ist, muss ich nun dringend klären, was eigentlich gewollt ist – nur das mein Chef eben schon seit Tagen keine Zeit hat und auf meine Mails nicht reagiert…so muss ich mir die Infos mühselig aus allen Richtungen besorgen. Keiner weiß etwas Genaues.

Aber ausgerechnet heute hatte auch der Controller Redebedarf in meine Richtung – eben auch durch den Wechsel des Personals in seine Richtung….das brachte aber noch mehr Unruhe und tat mir für den Neuen leid, der ja immer noch versuchte mit dem Helpdesk einige technische Probleme zu lösen.

Soviel ist schon mal klar, das kann auf Dauer so nicht funktionieren. Der Neue möchte erst einmal nicht ins Homeoffice, erst wenn die Einarbeitung abgeschlossen ist – das kann ich gut verstehen….Also sieht der Plan für mich jetzt so aus:

2x Homeoffice, 1x zu Dritt, 1x zu Zweit, 1 x Homeoffice und dann startet die Woche neu…der Controller geht also nur Donnerstags in Homeoffice, während ich mindestens 3 mal in der Woche von Zuhause aus arbeite…und wenn ich merke das ich bei der 3er-Konstellation wirklich gar nicht arbeiten kann, dann erhöhe ich auf 4 Tage – aber das wird die Zeit zeigen.

Als ich Feierabend machte war ich total überdreht und fühlte mich wie gerädert…kein schöner Tag…aber ich bin froh, das der Neue jetzt kein lautes Alphatierchen ist…wir werden uns schon aneinander gewöhnen.

Veränderungen – ich bin nervös

Schon seit ein paar Tagen bin ich nervös, das steigerte sich dann bis Donnerstag. Ich bin früh ins Büro gefahren, denn heute gab es das, inzwischen wieder übliche, „Begrüßungs-Frühstück“ für die neuen Kollegen. In der Coronazeit war ich die Letzte, für die es das gab…fast 2 Jahre fand es dann nicht mehr statt….und nun, seit ein paar Monaten, dürfen wir das wieder und die Assistentin der Geschäftsleitung kümmert sich um den Einkauf und die Vorbereitung im großen Meetingraum. Na klar helfe ich dabei und andere Kollegen auch.

Es ist eine schöne Geste des Arbeitgebesr die neuen Kollegen damit zu begrüßen, sich locker und ungezwungen für ca. 1-1,5 Stunden mit allen Kollegen des Standortes zusammen zu setzen und zu plaudern – egal aus welcher Abteitung. Essen verbindet doch immer noch. Es ist kein Zwang, jeder kann – keiner muss anwesend sein….und durch Messen, Homeoffice und andere Auswärts-Termine, sind wir auch nie wirklich alle da…das würde inzwischen auch unseren „großen“ Meetingraum sprengen, der ist nur für 14-16 Personen ausgelegt. Wir stellen ja laufend immer mehr Kollegen ein und im November waren es damit 2 neue Gesichter.

Normalerweise machen mich neue Kollegen nicht nervös und auch nicht, dass ich mit einer Kollegin zusammen das Frühstück vorbereitete…aber ich war so nervös, weil einer der beiden neuen Kollegen zu uns ins Büro kommt…endlich hat der Controller seine Entlastung. Jemand der ihm die zeitraubenden Routine-Arbeiten abnimmt…damit wird aus unserem 2er Team in einem kleinen Büro, ein 3er Team.

Ich finde es toll das der Controller jetzt jemanden hat, der ihm hilft, mag die Vorstellung aber überhaupt nicht, jetzt zu Dritt in dem kleinen Büro sitzen zu müssen. Ich habs ja nicht so mit Veränderungen…und ich bin ja auch etwas speziell was Geräusche angeht und hab gerne meine Ruhe beim Arbeiten. Mit Klaustrophobie und Misophonie ist es eben nicht so einfach für mich.

Ja gut, in unserem Büro stehen schon 3 Schreibtische. Den Dritten haben wir aus Platzmangel eben immer auch so mit genutzt. Der Controller ist jetzt auch, was Ordnung angeht, das genaue Gegenteil von mir: Ich arbeite nach der „Clean-Desk-policy“ d.h. wenn ich nach Hause gehe, steht und liegt nichts herum und auch tagsüber herrscht Ordnung auf meinem Schreibtisch…alles wohl geordnet in Klarsichthüllen, auf maximal 3 Stapeln sortiert. Stifte, Stempel, Kaffeebecher und andere oft genutze Dinge haben ihren genau zugewiesenen Platz auf dem Tisch und Handy und Schlüssel müssen nicht offen herum liegen.

Beim Controller liegt alles breit gefächert auf Fensterbank, Sideboards, seinem Schreibtisch und dem 3.Schreibtisch quer durch einander. Der Laptop bleibt auch über Nacht aufgeklappt und die Bildschirme leuchten im Standby-Modus. Alles ist kreuz und quer verstreut und ich versuche nur in den gemeinsam genutzten Bereichen, sein Chaos zurück zu drängen. Damit kann ich inzwischen gut umgehen – ich hab mich daran gewöhnt.

Natürlich fragen mich die Kollegen schon seit Wochen: UND – wo wird der Kollege platziert? grrrrrr – na wo wohl – in unserem Büro. Da mich ja alle kennen, sind sie überrascht…und wie geht es Dir damit? grrrrrr – falsches Thema..ich bin hypernervös.

Wer weiß, ob der zusätzliche Kollege auch chaotisch veranlagt ist, den ganzen Tag vor sich hinmurmelt, ständig Nüsse oder Äpfel knabbert, permanent die Nase hochzieht und auch noch laut ohne Headset telefoniert .. Alles Dinge die ich nur schwer ertrage.

Dreiste Arbeitgeber

Es gibt ja wirklich unverschämte Arbeitgeber…schon seit Monaten drückt sich der Leiter eines mobilen Pflegedienstes, eines großen öffentlichen Trägers, und damit der Arbeitgeber meiner Schwester, davor, seinen Pflegekräften das in den Arbeitsvertrag zu schreiben, was seit dem 01.09.2022 für alle Pflegeinrichtungen der Altenpflege verpflichtend ist.

Schon Ende Juli wurden alle Mitarbeiter in einer Mitarbeiter-Versammlung über die Anhebung der Gehälter ab September informiert, und jeder hat auch erfahren wie er eingestuft und was damit sein Grundgehalt sein wird.

Das war super und soweit es mir meine Schwester erzählt hat, waren alle begeistert über die doch sehr großen Gehaltsanpassungen…scheinbar gar es vorher kein geregeltes System….und nun endlich soll, über die Anbindung an einen bestimmtenTarif, alles klar und nachvollziehbar werden und ihre Arbeit wird endlich auch mal finanziell anerkannt. Soweit – so klasse.

Tatsächlich jedoch enthielten die neuen Arbeitsverträge sehr viele Fehler: Vereinbarte Urlaubstage wurden reduziert, bzw. falsch berechnet, es fehlt der Bezug zum Tarifvertrag mit entsprechender Eingruppierung, der Tarifvertrag wurde auch keinem zugänglich gemacht und der Höhepunkt: alle pflegenden Mitarbeiter erhielten wesentlich niedrigere Grundgehälter, als ihnen vom Arbeitgeber mündlich zugesagt wurden. Das ist unerhört.

Inzwischen hat meine Schwester ein Gespräch mit dem Arbeitgeber gehabt und die Kernaussage war: die Urlaubstage werden korrigiert, das Gehalt bleibt so, wie es im neuen Vertrag steht: Wenn er allen das zahlen würde, was im Tarifvertrag steht, dann müsse er den Pflegedienst schließen! Wir reden hier von mehreren Hundert Euro pro Monat die ihr durch diesen neuen Vertrag vorenthalten werden. Zumal sie ja auch immer wieder Sondereinsätze macht für kranke Kollegen und auch noch bei Bedarf als stellvertretende Pflegedienstleitung agiert, damit der Betrieb überhaupt weiterarbeiten darf (denen laufen ja immer wieder die Führungskräfte weg).

Sie war jetzt diese Woche bei einem Anwalt für Arbeitsrecht, der auch sehr verwundert über diesen Arbeitsvertrag war und auch überhaupt nicht nachvollziehen konnte, wie der AG auf das neue Gehalt kommt. Auch konnte er im Internet keinen Tarifvertrag finden, der diese Zahl beinhaltete….aber er hat einen echt tollen Brief an den Arbeitgeber geschrieben…ruhig und sachlich bittet er um Klärung wie dieser Betrag zustande kommt, freundlich und nett formuliert, zugewendet wohlwollend, denn immerhin möchte meine Schwester, trotz allem, immer noch weiter dort arbeiten. Ich bin fast begeistert, wie toll das formuliert war.

Ich hab mich dann fast einen ganzen Tag lang (also 2 Abende) auf die Suche im Internet gemacht…es existieren für diesen Träger unglaublich viele Tarifverträge für Pflegekräfte, aber jeder war leicht anders..bis ich dann endlich einen fand, der tatsächlich genau die Zahl enthielt und wo auch die Entgeltgruppe passte…nur das die Entgeltstufe tatsächlich 2 Stufen unter dem war, was ihr eigentlich zustehen würde.

Ich hab ihr alles gleich geschickt, wir haben viel geschrieben und gesprochen…das ist ein Thema, das auch an mir nicht spurlos vorbei geht, denn meine Schwester ist wütend und aufgebracht, sie will ja nichts geschenkt, sondern einfach nur das, was ihr zu steht….was eine Steigerung von ca. 30% bedeuten würde…immerhin arbeitet sie schon mehr als 20 Jahre für den gleichen Pflegedienst und ist damit Eine von Zweien die überhaupt so lange dort arbeiten. Gehaltsanpassungen gab es in den letzten Jahren nur selten.

Auch wenn 30% viel klingt, muss man jedoch sagen, selbst mit dem neuen tariflichen Grundgehalt, wenn sie es denn bekommen würde, wäre sie immer noch weit unter dem, was man so in meinem Bereich verdienen kann. Und das bei einer 6-Tage-Woche mit Schichtdienst und unzähligen Rufbereitschaften.

Seit 1. September 2022 ist die Entlohnung von Pflegekräften in der Altenpflege mindestens in Tarifhöhe gesetzlich vorgeschrieben. Eine Pflegeeinrichtung muss, um als solche zugelassen zu sein, entweder selbst tarifgebunden sein oder ihre Pflege- und Betreuungskräfte mindestens in Höhe von in der Region anwendbaren Pflege-Tarifverträgen entlohnen. Im Gegenzug sind die Pflegekassen verpflichtet, die steigenden Lohnaufwendungen bei den Verhandlungen der Vergütung der Pflegeleistungen zu berücksichtigen und damit die Refinanzierung der Tarifbindung oder -orientierung zu gewährleisten.

https://www.bundesregierung.de/breg-de/suche/verbesserungen-im-pflegeberuf-1745564

Ich hoffe das sich noch alles zum Guten wendet…

nicht wortlos – aber ohne Fotos

…zumindest ohne die Fotos der letzten Monate. Ziemlich genau 3 Monate nachdem die Fotos auf meiner SD-Karte im Handy für ein paar Tage alle nur noch SCHWARZ angezeigt wurden, hat sich nun dieses Speichermedium endgültig verabschiedet.

Ja klar hab ich zu dem Zeitpunkt damals sofort alle Fotos auf dem PC gesichert…seitdem jedoch nicht mehr und natürlich hab ich die SD-Karte NICHT getauscht…tja und jetzt sind alle neueren Fotos weg…außer denen, die ich in WordPress gespeichert oder die ich über Whatsapp und Threema verschickt hatte…und auch die Neuen, die nach dem wortlosen Abgang der zusätzlichen Speicherkarte automatisch im internen Speicher meines Smartphones gespeichert wurden.

Ich hab Dienstagnachmittag hier im Ort einem IT-Fachmann aufgesucht, aber auch der konnte die SD-Karte nicht mehr wieder beleben. Okay – nutzt ja alles nichts, ich hab mir gleich eine neue SD-Karte einsetzen lassen. Es gibt nun wirklich Schlimmeres als ein paar verlorene Fotos von meinen Ausflügen in die Wälder, Sonnenaufgängen bei meinen Walkingrunden vor der Arbeit oder vom letzten Eintopf den ich gekocht habe.

Ja ich weiß inzwischen auch, das ich die Daten über eine Cloud immer direkt speichern könnte…aber genau das möchte ich gar nicht..und weil das so ist, trage ich es jetzt mit Fassung und fotografiere einfach weiter …jetzt mit neuer SD-Karte und werde die Daten auch monatlich auf dem PC speichern.

Das lange Wochenende war ja auch einfach zu schön, um im Haus zu bleiben und so war ich ständig draußen: morgens bei Sonnenaufgang im Nebel im Wald, wieder zum Pilze sammeln, mittags mit dem Fahrrad durch die Umgebung und rund um das Himmelsmoor…und abends noch raus zum Walken….Es ist herrlich wieder fit zu sein…und für mich ist das Wetter mit 15-17 Grad und leichtem Wind perfekt.

Die Pilzzeit geht jetzt langsam zu Ende…ich finde zwar noch welche, aber es werden weniger und dauert länger…und ich muss auch feststellen…das hat schon Suchtpotential. Montag wollte ich wirklich nur entspannt und locker durch den Wald wandern…aber immer wieder bin ich dann doch vom Weg quer durch den Wald mit suchendem Blick auf den Waldboden…und findet man Einen müssen da doch noch mehr sein. Aber immerhin hab ich erst seit letztem Jahr wieder so richtig damit angefangen…davor viele Jahre gar nicht.

So war das letzte Wochenende zusammen mit dem hier im Norden offiziellen Feiertag am Montag den 31.10. (Reformationstag) eine schöne stille Auszeit. Das war auch gut so, denn die restliche Woche war dann auch ziemlich anstrengend.