Schnelle Erholung – Holmer Sandberge

Was mir in dieser Woche mal wieder richtig Freude bereitet hatte, war eine Walkingrunde am Abend in den Holmer Sandbergen….um diese Zeit sind nur wenige Menschen unterwegs und ich hab bereits die leichte Abendkühle .

Die Holmer Sandberge sind ein kleines Naturschutzgebiet im Kreis Pinneberg und laut Wikipedia handelt es sich um „Dünen am Rande des einstigen Urstromtales der Elbe“ .

Hier findet man eine schöne Heidelandschaft mit Sand, Heidekraut, Birken und Kiefern…und es sieht zu Jeder Jahreszeit schön aus und vor allem ändert es aus jedem Blickwinkel heraus sein Erscheinungsbild und wirkt so immer wieder anders….ich liebe dieses kleine Fleckchen Natur …vor allem am Abend:

Bei jedem Besuch hier geht die Ruhe der Umgebung auf mich über, ein Effekt der mich immer wieder erstaunt….und mit knappen 4km fühlte ich mich danach vollkommen erholt und erfrischt.

Süderschmedeby – WHAT?

Am Anfang lief es auch so, wie ich es geplant hatte….Wanderrucksack war gepackt, die alten und inzwischen auch schon wieder durchgelaufenen Wanderstiefel an den Füßen (die landen am Ende des Tages dann im Mülleimer und das vorletzte Paar kommt zum Einsatz) obenrum nicht mal geschminkt oder die Haare ordentlich frisiert (weil ich beim Laufen ja eh meine Käppi aufsetze) ging es los nach Flensburg.

Dann kamen mir meine natürlichen Hemmungen ins Gehege und anstatt bei den Nachbarn zu Klingeln, um das Geschenk vor der Wohnungstür zu Platzieren, hab ich bei Schwester+Schwager geklingelt.

Mein Schwager war überrascht, nahm das Geschenk für meine Schwester freudig entgegen und wir haben uns noch ein paar Minuten unterhalten. Die Beiden wollten am Nachmittag, wenn sie von der Arbeit zurück ist, noch zu einem Kunsthandwerkermarkt nach Süderschmedeby. WHAT ?? Wo ist das denn? Das hab ich ja noch nie gehört…ist ein kleiner Ort nur 20km entfernt…und hat jedes Jahr über Pfingsten diesen Kunsthandwerkermarkt mit angeschlossenem Flohmarkt im Ort.

Hmmm…..ja also ich wollte noch weiter ins Tal der Langballigau zum Wandern…aber ich könnte auch spontan mit Euch auf dem Kunsthanderkermarkt zusammen treffen…wenn es Euch passt..

Nach einem kleinen Abstecher in ein Shopping-Center um endlich etwas zu Frühstücken (ähmmm ein dänisches Hotdog), hab ich in einem der Schuhläden dort, doch tatsächlich für meine verkorksten Füße Gummistiefel bekommen. Keine Normalen- natürlich….sondern welche mit eingebauten Fußbett, eng am Fuß anliegend und mit Reißverschluss, angeblich mit gut verschweißten Nähten (na hoffentlich)…die waren zum Glück runter gesetzt, weil teuer…. aber immerhin konnte ich im Laden 10Minuten darin Laufen, ohne das mein Fuß aufmuckte…normalerweise merke ich schon nach 2-3 Schritten wenn es nicht geht….Also 10 Minuten im Laden, bedeuten das ich mindestens 30 Minuten auf Asphalt damit Laufen kann…und auf weichem Untergrund noch viel länger…und genau dafür sollen sie ja sein…für eine Wattwanderung (die geht nur Barfuß oder mit Gummistiefeln) und für meine Wanderungen bei Regen auf aufgeweichten Waldboden.

Dann ging es mit dem Auto weiter, und schon kam der Anruf meiner Schwester, die sich riesig über den Korb und den Gutschein gefreut hat…und sie hat mich eingeladen zum Erdbeerkuchen-Essen vorbei zu kommen um dann mit den Beiden zusammen auf den Markt zu fahren….und genau so haben wir es gemacht…

Es war ein schöner und lustiger Nachmittag…das Wetter war sonnig und warm…wir haben viel gesehen, ich hab mein Käppi auch nicht abgesetzt, war ein guter Sonnenschutz und fühlte mich trotzdem leicht unwohl in meinen alten Klamotten und so gänzlich ohne Aufhübschung.

Ich hab sogar etwas gekauft…eine Familie bot unterschiedliche Keramik-Schalen an, die für den Backofen geeignet sind…wurden als ideal zum Kuchenbacken angepriesen. Ich dachte natürlich sofort ans Brotbacken….also hab ich sie gekauft und werde es ausprobieren.

Gegen Abend bin ich dann wieder nach Hause gefahren….okay, gewandert bin ich so nicht, aber der lange Spaziergang über den Markt und durch den Ort war auch Bewegung und dazu noch die netten Unterhaltungen mit Schwester+Schwager und so einigen netten Menschen auf dem Markt.

kreative Anwandlungen

Seit ein paar Wochen mache ich mir Gedanken, was ich meiner Schwester zum Geburtstag schenken könnte.

Schon seit einiger Zeit hatten wir die Idee mal wieder zusammen an einem Wochenende für einen kleinen Wellnesstrip weg zu fahren, so wie wir es früher öfter gemacht hatten, als wir noch beide in NRW wohnten. Unsere Männer hatten wir damals zuhause gelassen und dann gab es Shopping-Trips, Städtetouren oder kleinere Wellness-Einheiten…wir waren viel unterwegs…und über manche lustige Anekdote auf diesen Reisen muss ich heute noch schmunzeln.

Dann zog sie vor 25 Jahren zurück nach Schleswig-Holstein, an die Küste und ich vor 20 Jahren nach Hessen. Entfernungen um die 650 km waren so nicht mal eben zu überbrücken….da gab es dann nur Besuche untereinander und später dann gar nichts mehr, was aber dann auch gar nicht mehr an der zu überbrückenden Entfernung, sondern an schwer zu überbrückenden Differenzen, lag.

Nun trennen uns räumlich nur noch 140km und keine Differenzen mehr. Dann kam die Pandemie…aber jetzt ist ja wieder alles möglich.

Nun als erstes fiel mir das Tropical Islands in Berlin ein….das hatte uns Beide schon mal gereizt….hmmm aber das ist echt zu weit für ein Wochenende….das müssen wir mal machen, wenn wir ein paar Tage länger zusammen Zeit haben und dann nehmen wir auch meinen Schwager mit.

Als nächstes fiel mir das wirklich grandiose Palmenparadies in Sinsheim ein….quasi direkt gegenüber vom Technikmuseum, wo auch eine Concorde zu besichtigen ist…. neee das ist ja noch weiter weg….das hab ich von Hessen aus mal besucht.

Also okay, dann doch keinen Badetempel im Vordergrund mit Hotel suchen, sondern andersherum…und da hab ich die Idee von Monika aufgegriffen und nach Wellness-Hotels gesucht, an Nord-oder Ostsee…und ich habe eines gefunden: im Ostseeheilbad Boltenhagen, in MeckPom, ein 4Sterne-Hotel mit großem Wellness-Bereich.

Zum Glück hatte mir meine Schwester schon vor einiger Zeit ihre freien Wochenenden bis Ende des Sommers schriftlich mitgeteilt….wir mussten ja einen Termin für unsere Ballfahrt zu Dritt abstimmen. Der Termin in 2021 wurde ja wegen des schlechten Wetters am Ende der Ballonsaison auf 2022 verschoben und findet jetzt im Juli statt.

Nur durch diesen Zettel mit den Terminen, konnte ich überhaupt die Überraschung buchen….also hab ich uns für August einen 3tägigen Wellness-Aufenthalt in dem 4Sterne-Hotel gebucht: es sind große Zimmer mit Meerblick und Balkon.

Im Gegensatz zu früher hab ich uns getrennte Zimmer gebucht….hahahaha…so ist gewährleistet, das es wirklich eine Erholung wird….denn wir haben unterschiedliche Auffassungen von Erholung und Schlaf und ich möchte auch mit Niemandem mehr ein Zimmer teilen müssen.

Ja klar wäre ein Doppelzimmer günstiger, aber hier hab ich jetzt mal nicht auf den Preis geachtet, sondern auf unseren Komfort. Und das Geld wird auf der Bank, durch die Inflation, auch nicht gerade mehr…also raus damit.

Dann hab ich einen großen Korb mit Deko zusammen gestellt. Zusätzlich am Computer einen Gutschein in einer altertümlich anmutenden Sprache und im Stil eines „Marsch-Befehls“ als „Reise-Bewilligung/Erlaubnisschein“ verfasst und auf ein Pergamentpapier gedruckt….Einzelheiten zum Hotel gab es dann auch noch auf einem Extrablatt. Das Pergament zusammengerollt und mit einer großen Schleife gebunden kam es ganz nach unten in den Korb…

Mir war schon klar, das ich diesen Korb so nicht per Post verschicken kann….da meine Schwester aber an ihrem Geburtstag und überhaupt über das ganze Pfingst-Wochenende arbeiten muss, war kein Besuch geplant.

Hmmm…so hab ich meinen eigenen Plan gemacht…mein Tages-Ausflug geht an die Ostseeküste nach Langballigau, mit einem Abstecher nach Flensburg…dort stelle ich den Korb vor die Wohnungstür (einer der Nachbarn wird mich schon ins Haus lassen).

…aber es kam dann doch ganz anders…

Normalität und Veränderungen

Mein Arbeits-und Lebensrhythmus pendelt sich langsam wieder ein….es ist eine neue Normalität aus den letzten 2 Pandemie-Jahren heraus entstanden und auch aus den insgesamt fast 3 Jahren, die ich hier lebe. Und ich finde es auch deshalb erwähnenswert, weil ich erst jetzt, wo ich mich wieder kraftvoll und gesund fühle, merke wie gerne ich auf diese Art und Weise lebe.

2 Tage Homeoffice, 1 Tag zusammen mit dem Controller gemeinsam im Büro, 2 Tage alleine im Büro. An den Homeoffice-Tagen gehe ich Morgens wieder walken…an den Bürotagen eben Abends…oder auch mal gar nicht.

An den Wochenenden sitze ich morgens früh auf dem Balkon (auch jetzt bei 10 Grad ) und schaue den Meisen, Dompfaff und einem Rotkehlchen an den Futterstellen zu, während ich mit Jacke und Decke und meinem obligatorischen dampfenden Kaffeebecher die Morgenstille genieße.

Diese Arbeitswoche war richtig gut….viel zu tun, viel zu klären und zu erklären…ich hab telefoniert, gemailt, gechattet, war in Teams-Meeting und hab im Büro unglaublich viel gequatscht, gelacht und mich ausgetauscht und das nicht nur beruflich. Es war mal wieder die richtige Zeit dafür, weil ich aktuell eine sehr kommunikative Phase habe….das muss ich nutzen….das ist ja nicht immer so bei mir.

Unsere GF-Assistentin meinte dann auch zu mir, dem Controller würde es gut tun, das wir jetzt wieder einen Tag in der Woche zusammen im Büro sitzen und ja, es war spürbar…überhaupt sind wieder mehr Kollegen im Büro und eine positive Stimmung zieht durch die Räume…es geht wieder voran.

Mitte der Woche hat mich dann eine Nachricht aus der Firmenzentrale angeschossen…mitten in der recht schwierigen Phase der Terminfindungen für alle Halbjahres-Abschlüsse im FastClose (allein das ist schon nervenaufreibend genug) hab ich erfahren, das meine liebste DK-Kollegin gekündigt hat und bereits Ende des Monats geht. Neeeiiiiiiiiiiiin – heul….nicht auch noch sie.

Bereits bei unserem Besuch im letzten Jahr und seitdem immer wieder, haben wir darüber gesprochen, wie sehr sie sich überlastet fühlt, das sie immer mehr Firmen bekommt und an jede Firma immer mehr Anforderungen gestellt werden. Das merke ich ja auch selbst….und durch den Weggang anderer Kollegen aus dem Controlling-Department und Neue die angelernt werden müssen, ist es auch immer unruhig. Und die Sitzplatz-Situation in der Zentrale ist auch schlechter geworden, was wohl auch Spuren im Miteinander hinterlassen hat.

Bei meinem Besuch vor ein paar Wochen hab ich sie gefragt, ob sie denn jetzt endlich ein paar Firmen an die Neuen Controller abgeben konnte…da hat sie mit dem Kopf geschüttelt und weil alle anderen drumherum saßen, wollte sie auch nicht weiter darauf eingehen….sie schaute nur sehr traurig.

Nun hat sie einen Job gefunden, mit weniger Stress und mehr Gehalt….und sie ist mit Anfang 30 noch jung und ich gönne ihr einen tollen Job in toller Atmosphäre mit einem schönen Leben. Ich weiß ja nur zu gut, das ein Wechsel immer auch die Möglichkeit ist, sein Leben zu verbessern…und sei es das man eingefahrene Strukturen und eigene Verhaltensweisen anpassen kann…das geht eher, wenn man woanders neu startet.

Sie meinte auch, sie wird mich vermissen…noch bevor ich es aussprechen konnte….seufz ich hab so viel von ihr gelernt und ich mag ihre ruhige und konzentrierte klare Arbeitsweise und unsere kleinen Unterhaltungen über Gott und die Welt..aaach menno.

An der steigenden Fluktuation und den vielen Neu-Einstellungen, den vielen neuen Standorten in Europa und einer großen Beteiligung an einem weiteren Konzern, merkt man, das sich das Wesen der Firma verändert.

Ich hab gerade noch die Ausläufer der Mittelständischen Unternehmer-geführten Firmengruppe mitbekommen, wo eine ganz besondere familiäre Arbeitsatmosphäre herrschte, jeder jeden kannte, egal an welchem Standort. Aber dieser „Spirit“ des Aufbruchs und Wachstums, weicht mehr und mehr einer bemüht funktionalen Konzernstruktur, die zu schnell wächst und ihre Mitarbeiter auf diesem Weg nicht adäquat mit nimmt. Ich schreibe „bemüht“ weil die Strukturen zwar das sein sollen…aber es hakt noch überall an den Schnittstellen.

Zum Glück ist das bei uns im Hamburger Büro noch nicht ganz so stark spürbar…und wir scheinen überhaupt wieder etwas mehr zusammen zu rücken.

Was mir zusätzlich viel Spielraum und das Gefühl von Unabhängigkeit gibt, ist, das ich fachlich von den anderen abgekoppelt bin…d.h. die Firmen die ich buchhalterisch betreue, haben mit dem Hamburger Büro nichts zu tun und organisatorisch bin ich ja zu 100% an die DK-Firmenzentrale angeschlossen….aber gleichzeitig weit genug davon entfernt. Ich befinde mich also in einer komfortablen Situation, aber auf gute und nette Kollegen in der Zentrale bin ich schon angewiesen, weil wir ja zusammen arbeiten müsssen…

….und hier ist es extrem schade, das ausgerechnet diese Kollegin geht….aber das Leben ist kein Ponyhof….außer man kümmert sich selber darum und macht das Beste daraus….und genau das macht sie jetzt….und ich? – Ich finde mich mit der Gegebenheit ab (kann es ja nicht ändern) und mache meinen Job weil er mir Spaß macht und hoffe das Vorort schnell eine neue nette Kollegin oder Kollege gefunden wird….

gegen die Wärme und für gutes Raumklima

Ansonsten hatte ich mir für den Feiertag und auch für dieses Wochenende nichts weiter vorgenommen.

Dafür hab ich das Dänisch lernen wieder aufgenommen. Während ich krank war konnte ich mich nicht dazu durchringen. Aber jetzt jetzt es wieder voran…und macht wieder Spaß und die kleinen Fortschritte ermutigen mich, weiter zu machen.

Außerdem mache ich zuhause wieder Kraftaufbau-Training und Gleichgewichts-Übungen. Ab der kommenden Woche kann ich dann auch wieder ins Fitness-Studio gehen…ich hab in dem Monat tatsächlich einiges an Kraft verloren und dann auch noch gute 3KG zugenommen…Mist…aber es war richtig, mich während dieser Grippe körperlich zu schonen…und natürlich hab ich in dieser Zeit mehr und auch ungesünder gegessen. Das kann ich gut akzeptieren und jetzt achte ich wieder auf eine vernünftige Balance.

Das Frühlingswetter macht ja auch gerade eine Pause und beschert mir dafür wieder, für die Walkingrunden am Abend, leicht kühles und nasses Wetter – genau das mag ich…ich atme gerne kühle frische Luft und weil ich ja zügig unterwegs bin, komme ich dann nicht so schnell ins Schwitzen. Ich ziehe lieber eine Jacke drüber und setze eine Mütze auf und hab dafür frische Luft in den Lungen, als das es zu warm ist.

Auch versuche ich mit den Thermovorhängen und mit Querlüften, die Temperatur in der Wohnung auf maximal 20-21 Grad zu halten….was in warmen Sommern nicht so einfach und manchmal schlichtweg unmöglich ist, aktuell sind es noch zwischen 19-20 Grad – das ist perfekt.

Mit jedem Jahr merke ich mehr, das ich Wärme nicht sonderlich mag und Hitze überhaupt nicht. Einen Wohnort im Norden Deutschlands zu haben, ist also goldrichtig. Hier ist es im Verhältnis zur Mitte Deutschlands immer etwas angenehmer vom Wetter her…allgemein schlechteres Wetter, mehr Wind, weniger Hitzerekorde,…und in der Kleinstadt hier, gibt es auch nicht diese Wärme-Inseln, wie in den zubetonierten Großstädten, die den Hitze-Effekt noch verstärken.

Deshalb hat das Thema: Gardinen, Jalousien und Rollos einen so hohen Stellenwert bei mir….es geht nicht nur um Sichtschutz, sondern auch um Hitze-Schutz im Sommer und Kälte-Schutz im Winter. Eine Klimaanlage kommt für mich aber überhaupt nicht in Frage.

Für das Schlafzimmer hab ich aber inzwischen zwei Geräte, die mir das Schlafen erleichtern können: einmal habe ich seit ein paar Jahren einen hochwertigen elektrischen Luftfilter. Den setze ich nur alle paar Wochen ein, um die Allergene im Schlafzimmer zu reduzieren, vor allem nach dem Putzen, um auch die aufgewirbelten Staubpartikel aus der Luft zu filtern. Den Filter brauche ich sogar nur noch selten…hab den gesamten Winter über keine Probleme mit der Hausstaub-Allergie gehabt.

Und als zweites besitze ich seit einiger Zeit einen elektrischen Luftbefeuchter im Schlafzimmer…denn im Frühjahr war die Luft in der gesamten Wohnung auf unangenehme Art viel zu trocken – das ließ die Schleimhäute austrocknen.

Beide Geräte kommen nur manchmal zum Einsatz und vor allem nur 2-3 Stunden bevor ich schlafen gehe und keinesfalls laufen die Geräte während ich schlafe.

Brot im Gusseisernem Topf backen

Das restliche Emmer-Mehl hab ich am Mittwoch zu einem Hefe-Brotteig geknetet, am Abend dann noch in einen gusseisernen runden Bräter/Topf umgefüllt und bis zum nächsten Tag ruhen lassen. Den Topf hatte ich vorher mit Backpapier ausgelegt, so bleibt das Brot, nach dem Backen, nicht im Topf hängen.

Das Ergebnis hat mich dann wirklich überrascht. Es ist toll geworden.

Obwohl es nur mit Hefe gebacken wurde, ist der Geschmack kräftig, die Krume fluffig und die Kruste angenehm knusprig. Ich hab es auch nicht mit Dampf gebacken, sondern mit der kombiniertem Umluft-Grill-Funktion – das war eher ein Versehen, denn Absicht…weil ich vorher einen Apfelkuchen kurz über-grillen wollte.

Das Brot lässt sich herrlich in Scheiben schneiden….belegt mit Butter und jungem Mai-Gouda oder meinem Favoriten im Moment: Butter, Tomatenscheiben, körniger Frischkäse, garniert mit Frühlingszwiebeln….LECKER:

Vorher hatte ich aus dem restlichen Buchweizenmehl und gemahlenen Mandeln einen Rührteig gemacht und mit vielen Apfelspalten belegt. Erst gebacken, dann leicht übergrillt und mit Zimt und Zucker bestreut.

Den Kuchen den hatte ich für Freitag, fürs Büro geplant…viele der Kollegen mögen Buchweizen, im Gegensatz zur mir….und so war es auch. Die beiden einzigen Kollegen, die neben mir, am Freitag im Büro waren, waren geradezu begeistert vom Ergebnis…für mich war der Kuchen okay….aber Buchweizen-Mehl kaufe ich trotzdem nicht mehr.

Verflixtes 7.Loch

Nach einem Auswärts-Aufenthalt genieße ich die Bequemlichkeit meines eigenen Bettes immer doppelt, mit Kaffee noch im Schlafanzug, barfuß, die Sonne scheint in die Küche und ich kann entspannen…also könnte.

Zeigte mir die Sonne doch unbarmherzig, was ich bisher erfolgreich verdrängt hatte…das ich den notwendigen Frühjahrsputz krankheitsbedingt verschoben hatte. Nun gut- jetzt wird es Zeit das zu Erledigen.

Doch vorher griff ich noch zur Bohrmaschine, um die im Urlaub gekaufte Gardingen-Stange oberhalb des Fensters anzubringen. Das entsprechende Thermo-Raffrollo hatte ich schon vor Wochen gekauft. Die Küche heizt sich durch die Sonne morgens schnell auf, da nützt auch das Plissee-Rollo direkt am Fenster nicht so viel. Einen richtigen Vorhang wollte ich aber nicht anbringen…deshalb zusätzlich das Raffrollo aus dickem Leinenngewebe, es verdunkelt und hält die Wärme zurück und es passt vom Stil sehr gut zu der Küche.

Also erst einmal hab ich durch das Bohren der notwendigen 6 Löcher, noch mehr Dreck gemacht…das Ergebnis ist allerdings prima geworden. Die Stange ist genau richtig und ist stabil.

Zwei Stunden später war die Küche komplett sauber, alles wieder in die Schränke eingeräumt, die Bohrmaschine weggeräumt, zum Schluss noch einmal saugen und dann hab ich das Raffrollo angebracht….sieht ja richtig toll aus…aber was mache ich mit dem Zugseil?

Ich hatte das 7. Loch vergessen zu bohren…..erst jetzt fiel mir die letzte Schraube mit der kleinen Rolle ins Auge, stimmt – daran wird das Zugseil befestigt, wenn das Raffrollo hochgezogen wird…ist ja klar.

Aber nein – jetzt ist die Küche gerade komplett fertig…das muss jetzt noch ein paar Tage warten …grummel. Anleitungen lesen? – Wer liest schon Anleitungen..

Inzwischen hab ich als Zwischenlösung das Zugseil um den Fenstergriff genudelt…so geht es vorläufig auch….und funktioniert auch bei geöffnetem Fenster.

Mai – endlich (fast) vorbei

Noch nie war ich so froh, das ein Mai zu Ende geht, wie in diesem Jahr.

Pünktlich am 1. Mai wurde ich krank und erst seit gestern fühle ich mich wieder richtig gesund. Ich bin wieder da – die Kraft kommt zurück, der Kopf funktioniert wieder gut (also zumindest so wie vorher), ich kann tief einatmen und muss nicht mehr Husten….der Körper funktioniert ohne Schmerzen…nur manchmal hab ich kurz ein leichtes Gleichgewichts-Problem, das aber immer wieder schnell verschwindet (scheinbar ein Überbleibsel vom Hörsturz im April).

Es war genau richtig ein paar Tage weg zu fahren….so lag mein Fokus mehr auf der fremden schönen Umgebung, als auf meinen aktuellen körperlichen Unzulänglichkeiten….die Ablenkung tat richtig gut. Da ich mich die Wochen vorher gut geschont hatte, hat sich der Körper gut erholen können.

Beim Aufstehen am Freitag war ich frisch und munter, hatte wieder Kraft und Energie und im Büro (die meisten anderen Kollegen hatten einen Brückentag genommen) lief ich wieder wie ein Flummi zwischen Büro und Druckerraum hin- und her.

Der Arbeitstag hat mir richtig Spaß gemacht…hab mich durch die vielen Mails nicht stressen lassen….sondern ruhig nach und nach alles wieder auf den aktuellen Stand gebracht und neue Anfragen und Anforderungen auf die nächste Woche geschoben – das kann warten.

Am Abend bin ich dann auch zum ersten Mal wieder eine meiner normalen Walking-Runden gelaufen. Noch im Urlaub hab ich mich zu einer gemächlicheren Schrittart gezwungen…aber jetzt fühlte es sich richtig an, mit zügigen großen Schritten, durch die beginnende Dunkelheit, außerhalb des Ortes, zu gehen: knappe 6km in 1 Stunde mit einer mittleren Herzfrequenz – perfekt.

Hausdrachen – Der Schlußakkord

Und kaum bin ich wieder Zuhause, finde ich einen Brief in meinem Briefkasten – von meinem Hausdrachen, also meiner vorherigen Vermieterin und bekomme sofort schlechte Laune, obwohl ich den Brief noch nicht geöffnet hatte.

Die schafft es auch noch ein 3/4 Jahr nach meinem Auszug, meinen Puls in die Höhe schnellen zu lassen…sie hat scheinbar ein Gespür dafür, wann es Zeit wird mich im Urlaub zu nerven…..aber gut – es wird die letzte Nebenkosten-Abrechnung sein.

Nach dem Aufstand denn sie vor, während und nach meinem Auszugs gemacht hat und die Anschuldigungen die sie anschließend rausgehauen hat, hatte ich ihren Kontakt bei Whatsapp einfach gesperrt….SO – und jetzt ist mal Ruhe…und es hat gewirkt…seitdem fühle ich mich wieder gut und bin vor ihren Anschuldigungen sicher.

Und jetzt kommt der Brief per Post….also einmal tief Luft holen, hilft ja alles nichts.

Es ist tatsächlich die Nebenkosten-Abrechnung vom letzten Jahr….also her mit dem Taschenrechner: okay inzwischen hat sie begriffen das 80qm von 200qm= 40% sind, sehr beruhigend – rechnerisch ist es jetzt richtig…..jaaaa klar und wieder das Thema mit den elektrischen Außen-Jalousien, die ich angeblich kaputt gemacht habe…genau wie im Vorjahr hat sie mir „meinen Anteil“ für die Reparatur in die NK-Abrechnung gepackt….echt jetzt?

Wenigstens hat sie die Drohung wegen des angeblich „zerstörten“ Mülleimers in der Küche, nicht mit aufgeführt. So bleibt es bei einer minimalen Nachzahlung…aber nur weil sie mir die 100 EUR für die Reparatur der Jalousie widerrechtlich aufbürdet. Egal – darüber streite ich mich jetzt nicht mehr mit ihr.

Insgesamt bekomme ich jedoch noch, nach Abzug der Nachzahlung, die restliche Kaution überwiesen und die Summe ist immerhin hoch genug, um meine gesamten Urlaubsausgaben zu decken. Das Geld ist auch bereits auf meinem Konto angekommen.

SOOOOO – das war dann also der Schlußakkord mit dem Hausdrachen. Jetzt kann ich den Kontakt aus meinem Adressbuch löschen. ENDE !

Die Lehre aus diesen 2 Jahren in Pinneberg: auch die schönste Wohnung, in einer tollen Umgebung mit idealen Anbindungen nach Hamburg und mit der Natur fast direkt vor der Haustür nutzen nichts, wenn man einen Hausdrachen unter sich wohnen hat, der nur Feuer spucken kann.

Vermieter können nett und gerecht sein….oder auch nicht – leider weiß man das vorher nicht und ich werde nie wieder in eine Wohnung ziehen, wo der Vermieter mit im Haus ist !

Zum Glück hab ich es mit meiner jetzigen Wohnung wesentlich besser getroffen: ich hab eine schöne Wohnung mit eigenem Kellerabteil, Fahrradkeller, Waschkeller und Tiefgaragenplatz, nette Nachbarn und auch wenn es insgesamt lebendiger drumherum ist, hab ich doch meinen Frieden wieder gefunden.

Letzter Urlaubsstopp: Leer (Ostfriesland)

An meinem letzten Urlaubs-Tag in Ostfriesland hab ich kurz gezögert…fahre ich jetzt doch noch nach Leer oder soll ich mich gleich auf den Rückweg machen und dafür noch in Bremerhaven einen Stopp einlegen….hmmm…

Nach dem Frühstück mit anschließendem sehr schweigsamen Auschecken aus dem Landgasthof, hab ich mich dann doch für Leer entschieden…und das war genau die richtige Entscheidung.

Nach knappen 40 Minuten über die Landstraße kam ich in Leer an und hab das Auto auf einem Parkplatz nahe der Fußgängerzone, abgestellt. Es war noch früh am Morgen und das Wetter wusste noch nicht so genau ob es freundlicher oder noch düsterer werden wollte….es blieb erst einmal neutral bedeckt.

Wie immer zieht mich Wasser an und so fand ich sehr schnell den Hafen….und wieder zeigt es sich, das Reisen bildet: Die Stadt Leer liegt nicht nur an der Ems, sondern auch an der Leda, einem Nebenfluss der Ems. Das nenne ich mal lebendigen Geografie-Unterricht….denn der Fluss Leda, sagte mir bisher gar nichts.

Ich bin daher Mitten in der Stadt, nicht an der Ems, sondern an der Leda gelandet, nahe der Altstadt und hier ist nicht nur der Freizeithafen, sondern auch der Museumshafen. Alles ist so liebevoll restauriert, alles wirkt altertümlich gemütlich, einfach klasse – genau so mag ich es.

Leer wird auch das Tor zu Ostfriesland genannt…und das ist ein sehr ansprechendes Entree – eine gute Visitenkarte für die Region. Ach und noch etwas: die Niederländische Grenze ist auch nur 30km entfernt.

Ich bin lange am und um den Hafen herum gelaufen….leider hatte auch hier, zu so früher Stunde, die Teestube noch nicht geöffnet…Teetrinker kommen scheinbar immer erst ab 11 Uhr Vormittags auf ihre Kosten…eigentlich schade – und das sage ich als überzeugter Kaffee-Trinker.

…es wirkt fast etwas aus der Zeit gefallen….vor allem weil zu dieser frühen Zeit, nur wenig Menschen das Idyll durchkreuzten….

Vom Hafen ging es dann durch die Altstadt….kleine Gassen, restaurierte kleine Häuser, viele individuelle kleine Geschäfte. Alles strahlt gemütliche, norddeutsche Gelassenheit aus…und das sogar bei kühlem und windigem Wetter:

Nach der Altstadt, hab ich mich zur moderneren Fußgängerzone begeben…die ist für so eine doch recht kleine Stadt mit ca. 35.000 Einwohnern, erstaunlich lang und gut ausgestattet….

….und hier hab ich dann den Teil des Urlaubs begonnen, der auch Spaß macht…ich habe eingekauft: z.B. ein paar Kissen für meine Couch, etwas Deko-Kram, einen Wäschekorb (meiner ist nach fast 15 Jahren vor einiger Zeit kaputt gegangen und es gibt bei IKEA keine neuen Einsätze mehr dafür), eine Gardinenstange für die Küche und auch ein paar Schuhe für den Sommer. Gut das ich das Auto in der Nähe geparkt hatte.

Gegen Mittag wurde es dann aber auch Zeit für die Heimreise…Es ging also zurück über ein Stück Autobahn, dann gemütlich über Bundesstraßen und Landstraßen, unterhalb von Nordenham dieses Mal durch den Wesertunnel weiter Richtung Wischhafen zur Fähre.

Hir wurde meine Fahrt schon 1,5 Km vor der Fähre gestoppt….Na klar, es war früher Nachmittag – viele Autos und LKW wollten auch die Elbe überqueren…es hat also gedauert….ich hab zwischenzeitlich im Auto zu Mittag gegessen, gelesen, das Hörbuch weitergehört, gedöst….ich hab nicht wirklich auf die Uhr geschaut, würde aber die Wartezeit auf 1,5-2 Stunden schätzen….es hat mich nicht gestört…konnte mich ja beschäftigen.

Ich hatte sogar noch Glück bei der Warterei…irgendwann kam ein Mensch auf dem Mofa und hat mich freundlich aufgefordert an der LKW-Schlange vorbei, direkt auf die Fähre zu fahren…es waren noch ein paar Autoplätze frei.

Auf dem restlichen Rückweg über die Landstraße hab ich noch ein paar Lebensmittel für die nächsten Tage eingekauft und mich dann direkt nach Hause begeben…und nach 2 Tagen im Hotel hab ich mich auf mein eigenes Bett gefreut….