Schwungvoll – zufrieden

Das schöne Wetter in dieser Woche, zusammen mit bisher herrlich entspannten Homeoffice-Tagen, bringt mich wieder in Schwung….

In den letzten Tagen hab ich mir nach Feierabend mein Rad geschnappt :

  1. zum Einkaufen frischer Lebensmittel
  2. zum Arzt – Rezept holen
  3. zur Post – Geburtstagspäckchen wegbringen
  4. zum Fahrradladen – endlich mein Fahrradschloss austauschen
  5. zum Rumfahren ohne Ziel

Morgens gab es die Walkingrunden, Mittags kurz aufs Trampolin und an zwei Abenden noch zusätzlich kurze Abendspaziergänge…. Gestern und Heute Mittag gab es das Mittagessen auf dem Balkon und auch jetzt sitze ich wieder hier bei vollem Sonnenschein…mit böigem Wind….es ist angenehm warm.

Ich schlafe nachts gut und vor allem durch, mein Blutdruck ist immer noch erstaunlich normal, meine Allergien haben sich in den letzten Wochen verzogen….was ich besonders toll finde, weil die empfindliche Haut unterhalb der Augen hat sich in den letzten Monaten komplett regeneriert…keine Neurodermitis mehr…keine extrem trockenen Hautstellen am Körper….alles normal.

Sogar die Hausstaub-Allergie ist aktuell kein Thema mehr….und die Hitzewallungen kommen gerade mal nicht so oft.

So darf der Juni gerne weiter laufen……

Jawohl, ich kann das

Mir liegt das handwerkliche Arbeiten nicht so im Blut….während der ersten mehr als 30Jahre meines Lebens brauchte ich mich um Bohren, Hämmern, Reparieren und Zusammenbauen von irgendwelchen Dingen nicht zu kümmern…

Zuerst gab es meinen Vater und später meinen Ehemann…letzterer war Elektriker und hatte auch ansonsten für alle handwerklichen Dinge ein gutes Händchen.

Nach der Trennung damals, hat der gerade verlassene Ehemann mir ein Grund-Sortiment an Schraubendrehern, Hammer, Seitenschneider, Rohrzangen, Schrauben, Dübeln usw. zusammen gestellt …und als Erste eigene Anschaffung hab ich mir eine Bohrmaschine gekauft….denn von da an, musste ich mich selber um alles kümmern.

Es dauerte eine Weile, bis ich mich dazu durch gerungen hatte, tatsächlich Löcher in Wände und Fliesen zu bohren. Was nicht am Bohren lag, sondern an der Angst auf eine Wasserleitung oder elektrische Leitung zu stoßen hahaha.. Aber im Laufe der Jahre hab ich meine Furcht etwas verloren,.und habe noch keine Leitung zerstört….mein Ex-Mann hatte mir die Regeln wie Leitungen in modernen Gebäude verlegt werden, erklärt…und so hab ich nach und nach meine Furcht verloren…..Immerhin bin ich nach der Trennung 2003 noch insgesamt 6 Mal umgezogen bevor ich dann mit meinem letzten Freund zusammen gekommen bin.

Und der WOLLTE nicht, das ich solche Sachen selber mache…es war irgendwie sein Anspruch, solche handwerklichen Sachen für mich zu machen….und so hab ich im Laufe der letzten Jahre, bis zur Trennung, dann auch nur noch selten Möbel zusammen gebaut (mache ich eh nicht so gerne) und Löcher in Wände gebohrt….Manchmal hab ich heimlich einfach das gemacht, was ich haben wollte und musste mir hinterher immer anhören: „Das hätte ich doch machen können“….

Soooo und nun bin ich schon 2 Jahre wieder getrennt und hab heute zum 1. Mal in dieser Wohnung tatsächlich die Bohrmaschine benutzt…..Bisher war es hier nicht nötig….Ein paar Nägel mussten in die Wand für die Bilder…dazu braucht es keine Bohrmaschine.

Es ist mir laut Mietvertrag verboten im Badezimmer weitere Löcher in die Fliesen zu bohren, außer es ist zwingend notwendig und dann auch nur zwischen die Fliesen. Also habe ich alle für mich notwenigen Dinge wie eine Duschablage oder ein Fönhalter mit den modernen Klebehaltern angebracht, ohne Bohren…angeblich soll man die später rückstandsfrei wieder entfernen können…okay also das hab ich noch nicht ausprobiert.

ABER – meine Duschkopf-Halterung hat vor ein paar Wochen einen Riss bekommen…und jetzt ist das komplette Teil abgebrochen. Da mir das ganze Ding sowieso viel zu wackelig erschien und zudem an manchen Stellen nicht mehr so dolle aussah, habe ich gleich die komplette Duschstangen-Halterung erneuert. Die neue ist stabil gebaut und sieht gut aus.

Leider haben neue Duschstangen den Nachteil, das sie entweder kürzer oder länger sind, als die Bisherige und zurecht sägen wollte ich die Stange nun auch nicht….also ein Loch musste gebohrt werden….und das hab ich heute gemacht.

Ich habe das Loch zwischen die Fliesen gebohrt, natürlich wurden die Fliesen etwas angefräst, das lässt sich bei der Schraubengröße gar nicht vermeiden und hab die Halterung komplett montiert….und was soll ich sagen – am Ende war es ganz einfach…..und das Allerbeste – ab Morgen kann ich wieder Duschen ohne den Brausekopf in die Hand nehmen zu müssen.

Da ist es wieder, dieses Gefühl – jawohl ich mach das, denn ich kann das.

Boden-Nebel

Tagsüber warm und abends wird es kalt…die kalte Luft sinkt zum Boden….Boden-Nebel entsteht…und zusammen mit dem Sonnenuntergang gestern sah es aus der Ferne einfach phantastisch aus:

Ich war nicht mehr als 1/2 Stunde unterwegs…dafür war es aber schon wieder nach 22 Uhr…und ich brauchte diese kleine Walking-Runde noch, um so eine richtig zufriedene Bettschwere zu bekommen…Geschlafen habe ich danach richtig gut.

Dafür war ich dann heute Morgen wieder für eine Stunde unterwegs….Der Sonnenaufgang ist aber im Moment selbst mir zu früh (4:58 Uhr)…ich bin erst nach 6 Uhr gestartet.

Die Sonne war schon da…..aber der Bodennebel hatte sich noch nicht verzogen….ein schöner Start in die Neue Woche…

Manchmal muss es „Dr. Oetker“ sein

Ich bin mit dem Vanillepudding von Dr. Oetker aufgewachsen, wie viele Generationen….richtig mit Milch…also Kuhmilch…und an manchen Tagen muss es bei mir einfach einen Vanillepudding geben…an solchen Tagen auch gerne als komplette Mahlzeit.

Selbst gekocht hab ich den Vanillepudding auch schon mal: so mit Milch, Ei, Speisestärke, Zucker und natürlich echter Vanilleschote…schmeckt richtig gut…..ist aber etwas aufwändiger.

Denn immer wenn ich einen Japp darauf habe, dann heißt das: jetzt sofort ..auf der Stelle und da ist das fertige Puddingpulver echt unschlagbar…auch wenn in dem Pulver keine echte Vanille drin ist.

Nun hatte ich vor einiger Zeit zum Backen der veganen Törtchen, mal Alnatura ausprobiert und dann auch noch mit Milch-Ersatz gekocht…das ging für mich gar nicht.

Heute Mittag war es dann mal wieder soweit, ich wollte unbedingt einen warmen Vanillepudding und hab das 2. Päckchen von Alnatura genommen…mit Milch…

Hmmm- sagen wir mal so…obwohl mit echter Vanille hat mich dieser Pudding überhaupt nicht überzeugt…er schmeckt mir einfach nicht….er ist weder süß (wie bei Dr. Oetker), noch schmecke ich die Vanille (wie beim selbst gekochten).

Manchmal muss es eben DOCH Dr. Oetker sein, um den „richtigen“ Geschmack aus der Kindheit wieder zu bekommen…über-süß und noch warm und mit so einem ganz besonderen Geschmack durch die Aromen….künstlich, aber vertraut…und in meinem Fall immer ein Gefühl von Geborgenheit, ein Seelentröster aus schwierigen Kindertagen…

….da hilft auch alles Wissen um gesunde Ernährung nicht weiter.

Fahrrad und Grillen

Heute Vormittag hab ich mein Fahrrad, zum 1. Mal in diesem Jahr, in mein Auto verfrachtet und bin in die Nähe von Tangstedt gefahren…ins Oberalstertal.

In einem der Orte drumherum hab ich geparkt und bin dann auf das Rad umgestiegen….endlich kam auch die Sonne mal raus….und inzwischen waren es auch schon 17 Grad…..aber sobald ich auf dem Rad saß, hatte ich Gegenwind…egal…ich muss meine Kondition sowieso erst wieder aufbauen. Den gesamten Winter und das bisherige Frühjahr war ich ausschließlich zu Fuß unterwegs: Walken / Wandern…..und Zuhause hab ich noch mit dem Trampolin etwas Ausdauer trainiert.

Aber das sind natürlich andere Bewegungsmuster, als auf dem Rad….also nun endlich mal wieder richtig in die Pedale treten.

Auf der Karte sah das Oberalstertal sehr schön aus…mit einigen Wasserläufen und Flüßen durchzogen….aber es gab so gut wie keine Wege hindurch…viele Wege endeten urplötzlich auf Feldern – etwas, was ich schon vom letzten Jahr her kenne. Also ging es fast ausschließlich außenherum….zuerst gab es noch schöne Wege zum fahren…aber immer öfter musste ich auf die Landstraßen ausweichen…..und dort hab es weder Radwege noch Seitenstreifen.

Damit teilten sich Wanderer, Rennrad-Fahrer, normale Radfahrer, Autos und Motorradfahrer die gleichen schmalen Landstraßen….das fand ich nicht so entspannend…weder als Autofahrer, noch als Radfahrer. Die Fahrt war zwar ganz okay – hatte aber nichts gemütlich entspannendes….was am Wind und am starken Verkehr lag.

Daher waren es auch nur 18km ….danach hatte ich genug….zu viele Autos, zu viele laute und waghalsige Motorräder….zu wenig Erholungs-Gefühl.

Also ab nach Hause, zum 2. Teil der heutigen Freizeitgestaltung: Entspannung auf dem Balkon und Grillen:

hmmmmm…..das war lecker…Die Pellkartoffeln hatte ich vorgekocht und die meisten Champignons hatte ich schon vor Aufnahme des Bildes gegessen…..hahaha

Das war schön gemütlich…ich hatte mein Sonnendach aufgespannt und saß gemütlich im Schatten…..der Duft des Bauchfleisches und der Dorade waren einfach klasse… und der Geschmack erst.

Obwohl der Lotus-Grill als „rauchfrei“ gilt, gibt es natürlich schon Rauch…vor allem wenn das Fett auf die Schale mit der Holzkohle tropft und so fühlte ich mich am Ende nicht nur vom Radfahren verschwitzt, sondern auch leicht geräuchert….

Was gibt es Schöneres DANACH unter die Dusche zu gehen und anschließende mit frischen Klamotten zurück zum Liegestuhl auf den Balkon….

Schlank und schön?

Der Blick auf den eigenen Körper ist fast nie objektiv möglich, denn was einem gefällt oder nicht gefällt, ist eine Meinung und die eigene Meinung unterliegt keiner messbaren Wertescala.

Als pummeliger unsportlicher Teenager hab ich früher immer gedacht: wenn ich soviel KG abnehme, dann fühle ich mich schlank und schön. Später als sportliche Erwachsene mit vielen Kilos leichter, hab ich mich trotzdem nicht wirklich schlank und schön gefühlt….erst mit der Zeit kam die Zufriedenheit mit dem eigenen Körper….aber richtig schlank hab ich mich trotzdem nicht gefühlt….dafür aber hab ich mich doch als „auch schön“ empfunden….aber nicht schlank.

Ich hab schon immer viel wert darauf gelegt, mich so zu kleiden, das meine Vorzüge betont und alles nicht Optimale kaschiert wird. Ich mochte nie das Kleidung zu eng sitzt, einengt und Speckröllchen an Bauch und Hüfte sichtbar hervortreten. Diesen berüchtigten Muffintop-Effekt der entsteht, wenn man sich z.B. in eine enge Jeans quetscht und dann die Speckröllchen über dem Hosenbund sichtbar hervortreten…damit sieht auch eine schlanke Frau unvorteilhaft aus. Oder wenn man Unterwäsche falsch auswählt und sich diese dann unvorteilhaft sichtbar auf das darüber auswirkt

Ich besitze seit ca. 10 Jahren (man wie die Zeit vergeht) ein Shirt mit einer raffinierten Stoffführung über den Bauch und mit Zierknöpfen an der Seite…es betont die Taille sitzt aber ansonsten locker…also nicht zu weit und nicht zu eng.

Dieses Shirt habe ich extra für einen bestimmten bodenlangen Sommerrock (den besitze ich auch noch) gekauft…und trotzdem hab ich das Shirt nur selten getragen, obwohl es mir richtig gut gefällt…weil ich immer das Gefühl hatte, man würde von hinten meine Speckröllchen sehen können (da hatte ich noch Größe 36).

Ich hab gestern meinen Kleiderschrank wieder einmal auf Frühling/Sommer-Betrieb umgestellt und mir ist das Shirt in die Hände gefallen…und ich hab es gleich einmal angezogen….und …..

Ja was soll ich sagen.. das Shirt passt prima…und interessant, es sitzt immer noch locker um Bauch und Taille obwohl ich ja zugenommen habe und inzwischen Kleidergröße 40 trage…. und noch interessanter, ich fühle mich beim Blick in den Spiegel wohl damit und …schlank !!!

Selbst-Zensur?

Manchmal ist es gar nicht so einfach, etwas so zu beschreiben, das es kein Klischee bedient, eben weil die gesamte Situation ein einziges Klischee/ Vorurteil zu sein scheint. Lässt man etwas davon weg, ist es zwar neutraler beschrieben- verändert aber das Gesehene….nenne ich alle Einzelheiten, bediene ich das Vorurteil.

GAR nicht davon erzählen? Das wäre Selbst-Zensur…weil ich mich in der Situation unwohl gefühlt habe und darüber berichten möchte.

Beschreibe ich es mit allem was ich in dieser Situation gesehen habe, kann es also durchaus sein, das die einzelnen Szenen nichts miteinander zu tun haben…also nur in einem zeitlichen Zusammenhang, nicht aber in einem ursächlichen Zusammenhang stehen…

Pfingst-Montag bin ich auf der Suche nach einem nahen Ausflugsziel auf das Zeichen eines Parkplatzes gestoßen, das ich bisher immer übersehen habe….also bin ich kurzerhand den Schildern zum Parkplatz gefolgt, was nur im vorsichtigen Schrittmodus ging, sonst hätte mein Auto einen Unterboden-Schaden erlitten….solche Schlaglöcher – einfach unglaublich.

Der Parkplatz teilte sich in 2 Bereiche und war gut gefüllt….dann ging es zufuss weiter zu diesem öffentliche-zugänglichem See….sehr schön und ruhig und im hohen Gras auf dieser Seite saßen viele Leute bunt gemischt mit Decken und Picknickkörben….Junge Menschen, Mittelalte, mehrere Freunde zusammen mit Mädchen und Jungen, vereinzelt Paare….ein Querschnitt durch die Gesellschaft….manche in Badeklamotten, manche voll bekleidet….alle entspannt und gut gelaunt:

Die andere Seite des Sees sah leer aus …..also hab ich versucht den See zu umrunden….rechts herum ging nicht…da stand ich dann unvermittelt auf einer Art Klippe….also bin ich linksherum um den See geschlendert….

Oben am Kopfende des Sees wurde der Weg immer schmaler und unzugänglicher…und alle paar Meter standen Schilder eines Kieswerks oder etwas ähnlichem, die das Gelände dahinter als Firmengelände auswiesen….aber der Weg ging trotzdem weiter und wie gesagt….es sah einladend aus weil es Zugang zu flachem Wasser gab…

Die Schilder konnten mich also nicht aufhalten…und dann kam ich unvermittelt zu einem Stück mit hohem Gras…..und dort standen und lagen jungerwachsene schwarze Männer einzeln kompett nackt still herum…während gleichzeitig alte weiße Männer (so ca. 65+) mit T-Shirts bekleidet, aber untenrum ebenfalls nackt, langsam herum liefen….

Es war eine komische Stille ….keiner lächelte, keiner sagte ein Wort, alle schauten nur stumm…und ich bin einfach weiter ruhig den Weg entlang gegangen und hab dann eine Abzweigung weg vom See genommen….dort lagen überall Kleidungsstücke im Gras. Im weiten Bogen bin ich dann um das Geländer herum, wieder zurück zum Parkplatz….

Es war eine merkwürdige Szenerie und diese komische Stille….

Pfingst-Ausflug mit Familien-Seismograph

Pfingstsonntag. Auf dem Weg nach Stade, durch das Alte Land, waren die blühenden Apfelbäume keine Augenweide mehr, diese Zeit ist für dieses Jahr schon so gut wie vorbei….dafür herrschte in Stade selber eine schöne Atmosphäre….

Wir haben uns direkt am alten Hansehafen im Außenbereich eines Cafés niedergelassen. Bei Kaffee und frischen Erdbeeren mit Vanilleeis war das trotz der nur 13Grad sehr schön zum sitzen und entspannen. (Allerdings ist das ja schon nicht mehr Schleswig-Holstein, sondern Niedersachsen – also mussten wir unsere negativen Corona-Test vorzeigen).

Anschließend sind wir dann noch an der Schwinge entlang…den gleichen Weg, den ich letzte Woche erkundet hatte…nur mit noch ein paar Schlenkern durch eine schöne Wiesen-Landschaft…Rehe inclusive.

Während das Wetter immer mehr nach Regen aussah, mussten wir umkehren, mein Schwager wollte nicht nass werden….und kurz nachdem wir wieder am Auto waren, ging der Regen auch tatsächlich los.

Wieder zurück in meiner Wohnung, haben wir dann meinen Himbeer-Mascarpone-Kuchen mit Mandelboden gegessen….und uns bis Abends unterhalten…es war ein schöner Tag….aber….irgendwie…..

Seit die Beiden abends nach Hause gefahren sind, ist so eine unterschwellige Distanz entstanden…ich hab keine Ahnung wieso….es ist nichts vorgefallen….es war sogar ein ausgesprochen harmonischer Tag. Die Ärzte sind mit dem Ergebnis der Augen-OP bei meiner Schwester sehr zufrieden, sie ebenfalls …mein Schwager ist auch gut zu Wort gekommen…also daran kann es auch nicht liegen….

….wie immer, wenn ich so eine Veränderung im Verhalten anderer in meine Richtung wahr nehme, warte ich erst einmal ab, ob ich da etwas fehlinterpretiere….manchmal bin ich ja auch einfach zu empfindlich, meine Sensoren für Zwischentöne und Verhalten sind manchmal zu wachsam…und gleichzeitig gehe ich alles an Unterhaltungen und Situationen noch einmal durch, wo und wann war irgendwie etwas unstimmig ….bin ich jemandem auf die Füße getreten….ich hab nichts entdeckt.

Nun gut – das muss ich noch einmal klären….aber einfach anrufen und fragen: „Sag mal – was war denn? “ würde nichts bringen. Ich würde keine ehrliche Antwort bekommen, das kenne ich schon aus mehr als 50Jahren mit meiner Schwester. Da hilft nur abwarten und in ein paar Wochen noch einmal das Thema auf den Tag lenken….DANN hab ich eine Chance zu erfahren ob und was da in ihren Augen nicht richtig war…..

SEUFZ – Familie ist echt nicht einfach.

Fastfood versus Selberkochen

Mit Kochen hatte ich es in dieser Woche nicht wirklich….gut Pfingstmontag hab ich noch einmal Kartoffelpüree mit gebratenem Spargel und einem Schmetterlingssteak vom Iberico-Schein gemacht.

Ich hatte bisher noch nie etwas von einem Iberico-Schwein gegessen, aber viel davon gehört. Das Fleisch ist etwas teurer, aber dafür soll es besser schmecken weil sie auf der Weide gehalten werden und sich hauptsächlich von Eicheln ernähren…ob das in jedem Fall so ist, weiß ich natürlich nicht. Das Fleisch ist auf jeden Fall fester in der Struktur und kräftiger im Geschmack…ich fands lecker und in der Kombi mit Kartoffelpüree sowieso.

Die restlichen Tage hab ich mich so ohne Kochen durchgewurstelt, hatte einfach keine Lust….mal hatte ich Mittags Falafel, dann einfach nur ein Butterbrot und Freitag sogar mal eine Currywurst mit Pommes in Hamburg von einer Imbissbude….hahaha also DAS hab ich seit 3/4 Jahr nicht mehr gemacht…Na die Wurst war relativ geschmacksneutral.

Und noch etwas hab ich schon bestimmt seit vielen Monaten nicht mehr gemacht: ich habe ein Brot gekauft…. ein kleines Brot, so ähnlich wie ein Paderborner, aber mit viel Kümmel….ja das war auch mal wieder lecker, schön mit Butter und lufttrockenem Schinken oder etwas Mett mit Zwiebeln….passte gut.

Aber prompt haben Magen und Darm signalisiert, das sollte, so geballt zumindest, die Ausnahme bleiben. Na meine Ausflüge zu den Fastfood-Läden sind sowieso sehr selten geworden (auch schon vor Corona) und ich koche ja schon seit Jahren so weit es praktikabel ist, ohne hochgradig verarbeitete Produkte oder Fertigprodukte.

Also hab ich gestern wieder jede Menge Gemüse in der Pfanne gebraten und dazu gab es Reis und heute hab ich mir mein Brot wieder selber gebacken:

Da ich gestern so im Gemüse-Schnippel-Modus war, hab ich auch gleich mal wieder einen Topf Gemüsebrühe gemacht (Möhren, Sellerie, Porree und Zwiebeln angebraten und mit Wasser aufgefüllt, mit Salz + Pfeffer abgeschmeckt, weich kochen lassen und nach dem Kochen alles pürieren….eignet sich hervorragend für jedes Gericht mit Gemüse und dickt auch gleichzeitig die Soße mit an)

Fürs Einfrieren hab ich mir dafür hab ich bereits im letzten Jahr einen Stapel von ca. 40 kleinen Gefriertöpfen (zwischen 50ml-100ml) angeschafft….bisher hab ich immer kleine Gefriertüten genommen…aber das ist unpraktisch zum Stapeln im Gefrierschrank und die Tüten kann man anschließen auch nicht gut wiederverwenden….und den Versuch mit Eiswürfelbehältern fand ich jetzt auch nicht so praktisch…obwohl es eigentlich ein top-Idee schien.

Da mein neuer Gefrierschrank ja etwas größer ist, als der vorherige hab ich durchaus noch genügend Platz für ein paar meiner Lieblingsgerichte und Kochklassiker….

Ruhige Woche und Strafzinsen

Die restliche Woche plätscherte völlig unaufgeregt und im Gleichklang dahin….viel Regen, fast keine Sonne, ich war jeden Tag im Büro (also kein Homeoffice, weil der Controller im Urlaub war), viele nette Unterhaltungen im Büro, insgesamt war ich aber in dieser Woche insgesamt weniger aktiv mit Sport und Kochen.

Ohne die Homeoffice-Tage gab es auch keine Walking-Runden am Morgen….dafür bin ich abends nach 22 Uhr los gegangen…aber immer nur in meiner direkten Umgebung…also auch nichts Erwähnenswertes.

Was ich aber schon seit ein paar Monaten im Job feststelle: Je mehr Banken mit Negativzinsen (auch Strafzinsen oder Verwahrentgelt genannt) arbeiten, umso mehr verändert sich das Zahlungsverhalten der Firmen und ich stelle es auch bei mir selbst fest…also im Job).

Hat man zu normalen Zeiten die Zahlungsfrist von Rechnungen bis aufs Letzte ausgereizt, also erst immer bei Fälligkeit oder manchmal erst kurz danach, macht es heute oft mehr Sinn die Rechnungen vor der eigentlichen Fälligkeit zu bezahlen, wenn man das Geld ohnehin auf dem Konto hat hahaha. Lässt man das Geld nämlich auf dem Konto stehen, bekommt man dafür Strafzinsen berechnet. Es für ein paar Tage aufs Tagesgeld umzubuchen ist mehr Aufwand, als das daraus ein sichtbarer Ertrag generiert wird….ach die Rechnung muss ich in 3 Tagen bezahlen…na dann bezahle ich lieber sofort…Problem gelöst.

Bei allen Gesellschaften, die ich betreute, erhalte ich die Abrechnungen und damit auch die Geldeingänge durchschnittlich 8-10 Tage früher, als noch vor 3/4 Jahr…hahaha und bringt damit meinen Arbeits-Ablaufplan durcheinander…muss ich doch jetzt auch schneller die eigenen Abrechnungen fertigstellen, damit ich das Geld schnell weiter geben kann….hahaha. Entweder ich bezahle Rechnungen damit, zahle Gutschriften aus, reduziere Darlehn oder gebe aktuell nicht zu verwendende Geldmittel an den Konzern weiter.

Es ist geradezu eine Challenge geworden, eingehendes Geld so schnell wie möglich weiter zu geben, denn Strafzinsen schmälern den Gewinn, Darlehnszinsen allerdings auch. Daher ist es wichtig immer im Blick zu behalten, wieviel Geld man in den nächsten Wochen tatsächlich benötigen wird. Das Cash-Planning erhält damit einen viel höheren Stellenwert.

In meinem früheren Job, noch bevor es überhaupt Strafzinsen gab, musste ich am Ende jeder Woche rollierend für die kommenden 5 Wochen die Geldmittel planen…es war zwar immer einiges an Aufwand, aber ich hab es echt gerne gemacht.

Und so mache ich das auch hier sehr gerne…aber eben nur 1-2x im Monat. Immer die Gratwanderung nicht zu viel Geld auf den Konten zu haben, aber auch nicht zu wenig….und dann noch immer die Abschätzung, wann zahlt wohl der Kunde…..kommt die Zahlung rechtzeitig um den folgenden Zahlungsverpflichtungen gerecht zu werden, oder muss ich doch mehr Geld verfügbar halten, um nicht in die Bredouille zu kommen ….hach mein Job macht mir Spaß.