Schuhe – gut und schön

….davon hab ich in der Tat eine Menge.

Nicht nur das ich Schuhe passend zur Kleidung und zum jeweiligen Anlass mag…durch die  Probleme mit einem Fuß, kann ich nicht mehrere Tage hinter einander die gleichen Schuhe tragen.  Also ich besitze wirklich viele Paare.

Mittlerweile meistens Sneaker, Stiefelletten, Schnürboots oder Stiefel…alle mit relativ flachen Absatz…aber oft mit groben Profil…das gibt guten Halt fürs Wandern und walken…

…und da ich das quasi täglich mache…und das auch bei nassen Wetter … und dazu auch noch oft auf unbefestigten Wegen, komme ich jetzt zum Wesentlichen dieses Beitrags: Noch nie in meinem Leben musste ich so oft Schuhe putzen!!

Dabei rede ich nicht von: ich wische einmal kurz drüber und nehme etwas Schuhcreme damit sie wieder glänzen.

NEIN – ich rede davon, die groben Profile mittels eines Schraubendrehers  (mit dickerem flachen Kopf), einem ausrangierten kleinem Messer, einer harten Bürste und einem nassen Schwamm vom Dreck und eingetretenen Steinen zu befreien.

Denn jeden Tag wird der Platz vor meiner Wohnungstür mit dem nächsten dreckigen Paar  zugestellt…heute hab ich mich dann mal um die aktuellen 6 Paare kümmern müssen…Natürlich hab ich Zeitungspapier drunter gelegt, trotzdem sieht mein Küchenboden  aus, als ob ich dort einen Wald anpflanzen möchte.

soooo….das heißt für die nächsten Tage ist erst mal wieder Ruhe…und  weiter kann es gehen…oder laufen oder walken… Schuh für Schuh

 

 

 

Trübe Aussichten in Plön

Trübe Aussichten in Plön

…und trotzdem ein toller Tag.

Früher als wir in NRW wohnten und man ausdrücken wollte, das etwas extrem umständlich erledigt wurde, gab es bei uns den Spruch: Paris, Palermo, Pelkum (Pelkum ist dabei ein Stadtgebiet der Stadt Hamm)..als meine Schwester dann nach Flensburg zog, wo Niemand wusste wo Pelkum überhaupt liegt, änderte sie den Spruch in: Paris, Palermo, Plön…

…und irgendwie hab ich mir nie die Mühe gemacht zu ergründen was Plön eigentlich ausmacht…irgendwie war ich der Meinung es war einfach wie Pelkum…ein Stadtgebiet ohne eigene Identität und ohne Flair.

Jetzt, wo ich selber hier im Norden lebe, hab ich über Plön gelesen…und war beeindruckt…also führte mein heutiger Ausflug dorthin…nach knapp 1,5 Stunden mit dem Auto, hab ich am kleinen Plöner See geparkt…es war immer noch trübes Wetter und von den angeblichen 3 Sonnenstunden hat sich nicht eine Minute davon hierhin verirrt…

Es war nicht nur trübe, sondern auch windig und kalt…leicht missmutig, weil ich nicht glauben konnte das mir heute noch einmal warm werden würde, hab ich meine Wanderung gestartet…und welches Ziel hab ich mir zuerst ausgesucht?  Die Prinzen-Insel, hahahaha

Also vom kleinen Plöner See…in Richtung großer Plöner See…am Ufer entlang zur Prinzen-Insel und auf der anderen Uferseite zurück in Richtung Plöner Schloss.

Bei der Prinzen-Insel handelt es sich um ein privates Naturschutzgebiet, welches aber öffentlich zugänglich ist…Schon kurz nach dem Start wurde mir durch die Bewegung warm und meine Laune stieg mit jedem weiteren Schritt in der Natur, der Weg führte nah am Ufer entlang und durch den Wind war permanentes Wellenrauschen zu hören…ein sehr schönes Geräusch…und es war ansonsten gänzlich still…

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Der Weg durch das trübe Wetter wirkte an einigen Stellen so düster, das man meinen konnte bei der nächsten Biegung würde ein verfallender Turm mit einem dunklen Geheimnis auftauchen…dunkel und mystisch. Solche Gedanken kommen mir eher selten…aber die getrübte Sicht auf den See gepaart mit den düsteren Aussichten in den Wald haben meine Phantasie angeregt.

Nun gut…es kam kein dunkles Geheimnis zutage und auch kein Prinz…aber nach der Prinzeninsel bin ich am Ufer entlang zum Plöner Schloss gewandert, welches oberhalb des Sees einen schönen Weitblick hätte ermöglichen können…nur das diesige Wetter hat den Blick dann doch aufgehalten…

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In der schönen alten Stadt hab ich mich dann mit Kaffee und einer frischen Waffel mit heißen Kirschen, Sahen und Vanilleeis wieder in die Jetzt-Zeit katapultiert und nach einigen weiteren Erkundungen bin ich mit knappen 10km heute doch weiter gelaufen, als ich es vorher vermutet hätte…

Das war ein schöner Ausflug heute und Zuhause hab ich mich dann mit meiner Advents-Dekoration beschäftigt… Nicht so viel Deko wie  in den Vorjahren…sondern nur gezielt an einigen Stellen…so das jetzt vor allem das Wohnzimmer eine behagliche Gemütlichkeit erfüllt… mit frischen Zweigen und echten Kerzen.

 

 

Ein Tag in der Stadt

Irgendwie hat sich der Tag gestern anders entwickelt als geplant.

Bei meinem ersten Einkaufshalt  hab ich, ungeplant, einen Stopp fürs Mittagessen eingelegt. Dazu war ich in einem großen Chinesischen Restaurant mit Buffett und mongolischem Grill. Okay – also den Grill hab ich nicht ausprobiert…das Buffett schon.

Erst einmal hätte ich nicht gedacht, das so ein großes Restaurant auch so gemütlich sein kann…das haben die gut hin bekommen…und dann war das Essen wirklich gut….Es gab alles was man so bei einem chinesischem Buffett erwartet, das Essen war frisch  die Qualität war angemessen. Da ich ja nicht mehr so große Portionen esse, fand ich es fast schade, als mein Magen „satt“ signalisierte…Aber DAS was ich gerne esse, hat auch richtig gut geschmeckt. Der Service war schnell und zuvorkommend.

Es war gut das ich rechtzeitig ein anständiges Mittagessen hatte, so konnte ich den Rest des Nachmittags entspannt verbringen….Meine Einkäufe in Hamburg haben etwas länger gedauert…es lang nicht daran, das es voll war….ich hab mir einfach nur viel Zeit gelassen, ich war eher bummeln als zielgerichtet einzukaufen….und bin dann noch in Eimsbüttel spazieren gegangen…und dann war das doch tatsächlich das Firmengelände von Beiersdorf….Nivea.

Während ich das Gelände umrundete und mich irgendwie in einem Neubaugebiet verfranst habe, hing ich so meinen Gedanken nach…Nivea, das ist eine Marke die mich seit Kindertagen begleitet…und was soll ich sagen: Mein Ur-Opa hat dort gearbeitet….ich weiß nicht als was…als ich alt genug war seinen Erzählungen zu folgen, so ca. mit 5-6 Jahren,  war er bereits Rentner…ich weiß nur noch das meine Oma immer ganz stolz darauf war, und das auch die Rentner  regelmässig Beiersdorf-Produkte am Werkstor abholen durften.

Erst als die Sonne schon unter gegangen war und ich wieder am Auto ankam, war klar…also Schwimmen und Sauna lohnt heute nicht mehr. Also bin ich stattdessen ins Fitnessstudio gefahren. Wohl dem, der verschiedene gepackte Sporttaschen im Auto mit sich führt…hahaha…schon früher hab ich zu hören bekommen Ich würde in meinem Auto wohnen…

Also hab ich eigentlich immer meine Sporttasche fürs Fitnesstudio gepackt, in einer andern kleinen Tasche sind die Sachen zum Schwimmen…nur die Sachen für die Sauna muss ich immer bei Bedarf noch dazu packen… dann hab ich eigentlich immer extra-Schuhe im Auto…Wanderschuhe oder ein paar Sneaker…oft noch eine Extra-Strickjacke oder Sportjacke oder auch eine besonders dicke Jacke für den Wald. Irgendwo im Auto sind immer: Schal /Mütze und Handschuhe. Achja und ein paar Wasserflaschen sind unter dem Fahrersitz…und für Hunger-Notfälle auch noch 1-2 Schokoriegel.

Ich bin eben gerne vorbereitet und kenne mich…wenn ich spontan meine Pläne ändere und  erst nach Hause fahren muss, um die entsprechenden Sachen zu holen…dann hab ich schon keine Lust mehr und die Couch-Anziehungskraft ist größer. Gut das ich ein Auto habe, das so einigen Stauraum bietet…

Ich hab mich also fürs Fitnessstudio entschieden… Das schreibt sich jetzt so leicht…aber die Entscheidung war hmmmm ….. schwierig….lach:

ja ich fahre hin…ooooch nö, ich fahr gleich nach Hause…doch ich fahre hin…neeeeee, eigentlich hab ich keine Lust dazu….ich sollte aber lieber mal wieder Krafttraining machen….noch kurz vor der Ampel an der ich mich entscheiden musste, war nicht eindeutig klar, was ich machen werde…der innere Schweinehund war schon sehr laut….aber dann bin ich doch rechtzeitig abgebogen UND hab auch gleich einen Parkplatz gefunden… es gab also keine Ausrede mehr.

Der Sport im Fitness-Studio war, wie sollte es anders sein, klasse…eine willkommene Abwechslung zum vielen Walken und als ich später wieder im Auto saß, ging es mir super und ich war richtig froh mich überwunden zu haben.

 

 

 

 

Schönes Leben

Meine Arbeitswoche war durchwachsen…der Job ist immer noch merkwürdig aufgebaut. Wenn aber immer alles gleichbleibend merkwürdig ist, ist es irgendwann normal…daran arbeite ich aktuell.

Ich habe auch ein paar Stunden länger gearbeitet, da wir Monatsschluss haben (auch so eine merkwürdige Regelung: Monatsabschluss ist immer am 4. Sonntag im Monat….außer zu den Quartalsenden, und so hatten wir gestern bereits das Firmen- Monatsende).Aber Monatsschluss heißt jetzt das wir noch 2 weitere Tage Zeit haben die Abschlussbuchungen durch zu führen und dann noch einmal 2 Tage für das Reporting an die Muttergesellschaft.

Mein Überstundenkonto liegt jetzt bei 12 Stunden in knapp 2 Monaten, also einen Gleittag kann ich nehmen  und ich habe noch 2 frei verfügbare  Urlaubstage die ich bis Ende des Jahres nehmen muss…GRINS.  Also ich kann mich nicht beschweren und werde in der nächsten Woche gleich mal einen der Urlaubstage nehmen…Freitag ist doch ein schöner Tag….Das ist unmittelbar nach dem Reporting-Schluss…prima.

Heute ist es leider zu windig um auf dem Balkon meinen Kaffee zu trinken…das ist schade…aber auf der Couch ist es ja auch gemütlich.

Wenn ich noch einmal an meine Zeit in der alten  Firma denke (und auch an meine gescheitere Beziehung)  und an meine Unterhaltungen  mit dem überlasteten Kollegen und anderen Kollegen dort  und an mein langes Telefonat gestern mit einem meiner Mädels…Mich dann hier in meiner Wohnung umschaue und über mein aktuelles Leben nachdenke: Ich hab die richtigen Entscheidungen getroffen.

Ich habe ein schönes Leben.

Eigentlich wollte ich diese Aussage unkommentiert stehen lassen…habe aber im Laufe der letzten Monate  gelernt, das so ein einfacher klarer Satz durchaus missverständlich interpretiert werden kann…

  • es ist ein Satz aus der Tiefe meines Herzens
  • denn ich meine es im friedlicher und zufriedener Grundstimmung
  • nein, es ist keine trotzige Aussage um eine „falsche“ Entscheidung trotzdem als „richtig“ hinzustellen
  • nein, es ist kein Selbstbetrug
  • und nein, es war keine Flucht vor mir selbst

So wenn gleich die erste Waschmaschine durchgelaufen ist, ziehe ich mich wetterfest an und gehe einkaufen, mache dazu auch einen kurzen Abstecher nach Hamburg, später fahre ich noch Richtung  Wedel zum Schwimmen und in die Sauna  und für Morgen habe ich wieder einen Ausflug in Planung: Es geht nach Plön am Rande der Holsteinischen Schweiz, ob Schloss und Stadt oder an den Plöner See oder von Seedorf aus in den Wald…mal sehen worauf ich Morgen Lust habe.

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende – wenn möglich: macht Dinge die Euch Spaß machen…

 

 

 

 

 

 

 

nicht jammern – funktionieren

…dieser Ausspruch stammt jetzt mal nicht von mir…sondern von einem Kollegen aus der alten Firma. Das war auch mein Spruch und ICH hab das viel zu lange mit gemacht…und der Kollege, Abteilungsleiter einer technischen Abteilung, macht es jetzt auch schon ein paar Jahre mit…

immer im Stress, immer unter Strom, immer zu wenig Mitarbeiter, diese Abteilung ist oft im Auto unterwegs – quer durch Deutschland…viel Verantwortung, kaum Privatleben – wenig Freizeit…

und jetzt hat er sich mal wieder per WhatsApp allen Frust von der Seele geschrieben u.a. eben auch auch das: nicht jammern…funktionieren….

Aber mal ehrlich: das ist doch viel zu wenig für das eigene Leben…nur zu funktionieren…Da geht bei mir sofort ein Signal im Körper an…und ich kann förmlich wieder spüren wie es mir ergangen ist…nur zu funktionieren:

…..und irgendwie ist es ja auch schön, und eigentlich macht man es ja auch gerne…wenn das und das nicht wäre, und das Leben ist eben nicht immer schön, und die Kollegen kann man ja auch nicht hängen lassen,…aber eigentlich sollte man so nicht arbeiten, aber anderswo verdient man ja weniger wegen der langen Zugehörigkeit und irgendwie haben wir hier doch immer noch ein tolles Klima und  überhaupt haben wir eigentlich viele Freiheiten….

Jaaaaa….diese endlos-Mantras kenne ich zur Genüge….Gedanken in der Endlos-Schleife.

Der Kollege ist in paar Jahre jünger als ich, Ingenieur und in einer gefragten Branche Spezialist und dazu noch eine Führungskraft….der würde bei jedem Konkurrenz-Unternehmen sofort einen Job bekommen….selbst innerhalb des Konzern hätte er kaum Schwierigkeiten zu wechseln…

Ich bin gespannt wie lange er das so noch weiter machen wird. Es wird über kurz oder lang noch einen weiteren gravierenden Wechsel geben….aber das ist nur eine Vermutung aufgrund der Erzählungen aus allen Richtungen: ich glaube mein Nachfolger ist schon dabei sich einen neuen Job zu suchen:

Er ist oft krank, kommt erst sehr spät ins Büro, geht früh, sagt nicht mal guten Morgen zum Team, spricht oft gar nichts am Tag mit den Kollegen in seiner Abteilung , kommuniziert überhaupt nicht mehr …. keine Abstimmung über die Arbeit … er lässt seine Mitarbeiter einfach im ungewissen….keine Anweisungen, keine Führung, er erfüllt seine Aufgaben nicht wie er soll…sagt aber nichts, fragt seine Kollegen nicht… ich glaube er ist überfordert…da er aber auch keine Initiative, kein Engagement zeigt glaube ich nicht, das er noch lange bleiben wird….

 

Wer , was, wann, wie …und wie geht’s weiter

Obwohl ich damit gerechnet habe mit Kopfschmerzen aufzuwachen, blieb ich davon verschont…ich hab sogar erstaunlich gut geschlafen…die Flasche Wein von gestern ist nicht ganz leer geworden, doch es ist auch nicht mehr viel da.

Und auch im gut angeheiterten Zustand hab ich gestern meine abendliche Runde gedreht…und war walken. Jawohl…grins…

Der heutige Tag hatte so gar nichts mehr mit meinem Frusttag von gestern zu tun…der Tag hatte sogar sehr viele positive Seiten gehabt.

Ich habe eine junge Kollegin, die ich innerhalb eines Sonderprojekt unterstützen soll und wir treffen  uns nun regelmäßig für diese Zusammenarbeit in einem gesonderten Arbeitsraum. Da sie nicht aus dem Buchhaltungsbereich kommt, aber sehr an den Grundlagen interessiert ist, nutzen wir diese Zeit um ihr Wissen zu erweitern…das hilft uns auch bei dem Projekt: ich kann ihr Fachwissen vermitteln und sie vermittelt mir wie die tatsächlichen Gegebenheiten hier bei uns  sind. Somit haben wir die Basis für die Aufnahme eines  Soll-/Ist-Vergleich.

Auch bei anderen Themen bin ich heute ein gutes Stück voran gekommen…und da niemand freiwillig mit allumfassenden Erklärungen raus rückt, muss ich ständig fragen….und fragen…überall bekomme ich dann eine Teil-Antwort und versuche mir für jede Aufgabe einen Rundum-Blick zu verschaffen: Was, bekomme ich wann, von wem, was macht der vorherige Kollege damit, was mache ich damit, wie und wo gehen die Daten dann hin, was wird dann dort gemacht und wie bekommt der Letzte dann die Info, wie kommt es dann in das andere System, wer prüft, wer gibt wie frei, wie kommen die Daten dann zu uns, was muss ich dann wie dokumentieren….es ist die reinste Sisyphus-Arbeit. Weil jeder immer nur seinen kleinen Teil – und Niemand den gesamten Prozess kennt. Wenn ich solle Informationen zusammen habe,  dann trage ich alles in eine dicke Kladde…per Hand. Das ist mein Nachschlagewerk für Arbeitsabläufe – das ist nicht für die Allgemeinheit gedacht…zumal ja viele Prozesse im Moment im Umbruch sind…und keiner so recht weiß was sich noch alles ändern wird.

Aber meine Aufzeichnungen kann ich später als Basis für die Prozessablaufpläne nutzen und für die noch  ausstehenden Verfahrensanweisungen nach GOBD… die es eigentlich seit 2013 spätestens in jeder Gesellschaft gehen müsste…meine Chefin hatte mir schon zu Anfang gesagt, das das noch ein Thema für mich werden wird….

Auch heute habe ich, trotz personellem Engpass wieder sehr pünktlich Feierabend gemacht…und mich nach Feierabend mit Einkauf und Haushalt beschäftigt….und jetzt überlege ich: laufe ich heute noch eine kleine Runde…oder bleibe ich lieber hier…

 

 

 

 

 

Wein versus Frust

Wein versus Frust

Heute ist bei mir so ein Tag wo ich versuche meinen ungläubigen Frust zu ertränken….ich versuche es gerade mit einem Blanc de Noir vom Weingut Weitzel…oder anders ausgedrückt: ich betrinke mich gerade mit einem feinherben Weisswein….zum Wohl.

Der heutige Tag ist  ein Beispiel warum Firmen Bilanzen erstellen ohne deren Inhalt zu kennen. Es gibt tatsächlich Firmen das hat KEINER, weder Buchhalter, noch Controller mehr die Übersicht über die Zahlen…keinem ist bewusst WARUM und WIE die Zahlen erstellt werden, welche Regeln dahinter stecken und in welchen Fällen es Ausnahmen gibt…bestenfalls weiß jemand das er/sie die Zahlen ermitteln soll…warum und wie….vollkommen egal.

Es ist das Ergebnis der Arbeits-Diversifikation…Dadurch das an den Prozessen viele verschiedene Mitarbeiter, aus verschiedenen Abteilungen involviert sind, fühlt sich letztlich auch niemand mehr für die ermittelten Zahlen verantwortlich….und weil auch kaum jemand Lust hat, die Ermittlung der Zahlen zu dokumentieren…ist es nach Monaten und Jahren auch schwierig die Zahlen nachzuvollziehen…ich suche in den Vorjahren vergeblich nach den entsprechenden  Belegen…Ablage KANN gut sein…muss aber nicht…(Eine der Regeln lautet: keine Buchung ohne Beleg).

Das Ergebnis sind Zahlen die NIEMAND mehr wirklich kennt oder deren Entstehung erklären kann…. Ein absolutes Desaster in meinen Augen und für mein Verständnis. Wir jonglieren in 3 verschiedenen Ledgern unterschiedliche Wertansätze….aber wenn die Controller die Regeln des HGB nicht kennen, wie wollen die die richtigen Wertansätze für den gesetzlichen Einzelabschluss ermitteln? Und wenn ein Hauptbuchhalter nicht mehr weiß wie die Wertberichtigung von Forderungen ermittelt wird….na dann Prost *hebt-das-Weinglas*

Was mich am meisten schockiert, ist die lapidare Vorgehensweise mit den unterschiedlichen Wertansätzen…und wenn mir selbst die Steuerfachfrau Buchungssätze vorgibt und sie dann sagt,  sie weiß nicht ob diese überhaupt richtig sind, bin ich entsetzt und sprachlos….und dann kommen im nächsten Monat die Anweisungen alles wieder zu stornieren und „anders“ zu buchen…der Vorschlag wie das „anders“ aussehen könnte, kam von meiner Kollegin und mir…

Jetzt verstehe ich warum Wirtschaftsprüfer in meiner alten Firma so gerne bei uns geprüft haben…meine Chefin und ich kannten (mit ein paar Ausnahmen) JEDE Buchung, konnten Auskunft geben warum die Zahlen gebucht wurden…und wie diese ermittelt wurden.

Hier werden per Mail Buchungsanweisungen aus der übergeordneten Steuerabteilung vorgegeben, die sich als nicht buchbar erweisen….und das sind nicht gerade kleine Beträge.  Hier löscht der Leiter vom Controlling einfach Monatsabschluss-Arbeiten der Buchhaltung,  die ihm unlogisch erscheinen…und ich habe insistiert das doch stehen zu lassen…oder auch gewisse gängige Bezeichnungen so zu belassen, weil sie für Buchhalter eben logisch sind…nicht jedoch für einen übergeordneten Controller…Kompetenz-Gerangel vom Feinsten.

….und wenn sich dann noch ein Controller bei zwei verschiedenen Buchhaltern Hilfe sucht,  um einen Ausdruck auf Geschäftspapier vornehmen zu können,  ist mein Verständnis von abteilungs-übergreifender Hilfestellung erschöpft. Für so einen Schwachsinn hab ich einfach keine Zeit.

Und wenn dann meine Kollegin aus der Buchhaltung  auch noch anfängt mich zu gängeln…sorry, den Zahn hab ich ihr gleich gezogen…über das Thema haben wir gestern gesprochen, ich mache das…ich weiß was ich wo machen muss….das muss sie mich heute (sie ist nicht meine Chefin) nicht nach der Erledigung fragen…hab entsprechend geantwortet, das wir das doch gestern besprochen habe, das in meinen Verantwortungsbereich gehört…ich WEIß was ich machen muss, sie sich keine Sorgen machen soll…ich mich aber aufgrund unser prekären Personaldecke dafür entschieden habe, wichtigere Dinge vorzuziehen…lol.

Soooooo …. das ist der Frust den ich gerade versuche mit Wein herunter zu spülen…und ich weiß es funktioniert nicht…aber der Wein schmeckt trotzdem.

Langsam muss ich mich fragen ob das die richtige Firma für mich ist….kann und will ich hier tatsächlich arbeiten? Eine Erkenntnis habe ich gewonnen: ….meine alte Firma war echt super organisiert…das lag an genau 3 Personen: unser kaufmännischen Leitung, der Innendienstleitung  und an Mir 🙂

 

 

 

 

 

1. Tag nach dem Urlaub

Der Tag heute war arbeitsreich…aber gut…und ich bin innerlich entspannter als ich es für möglich gehalten hätte…Dabei ist eine Kollegin in Urlaub, eine andere immer noch krank und auch die Chefin ist die ganze Woche krank. Aktuell sind wir nur mit 2 Leuten in der Teilabteilung…und ich konnte heute in einem anderen Teil SAP-Hilfestellung geben…weil ich das Thema in meiner alten Firma auch bearbeitet habe…

Zum Glück sind bisher alle Krankheitserreger an mir vorbei gegangen, dabei schnieft und hustet es bei uns in jeder Ecke. Meine Abwehrkräfte sind weiterhin auf Zack…lach…ich hoffe das bleibt so.

Nach meiner „langen“ Wanderung gestern …also für mich war es schon lang, und dem arbeitsreichen Tag heute bin ich nach Feierabend  erst einmal für 1/2 Stunde auf die Couch gefallen und hatte ein  Power-Napping ….mich dann aber  wieder aufgerafft und mich  noch  für eine kleine Runde walken umgezogen.

Ich bin auch etwas langsamer gelaufen…aber es lief besser als gedacht…und so war ich dann doch wieder 1,5 Stunden unterwegs und am Ende standen 6,1km auf der Trainingsuhr….und es fühlte sich gar nicht danach an und das obwohl ich heute über Asphalt-Boden gelaufen bin (gestern die 11,6km waren auf unbefestigten Wegen).. Hurra – ich freue mich total.

Auch mit dem Wetter hatte ich Glück…als ich los ging tröpfelte es noch ein wenig…den Rest des Weges war es dann aber trocken.

Mein Körper scheint sich wirklich langsam an längere Strecken zu gewöhnen…und auch mein Fuß macht das mit…sehr gut…

Zufrieden werde ich jetzt noch ein wenig im Haushalt erledigen und dann geht es bald ins Bett….Gute Nacht an Alle

Ich kann es nicht mehr hören

…ich weiß nicht wie ihr es empfindet, aber ich kann Nachrichten über Trump nicht mehr hören….dieser gelbhaarige narzisstische Egomane  aus den USA,  der es schafft fast die ganze Welt aus den Angeln zu heben. Der heute nicht mehr weiß, was er gestern gesagt oder getan hat. Der sich aufführt wie Julius Cäsar im antiken Rom (der willkürlich mit Daumen hoch oder Daumen runter über Leben und Tod entschied)…

Er ist wie ein Kind das sich die Augen zuhält und glaubt keiner sieht es mehr oder ein Kind das behauptet keine Schokolade genommen zu haben, aber es noch in den Händen hält. Manche behaupten ja tatsächlich er würde einen Plan verfolgen und seine Gegner bewusst und intelligent in die Irre führen… Glaubt das wirklich jemand?

Trump ist das Zeichen dafür, das Arroganz und Geld, gepaart mit Narzissmus und Dummheit  in einer Demokratie Schlimmes anrichten können…und es gibt genügend Menschen die (sorry) dumm genug sind ihm immer noch zuzujubeln….und mir graut davor das sie es auch weiterhin tun werden….denn mit Logik und Verstand hat das nichts zu tun…das ist eine Form der Verblendung die mich erschüttert.

Die USA mit Trump / England mit Boris Johnson – zwei Demokratien die sich selber adabsurum führen und was erwartet uns, wenn die Bundes-Angie nicht mehr da ist…..getreu dem Motto: Jedes Land bekommt den Präsidenten den es verdient… die Politik ist echt zum Verzweifeln…

 

 

Ab in die Vergangenheit

Kennt Ihr ein Kleidungsstück das Euch sofort in die Vergangenheit katapultieren kann? Ich hab eines, das es kann: einen Frottee-Bademantel

Mein Schwester hat mir einen älteren Frottee-Bademantel geschenkt, der ihr viel zu groß ist…so ein Teil das fast bis zu den Knöcheln reicht, eine Kaputze hat und aus dickem Frottee besteht.. in Gelb/orange und weiß…und frisch gewaschen ist es rau und hart.

Meinen alten Bademantel aus Frottee hab ich vor ca. 8 Jahren in den Alt-Kleidersack gegeben, weil ich keine Verwendung mehr dafür hatte…mein heutiger Ex-Freund hatte ein gespaltenes Verhältnis dazu…und ich damit keine Gelegenheit mehr ihn zu tragen.

Seit ein paar Monaten bin ich wieder auf der Suche nach so einem etwas zu großen Bademantel…aber die meisten sind heute aus leichtem Fleece und die Frottee-Teile sind echt teuer…als ich das erwähnte hab ich das orange-gelbe Monsterteil bekommen.

Und heute hat es mich in  schöne alte Erinnerungen  katapultiert…Nach der ausgiebigen Wanderung war mir vorhin nach einem heißen Bad…und obwohl es erst 20 Uhr war hab ich im Anschluss direkt einen Schlafanzug angezogen, dazu dicke Wollsocken, Zähne geputzt und mich dann in den Bademantel gehüllt…

Nun liege ich bei gedämpften Licht durch mehrere Kerzen und einer Stehlampe auf der Couch, trinke einen Winterpunsch-Tee und schaue Fernsehen….lach…und was soll ich sagen…ich fühle mich

  1. wie damals als Kind, nach dem obligatorischen Bad am Wochenende in Schlafanzug und Bademantel …wir durften dann noch etwas fernsehen.
  2.  wie noch vor knapp 9 Jahren wenn ich von einem Turnier oder vom intensiven Training nach Hause gekommen bin…ab in die Wanne zur Entspannung  und danach in Schlafanzug und Bademantel auf die Couch …etwas Fernsehen,  ein Glas Wein dazu… (okay – heute war mir eher nach Tee – ansonsten aber gerne ein Glas Chardonnay)

Kaum ein anderes Kleidungsstück schafft diese Verbindung in längt vergangene Zeiten wie so ein dicker Frottee-Bademantel…