Quiche mit Lauch und Skyr

Was mir immer mehr Spaß macht, ist, das es tatsächlich möglich ist, leckere und einfache vegetarische Gerichte zu kochen, auch ohne zu irgendwelchen Industrie-Ersatzprodukten zu greifen…ich verzichte ja nicht freiwillig auf Fleisch, sondern reduziere meinen Fleischkonsum aus Gesundheitsgründen…aber nach einem Jahr fehlt mir fast gar nichts auf meinem Teller…und für das restliche Yummy-Gefühl hab ich ja 2x in der Woche Fleisch auf dem Speisezettel…

Angelehnt an eine „Quiche Lorraine“ hab ich eine vegetarische Quiche mit Lauch, Zucchini, Frühlingszwiebeln und grünem Spargel selber gemacht.

Bereits im letzten Jahr hatte meine Schwester eine Tarte- oder Quiche-Backform, mit Wellenrand, aus Silikon übrig und ich hab sie mal „vorsichtshalber“ mitgenommen….man weiß ja nie, wann man die mal gebrauchen kann. Silikon-Backformen hab ich sonst eigentlichen nur für Kleingebäck und war etwas skeptisch.

Nun hab ich mich, beim Blick in meinen Kühlschrank, mal wieder an die ungenutzte Form erinnert und schon war der Plan da: es Wird eine Gemüse-Quiche geben…aber in der etwas gesünderen Variante: also ohne Sahne – dafür mit Skyr und Milch, der Mürbteig mit etwas weniger Butter, dafür einem Schuss Wasser extra, und das Mehl war 50/50: Weizenmehl 550er/ Vollkornweizenmehl

Der Mürbteig-Boden ist super lecker, schön mürbe, die Gemüseauswahl perfekt und die Entscheidung für die Masse mit Eiern, Milch, Skyr und Käse zu machen, war echt ein Gewinn….ist saulecker:

Teig: 125g Weizenmehl 550er, 125g Weizenvollkornmehl, 100g kalte Butter, etwas Wasser, etwas Salz schnell zu einem Mürbeteig kneten und für 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen

Gemüsefüllung: 2 Stangen Lauch, 2 Stangen Frühlingszwiebel, 1/2 Bund grünen Spargel, 1 Knoblauchzehe, 1 Möhre, 2 Zucchini klein schneiden und in Olivenöl mit etwas Pfeffer, Majoran und Thymian anbraten und abkühlen lassen

Soßen-Füllung: 200g Skyr (oder Quark), 3 Eier, 110ml Milch, 20ml Wasser, 100g geriebener Käse, Pfeffer aus der Mühle, Cayenne-Pfeffer und Salz mit einer Gabel zu einer zähflüssigen Masse rühren.

Den Teig zügig ausrollen und in die Quiche-Form drücken (ich hab auch die Silikonform leicht eingefettet) mit einer Gabel den Boden mehrfach einstechen, das Gemüse darauf verteilen, danach die Käsesoße und bei 170Grad für 50 Minuten im Backofen garen.

Ich war echt verwundert, wie gut sich die Silikonform anschließend vom Ergebnis lösen lief und die Quiche ist einfach lecker und unkompliziert.

und jährlich grüßt der April mit viel Arbeit

Beruflich war diese Woche mal wieder sehr abwechslungsreich…denn nach dem Quartalsabschluss ist gleich immer auch vor dem nächsten Monatsende, mit seinen wiederkehrenden Abläufen…und der April ist klassisch bei mir einer der arbeitsreicheren Monate.

Immer im April muss ich für die verschiedenen Verwaltungsfirmen die Jahresrechnungen schreiben…Bei meiner großen Firma bedeutet das mehr als 140 Rechnungen.

Normalerweise – mit einem modernen Buchhaltungsprogramm – würde man für jeden Rechnungsempfänger einmalig einen entsprechen Auftrag anlegen und könnte dann per Knopfdruck den Rest vom Computer erledigen lassen und das würde für die nachfolgenden Jahre bedeuten, es dauert dann nur noch ein paar Minuten.

Wir jedoch arbeiten mit einem rudimentären System und das in einer Version aus 2009. Aufträge anlegen geht nicht und lohnte sich schon für die letzten Jahre nicht mehr das Zusatzmodul anzuschaffen, denn wir wollen ja Umstellen…und jaa das NEUE Programm kommt auch endlich in der 2. Jahreshälfte 2024.

Nun muss ich also noch einmal in unserem jetzigen Rechnungstool jede Rechnung einzeln erstellen. Das ist halb manuell, halb automatisch und dauert entsprechend fast einen ganzen Arbeitstag…aber auch das war irgendwann geschafft.

Überhaupt war die Woche aufregend. Es gab Vieles was meine Aufmerksamkeit forderte und ich musste ständig zwischen meinen verschiedenen Verantwortlichkeiten hin-und her springen…aber das hat Spaß gemacht…auch wenn mir die Zeit im Nacken saß…denn ich habe nächste Woche 3 Tage Urlaub und in der darauffolgenden Woche noch einmal 2 Tage…Es sind also nur noch 2 Arbeitstage bis zum Monatsende.

Dänisch lernen – vorerst beendet

Im Februar hatte ich ja, nach 2 Jahren online-lernen, einen Dänisch-Kurs der VHS besucht. Und jaa das hat mit mir nicht funktioniert…weil ich da noch mitten in meinen Jahresabschlüssen steckte und es zeitlich tatsächlich nicht hinbekommen habe, immer pünktlich Vorort zu sein.

Aber das ist nur ein Teil der Wahrheit…ich hätte es auch ohne diesen beruflichen Zeit-Engpass wahrscheinlich nicht geschafft, jede Woche pünktlich dort aufzutauchen. Ich hab mich tatsächlich nicht so wohl dabei gefühlt und inhaltlich richtig voran, ging es da auch nicht. Also hab ich mich wieder abgemeldet. Gleichzeitig tat ich dasselbe bei der Babbel-APP. Mein Abo lief gerade aus und ich musste mich sowieso neu entscheiden.

Dänisch lernen macht mir Spaß…und mein Wortschatz ist schon nicht schlecht…nur das Bilden von Sätzen fällt mir eben sehr schwer und da hilft die App auch nicht wirklich weiter und der VHS-Kurs war mir da mit dem Lerntempo zu langsam.

Der Hauptgrund warum ich mit dem Dänisch lernen aufhöre, ist aber ein ganz anderer…einer mit dem ich selber nicht gerechnet hätte. Je länger ich meinen Kopf mit der dänischen Sprache beschäftige, umso mehr blockierte der gleiche Kopf die Englische Sprache und die brauche ich ja täglich.

Am Anfang fiel es mir erst gar nicht auf…aber immer öfter suchte ich nach den richtigen englischen Begriffen…sogar die, die ich quasi täglich nutze…was meine Redefähigkeit im Job mit Kollegen und Chefs beeinflusste. Dann hab ich wieder vermehrt Englische Nachrichten im Fernsehen gehört: BBC, CNN usw….und hörte oft nur noch Blabla…auch mein Sprachverständnis nahm ab, denn ich erfasste den Sinn vieler Sätze nicht mehr.

Mein Kopf kann scheinbar aktuell nur mit 1 Fremdsprache gleichzeitig umgehen, da bleibe ich lieber bei Englisch…da ich es beruflich unbedingt brauche. Das Dänische wäre ja nur ein zusätzlicher Pluspunkt…aber ich verstehe inzwischen genug, um die dänischen Mails der Kollegen zumindest grob einzuschätzen ob wichtig für mich oder nicht und den Rest übernimmt das Übersetzungsprogramm (copy and paste).

Das war ja schon lustig als ich mit Lernen dieser Sprache vor 2 Jahren begann. Auf einmal kamen mir während der Übungseinheiten tatsächlich spanische Wörter und Sätze in den Sinn. Ich habe vor 37 Jahren mal 2 Jahre Wirtschaftspanisch in der Schule gehabt – die Sprache anschließend aber nie genutzt. Mein Kopf hat einfach die Schublade „Fremdsprachen“ aufgemacht und in den vorhanden Erinnerungen herum gekramt. Ist schon interessant, wie unser Gedächtnis funktioniert.

Das Englische begleitet mich bereits seit 45 Jahren, und beruflich habe ich es immer wieder intensiv genutzt und, nach 13 Jahren Pause, auch jetzt bereits wieder in den letzten fast 5 Jahren. So fühlte es sich eben in der letzten Zeit komisch an, wie als ob die Handbremse angezogen war…wer weiß, ein Mangel an Konzentration oder was auch immer.

Seit Ende Februar aber, geht es wieder aufwärts….mir kommen die meisten Dinge wieder flüssig über die Lippen und auch den englischen Nachrichten kann ich wieder fast uneingeschränkt folgen…nur bei den amerikanischen Nachrichten-Sprechern macht mir dieses schnelle und oft nuschelige Sprechen, das Verstehen oftmals schwer – das war aber schon früher genauso …ich bin eben doch eher für die britische Art.

Eine Wissenslücke geschlossen

(Achtung – nur langweiliges Arbeitszeugs)

Und mitten während des Quartalsabschluss-Endspurts, kam dann noch ein neues Thema bei mir an: Endlich – nach so vielen Monaten, haben wir nun endlich das kfw-Darlehn für eine meiner Gesellschaften zur Auszahlung bereitgestellt bekommen, wenn – ja wenn wir noch einiges Nachweisen.

Die Kollegin aus der Finanzierungsabteilung in der Zentrale, leitete mir das Formular weiter und meinte ich solle mich dazu noch an eine Kollegin aus dem Konzern-Controlling wenden, die könnte mir dabei helfen. Nur, die hatte auch wenig Zeit und hat es mir eher rudimentär kurz vor die Füße geworfen. Ja – danke auch…jetzt bin ich echt voll im Bilde.

Ne mal im Ernst…ich hab mich so alleine gelassen gefühlt, wie noch nie in dieser Firma…aber was nutzt es. Ich hatte mir ja zum Glück einen kleinen Zeitpuffer erarbeitet und hab mich mit den wenigen Informationen, die ich hatte, auf den Weg durch unsere Datenbanken gemacht, versucht mir Infos aus anderen Projekten zusammen zu suchen, hab das Internet bemüht und dann an die Kollegin gezielt Fragen gestellt, die sie mit Ja oder nein beantworten konnte.

So habe ich mich dem Ergebnis Schritt für Schritt genähert…hab die, wieder einmal notwendige Excel-Datei, versucht logisch mit Inhalten zu füllen und dann hatte ich das Gefühl es verstanden zu haben….nur die Sache mit dem Umsatzsteuer-Vorfinanzierungs-Darlehn hab ich erst gar nicht kapiert…aber dann irgendwann kam der eine Satz, der alles erklärte und ab da war ich mir zwar sicher, richtig zu liegen – aber bei so einer riesigen Menge Geld – wollte ich es gerne von der Kollegin aus der Finanzierungsabteilung bestätigt haben…aber die wusste es wirklich nicht…also wieder die Controlling-Kollegin angeschrieben mit der Bitte um Bestätigung, bevor ich es dem CFO zur Unterschrift gebe.

Ihre Antwort: jaaa das soll so sein, aber ich müsse noch ein Zahldatum eintragen. Warum soll ich ein Zahldatum eintragen, die Rechnungen sind doch schon bezahlt. Ja, aber der 1. Mittelabruf wird genutzt, um das interne Darlehn abzulösen und ich muss die Überweisung dafür parallel machen. Warum sagst Du das nicht vorher? und vor allem mit welchem Wert – Netto (wie das kfw-Darlehn) oder Brutto (wie die Rechnungen) oder teils/teils (weil wir ja schon einen Teil der Vorsteuer erstattet bekommen haben) es wurde für mich in dem Moment immer verworrener…aber letztlich war DAS genau der Hinweis den ich brauchte, um mit Ruhe und Logik an die Lösung zu gehen. Die richtige Lösung lautete: teils/ teils.

Die Unterschrift vom CFO kam innerhalb einer Stunde (die Dänen unterschreiben alles elektronisch – ein super Vorteil)…also alles zusammen dann zur Bank mailen und ein gesamter Vormittag war damit vorbei und ich vollkommen erledigt….es geht hier ja nicht um 3,80 und 2 Hosenknöpfe, sondern um sehr hohe Summen.

Meine Erlösung kam dann am frühen Abend, da rief eine nette Dame von der Bank an und wollte noch einmal kurz mit mir Kontakt aufnehmen und sich mit mir abstimmen, da es ja der 1.Mittelabruf war und sie hat mir noch einmal das erklärt, was ich mir den gesamten Vormittag über mühselig zusammen gesucht, erfragt und zusammen gereimt hatte. Es ist alles i.O. und jetzt habe ich auch ihre Kontaktdaten per Mail für weitere Fragen. Endlich konnte ich aufatmen.

Jetzt im Nachhinein erscheint alles logisch und eindeutig und einfach…nur der Weg dorthin war das genaue Gegenteil.

Die junge Kollegin aus der Finanzierungsabteilung hat mich dann nachträglich auch noch gefragt, wie das nun funktioniert und ich hab es ihr in unserem hauseigenen Chat erklärt…so haben wir Beide heute ne Menge dazu gelernt. Damit wird es für sie – bei den nächsten Projekten – einfacher, es dem nächsten Controller zu erläutern…und ich habe meine Wissenslücke geschlossen…auch nach 36 Jahren in diesem Beruf, gibt es für mich immer noch Dinge, mit denen ich vorher nie zutun hatte.

Zufalls-Tacos

Nach meinen Auberginen-Talern gestern, ist einiges vom eigentlichen Brat-Gemüse übriggeblieben…und heute Mittag fand ich das dann auch irgendwie….langweilig.

Also habe ich beschlossen den Rest als Füllung für ein paar Tortillas zu nehmen…hmmm irgendwie sind mir die Tortillas aber nicht gelungen..denn die sollten ja eigentlich weich sein und so wurden es Tacos. Und das war auch gut so:

Jetzt passte alles zusammen: Tacos gefüllt mit Bratgemüse, etwas Chili-Soße und Ketchup mit einem Hauch von Käse, überbacken im Backofen – super lecker und so gar nicht langweilig

Die Tacos bestehen nur aus Mehl, etwas Backpulver, Olivenöl, Wasser und ganz wenig Salz…und obwohl sie nicht wirklich dünn sind, sind sie leicht knusprig, genug – um nicht durchzubrechen und die Füllung zu halten.

Auberginen-Medaillons mit Parmesan

Während es draußen unerwartet stürmt und wieder kalt geworden ist, hab ich mir (im übertragenen Sinne) die Sonne auf den Teller geholt.

Eigentlich wollte ich nur eine normale Gemüsepfanne braten und dazu kleine Putenschnitzel….doch dann kam mir gestern eine Fernsehsendung in die Quere und ich habe für heute spontan umdisponiert…

Aubergine ist normalerweise nicht ganz so mein Geschmack, aber das klang irgendwie nach leicht und lecker…also hab ich es ausprobiert:

Also ich muss sagen, wenn ich die Putenschnitzel nicht schon eingekauft gehabt hätte…sie wären für das Gericht nicht nötig gewesen. Die Auberginentaler mit einer parmesanigen Tomatensauce und geriebenen Parmesan überbacken war echt lecker..

Die Sendung hieß „Einfach Kochen mit Mary“ …und ich bin durch Zufall hängen geblieben, als es um das entwässern der Aubergine ging.

Hier auf die Schnelle das Rezept, soweit ich mich daran erinnere und wie immer hab ich mal gleich meine eigene Anpassung vorgenommen: Eine Aubergine in 1-1,5cm breite Scheiben schneiden, mit Salz bestreuen und 20 Minuten stehen lassen. Danach mit einem Tuch das Wasser von der Oberfläche tupfen. Olivenöl in eine Auflaufform geben und die Taler darin wälzen, mit etwas Salz und Pfeffer würzen (ich hab vorher noch mit einer aufgeschnittene Knoblauchzehe drüber gerieben) dann in den Backofen 30 Minuten bei Umluft backen…ich wusste die Gradzahl nicht mehr, und hab mich für 180Grad entschieden. Das hat geklappt.

Witzig war die einfache Tomatensoße: eine Dose Tomaten in einen Topf geben, dazu eine geschälte Zwiebel in 2 Hälften und ein Endstück vom Parmesan dazu geben, etwas Olivenöl, etwas Zucker, Salz, eine Knoblauchzehe, Pfeffer und ich hab noch Kräuter der Provence genommen, alles im Topf köcheln lassen, mit einem leicht geöffneten Deckel. Bei mir gab es noch einen Schuss Wasser dazu und etwas Tomatenmark, damit die Soße auch wirklich in 1/2 Stunde gut reduziert und andickt. Danach die Zwiebel und den Parmesanrand wieder entfernen.

Die fertig gegrillten Auberginen nun mit der Tomatensoße überdecken, die Schale dient dabei wunderbar als Rand, so das die Soße wirklich nicht übergelaufen ist und darüber etwas geriebenen Parmesan. Zurück in den Backofen, bis der Käse geschmolzen ist.

Also sooo schmeckt mir die Aubergine echt super.

Im Film hatte die Köchin einen Tomatensoßen-Spiegel auf den Teller gegeben und mehrere der Taler übereinander gestapelt angerichtet. Da ich mich kenne, fand ich es sicherer die Taler lieber nebeneinander anzurichten…da ist das Schlabber-Risiko eindeutig geringer.

Minenfeld Familie

Minenfeld Familie

Das Thema mit meinem Schwager ist gestern mal gerade etwas hochgekocht.

Er wurde Ende 2022 arbeitslos, hat sich durch einen Anwalt eine für ihn gute Abfindung per Gericht aushandeln lassen (was bei seinem damaligen Gehalt aber jetzt nicht wirklich viel Geld ist, aber immerhin ist es eine kleine Reserve), dann hat er für 2 Monate wieder gearbeitet, wurde aber gekündigt, weil sehr sichtbar war, das er große Schmerzen in der Hüfte hatte. Also wieder arbeitslos, dann ließ er sich die 2. Hüfte operieren und ist seit wenigen Tagen jetzt wieder arbeitsfähig – aber arbeitslos. Also arbeitet er seit 1,5 Jahren nicht mehr wirklich, bis auf die 2 Monate mittendrin.

Und nun sollte er schon seit einiger Zeit aktiv werden…Schwester+Schwager haben beschlossen, er soll sich vom LKW-Fahrer zum Busfahrer umschulen lassen, denn er darf nicht mehr schwer heben (was er als LFW-Fahrer im Nahbereich immer musste).

Mein Schwager ist eigentlich ein lieber und netter Kerl…aber eben ein Grobmotoriker, was hier nicht als Verunglimpfung gemeint ist, sondern ihm fehlt tatsächlich, seit seiner Geburt, die Feinmotorik. Dadurch wirkt er oft ungeschickt, dappig und vor allem fehlt im die Ruhe und das Gefühl für Feinheiten.

Bei einer Bewerbung, die er mit Hilfe eines Kumpels am Computer stellt, stimmt der Name des Angesprochenen nicht. Die Sätze sind wahllos aneinander gereiht, ohne das sie einen Lesefluss und damit ein gutes Lesegefühl geben. Wichtiges wird weggelassen und Unwichtiges hervorgehoben. Bei längeren Sätzen fehlt dann auf einmal ein Teil, um dem Satz überhaupt eine Bedeutung zu geben und in seinem Lebenslauf fehlten ganze Jahre OHNE das er es bemerkt hätte…sein Kumpel allerdings auch nicht.

Also habe ich bereits im letzten Jahr und auch jetzt, bei der aktuellen Bewerbung die „Endkontrolle“ übernommen..na klar bewirbt sich ein LKW-Fahrer nicht mit den gleichen Worten, wie ein Bilanzbuchhalter…aber es sollte schon ein grammatikalisch normal gutes Deutsch sein und vor allem sollte alles vollständig sein.

Als meine Schwester mich fragte, ob er jetzt mal dort anrufen solle, weil ja bereits fast 3 Wochen her sind, seit er die Bewerbung abgegeben hat, war ich dafür und wollte ihm noch ein paar Tipps geben, wie er sich auf das Telefonat, wenn es denn zustande kommt, vorbereiten könnte, denn manchmal hat man ja Glück und es findet eine Art Vor-Bewerbung statt…das ist dann schon die halbe Miete.

Mein Schwager war jedoch unwirsch und unwillig…als ich ihm einen Vorschlag machte, wie er den Wunsch nach Umschulung positiv formulieren könnte, ließ er mich ins Leere laufen…und meinte das wüsste er alles selber…er erkennt die kleinen Unterschiede einfach nicht…aber ich will mich ja nicht aufdrängen, hab das auch gesagt und dann das Gespräch schnell mit einem schönen Wochenend-Gruß beendet.

Ich sehe ein, das meine gut gemeinten Ratschläge, eben nicht immer auch gut ankommen. Das meine Hilfe hier nicht erwünscht ist (also nicht von ihm, von meiner Schwester schon). Ab jetzt werde ich nur noch Hilfestellung geben, wenn er sie bei mir direkt anfragt…nicht, wenn meine Schwester fragt. Jeder muss seinen eigenen Weg finden und ich sollte mich etwas zurückziehen.

Na klar ist es für meinen Schwager eine emotional schwierige Zeit…er hat mit knappen 58 Jahren Angst, keinen Job mehr zu finden…meine Schwester hat Angst, das er sich noch weiter gehen lässt, nicht mehr arbeitet und die finanzielle Last weiterhin allein auf ihren Schultern liegt…und Beide sind zwar dankbar, das ich sie, auch finanziell, unterstütze, wollen das aber eigentlich nicht.

Ich muss also vorsichtig sein mit meinen Vorschlägen, weil ich nicht den Eindruck erwecken möchte, eine Art Mitsprache-Recht zu haben. Und genau an dem Tag, als es um das Telefonat ging, haben sie mir die Rechnung über den Eigenanteil eines Zahn-Implantats meiner Schwester zugeschickt…ich hatte versprochen den Teil zu bezahlen, den die Versicherungen nicht übernehmen. Vielleicht hat mein Schwager deshalb etwas dünnhäutig reagiert.

Für mich ist es die Gelegenheit, mich noch weiter zurück zu nehmen…und im stillen die Daumen zu drücken, das es klappt mit der Bewerbung.

Protein Bagel ohne Hefe

Mit Blick auf einen Becher Skyr im Kühlschrank, hab ich mich an ein Rezept aus dem Internet erinnert….Protein-Bagel ohne Hefe, dafür mit Skyr und Dinkelmehl…

Ich hab alle Zutaten zusammen gemischt, Bagel daraus geformt, jeden Teigling für 20 Sekunden in heißem Wasser gesiedet, in Sesamkörnern gewälzt und dann für 30 Minuten im Backofen gebacken…und natürlich hab ich die ersten Beiden noch heiß mit Butter und etwas Käse belegt, gleich gegessen…hmm erstaunlich luftig und lecker:

Hier das ganze Rezept für den Teig:

450g Dinkelmehl 630, 400g Skyr, 4 TL Backpulver, 80ml Öl, 100ml Wasser, etwas Salz, etwas Thymian/Oregano, Sesam nach Geschmack…und noch mehr Sesam, um die Teiglinge nach dem Sieden darin zu wälzen. Dann bei 190Grad für 30 Minuten bei Umluft backen.

Der Bobtail in mir…

…hat sich durchgesetzt…meine Haare wuchern mal wieder und jetzt auch noch mit Absicht.

Seit fast 20 Jahren habe ich einen flotten Kurzhaarschnitt…der steht mir sehr gut und sieht mit den dezent rotgefärbten Haaren, auch in meinem Alter, immer noch gut aus…aber bei der Menge an Haaren, muss ich ständig nachschneiden…so oft kann ich gar nicht zum Friseur gehen.

Während der Corona-Zeit habe ich ja „gelernt“ selber zu Schere und Maschine zu Greifen: Kürzen der Haarlänge, Übergänge schneiden damit die Haare schön fallen, Ausdünnen der vielen Haare mit der Effilierschere , damit ich eben nicht aussehe wie ein Bobtail…ausrasieren des Nackens damit etwas Luft dran kommt und die Haare sich nicht unschön auf einem Kragen biegen.

Nun hab ich vor einiger Zeit bemerkt, das ich einen „Geierhals“ entwickele…mein Hausarzt war der Meinung,das kann ich ignorieren, das ist nicht schlimm…aber es sieht nun mal von der Seit echt merkwürdig aus, das mein Kopf nicht mehr senkrecht auf dem Hals, sondern leicht nach vorne gebeugt erscheint. das kann durch jahrelange Fehlhaltungen kommen und so ein Hohlkreuz und damit einen Rundrücken begünstigen

Ich mache inzwischen Übungen um meine Haltung wieder zu verbessern und den Rundrücken zu bekämpfen. Zum Glück ist es bei mir nur ganz leicht…also hoffe ich das wieder geraderücken zu können…also im wahrsten Sinne.

Sooo und mit meinem Kurzhaarschnitt wird der Hinterkopf super schön betont, die Haare sind sehr kurz und schmiegen sich stufig eng an den Kopf. Wenn ich jetzt ein Shirt trage, also etwas ohne Kragen, dann wird so dieser Geierhals besonders hervorgehoben.

Also lasse ich gerade meine Haare wieder etwas länger wachsen und das schon seit fast 4 Monaten und jetzt weiß ich auch, warum so viele Frauen bei einem Kurzhaarschnitt bleiben, sobald sie einmal einen haben. Die Übergangszeit ist schrecklich.

Zuerst ließ ich also das durchgestufte Deckhaar nachwachsen, achtete aber darauf, das der untere Teil der Frisur noch erhalten blieb – dann begann die 2.Phase.

Als meine Haare sich so langsam ihr Terrain wieder eroberten und sich Stück für Stück über die Ohren schoben, wie Efeu, das sich an einem erkrankten Baum herumschlängelt, war ich echt unglücklich…und mehr als einmal stand ich schon vor dem Friseurladen. Bei mir sind es ja nicht nur sehr viele Haare, sondern auch sehr dicke…und der Bobtail ist zwar ein niedlicher Hund, aber so eine Fülle an Haaren ist ja auch ein Wärmeschutz, eine natürliche Wollmütze…aber ich habe eh schon viele Hitzewallungen, da brauche ich nicht auch noch eine ständige Wollmütze auf dem Kopf.

Nun gut…lange Rede – kurzer Sinn: inzwischen ist der haarige Übergang fast abgeschlossen…und es sieht auch wieder gut aus…Der Hinterkopf wird immer noch gut betont…jetzt aber mit weniger Stufen und insgesamt längerem Haar, die Seiten bedecken die Ohren fast gänzlich, so das ich diese schon hinter die Ohren klemmen kann und ich bekomme positive Rückmeldungen von den Kollegen, das mir diese Frisur gut steht.

Das Ganze sieht also wieder stimmig aus und in ca. 4 Wochen gehe ich zum Friseur und lasse mich noch einmal beraten…

Hallo, da bin ich wieder

Ich bin auch mal wieder da….nach 7 Wochen Pause, mache ich dann mal weiter mit dem Schreiben.

Jetzt wo ich wieder auf dem Balkon sitze (oftmals noch gut in Jacke und Decke eingepackt), habe ich auch wieder Lust zu schreiben. Ich hoffe es geht Euch allen gut.

Eine Zusammenfassung der letzten Wochen, werde ich jetzt nicht schreiben, aber das eine oder andere dann doch noch berichten….aber es geht mir gut, auch wenn mein Kardiologe den wieder gestiegenen LDL-Wert (von 58 auf 78) als schlecht bemängelt. Nur mal so zur Erinnerung: für gesunde Menschen sind bis 140 normal. Aber gesund bin ich ja nicht – auch wenn eine Arteriosklerose nicht weh tut oder im Alltag einschränkt…es ist nun mal eine Krankheit, die man erst nehmen sollte, zumindest wenn man sein Leben liebt. Also hab ich jetzt eine höhere Dosierung des Cholesterinsenkers bekommen und nehme die natürlich auch täglich wie verordnet…wie auch all die anderen Tabletten.

Nur dem aktuellen beruflichen Stress kann ich kaum aus dem Weg gehen und dafür waren ein paar freie Tage zu Ostern echt gut….nun bin ich bereits im Endspurt zum 1.Quartalsabschluss 2024…also noch ein paar Tage und auch das wird wieder erledigt sein.

Dafür hab ich dieses Wochenende allerdings auch gearbeitet…weil ein Teil des Reportings auf kommenden Montag vorverlegt wurde….wie blöd, um den Teil zu reporten, muss ich jede Firma so gut wie fertig haben….aber die gesamten Abschlüsse sind erste eine Woche später fällig…nutzt aber nichts, eben wegen des vorgezogenen Teils….also eine Verkürzung der Abgabefrist durch die Hintertür…aber aufregen hilft ja nichts…zumal erst Mittwoch die Anweisung kam, ich diese erst Donnerstag realisiert habe….also denkbar knapp. Ich habe aufgehört mich darüber zu ärgern.

Allerdings hab ich vor ein paar Tagen auch noch die echt blöde Nachricht bekommen, das mein dänischer Chef die Firma verlässt. Das kam unerwartet und hat mich auch vom Stuhl gehauen….ausgerechnet in diesem Jahr, wo ich noch so viel mit ihm zu klären habe….aber ich kann verstehen, das er geht. Er wohnt ca. 100km vom Büro entfernt, ist so Anfang 40, hat Frau und noch kleine Kinder und hat die letzten 3 Jahre viele Veränderungen auf den Weg gebracht…also er hat sehr sehr viel gearbeitet….so etwas muss die Familie auch mit tragen…und ich denke er hat jetzt die Reißleine gezogen.

Ich hatte noch keine Gelegenheit mit ihm zu sprechen (die Mitteilung kam per Mail)…und wir wissen momentan auch gar nicht, wie es weitergehen wird….bekommen der Controller und ich jetzt einen deutschen Chef, oder werden wir Teamleitern in DK zugeordnet….oder „übernimmt“ uns ein neuer Finanzchef in DK?

Na ja einer meiner Lieblingssprüche lautet ja: Nichts ist so beständig, wie die Veränderung. Also heißt es abwarten, fleißig weiter arbeiten und schauen, wie es sich entwickelt. Menschlich ist es auf jeden Fall ein Verlust – zumindest für mich.

jetzt geniesse ich erst einmal den Rest-Sonntag….