Fahrrad-Tour #7 – Das war Mist heute

Fahrrad-Tour #7 – Das war Mist heute

Also der Plan war mit dem Auto bis in die Nähe des Teufelsbrück Fähranlegers zu fahren, dann mit dem Rad die Fähre über die Elbe zu nehmen, um dann von Finkenwerder grob in Richtung Buxtehude / Stade zu fahren…..

Irgendwie war ich voll in Gedanken als ich losfuhr…also hab ich erst einmal meinen Proviant und andere Dinge zuhause vergessen.

Dann bin ich dem Navi gefolgt…immer noch in Gedanken und hab mich auf die A23 lotsen lassen… Schwerer Fehler!  Durch den Stau auf der Autobahn hat es fast 1 Stunde gedauert. Wäre ich, wie eigentlich vorgehabt, über Schenefeld/Lurup gefahren wäre ich in weniger als der Hälfte der Zeit am Zielpunkt angekommen.

Die Parkplatzsituation war jetzt auch nicht so dolle und so hab ich in einiger Entfernung geparkt…kein Problem…wollte ja eh mit dem Rad fahren….noch war ich guter Dinge….

Da ich in dieser Gegend ja schon mehr als einmal war, dachte ich …den Weg  zum Anleger finde ich locker. Jaaa – neee…gefunden hab ich ihn erst, nachdem ich mich immer wieder in die falschen Richtungen bewegt hatte….bis ich mir dann endlich von Google Maps habe helfen lassen..

Am Fähranleger angekommen, hätte mich die Menge an Menschen mit Rädern eigentlich warnen sollen…ach quatsch…das geht schon, die Fähre bietet bestimmt viel Platz.  Hmmm – Es ist eine Personenfähre auf der Fahrräder in bestimmten Bereichen erlaubt sind. Also eine geschlossene Fähre…d.h. es gab zwar für Personen ein Oberdeck und drinnen auch viel Platz zum Hinsetzen…das ist aber mit Rad illusorisch….also haben sich  ALLE Radfahrer mit ihren Rädern auf engsten Raum zusammen gedrückt….während der Rest der Fähre so gut wie leer war. Nur gut, das die Überfahrt nur ein paar Minuten dauert…puh.

Also JETZT war meine Lust auf diese Tour schon fast auf dem Nullpunkt angekommen. Mir war viel zu warm, es waren viel zu viele Menschen (aber immerhin mit Mund-Nase-Schutz), das Wetter war bedeckt und schwül-warm…keine Sonne und ich hatte Hunger.

Und jetzt habe ich das mit dem Proviant gemerkt …Gaaaanz schlecht…ich hatte noch nicht wirklich viel im Magen und wollte später noch auf dem Balkon grillen…also wollte ich nicht irgendwo Einkehren….Mist hätte ich das vorher gemerkt, wäre da noch mein kleiner „Notfall-Proviant“ (Kekse und Schokoriegel) im Auto gewesen….na gut…dann muss es eben so gehen. Ich neige bei Unterzuckerung leider manchmal zu Hunger-Aggressionen…das ist mittlerweile zwar sehr selten bei mir geworden….aber heute fühlte es sich so an, als ob es nicht mehr lange dauern würde…

Ich bin trotzdem gestartet und hatte wie erwartet Gegenwind…und dann war der Weg einfach blöd….in Richtung Industriegebiet und um Airbus herum: immer an der Straße entlang und es kam Auto um Auto um Auto….und auf der anderen Seite war der Deich….und immer wieder Auto um Auto um Auto um Auto…. neeeee – so macht das keinen Spaß. Da war ja sogar die Fahrt in Frankfurt um das Hoechster Industriegebiet ein Hochgenuss…da waren am Wochenende wenigstens kaum Autos unterwegs…

Ich bin dann ein paar km genau so gefahren…immer an der Straße entlang mit Auto um Auto um Auto um Auto um Auto. Dann hat es mir gereicht: ich hab angehalten, gewendet und  bin zurück gefahren… an einem Obststand hab ich noch Erdbeeren, Kirschen und  Äpfel gekauft und mich an einem See niedergelassen. Endlich etwas zu Essen. LECKER das Obst…es war immerhin schon nach 15 Uhr….die Ameisen fanden mein Obst auch lecker…glaub ich…. zumindest waren genügend dieser Tieren bei mir.

Also wieder zum überfüllten Fähranleger, wieder eng-an-eng auf der Fähre….und dann endlich war ich wieder am Auto…auf dem direktesten Weg zurück nach Hause und erst einmal Hitze, Staub und schlechte Laune abduschen….Ab auf den Balkon.

Und dann war alles wieder gut…Ich hab schnell Pellkartoffeln aufgesetzt, das Bauchfleisch gewürzt, die Maiskolben vorbereitet , mein Brot  geschnitten und den Grill angeschmissen….die Sonne kam raus und ich war froh wieder Zuhause zu sein. Das Essen war klasse lecker und ich jetzt zufrieden und friedlich…

Das waren heute zwar auch 35km mit dem Rad….fühlte sich aber nicht gut an….hahaha  Da meine Ausflüge in der Regel sehr schön und entspannend sind, fällt das heute unter die Regel der Ausnahme…

Ach ja eine lustige Anekdote gibt es doch noch: Als ich das Fährticket für die Rückfahrt am Automaten gekauft habe…spuckte der Automat jeeede Menge 10Cent Stücke aus….ich hatte mit einem 5 EUR -Schein bezahlt….als ich aber sah, das da auch  je ein 1 und ein 2 EUR Stück dabei war ,hab ich mal grob überschlagen….der Automat hat mir viel zu viel zurück gegeben…mehr als ich eigentlich eingeworfen hatte…. Der Mann vor mir meinte auch, er hätte mehr zurück bekommen, als er eingeworfen hat…okay – so hab ich die Fähre quasi umsonst benutzt…und kann nicht mal etwas dafür….

 

 

 

 

pragmatische Lösungen

Nach einem unspektakulären Tag auf dem heimischen Balkon und mit viel innerer Gelassenheit hab ich mir mal wieder ein Glas Wein gegönnt…Das hab ich mir aber auch verdient.

Hahaha hab eine Lösung für meinen Sonnenschirm…denn auch dieser Schirmständer  gibt immer ein wenig nach…der Schirm wackelt etwas im Wind. Wie schon beschrieben wäre eine Halterung am Geländer sicher besser, ist mir aber nicht erlaubt…oder vielleicht stelle ich auch einfach nur zu hohe Ansprüche an die Festigkeit eines Sonnenschirms…egal.

Meine Lösung…sieht dann so aus 😅

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Jetzt ist der Schirm im Schirmständer fest und ich muss bei leichten Windstößen nicht mehr mit dem Fuß dagegen drücken… Jawohl – DAS sind pragmatische Lösungen.

Eigentlich mag ich, wenn eine Lösung 100% Sicherheit bietet und dazu noch gut aussieht…ist das aber nicht möglich, nehme ich auch jede andere Lösung, die funktioniert.

Den größten Teil des Tages hab ich also auf dem Balkon verbracht und es genossen…einzig als ich feststellte das ich keine Butter mehr im Haus habe, hat es mich doch noch nach draußen gezogen…immerhin wartet mein Sauerteig noch auf die Weiterverarbeitung. Und frisches Brot OHNE Butter? – ne das geht gar nicht.

Seit ich mein selbstgebackenes  Brot meistens nur noch mit Butter und ohne Aufschnitt/Käse esse, hat das Wort Butterbrot wieder eine richtige Bedeutung für mich. Frisches Brot und Butter – mehr braucht ein tolles Brot eigentlich nicht…und das vertrage ich dann auch sehr gut. Hochgradig verarbeitete Lebensmittel wie Wurst und Käse reizen mich inzwischen kaum noch.

Leider hat es mit dem Sauerteig dieses Mal nicht so ganz geklappt, der Teig hat mehr als 24 Stunden Zeit zum gehen gehabt, das Ergebnis sieht gut aus, der Kruste ist rösch und das Brot schmeckt auch klasse…ist aber nicht  fast gar nicht hoch gegangen…könnte evtl. an dem Dinkel-Anteil liegen…denn ich hatte noch einen Rest Dinkelmehl… den hab ich mit dem Weizenmehl vermischt …das war vielleicht keine so gute Idee, war aber auch eine pragmatische Lösung… und das Wichtigste: Es schmeckt trotzdem.

Aus dem Glas Wein sind dann gleich mal zwei Gläser geworden…er war einfach lecker und mein Blutdruck hat sich dieses Mal auch nicht hervorgetan…im Gegenteil Herzfrequenz und Blutdruck liegen gerade mal wieder in meinem Normalbereich…verstehe einer die Welt…

Sooo und jetzt werde ich mal Fahrrad und Auto schnappen und den heutigen Tag ein wenig aktiver gestalten, als den gestrigen… Der Plan ist mit dem Fahrrad von Teufelsbrück mit der Fähre nach Finkenwerder zu fahren und dann dort in Richtung Buxtehude / Stade zu fahren…so als grobe Richtung…mal sehen wo ich dann tatsächlich landen werde….

Der Stachel…

Der Stachel…

Neben dieser Leichtigkeit mit der mein Leben gerade verläuft, bleibt immer auch der Gedanke das es eine temporäre Leichtigkeit ist. Ich bin mir sehr bewusst das ich bisher viel Glück gehabt habe, jetzt ein so unbeschwertes Leben haben zu dürfen.

Meine körperliche Konstitution, meine Gene und meine Lebensweise mit jahrelangem Sport und einigermaßen gesunder Ernährung und einer gehörigen Portion Glück haben es mir ermöglicht, nur leicht beschädigt über 50 Jahre alt zu werden.

Mit Fleiß und Disziplin und auch hier mit einer guten Portion Glück an den richtigen Stellen und auch mit einigem Mut hab mich im Laufe von 30 Jahren beruflich so etabliert, das ich relativ gut verdiene und mich  auch durch Corona nicht einschränken muss.

Wäre da nicht der Krebs bei meinem Ex-Freund auf so hinterhältige Art erneut ausgebrochen, könnte ich mein Leben tatsächlich komplett unbeschwert geniessen…

… so aber ist es wie ein Stachel, der immer mal wieder piekst….so ein beständiges kleines unangenehmes Erinnern, wie fragil doch unsere Leben sind. Wie schnell sich alles ändern kann…wie ungerecht die Welt ist…und doch vergesse ich es immer wieder und dann ist da dieser kleine Stachel…der mich wieder daran erinnert…unangenehm erinnert…

…und ich atme tief ein und spüre das Leben….bin dankbar und versuche alles andere zu verdrängen…bis es wieder unvermittelt da ist…das miese kleine pieksen …dieser kleine Stachel mit Widerhaken…

 

 

Der Gang durch die Woche…

Der Gang durch die Woche…

…war heiter und entspannt.

Die beiden Abgabetermine habe ich ohne Probleme einhalten können…auch wenn ich mir dabei selber einen Streich gespielt habe.

Meine laufenden Aufgaben habe ich locker erledigt und dazu noch die laufenden Aufgaben meines urlaubenden Kollegen, insoweit wie wir das abgesprochen hatten..

Also hatte ich mich ab Mittwoch mit den 1/2 Jahresabschlussarbeiten beschäftigt ,die ich Donnerstag und Freitag abgeben musste. Die beiden Firmen haben fast identische Firmennamen und erst als ich Donnerstag Vormittag die 1.Gesellschaft abgeben wollte hab ich gemerkt, das DIESE erst Morgen fertig werden soll und die ANDERE, die ich noch nicht fertig hatte, HEUTE fällig war….hahaha.

Aber kein Problem…jetzt konnte ich die 1.Gesellschaft als Schablone nehmen und so ging die 2. dann auch recht zügig. Freitag hab ich mich dann gleich an die nächsten 3 Gesellschaften gemacht, die sind erst Ende nächster Woche fällig…aber jetzt bin ich gerade so schön im Fluss.

Und da auch alles andere wunderbar funktionierte, hab ich tatsächlich immer früh Feierabend gemacht. Meine Kollegen aus der Projektplanung langweilen sich und können sich auch selber kaum motivieren…selbst die Baustelle nebenan ist ruhig….irgendwie fand ich das am Dienstag sogar selbst langweilig…weil so gar nichts von Außen zu uns durch drang…

Dienstag hab ich am frühen Nachmittag einen Großeinkauf gemacht und den Rest des Tages mehr oder weniger vertrödelt und verschlafen. Okay, also ich hab mal wieder sehr leckere Brötchen gebacken …also meine selbstgemachten Brötchen vertrage ich super, Die bestehen ja auch nur aus Mehl, Hefe, Salz und Wasser….also eine Mehlunverträglichkeit kann ich damit ausschließen….wahrscheinlich sind es die Zusatzstoffe bei gekauften Broten und Brötchen, die es meinem Magen so schwer machen.

Mittwoch bin ich am Abend mit dem Fahrrad eine Runde über Land gefahren und hab einem herrlichen Sonnenuntergang zugeschaut…das waren locker leichte 20km…nicht so viel, aber genug. Seit meiner Tour mit über 80km sind schon 2 Wochen vergangen und bisher hatte ich mich noch nicht wieder aufs Rad gesetzt…jetzt kann ich das gar nicht mehr verstehen…es hat wieder Spaß gemacht, ..wenn auch leicht kühl – aber so ist es genau richtig gewesen.

Donnerstag hab ich nach meinem frühen Feierabend das Auto einfach stehen lassen und bin Zufuss durch Altona und Ottensen geschlendert…hab mal wieder so richtig Leben getankt…es war viel los auf den Straßen, Restaurants und Cafés. Ich hab mich in Altona in den Außenbereich eines asiatischen Restaurants gesetzt und zum 1. Mal eine „Bowl“ bestellt…mit Reis, viel frischem Gemüse und Rohkost und obenauf gebratenes Rindfleisch….sehr sehr lecker. Zuerst sah es gar nicht nach so viel aus…aber eine Schüssel breitet seine Schätze nicht nebeneinander aus, sondern übereinander …hahaha.

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Das waren dann mal so knappe 8km die ich durch Hamburg geschlendert bin.. So richtig WARMES Sommerwetter war eigentlich nicht und ich war froh meine Jacke dabei zu haben. Allerdings sind mir sehr viele Menschen begegnet die mit kurzen Hosen/Hotpants und T-Shirts ..teilweise sogar nur im Top und mit FlipFlops unterwegs waren…. also mir wäre das eindeutig zu kalt…Aber okay: es ist Sommer laut Kalender, also muss man sich sommerlich anziehen…

Freitag Mittag hab ich meine Mittagspause mit dem Gang die Post abzuholen miteinander verknüpft und bin noch einmal im Restaurant „Atlas“ gewesen…Dieses mal alleine und ich hab draußen gesessen…endlich war die Sonne auch schön warm….Den Feierabend hab ich auch heute früh eingeläutet und hab den Abend mit bügeln und aufräumen verbracht….

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Der Stille zuhören – und dem Herzschlag

Der Stille zuhören – und dem Herzschlag

Der Start in die neue Woche war gaaaaanz entspannt. Der Kollege ist in nun endlich  Urlaub und ICH erhol mich….hahahaha.

Es waren heute aber auch extrem wenig Kollegen im Büro… die Urlaubszeit schlägt auch bei uns gut durch.

So blieb es heute von Außen  himmlisch ruhig….und ich hab mich mit den vier verbliebenen Kollegen heute lange und gut unterhalten und trotzdem viel geschafft.

Jetzt sitze ich auf dem Balkon und schaue der Sonne hinter den Wolken beim Untergehen zu. Ich hätte jetzt gerne ein Glas Wein…allerdings verkneife ich es mir in der letzten Zeit immer öfter…seufz.

Blutdruck und Ruhepuls sind in den vergangenen Wochen wieder viel zu hoch. Ich spüre dabei jeden Herzschlag fast unangenehm laut und jedes Mal wenn ich ein Glas Wein getrunken habe, stieg der Ruhepuls noch weiter an und blieb dann ein paar Tage so hoch.

Das ist Mist und gefällt mir überhaupt nicht,…heute ist er mal wieder auf relativem Normal-Niveau…das will ich nicht gleich wieder gefährden. Also sitze ich hier mit einem Glas Tee und einem Becher Wasser….immerhin kann ich wählen.

Es herrscht Draußen um kurz vor 21 Uhr himmlische Stille…Niemand scheint sich mehr in den Gärten oder auf den Terrassen drumherum aufzuhalten und neben den Vögeln und einigen Autogeräuschen in der Ferne, ist das Klappern meiner Tastatur bei Weitem das lauteste Geräusch.

Ich könnte tagelang hier sitzen und der Stille lauschen…und ich lausche auf meinen Herzschlag den ich immer noch als zu laut und zu deutlich wahrnehme…aber er ist gerade so an der Grenze, das es nicht unangenehm ist….darauf ein Zum Wohl  – mit Früchtetee.

 

 

 

Sonntags-Ausflug und unfreundliche Menschen

Sonntags-Ausflug und unfreundliche Menschen

Obwohl das Wetter hier im Norden immer noch nicht der Hit ist, hab ich mich für eine Sonntagstour in Schleswig entschieden. Wandern oder Fahrrad fahren?…ich war mir eigentlich sicher das ich das Rad mit nehmen werde….aber irgendwie hab ich dann doch die Wanderschuhe angezogen ….

Also ging es mit dem Auto erst einmal 120km bis zum Gottorfer Schloss in Schleswig…. Das Wetter sah permanent nach Regen aus….Nun gut, also solange es noch nicht regnet werde ich durch den Schlosspark und dem angrenzenden Wald laufen … sollte es später doch noch regnen, kann ich immer noch ins Museum….die Moorleichen wollte ich mir immer schon mal anschauen.wp-15945626091745143457294816815907.jpg

Sonntag Vormittag bei trübem Wetter und es war einfach herrlich…nach einer großen Runde um das Schloss herum, bin ich dann direkt weiter  entlang am Ostseefjord Schlei  bis zum Hafen gelaufen, hab dort in einem der kleinen Imbiss-Restaurants halt gemacht….aber irgendwie waren die Mitarbeiter hinter dem Tresen sehr unwirsch…und auch später in einem kleinen kuscheligen Kaffee wo ich freundlich und entspannt eine Frage gestellt habe, war die Antwort ziemlich unfreundlich…schade – das hat mir den Spaß genommen, mich dort nieder zu lassen… Der Dame im Café hab ich es aber beim bezahlen gesagt, ob sie nicht mal etwas freundlicher sein kann und ob sie die Worte Danke und Bitte beherrscht…Also sooo gewinnt man keine Kunden. Als ich dann zur Toilette ging hab ich hören können, wie Sie sich über mich aufgeregt hat.

Na egal….ich bin dann nach nur sehr kurzem Aufenthalt (es gab noch viele freie Plätze  ..das Cafe auf der gegenüberliegenden Seite, dagegen war sehr gut besucht…da hatte  ich mich wohl für die falsche Seite entschieden) weiter gewandert und nach etwas mehr als 12km wieder am Schloss angekommen.

Hmmm…jetzt noch in das Museum? Irgendwie hatte ich jetzt aber gar keine Lust mehr und hab den Heimweg angetreten.  HIer scheint jetzt die Sonne und ich sitze gut beschirmt auf meinem Balkon und lasse den Tag in Ruhe ausklingen.

 

Berufliches – Auf und Ab

Neben dem Thema, das im Moment meine innere Ruhe aufgelöst hat, lief meine berufliche Woche sehr zufriedenstellend…das war unerwartet. Eigentlich hatte ich mit mehr Stress gerechnet.

Aber genau das wird es gewesen sein… ich war innerlich gewappnet… es lief zwar einiges nicht rund, aber letztlich hab ich meine Abgabetermine einhalten können. Das war nicht einfach, zumal mein direkter Kollege immer wieder über seine Stressthemen reden wollte…so das ich zwischendurch schon mal erwidert habe, das ich mich so langsam mal mit meinen Themen beschäftigen muss. Jedes Mal kam eine kurze patzige Antwort zurück…die ich aber nur mit Kopfschütteln und einem spöttischen Lachen zur Kenntnis genommen habe….aber dann war immerhin mal  wieder eine Weile Ruhe im Büro….(ich nehme es ihm nicht krumm ).

Zum Glück ist der Kollege nun ab jetzt 2 Wochen in Urlaub. Nachdem wir tatsächlich am Dienstag ein großes Thema erledigen konnten, sind wir Mittags mit einigen anderen Kollegen ins „Atlas“ gegangen. Dienstag ist dort Schnitzel-Tag….Das war lustig und hat Spaß gemacht. Mir gefällt das rustikale, aber leicht gehobene Ambiente und der Kellner wen wir hatten war super nett…das war mal eine nette Abwechslung in der Mittagspause.

Danach ging es weiter von Problem zu Problemchen….das tollste was mein Kollege sich geleistet hat:

auf meine Frage woher er eine bestimmte Berechnung bekommt:  von einer Kollegin aus DK: okay – leider wusste die Kollegin NICHT worum es ging, auch andere Kollegen in DK wussten es nicht…als es langsam zeitlich für mich eng wurde, ich brauchte DRINGEND diese Berechnung, hab ich ihn noch einmal gefragt und er wollte die E-Mail vom letzten Jahr heraus suchen…und er hat gesucht…und gesucht….bis ihm dann nach einiger Zeit endlich einfiel, diese Berechnung macht er selbst….hahahaha ich hab fast unter dem Schreibtisch gelegen vor Lachen….okay, er hat mir die Excel-Berechnungsdatei gegeben und ich hab es danach selber machen können…anfangs hat er noch gezweifelt ob ich das schaffe….na hör mal – das war eine sehr simple Excel-Datei ohne Schnörkel…da kenn ich ganz andere….

Ich will nicht unfair sein, er selber hat in dieser Woche mit einem Reisekosten-Abrechnungsprogramm gekämpft, für das er nur eine  rudimentäre Einweisung erhalten hat…und es hat vieles nicht geklappt. Der Support aus DK ist schon in Urlaub…da hab ich ihm zumindest zugehört und moralische Unterstützung geben können….mich hätte das auch an den Rand des Wahnsinns getrieben, wenn zwischendurch immer wieder alle gerade gemachten Einstellungen wieder weg sind…

Ich bin in dieser Woche öfter wieder Abends meine Runden gelaufen…dazu hab ich mehrfach freiwillig mittags im Regen die Post geholt…ich hab mich also gut bewegt und fühlte mich am Freitag daher auch nicht ausgepowert….Ich bin oft schon sehr früh schlafen gegangen…allerdings schlafe ich aktuell nicht durch, werde öfter wach und grüble über das Leben, den Tod und meine Ex-Beziehung….dann schalte ich nachts mein Hörbuch an und wenn ich es schaffe mich darauf zu konzentrieren, schlafe ich auch wieder ein…

Trotzdem war ich froh, als ich Freitag Nachmittag ins Wochenende gehen konnte.

 

 

 

ein plüschiger Gruß

Während meiner letzten Beziehung war es oft nicht einfach..um nicht zu sagen es war lange Zeit sehr schwer…dann wurde es besser, wurde unbeschwerter und war sogar über eine länger Zeit richtig schön leicht…und dann drehte es sich irgendwann wieder….

In den Jahren hab ich die Beziehung zwischendurch mal „angehalten“…wollte alleine sein, hab nach elementarer Ruhe gesucht, die es in dieser Beziehung für mich meistens nicht gab. Wollte ein friedliches Leben, keinen Streit, keinen Kampf…manchmal dauerte so ein Rückzug 1-2 Tage, manchmal eine Woche und dann sogar mal mehr als 1 Monat (das war sogar über Weihnachten und Silvester).

Ich hab es eigentlich nicht als On-OFF-Beziehung betrachtet, aber eigentlich war es das….zumindest war ich mehr als einmal dazu entschlossen diese Beziehung dauerhaft zu beenden. Hab es aber nicht geschafft. Immerhin war es ja auch schön…ich wurde geliebt…und ich hab ihn geliebt…also bin ich wieder und wieder geblieben…dann ging es eine Weile wieder gut…und dann wurde es wieder schlimmer.

Wenn ich das so schreibe, bin ich fast erschrocken.

Während einer dieser Phasen in der ich mich verletzt gefühlt und eine längere Auszeit genommen  habe, bekam ich einen kleines Kuscheltier-Bärchen von ihm geschenkt, so ein kleines plüschiges anschmiegsames  – mit einer kleinen Nachricht, damit ich wenigstens etwas zum Ankuscheln habe und nicht alleine bin.

Im Laufe der Beziehung wurde daraus vier kleine Kuschel-Bärchen… Zum Aufmuntern, zum Anlehnen, als Entschuldigung oder als Bitte ihn wieder lieb-zu-haben…. Ich habe noch alle vier.

Gestern nun hab ich eines ausgesucht (das 2. was er mir geschenkt hat…am 1. hänge ich zu sehr) und werde es zusammen mit ein paar  Süßigkeiten zu einem Päckchen packen ….Mein Ex-Freund liegt aktuell wieder in der Uni-Klinik.

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Ganz Corona-konform  liegt das Kerlchen jetzt seit gestern in der Gefriertruhe und wird nach einer leichten Desinfektionsdusche in einem Plastikbeutel in das Päckchen wandern…. möchte ja kein Risiko eingehen.

Jetzt muss ich nur noch entscheiden wohin ich das Päckchen schicke. Das Krankenhaus (hab dort angerufen) möchte nicht, das ich es dorthin schicke.  Bleiben noch seine Mutter oder sein bester Freund.

Bei seiner Mutter bin ich nicht sicher ob sie das auch tatsächlich weiterleitet…bei dem Freund nicht sicher ob er ihn überhaupt besuchen darf…. das werde ich mal abklären…

 

Kein Licht am Horizont

Kein Licht am Horizont

… … … … …

nach einem Monat hab ich per Whatsapp eine Antwort von meinen Ex-Freund erhalten. Ehrlicherweise muss ich sagen, das ich mit einer Antwort überhaupt nicht gerechnet habe.

Aber nun weiß ich etwas genauer was los ist: der Krebs hat sich im verborgenen weiter verbreitet und gestreut: „überall – leider, auch im Kopf“… und scheinbar auch in der Leber.

Ich weiß gar nicht was ich sagen soll. Ich bin schockiert und unendlich traurig. Dieses Mal fühle ich mich zwar nicht schuldig….aber ich kann mein Mitgefühl kaum mehr bewältigen…Eine Immuntherapie wurde sofort begonnen…aber selbst damit liegen die guten Prognosen bei 23 Monaten (nach meiner Recherche im Internet – muss ja nichts heißen trotzdem ist das beklemmend)…das klingt nach Lebensverlängerung…aber nicht nach Heilung. Lebensverlängerung ist natürlich gut…keine Frage…ich würde mir aber für ihn wünschen das er seine Träume und Wünsche noch lange ausleben kann.

Das hier ist nicht abstrakt – sondern real… Ein Mensch den ich mal unendlich geliebt habe, kämpft ums Überleben.

„Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ (Autor: John Green) ist der Titel eines Buch das ich mal gelesen habe… und immer  ist es im Leben anders als man denkt….

 

 

 

Wandern im Regen

Wandern im Regen

Heute Nacht hab ich wirklich gut geschlafen…mein langer Spaziergang durch Hamburg hat mich absolut entspannt.

So sollte es heute gleich weiter gehen…dieses Mal aber wieder im Wald. Mein Tagesziel: Duvenstedter Brook am Rand von Hamburg.

Ja es gab eine Unwetterwarnung…aber irgendwie schien es nicht so schlimm zu werden…der Wind war erträglich und für den Regen gibt es die richtige Kleidung.

Die Fahrt mit dem Auto hat fast 40 Minuten gedauert…und der Regen war heftig….Ausgestattet mit Sporthose und -Shirt, dünner Sportjacke und einer Regenjacke (im Gepäck für den Notfall noch das Regencape)…..und vor allem meinen Lieblingswanderschuhen (gestern war ich in Sneaker unterwegs) ging es in das Naturschutzgebiet Duvenstedter Brook…aber dieses Mal kam ich nicht wirklich hinein…an vielen Stellen waren die Wege gesperrt…Brutzeit für die Tiere…also ging es dieses Mal nur Außenherum…und ich bin im Wohldorfer Wald gelandet (schon witzig: das Letzte Mal war es genau anders herum)…auf den ersten Km hab ich tatsächlich mein Regen-Cape benötigt…erst später wurde es dann wärmer und trocken…aber auch sehr stürmisch.