Minenfeld Familie

Minenfeld Familie

Das Thema mit meinem Schwager ist gestern mal gerade etwas hochgekocht.

Er wurde Ende 2022 arbeitslos, hat sich durch einen Anwalt eine für ihn gute Abfindung per Gericht aushandeln lassen (was bei seinem damaligen Gehalt aber jetzt nicht wirklich viel Geld ist, aber immerhin ist es eine kleine Reserve), dann hat er für 2 Monate wieder gearbeitet, wurde aber gekündigt, weil sehr sichtbar war, das er große Schmerzen in der Hüfte hatte. Also wieder arbeitslos, dann ließ er sich die 2. Hüfte operieren und ist seit wenigen Tagen jetzt wieder arbeitsfähig – aber arbeitslos. Also arbeitet er seit 1,5 Jahren nicht mehr wirklich, bis auf die 2 Monate mittendrin.

Und nun sollte er schon seit einiger Zeit aktiv werden…Schwester+Schwager haben beschlossen, er soll sich vom LKW-Fahrer zum Busfahrer umschulen lassen, denn er darf nicht mehr schwer heben (was er als LFW-Fahrer im Nahbereich immer musste).

Mein Schwager ist eigentlich ein lieber und netter Kerl…aber eben ein Grobmotoriker, was hier nicht als Verunglimpfung gemeint ist, sondern ihm fehlt tatsächlich, seit seiner Geburt, die Feinmotorik. Dadurch wirkt er oft ungeschickt, dappig und vor allem fehlt im die Ruhe und das Gefühl für Feinheiten.

Bei einer Bewerbung, die er mit Hilfe eines Kumpels am Computer stellt, stimmt der Name des Angesprochenen nicht. Die Sätze sind wahllos aneinander gereiht, ohne das sie einen Lesefluss und damit ein gutes Lesegefühl geben. Wichtiges wird weggelassen und Unwichtiges hervorgehoben. Bei längeren Sätzen fehlt dann auf einmal ein Teil, um dem Satz überhaupt eine Bedeutung zu geben und in seinem Lebenslauf fehlten ganze Jahre OHNE das er es bemerkt hätte…sein Kumpel allerdings auch nicht.

Also habe ich bereits im letzten Jahr und auch jetzt, bei der aktuellen Bewerbung die „Endkontrolle“ übernommen..na klar bewirbt sich ein LKW-Fahrer nicht mit den gleichen Worten, wie ein Bilanzbuchhalter…aber es sollte schon ein grammatikalisch normal gutes Deutsch sein und vor allem sollte alles vollständig sein.

Als meine Schwester mich fragte, ob er jetzt mal dort anrufen solle, weil ja bereits fast 3 Wochen her sind, seit er die Bewerbung abgegeben hat, war ich dafür und wollte ihm noch ein paar Tipps geben, wie er sich auf das Telefonat, wenn es denn zustande kommt, vorbereiten könnte, denn manchmal hat man ja Glück und es findet eine Art Vor-Bewerbung statt…das ist dann schon die halbe Miete.

Mein Schwager war jedoch unwirsch und unwillig…als ich ihm einen Vorschlag machte, wie er den Wunsch nach Umschulung positiv formulieren könnte, ließ er mich ins Leere laufen…und meinte das wüsste er alles selber…er erkennt die kleinen Unterschiede einfach nicht…aber ich will mich ja nicht aufdrängen, hab das auch gesagt und dann das Gespräch schnell mit einem schönen Wochenend-Gruß beendet.

Ich sehe ein, das meine gut gemeinten Ratschläge, eben nicht immer auch gut ankommen. Das meine Hilfe hier nicht erwünscht ist (also nicht von ihm, von meiner Schwester schon). Ab jetzt werde ich nur noch Hilfestellung geben, wenn er sie bei mir direkt anfragt…nicht, wenn meine Schwester fragt. Jeder muss seinen eigenen Weg finden und ich sollte mich etwas zurückziehen.

Na klar ist es für meinen Schwager eine emotional schwierige Zeit…er hat mit knappen 58 Jahren Angst, keinen Job mehr zu finden…meine Schwester hat Angst, das er sich noch weiter gehen lässt, nicht mehr arbeitet und die finanzielle Last weiterhin allein auf ihren Schultern liegt…und Beide sind zwar dankbar, das ich sie, auch finanziell, unterstütze, wollen das aber eigentlich nicht.

Ich muss also vorsichtig sein mit meinen Vorschlägen, weil ich nicht den Eindruck erwecken möchte, eine Art Mitsprache-Recht zu haben. Und genau an dem Tag, als es um das Telefonat ging, haben sie mir die Rechnung über den Eigenanteil eines Zahn-Implantats meiner Schwester zugeschickt…ich hatte versprochen den Teil zu bezahlen, den die Versicherungen nicht übernehmen. Vielleicht hat mein Schwager deshalb etwas dünnhäutig reagiert.

Für mich ist es die Gelegenheit, mich noch weiter zurück zu nehmen…und im stillen die Daumen zu drücken, das es klappt mit der Bewerbung.

Protein Bagel ohne Hefe

Mit Blick auf einen Becher Skyr im Kühlschrank, hab ich mich an ein Rezept aus dem Internet erinnert….Protein-Bagel ohne Hefe, dafür mit Skyr und Dinkelmehl…

Ich hab alle Zutaten zusammen gemischt, Bagel daraus geformt, jeden Teigling für 20 Sekunden in heißem Wasser gesiedet, in Sesamkörnern gewälzt und dann für 30 Minuten im Backofen gebacken…und natürlich hab ich die ersten Beiden noch heiß mit Butter und etwas Käse belegt, gleich gegessen…hmm erstaunlich luftig und lecker:

Hier das ganze Rezept für den Teig:

450g Dinkelmehl 630, 400g Skyr, 4 TL Backpulver, 80ml Öl, 100ml Wasser, etwas Salz, etwas Thymian/Oregano, Sesam nach Geschmack…und noch mehr Sesam, um die Teiglinge nach dem Sieden darin zu wälzen. Dann bei 190Grad für 30 Minuten bei Umluft backen.

Der Bobtail in mir…

…hat sich durchgesetzt…meine Haare wuchern mal wieder und jetzt auch noch mit Absicht.

Seit fast 20 Jahren habe ich einen flotten Kurzhaarschnitt…der steht mir sehr gut und sieht mit den dezent rotgefärbten Haaren, auch in meinem Alter, immer noch gut aus…aber bei der Menge an Haaren, muss ich ständig nachschneiden…so oft kann ich gar nicht zum Friseur gehen.

Während der Corona-Zeit habe ich ja „gelernt“ selber zu Schere und Maschine zu Greifen: Kürzen der Haarlänge, Übergänge schneiden damit die Haare schön fallen, Ausdünnen der vielen Haare mit der Effilierschere , damit ich eben nicht aussehe wie ein Bobtail…ausrasieren des Nackens damit etwas Luft dran kommt und die Haare sich nicht unschön auf einem Kragen biegen.

Nun hab ich vor einiger Zeit bemerkt, das ich einen „Geierhals“ entwickele…mein Hausarzt war der Meinung,das kann ich ignorieren, das ist nicht schlimm…aber es sieht nun mal von der Seit echt merkwürdig aus, das mein Kopf nicht mehr senkrecht auf dem Hals, sondern leicht nach vorne gebeugt erscheint. das kann durch jahrelange Fehlhaltungen kommen und so ein Hohlkreuz und damit einen Rundrücken begünstigen

Ich mache inzwischen Übungen um meine Haltung wieder zu verbessern und den Rundrücken zu bekämpfen. Zum Glück ist es bei mir nur ganz leicht…also hoffe ich das wieder geraderücken zu können…also im wahrsten Sinne.

Sooo und mit meinem Kurzhaarschnitt wird der Hinterkopf super schön betont, die Haare sind sehr kurz und schmiegen sich stufig eng an den Kopf. Wenn ich jetzt ein Shirt trage, also etwas ohne Kragen, dann wird so dieser Geierhals besonders hervorgehoben.

Also lasse ich gerade meine Haare wieder etwas länger wachsen und das schon seit fast 4 Monaten und jetzt weiß ich auch, warum so viele Frauen bei einem Kurzhaarschnitt bleiben, sobald sie einmal einen haben. Die Übergangszeit ist schrecklich.

Zuerst ließ ich also das durchgestufte Deckhaar nachwachsen, achtete aber darauf, das der untere Teil der Frisur noch erhalten blieb – dann begann die 2.Phase.

Als meine Haare sich so langsam ihr Terrain wieder eroberten und sich Stück für Stück über die Ohren schoben, wie Efeu, das sich an einem erkrankten Baum herumschlängelt, war ich echt unglücklich…und mehr als einmal stand ich schon vor dem Friseurladen. Bei mir sind es ja nicht nur sehr viele Haare, sondern auch sehr dicke…und der Bobtail ist zwar ein niedlicher Hund, aber so eine Fülle an Haaren ist ja auch ein Wärmeschutz, eine natürliche Wollmütze…aber ich habe eh schon viele Hitzewallungen, da brauche ich nicht auch noch eine ständige Wollmütze auf dem Kopf.

Nun gut…lange Rede – kurzer Sinn: inzwischen ist der haarige Übergang fast abgeschlossen…und es sieht auch wieder gut aus…Der Hinterkopf wird immer noch gut betont…jetzt aber mit weniger Stufen und insgesamt längerem Haar, die Seiten bedecken die Ohren fast gänzlich, so das ich diese schon hinter die Ohren klemmen kann und ich bekomme positive Rückmeldungen von den Kollegen, das mir diese Frisur gut steht.

Das Ganze sieht also wieder stimmig aus und in ca. 4 Wochen gehe ich zum Friseur und lasse mich noch einmal beraten…

Hallo, da bin ich wieder

Ich bin auch mal wieder da….nach 7 Wochen Pause, mache ich dann mal weiter mit dem Schreiben.

Jetzt wo ich wieder auf dem Balkon sitze (oftmals noch gut in Jacke und Decke eingepackt), habe ich auch wieder Lust zu schreiben. Ich hoffe es geht Euch allen gut.

Eine Zusammenfassung der letzten Wochen, werde ich jetzt nicht schreiben, aber das eine oder andere dann doch noch berichten….aber es geht mir gut, auch wenn mein Kardiologe den wieder gestiegenen LDL-Wert (von 58 auf 78) als schlecht bemängelt. Nur mal so zur Erinnerung: für gesunde Menschen sind bis 140 normal. Aber gesund bin ich ja nicht – auch wenn eine Arteriosklerose nicht weh tut oder im Alltag einschränkt…es ist nun mal eine Krankheit, die man erst nehmen sollte, zumindest wenn man sein Leben liebt. Also hab ich jetzt eine höhere Dosierung des Cholesterinsenkers bekommen und nehme die natürlich auch täglich wie verordnet…wie auch all die anderen Tabletten.

Nur dem aktuellen beruflichen Stress kann ich kaum aus dem Weg gehen und dafür waren ein paar freie Tage zu Ostern echt gut….nun bin ich bereits im Endspurt zum 1.Quartalsabschluss 2024…also noch ein paar Tage und auch das wird wieder erledigt sein.

Dafür hab ich dieses Wochenende allerdings auch gearbeitet…weil ein Teil des Reportings auf kommenden Montag vorverlegt wurde….wie blöd, um den Teil zu reporten, muss ich jede Firma so gut wie fertig haben….aber die gesamten Abschlüsse sind erste eine Woche später fällig…nutzt aber nichts, eben wegen des vorgezogenen Teils….also eine Verkürzung der Abgabefrist durch die Hintertür…aber aufregen hilft ja nichts…zumal erst Mittwoch die Anweisung kam, ich diese erst Donnerstag realisiert habe….also denkbar knapp. Ich habe aufgehört mich darüber zu ärgern.

Allerdings hab ich vor ein paar Tagen auch noch die echt blöde Nachricht bekommen, das mein dänischer Chef die Firma verlässt. Das kam unerwartet und hat mich auch vom Stuhl gehauen….ausgerechnet in diesem Jahr, wo ich noch so viel mit ihm zu klären habe….aber ich kann verstehen, das er geht. Er wohnt ca. 100km vom Büro entfernt, ist so Anfang 40, hat Frau und noch kleine Kinder und hat die letzten 3 Jahre viele Veränderungen auf den Weg gebracht…also er hat sehr sehr viel gearbeitet….so etwas muss die Familie auch mit tragen…und ich denke er hat jetzt die Reißleine gezogen.

Ich hatte noch keine Gelegenheit mit ihm zu sprechen (die Mitteilung kam per Mail)…und wir wissen momentan auch gar nicht, wie es weitergehen wird….bekommen der Controller und ich jetzt einen deutschen Chef, oder werden wir Teamleitern in DK zugeordnet….oder „übernimmt“ uns ein neuer Finanzchef in DK?

Na ja einer meiner Lieblingssprüche lautet ja: Nichts ist so beständig, wie die Veränderung. Also heißt es abwarten, fleißig weiter arbeiten und schauen, wie es sich entwickelt. Menschlich ist es auf jeden Fall ein Verlust – zumindest für mich.

jetzt geniesse ich erst einmal den Rest-Sonntag….

Pause – zu be continued

Pause  – zu be continued

Mir geht es körperlich und seelisch gut…mein Job läuft wieder rund ohne allzu viel Stress und ich bin mit meinem Leben super zufrieden, so wie es jetzt läuft…ich gehe weiterhin alleine durch das Leben und freue mich über meine abendlichen Walkingrunden, Ausflüge am Wochenende, meine selbst gekochten Gerichte und selbstgebackenen Brote usw. Neuerdings gehe ich auch wieder ins Fitnessstudio und nehme zusätzlich an Online Yoga- und Pilateskursen teil, das macht mir Spaß.

Für April hab ich für mich und meine Schwester ein verlängertes Wochenende in Soltau gebucht…sie hätte gerne mal wieder eine Auszeit von „Zuhause“ und nachdem sie dann doch nicht alleine reisen möchte, machen wir zusammen einen Wellness Urlaub.

In Richtung meines Schwagers hab ich schon signalisiert, das wir noch in diesem Jahr ein weiteres verlängertes Wochenende, dann aber zu Dritt, machen werden….damit er nicht schon wieder leer aus geht…wir Drei haben uns auf den Besuch der Insel Rügen geeinigt….allerdings muss für die weitere Planung erst einmal klar sein, wann und wie er wieder arbeitet…noch ist er ja krank geschrieben.

Soooo das vorausgeschickt, mache ich jetzt eine Pause mit dem Bloggen.

Wer schon länger bei mir liest, wird bemerkt haben, das meine Blog-Beiträge nicht mehr täglich kommen…manchmal nicht mal mehr wöchentlich. Nachdem ich seit 2019 eigentlich täglich, über die Veränderungen in meinem Leben (Trennung vom Freund, Kündigung des Jobs, Wegzug aus Hessen, „Neu-Ansiedelung“ in Schleswig-Holstein, Wieder-Entdeckung meiner persönlichen Freiheit usw.) berichtet habe, fehlt mir seit längerem der Drang mich regelmässig ausführlich mitzuteilen.

Das bloggen bietet mir die Möglichkeit mich mitzuteilen und mich auch mit Anderen auszutauschen und das ist mir wichtig, Ihr seid mir sehr wichtig geworden und ich frage mich schon eine Weile, was sich da bei mir verändert hat, das ich es nicht mehr schaffe einfach zum Laptop zu greifen und drauflos zu schreiben.

Das Bloggen war für mich nicht nur ein lockeres Ausdrucksmittel um mich mitzuteilen, sondern bot mir auch eine psychologische Aufarbeitung meiner letzten Jahre in Hessen, die Möglichkeit meine eigene Kindheit und die familiären Beziehungen gerade zu rücken, mich nach vielen Jahren in einer seltsamen Beziehung selber wiederzufinden und mein ICH zu festigen in all meiner oft komplizierten Art, mit all meinen Unzulänglichkeiten und mich wohl und zufrieden damit zu fühlen. Eure Rückmeldungen auf meine Beiträge haben mir immer gut getan, fühlte mich damit immer unterstützt und gaben mir das Gefühl „richtig“ zu sein…

…es fühlte sich tatsächlich ganz oft wie „Therapie“ an…oder wie eine lange Reise zu mir selbst…und jetzt bin ich zur Ruhe gekommen.

Jetzt fühle ich mich rundherum wohl und richtig…für den Moment und deshalb brauche ich (wieder einmal) eine Blog-Pause. Deshalb hab ich auch keine Blog-Einladungen in der letzten Zeit angenommen…ich komme mit dem Lesen der Vier Blogs denen ich folge (und die mir wirklich sehr wichtig sind 🥀🍀) jetzt schon kaum nach…aber hier werde ich weiterhin mitlesen …

Ich bin bald wieder da….bis dahin passt gut auf Euch auf 💐

Wirbelwind68

Auge in Auge

Seit einiger Zeit ist mir bewusst, das ich mich auch mal wieder auf neue Menschen einlassen sollte….und da ich mich mit der Babbel Sprachlern-App gerade nicht weiter motivieren kann, hab ich schon seit längerer Zeit nach einem VHS-Kurs gesucht, der tatsächlich physisch statt findet.

Dieser Kurs startete jetzt in einem der Nebenorte, hier in der Nähe, am Mittwochabend um 18 Uhr. Wie immer, hab ich den ganzen Tag schon innerlich nach Ausreden gesucht, nicht dorthin zu gehen….hahaha…aber keine gefunden…noch 10 Minuten vor Beginn war die Fensterfront des Seminarzentrums dunkel und insgeheim hoffte ich, das der Kurs gar nicht statt findet. Es ist unfassbar, wie schwer mir das inzwischen fällt.

Das Kursbuch hatte ich mir rechtzeitig besorgt und der Kurs kostet ja auch Geld….dann sah ich ein paar Menschen, die in das dunkle Gebäude gingen und ich bin hinterher….Im Kursraum saßen schon einige in einem hell erleuchteten Raum…der ging nach Hinten raus…deshalb sah es von der Straße so verlassen aus.

Wir sind 10 Kursteilnehmer + Lehrer….und die kannten sich schon alle aus dem Kurs vom letzten Jahr…und ich wusste noch nicht, ob ich da überhaupt reinpasse. Der Lehrer ist schon sehr speziell, aber er macht es sehr locker…die Kursteilnehmer scheinen nett zu sein und mit dem Anfänger-Lernniveau kann ich gut mithalten….brauche mich nicht zu verstecken. Ich hab ja bereits einen großen Wortschatz und kann diese auch aussprechen…jetzt muss ich es nur noch schaffen aus den Worten auch ganze Sätze zu bilden… und bei so einem Präsenz-Unterricht wird man ja zum mitmachen aufgefordert….das ist gut so.

Der Kurs geht jetzt über insgesamt 12 Wochen…bin mal gespannt, ob ich das in diesem Format durchhalte. Seit dem Mittwoche bin ich wieder motiviert und meine bisher erworbenen Kenntnisse der dänischen Sprache kommen auf einmal auch wieder zum Vorschein….war vorher scheinbar durch den Stress der letzten Wochen etwas blockiert.

Vor dem Kurs saß ich also noch eine Weile im Auto, weil ich zu früh dran war…war nervös und wollte noch schnell etwas in meiner Banking-App erledigen…und dabei habe ich mich mehr als ungeschickt angestellt….hab meine privaten und beruflichen Kennwörter irgendwie durcheinander geworfen, so das letztendlich mein Zugang gesperrt wurde, beim Entsperren war ich dann auch noch zu unkonzentriert und prompt wurde mein Banking-App Zugang komplett deaktiviert. Also – DAS muss man so auch erst einmal hinbekommen.

Als letztes erschien ein Hinweis, das man mir jetzt einen neuen Aktivierung-Code per Briefpost zuschicken wird…was 1-2 Tage dauern würde. Na super.

Letztlich kam der Brief dann am Samstagnachmittag…und jetzt läuft auch wieder alles.

Das war mir mal wieder eine Lehre…also nichts mehr mit „mal eben“ so unterwegs schnell etwas erledigen zu wollen.

App noch einmal – gar nicht so leicht

Während meine berufliche Woche mal wieder erfreulich unspektakulär war, war es drumherum etwas turbulenter.

Mein Arbeitgeber bietet seit Februar eine Mitgliedschaft bei einem Firmenfitness-Anbieter an…und ich hab das Angebot angenommen…wollte ja sowieso gerade zu einem anderen Fitnessstudio, hier im Ort, wechseln…leider nimmt DAS Fitnessstudio nicht an der Co-Operation teilnimmt…dafür aber 8.000 andere Anbieter – in ganz Deutschland.

Jaaa was bringt mir das, wenn ich aus so vielen Anbietern in ganz Deutschland wählen kann, wenn ich Vorort nicht wirklich viel Auswahl habe…aber ich probiere es einfach mal aus. Hamburg ist ja doch nahe.

Diese Firmenfitness funktioniert über eine App, auf der meine Mitgliedschaft bestätigt wird und ich kann mir dort, eben aus vielen verschiedenen Anbietern von Fitnessstudios, Yoga- und Meditationsstudios, Schwimmbändern und allerlei anderen Sportmöglichkeiten, dasjenige aussuchen, in das ich heute oder morgen gehen möchte, manchmal muss man vorher einen Termin machen, bei anderen geht man einfach hin und checkt über die App ein. Bei anderen muss man sich Vorort noch eine Zutrittskarte ausstellen lassen, die man einmalig extra bezahlen muss…das finde ich okay.

Im ersten Moment klingt das leicht und unkompliziert…in der Realität bedarf es sehr genauer Vorbereitungen…zumindest am Anfang. Nachdem man sich für eine Sportstätte entschieden hat, fängt der schwierigere Teil an.

Ich hab bei verschiedenen Studios in der Nähe angerufen und Niemanden erreicht…zu einem bin ich dann hin…da war niemand mehr, der mir Auskunft geben konnte, wie das funktioniert, das kann ich erst in der kommenden Woche klären.

Um dann doch endlich anzufangen, habe ich für Samstagmorgen an einem Entspannung-Yoga-Kurs ONLINE teilgenommen. Dafür musste ich mir aber erst einmal die ZOOM-App runterladen, damit ich mich mit den Zugangsdaten in den Kurs einwählen konnte….der Online-Kurs wäre ja gut gewesen, wenn meine Trampeltierchen über mir (meine Nachbarn) nicht gleichzeitig jede Menge Lärm veranstaltet hätten…aber mit den Kopfhörern konnte ich mich einigermaßen auf den Sport konzentrieren….allerdings bin ich nicht mehr ganz so beweglich, und die Übungen wurden sehr schnell hintereinander – in fließenden Bewegungen – ausgeführt….nicht jede Übung gelang mir..ich war aber trotzdem zufrieden….

Der Lärm über mir, hörte nicht auf und ich hab schon gedacht, die Räumen beim Putzen gleich die ganze Wohnung um…nun, später am Tag hab ich gemerkt, die haben die Wohnung wohl nicht um- sondern ausgeräumt…zumindest stand da ein geschlossener Anhänger auf deren Parkplatz mit jeder Menge Kleinmöbel, die darin verstaut wurden. Ob die Ausziehen? Keine Ahnung – In letzter Zeit sind die wirklich sehr umtriebig gewesen…Und als ich abends nach Hause kam, sind Beide mit dem Auto weg gefahren…Und heute hab ich noch keinen Mucks von Oben gehört….diese unglaubliche Ruhe tut meiner Seele gut.

Soo am Nachmittag bin ich dann nach Niendorf in eines der größeren Fitnessstudios gefahren, nur um mich zu erkundigen, wie das jetzt bei denen mit der Firmenfitness-Cooperation läuft…hatte auch meine Sporttasche gepackt mitgenommen..

Das Fitnessstudio liegt im Keller eines kleinen Einkaufszentrums….dort funktionierte die Fitness-App aber nicht…also musste ich mich erst in das WLAN des Fitnessstudios einwählen, dann klappte es auch mit der App, damit ich mich über einen QR-Cde anmelden konnte….der junge Mann hinter dem Tresen hat mir alles freundlich erklärt und gefragt ob ich ein Vorhängeschloss dabei habe. Vorhängeschloss? NEIN – davon stand nichts in der App ….okay konnte eines ausleihen, dann brauchte ich noch ein „Einlassarmband“ mit dem ich neben dem Zugang auch die Dusche und den Getränkestand aktivieren konnte. Lustig – für die Spinde sind die im Jahr 2010 stehen geblieben, alles Andere ist hypermodern. Egal ….und weil ich ja schon einmal da war, hab ich auch trainiert.

Das Fitnessstudio ist groß (für mich wichtig: das Gefühl von Weite und ausreichend Abstand zwischen den Geräten, dazu hohe Decken), moderne Geräte und sauber vor allem auch die Duschen….der Cardio-Bereich ist ausreichend bestückt…inclusive Rudergeräten und auch der Kursraum ist richtig groß…und vor der Tür gibt es jede Menge Parkplätze, die man für mehrere Stunden benutzen kann….ich war etwas mehr als 1 Stunde trainieren…aber moderat…trotzdem hab ich heute Muskelkater an einigen Stellen…aber nicht zu viel…anschließend hab ich noch die Dusche mit dem „Einlass-Armband“ ausprobiert…klappte anstandslos..

Prima, damit hab ich jetzt zumindest erst einmal ein Fitnessstudio gefunden, mit dem ich mich anfreunden kann….der Anfang ist gemacht. JAAA mit dieser Fitness-App und den weiteren Apps, die das nach sich zieht, wenn man weitere Infos zu den Fitnessstudio haben möchte, ist es jetzt nicht ganz leicht,…..aber letztlich hat es bereits zweimal geklappt und ich denke, es wird einfacher werden, wenn ich das länger mache….

Eine andere App hat mich in dieser Woche allerdings noch viel mehr beschäftigt…hatte ich mich doch aus meiner Banking-App selber ausgesperrt….und das liess sich dann nicht so leicht wieder aktivieren.

Baustellen-Chaos und ein schleichender Abschied

Nach den hektischen Wochen seit Jahresanfang, hat sich in dieser Woche wieder alles weitestgehend normalisiert. Das wurde aber auch Zeit….es bleibt viel zu tun, aber der Druck ist vom Kessel…und in dieser Woche war es ruhig und ich hab viel geschafft und mich wieder mehr mit den Kollegen Vorort unterhalten und war mittags mit zum Essen außer Haus.

Donnerstagabend hab ich mich in Hamburg mit der ehemaligen Kollegin Kim getroffen. Im Dezember hatte es ja leider nicht mehr geklappt mit unserem Weihnachtsmarkt-Besuch…aber nun waren wir im Stadtteil St.Georg bei „Frau Möller“…..eine urige Bierkneipe mit guter einfacher Hausmannskost….das Publikum ist von jung bis alt, sehr gemischt. Ich hatte Labskaus, für Kim gab es Grünkohl…beides war sehr lecker…das waren ordentliche Portionen und vernünftige Preise.

Einen Tisch für 2 Personen zu reservieren, war irgendwie nicht mehr möglich, aber wir sollten kommen: für 2 Personen würde sich wohl immer ein Tisch finden….so wurden wir an einen 6er Tisch platziert…und mit uns noch 2 weitere Personen….das war lustig und nett.

Um überhaupt bis dahin zu kommen, war es jedoch eine Odyssee…ich dachte es wäre ausreichend wenn ich um 15:15 Uhr losfahre, unsere Verabredung war um 18 Uhr….37km und 2 3/4 Stunden klingt nach massig Zeit…und genau so hatte ich geplant…ich fahre früh los, suche mir in Ruhe einen Parkplatz und schlendere dann noch ein wenig, um ein paar Blümchen zu besorgen….denn Kim hatte inzwischen ihren langjährigen Freund geheiratet.

Der Plan war gut…ging aber nicht auf. Angekommen bin ich um 18.03 Uhr – ohne Blumen und teilweise im Laufschritt.

Es scheiterte als erstes einmal daran, das ich in Quickborn überhaupt nicht auf die A7 in Richtung Hamburg kam….es ging im Schneckentempo voran, bis ich endlich nach 40 Minuten vor der gesperrten Auffahrt stand, mitten im Chaos, weil andere das gleiche Problem hatten. Davon war in den Verkehrsnachrichten gar nichts berichtet worden. Leider sind 2 meiner Schleichwege seit mehreren Wochen gesperrt und so musste ich den gleichen Weg zurück…das hat sehr lange gedauert…bin dann über die Bundesstraße 4 gefahren…das ging dann auch einigermaßen gut.

Hamburg ist für mich aktuell die Hauptstadt der Baustellen. Ich immer wieder Straßen ausweichen und es ging nur noch gaaaaaanz langsam voran…um 17:44 Uhr hatte ich dann endlich einen Parkplatz gefunden, 1.3 km vom Ziel entfernt…aber vor mir lag eine, viele Straßen-und Kreuzungen lahmlegende Riesenbaustelle…also bin ich zu Fuß weiter…aber auch so, musste ich einige Straßen weitläufig umrunden…ohne „Maps“ wäre ich wohl nie am Ziel angekommen…weil ich sooft die Richtung wechseln musste und ich war ja noch nie in dieser Gegend hier.

Ich war also um 18:03 Uhr am Eingang…aber meine ehemalige Kollegin war noch nicht da….ihr Bus kam nicht und so hat sie sich mit U-Bahn und ebenfalls zu Fuß auf den Weg gemacht…aber irgendwann sassen wir uns dann gegenüber…hatten leckeres Essen vor uns und für die nächsten Drei Stunden haben wir uns ausführlich unterhalten.

Das war lustig und schön und auch etwas traurig, wenn sie wandert jetzt wohl im April endgültig nach Shanghai aus. Ihr Mann hat seinen Dr.-Titel (ist aber kein Arzt) jetzt offiziell und ist schon dort. Sie haben also bereits eine Wohnung, er arbeitet auch schon und sie folgt ihm jetzt. Als gebürtige Hongkong-Chinesin freut sie sich darauf, nach 13 Jahren in Deutschland, wieder zurück in den asiatischen Lebensraum zu gehen….sie meinte aber, wenn sie dort ist, fällt ihr immer auf, wie Deutsch doch ihre Ansichten geworden sind.

Jetzt macht sie erst einmal 3 Wochen Urlaub mit Ihrem Mann und irgendwann so im März wollen wir uns noch einmal treffen.

Das war ein schöner Abend, wir sind später noch ein wenig durch die Straßen gelaufen, bevor wir uns in entgegengesetzte Richtungen auf den Heimweg gemacht haben. Wir den Rückweg hab ich weniger als 1 STunde gebraucht…aber da war es auch weit nach 21 Uhr…

Sonnenaufgang an der Alsterquelle

Sonnenaufgang an der Alsterquelle

Ganz früh, zum Sonnenaufgang, bin ich heute ins Alsterquellen-Tal gefahren….das liegt nur ca. 10 km entfernt.

Bei knappen 2 Grad, Windstille, mit noch gefrorenem Boden und Raureif auf den Feldern ging es für 2 Stunden durch das Alsterquellen-Tal, durch die Naturschutzgebiete: Oberalsterniederung und streifte noch das Henstedter Moor….es war sooo friedlich, still und stimmungsvoll…und Sonne gab es auch.

Herrlich diese Stimmung am Morgen…und ich fühlte mich endlich nicht mehr ganz so müde…mit frischem Kaffee und Butterbroten ausgestattet bin ich kreuz und quer gelaufen, so das es tatsächlich knappe 9.5 km waren….als ich wieder am Auto ankam.

kurzzeitig – Verstörende Sehprobleme

ich hab ja erwähnt, das ich es schon seit ein paar Tag gemerkt habe, wie meine Kräfte schwinden….Donnerstag vor einer Woche hatte ich kurzzeitig ein verstörendes Problem mit einem Auge.

Da saß ich im Homeoffice, wie immer stundenlang auf die Bildschirme starrend, als am Vormittag auf einmal mein Sehfeld am linken Augenrand anfing zu vibrieren…es steigerte sich zu einem unkontrollierbaren Wackeln, zucken und starken Vibrieren in jede Richtung und dazu zuckten nur noch dreieckige gelbe Blitze die vom linken Augenrand mehr und mehr mein Sichtfeld am linken Auge einengten. Mir wurde etwas schwindelig und übel war mir durch dieses wackeln und vibrieren auch.

Ich bin sonst nicht so ängstlich und zum Arzt gehe ich nur, wenn es unbedingt sein muss, aber das hier, das hat mir richtige Angst gemacht. Ich hab noch keinen Augenarzt hier im Ort..hab das Gesundheitszentrum in der Nähe angerufen, die auch eine Augenärztin haben und gefragt ob ich kommen kann…ja – kommen sie sofort, aber zu fuß. Kein Problem, das ist nur ca. 5 Minuten von meinem Zuhause entfernt.

Ich war noch nicht ganz aus aus der Tür, da war alles wieder normal…kein Vibrieren, keine zuckenden Blitze mehr….ich bin trotzdem zur Ärztin gegangen.. Nach kurzer Wartezeit bekam ich etwas ins Auge geträufelt und einen Sehtest. Dann hat sich die Ärztin das Auge genau angeschaut. Es ist alles in Ordnung mit dem Auge. Die Netzhaut usw. ist alles okay.

Aber sie hatte nach meiner Schilderung gleich eine Erklärung. Es war eine Migräne.

AHA !?! Migräne? die hab ich schon seit vielen Jahren nicht mehr und ich hatte doch auch gar keine Kopfschmerzen. Also wenn sie „Stress“ gesagt hätte…aber Migräne -so abwegig – fand ich.

Aber sie erklärte mir, das es auch eine „stille Migräne“ gibt, in der man eine Aura hat, aber keine Kopfschmerzen. Dabei hatte ich auch früher bei meiner Migräne noch nie etwas Vergleichbares.

Bei einer Aura kommt es zu Sehstörungen, die sich oftmals durch Blitze, Zickzack-Linien oder blendende Kreise im Sehfeld auswirken. Diese können einzeln auftreten oder sich durchs Blickfeld bewegen. Für einige Patienten erscheint eine Aura schlierenhaft, als würden sie durch eine verschmutzte Brille blicken. Andere empfinden die Sehveränderungen, als würden sie ein Spiegelbild auf einer welligen Wasseroberfläche sehen. In der Regel verbinden sich die gesehenen Strukturen zu einem sogenannten Migräneskotom, welches am Rand oft scharfe Zacken aufweist.2 Häufig fällt auch die Sehkraft teilweise oder ganz aus. Darüber hinaus klagen manche Betroffene über Schwindel, Kribbeln, Taubheitsgefühle in Armen und Beinen oder Sprachstörungen.

Typischerweise fängt einige Zeit nach der Aura der Kopfschmerz an. Bei der Migräne ohne Kopfschmerzen bleibt dieser jedoch aus.

https://www.leben-und-migraene.de/migraene/symptome/migraene-ohne-kopfschmerzen#:~:text=Die%20Migr%C3%A4ne%20ohne%20Kopfschmerzen%20(migraine,kann%20auch%20eher%20schwach%20ausfallen.

aus: Leben mit Migräne

Nun erst einmal war ich zufrieden, das es meinem Auge gut geht…und auch, das die Blitze wieder weg waren…aber es hat mich doch tiefgreifender beunruhigt…und ich habe wieder einmal den Entschluss gefasst, mich beruflich weniger unter Druck zu setzen oder setzen zu lassen…bis Ende dieses Jahres werde ich schauen, wie es sich bei uns in der Firma entwickelt und werde evtl. schon früher auf weniger Wochenstunden gehen…bzw. schon vorher etwas Arbeit abgeben.