Morgens im Schwimmbad

An meinem 2. Urlaubstag bin ich morgens gut aus dem Bett gekommen…geplant war für heute noch einmal in das Arriba-Bad in Norderstedt zu fahren. Nur im Urlaub hab ich die Möglichkeit morgens früh schwimmen zu gehen…aber ich war trotzdem erst um 8 Uhr dort.

Mir gefällt, das ein Teil der Bahnen abgetrennt sind und man dort quasi im Kreis schwimmt….ich war zuerst auf der Bahn für die Schnellschwimmer….das passte ganz gut…Es war nur eine junge Frau da, die wir immer wieder vorgelassen haben, weil sie deutlich schneller schwamm als wir restlichen 3 Personen…aber das ging gut…meinen ersten Kilometer konnte ich so ziemlich ungestört schwimmen.

Dann wechselten die Personen und das Tempo in der 1. Bahn zog merklich an…da hab ich mich auf eine andere Bahn verzogen, um die nun schnelleren Schwimmer nicht zu behindern.

Leider waren auf allen anderen Bahnen jedoch ausschließlich ganz langsam schwimmende ältere Personen unterwegs und ich schaffte es nicht mehr zurück in meinen Rhythmus. Bin aber noch weitere 700m mit Unterbrechungen geschwommen, bevor ich dann etwas frustriert aufgab.

Schade, eigentlich wollte ich heute endlich mal die 2 Kilometer vollenden…aber ich merkte wie meine gute entspannte Laune, sich langsam verdüsterte…also habe ich lieber abgebrochen…nene die Laune wollte ich mir nicht verderben lassen.

Ich war dann noch im Herold-Center…bin aber nur etwas dadurch geschlendert…es war ein stürmischer und sehr regenreicher Tag und am Ende lief meine Nase fast ununterbrochen…so habe ich den Rest des Tages und auch den folgenden Tag ganz ruhig und entspannt zuhause verbracht.

Bremen und das Schnoorviertel

Montagmorgen musste ich erst einmal zum Arzt….da lief zum Glück alles schnell und unkompliziert und anschließend, bin ich auf die A7 in Richtung Bremen gefahren.

Jaaa an einem Montagvormittag durch den Hamburger Elbtunnel zu fahren, ist vielleicht keine so gute Idee…aber der Verkehr war moderat…nur der Wechsel der Autobahnen: A7/ A261/ A1 hat ein wenig gedauert.

Die Fahrt habe ich mir mit meinem aktuellen Hörbuch mental verkürzt, es ist „Game over – der Fall der Credit Suisse“. Eine Dokumentation über die Machenschaften der Schweizer Bank seit den 60er Jahren bis heute – also bis zur Zwangsfusion mit der UBS im Jahr 2023.

Dieses Mal habe ich mir in Bremen direkt ein Parkhaus in der Innenstadt gesucht (beim letzten Besuch hatte ich trotz eines ausgewiesenen Parkplatzes mit bezahltem Parkschein ein Knöllchen bekommen, weil ich zu der Tageszeit gar nicht in diese Straße hätte reinfahren dürfen – das große Schild mit dem Hinweis hatte ich zwar gesehen, aber den Inhalt nicht wirklich wahr genommen hahahaha).

Inzwischen war es später Vormittag und ich hatte Hunger, bin ins „Alex“ gegangen, mit einem großen schwarzen Kaffee und einer netten Auswahl vom „Frühstücks-Buffet“ habe ich mich gemütlich an einem kleinen Tisch in einer Ecke niedergelassen und habe das nur leicht verfrühte Mittagsessen genossen.

An einem Tisch vor mir saß eine Frau mit großer Reisetasche und als sie auf die Toilette wollte, fragte sie mich nach dem Weg dorthin und ob ich kurz auf ihre Tasche aufpassen könnte….na klar – kein Problem. Als sie wieder zurück kam, sind wir ins Plaudern gekommen, haben uns eine ganze Weile unterhalten.

Sie ist 45 Jahre alt, hat 2 fast erwachsene Kinder, war in Bremen zu Besuch bei Freunden, wollte jetzt zurück nach Wiesbaden und wartete auf die Abfahrt. Es war ein ungezwungene und lockere Unterhaltung über Alles Mögliche: über Wiesbaden, über Kinder die Erwachsen werden, über Lebensabschnitte die sich ändern und Umzüge in andere Bundesländer, über Ehemänner und das alleine Leben danach…es war ein geistreiche und trotzdem lustige Unterhaltung.

Irgendwann wurde es Zeit für mich, mit meinem Rundgang durch Bremen zu starten. Ich habe mich verabschiedet und ihr alles Gute gewünscht – vor allem eine gute Heimreise.

Dieses Mal wusste ich ja, wo ich hin wollte: in das Schnoor-Viertel….das Wetter war durchwachsen, aber es blieb dann doch trocken und teilweise wurde es ein schön sonniger Tag bei 18 Grad.

Schön war es in diesem Viertel mit den kleinen Gässchen und den liebevoll gestalteten Häusern…richtig malerisch und gemütlich mit vielen kleinen Geschäften und Cafe`s

Kreuz und quer bin ich dadurch gelaufen…habe alles auf mich wirken lassen…in einem Geschäft mit außergewöhnlich liebevoll gestalteten Postkarten für alle möglichen Gelegenheiten, habe ich mich gleich mal ausreichend eingedeckt. Jaaa nicht ganz günstig, dafür aber individuell.

Später bin ich an der Promenade der Weser entlanggeschlendert und noch später quer durch die historische Altstadt mit dem Bremer Rathaus und den Stadtmusikanten.

Irgendwann nach mehr als 23.000 Schritten und knappen 16km war ich genug gelaufen und hatte auch genügend gesehen….es war ein schöner Ausflug, den ich bestimmt bald mal wiederholen werde…

Für die Rückfahrt hatte ich mir in einem Asia-Laden eine Nudelbox gekauft….jetzt noch in ein Restaurant einzukehren dazu hatte ich keine Lust. Müde war ich nun und wollte einfach wieder nach Hause.

Die Rückfahrt war dann auch unkompliziert und kurzweilig…und geschlafen habe ich in der Nacht dann auch richtig gut

kleiner Ausflug mit Regenbogen

Letzten Sonntag bin ich dann gegen Abend mal wieder in das kleine Heidegebiet, ganz hier in der Nähe, gefahren. Der Blick auf so eine schöne Heidelandschaft hat auf mich immer eine besondere Wirkung von Ruhe und Zufriedenheit.

Dafür muss ich aber nicht extra 100km bis in die Lüneburger Heide fahren, sondern es reichen dafür auch die „Holmer Sandberge“ und die sind nur ca. 20 Minuten von Quickborn entfernt.

Als ich zuhause losfuhr regnete es und die Wetter-App machte auch keine Hoffnung auf etwas Blauen Himmel oder gar Sonne…doch wie immer, darf man sich einfach nicht darauf verlassen…einfach losfahren und das Wetter nehmen, wie es dann kommt.

Denn als ich meine kleine Wanderung in den Holmer Sandbergen startete, regnete es zwar immer noch, aber der Himmel weiter vor mir riss langsam auf und so kam ich den unglaublichen Genuss selber im Regen zu stehen, aber in die Sonne zu schauen….das fühlte sich lustig an.

Zumal man auf den Bildern nun wirklich nicht erkennen kann, das ich tatsächlich im Regen stehe….und ein paar Minuten später…beim Rundgang um diese schöne Heidelandschaft, da war er dann….der Regenbogen…während es weiter auf mich herab regnete.

Leider war es mir nicht möglich den Regen im Bild einzufangen….dazu reichte meine Handykamera nicht aus. Der Regen zog dann auch weiter und der Regenbogen verblasste sehr schnell.

Das war ein schöner kleiner Ausflug.

schon wieder Urlaub – und ein kleiner Blick zurück

Da ich meine Urlaubstage in kleinen „Häppchen“ nehme, habe ich schon wieder Urlaub…also für die nächsten 4 Arbeitstage.

Seit ein paar Tagen überlege ich nun schon, was ich mit den freien Tagen anstellen werde. So langsam ist ja Ende der Urlaubs-Hauptsaison, aber die Hotelpreise in Norddeutschland sind immer noch sehr hoch…zu hoch für meinen Geschmack und so habe ich mich gegen eine auswärtige Übernachtung entschieden.

Das gesparte Geld habe ich dann lieber am Samstag für ein paar schöne Dinge ausgegeben: Ich war Samstagfrüh bei der Friseurin und anschließend war ich shoppen. Immerhin ist schon Herbst, also gab es ein paar knöchelhohe Boots, eine Jeans, zwei Pullover und ähmmm….eine Softshelljacke in dunkelblau.

Jaaaa Jacken sind meine große Schwäche, besonders bei Strickjacken kann ich nicht nein sagen, aber auch Regenjacken und Übergangsjacken sind so schön und so praktisch….also eigentlich habe ich genügend…aber immerhin ist die eine oder andere Jacke inzwischen auch etwas zu groß geworden, das sieht dann nur noch plump aus…also konnte ich nicht widerstehen, immerhin war sie im Preis runter gesetzt.

Anschließend habe ich mir noch den Luxus geleistet, mein Auto von Außen und Innen reinigen zu lassen…nach meinen letzten Touren in den Wald zum Pilze sammeln, war mein Auto wirklich dreckig…und mich um die Innenreinigung zu kümmern, da hatte ich überhaupt keine Lust zu….in Hamburg gibt es diese Waschstraßen, die auch eine Fließband-Innenraumreinigung anbieten, das reicht für mein Auto allemal und mit einem Kombipreis von 40 EUR wurde mein Auto einmal rundherum betreut.

Morgen früh muss ich jetzt noch zum Arzt und anschließend setze ich mich dann ins Auto und fahre nach Bremen – das Schnoorviertel wollte ich ja schon länger mal besuchen und ist auch nur ca. 145km entfernt.

Ich mache also nur einen Tagesausflug und dann schaue ich einfach mal, was mir sonst noch so für die nächsten Tage einfällt, außer Gardinen waschen und Wohnung putzen.

Aktuell bin ich mal wieder in einer Phase, wo ich nichts Überflüssiges herumstehen haben möchte…hab bereits gestern angefangen langjährige Deko-Elemente weg zu räumen und kleinere Sachen umzustellen bzw. Ventilator und anderen Kram aus dem Arbeitszimmer, in den Keller zu räumen.

Ich bin froh das der Sommer nun größtenteils für dieses Jahr vorbei ist und rückwirkend atme ich auf, das die extrem heißen und trockenen Zeiten in diesem Jahr fast komplett an uns vorbei gegangen sind….im letzten Jahr war es viel heißer hier oberhalb von Hamburg. Puh – Glück gehabt, diese extremen Temperaturen aus den anderen Bundesländern…da haben mir die Menschen echt leid getan…und freue mich über meine Entscheidung in den Norden der Republik gezogen zu sein….und das vor genau 6 Jahren.

Gestern vor 6 Jahren (an einem Freitag den 13.) bin ich im mit meinen letzten Habseligkeiten im Auto, in Schleswig-Holstein angekommen. An dem Freitagmittag hatte ich meinen Laptop in der alten Firma bei Frankfurt abgegeben, mich von den letzten Kollegen schnell verabschiedet (die eigentliche Verabschiedung hatte ja schon ein paar Tage zuvor stattgefunden) habe mich ins vollbepackte Auto gesetzt und bin hier hoch gefahren. Meine Möbel waren ja schon vorher umgezogen….nur ich musste noch Vorort arbeiten.

Tja was soll ich sagen – das war tatsächlich eine meiner besten Entscheidungen, die ich im Leben getroffen habe…und es war auch nicht das erste Mal, das ich so einschneidende Ortveränderungen vorgenommen habe…und jede dieser Entscheidungen war richtig, aber diese hier – das war eindeutig die Beste.

Und zu den 6 Jahren Schleswig-Holstein, gesellt sich noch ein „Jubiläum“….Wordpress hat mich darauf aufmerksam gemacht, das ich hier bereits seit 10 Jahren angemeldet bin. Übrigens immer mit dem gleichen Bild und unter dem gleichen Namen. Ich hatte nie eine Veranlassung das zu ändern. Dabei ist so viel passiert in diesen Jahren…krass wie die Zeit vergeht.

Ein kleiner Unfall

Meine Schwester hat sich vor nunmehr 4 Wochen am Knöchel verletzt und ist seitdem wieder krank geschrieben. Ich weiß gar nicht, warum ihr ständig so etwas passiert. Auf einem Blumenfeld, wollte sie Blumen pflücken und ist umgeknickt….Die Blumen haben sie dann doch noch gepflückt und bezahlt….aber der Fuß schwoll mehr und mehr an.

Natürlich an einem Sonntagabend … ab ins Krankenhaus zum Röntgen, irgendetwas schien seitlich „abgesplittert“, dann hiess es nach dem MRT, das Aussenband am Knöchel sei verletzt…jetzt trägt sie eine Orthese und läuft an Krücken…seufz.

Wir waren für den 30.08. verabredet und so bin ich dann nach Flensburg gefahren – viel unternehmen konnten wir ja nicht, da sie den Fuß nicht belasten durfte….also haben wir bei Kaffee und Scones mit clotted cream und Marmelade bei den Beiden im Wohnzimmer gesessen und haben uns unterhalten…später sind wir noch in das tolle Sushi-Restaurant gefahren, wo wir schon einmal waren.

Es war lustig und wir hatten einen schönen Tag…seitdem mein Schwager nachts eine Schlafmaske trägt, ist er viel vitaler und kann mit meiner Schwester wieder mehr mithalten…also wenn sie sich nicht gerade mit Krücken selber ausbremst.

Es war schon fast 21 Uhr als ich wieder nach Hause fuhr. Das nächste Mal sehen wir uns am 2. Oktober …dann kommen bei zu mir und wir gehen am Abend in die Elbphilharmonie zu einem Orgelkonzert.

Das neue Team – schwieriger als gedacht

Das neue Team – schwieriger als gedacht

Die Woche war emotional anstrengend…man merkt das die Urlaubszeit endgültig vorbei ist und der nächste Quartalsabschluss bereits in der Luft liegt. Die Kollegen aus der Zentrale sind umtriebig und das bringt Unruhe.

Und auch Kollegin Katrin ist wieder zurück aus dem 3wöchigen-Urlaub und bereits nach 2 Tagen mega-gestresst, was ich nicht nachvollziehen kann…ich habe versucht, sie zu beruhigen – immerhin kommt sie NICHT in ein Chaos zurück. Denn der Teamleiter und die neue Kollegin Cordula haben fleißig ihre Tages-Arbeiten abgearbeitet.

Und troztdem reibt sich Katrin an Allem, jede E-Mail von den Kollegen, die es doch schon besser wissen müssten, jeder kleine Fehler der Cordula aus Unwissenheit über spezielle „Praktiken“ in unserer Firma passiert ist…ihr Perfektionismus steht ihr einfach im Weg, denn natürlich haben die Beiden (Teamleiter+Cordula) nicht jeden Handgriff so gemacht, wie sie es sonst macht.

Anstatt also froh zu sein, das nicht „hunderte“ von Lieferanten-Rechnungen und Reisekosten-Abrechnungen liegen geblieben, reibt sie sich an Kleinigkeiten, die nicht ganz, in ihrem Sinne, korrekt gelaufen sind.

Ich ahnte da schon, das kann nicht allein an den Fehlern liegen….das steht doch etwas anderes dahinter. Ich hatte mich außerplanmäßig Donnerstag ins Homeoffice verzogen, weil Katrin ins Büro kommen wollte, um mit unserer neuen Kollegin ein paar Dinge zu besprechen. Der Mittwoch hatte mir schon vollkommen gereicht…an dem Tag konnte ich quasi nicht wirklich arbeiten und ich muss ja auch mit meiner Arbeit voran kommen.

Freitag hatte ich dann ein längeres Telefonat mit ihr…und irgendwann fiel der Satz, der ihre Stimmung erklärte: „Die Cordula kann einen ja ganz schön überrennen“. Das war es also….Kollegin Katrin hat Angst von der Neuen abgehängt zu werden. Sie haben sich ja auch bisher nur die 2 Tage vor ihrem Urlaub gesehen…das richtige Kennenlernen findet ja jetzt erst statt und über die Aufgabenverteilung wurde auch noch gar nicht gesprochen. Immerhin arbeiten die 3 Kollegen alle zusammen an einer Firma.

Ja Cordula hat ein sehr sicheres Auftreten, zeigt ihr Wissen und ist dabei freundlich und nett…aber auch durchsetzungsgewohnt und wirkt damit dominant. Wir sind uns da ähnlich. Katrin ist eher zurückhaltend in ihrem Auftreten, weiß aber auch ihre Positionen bei Kollegen klar zu kommunizieren…aber eben auf eine leise Art.

Ich weiß um ihre sensible Seite, kann sehr gut damit umgehen und bestärke sie auch immer, ihre Positionen klar zu machen….aber auch, das sie sich nicht für alles verantwortlich fühlen sollte…das sie manches einfach hinnehmen muss, wenn wir keinen Einfluss darauf haben…dann lohnt es sich nicht, sich permanent emotional daran zu zerreiben.

Ich hoffe in ein paar Wochen sieht sie auch, wie wertvoll eine Kollegin wie Cordula für uns ist…vor allem wenn eine vernünftige Aufgabenverteilung zwischen den 3en dann klärt, wer sich um was kümmern muss.

Wie immer betrifft mich das nur am Rande. Ich habe mein eigenes Aufgabengebiet – und wie immer bin ich froh und dankbar das ich mit unserer Hauptfirma in Deutschland beruflich fast nichts zu tun habe.

Deshalb sind selbst unsere Mittwoch-Meetings zu Viert (auch Jour-Fixe genannt) für mich fast uninteressant – ich unterstütze aber meine Team-Kollegen bei bestimmten Themen und Vorhaben mit entsprechendem Fachwissen oder Besonderheiten in unserem Firmenkonstrukt, vor allem das immer kompliziertere Geflecht wer für was in der Zentrale zuständig ist oder wo man Informationen herbekommen kann.

Ich bin der Erklär-Bär…denn ich bin mit 5,5 Jahren, seit dem Weggang des Controllers, die einzige langjährige Mitarbeiterin in der Buchhaltung und diejenige, die am meisten Kontakt zur dänischen Zentrale hat: Katrin ist jetzt ein Jahr dabei, hat aber nur einen bestimmten Aufgabenbereich abgedeckt- bisher keine Abschlüsse gemacht, der Teamleiter hat bald das Ende seiner Probezeit erreicht und Cordula hat erst vor 1 Monat angefangen. Wir sind also ein ganz „junges“ Team – wenn auch nicht an Lebensjahren…

Arbeit oder Spiele? – Arbeit!

Die Woche war mehr als ruhig…was vor allem daran lag, das die meisten deutschen Kollegen 3 Tage nicht in ihren Büros gearbeitet haben…die meisten waren auf einer Firmen-Veranstaltung im hohen Norden Dänemarks und ein paar Kollegen war auf einer Messe, ein paar In Urlaub….und ich?

Ich habe lieber gearbeitet, anstatt mich auf einem Firmen-Event zu vergnügen. Für mich wäre es bestimmt nicht so vergnüglich geworden…mit einem Bus von HH in die Firmen-Zentrale zu fahren, mit mehreren Kolleginnen ein Hotelzimmer zu teilen, dann mit mehreren Hundert Menschen auf 87 Teams aufgeteilt zu werden, um irgendwelche Spiele zu spielen..also das fällt eindeutig nicht in meine Kategorie: Vergnügen.

Für den Abreisetag am Mittwoch, hab ich mich gleich mal ins Homeoffice verzogen…denn das Hamburger-Büro war der Treffpunkt, für alle die, die mit dem gemieteten Bus mitfahren wollten…Donnerstag war ich dann quasi alleine im Büro (mit 2 anderen Kolleginnen aus den anderen Etagen) und Freitag hab ich mich ebenfalls wieder im Homeoffice aufgehalten.

Und ich habe and diesen Tagen super arbeiten können…denn auch aus der Zentrale kamen nur spärlich Mails und Anrufe…und so habe ich mich auf wunderbar ruhige Art mit all dem Kram beschäftigen können, der bisher immer noch so unerledigt geblieben ist…und gleichzeitig habe ich schon mal für die ersten 11 Gesellschaften den kommenden Quartalsabschluss vorbereitet…..und das hat mir in der Tat richtig Spaß gemacht.

Mit jeder dieser erledigten Aufgaben, fühle ich mich wohler und erleichtert, das ein weiteres Problem aus der Welt geschafft ist….dumm nur, das es immer wieder neue Probleme gibt…die nur teilweise mit dem neuen Programm zusammen hängen. Manche haben andere Ursachen…was es aber auch nicht leichter macht.

Aber mir geht es gut:

Kollegin Katrin kommt Mitte der Woche aus ihrem 3,5wöchigen Urlaub zurück, Kollegin Cordula hat sich in dieser kurzen Zeit schon sehr gut eingearbeitet und arbeitet sehr selbständig, unserem Teamleiter scheint es auch besser zu gehen, seit Cordula da ist…und ich…

…ich passe weiter meine Arbeits-Strukturen an die Realität unseres neuen Programms an, um noch effizienter zu werden….bügle immer noch ein paar Dinge aus, die bisher nicht gut gelaufen sind und versuche weiter mit der IT zusammen, die immer noch fehlerhaften Einstellungen in einigen Bereich des neuen Programms auszumerzen…stoße aber an die Grenzen unserer hauseigenen IT, die sich eigentlich schon um die Umstellung in den nächsten Ländern kümmern muss.

Aber ich kann in einigen meiner ganz kleinen Firmen, bisher immer noch keine Rechnungen im System erzeugen, weil es da in Deutschland ein paar Spezialregeln für die UST bei grenzüberschreitenden Leistungen gibt…und diese Leistungen zerschiessen leider die vor-eingestellten sogenannten „Cross-Company-Buchungen“ …es ist also reiner Murks – leider darf ich nicht den unkomplizierten Weg im System gehen….sehr ärgerlich.

Hier muss ich geduldig warten, bis die IT eine automatisierte Lösung für beide Seiten (ausstellende Gesellschaften und empfangende Gesellschaft) findet….naja noch haben wir fast 4 Monate Zeit, bevor das Jahr schon wieder zu Ende ist. Ich erkläre also wieder und wieder das Problem – für jede Gesellschaft neu….und es tut sich einfach nichts…

Der 3. Engel !

Manchmal muss man doch auch mal Glück haben…und ich hatte im Vorfeld sooooo sehr gehofft, das mit der neuen Kollegin in unserem Team, jetzt wirklich mal alles besser wird.

Aber nach dem absoluten Glücksgriff mit Kollegin Katrin, hatte ich nicht wirklich damit gerechnet, tatsächlich noch eine weitere, zu uns passende, Kollegin zu bekommen.

Seit dem 15.08. haben wir sie nun im Team, als Ersatz für den Controller…ich nenne sie ab jetzt Cordula.

Kollegin Katrin, Kollegin Cordula und ich…da sind wir nun also 3 Damen im gestandenen Alter zwischen Mitte 40 und Ende 50, und dazu unser Teamleiter. Cordula ist mit Mitte 40 jetzt die Jüngste in unserem Team, ist verheiratet und hat 2 fast erwachsene Kinder…UND sie ist klasse.

Während Kollegin Katrin seit 1,5 Wochen bereits im Urlaub ist, kümmern sich der Teamleiter und ich uns um die neue Kollegin. Und schon nach 14 Tagen sagt Cordula unserem Chef (der schon ein paar Monate dabei ist) wie unser System funktioniert. Das sagt doch wohl alles.

Sie hat eine schnelle Auffassungsgabe, arbeitet eigenständig, scheut keine Kommunikation und übernimmt wie selbständig Verantwortung für alles was gerade so anfällt, sie schaut einfach nach wie es bisher gemacht wurde, stellt dabei auch die richtigen Fragen und menschlich verstanden wir uns auf Anhieb. Sie hat eine sehr natürliche Art, die mir gefällt – gibt ihr Wissen sofort preis, wenn es erforderlich ist…und sie kann gut mit meinen Eigenheiten umgehen.

Das ist GENAU die Art von Mensch, die wir so dringend für unseren Neustart im Team (Ohne den Controller, dafür mit Teamleitung) im Hamburger Büro brauchen. Jetzt können wir nach Vorne schauen und darauf aufbauen, so das wir zu Viert alle Firmen, die wir von hier aus betreuen, bestmöglich nach Vorne bringen…mit Schwung und Energie.

Ich hoffe das bleibt jetzt mal eine Weile so….

Buchhaltung – Kaffeesatzleserei?

(Achtung – nur langweiliges Arbeitszeuges !!)

Buchhalter generell sind ja spezielle Wesen…wer sich lieber mit Zahlen, als mit Menschen beschäftigt und einen so ungeliebten Beruf ergreift, wird entweder mild belächelt oder aber auch argwöhnisch beäugt.

Für manche sind wir Anhänger einer okkulten Vereinigung, die eine wirre Geheimsprache sprechen, aber mindestens aus der Zahlenpanscherei ominöse Aussagen zur Gegenwart und Zukunft treffen können, scheinbar Kaffeesatz-Leserei… hahahaha.

Die meisten Menschen wissen wirklich nicht, was wir den ganzen Tag eigentlich so machen, in unseren ruhigen Büros, mit dem staubtrockenem Thema und den endlosen Zahlenkolonnen auf verschiedenen Monitoren….das Einzige was sie sehen ist: wir bezahlen Rechnungen oder wir bezahlen Rechnungen eben nicht und dann ist das Geschrei groß.

So ging es mir dem dem Geschäftsführer einer unserer externen Investoren für ein Projekt. Er teilte mir mit, das er immer noch eine Frage hat, obwohl ich ihm schon seit Monaten jede seiner Fragen aus dem Jahr 2022 beantwortet habe. So langsam war ich ziemlich frustriert, denn er verstand meine Erklärungen „nicht wirklich“.

Und so blieben die beiden wichtigsten Fragen, aus seiner Sicht, unbeantwortet: WARUM war das Bankkonto beim Einstieg als Investor denn (scheinbar) vertragswidrig nicht auf 0,00 EUR und warum wurde noch nach dem Stichtag noch eine Ausschüttung an die bisherigen Gesellschafter getätigt.

Das ein „Bankkonto“ (Aktiva in der Bilanz / Teil des vorhandenes Vermögen), nicht das „Kapitalkonto“ (Passiva in der Bilanz/ welche Mittel wurden für das aktive Vermögen verwendet: Eigenkapital/Fremdkapital) ist, hatte ich ihm schon vorher erklärt. Denn im Vertrag stand, das das Kapitalkonto zum Stichtag auf 0,00 EUR sein soll…nicht das Bankkonto

Das „Stichtag“ z.B. 30.06. aber nicht bedeutet, das am 30.06. die Zahlen fest stehen, sondern das noch nachträglich zum Stichtagsdatum rückwirkend alle entsprechenden Geschäftsvorfälle verarbeitet werden müssen, um überhaupt eine korrekte Stichtags-Bilanz erstellen zu können, schien im auch nicht klar zu sein.

Beim Telefonat letzten Donnerstag war er dann auch ziemlich ratlos und er meinte er hätte es nicht so mit den Bilanzen. Eine Aussage die ich erstaunt zur Kenntnis nahm, denn ein Geschäftsführer sollte schon Bilanzen verstehen. Er bat mich, es noch einmal „anders“ zu formulieren.

So langsam hatte ich aber auch verstanden, wie ich es am Besten schreiben sollte, so wie ich es früher neuen Azubis erklärt habe.

Freitagnachmittag setzte ich mich also an die Antwort und habe versucht kurz und mit einfachen Worten das Prinzip der doppelten Buchführung in Deutschland zu erläutern. Habe dazu Ausschnitte aus der Bilanz beigefügt, Auszüge aus dem Vertrag ebenfalls, und auch den zeitlichen Ablauf zwischen dem Stichtags-Datum, den Zeitraum wann Lieferanten-Rechnungen kommen, den Zeitraum wann die Gutschriften der Direktvermarkter bei uns ankommen, wann wurde die Zwischenbilanz rückwirkend zum Stichtag erstellt und wann ist dann das Geld geflossen um die Kapitalkonten zu bereinigen.

Habe auch noch einmal erläutert warum das Bankkonto nicht auf 0,00 sein kann und das es auch gar nicht gefordert ist. Dabei habe ich größtmöglich auf fachspezifische Ausdrücke verzichtet.

Ich hoffe ich habe jetzt den richtigen Ton und die richtigen Worte gewählt….der Investor ist zwar echt nett, aber auch leicht zu beleidigen, wenn er das Gefühl hat er wird nicht ernst genommen. Bin mal auf seine Reaktion gespannt

Die Brandenburgerin

Ach was war das schön die Brandenburgerin mal wieder zu treffen. Wir tauschen ab und an Nachrichten über Whatsapp aus und telefonieren auch unregelmäßig miteinander…manchmal haben wir ja auch noch beruflich miteinander zu tun, aber ein persönliches Treffen ist doch etwas anderes.

Wir waren direkt in Neuruppin in einem sehr gemütlichen Restaurant, mit einem netten Hinterhof…sehr schön bei dem heißen Wetter…und wir haben uns stundenlang über Gott-und-die-Welt unterhalten.

Unser Treffen war ihr Einstieg in einen dreiwöchigen Urlaub. Ich war durch den Zwischenstopp in Ludwigslust eh in Urlaubsstimmung…wir haben also gut gegessen und geklönt.

Ich bewundere sie für ihren Familiensinn und über ihre innere Stärke, denn es gab so einige Schicksalsschläge in der Familie. Sie ist immer da für ihren invaliden-verrenteten Lebensgefährten (mit Ende 40) , ihre 3 Kinder, ihre kranke Mutter und ihren Vater (die Eltern leben seit vielen Jahren getrennt), ihren Ex-Mann mit dem sie sich immer noch gut versteht…ich staune immer, wie Familie auch sein kann.

So ein innerer Zusammenhalt, eine Familie die ständig zusammengluckt, wo alle immer gerne zusammen kommen, zusammen in Urlaub fahren…auch die inzwischen gerade erwachsenen Mädels mit ihren Partnern und der noch minderjähre Sohn, der zwischen Vater und Mutter pendelt. Wenn ich die Bilder sehe, staune ich über die Anzahl an Menschen, die sich da für kleine Ausflüge und große Urlaube zusammen finden.

Ich wäre niemals auf die Idee gekommen mit meinem Vater und Freunden meines Vater in Urlaub zu fahren und dann auch noch in einem Ferienhaus zusammen zu wohnen….hahaha.

Und mich hat sie auch in ihr großes Herz geschlossen…als ich vorschlug das wir uns zu Zweit in der Stadt treffen, meinte sie das ihr Freund enttäuscht wäre, weil er mich nach 2 Jahren auch gerne wiedersehen würde….damit habe ich nicht gerechnet. Deshalb haben wir neben unserem 2er Treffen am Freitagabend, auch ein weiteres Treffen, Samstagvormittag bei ihnen im Garten verabredet…so für 1-2 Stunden.

Nach dem Essen sind wir dann noch runter zum Neuruppiner See gelaufen und daran entlang…der laue Abend lud einfach dazu ein, hier entlang zu flanieren.

In der Nacht habe ich dann auch super geschlafen…hier der Blick aus dem Motel-Zimmer