Abkühlung und Aussichten

Heute Nacht kam das Gewitter…Regen, Wind, Blitz und Donner…..alles zusammen hat die stickig schwülwarme Luft vertrieben. Drinnen wie draußen….und auch jetzt ist es immer noch windig und der Himmel ist bedeckt…es sind 22 Grad und ich finde es gerade herrlich.

Ich werde jetzt gleich mal nach Hamburg fahren….Richtung Speicherstadt….ich überlege noch ob ich das Rad mit nehme….das würde meinen Bewegungsradius erheblich erweitern… leider hatte ich nicht daran gedacht es gestern Abend schon ins Auto zu packen. Es steht draußen geschützt unter dem überstehenden Rand des Hausdaches, an der wind-geschützten Seite….trotzdem wird es nass sein. Egal – wozu gibt es Lappen…

Einen kurzen Stopp werde ich noch im Büro einlegen….ich bin ja noch die nächsten Tage im Homeoffice und benötige dringend eine Abrechnung, die hoffentlich noch am Freitag angekommen ist….es war am Freitag niemand da, den ich hätte bitten können, mal nach der Post zu schauen.

Ach – am Montag Mittag hab ich endlich mein jährliches Personalgespräch, also das 1. in dieser Firma…..nachdem ich den DK-Chef dann doch freundlich dazu angeregt hatte, mit mir doch mal einen Termin zu vereinbaren. Der vorgegebene Zeit-Korridor ist sowieso schon vorbei…jetzt wird es langsam Zeit….na ich bin ja mal gespannt.

Sooo, aber jetzt ist erst einmal Sonntag und ich möchte mich nach den heißen Tagen endlich mal wieder vernünftig bewegen… mehr als 28 Grad sind heute für Hamburg auch nicht angesagt….also sollte es ganz erträglich sein…

Eine Nacht auf dem Balkon

Bei der Aussicht das die Temperatur in der Nacht nicht unter 21 Grad sinken wird und bei den aktuellen Tagestemperaturen von über 32 Grad, selbst hier im hohen Norden, hatte ich mich gestern Abend entschieden, auf dem Balkon zu übernachten.

Mein Balkon liegt gut geschützt auf der Rückseite des Hauses zum Garten hin….ist fast rundherum mit einer Balkon-Umrandung geschützt…..zusätzlich auch noch mit Pflanzen, an den Stellen wo die Umrandung nicht möglich ist….Einzig mir fehlt ein Dach oben-drüber….und die 3 Nachbarhäuser drumherum sind etwas höher gebaut, als mein Balkon.

Wie im letzten Jahr hab ich mein Sonnendach nur halb-aufgespannt und senkrecht gestellt, so das ich zu der einen Häuserseite ebenfalls vor Blicken geschützt bin.

So ohne schützendes Dach heizen sich die Fliesen auf dem Balkon immer so extrem auf, das meine Fußsohlen diese nicht mehr betreten können, das ich es jetzt mal mit einem Outdoor-Teppich probiert habe….ja jetzt kann ich wieder barfuß laufen….Also auf den Teppich kommt die Isomatte , dann die mobile Klappmatratze, eine Baumwoll-Decke als Bettlaken und ein Bettbezug ohne alles als Bettdecke…und mein Kopfkissen aus dem Schlafzimmer. Fertig ist mein Outdoor-Schlafplatz.

Es war schon nach 23 Uhr als ich mich hin gelegt habe und das bei immer noch 28 Grad. Ich musste mich überwinden einen Schlafanzug mit langen Hosen und langen Ärmeln anzuziehen….hahahaha aber dafür hatte ich ja auch nur einen Bettbezug als Decke.

Das kostete mich echte Überwindung, weil es für diese langärmeligen Klamotten eigentlich zu heiß war, aber ich wollte potenziellen Plagegeistern nur wenig Angriffsfläche biegen, habe ich doch die Angewohnheit Arme und Beine nicht unter der Decke zu lassen.

Es war noch immer nicht ganz Dunkel und mit dem Blick in den Himmel bin ich dann aber sehr zügig und extrem entspannt eingeschlafen…Aufgewacht bin ich einmal in der Nacht, weil es tatsächlich ein wenig kühl wurde….der Wind wehte über den Balkon…also hab ich meine „Decke“ etwas höher gezogen und bin dann erst um 4:45 Uhr so wirklich vom Morgengrauen und Vogelgezwitscher wach geworden. Es fühlte sich toll an, aber ich war noch müde…..

Ich hab also meine Freiluft-Schlafstätte verlassen, hab alles wieder abgebaut, bevor die Nachbarn das doch noch mit bekommen und bin noch für weitere 2 Stunden in mein Bett gekrabbelt und hab weiter geschlafen…da ich über Nacht beide Balkontüren und alle Fenster weit aufgelassen hatte, war die Wohnung wieder angenehm temperiert.

Mit dem endgültigen Wachwerden merkte ich aber eine erstaunliche Schlappheit, die meinen Körper zu blockieren schien…hmmm….da scheint mir die Hitze und die Arbeit in dieser Woche doch mehr zugesetzt zu haben, als ich bis dahin gemerkt habe (dabei hab ich gestern Abend nur eine ganz kleine Fahrrad-Runde gedreht…ganz ohne sportlichem Ergeiz)….bis zum Mittag hab ich es gerade mal geschafft Kaffee zu kochen und mich anzuziehen….ich hab den Vormittag über dann mit Lesen verbracht.

Am Mittag endlich, da war es aber schon wieder sehr warm draussen und auch drinnen, hab ich Brötchen gebacken (den Teig hatte ich gestern vorbereitet), das Badezimmer geputzt und auch sonst wieder klar Schiff gemacht…Aber so ein richtiges Energiebündel war ich immer noch nicht.

Kraft und Energie kam erst gegen Abend zurück….also hab ich mich endlich mal um die Pflanzen auf dem Balkon gekümmert…die hab ich echt vernachlässigt. Und ich war noch einkaufen: viel Obst und Gemüse. Warum ich aber Stangen-Sellerie gekauft habe, ist mir ein Rätsel… eigentlich mag ich den nicht (ich liebe dafür Knollen-Sellerie)….aber ich starte jetzt noch einmal einen Versuch…der eigene Geschmack verändert sich ja auch.

Endspurt zum Wochenende

Schon um 5.30 Uhr war ich fertig angezogen um noch bei den 18 Grad draußen eine Morgenrunde zu walken….die bestimmt einzige Zeit dieses Tags, die noch etwas Kühle versprach…

und so bin ich eine meiner Standard-Routen gelaufen, die mich bereits nach ein paar hundert Metern aus dem Ort herausführt. Fast unmittelbar bekomme ich dann das Gefühl von Freiheit… und schaue in diese schöne Natur..

Auch ein paar Jogger sind heute früher unterwegs….noch schnell raus – bevor es richtig heiß wird…knappe 5km und eine Stunde später, war ich dann bereit für den letzten Arbeitstag in dieser Woche.

Wie schon geschrieben war es danach im Homeoffice bis zum Mittag richtig angenehm….und die letzten beiden Strategie-Punkte für den heutigen Tag waren

  • einen leckeren leichten Salat zum Mittagessen und
  • Feierabend um 14 Uhr machen

Bestehend aus: Rucola, Tomaten, Frühlingszwiebeln, Rote-Beete, Feta, Thunfisch in Eigensaft und geröstete Pinienkerne…dazu Olivenöl, Salz und Pfeffer.

Hmmm, das nächste Mal lieber wieder ohne Thunfisch….die Kombination Pinienkerne und Thunfisch passte dann doch nicht so zusammen.

Für den Rest des Nachmittags werde ich mich jetzt gleich auf den Balkon begeben….und die Füße kommen in eine Schüssel mit Wasser…..

der Backofen kocht

Nach dem Ausflug letzten Samstag, hab ich den Sonntag zuhause genutzt um den Stapel Bügelwäsche abzuarbeiten (noch bevor die große Hitze kommt), weitere Wäsche zu waschen und meinen Kleiderschrank zu optimieren…immerhin brauche ich jetzt weder Winter-Jeans noch dicke Strickjacken…

Ich war den ganzen Tag über fast kommunikationslos und doch gut beschäftigt….so das ich am Ende des Tage sehr zufrieden mit dem Tag war…auch wenn ich nicht eine Zeile geschrieben habe. Ich hatte einfach auch keine Lust mit anderen Menschen in Kontakt zu treten…und hatte auch kein Bedürfnis etwas zu schreiben.

Aber gekocht habe ich dann doch.

Das einzige Brot in dieser Woche war der Versuch eines doppelt gerollten Brotkranzes….heraus gekommen ist…. ähmmm….. DAS hier 😂

Also ich hab den Brotteig dünn ausgerollt…so flach und dünn wie bei einem Strudelteig…danach hab ich den Teig zu einer Rolle aufgerollt….und dann diese lange Rolle zu einem Kreis zusammen gedreht…und ab in den Backofen (hier aber ohne Wasserdampf).

Der Effekt sollte eine Art lockeres blättrig strukturiertes Fladenbrot ergeben….so hatte ich es zumindest mal bei Jamie Oliver gesehen…was ich aber erst NACH dem Backen realisiert habe…. vor dem Backen sollte der Teig noch einmal flachgedrückt werden….das habe ich natürlich nicht getan…und so sieht es eher wie ein großer Haufen aus…..hahaha…aber die Konsistenz, Struktur und der Geschmack waren echt klasse.

Nun gut…für den Rest der Woche hab ich auch nur unkomplizierte Dinge gekocht, die der Backofen quasi von selbst kocht:

Backofen-Gemüse: Spitzkohl, Zucchini, Porree und Champignons glein-geschnippelt in die Auflaufform geben, darauf Hähnchenbrut-Filets…mit Salz und Pfeffer würzen und darüber etwas Käse … in den Backofen bei 180 Grad Umluft
Backofen-Gemüse auf dem Backblech: Grünen Spargel, Paprika, Zucchini, Zwiebeln, frischen Spinat klein schnippeln und auf dem Backpapier verteilen…würzen und mit Olivenöl beträufeln, darüber in Scheiben geschnittene Kartoffeln verteilen und noch einmal würzen und Olivenöl dazu…dann in den Backofenn dieses Mal bei 220 Grad Ober-und Unterhitze…zum Schluß auf Grillen gestellt, damit die Kartoffeln etwas knuspriger werden.

Und da ich noch frische Erbsen gedöppt und auch Möhren noch ausreichend vorhanden waren, hab es noch buttriges Erbsen-Möhrengemüse und dazu inKnoblauch gebratenes Gehacktes:

Dafür hab ich Donnerstag mit zwei meiner inzwischen drei weiblichen Kolleginnen die Mittagspause in einem indischen Restaurant verbracht…also davor sitzend….In Ottensen bedeutet das zwar direkt an einer Straße zu sein, das Essen war trotzdem lecker und es war eine lustige kleine Auszeit.

Hitze-Strategien

Fast jeder sagt, das er bei der Hitze gerne ins Freibad oder an den nächsten See fährt. Das ist natürlich die beste Idee…aber ich verbringe i.d.R. nicht meine gesamten Tage am Baggersee.

Für mich ist es daher viel wichtiger, das ich es während solch akuter Hitzephase auch Zuhause gut aushalten kann…

  • Solange auch nur ein wenig Wind gibt, ist es phantastisch, dass ich eine Wohnung über die gesamte Etage habe und sich somit Fenster zu jeder Himmelsrichtung öffnen lassen…ich kann also richtig durchlüften. Nutzt aber nichts, wenn es windstill ist
  • Die Sonne startet bei mir in Küche und erst gegen Mittag wandert sie zum Kleiderzimmer…Leider hat mein Velux-Fenster in der Küche kein Rollo. Also hab ich bereits im Frühjahr eine Hitzeschutz-Folie von innen auf der Scheibe angebracht….die verhindert den Sonnenschein-Einfall in dem kleinen Raum schon um ca. 30% (Laut Hersteller-Angabe) und zusätzlich hab ich heute von Innen ein leichtes Badetuch vor dem Fenster angebracht (einfach oben mit kleinen Gummibändern angeknotet und den unteren Teil aus dem Fenster hängen lassen….

Und DAS macht sich echt bemerkbar….Während mein Außen-Thermometer in der Sonne 45 Grad anzeigt und es 44 Grad zwischen Scheibe und Badetuch sind, sind es im Raum vor dem Badetuch am Fenster nur 31 Grad. Ja das kann ich gut aushalten.

Im Kleiderzimmer und im Wohnzimmer hab ich die Außen-Jalousien erst gegen Mittag zu 3/4 geschlossen, aber gleichzeitig die Balkontür geöffnet gelassen…so kam immer noch ein Hauch von Luft herein und es wirkte nicht stickig….

Erst jetzt am Nachmittag sind es in der gesamten Wohnung 29-30 Grad….und langsam wird es hier etwas unangenehmer. Aber durch die noch leicht geöffneten Dachfenster auf der anderen Seite des Wohnzimmers und des Schlafzimmers kommt immer noch etwas angenehme Luft hinein.

Ich dusche inzwischen komplett abends….so kann ich erfrischt mit einem T-Shirt und nur mit dem Bettbezug als Decke angenehm und gut schlafen….Tagsüber brause ich Arme und Beine gerne mal zwischendurch mit warmen Wasser ab…das kühlt dann im Nachhinein (nur kein zu kaltes Wasser…davon bekomme ich innere Hitze, die dann noch zusätzlich belastet hihihi).

Zu späterer Stunde, wenn die Sonne nicht mehr so unerbittlich auf die Wohnzimmerseite knallt, bin ich dann gerne wieder auf dem Balkon….oder auch früher – dann aber nur mit Sonnendach…..Und so ab 20 Uhr machen dann auch meine kleinen Radtouren wieder Spaß.

Vor 2 Tagen hab ich mich am Abend aber etwas verausgabt…..und das bei nur 23 km Strecke und bei immer noch 23 Grad…eigentlich perfekt, weil es schönen Fahrtwind gab. Aber mich hatte der Ehrgeiz gepackt und ich war viel zu schnell unterwegs. Später konnte ich an meinem Fitness-Tracker ablesen, das ich mich über eine längere Strecke mit dem Puls in meinem persönlichen „Höchstleistungs-Bereich“ aufgehalten hatte…kein Wunder also, das ich im Gesicht knallrot war…hahahaha….also hab ich unterwegs kurz pausiert…

…und für heute Nacht (Die Temperatur soll hier in dieser Nacht nicht unter 21 Grad fallen) werde ich auf dem Balkon schlafen…..Grins…gut das Morgen Samstag ist….

Klein Amsterdam im Norden

Klein Amsterdam im Norden

Wer in Norddeutschland das Bedürfnis nach einem Tapetenwechel hat, sollte wirklich einmal nach Friedrichstadt (Schleswig-Holstein)fahren….dort wo die Treene in die Eider fließt.

Dieses nette Städtchen sollte einmal eine große Handelsmetropole werden, hat es aber nie geschafft mehr als 3.000 Einwohner anzusiedeln….Mit dem Versprechen auf Religionsfreiheit wurden vor mehr als 300 Jahren vor allem Niederländer nach Friedrichstadt gelockt. So ist es auch kein Wunder, das die gesamte Innenstadt niederländisches Flair ausstrahlt…Brücken und Grachten inklusive. Von den ursprünglich 15 verschiedenen Religionen, gibt es heute aber nur noch 5. Außerdem konnte die Stadt nur entstehen, weil man den Boden dem Wasser abgetrotzt hatte…..der liegt nämlich unterhalb des Meeresspiegel.

Die meisten Informationen, die ich hier gerade weitergebe, stammen von einem lustigen, redseeligen AufflugsSchiff-Kapitän mit dem wir eine einstündige Grachtenfahrt durch die Stadt und drumherum unternommen haben. Das hat richtig Spaß gemacht. Das Boot mit ca.35 Personen besetzt, passte an manchen Stellen gerade so durch die Grachten und unter den Brücken hindurch. Und mehr als einmal mussten Tretbootfahrer und Stand up-Paddler zurückweichen, damit unser Boot hindurch passte…

Dabei war das Wetter jetzt nicht hochsommerlich….es gab viel Wind…dafür nur mäßig Sonne….und obwohl der Ort vom Tourismus lebt, konnte man an sehr vielen Stellen sein Auto kostenlos parken.

Ich war mit Schwester+Schwager für 12 Uhr verabredet….hatte aber geahnt, das die Beiden wieder einmal viel früher da sein würden…und so bekam ich tatsächlich schon um kurz nach 11 Uhr die Info: Wir sind da….grummel….grummel. Meine Ankunft war um 11.30 Uhr.

Gemeinschaftlich ging es dann erst einmal auf die Suche nach einer öffentlichen Toilette…..hahaha….es gibt inzwischen sogar Apps dafür…mein Schwager hat die App „Flush“….hab mich halb schlapp gelacht…und denke jetzt selber darüber nach, diese ebenfalls auf meinem Smartphone zu installieren.

Nun konnten wir entspannt mit der Sightseeingtour beginnen. Mein Vorschlag war, erst einmal nach der Grachtenfahrt zu schauen….da ich durch Corona nicht weiß, ob der reguläre Fahrplan überhaupt funktioniert….dort angekommen hieß es….eigentlich geht jede Stunde eine Tour los, wenn mindestens 10 Personen zusammen kommen…..und die nächste Tour startet quasi JETZT…..es war 12 Uhr und die Sonne wagte sich gerade hervor… so haben wir kurzfristig Tickets gekauft.

Also los….ab aufs offene Boot..kaum sassen wir, nahmen wir die Masken runter, wie alle Anderen auch…da kam schon das Kommando: Masken auf….während der gesamten Fahrt (Erst ab der kommenden Woche geht es wieder ohne)…es war eine lustige und kurzweilige Tour.

Die 15 EUR pro Person sind mehr als angemessen….weil man unablässig lustig und locker über die Geschichte der Statdt informiert wurde und die Fahrt einfach Laune macht.

Danach kam der Hunger und in der Nähe des Marktplatzes haben wir etwas gefunden, das uns gefallen hat. Drinnen (mit negativem Corona-Test) in der „Prinzenstube“ fanden die Mitarbeiter noch einen großen freien Tisch für uns, das ganze Ambiente wurde dem Namen gerecht, es wirkte wie aus dem vorletzten Jahrhundert : antiquiert, aber edel.

Für mich gab es Scholle mit Krabben und Pellkartoffeln mit ausgelassener Butter…einfach nur lecker…dazu einen trockenen Weißburgunder.

Wir blieben eine ganze Weile sitzen, bevor wir dann zu Fuß kreuz und quer durch die Stadt gelaufen sind…über Brücken, durch Parks, durch liebevoll restaurierte kleine Straßen und Gassen…..am Wasser entlang….auf die Insel….wieder zurück…..die gesamte Innenstadt wirkt wie aus einer anderen Zeit…..die meisten Häuser mit Blumen dekoriert, viele Bänke vor den Türen….eine Art lebendiges Freilicht-Museum…..

Am späten Nachmittag saßen wir auf dem Marktplatz im Außenbereich eines Eiscafes….mit Milchkaffee und Spaghetti-Eis…und einem Glas Prosecco zum nachträglichem Anstoßen auf den Geburtstag meiner Schwester Anfang Juni.

Dann kam etwas Regen… danach wurde es frischer…..wir haben noch größere Kreise durch die Stadt gezogen…aber die Luft war bei uns raus: ich war kommunikations-müde, mein Schwager bekam Probleme mit der Hüfte und meine Schwester hatte Probleme mit ihren Schuhen (ICH nicht hahaha)…also haben wir den Ausflug beendet und sind zu den Autos zurück.

Der gesamte Tag brachte mir mehr als 20.000 Schritte und 14 km …..Ich war froh, als ich am Abend wieder zuhause war….und für den Rest des Wochenendes hatte ich überhaupt keine Lust mehr mich irgendwie mitzuteilen…..hahaha – also schreibe ich erste heute….

Himmelrichtung: der Nase nach

Der ruhige, schöne Arbeitstag, mit viel Unterhaltung und einer tollen Mittagspause in größerer Runde, ging genauso zu Ende wie er gestartet ist…zuhause hab ich frische Schnitzel geklopft, paniert und gebraten…dazu gab es einfach nur Pommes aus der Heißluft-Fritteuse..

…..und nach einer kurzen Erholung auf der Couch hab ich das Rad geschnappt….ohne Weg und ohne Ziel…einfach drauf los…nur die Anfangsrichtung war klar: Richtung Prisdorf…auf dem schönen kleinen Weg den ich vor ein paar Monaten gefunden habe….und von da an ging es einfach immer nur der Nase nach….ich hab spontan immer den Weg genommen, der mir am Besten gefiel.

Und es gibt viele schöne Wege von Prisdorf in Richtung Tornesch, quer durch den „Esinger Wohld“ wunderschön, vor allem als die langsam untergehende Sonne auf das Kornfeld schien….da hab ich mich eine kurze Weile einfach auf dem Boden niedergelassen und das Bild genossen:

Danach ging es in Richtung Kummerfeld und über Prisdorf wieder zurück nach Hause. Die Temperatur hat auch super gepasst….bin ohne Jacke gefahren, bei leichtem Wind….erst auf dem Rückweg wurde es langsam kühl an den Armen, hatte aber eine dünne Sportjacke dabei.

Jetzt sitze ich hochzufrieden nach 22km auf dem Rad, bei 18 Grad, frisch geduscht noch auf dem Balkon und gönne mir ein Glas Riesling halbtrocken….So darf der Sommer gerne bleiben….

Ich wünsche Euch allen einen schönen Abend.

Schöner Morgen

Seit längerem ist es mir mal wieder gelungen wirklich um kurz nach 5 Uhr aufzustehen….also so schwer wie in diesem Jahr ist mir die Zeit-Umstellung echt noch nie gefallen….meine natürliche Aufstehzeit ist schon seit Jahren so ca. 5 Uhr Morgens, allerdings WINTER-Zeit.

So früh aufzustehen hatte den Vorteil, das ich auch früh genug los konnte, um im nahen Stadtforst meine Morgenrunde zu drehen….Eine Stunde im Wald….noch vor den Joggern oder Hundegassi-Gehern….2 Radfahrer sind mir begegnet…sonst Niemand….Mir ist im Laufe der letzten Monate aufgefallen, das es nur sehr wenige Menschen gibt, die wie ich unterwegs sind….also zügig gehend, ohne Hund und ohne zu joggen…ich bin also ein Exot, zumindest am frühen Morgen oder späten Abend.

Es war weder trübe noch sonnig, einfach ein normaler Durchschnitts-Morgen….und doch ist es morgens im Wald besonders schön….leicht kühl, still auf eine besondere Art, trotz der vielstimmigen Vogelgesänge….Die Heu-Ernte hat auch schon begonnen….also zumindest sind die Wiesen drumherum schon gemäht …hmmm dachte immer, die findet Ende des Sommers statt….aber es gibt wohl unterschiedliche Felder.

Es dufte auf jeden Fall nach dem geschnittenen Gras.

Wieder Zuhause ging es erst einmal unter die Dusche, und mit einem legeren Sommer-Outfit und mit dem ersten Kaffee des Tages ging es zum Schreibtisch….2. Homeoffice-Tag für diese Woche…ab Morgen geht es für den Rest der Woche wieder ins Büro.

Nach Feierabend zog es mich direkt auf den Balkon….auf den Liegestuhl und unter das Sonnendach und … … schon war ich eingeschlafen…aber nur für knappe 15 Minuten…danach hab ich fast eine Stunde den wenigen Wolken am Himmel beim langsamen Vorbeiziehen zugeschaut….und war komplett zufrieden mit dem Tag.

Marschrichtung: In Schwung bringen

Mit leichtem Entsetzen stelle ich nun fest, das die mehr als entspannte Arbeitsweise der dänischen Muttergesellschaft gerade dabei ist, der Realität eines international operierenden Konzern zu weichen…mehr und schneller als ich dachte.

In einem Online-Meeting zu Dritt wurden wir heute auf kommende Änderungen und Überlegungen hingewiesen.

Während für meine letzte Gesellschaft immer noch kein OK für den Jahresabschluss 2020 existiert, wurden wir gefragt, wie schnell wir es schaffen würden, die kommenden 1/2-Jahres-Abschlüsse per 30.06. fertig zu bekommen.

Pause – ähmm….also im letzten Jahr gab es von einer der anderen Chefs einen Plan in dem die verschiedenen Abgabetermine für jede Gesellschaft aufgelistet wurde…da hatte ich für alle meine Gesellschaften 2,5 Monate Zeit. Die Zeitspanne war sehr großzügig bemessen…aber auch sehr willkommen, da es für mich ja erstmalige Abschlüsse in dieser Firma waren und ich 11 Gesellschaften gerade neu implementiert hatte.

Meine Frage: Wann SOLLEN wir denn in diesem Jahr fertig werden.

Gegenfrage des Chefs: Wie schnell KÖNNT Ihr denn fertig sein

Aber dann hat er uns gesagt das er die Daten gerne bis Ende Juli hätte….maximal – also allerspätestens bis 06.08….Alles wegen des Konzernabschlusses.

Ja, also bei mir wird das schon klappen…ich hab inzwischen nach den letzten beiden Abschluss-Sessions meine Abläufe im Blick, vieles ist schon prozess-optimiert, ich weiß wie die Programme funktionieren und worauf besonderen Wert gelegt wird…..und in diesem Jahr gibt es zum Glück keine weitere MWST-Änderung, die mich im letzten Jahr viel Zeit gekostet hat.

Wenn also nichts weiter dazwischen kommt, sollte das kein Problem sein…ich hab ja erst im August Urlaub und mit einem straffen Zeit-Management und ein paar Extra-Stunden werde ich das auch hinbekommen.

Allerdings soll in den nächsten Wochen noch eine Freigabe-Software ausgetauscht werden…eine komplett andere Software und an der Implementierung sind wir in HH nicht beteiligt….müssen dann also mit dem Arbeiten, was uns die Dänen zur Verfügung stellen und ob das mit der Schnittstelle zur Buchhaltungs-Software dann auch funktioniert….na da bin ich ja gespannt….In meiner alten Firma war ich in solche Änderungen immer mit einbezogen um zu Testen hahahaha -so konnte ich selber mit entscheiden.

Die Wirtschaftsprüfer mit denen wir zusammen arbeiten haben meinem Chef außerdem vorgeschlagen doch für alle Gesellschaften eine geändertes Geschäftsjahr einzuführen…was den Prüfern etwas mehr Zeit verschaffen würde, uns jedoch genau zu dem Prinzip des FAST-Close zwingen würde, dem ich gerade erleichtert entkommen bin. Das wäre purer Stress und bringt unseren Firmen keine Vorteile…Ich hab sofort interveniert und meine Bedenken zu dem Thema mitgeteilt.

UND durch die Ambitionen der Gesellschaft sich weiter international auszubreiten, drohen uns in den nächsten 1-2 Jahren außerdem die internationalen Rechnungslegungs-Vorschriften. Wer in vielen Ländern aktiv und erfolgreich sein möchte kann sich auf Dauer den einheitlichen Standards der IFRS-Regeln nicht entziehen…und schon gar nicht, wenn man sogar mit einem Gang an die Börse liebäugelt…..da müssen dann jedes Quartal Zahlen nach US-GAAP oder IFRS präsentiert werden….und dafür müssen alle Einzelgesellschaften Daten zur Verfügung stellen….Anstatt wie jetzt 2x im Jahr.

Noch ist das alles Zukunftsmusik – aber die Marschrichtung zeichnet sich klar ab in Richtung: Big-Player ….und die Ausläufer davon bekommen wir gerade schon zu spüren.

Und so ganz nebenbei fällt dem Chef ein, das mein fehlender letzter Jahresabschluss für 2020 bereits vor 2 Wochen das OK bekommen hat …er es aber versäumt hatte, mir Bescheid zu geben….(Während das Jahr 2019 allerdings immer noch nicht abschließend geklärt ist….seufz).

Somit war ich die letzten beiden Tage mehr als ausreichend damit beschäftigt die letzte Änderung einzupflegen und danach zügig alle Daten für die Prüfer vorzubereiten…..na immerhin geht es jetzt endlich weiter….Stück für Stück….

Und ab Morgen werde ich mit den ersten Abschluss-Vorbereitungen für das 1/2 Jahr beginnen…..bei 25 Gesellschaften ist es vernünftig sich einen Zeit-Puffer zu erarbeiten….wer weiß, was sonst noch so kommen wird…

Nein, das versetzt mich jetzt noch nicht in Stress oder Hektik….aber ich bin jetzt in einem höheren Aktivitäts-Modus…hab das Ziel fokussiert und versuche alle Arbeiten darauf auszurichten…was hat Priorität, was kann warten, woher – wer – was – wann – wohin – wie…. hahahha es bringt mich in Schwung….

Koch-Ideen

Ich hatte am Wochenende einen richtig tollen Rinderschmorbraten mit einer Paprika-Rahmsoße im Ofen gebrutzelt und dazu den letzten selbst gekochten Rotkohl aus dem Gefrierschrank geopfert…..der Braten war so schön mürbe und trotzdem nicht trocken (der war ja auch 2 Stunden im geschlossenen Topf im Ofen….ich bin quasi über den Teller hergefallen….so lecker war das. Durch den Deckel bleibt der gesamte Geschmack im Topf…dann ist die Soße quasi schon fertig und benötigt keinen Schnick-Schnack mehr um lecker zu sein….(gewürzt war der Braten mit Senf, Salz und Pfeffer und in den Topf kam noch ein Lorbeerblatt und etwas von meiner Gemüsebrühe )

Heute nun bei dem herrlichen Sommer-Wetter (Homeoffice-Tag) gab es aus den Resten meines letzten Brotteigs eine Spinat-Pide…war mir doch beim Suchen des Rotkohls, in den Tiefen des Gefrierschranks auch noch eine Packung Spint in die Hände gefallen….und Feta-Käse hab ich eh fast immer im Kühlschrank…

Den Brotteig hab ich vor dem Backen lediglich mit etwas Olivenöl bestrichen…..und Spinat, Zwiebeln und Knoblauch hab ich nur kurz in der Pfanne angebraten und mit Salz und Pfeffer gewürzt….Zum Schluß gab es noch einmal etwas Olivenöl über den Feta-Käse…..15 Minuten bei 180Grad im Ofen….und der Teig ist außen knusprig und innen fluffig….

Also auf diese Ideen hätte ich auch schon mal früher kommen können….hmmmm was ich auch lange nicht gemacht habe: Klassischen Zwiebelkuchen…