ALLES abgeholzt – Schutzlos

….jetzt ist es tatsächlich passiert! Ich habe ja schon vor 2,5 Jahren darüber geschrieben, das die schützenden Bäume und Büsche hinter den Häusern der Wohnanlage gefällt oder zumindest zurück geschnitten werden sollen, damit der Umbau von Privatbahn zur „S-Bahn“ weiter gehen kann, dazu wird die Strecke elektrifiziert und dafür müssen Bäume und Sträucher an der Bahnstrecke weichen.

Dann passierte lange Zeit gar nichts und ich hatte insgeheim schon die Hoffnung, das es nicht so schlimm werden wird.

Seit Freitag wurde jetzt abgeholzt – rigoros – radikal.

So radikal das ich tieftraurig bin. Ich krieg mich kaum ein. Sie haben wirklich ALLES bis kurz unterhalb meines Balkons im 1. OG abgeholt…ich habe jetzt KEINEN Sichtschutz mehr…alles liegt frei: das Parkhaus, die hohen Häuser auf der anderen Seite….die kleinen Straßen….ich kann von meinem Wohnzimmerfenster direkt bis in die Fenster des Jobcenter auf dem Rathausplatz sehen….das ist gruselig.

Diese Linie ist genau die Windschneise von der ich schon mal geschrieben habe….bei Westwind (wie gestern Abend) wirbelt der Wind nun ungebremst bis auf meinen Balkon (und gestern wurde auch schon mein zusammen gerolltes Sonnendach aus der hintersten Ecke des Balkon umgeweht).

Es gibt also keinen Sichtschutz mehr, keinen Windschutz, keinen Sonnenschutz, keinen Lärmschutz, keine Privatsphäre mehr. Im Sommer wird es damit in der Wohnung heißer werden, im Winter kälter, auf jeden Fall auch nasser und windiger.

Ja es gibt noch ein paar Bäume auf der anderen Seite der Bahnstrecke, bei den hohen Häusern…aber die stehen so weit weg, das sie mir keinen Schutz bieten.

Und genau das ist es, was mich so unsagbar traurig macht…ich fühle mich auf einmal schutzlos ausgeliefert. Mein Kokon der Abgeschiedenheit, die Ruhe und Idylle sind fort.

Sonne – da ist sie wieder

Sonntagmittag konnte ich dem Sonnenschein nicht widerstehen….ENDLICH mal wieder Sonne…gefühlt waren es 2-3 Wochen ganz ohne: nur bedeckter Himmel, viel Schnee und manchmal Regen. Die Sonne täuschte aber auch tatsächlich etwas Wärme vor….hahaha es war weiterhin lausig kalt…aber immerhin hellten die Sonnenstrahlen meine Laune auf.

Ich bin nach Brunsbüttel gefahren, zum Nordostseekanal. Das Auto habe ich in der Stadt abgestellt und bin zu den Schleusen gelaufen, dann daran entlang….es war ein ruhiger Nachmittag, was ganz klar am eisigen Wind lag. Nur wenige Menschen waren unterwegs.

Aber es war sooo schön mal wieder in die Weite schauen zu können, das Gesicht in die Sonne zu halten und ganz tief die eisige Luft einzuatmen. In diesem Winter hat mich bisher kein grippaler Infekt oder Schlimmeres getroffen….ich nehme an, das liegt auch an meinen Walkingrunden bei Eis und Schnee und schlechtem Wetter.

Im großen Bogen, bin ich dann auch am Schöpfwerk vorbei gelaufen….Es ging dabei nicht um Geschwindigkeit, sondern um das bewusste Geniessen der kalten Luft und der Sonnenstrahlen…

Nach guten 8,5 km bin ich dann wieder zum Auto, hatte noch kurz zuvor in einem kleinen italienischen Eiscafe Halt gemacht.

Der Aufenthalt dort war eher skurril, als entspannend. Die ältere Bedienung stand am Tresen wie eine Staue und musste erst vom Mann hinter dem Tresen aufgefordert werden, sich zu mir zu wenden, anschließend stand sie wieder minutenlang bewegungslos als Statue. Ich wartete darauf, das sie einfach umkippt…tat sie natürlich nicht hihi.

Die andere junge Bedienung schmisss das abgetrockneten Besteckteile einzeln mit Wucht in die Behälter…und das minutenlang,…auf einem Stuhl mitten im Raum stapelten sich die Jacken der Bedienungen und auf Tisch lagen deren andere Utensilien.

Der Gastraum war klein und all das zusammen störte mein Wohlgefühl….aber naja ich musste mal dringend auf die Toilette und habe dann noch einen Kaffee dort getrunken.

Wieder zuhause angekommen, habe ich mir einen gemütlichen Abend gemacht….incl. Wäscheberge zusammenfalten und in die Schränke räumen.

Wo geht es zu den Eisbergen?

Eisberge in Deutschland klingt erst einmal absurd. Aber bereits seit letzten Freitag kam es in den Nachrichten, das bei Geesthacht (unterhalb von Hamburg, an der Elbe) tatsächlich Eisberge auf der Elbe treiben und sich zu einem Besuchermagnet entwickelt haben.

Nun ist Geesthacht tatsächlich nur 60km von meinem Zuhause entfernt…aber wenn man den direkten Weg nehmen möchte, fährt Mitten durch Hamburg hindurch (das kostet viel Zeit) oder man fährt großräumig um Hamburg herum (das kostest dann viele Extra-Km und viel Zeit). Zusammen mit der Aussicht dort auf viele Menschen zu treffen, war es dann doch nicht mein erklärtes Ausflugsziel. Aber es reizte mich schon.

Gut das ich Frühaufsteher bin. Für Sonntagmorgen hatte ich mir den Wecker auf 5 Uhr gestellt und um 6 Uhr bin ich losgefahren. Bei -5 Grad und heftigem/eisigem Wind…aber die Straßen waren frei.

An einem Sonntag kurz nach 6 Uhr morgens mitten durch Hamburg zu fahren (um zur A25 zu kommen), hatte schon fast etwas Surreales. Kaum Verkehr und viele Grüne Ampeln. Also soooo flüssig bin ich noch nie hierdurch gefahren. hahahhaa…Und nach ca. 1 Stunde war ich in Geesthacht. Habe mein Auto mitten in einem Industriegebiet abgestellt und bin dann auf vereisten Gehwegen bis zur Schleuse gelaufen.

Die Schleuse wird aufgrund der Wetterbedingungen gerade nicht genutzt….bei den vielen Eisschollen .

Okay das sind Eisschollen….aber keine Berge. Wo sind also die Eisberge?

Ich bin über die Schleuse bis auf die Elbinsel gelaufen und bin dort auf der verschneiten Insel gute 1,5 Stunden durch den vereisten Schnee gelaufen…das war sooo schön ruhig und so entspannend. Hier lief es sich auch prima.

Als ich wieder auf der Brücke ankam kam mir eine junge Frau entgegen und fragte mich: „Wo geht es denn zu den Eisbergen?“ Ich musste ehrlich antworten: ich weiß es nicht, aber ich vermute, die sind auf der anderen Seite der Brücke …also in ihre Laufrichtung, während ich mich davon entfernte.

Ich bin derweil wieder in Richtung meines Autos gelaufen und als ich dort ankam, hatte ich knappe 9,5km hinter mir und war völlig durchgefroren….der eisige Wind machte aus den -5 Grad gefühlte -10 Grad. Gut das ich heißen Kaffee und ein paar Butterbrote dabei hatte. Danach ging es wieder.

Inzwischen waren auch tatsächlich schon viele Menschen in Richtung des Stauwehrs unterwegs…also bin ich mit dem Auto nochmals in die Richtung gefahren,….und komplett über die Brücke….und tatsächlich auf der Brücke konnte ich sie bereits sehen. Auf der anderen Seite der Brücke war ein kleiner Parkplatz und ich sah, das es noch genau 1 freien Platz gab…okay – das verstand ich dann als Einladung mir die Eisberge doch noch aus der Nähe anzuschauen.

Auto abgestellt und wieder auf die Brücke…..Mütze tief ins Gesicht, Kapuze drüber und festgezurrt, um dem Wind zu trotzen

Diese Eisberge sind entstanden weil die Eisbrecher, die auf der Elbe eingesetzt werden, das Eis aufbrechen und zur Seite schieben. Dadurch türmen sie sich auf.

Inzwischen gibt es solche „Berge“ nicht nur in Geesthacht, sondern an vielen Stellen, vor allem an den Küsten.

Ich blieb nur ca 1/2 Stunde dort und dann hatte ich auch genug und bin wieder nach Hause gefahren….gelohnt hat sich der Ausflug all….und es war noch nicht einmal Mittag. Zuhause ging es dann erst einmal unter die heiße Dusche und anschließend mit einem heißen Tee auf die Couch.

Mein „weltbester“ Käsekuchen

Käsekuchen ist Kult und es gibt bestimmt hunderte verschiedene Käsekuchen-Rezepte und bestimmt schmecken die Meisten davon auch richtig lecker. Es gibt komplizierte Rezepte, raffinierte Rezepte, außergewöhnliche Rezepte, lange Rezepte mit vielen Zutaten, Rezepte mit sehr vielen besonderen Tricks und Kniffen, damit der Kuchen saftig, locker und lecker wird…aber ich mag es beim Backen in erster Linie: einfach.

Also gibt es bei mir auch nur ein ganz einfaches und vor allem unkompliziertes Rezept für einen fluffigen Käsekuchen…mit einem Hauch Mürbeteig als Boden:

Und da ich lange keinen Käsekuchen mehr gebacken habe, schmeckt er für mich wie der „weltbeste“-Käsekuchen überhaupt hahahah. Er ist während der Abkühlphase nur minimal zusammengerutscht, sehr fluffig und ziemelich lecker.

Bei Käsekuchen halte ich mich (eigentlich) auch an die Mengenangaben und trotzdem ist das Rezept schon wieder leicht modifiziert (in diesem Falle zumindest: Zucker-reduziert).

Für den Mürbteigboden:

125g Dinkelmehl, 75g Butter aus dem Kühlschrank, 2EL Zucker und eine Prise Salz zu einem Teig verarbeiten. mindestens 30 Minuten im Kühlchrank ruhen lasenn. Dünn ausrollen und in eine mit Backpapier ausgelegte Springform zurecht drücken.

Für die Käsemasse:

5 Eier trennen, das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen. Die Eigelbe mit 90g Zucker, 60g weicher Butter schaumig rühren, dazu Zitronensaft und Zitronenschalen-Abrieb einer Zitrone und 2x Zitronen-Aroma dazu geben, mit 500g Magerquark und 3EL Mehl verrühren, bis eine homogene Masse entstanden ist…wenn der Teig zu flüssig ist, noch etwas Mehl hinzugeben. Vorsichtig das Eiweiß unterheben und auf den Mürbteigboden geben.

Bei 170Grad 1 Stunde im Ofen backen. Anschließend etwas auskühlen lassen, damit sich die Masse setzen kann…mir schmeckt er am Besten, wenn er noch lauwarm ist…..

Warum habe ich „eigentlich“ geschrieben…hmm eigentlich statt im Original 1kg Quark, aber ich hatte nur noch 500g Gramm hahaha und das 1TL Backpulver in die Käsemasse gehörte, habe ich erst später gelesen.. Aber es ging auch ohne.

Der Kuchen ist fluffig und cremig zugleich..was will ich also mehr.

Neuigkeiten aus Flensburg

Ich bin also letzte Woche Freitagmittag nach Flensburg gefahren. Mit einem schönen Blumenstrauß habe ich meiner Schwester zum „3.Geburtstag“ seit den Herz-OPs, gratuliert. Es war so bitterlich kalt, was vor allem an dem Ostwind lag, der durch die Stadt fegte….aber na klar haben wir das gemacht, was wir immer machen:

Wir sind in die Innenstadt gefahren, sind durch die Straßen gebummelt (ohne in Geschäfte zu gehen) und haben in einem kleinen Fischbrötchen-Laden (mehr gibt es dort tatsächlich nicht – dafür aber in „sehr lecker“) ein Fischbrötchen gegessen…anschließend ging es weiter die Fußgängerzone bis zum Ende, dann runter zur Förde und sind dann das neu aufgebaute Teilstück an der Förde entlang gelaufen.

Nach der starken Ostsee-Sturmflut im Oktober 2023, mussten und werden immer noch Teile der Kaianlagen und des Hafens wieder hergestellt und dieses zuletzt fertig gestellte Teilstück, kannte ich noch gar nicht. Nein, es war nicht gerade der beste Tag um bei starkem Ostwind an der Kai-Linie entlang zu schlendern…wir mussten gegen den Wind ankämpfen…aber die Eisschollen auf der Förde hab ich vorher auch noch sooo nicht gesehen…zumindest nicht als Erwachsene.

Am Rand war das Eis noch kompakt und weiss…aber der Rest bestand aus fast durchsichtigem Eis und es bewegte sich permanent…man muss also schon ganz genau hinschauen, um zu sehen, das es sich um Eis handelt…

Man haben wir gefroren und am Anfang hatte ich bei dem eisigen Wind auch nicht sonderlich Lust dort entlang zu laufen….aber dann war es doch toll…irgendwann wurde uns endlich wärmer. Mütze auf, Kapuze drüber und festgezurrt, mit Thermohose, Winterjacke und dicken Handschuhen sind wir dort entlang gestapft und konnten es dann auch geniessen.

Am späten Nachmittag sind wir wieder zurück zur Wohnung von Schwester+Schwager…haben uns dort aufgewärmt und sind anschließend zu Dritt in ein italienisches Restaurant gefahren, welches ich im Internet gefunden hatte. Das „Ristorante I Leonie“ kannten die Beiden auch noch nicht…das gibt es so auch erst seit ca. 9 Monaten, wurde uns dort erzählt.

Und wir haben alle Drei genau das gegessen, was mich im Internet so beeindruckt hatte: Pizza und die war mega. Ich liebe es, wenn der Teig am Rand wulstig und knusprig ist, während der Boden gaaanz dünn ist…und genau das gab es hier. Meine war vegetarisch mit Artischocken, Pilzen und Zwiebeln:

Wir hatten einen schönen Abend und eventuell gibt es auch bald gute Neuigkeiten für meinen Schwager….es keimt die Hoffnung auf, das er bald eine neue Arbeitsstelle haben könnte…bisher gibt es nur eine mündliche Zusage….also noch ist nichts schriftlich fixiert. Er hat über die Maßnahme der Rentenversicherung, in der er sich seit fast 1 Jahr befindet, im Dezember ein Praktikum bei dem potentiellen Arbeitgeber gemacht.

Momentan liegt der Ball jedoch beim Träger der Maßnahme, der mit dem Arbeitgeber verhandelt, wann und wie es jetzt mit meinem Schwager weiter geht.

Meiner Schwester und mir geht das gehörig auf die Nerven: Vertrag her und fertig…was gibt es da noch zu verhandeln: Schwager+ Arbeitgeber waren sich doch einig….grrrr.

Wie immer geht es um Geld und der Träger möchte diesen Arbeitgeber nicht als Praktikums-Platzgeber für Andere verlieren….unfassbar…die sollen meinem Schwager doch dabei helfen, eine neue Festanstellung zu bekommen. Ich befürchte mal wieder das Schlimmste und hoffe gleichzeitig, das ich mich irre.

OP gelungen – aber die Seele kommt nicht klar

Heute vor 3 Jahren hatte meine Schwester die 2. Herz-OP. Die erste war nur 6 Tage zuvor, bei der sie 4 Bypässe bekommen hat. Nachdem sie die Intensiv-Station nach der ersten OP verlassen hatte, ging es ihr 2 Tage gut und dann verschlechterte sich ihr Allgemein-Zustand innerhalb eines Tages so rapide, das die Stations-Ärztin Alarm geschlagen und auf eine weitere bildgebende Untersuchung gedrängt hatte.

Zum Glück! Denn nur kurze Zeit später lag sie wieder im OP…es hatte sich Flüssigkeit im Herzbeutel gesammelt, so das das Herz keinen Platz mehr hatte, ordentlich zu schlagen. Der Körper wurde also nicht mehr mit ausreichend Sauerstoff versorgt. Das war bei ihr schon lebensbedrohlich. Bei der OP wurde der Brustbein-Schnitt noch einmal geöffnet und zusätzlich eine Bülau-Drainage gelegt, damit sich keine weitere Flüssigkeit mehr ansammeln konnte.

Leider führte die Bülau-Drainage dazu, das sie seitdem Schmerzen hat, dort wo die Drainage gelegt wurde. An der Stelle verlaufen Nervenbahnen und eine Verletzung dieser Nervenbahnen ist wohl nicht so selten bei diesem Eingriff. Aber es ist besser bei ihr geworden. Sie kann damit gut leben meint sie selbst, auch wenn es etwas unangenehm ist.

Auf jeden Fall sind wir in unserer 3er Kern-Familie froh und dankbar, das die Stationsärztin so schnell und beharlich reagiert hat. Deshalb feiern wir in jedem Jahr diesen Tag als eine Art 2. Geburtstag.

Bis auf die Sache mit der Drainage, geht es ihr körperlich richtig gut. Die Narben am Brustbein und am linken Arm (ihr wurde ja eine Arterie am linken Arm entfernt, um diese für die Bypässe zu nutzen) sind ganz zart und fallen nicht wirklich auf. Sie hat wieder Kraft und Ausdauer und arbeitet ja auch wieder.

Und obwohl körperlich alles wieder okay ist, ein paar Einschränkungen hat sie seitdem.

Diese Einschränkungen sind allerdings psychisch. Sie ist seitdem nicht mehr seelisch belastbar. Ist schnell überfordert, kann sich schlecht konzentrieren, wirkt fahrig und bekommt immer noch schnell Panikattacken, auch wenn diese inzwischen schon nicht mehr sooft auftauchen.

Anders als ich, liebt sie eigentlich Menschenmassen und Trubel…aber seit den OPs mag sie auch keine Menschenmengen, keinen Trubel mehr, braucht auch mehr Ruhe und zieht sich lieber in ihre gewohnte Umgebung zurück. Unsere Bedürfnisse gleichen sich also langsam an. Jeder neuen, ungewohnten Situation begegnet sie nicht mehr mit Neugierde, sondern mit Überforderung und anstatt ihr mit Gelassenheit zu begegnen, kommt es zu Über-Reaktionen mit vielen Tränen und Panik.

Sie schafft es einfach nicht mehr Situationen richtig einzuordnen, alles ist immer mega-schlimm und höchstmöglich dramatisch. Während der Reha hatte sie psychologische Betreuung, die hat ihr geholfen. Und oft hilft ihr auch meine ruhige sachliche Art, immer wieder Situation besser einzuordnen. Aber wenn sie anruft ist sie erst einmal nur panisch.

Da kann man mal sehen, wie sehr Körper und Seele zusammen hängen. Die Chirurgen können zwar körperlich vieles wieder herstellen, so das der Körper wieder funktioniert – aber die Seele kommt damit nicht immer klar.

kleine Auszeit vom Alltag

Freitagmorgen im Homeoffice hatte ich mir relativ spontan einen Termin zur Thaimassage geholt. Ich musste ja nur bis 11 Uhr arbeiten. Allerdings hatte sich meine Schulung verschoben, weil eine der Teilnehmerinnen um eine leichte Verschiebung gebeten hatte…na gut…also musste ich noch 1/2-Stunde dranhängen, denn ich wollte den Inhalt der Schulung auf keinen Fall komprimieren. Alle neuen Kollegen sollen ja die gleichen Informationen erhalten.

Den Weg zur Massage konnte ich zu fuß gehen und dann gab es eine wunderbar entspannende Stunde. Anschließend bin ich noch nebenan ins Cafè gegangen, das war auch richtig nett.

Später war ich noch Einkaufen und noch später bin ich einfach durch die Gegend geschlendert.

Es war gefühlt eine kleine Auszeit vom Alltag, die ich sehr genossen habe. Das muss ich unbedingt öfter machen.

Ich merke auch, das ich die Ablenkung über Hörbuch oder Dokumentationen im Fernsehen aktuell gar nicht brauche…es reicht mir einfach die Ruhe zu geniessen. Meine Gedanken kommen zur Ruhe

die Problem-Pause-Taste

die Problem-Pause-Taste

Diese Woche war für mich sehr ruhig und entspannt. Ich versuche mich auf meine eigenen Aufgaben zu konzentrieren….die beiden Tage im Büro waren auch gut…hatte nette Unterhaltungen und einigermaßen frühe Feierabende.

Ich habe mich viel um mich selbst gekümmert….und in meinem Inneren bin ich erstaunlich entspannt…und seit ein paar Tagen bin ich so unbeschwert wie schon seit gefühlten Ewigkeiten nicht mehr…das ist mal ein gutes Gefühl.

Nein, es hat sich nicht alles plötzlich zum Positiven gewendet…aber aktuell konnte ich mehr Probleme lösen, als das Neue hinzugekommen sind hahaha. Ich schlafe besser, kann besser abschalten und lasse auch die Probleme der Kolleginnen, nicht mehr so nah an mich heran. Ohhh, dieser Zustand könnte gerne noch eine Weile anhalten.

Und seitdem falle ich nach Feierabend auch nicht mehr ausgelaugt auf meine Couch um sofort einzuschlafen. Ich bin wieder wacher und fröhlicher…so als ob ich gerade mal eine Problem-Pause-Taste gedrückt hätte.

Ich weiß es sind noch Probleme da, aber die müssen jetzt erst einmal warten. Jetzt geht es nur um Mich und meinen inneren Frieden und so konnte ich auch meinen freien Nachmittag am Freitag richtig geniessen.

Fahrt ins Büro – trotz Schnee

Die vielen Schneetage habe ich hier, knapp oberhalb von Hamburg, gut überstanden. Was auch daran liegt, das ich in dieser Woche geplant hatte komplett im Homeoffice zu bleiben.

Da meine Quartalsabschlüsse jedoch so gut funktioniert haben (nicht reibungslos und manchmal war es auch echt frustrierend), hatte ich bereits Mittwoch 16 von 17 Gesellschaften fertig hochladen können. Deshalb bin ich am Donnerstag relativ spontan nach Hamburg ins Büro gefahren. Donnerstag war ja für uns Deadline und den letzten Abschluss konnte ich auch entspannt vom Büro aus erledigen.

Ich bin Donnerstag extra früh losgefahren und so lag zwar wieder einmal Schnee auf den Straßen, doch es war wenig Verkehr. Die Fahrt war also kein Problem.

Das war in diesem Jahr tatsächlich der 1.Arbeitstag, den ich im Büro war. Es waren nur sehr wenige Kollegen anwesend…auf unserer Etage waren nur mein Chef und Ich da und später dann noch kurzfristig 2 Kollegen aus einer anderen Abteilung. Auch die anderen Etagen waren mager besetzt.

Auf auf der Dachterrasse lag mit mehr als 30cm der Schnee so hoch, das der erhöhte Ausstieg von unserer Etage aus, mit Schnee überzogen war. Noch ein paar Zentimeter und beim öffnen der Tür fällt der Schnee direkt in unser Büro.

Als ich den Übergang zum vorderen Haus über die Terrasse wagte (anstatt den offiziellen Weg durch die Tiefgarage zu nehmen), bin ich auch prompt im Schnee eingesunken…aber nicht so viel, wie befürchtet…denn durch mein eigenes Gewicht bei jedem Schritt, habe ich den Schnee ja sofort „verdichtet“..aber na klar waren meine Hosenbeine nass.

Es war ein ziemlich relaxter Tag…die letzte Firma fertig zu bekommen, war kein Thema mehr und ich hab mich viel unterhalten…das tat mir gut. Sooo, damit sind die Quartalsabschlüsse fertig und jetzt kann ich mich für alle Gesellschaften, um die Jahresabschlüsse zu kümmern.

Die Quartalsabschlüsse sind eine interne „Notwendigkeit“ für den Konzernabschluss. Hier gilt der „fast close“ und die Deadline war der 08. Januar. 17 meiner 26 Gesellschaften mussten also bis zu dem Datum fertig werden. Nun starten also für alle Gesellschaften die Jahresabschlüsse. Das heißt, das wir teilweise die gebuchten Werte für den Quartalsabschluss wieder auflösen und die endgültigen Daten einbuchen müssen, sobald uns diese gegen Ende Januar vorliegen.

Aber natürlich gibt es bei einigen Gesellschaften auch keine Änderungen mehr, das heißt hier könnte ich jetzt schon direkt die Daten für die Wirtschaftsprüfer extrahieren, aufbereiten und verschicken. Andererseits muss ich mich aber auch um das laufende Geschäft kümmern. Denn auch im Januar gibt es weiterhin viel zu tun.

Aber nicht heute…nein…heute will ich es einmal genießen, das ich es trotz einiger Schwierigkeiten geschafft habe, ohne vorher zu Verzweifeln, die Abschlüsse fertig zu bekommen.

Außerdem wusste ich ja , das ich am Freitag jetzt mit meinen „zwangsweisen“ 1/2-Tages-Ausgleichen anfangen musste…es gab nämlich gegen Ende des Jahres noch einen kleinen Eklat.

Einfaches Gericht: scharfe Tacos

Manchmal fallen leckere Rezepte bei mir aus dem Fokus….so erging es mir mit den selbstgemachten Tacos. Die habe ich schon sehr lange nicht mehr gemacht. Warum eigentlich? Keine Ahnung

Gestern habe ich beim Blick in den Kühlschrank 3 Paprikaschoten erblickt. Zusammen mit Porree, Frühlingszwiebeln, Knoblauch, Tomaten und Stangensellerie) und wollte daraus eine Gemüsepfanne machen. Ich habe alles sehr klein geschnippelt und dann mit einer sehr scharfen roten Currypaste, Pfeffer und Kreuzkümmel abgeschmeckt und mit Tomatenmark angedickt. Auf Salz hab ich komplett verzichtet.

Von der Currypaste hatte ich eindeutig zu viel genommen…es war seehr scharf….und da kam mir die Idee: zum Neutralisieren der Schärfe mache ich daraus mit Käse überbackene Tacos.

Mit Mehl, etwas Olivenöl und Wasser (ganz ohne Gewürze ) habe ich einen ganz leicht klebrigen Teig zusammengerührt, geknetet und ruhen lassen. Später habe ich daraus kleine Kugeln geformt und jede Kugel dünn ausgerollt. Ohne Fett in einer beschichteten Pfanne habe ich die kleinen Fladen ganz kurz gebacken (nicht zu lange, sonst kann man die Fladen nicht mehr zu Taco-Schalen biegen).

Es gibt bestimmt viele Methoden, wie das gut klappt…ich biege den noch heißen Fladen mit der Hand über eine Teigrolle. Die Teigrolle liegt auf 2 Gefrierdosen mit einem Handtuch abgedeckt, damit der Fladen in der Mitte frei hängt:

So bleiben die Taco-Fladen in ihrer Form und lassen sich anschließend leicht füllen:

Hmmmm die waren soooo lecker….durch das Ungewürzte Fladenbrot und den Käse, stimmte das Verhältnis mit dem sehr scharfen Gemüse. Es war genau richtig. 30 Minuten bei 180 Grad Umluft:

und das tolle, die schmecken sogar kalt….