kleiner Grenzübertritt

Samstag letzte Woche bin ich früh am Morgen zu Schwester+Schwager gefahren. Ich liebe gute Frühstücks-Cafes und Flensburg hat wirklich einige davon. Das sind dann nicht, wie bei mir hier, Bäckereien mit angeschlossenem Cafè, sondern moderne Bistros mit reichhaltiger Auswahl an diversen Frühstücken oder Frühstücks-Buffets.

Die Beiden hatten für 10 Uhr im Central Cafe einen Tisch reserviert…die bieten seit Corona ein „Tisch-Buffet“ und auch ein „Luxus-Frühstück“ das ist inclusive Sekt, O-Saft, Kaffee und Tee. Bei Beiden wird in Etageren und kleinen Schüsselchen alles serviert, was ein Frühstücksliebhaber so essen mag…Honig und Nussnougat-Creme kommen auch in kleinen Schraubgläsern, Eiersalat usw. in offenen Glasschälchen, dazu jede Menge verschiedene Aufschnitt und Käse, knusprigen Speck und Rührei, gekochte Eier, Lachs, leckere gebratene Scampis in Kräuteröl, aufgeschnittenes frisches Obst, etwas Roastbeef….dazu Brötchen, Brot und Croissants…

Und obwohl es von allem nur „Etwas“ gab, war das natürlich alles viel zu viel für 3 Personen, Eine gute Idee fand ich aber, das man die Reste direkt eingepackt bekommt und mit nach Hause nehmen kann. So wird es nicht weggeschmissen, sondern kann später noch gegessen werden und das Café spart sich die Entsorgungskosten.

Nach dem ausgiebigen und unterhaltsamen Frühstück – bei dem ich aber gar nicht so viel gegessen habe, sind wir anschließend in die Nähe von Wassersleben gefahren, Das ist eine kleine Siedlung am Rande von Flensburg, hat einen wunderschönen Sandstrand in der Bucht der Flensburger Förde und bietet einen der kleinsten Grenzübertritte Europas: die Schusterkate

Es gibt einen kleinen Pfad bis zu einer schmalen Holzbrücke über den Fluss Krusau und mitten auf der Brücke ist die Grenze zwischen Deutschland und Dänemark.Das alles sieht sehr unspektakulär aus und da zu viele Menschen auf der Brücke waren, gibt es kein Bild davon.

Es ist auch so unspektakulär, weil es keine Landesschilder gibt…man merkt es nur an der Sprache auf den Schildern…ansonsten merkt man nicht, das man von einem EU-Staat in den nächsten gewandert ist. Wir sind auf der dänischen Seite, bei insgesamt trüben Wetter, direkt am Wasser und durch den Wald gewandert. Auf dem Rückweg ging es dann noch auf der deutschen Seite die teilweise etwas höher gelegenen Wanderwege entlang…

Trotz des trüben Wetters haben wir uns noch ganz entspannt an einem Strandcafè den ersten Glühwein der Saison gegönnt…der wurde in herrlichen alten Porzellan-Bechern serviert und wir saßen warm eingepackt draußen ….es war wenig los und wunderbar ruhig

Es war heute auch eher ein gemütlicher Wohlfühltag, als ein strammer Wandertag…also war klar, es geht um Entspannung, ruhige Unterhaltungen und gutes Essen.

So war es nicht verwunderlich als ich später zum Kaffee bei den Beiden zuhause, auf einmal einen gekauften Baumkuchen aufgetischt bekam und mir vor Rührung fast die Tränen kamen. Das muss ich wohl erklären:

Wir sind, zum großen Teil, in Soest aufgewachsen, da gibt es eine Kuchenfabrik…ja wirklich ein Fabrik – also kein kleiner Handwerksbäcker, sondern eine riesengroße Industrie-Anlage, die Fertigkuchen in 80 Ländern der Welt verkauft. Jetzt bin ich ja ein Fan von selbstgemachtem Essen und auch selbstgebackenem Kuchen. Aber diese frischen Baumkuchen aus der Fabrik, das sind nicht nur schöne Kindheitserinnerungen , sondern hat mich auch sptäer immer weiter begleitet…ich hab mit meinem damaligen Mann in einem Wohngebiet gewohnt, wo der Duft der Kuchenfabrik immer zu uns rüber wehte…und wir konnten im Werksverkauf den wirklich frischen Kuchen als 2. oder 3. Wahl (also mit optischen Mängeln) für kleines Geld kaufen.

Ein Baumkuchen der quasi aus der Produktion direkt in den Werksverkauf ging, war somit manchmal nur ein paar Stunden alt…und schmeckt ganz anders, als wenn dieser ein paar Monate später beim Einzelhändler zu kaufen ist. Und jetzt hatten sie ihn hier bekommen…ja okay – also nicht so frisch – aber eben eine schöne Geste der Erinnerung….und entsprechend hat er auch geschmeckt.

Denkste – 3.Mal in einem Jahr

Ich hinke ein wenig mit meinen Einträgen hinterher…hab noch einiges zu erzählen,aber

die Woche war irgendwie aufregend durch: unsere Dienstreise nach Brandenburg, den neuen Kollegen, Aufregeung wegen meiner Schwester beruflich und gesundheitlich, in meinem Job trudeln jetzt im Minutentakt die fertigen Jahresabschlüsse und Steuererklärungen von denWirtschaftsprüfern ein, auf die ich schon seit Mai warte ….

und seit Freitagnachmittag hab ich mich freudestrahlend auf das Wochenende mit anschließendenden 3 Tagen Urlaub gefreut, nur um am Freitagabend mit heftigen Halsschmerzen und laufendener Nase in der Ecke zu liegen.

Tja – somit hat es mich in diesem Jahr bereits zum 3.mal mit einem grippalen Infekt erwischt…ich könnte kotzen (sorry für den Ausdruck). Den gestrigen Samstag hab ich dann nur schniefend und schlafend auf der Couch verbracht. Inzwischen hat sich das Fieber dazugesellt und es tun nicht nur die Rippen weh, sondern alle Knochen mucken auf. Aktuell sind aber meine Schwachpunkte wohl tatsächlich die Nasen-Nebenhöhlen, die wieder extrem zusitzen.

Warum hab ich mir schon wieder etwas eingefangen? Keine Ahnung .

Bis Freitag ging es mir super – war überhaupt in den letzten 2 Wochen wieder viel draussen in der Natur und hab mich bewegt, war sogar wieder mal im Fitnessstudio, hatte viele nette Gespräche mit Kollegen (okay am Donnerstag sassen wir mit ca. 9 Leuten im Frühstücksraum, das war etwas enger als mir sonst lieb ist)….Mittwochabend bin ich bei meinerWalkingrunde tatsächlich etwas nass geworden und Freitagmorgen gab es schon den ersten Schnee…aber ich war ja ordentlich warm angezogen. Also eigentlich nichts, was mich umhauen sollte.

Hilft ja alles nichts – da muss ich jetzt ein weiteres Mal durch….zum Glück scheint es nicht ganz so schlimm zu sein, wie letztes Mal im Oktober.

Eigentlich dachte ich nach dem 3-Wochen-Debakel, das ich mich wieder gut erholt und mein Immunsystem so langsam wieder aufgebaut habe – tja dem ist wohl nicht so…

nicht wortlos – aber ohne Fotos

…zumindest ohne die Fotos der letzten Monate. Ziemlich genau 3 Monate nachdem die Fotos auf meiner SD-Karte im Handy für ein paar Tage alle nur noch SCHWARZ angezeigt wurden, hat sich nun dieses Speichermedium endgültig verabschiedet.

Ja klar hab ich zu dem Zeitpunkt damals sofort alle Fotos auf dem PC gesichert…seitdem jedoch nicht mehr und natürlich hab ich die SD-Karte NICHT getauscht…tja und jetzt sind alle neueren Fotos weg…außer denen, die ich in WordPress gespeichert oder die ich über Whatsapp und Threema verschickt hatte…und auch die Neuen, die nach dem wortlosen Abgang der zusätzlichen Speicherkarte automatisch im internen Speicher meines Smartphones gespeichert wurden.

Ich hab Dienstagnachmittag hier im Ort einem IT-Fachmann aufgesucht, aber auch der konnte die SD-Karte nicht mehr wieder beleben. Okay – nutzt ja alles nichts, ich hab mir gleich eine neue SD-Karte einsetzen lassen. Es gibt nun wirklich Schlimmeres als ein paar verlorene Fotos von meinen Ausflügen in die Wälder, Sonnenaufgängen bei meinen Walkingrunden vor der Arbeit oder vom letzten Eintopf den ich gekocht habe.

Ja ich weiß inzwischen auch, das ich die Daten über eine Cloud immer direkt speichern könnte…aber genau das möchte ich gar nicht..und weil das so ist, trage ich es jetzt mit Fassung und fotografiere einfach weiter …jetzt mit neuer SD-Karte und werde die Daten auch monatlich auf dem PC speichern.

Das lange Wochenende war ja auch einfach zu schön, um im Haus zu bleiben und so war ich ständig draußen: morgens bei Sonnenaufgang im Nebel im Wald, wieder zum Pilze sammeln, mittags mit dem Fahrrad durch die Umgebung und rund um das Himmelsmoor…und abends noch raus zum Walken….Es ist herrlich wieder fit zu sein…und für mich ist das Wetter mit 15-17 Grad und leichtem Wind perfekt.

Die Pilzzeit geht jetzt langsam zu Ende…ich finde zwar noch welche, aber es werden weniger und dauert länger…und ich muss auch feststellen…das hat schon Suchtpotential. Montag wollte ich wirklich nur entspannt und locker durch den Wald wandern…aber immer wieder bin ich dann doch vom Weg quer durch den Wald mit suchendem Blick auf den Waldboden…und findet man Einen müssen da doch noch mehr sein. Aber immerhin hab ich erst seit letztem Jahr wieder so richtig damit angefangen…davor viele Jahre gar nicht.

So war das letzte Wochenende zusammen mit dem hier im Norden offiziellen Feiertag am Montag den 31.10. (Reformationstag) eine schöne stille Auszeit. Das war auch gut so, denn die restliche Woche war dann auch ziemlich anstrengend.

Nebel – Morgens im Wald

Nebel – Morgens im Wald

Samstagmorgen blieb es lange nebelig und trübe, aber ich war schon knapp vor 8 Uhr im Wald zum Pilze-sammeln. Ich mag die Atmosphäre am Morgen im Wald, besonders wenn es noch diesig, nebelig und trübe ist. Man hört es nur ab und an am Boden Rascheln, die Vögel in den Bäumen, die schon munter zwitschern, einen Specht der lautstark seine Arbeit tut, zwei Rehe die vor einem lauten Knall aufgeschreckt von der Wiese in den Wald laufen und sich kurz zu mir umdrehen, bevor sie weiter in den Wald laufen. Nein – der Knall kam nicht von mir.

Von mir kommt nur ein leises Rascheln vom Laub am Boden und immer mal wieder knacken ein paar Äste auf die ich trete, weil ich mich abseits der Wege bewege…ansonsten ist es himmlisch ruhig….und ich werde sehr schnell fündig: es gibt viele Pilze, die ihren Weg in meinen Korb finden.

Aber im Wald ist es seit Tagen sehr nass und so Einige muss ich stehen lassen, weil sie bereits verdorben sind..sie sind teilweise schon mit Schimmel überzogen oder durch und durch zerfressen.

Aber auch dieses Mal hab ich nach dem Putzen knappe 700g essbare Pilzanteile…aber der angefallene Abfall ist größer als zuvor. Wieder war ich gute 2 Stunden im Wald und hab nicht nur nach Pilzen gesucht sondern, auch ein paar schöne Fotos gemacht:

Als ich den Rückweg zum Auto, antrat hatte sich die Sonne bereits durchgesetzt, so wirkte der Wald auf einmal nicht mehr nur düster und braun, sondern wieder grün…quasi das letzte Aufbäumen:

Zuhause ging es dann erst einmal unter die heiße Dusche und mit Kaffee und frischem Brot auf die Couch zum Frühstücken. Danach hab ich mich erst um die Pilze gekümmert – die gab es dann zum Mittagessen.

Auf und ab

Auf und ab

Diese Woche war bisher eher unspektakulär…dafür manchmal etwas zäh….aber immerhin komme ich wieder zu Kräften….und bei dem schönen Wetter am Mittwoch, bin ich nach Feierabend in den Rantzauer Forst gefahren…das ist ein Waldstück ganz in der Nähe von Norderstedt.

Dabei war es eher ein Zufall das ich dort gelandet bin, eigentlich wollte ich ganz woanders hin…aber als ich ein Auto in den Feldweg abbiegen sah, hab ich den kleinen Parkplatz gesehen und dachte ich probiere es mal dort.

Es war himmlisch…die Sonne die angenehm ins Gesicht schien, der weiche Waldboden unter den Füßen, die Stille und dazu angenehm warm bei 15 Grad:

Ich bin ruhig und entspannt knappe 4km gelaufen und freute mich endlich wieder fit zu sein. Bewege mich aber immer noch im unteren Bereich meiner sonst üblichen Strecken, aber immerhin war ich diese Woche gleich mehrmals wieder walken.

Später hab ich zuhause einiges erledigt, so mit Putzen und Wäsche waschen usw…hab gekocht und dachte JAWOHL – ich bin wieder da….

….dafür hab ich dann die folgende Nacht überhaupt nicht schlafen können, und den gesamten Donnerstag mit Kopfschmerzen und Übelkeit verbracht….grrrr….grummel…nimmmt das denn gar kein Ende mehr….grrrrrrr

Bereits mittags hab ich mich aus dem Büro abgemeldet, wieder nach Hause gefahren und den restlichen Tag schlafend verbracht.

Seitdem geht es mir tatsächlich gut. Ich bin wach und munter, meine Ruhe-Herzfrequenz und der Blutdruck sind nach 3 langen Wochen endlich wieder in meinem Normalbereich. Nase und Stirnhöhle sind wieder frei und das Leben macht auch wieder Spaß.

Goldener Oktober – Pilze

Die ganze Woche fühlte ich mich dann doch noch kränklich…und auch heute noch, nach 14 Tagen, habe ich jeden Abend leichte Halsschmerzen…aber immerhin ist die Nase öfter mal wieder frei…was für eine Wohltat normal durch die Nase atmen zu können.

Wie erwartet, hat mir das Arbeiten in dieser Woche auch gutgetan. arbeiten lenkt ab und ich habe mich nicht stressen lassen.._hab viel mit Kollegen gequatscht und langsam alles wieder aufgearbeitet.

Hab mich trotzdem jedes Mal auf den Feierabend gefreut und mich zuhause weiterhin geschont.

Hab letztes Wochenende und auch gestern jeweils einen Spaziergang im Wald unternommen…ganz nahe bei mir in der Umgebung und gleich nach dem Start lief mir quasi der erste Pilz direkt vor die Füße…hoppla

nun gut – bin dann wieder zurück zum Auto, hab mein Pilzmesser und eine Tasche geholt und hab dieses wunderschöne Exemplar mitgenommen.

Eigentlich hatte ich gar nicht vor Pilze zu sammeln, aber jetzt wo ich schon mal einen gefunden hatte, wollte ich mehr. Das hat vor allem den Vorteil, das ich dabei sehr langsam und bedächtig durch den Wald streife…und tatsächlich ist das ein recht ergiebiges Fleckchen: Maronen, Steinpilze, Butterpilze und sogar einen riesigen Hexenröhrling hab ich so innerhalb von knappen 45 Minuten gefunden, so das am Ende ein essbares Gewicht von ca. 500g (also nach dem Putzen und entfernen der Röhren und angefressenen Stellen) übrig blieb

Gestern am Samstag war ich richtig munter und fühlte mich fit, bin also dieses Mal bewusst zum Pilze sammeln aufgebrochen…wieder an dieselbe Stelle…dieses Mal bin ich aber 2 Stunden entspannt und locker durch den Wald gelaufen und hab schöne Pilze gefunden und mitgenommen:

Die aufgezeichnete Route meines Fitness-Trackers zeigt, wie ich mich in 2 Stunden auf nur 1,7km kreuz und quer durch das Waldstück bewegte. Es war trocken (von oben), durch den Regen der letzten Tage jedoch teilweise matschiger Boden und relativ warrm trotz der frühen Uhrzeit. Dazu war es himmlisch ruhig und sehr entspannend…vor allem für die Augen und für die Seele:

Und auch dieses Mal hat es sich gelohnt, blieben am Ende knappe 700g essbarer Pilzanteil für mich übrig.

Ich liebe Pilze ganz rudimentär zubereitet: Putzen, blanchieren und mit Zwiebeln (und wahlweise Speck) in der Pfanne anbraten, mit Salz und Pfeffer würzen, dann mit einem Stück frischem Bauernbrot und Butter anrichten. Hmmmmm – Lecker.

Ich bin jedoch noch kurzatmig und war bisher nur einmal in dieser Woche mit ziemlich genau 4 km walken, aber das ist mir noch viel zu anstrengend – deshalb sind diese Pilztouren gar nicht schlecht gewesen.

Rotes Linsen-Dal und Naan-Brot aus der Pfanne

Was ich total lieb fand: als ich mich krankgemeldet habe, hat meine liebe Kollegin gefragt, ob sie etwas für mich einkaufen soll…wie nett ist das denn. Allerdings würde ich nur in einem absoluten Notfall auf so ein Angebot eingehen.

Wie immer kommt augenblicklich meine innere Scheu zurück, Niemandem zur Last fallen zu wollen und das Gefühl, es ist nur eine verbale Nettigkeit (obwohl ich bei ihr weiß, sie hat das Angebot ernst gemeint).

Aber meine Scheu neue Menschen tatsächlich in mein privates Leben zu lassen, ist einfach zu groß geworden – ja ich hab mittlerweile ein echtes Vertrauensproblem (der letzte Versuch war die Einweihungsfeier vor einem Jahr, die ja dann doch nicht stattgefunden hat).

Allerdings war so ein Hilfs-Angebot auch gar nicht nötig. Ich bin für solche Tage ja bestens vorbereitet…hab viele fertig gekochte Gerichte im Gefrierschrank….u.a. auch deftige Rindfleisch- und Hühnersuppen…dazu allerlei Gerichte, die man schnell mit Reis oder Nudeln essen kann. Mein Kühlschrank hatte außerdem genügend frisches Gemüse parat und auch Obst hatte ich für ein paar Tage.

So hab ich außer schlafen, dösen und Essen auftauen, eigentlich nichts weiter gemacht…

Donnerstag war dann der Tag an dem ich mal wieder etwas gekocht habe…auch ein Essen, das durch meine Vorratshaltung schnell und unkompliziert zu machen war: ein Rotes-Linsen-Dal…also ein indisches Curry-Gericht mit Roten Linsen, Zwiebeln, Knoblauch, Koriander, Kreuzkümmel, Tomatenmark, Dosentomaten und Kokosnuss-Milch…den Ingwer hab ich weggelassen, dafür etwas Rotweinessig hinzugefügt und mit einer Zucchini ergänzt…und da ich immer noch kein Garam Masala-Gewürz hab, gab es ein mittelscharfes Thai-Curry-Gewürz und es passt perfekt.

Das ist das tolle an Currys (als Gericht), das man Curry (als Gewürz) in jeglicher Kombination ganz nach eigenem Belieben wählen kann….es schmeckt jedes Mal ein wenig anders…und immer lecker und mach Mal noch leckerererer. Jedes Curry-Gewürz ist ja auch eine Mischung aus verschiedensten Gewürzen.

Für den ersten Tag hatte ich als Beilage Reis. Für Freitag hab ich dann noch frisches Naan-Brot gebacken, nachdem ich noch einen Natur-Joghurt im Kühlschrank fand.

Ich hab schon öfter Naan-Brot in der Pfanne gebacken, aber noch nie ist es so fluffig und lecker geworden…ich hab durch meine eigenen notwendigen Ausruh-Zeiten, die Gehzeiten für den Hefeteig auf 3 x mindestens 1 Stunde herausgezogen…Einmal nach Kneten des Grundteigs, dann nach dem Portionieren und ein drittes Mal nach dem Ausrollen der Fladen, danach ging es direkt in die Bratpfanne bei mäßiger Hitze und das Ergebnis ist phantastisch:

Ich hab gleich alle 6 kleinen Fladen gebacken und 4 davon, nach dem Auskühlen, direkt luftdicht eingefroren….Die anderen Beiden hab ich direkt vertilgt…yummy.

Und weil ich noch von den Vortagen etwas Tomatensoße aufgetaut im Kühlschrank stehen hatte und 2 Paprika verarbeitet werden mussten…hab ich noch einen kleinen Pizzateig fürs Abendessen gemacht und eine sehr dünne Paprika-Zwiebelpizza gebacken. Ganz vorne sieht man wie knusprig sie an den ganz dünnen Stellen geworden ist….wäre ich nicht noch krank, hätte es dazu ein schönes Glas Weißwein gegeben…so blieb mir nur ein Glas Wasser…seufz:

Welle um Welle

Welle um Welle

leider geht es nicht um Urlaubswellen, Hitzewellen oder Meereswellen, sondern um Krankheitswellen.

Wie effektiv uns medizinische Masken und die AHA-Regeln während der letzten 2,5 Jahre vor Ansteckungen tatsächlich geschützt haben, kann man Erahnen, wenn man die aktuelle Welle von „Atemwegs-Erkrankungen“ in diesem Herbst beobachtet.

Sie sind früh dran, die Grippe und Grippalen-Infekte, Husten, Schnupfen, Heiserkeit und wenn man sich ansteckt, sind die Auswirkungen stärker und dauern länger. Erklärung der Mediziner: durch das Tragen der Maske während der Pandemie, ist unser Immunsystem oftmals faul geworden…die körpereigene Abwehr ist schwächer und muss sich jetzt erst einmal wieder aufbauen.

Da es sich um einen, über viele Länder hinweg, sichtbaren Effekt handelt, finde ich die Erklärung plausibel: Also – wir haben alles richtig gemacht mit dem Tragen der Maske, als es noch keine Impfstoffe und keine Medikamente gegen Covid19 gab und ein Großteil der Welt unter dem Virus zu kollabieren drohte.

Und so finde ich es auf der einen Seite extrem blöd, bereits die ganze Woche schon WIEDER mit einem grippalen Infekt flach zu liegen und bin auf der anderen Seite froh, das es nur eine massive Erkältung ist und meine Corona-Tests bisher alle negativ blieben…was bei unser aktuellen Lage im Büro nicht unbedingt selbstverständlich ist.

Seitdem die meisten Kollegen mehrere Tage auf einer Messe waren, dafür sogar viele Kollegen aus den anderen Standorten extra zu uns ins Büro gekommen sind…und na klar freute man sich auf die, die man sonst nur selten sieht, hat viel zusammen gesessen und geplaudert…seitdem ist so ziemlich die Hälfte aller Mitarbeiter ausgefallen: entweder durch einen positiven Corona-Test oder durch einen grippalen Infekt.

Meine Warnapp sprang auf Rot und hatte mir für den vorangegangen Freitag 2 potentiell gefährliche Begegnungen gemeldet. Beim Einkaufen und in der Stadt, wenn mir viele Menschen entgegenkommen, trage ich tatsächlich schon seit Wochen wieder eine Maske…nicht aber im Büro.

Unser AG bietet die Corona-Tests wieder an und ermuntert uns, diese auch zu benutzen…das ist toll und hilfreich. Die Tests blieben bei mir weiterhin negativ, dann fuhr ich Samstag zu Schwester+Schwager und wir waren abends ja noch im Restaurant…und bereits in der Nacht fingen meine Knochen an, schwer zu werden und zu Schmerzen. Seit Sonntag wurde es dann immer mehr und den Feiertag am Montag hab ich bereits mit Gliederschmerzen, Halsschmerzen und leichtem Fieber schlapp in der Ecke gelegen.

Dienstagmorgen ging dann gar nichts mehr. Ich hab beim Arzt angerufen für einen Termin, aber ich brauchte nicht in die Praxis zu kommen – laut meiner Zustands-Beschreibung und mit dem Hinweis auf einen negativen Test, hat er mich sofort bis Ende der Woche krankgeschrieben und ich solle mich alle 2 Tage erneut testen…die Krankmeldung wird mir per Post zugeschickt… OH – okay.

Donnerstag hab ich das erste Mal das Haus verlassen, um einen kleinen Spaziergang um den Block zu machen und gestern war ich mit dem Auto zum Einkaufen…ich bin noch schnell schlapp und mag weder länger gehen, noch Einkäufe schleppen.

Da das bereits meine 2. „Grippe“ in diesem Jahr ist, dachte ich eigentlich, es geht dieses Mal etwas schneller…und tatsächlich fühlt es sich heute am Samstag schon viel besser an, als die Tage zuvor – aber eben noch nicht ganz gesund…. es scheint so als ob ein großer Ziegelstein auf meinen Bronchien liegt…dafür sind die Nasenneben-Höhlen schon wieder frei. Es geht also schon fast wieder gut – wenn auch nur fast.

An der Nordspitze – Holnis

An der Nordspitze – Holnis

Mit etwas gemischten Gefühlen bin ich Samstagmorgen nach Flensburg zu Schwester+Schwager gefahren. Mir war klar, dass ich das eine Thema mit meiner Schwester noch einmal erörtern muß und außerdem begleitete mich während der gesamten Fahrt heftiger Regen. Na – das wird wohl nichts mit unserer Wanderung durch das Naturschutzgebiet Geltinger Birk….mein Schwager ist wasserlöslich…also zumindest seine Laune löst sich bei Regen sehr schnell auf.

Aber zuerst saßen wir in der Stubb und es gab sehr leckeren frischen Pflaumenkuchen mit Sahne und dazu Kaffee …und ich hab mir meinen Frust über ihre merkwürdige Reaktion und fehlende Anteilnahme auf meine depressive Verstimmung von der Seele geredet…damit ist das Thema für mich auch erledigt.

Über die vielen verschiedenen Socken haben sich Beide sehr gefreut und mein Schwager hat seine Wetter-App im Auge behalten…es sollte am Frühen Nachmittag tatsächlich besseres Wetter geben, sogar mit Sonnenschein….meine App zeigte es nicht und auch vorstellen konnte ich es mir bei dem Wetter auch nicht…aber wäre ja schön, wenn es ginge…

Da wir alle Drei aktuell Probleme mit dem Laufen haben, haben wir uns dann für die nähergelegene Halbinsel Holnis entschieden…auch dort kann man wunderbar an der Förde entlanglaufen und trotzdem kann man die Strecken besser abkürzen, falls erforderlich. Wir sind am Yachthafen losgelaufen, zum Holnis Kliff und weiter bis zur Nordspitze, auf der anderen Seite ging es dann zurück, entlang des Surfstrands und dann quer rüber wieder zum Parkplatz.

Es war teil windig und kalt, dann wieder windstill und warm…es kamen ein paar Tropfen Regen runter…aber es war wunderschön.

tatsächlich kam zwischendurch sogar mal die Sonne raus…

aber dann zog sich langsam wieder alles zu und der Himmel wurde dunkler und bedrohlicher, bis er ganz schwarz war, der Wind frischte auf und mein Schwager warnte vor einem heranziehenden Gewitter….war aber der Meinung das trifft uns nicht direkt….Bis es dann doch über uns hereinbrach.. Da hatten wir den größten Teil des Rückwegs, schon hinter uns….der Sturm kam von Vorne zusammen mit dem kräftigen Regen und vor uns schien sogar teilweise noch die Sonne….ja es gab auch einen schwachen Regenbogen.

Wir waren länger unterwegs und sind weiter gelaufen, als eigentlich geplant, aber gerade diese Naturgewalt mit Regen und Wind tat mir unglaublich gut…ich fühle mich dabei so lebendig…spüre die Kraft der Natur, atme die salzige frische Luft und finde es herrlich…mein Schwager stapfte etwas missmutig im Regen hinter uns her (wie gesagt, er mag es nicht, nass zu werden – dabei waren wir mit Regen- und Windjacken gut ausgerüstet)…aber letztlich waren wir alle Drei froh, die Tour gemacht zu haben.

Die zurück gelegte Strecke betrug dann auch bei mir 9,53km…die Tracker der Beiden zeigten nur leichte Abweichungen …was mich immer wieder beruhigt, zeigt es doch das die Streckenaufzeichnung gut funktioniert. Das es nie die exakt gleiche Strecke anzeigt, liegt einfach auch daran, jeder läuft mal einen Schlenker, um sich etwas anzuschauen oder einer läuft wieder ein Stück zurück, weil der andere noch auf etwas hinweisen wolle.

Wieder mal nicht richtig hingeschaut

Meine Zahn-Zusatzversicherung habe ich jetzt bereits seit 15 Jahren, ein paar Leistungs-Anpassungen kamen so nach und nach hinzu, um mich vor zukünftigen hohen Zahnarztkosten zu schützen…bis ich feststellen musste, dass die vertragliche Leistung gar nicht so dolle ist…es gibt bessere Verträge – die zwischen 90 bis zu 100% der Kosten übernehmen. Meine Versicherung bezahlt zusätzlich nur denselben Betrag, den die GKV übernimmt…und da die Kassenleistung immer weiter reduziert wurde, komme ich damit auf ca. 60% Kostenabdeckung und den Rest muss ich dann immer noch selber bezahlen.

Bereits 2x hab ich die herein flatternden Angebote in Verbindung mit meiner Krankenkasse verpasst anzunehmen. Diese Angebote haben den charmanten Vorteil, das eine Vorabprüfung des Gesundheitszustandes entfällt, mehr Leistungen inkludiert sind und eine höhere %uale Erstattung ermöglichen, als meine bisherige Versicherung.

Nun kam vor ein paar Wochen wieder so ein Angebot und dieses Mal wollte ich den Wechsel ernsthaft prüfen und hab mir jetzt die Mühe gemacht meine bisherigen Vertragsbestandteile mit dem neuen Angebot zu vergleichen. Was gar nicht so einfach ist, weil die Bezeichnungen der einzelnen Teil-Tarife und die darin enthaltenden Bestandteile bei beiden Versicherungen nicht auf den ersten Blick erkennbar sind.

Also hab ich mich heute Morgen endlich mal mit damit beschäftigt, welche Tarife, welche Leistung beinhalten, welcher Anteil wird wofür erstattet und wie teuer sind die jeweiligen Teil-Tarife.

Ich hatte mich zwar schon immer darüber gewundert weil so viele Zusatz-Tarife in meiner Versicherungspolice enthalten sind, hab mir aber nie die Mühe gemacht, die einzelnen Tarife zu hinterfragen.

Als ich den Vertrag damals abgeschlossen habe, hab ich mich wohl nur von dem Werbeprospekt überzeugen lassen und hab nie alles Einzeln nachgelesen, nur so kann ich es mir erklären, das ich jetzt – nach 15 Jahren, auf einmal realisiere, das ich bei dieser Zahnzusatzversicherung seit 2007 auch eine Krankenhaus-Tagegeld-Versicherung abgeschlossen habe, die mich pro Monat sage und schreibe fast 7 EUR kostet. So eine Versicherung hab ich bisher nicht gebraucht und finde es auch für mich überflüssig.

Das neue Angebot des anderen Anbieters habe ich genau durchforstet und auch mit der Wartezeit in den ersten Jahren, in denen die Erstattungs-Beträge gedeckelt sind, würde ich mich besser stellen….und so richtig teuer mit dem Zahnersatz wird es dann i.d.R. bei den Meisten ja erst mit dem Rentenalter. Jetzt ist daher der richtige Zeitpunkt den Wechsel zu machen.

Sympathischer werden mir Versicherungen damit immer noch nicht wirklich….aber immerhin kann ich damit in der Zukunft tausende Euro sparen…das sehe ich jetzt gerade bei dem Rentner aus Hessen und seiner Frau. Die Kosten für ihre fast 2 Jahre dauernde Odysse bei der Behandlung hätten, lt. seinen Aussagen, fast für den Kauf eines Mittelklasse-Autos gereicht.