Der Stachel…

Der Stachel…

Neben dieser Leichtigkeit mit der mein Leben gerade verläuft, bleibt immer auch der Gedanke das es eine temporäre Leichtigkeit ist. Ich bin mir sehr bewusst das ich bisher viel Glück gehabt habe, jetzt ein so unbeschwertes Leben haben zu dürfen.

Meine körperliche Konstitution, meine Gene und meine Lebensweise mit jahrelangem Sport und einigermaßen gesunder Ernährung und einer gehörigen Portion Glück haben es mir ermöglicht, nur leicht beschädigt über 50 Jahre alt zu werden.

Mit Fleiß und Disziplin und auch hier mit einer guten Portion Glück an den richtigen Stellen und auch mit einigem Mut hab mich im Laufe von 30 Jahren beruflich so etabliert, das ich relativ gut verdiene und mich  auch durch Corona nicht einschränken muss.

Wäre da nicht der Krebs bei meinem Ex-Freund auf so hinterhältige Art erneut ausgebrochen, könnte ich mein Leben tatsächlich komplett unbeschwert geniessen…

… so aber ist es wie ein Stachel, der immer mal wieder piekst….so ein beständiges kleines unangenehmes Erinnern, wie fragil doch unsere Leben sind. Wie schnell sich alles ändern kann…wie ungerecht die Welt ist…und doch vergesse ich es immer wieder und dann ist da dieser kleine Stachel…der mich wieder daran erinnert…unangenehm erinnert…

…und ich atme tief ein und spüre das Leben….bin dankbar und versuche alles andere zu verdrängen…bis es wieder unvermittelt da ist…das miese kleine pieksen …dieser kleine Stachel mit Widerhaken…

 

 

Der Gang durch die Woche…

Der Gang durch die Woche…

…war heiter und entspannt.

Die beiden Abgabetermine habe ich ohne Probleme einhalten können…auch wenn ich mir dabei selber einen Streich gespielt habe.

Meine laufenden Aufgaben habe ich locker erledigt und dazu noch die laufenden Aufgaben meines urlaubenden Kollegen, insoweit wie wir das abgesprochen hatten..

Also hatte ich mich ab Mittwoch mit den 1/2 Jahresabschlussarbeiten beschäftigt ,die ich Donnerstag und Freitag abgeben musste. Die beiden Firmen haben fast identische Firmennamen und erst als ich Donnerstag Vormittag die 1.Gesellschaft abgeben wollte hab ich gemerkt, das DIESE erst Morgen fertig werden soll und die ANDERE, die ich noch nicht fertig hatte, HEUTE fällig war….hahaha.

Aber kein Problem…jetzt konnte ich die 1.Gesellschaft als Schablone nehmen und so ging die 2. dann auch recht zügig. Freitag hab ich mich dann gleich an die nächsten 3 Gesellschaften gemacht, die sind erst Ende nächster Woche fällig…aber jetzt bin ich gerade so schön im Fluss.

Und da auch alles andere wunderbar funktionierte, hab ich tatsächlich immer früh Feierabend gemacht. Meine Kollegen aus der Projektplanung langweilen sich und können sich auch selber kaum motivieren…selbst die Baustelle nebenan ist ruhig….irgendwie fand ich das am Dienstag sogar selbst langweilig…weil so gar nichts von Außen zu uns durch drang…

Dienstag hab ich am frühen Nachmittag einen Großeinkauf gemacht und den Rest des Tages mehr oder weniger vertrödelt und verschlafen. Okay, also ich hab mal wieder sehr leckere Brötchen gebacken …also meine selbstgemachten Brötchen vertrage ich super, Die bestehen ja auch nur aus Mehl, Hefe, Salz und Wasser….also eine Mehlunverträglichkeit kann ich damit ausschließen….wahrscheinlich sind es die Zusatzstoffe bei gekauften Broten und Brötchen, die es meinem Magen so schwer machen.

Mittwoch bin ich am Abend mit dem Fahrrad eine Runde über Land gefahren und hab einem herrlichen Sonnenuntergang zugeschaut…das waren locker leichte 20km…nicht so viel, aber genug. Seit meiner Tour mit über 80km sind schon 2 Wochen vergangen und bisher hatte ich mich noch nicht wieder aufs Rad gesetzt…jetzt kann ich das gar nicht mehr verstehen…es hat wieder Spaß gemacht, ..wenn auch leicht kühl – aber so ist es genau richtig gewesen.

Donnerstag hab ich nach meinem frühen Feierabend das Auto einfach stehen lassen und bin Zufuss durch Altona und Ottensen geschlendert…hab mal wieder so richtig Leben getankt…es war viel los auf den Straßen, Restaurants und Cafés. Ich hab mich in Altona in den Außenbereich eines asiatischen Restaurants gesetzt und zum 1. Mal eine „Bowl“ bestellt…mit Reis, viel frischem Gemüse und Rohkost und obenauf gebratenes Rindfleisch….sehr sehr lecker. Zuerst sah es gar nicht nach so viel aus…aber eine Schüssel breitet seine Schätze nicht nebeneinander aus, sondern übereinander …hahaha.

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Das waren dann mal so knappe 8km die ich durch Hamburg geschlendert bin.. So richtig WARMES Sommerwetter war eigentlich nicht und ich war froh meine Jacke dabei zu haben. Allerdings sind mir sehr viele Menschen begegnet die mit kurzen Hosen/Hotpants und T-Shirts ..teilweise sogar nur im Top und mit FlipFlops unterwegs waren…. also mir wäre das eindeutig zu kalt…Aber okay: es ist Sommer laut Kalender, also muss man sich sommerlich anziehen…

Freitag Mittag hab ich meine Mittagspause mit dem Gang die Post abzuholen miteinander verknüpft und bin noch einmal im Restaurant „Atlas“ gewesen…Dieses mal alleine und ich hab draußen gesessen…endlich war die Sonne auch schön warm….Den Feierabend hab ich auch heute früh eingeläutet und hab den Abend mit bügeln und aufräumen verbracht….

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Sonntags-Ausflug und unfreundliche Menschen

Sonntags-Ausflug und unfreundliche Menschen

Obwohl das Wetter hier im Norden immer noch nicht der Hit ist, hab ich mich für eine Sonntagstour in Schleswig entschieden. Wandern oder Fahrrad fahren?…ich war mir eigentlich sicher das ich das Rad mit nehmen werde….aber irgendwie hab ich dann doch die Wanderschuhe angezogen ….

Also ging es mit dem Auto erst einmal 120km bis zum Gottorfer Schloss in Schleswig…. Das Wetter sah permanent nach Regen aus….Nun gut, also solange es noch nicht regnet werde ich durch den Schlosspark und dem angrenzenden Wald laufen … sollte es später doch noch regnen, kann ich immer noch ins Museum….die Moorleichen wollte ich mir immer schon mal anschauen.wp-15945626091745143457294816815907.jpg

Sonntag Vormittag bei trübem Wetter und es war einfach herrlich…nach einer großen Runde um das Schloss herum, bin ich dann direkt weiter  entlang am Ostseefjord Schlei  bis zum Hafen gelaufen, hab dort in einem der kleinen Imbiss-Restaurants halt gemacht….aber irgendwie waren die Mitarbeiter hinter dem Tresen sehr unwirsch…und auch später in einem kleinen kuscheligen Kaffee wo ich freundlich und entspannt eine Frage gestellt habe, war die Antwort ziemlich unfreundlich…schade – das hat mir den Spaß genommen, mich dort nieder zu lassen… Der Dame im Café hab ich es aber beim bezahlen gesagt, ob sie nicht mal etwas freundlicher sein kann und ob sie die Worte Danke und Bitte beherrscht…Also sooo gewinnt man keine Kunden. Als ich dann zur Toilette ging hab ich hören können, wie Sie sich über mich aufgeregt hat.

Na egal….ich bin dann nach nur sehr kurzem Aufenthalt (es gab noch viele freie Plätze  ..das Cafe auf der gegenüberliegenden Seite, dagegen war sehr gut besucht…da hatte  ich mich wohl für die falsche Seite entschieden) weiter gewandert und nach etwas mehr als 12km wieder am Schloss angekommen.

Hmmm…jetzt noch in das Museum? Irgendwie hatte ich jetzt aber gar keine Lust mehr und hab den Heimweg angetreten.  HIer scheint jetzt die Sonne und ich sitze gut beschirmt auf meinem Balkon und lasse den Tag in Ruhe ausklingen.

 

Wandern im Regen

Wandern im Regen

Heute Nacht hab ich wirklich gut geschlafen…mein langer Spaziergang durch Hamburg hat mich absolut entspannt.

So sollte es heute gleich weiter gehen…dieses Mal aber wieder im Wald. Mein Tagesziel: Duvenstedter Brook am Rand von Hamburg.

Ja es gab eine Unwetterwarnung…aber irgendwie schien es nicht so schlimm zu werden…der Wind war erträglich und für den Regen gibt es die richtige Kleidung.

Die Fahrt mit dem Auto hat fast 40 Minuten gedauert…und der Regen war heftig….Ausgestattet mit Sporthose und -Shirt, dünner Sportjacke und einer Regenjacke (im Gepäck für den Notfall noch das Regencape)…..und vor allem meinen Lieblingswanderschuhen (gestern war ich in Sneaker unterwegs) ging es in das Naturschutzgebiet Duvenstedter Brook…aber dieses Mal kam ich nicht wirklich hinein…an vielen Stellen waren die Wege gesperrt…Brutzeit für die Tiere…also ging es dieses Mal nur Außenherum…und ich bin im Wohldorfer Wald gelandet (schon witzig: das Letzte Mal war es genau anders herum)…auf den ersten Km hab ich tatsächlich mein Regen-Cape benötigt…erst später wurde es dann wärmer und trocken…aber auch sehr stürmisch.

Hamburgs Hafen-City

Hamburgs Hafen-City

Samstag Morgen bin ich ins Büro gefahren um kurz ein paar Dinge in RUHE erledigen zu können…und kurze Zeit später kam auch mein Kollege…war aber friedlich.

Um die Mittagszeit bin ich dann von Altona aus in Richtung Elbe gelaufen…irgendwann dann aber doch in eine S-Bahn gestiegen…hmm die Schuhe waren vielleicht doch keine so gute Idee für das Laufen auf Asphalt….aber es ging irgendwie und ich bin dann nur bis zur Station „Dammtor“ gefahren….von dort aus an der Binnenalster entlang immer in Richtung Strandkai und Hafen-City…drum herum…

Gerade im Bereich der alten Häuser von Hamburg lohnt sich ein Blick nach oben…wie das Schiff  im Bild oben.  Und erst jetzt erlebe ich  meine Geburts-Stadt  mit seiner  faszinierenden Architektur…jetzt wo ich zu Fuß und in aller Ruhe die Stadt erkunden kann.

Viel gelaufen bin ich…hin und her….weit ausladend  bis zu  einem schmucken Cafe/Restaurant mit dem Namen „Catch of the Day“ :

Highlight des Tages: eine Frische Waffel mit Erdbeeren und  (nein keine Sahne) sondern: festes leckeres Soft-Eis….grandios lecker

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Mein Fuß machte zwar immer wieder Schwierigkeiten…Grummel…aber mit kleineren Pausen ging das Laufen dann doch ganz gut… zurück ging es dann in Richtung Jungfernstieg, Mönckebergstraße …noch ein wenig shoppen in einem Sportladen….und dann mit der S-Bahn zurück nach Altona…dann noch mal Laufen bis zum Auto…..so alles zusammen waren es knappe 13km….

Das war ein schöner Samstag….ich hab viel gesehen und vor allem war es RUHIG und absolut entspannend….

 

 

Geschäfts-Reise DK – Teil II

Nach dem ersten Tag war ich dann froh als wir endlich im Hotel ankamen. Das liegt zum Glück nur wenige Minuten von der Firma entfernt…Ein riesiges Hotel mit dem Charme einer amerikanischen großen Ranch…. Die Zimmer sind riesig und ich hatte sogar einen großen Balkon. Einziger Nachteil, die Balkone sind alle offen..so das die Hotelgäste nebenan freie Sicht auf die anderen Balkone haben…aber immerhin konnte ich die große Flügeltüren in meinem Zimmer weit öffnen um so frische Luft herein zu lassen.

Als erstes einmal: Schuhe aus / bequeme Klamotten an und ab aufs Bett – erst einmal eine kleine Runde ausruhen…boaaa endlich entspannen – und endlich nicht mehr lächeln und reden müssen.  Bei so vielen neuen Gesichtern und Namen und alle sind freundlich….da verkrampfen irgendwann die Gesichtsmuskeln vom vielen lächeln….

Erst später hab ich mich wieder mit meinem Kollegen getroffen…zum Glück haben die Dänen keine „Abend-Betreuung“ für uns organisiert…so sind wir für das Abendessen durch ein Waldstück, dann direkt am Fjord entlang bis zur Hafenspitze des Ortes gelaufen (knapp 3km) um dort zu Abend zu essen…

Es war allerdings schwierig am 23.06. einen Platz in einem Restaurant zu bekommen. Die Dänen feiern traditionell an diesem Abend „heilige Hans Aften“: den Johannesabend . Einst ein heidnisches Fest, welches aber dann vom Christentum übernommen wurde und sich auf den Geburtstag von Johannes dem Täufer bezieht. Als heidnische Tradition ist es vielmehr die Sommer-Sonnenwende und soll das Böse in Form von Hexen durch Feuer vertrieben werden.

Allerdings machen Feuer an einem  23.06. in meinen Augen wenig her…immerhin ist es hier auch um 21-22 Uhr immer noch fast taghell und auch die vom Feuer abstrahlende Wärme kommt bei 25Grad nicht ganz so heimelig rüber….Ehrlicherweise finde ich unsere Osterfeuer da viel stimmungsvoller: das Wetter ist meistens noch kühl und die Abende dunkel…

Okay – also kein Platz im Restaurant – aber wir haben schon mal für den nächsten Tag einen Tisch bestellt und sind dann weiter in den Ort gewandert….das Brauhaus das wirklich ansprechend aussah, machte gerade zu … aber eine kleine italienische Pizzeria  bot Platz und Essen….na endlich – ich hatte Hunger.

Auf dem Rückweg sind wir dann an kleinen Feuern am Hafen und entlang des Fjords gelaufen. Das fühlte sich nun wirklich fast wie Urlaub an…aber ich war jetzt müde und satt und schlapp nach dem anstrengenden Tag…

..kaum wieder im Hotel bin ich quasi sofort ins Bett gefallen und hab gut geschlafen.

Das Essen in dem Restaurant am nächsten Abend war echt klasse….aber  auch ungewöhnlich…ich hatte ein „Beefsandwich mit brauner Soße“  und dann kam das hier:

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hahaha….ähmm…es saß aus wie ein Turm mit Schokolade überzogen…die dicke braune Bratensoße überzog das gesamte „Sandwich“ wie eine Glasur….Allein das Brot das mein Hacksteak umgab war ca. 8cm hoch ….krass  – aber lecker – leider hab ich aber auch dieses Brot nicht gut vertragen….und entsprechend gelitten…aber erst etwas später ….hahaha – die Nacht war eh grausam…

Ich bin am 2. Abend  auf dem Bett halb-sitzend  während die Nachrichten im Fernsehen liefen eingeschlafen. Dabei ist mein Kopf so ungünstig zur Seite gerutscht,  das ich später mit tierischen Kopfschmerzen aufgewacht bin, der Schmerz saß bombenfest knapp unterhalb des Schädels im Nackenwirbel und der Muskulatur drumherum…ätzend das hatte ich früher oft, aber jetzt bestimmt schon fast 1 Jahr nicht mehr…den Rest der Nacht hab ich versucht wieder zu schlafen, aber die Schmerzen im Nackenwirbel und im Magen-Darm wussten das zu verhindern – nein es war keine schöne Nacht.

Erst ca. 1,5 Stunden  bevor ich aufstehen musste bin ich weggedöst (sagt zumindest mein Fitness-Tracker..mir kam es so vor, als ob ich überhaupt nicht geschlafen hätte) ..nun gut – hilft ja alles nichts: also Aufstehen, fertig machen, Tasche packen und dann ab zum 3. und letzten Tag  mit wichtigen Meetings….

Wir sind dann bis 16 Uhr in der Zentrale geblieben….dann noch ein Zwischenstopp am Hafen um ein dänisches Softeis (ohhh – das ist meine Kindheit: halb Erdbeer / halb Vanille in der Waffel….ich schmelze dahin) als kleine Belohnung und zum Abschluss für diese 3 Tage …dann ging es zurück auf die Autobahn….ab nach Deutschland…ab nach Hause….

 

Nachwehen vom Sonntag

Wie nicht anders zu erwarten, war der Tag nach meiner ausgiebigen Fahrrad-Tour Sonntag echt hart. Die ohnehin gerade schwierige Phase sich Morgens aufzuraffen wurde durch die Tour nicht besser…Woher diese partielle Antriebslosigkeit und gehäufte Müdigkeit kommt weiß ich nicht…

Es ist schon auffällig, das ich gerade oft müde bin und eine bleiernde Schwere in den Knochen verspüre…na klar – wenn ich mich dann endlich hochgerappelt habe, dann geht es auch und mit ein paar Tassen Kaffee fühlt es sich auch wieder normal an….na mal sehen…
Vielleicht fehlt mir ja etwas…Ich meine Vitamine, Mineralstoffe oder so etwas… NEIN – Bewegung fehlt mir NICHT …. hahaha

Was mir in den letzten Tagen sehr aufgefallen ist: ich vertrage kein gekauftes Brot mehr…weder Weiß-, Grau- noch Schwarzbrot…. mein Magen-Darm-Trakt fängt sofort an zu rebellieren und ich fühle mich wie aufgeblasen. Sehr unangenhem.

Normalerweise esse ich eh wenig Brot und wenn, dann mache ich es meistens selber. Aber für die Fahrt nach Dänemark, im Hotel und auch in der Firma gab es viel fertiges Brot… sogar leckeres Smöre-Brot….aber nach jedem Essen ging es mir schlecht… und der Kampf meines Verdauungstraktes mit dem zugeführten Essen war nicht leicht…

Am letzten Tag hab ich konsequent jede Form von Brot gemieden und prompt sind alle Probleme wieder weg…also auf zum Abklären zum Arzt…meine Schwester hat ja auch schon seit Jahren so ein Problem (kein Zöliakie, sondern eine bei Heuschnupfen öfter auftretende Mehlunverträglichkeit).

Fahrrad-Tour #6 – Am Kanal

Fahrrad-Tour #6 – Am Kanal

Am Sonntag war ich bereits früh um 7 Uhr munter und um 8 Uhr waren mein Rad und ich mit dem Auto unterwegs….leider quer durch Hamburg, denn der Elbtunnel war gesperrt. Jetzt weiß ich, das bereits Sonntagmorgens eine ganze Menge Menschen in Hamburg auf den Beinen sind.

Heutiger Ausgangspunkt für meine Fahrrad-Tour sollte Lauenburg sein…das Tagesziel war nur „grob“ vorgegeben: Mölln…immer am Lübeck-Elbe-Kanal entlang…

Zum ersten Mal hab ich die Hilfe der Outdoor-App Komoot in Anspruch genommen, allerdings war ich mit der Streckenführung ABSEITS des Kanals nicht einverstanden und hab schon nach ein paar Kilometern die Streckenführung selber in die Hand genommen….war nicht schwer: immer direkt am Kanal entlang. Aber gerade für den Einstieg von der Innenstadt bis zum Kanal ist Komoot echt hilfreich gewesen.

Bei schönsten Sonnenschein um 9.30 Uhr bin ich in Lauenburg gestartet und die Fahrt war einfach….einfach….unbeschreiblich schön.

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Menschen waren nur sehr wenig unterwegs und wenn doch…dann meistens Paare mit dem Rad…alle unglaublich freundlich…alle haben gegrüßt und gestrahlt…. die meiste Zeit aber war ich allein…mit all dem Gesummse drumherum: Vögel, Schmetterlinge, Libellen…

Die Libellen haben sich Wettrennen mit mir geliefert…sind oft von hinten über meinen Kopf an mir vorbei, dann neben das Rad und dort eine Weile geblieben….lach. Ich hab einen lockeren Gang gewählt, so das ich mit ziemlich gleichbleibenden 19-20kmh fahren konnte…die Wege direkt am Kanal sind nicht asphaltiert, aber mit Schotter und fest-getretenem Sand sehr gut zu befahren. Ich hatte das Gefühl auf diese Weise ewig fahren zu könenn…

…und deshalb hab ich irgendwann im Laufe der Tour meinen Zielpunkt fixiert: Mölln. Und war gleichzeitig ein wenig erschrocken…d.h. 40km HIN….bedeutet aber auch 40 km ZURÜCK….ohhha

Aber wie gesagt, es fühlte sich einfach toll an…als ich dann ganz unkompliziert (das ist der Vorteil, wenn man direkt am Wasser entlang fährt – man kann sich so schlecht verfahren…egal ob auf dem Deich oder am Kanal entlang) in Mölln ankam, bin ich kurzerhand in die Altstadt gefahren und habe mal dem Till Eulenspiegel guten Tag gesagt…also seiner Statue.

Da ich pünktlich zur Mittagszeit in Mölln ankam, hab ich mich gleich am Markt nieder gelassen und das hier verspeist:

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Boa war das lecker: knusprige Bratkartoffeln mit Rührei, Krabben und Räucherlachs….echt ein Gedicht.

Guten Mutes hab ich mich nach mehr als einer Stunde Pause wieder auf den Rückweg gemacht…und nach der Pause lief es erst mal so gar nicht rund…Mein Körper war eigentlich der Meinung er hätte schon genug getan…hahaha und jetzt das GLEICHE noch einmal… irgendwie bezweifelte ich schon, ob das denn wohl klappen würde. Hab schon mal innerlich nach Alternativen gesucht: Taxi, Bus oder Bahn?

Aber natürlich ging es …. irgendwie… nach ein paar km lief es dann erst einmal wieder besser, die Kondition war noch da, aber es wurde auch immer wärmer…trotz des ständigen Gegenwinds…und dann meldeten sich irgendwann meine Muskeln, dann zwischendurch mein Hintern …und mittendrin wurde ich auf einmal müde. Ich hab also mehrere kleine Pausen eingelegt und getreu meinem Motto mich selbst zu motivieren, hab ich über bestimmte Teilstrecken mit mir verhandelt, wann ich die nächste Pause machen werde… Als ich so richtig müde wurde, hab ich an einem ruhigen Seitenarm des Kanals eine längere Pause eingelegt und für ein paar Minuten im Gras liegend die Augen zu gemacht….und noch immer waren es fast 17km bis zum Auto.

….aber nach dieser Pause ging es weiter, meine Beine haben ziemlich automatisch funkioniert und sich auch nicht mehr beschwert….aber Hintern und auch der Rücken (hatte mich leider für den Rucksack entschieden, anstatt die Packtaschen zu nehmen – tztztz) und ich kann euch sagen, ich war ja soooo froh, als ich endlich wieder am Auto ankam…. Auf meinem Tacho standen damit: 82,15 km und mein Tracker sagt etwas von 4.000kcal die ich an dem Tag verbraucht habe.

Noch etwas mehr als 1 Stunde Fahrt mit dem Auto und nach der Dusche bin ich nur noch auf die Couch gekrochen und hab den Rest des Tages dort verbracht….hahaha…ja es war vielleicht ein wenig Zuviel für einen Tag…aber jetzt weiß ich zumindest: 80km sind tatsächlich wieder möglich….soviel bin ich das letzte Mal vor mehr als 12 Jahren gefahren…

Fahrrad-Tour #5 – ungeplant

Nach einem ruhigen und erfolgreichen Tag im Homeoffice…und einer ziemlich guten Strategie gegen die aufsteigende Hitze Zuhause…hab ich am späten Nachmittag mein Fahrrad genommen und bin „für eine kleine Runde“ los geradelt…

…und erst nach 41km kam ich wieder zuhause an…Über den Klövensteen, nach Wedel, in Richtung Holm, nach Moorege. Okay also Moorege war ein Versehen, denn eigentlich wollte ich durch das Tävsmoor…aber irgendwie sind mir die militärischen Sperrgebiete in den Weg gesprungen…hahaha… Okay, also dann von Moorege doch noch ins Tävsmoor und dann nach Appen…. In Appen hab ich eine Abendessen-Pause bei einem Italiener eingelegt.

Der Italiener bot „Original Wiener Schnitzel“ – da konnte ich nicht widerstehen und war …..ein wenig enttäuscht. Also es war tatsächlich Kalbfleisch…von daher war es tatsächlich echt….aber leider hat sich nicht die Panade locker und leicht gewölbt…sondern das Schnitzel selber….Die Panade saß bombenfest….das Fleisch war gekrümmt und ein wenig zäh….Schade.

Wenn man die Panade nicht zu doll an das Fleisch presst, sondern locker paniert…und mit viel Fett brät, die Pfanne dabei immer wieder schwenkt dann souffliert es…die Panade löst sich leicht vom Fleisch und bildet eine lockere goldgelbe Kruste. Na okay – also das nächste Mal doch lieber etwas typisch italienisches…

Na trotzdem war es nett dort draußen zu sitzen…dazu ein Glas Chardonney…und die letzten Kilometer nach Hause war ich dann tatsächlich langsamer als zuvor. Nein – es lag nicht am Wein…eher daran das mein Magen voll und ich mega entspannt war….das wollten die Muskeln nicht mehr in den Sport-Modus wechseln….

Ausflug ins trübe Wetter

Ausflug ins trübe Wetter

Das der heutige Sonntag kein sonniger sein würde, war ja eigentlich klar…der Wetterbericht hat es vorhergesagt…aktuell sagt meine Wetter-App aber immer noch, es gibt heute noch 5 Sonnenstunden…hmmmm…ECHT?

Also unabhängig vom Wetter war ich bereits um 8 Uhr zu  einem Ausflug in die weitere Umgebung aufgebrochen….ab durch den Elbtunnel – auf nach Finkenwerder.

Ausgangspunkt für  meinen Sonntags-Ausflug zu Fuß  war der Rüschpark….und als ich nach einer Weile am Fähranleger ankam, war mir klar…also beim nächsten Mal spare ich mir die Anreise  über die A7  mit dem Auto und fahre einfach zur Elbchaussee / Teufelsbrücker Platz und nehme für 1,70 EUR die Fähre….das macht bestimmt mehr Spaß und  geht eindeutig schneller…

Aber Schnelligkeit war ja heute auch gar nicht mein Ziel….es ging um einen ruhigen Ausflug am Morgen …und genau das war es …

Vom Rüschpark-Anleger hatte die diesige, trübe Sicht  auf  Hamburg sogar  etwas faszinierend Entrücktes …und mit dem sanften Wind empfand ich die  leichte  Schwüle in der Luft nicht einmal als unangenehm…obwohl ich mit meiner Kleidung auf kühle frische Luft gesetzt hatte.

Insgesamt blieb mein Wander-Ausflug  ohne große Höhepunkte…an den Yachthäfen vorbei, an Airbus vorbei, am Gorch Fock-Haus vorbei….durch alte Industrieanlagen….durch hübsche Schrebergärten…über nette Wege am Westerdeichgraben mit Pause in der Nähe einer riesigen Trauerweide….

Gut das ich immer auch einen Blick auf die Wege habe die ich entlang laufe, denn einer der vielen unbefestigten Wege war wohl eine Autobahn für Schnecken…zumindest war der Weg voll mit den kleinen Kriechern…sieht doch niedlich aus:

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Mit knappen 7 km war es auch kaum mehr als ein Spaziergang, denn einer Wanderung ….aber immerhin hatte ich noch nicht gefrühstückt….hahaha und so zog es mich dann doch schon wieder nach Hause…