Auf Augenhöhe mit 1000jährigen Eichen

Schon gleich bei der Ankunft wurde ich von einer freundlichen Stechmücke empfangen…die war ca. 3 cm groß….und als sie sich dann sehr schmerzhaft bemerkbar gemacht hatte….hab ich sie nur noch mit dem Autoschlüssel von mir runter gekratzt…..so ohne Lesebrille konnte ich sie auch nicht näher begutachten.

Der freundliche Herr am Empfang bot mir an, NACH der Anmeldeprozedur mit doppeltem Eintragen meiner persönlichen Daten (einmal fürs Hotel , einmal als Corona-Nachweis) mir einen Eiswürfel für meinen Arm zu besorgen.

Mein Unterarm schwoll dann auch schön an…aber mit Hilfe eines Kühlakkus aus meiner Kühltasche konnte ich die Schwellung stoppen…aber weh tut es immer noch…aua…dabei ist es schon ein paar Stunden her.

Nach dieser kurzen unangenehmen Episode hab ich mich auf den Weg zum Ivenacker Baumwipfelpfad gemacht. Dieser liegt in einem Tierpark….aber es ist mehr ein Baumpark…Tiere gab es wirklich nur sehr wenige zu sehen….nicht mal die Wiesente….und DIE hätte ich gerne gesehen.

Aber alleine für den Baumwipfelpfad hat sich der Eintritt von 9 EUR gelohnt…Ich war erst am Nachmittag dort, und da waren die meisten Besucher schon wieder auf dem Weg zum Auto…so hatte ich den größten Teil des Parks fast für mich alleine….

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Der Aufstieg zu den Baumwipfeln war schön…die teilweise bis zu 1000jährigen Eichen sind wirklich imposant und so bin ich zwei entspannte Stunden durch einen wunderschönen alten Baumbestand gelaufen…dicht an dicht … so war die Hitze des Tages sehr gut auszuhalten und meine Seele konnte ich baumeln lassen.

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KLeine Anekdote am Rande:  Eine Frau hat sich auf diesem Weg verlaufen…..Wie man evtl. auf dem Bild oben sehen kann, ist der Pfad nicht sehr breit und  die Besucher wurden mit Text und Pfeilen auf als „Einbahnstraßen-System“ hingewiesen….der Weg führt langsam und mit einigen Schlenkern auf insgesamt 20 m Höhe. Es ist also nicht schwer ihm zu folgen und am Ende ist ein Turm mit einer Aussichtsplattform auf 30m Höhe und gleichzeitig mit einem Abstieg um die Besucher wieder zum Boden zu bringen.

Auf dem 1. Drittel kam mir eine Frau (Ohne Maske – bei Maskenpflicht) entgegen, als sie mich sah, zog sie schnell den Mund-Nase-Schutz über. Als ich sie auf das Einbahnstraßen-System aufmerksam machte, meinte sie, es würde da oben nicht weiter gehen…es gäbe keinen Abstieg…und ist dann weiter runter gelaufen…nur das Unten am Eingang zwar eine Drehtür ist, aber die ist so gebaut, das man zwar rein, nicht aber raus kann….

Später als ich am Ende der schönen Tour  von der Aussichtsplattform nach unten laufen wollte, traf ich die Frau wieder….jetzt hätte sie es doch noch gefunden hahaha- sehr schön…

Weekender ?

Ich hab meine Reisetasche aus dem Schrank geholt…jetzt wo ich alle Klamotten gebügelt und im Schrank hängen habe, kann ich ja wieder aus dem Vollen schöpfen.

Ach – ich hab erst letzte Woche gehört, es heißt jetzt nicht mehr Reisetasche, sondern „Weekender“…hahaha…. Ich packe also meine REISETASCHE…und nehme nicht einen der Koffer….

Ich stelle immer wieder fest, das ich überhaupt keine Lust habe einen Koffer zu nehmen, es entspricht irgendwie nicht mehr meinem Lebensgefühl…..na okay,  außerdem bin ich ja auch nur 4 Tage weg und das mit dem Auto.

Die Vorhersage für mein Ziel an der Mecklenburgischen Seenplatte liegt bei sonnig – bis bewölkt mit leichtem Regen und Temperaturen von 24-29 Grad…hahahha  Zusätzlich möchte ich Fahrrad fahren, wandern und hoffentlich auch paddeln…mit anderen Worten ich brauche sehr unterschiedliche Sachen…

Aber eigentlich ist es wiederum ganz einfach:  sportliche Kleidung von warm bis nass…. also kein Problem davon hab ich genug ☘🤸‍♀️…so langsam kommt die Vorfreude  und ich hab schon nach Kanälen gesucht  mit Bootsverleih… und und und ….Morgen geht es ganz früh los…. hibbel

60 ist nicht alt

Anfang der Woche hab ich, mit Blick auf den Kalender, realisiert das mein Ex-Mann seinen 60. Geburtstag hat.

Der nächste Gedanke war: man der ist ja schon echt alt.

Na klar weiß ich, das 60 NICHT alt bedeutet und auch gar nicht heißt ,das man nicht mehr im Leben steht.

Aber aus der Sicht einer 52-Jährigen ist 60 dann schon noch ein großer Sprung …und dann realisiere ich auch erst, wie alt ICH schon geworden bin…. Da ich mich wesentlich jünger fühle ist das immer so ein kurzer Moment des Aufmerkens..

Ich war 16 und er 24 als wir zusammen gekommen sind und für meinen Vater war dieser Mann: einfach zu alt für mich….hahahaha und dann auch noch ein Motorrad-Fahrer….

Na immerhin waren wir dann 18 Jahre zusammen….und nun wird dieser immer jungenhaft und oft kindlich wirkende Mann auf einmal 60.

Irgendwann nach der Scheidung hat er darum gebeten, das ich mich nicht mehr zu Geburtstagen usw. melde und ich habe mich daran gehalten, um ihm das Leben nicht  zu erschweren. Aber jetzt hab ich ihm doch eine SMS geschrieben um zu gratulieren (Whatsapp oder andere social Media nutzt er nicht )….

Er hat sich dann auch sehr schnell für die Glückwünsche bedankt und  geschrieben das er sich einen gemütlichen Tag  in seinem „Paradies“ macht…. das ist der  ehemalige Selbst-Versorger Hof  (in Westfalen sagt man auch „Kotten“) seiner Tante, den er wohl nach ihrem Tod geerbt hat.  Da gab es bis vor 20 Jahren nicht mal eine Wasserspülung für die Toilette und kein Badezimmer….geheizt wurde über den Alles-Fresser-Ofen in der Küche und die anderen Räumen hatten für die ganz kalten Winter eine Heizung die man manuell mit Öl füllen musste.

Und die Toilette mit Grube darunter war im Waschküchen-Anbau….  der ganze Kotton liegt sehr einsam in einer Senke, umgeben von Feldern und in der Nähe zum Groß-Bauern….wir waren früher fast jedes 2. Wochenende dort um beim Ernten zu helfen (ich) oder um Holz zu hacken (er)….

Aus seinen Nachrichten klingt sein Leben zufrieden und friedlich und das ist genau das, was ich mir für ihn gewünscht habe. 

 

Ein schöner Abschluss

Ein schöner Abschluss

…für dieses heiße Sommer-Wochenende

Nachdem ich den Tag heute eher faul und müde  zuhause auf dem Balkon verbracht habe,  bin ich gegen Abend spontan ins Auto gestiegen und nach Wedel gefahren.

Mein Rad war ja von gestern noch im Auto…also rauf aufs Rad….aaaach so gegen 20 Uhr waren es noch ca. 27 Grad  so war schon durch den Fahrtwind die Abkühlung zu spüren….und am Hettlinger Ufer hab ich mich am Strand nieder gelassen,  meine Shorts hochgekrempelt und bis zu den Knieen im Elbwasser am Ufer entlang geschlendert…dazu ein herrlicher Sonnenuntergang…

….. mehr gibt es eigentlich nicht zusagen…. außer das es insgesamt  heute locker leichte 36km mit dem Rad waren.


 

Zuviel Hitze – Abkühlung im Bach

Nachdem ich den Vormittag gut beschirmt  und entspannt auf dem Balkon verbracht hatte,  wurde es endlich gegen Mittag Zeit doch noch etwas zu unternehmen. Dachte ich zumindest. Einkaufen oder gar Wohnung putzen …oooch nöööö… nicht heute – nicht bei über 30 Grad .

Eine Runde mit dem Rad wäre schön….aber bloß nicht am Wasser (was ich ja eigentlich liebe) …da ist es bestimmt viel zu voll…am Besten also in den Wald.. Anstatt also einfach  loszuradeln und den Nachmittag im Klövensteen (um die Ecke bei mir) zu verbringen…hab ich das Rad ins Auto verfrachtet und bin in Richtung Lüneburger Heide gefahren.

Hinter Buchholz i.d.Nordheide  hab ich dann einfach mein Auto an einem Waldgebiet abgestellt und bin los gefahren…aber so richtig schöne Radwege durch den Wald hab ich nicht gefunden….es gab teilweise wunderschön durch Bäume beschattete Wege entlang der Landstraßen…aber durch die  am Rande liegenden Felder und Straßen gab es dort keine wirkliche Abkühlung, wie man es sonst im Wald hat.

Das zeigt mal wieder: spontane Fahrten sind zwar oft gut, manchmal hilft aber eine Planung den Tag schöner zu gestalten…denn hätte ich im Vorfeld einfach mal im Internet nach geschaut, wäre ich sehr schnell auf zumindest eine romantisch anmutende Rad-Wander-Strecke gestoßen: den Heidschnukenweg.

So bin ich erst einmal der Landstraße gefolgt…was den Vorteil hatte ich hab

  1. ein Hofgut gefunden, das Abends  einen „Grillschmaus“  auf dem Hof in einer  malerisch natürlichen Umgebung anbietet (so mit Heidschnucken-Kotelett und Bratkartoffeln) das hab ich mir gleich mal notiert 😄
  2. ein „Hof-Cafè unter alten Eichen“ gefunden…. Der Hofladen war riesig…mir schon wieder viel zu groß und von Geschirr, über Eingemachtes bis zum Kerzenständer und Servietten boten die alles an….daneben aber auch selbstgebackene Kuchen

Ich hab mich dann mit einem großen Stück Pflaumenkuchen mit Sahne und einem Becher Kaffee in den großen Garten gesetzt und die Seele baumeln lassen….

wp-15969586533477940970262519651518.jpgDer Kuchen war aussergewöhnlich….es war kein Hefeteig oder Mürbteig aus Weißmehl, sondern eine Art Buchweizen-Nussboden. War aber stimmig und lecker.

Das Radfahren insgesamt empfand ich als anstrengend bei  fast 33Grad Hitze und absoluter Windstille  und bereits nach etwas mehr als 20km hatte ich auch keine Lust mehr.

Am  Anfang der Tour bin ich auf der Suche nach einem Weg durch den Wald durch Zufall an einem Bach im Wald gelandet….dort habe ich mich dann am Ende der Tour nieder gelassen…und mit den Füßen im Wasser etwas Abkühlung erhalten.

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aaaach – das hat sooo gut. Das Wasser war eisig kalt….eine Gruppe Jugendlicher hatte die gleiche Idee und die sind in Badeklamotten durch das Bächlein gewartet…hahaha…was bei dem kalten Wasser zu einigem Juchzen und Jubelschreien führte…aber sie waren friedlich und freundlich…und hatten ihren Spaß….

Irgendwann war es mir aber zu laut und ich hab mich auf den Rückweg begeben.

Die Anstrengung in der Hitze hat mir, trotz der Abkühlung im Bach, zugesetzt…mein Kopf war immer noch gut gerötet (ich hatte einen Sonnenhut auf) und mein Körper fühlte sich ermattet an…. Na egal….den Rest des Abends hab ich nach Sonnenuntergang dann auf dem Balkon verbracht….

Es regnet – ich tropfe

Heute ist es mir schwer gefallen mich zu einem Ausflug zu motivieren…und so hab ich den Vormittag auf dem Balkon verbracht…über Mittag hab ich die Wohnung aufgeräumt und es mir danach auf der Couch bequem gemacht…

….Als ich mich dann endlich für eine kleine Runde mit dem Rad überredet hatte, waren es noch 23 Grad und nur leicht bewölkt…aber  es sollte später ja noch regnen…also fahre ich jetzt oder heute gar nicht mehr….

Kaum im Naturschutzpark Wedeler Aue angekommen, hab ich  mich in Richtung Schnaakenmoor gewendet und um den Wildpark herum  wollte ich wieder zurück….ich hab mal wieder für mich neue kleine Wege genutzt…und eine sehr schöne Strecke gefunden.

Während ich also kreuz und quer den verschlungenen Wegen zwischen Moor und Wald gefolgt bin, zogen sich Wolken immer weiter zu und der Himmel verdunkelte sich ….aber Lust die Fahrt abzubrechen hatte ich jetzt nicht. Nicht JETZT – wo ich doch endlich unterwegs war …dann frischte der Wind auf….und die ersten Tropfen fielen…das ist ein schönes Geräusch…ich hatte eine leichte Regenjacke  mit Kapuze und kurze Hosen an…kein Problem also…. aber der Regen wurde heftiger…

Als ich dann wieder vor meiner Haustür stand ,war ich ein einiger nasser Tropf…..hahaha   Jacke,  Schirm-Kappe,  Hose, Socken und Schuhe…alles tropfte…und ich?

Mir hat der Ausflug Spaß gemacht…trotz des heftigen Regens…jetzt bin ich wieder munter und fühle mich frisch….und den Rest des Abends kann ich jetzt mit kochen und bügeln verbringen…man bin ich froh das ich doch noch raus gegangen bin…

so waren es in dieser Woche immer hin 43 km die ich zu fuß unterwegs war und 21km mit dem Rad….okay – es hätte mehr sein können…normalerweise komme ich immer über 50km ….auf der anderen Seite ist Sommer und da bin ich manchmal schon etwas faul…ähmmm  ich meine gemütlicher….

 

 

Planänderung

Pläne sind dafür da, geändert zu werden…vor allem wenn das Wetter doch schöner ist, als gedacht…hier im Norden sollte man immer das schöne Wetter nutzen, solange es tatsächlich schön ist…

…und wie der Regen heute zeigt, war es eine gute Entscheidung.

Anstatt also an diesem Samstag ins Büro zu fahren und später die eigene  Steuererklärung zu machen, hab ich:

  • am Morgen 2,5 Stunden auf dem Balkon gesessen mit Kaffee und Computer und es war richtig schön
  • danach hab ich mich in einem Elektromarkt auf die Suche nach einer neuen Dampfbügelstation und einem neuen Head-Set für meinen Computer begeben.  Beide Geräte haben in der letzten Woche die Zusammenarbeit eingestellt…grrrrrr  mal sehen, was jetzt als nächstes kaputt gehen wird
  • Da ich in unmittelbarer Nähe des Planetariums in Hamburg war, hab ich das Auto abgestellt und bin gelaufen und im Stadtpark hab ich eine schöne große Runde gedreht….das Wetter war so super, überall waren Familien auf dem Rasen und haben gepicknickt (aber der Park ist so riesig, das jede Familie weit von anderen Besuchern entfernt war – so von wegen Corona-Abstand-einhalten)
  • Ich hab in einem kleinen Cafè im Park einen Kaffee getrunken und konnte entspannt sitzen geblieben….endlich mal mit dem Gefühl ich muss mich nicht beeilen ….es waren genügend freie Plätze draußen.
  • Auf dem Weg vom Auto zum Park bin ich an einem Vietnamesischen Restaurant vorbei gekommen und auf dem Rückweg später hab ich mich dort nieder gelassen. Mit meinem Team in Hessen waren wir öfter in einem tollen Viet-Restaurant…und bisher hab ich noch keines gefunden, wo das Ambiente und die Qualität des  Essen auch nur annähernd  in die gleiche Richtung gingen…bei dem Ying Yang allerdings hat mich sofort das Ambiente angesprochen, also musste ich auch das Essen ausprobieren….(im Moment koche ich wirklich wenig selber…was ich eigentlich schade finde…auf der anderen Seite finde ich es auch schön endlich wieder Essen gehen zu können).
  • Also die Qualität des Essens ist echt SUPER…und der Geschmack –  KLASSE…genau soooo hab ich es mir gewünscht: Gut gewürzt, viel Gemüse (unter dem Fleisch), eine leckere Soße mit Kokosmilch….schmackhafter Reis wp-15956814904299205937108694339017.jpgEssen in gepflegtem Ambiente und die Preise sind angemessen.

So war der Tag ganz anders als gedacht und doch bin ich super zufrieden.

Da ich mit dem Spaziergang im Park bereits mein Tages-Schrittziel erreicht  und auch überschritten hatte, habe ich am Abend auf eine weitere Walking-Runde verzichtet und stattdessen dann doch noch mit dem Installieren des Steuerprogramms begonnen…und dann kam auch schon der Regen…Also alles richtig gemacht heute

Nachtwanderung

Meine Vorliebe für das Motiv Wolken am Himmel ist in meinem Blog unverkennbar.

Ich bin aber auch immer wieder erstaunt wie schön sich Nachthimmel hier im Norden präsentieren…und vor allem wie spät erst die Sonne tatsächlich untergeht…also ganz am Horizont verschwindet.

Es war bereits nach 22.30 Uhr als ich zu meiner „Nacht-Wanderung“ aufgebrochen bin…und der Himmel bot mal wieder einen herrlichen Blick auf die restliche Farbe am Horizont…

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und selbst um 22.47 Uhr war immer noch genügend Licht verfügbar:

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Meine Abendrunde führte mich von Pinneberg in Richtung Prisdorf und dann im Bogen wieder zurück…eine meiner liebsten Abendtouren….lange Zeit mit Blick auf die untergehende Sonne…kurz vor der Blauen Stunde.

Die Blaue Stunde ist unmittelbar wenn die Sonne mit letztem Licht hinter dem Horizont verschwindet und der Himmel in einem satten Blau leuchtet… bevor endgültig der schwarze Nachthimmel erscheint…

Es war eine warme und ruhige Walking-Runde mit schönem Licht und ich bin während des Laufens in eine tiefenentspannte Ruhe gekommen….gerade zu himmlisch friedlich ….

Feierabend – abgetaucht

Feierabend – abgetaucht

Der Sommer zeigt sich im Norden ja recht kühl…und so musste ich einfach am Mittwoch das schöne Wetter nutzen…und so eine kleine Auszeit konnte  ich auch gut gebrauchen.

Feierabend habe ich daher schon um 14.30 Uhr eingeläutet…bin dann vom Büro direkt aus los gelaufen…über eine Eisdiele in Ottensen (den Stadtteil finde ich mittlerweile echt klasse…viele kleine Geschäfte, es ist so lebendig hier und alles scheint so normal zu sein) bis an die Elbe. Dann am Wasser in Richtung  Hamburg Mitte. Hab zum 1. Mal eines dieser riesigen Kreuzfahrtschiffe im Hafen liegen sehen…WOW – das Ding ist ja beindruckend groß…nee – das wäre nichts für mich.

Weiter ging es, vor einem Steakhouse waren Tische und Stühle aufgestellt und ein Strandkorb stand da auch…also hab ich, im Strandkorb sitzend, eine kleine Rast eingelegt und am NACHMITTAG ein Glas Wein getrunken und die Sonne genossen.

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…dann ging es weiter bis ich am U-Boot-Museum angekommen bin….Ach komm….da liegt ja tatsächlich ein U-Boot und man kann es besichtigen. Nun bin ich ja kein Fan großer Menschenmengen und Enge ist auch nicht mein Ding…aber es war LEER….also mit 9 EUR  hab ich die Erlaubnis gekauft das U-Boot betreten zu dürfen…und war fast alleine dort.

Und das war auch gut so….es war schon seeehr eng…und wenn man im Film sieht, wie die Soldaten durch die Luken der einzelnen Sektionen durchhüpfen,  dann wirkten die Luken hier schon sehr klein.

Also mit körperlichen Gebrechen sollte man das U-Boot wirklich meiden und eine gewisse Sportlichkeit hilft auch bei der Besichtigung. Erst ab  der 3. Luke bin ich einigermaßen gut dadurch „gehüpft “ (also im Film sieht das wesentlich eleganter und sportlicher aus…gut also das mich sonst niemand gesehen hat – na bis auf eine wahrscheinliche Videoüberwachung durch das Museum). Alsoo Hände an die Stange oberhalb der Luke und durchhüpfen…und hinter der Luke bin ich mit dem Hintern auf den vorhanden Vorsprüngen zum Halt gekommen…nix von wegen durchhüpfen und gleich auf den Füßen landen um weiter zu hechten…hahaha  na gut – das waren auch junge Männer…

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Es hat Spaß wirklich Spaß gemacht und die Enge konnte ich wirklich gut ertragen, da es sonst gerade keine Besucher in meiner Nähe gab. Witzig: ALLE ausgestellten Puppen, die das Leben auf einem U-Boot simulieren sollten trugen: Mund-Nase-Schutz….Auch ich hatte während des gesamten Besuchs meine Maske auf…

Zum Glück verzichtet das Museum auf musikalische Untermalung…so wurde zusammen mit einem in regelmässigen Abständen wiederkehrenden PING  eines Sonars eine beklemmend dichte Atmosphäre erzeugt.

Immer wieder erstaunlich finde ich es, wie „blind“ die U-Boote im 2. Weltkrieg waren. Außer durch das Periskop war ja überhaupt kein Blick nach draußen möglich. Bildschirme gab es noch nicht….überall nur Rohre, Schalter und analoge Anzeigeuhren…

Wieder aufgetaucht ging es im großen Bogen zurück in Richtung Firma (zu meinem Auto). Das waren gute 9km für den heutigen Spaziergang durch Hamburg.

 

 

sturer Esel und der Stier in Mir

…nach der blöden Tour vom Sonntag, hab ich gleich am Montag nach Feierabend eine Entspannungstour gemacht:  Jetzt nichts Großartiges, dafür aber direkt vor der Haustür gestartet. Und DAS war genau so, wie ich es mir am Sonntag gewünscht hätte:

ruhig, entspannt und locker rund um Klövensteen, Buttermoor, Tävsmoor, Appen und  Moorrege zurück nach Hause…das waren   rund 32km.

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Es waren optimale Bedingungen: fast gar keine Menschen, leicht kühler Wind und ich hatte vorher  gegessen…hahahha ein nicht zu unterschätzender Faktor, der sich sehr stark auf mein inneres Wohlbefinden auswirkt. Nach der Tour fühlte ich mich erfrischt…nicht erschlagen.

Eigentlich hätte die Tour am Sonntag auch gut werden können, wenn ich es geschafft hätte, ein paar Parameter leicht zu verändern.

Normalerweise gelingt mir das auch…aber manchmal bin ich halt stur wie ein Esel und schaue weder nach rechts noch links…

und als Stier will ich dann auch unbedingt mit dem Kopf durch die Wand. Manchmal gewinnt eben doch die Wand…was ich aber nicht wahrhaben möchte…

Also getreu den Lehren des Konjunktiv II: hätte, wäre, würde

  • Hätte ich irgendwo an der Strecke eine Kleinigkeit gegessen, dann wäre ich innerlich entspannter gewesen
  • Hätte ich einfach meine Route geändert, dann wäre ich nicht so durch den Straßenverkehr gestresst gewesen
  • wäre ich nicht so stur gewesen, hätte der Tag schön werden können

Egal, manchmal tut so ein Brummeln ja auch gut…

Im Laufe der Jahre haben die Viecher: Esel und Stier schon für so manchen Zoff in meinem Leben gesorgt, aber mit zunehmendem Alter richtet sich diese Sturheit meistens nur noch gegen mich selbst…so nach dem Motto: Das hast Du Dir selber eingebrockt…dann Löffel es jetzt auch aus….

Insgesamt jedoch bin ich wesentlich nachsichtiger und milder mit meiner Umwelt…da  sehe ich interessanteweise bei mir einen Zusammenhang mit den Wechseljahren.. Im gleichen Maße wie mich die Auswirkungen mit Hitzewallungen und Veränderung des Körpers im Griff haben,  bin ich entspannter geworden.

Altersmilde?  hahaha  kampfesmüde trifft es eher. Ich war früher eher bereit für meine Sichtweisen einzustehen und  Wissen durchzuboxen…gerade im Job merke ich, das ich heute nicht mehr den Ehrgeiz habe, jeden kleinen Fehler, der mir begegnet, auch  unmittelbar auszubügeln….meine Eigenen schon, nicht aber mehr die von Anderen. Früher hätte mir das keine Ruhe gelassen….

Wenn mir heute Wissenslücken auffallen, also Fehler die öfter auftauchen, dann lenke ich das Gespräch irgendwann mal auf das Thema und erwähne die Regeln, so als Nebenbei-Information, als Allgemeingut…

Ob das wirkt? Keine Ahnung – zumindest mir hilft es gelassener durch die Welt zu gehen..