Ruhe im Moor und eine Begegnung

Auf die Fahrt ins Pietzmoor hab ich mich echt gefreut.

Er dauert mit dem Auto nur ca. 1 Stunde und der Weg durch den Elbtunnel am Mittag war trotz des vielen Verkehrs unkompliziert.

Bei dem schlechten Wetter (bedeckt, leicht windig und eisig kalt) war der große Parkplatz am Schäferhof leer.

Ich hab mich im Auto erst einmal wetterfest umgezogen…und mit den letzten Vorbereitungen kam ein weiteres Auto auf den Parkplatz, fuhr ein paar Meter an mir vorbei und ein Mann – so Ende 50 – stieg aus.

Ich hatte die Mütze tief ins Gesicht gezogen, meinen Rucksack geschultert und machte mich auf den Weg. Der Mann blieb an seinem Wagen stehen, sah zu mir. Ich grüßte mit einem Moin und ging an ihm vorbei…höflich, wie ich nun einmal bin.

Er richtete das Wort an mich: Ich käme wohl aus Hamburg um hier im Moor meinem Stress zu entfliehen.

Eine merkwürdige Art ein Gespräch anzufangen…ich schaute ihn kurz an und entgegnete: So in etwa – möchte nur einen schönen Nachmittag hier verbringen…und lief weiter…so langsam kam ich dann auch in meinen Lauf-Rhythmus und eigentlich wollte ich mich nicht weiter unterhalten.

Aber der Mann war, trotz meines schnellen Schrittes, nicht weit hinter mir und als ich für ein Foto stehen bliebe holte er mich ein….und richtete wieder das Wort an mich….über das Eis auf dem Moorsee – welches ich gerade versuchte im Bild einzufangen:

hmmm…neee so hatte ich mir meinen Nachmittag hier nicht vorgestellt…ich versuchte es mit längerem wegdrehen und Stehenbleiben, um weitere Motive auszuloten….aber der Mann ging nur ein paar Schritte weiter…stellte sich dann an ein Geländer und sah auf den Moorsee und schien nicht die Absicht zu haben, weiter zu gehen.

Neee – also so wird das nichts mit meiner Ruhe hier …ich hab also den Turbo eingelegt und bin noch schnelleren Schrittes wieder an ihm vorbei gegangen…und den schnellen Schritt behielt ich für die nächsten 1-2 km bei… ich blieb nicht mehr stehen und schaute mich auch nicht um.

Ich hab lange Beine und kann große Schritte machen….irgendwann hatte ich das Gefühl, wieder alleine zu sein…und so war es auch…ich hab also meine Schrittgeschwindigkeit wieder auf Normalmaß verlangsamt und nun endlich konnte ich den Weg, die langsam aufklarende Aussicht und vor allem die Ruhe und kalte Luft so richtig geniessen…warm war mir inzwischen auch.

Nach der ersten Runde mit knappen 5 Km, kam ich wieder am Parkplatz an….der war wieder leer…also bis auf mein eigenes Auto. Prima – der Mann von vorhin hat also irgendwann kehrt gemacht und ist dann wohl weiter gefahren.

Irgendwie hat es mich erleichtert, der Mann wirkte zwar nicht unsympathisch…aber ich wollte eben keine Unterhaltung führen…ich war bei dem Wetter hierhin gekommen, um meine Ruhe zu haben…und mit Ruhe, meine ich wirklich Ruhe….ich wollte mich nicht unterhalten…ich wollte keine Gesellschaft.

Leider wird manchmal meine im allgemeinen freundliche Art zu anderen Menschen, mit echtem Interesse verwechselt.

In der Gewissheit nun wirklich alleine meinen Weg weiter gehen zu können, hab ich mich für eine zweite, kleinere Runde entschieden….und hab, wie immer, die vereinzelten Menschen, die mir dann doch begegneten, freundlich im Vorbeigehen gegrüßt – wie man das eben so macht, wenn man sich im Wald oder im Moor begegnet…das habe ich schon als kleines Kind gelernt. Man geht nicht wortlos aneinander vorbei.

Nach insgesamt knappen 8km kam ich dann wieder an meinem Auto an…jaaa das hatte gut getan…die Lüneburger Heide macht auch bei schlechtem Wetter Spaß…ich liebe die Landschaft, diese Ruhe und Weite….wenig Menschen….soooo fängt Erholung für mich an.

Wieder an meinem Auto angekommen, steckte am Türgriff auf der Fahrerseite ein großer Zweig mit zarten Blütenknospen von einem Strauch in der Nähe…da hat mir wohl der Unbekannte einen kleinen Gruß dagelassen.

Meine Fahrt ging dann weiter zu meinem 2. Zielort: Soltau….das war nur noch ein paar Km entfernt.

zäher Start in den Kurzurlaub

Der Weg bis zum tatsächlichen Urlaubsstart am Donnerstag, war dann noch zäh.

Kaum hatte ich das Gefühl, das es mal wieder im Job besser läuft, gab es Rückschläge…keine Großen, dafür viele Kleine.

Donnerstagmorgen wollte ich dann noch ein paar Dinge erledigen – so für ein besseres Gefühl von „ich kann jetzt getrost mal ein paar Tage aufhören mit Arbeiten“….

…doch es kamen jede Menge neue Dinge rein, die alle „mal eben“ hätten erledigt werden sollen

Und mit jedem neuen Ding wurde ich unruhiger und kam gar nicht so richtig in einen Arbeitsflow…

In dem Moment hab ich den Computer runtergefahren…das muss jetzt einfach mal warten. Immerhin ist heute bereits mein 1.Urlaubstag.

Den restlichen Vormittag hab ich also meine Reisetasche gepackt, die Wohnung etwas aufgeräumt und noch die Reste aus dem Kühlschrank in ein Mittagessen verwandet.

Immer noch total aufgedreht von der Arbeit, bin ich dann losgefahren: 1. Ziel das Pietzmoor bei Schneverdingen für eine schöne Wanderung durch das Moor.

Auf der Suche nach Ruhe und Erholung.

Gewicht eingependelt

Gestern Abend war es bereits kurz vor 22 Uhr und so hab ich mich für eine etwas kleinere Walkingrunde entschieden…es waren nur 3,6 km. Die Luft war herrlich kalt und alles war friedlich und ruhig.

Mir ging durch den Kopf, wie gut es mir doch (trotz des beruflichen Stresses) geht und wie wohl ich mich in meiner Haut fühle.

Seit mittlerweile 9 Monaten mache ich das Interfallfasten nach der Methode 16:8 und es ist Teil meines normalen Lebens geworden. Das fiel mir von Anfang an relativ leicht. Nachdem ich insgesamt 9 kg abgenommen hatte, hat sich mein Körper so nach und nach auf ein konstantes Gewicht eingependelt, was auch daran lag, das ich wieder mehr Lebensmittel zugelassen habe, wie zum Beispiel Nudeln oder auch ein paar Süßigkeiten.

Von den ursprünglichen 9kg Gewichtsverlust, sind 8kg dauerhaft verschwunden…ich schwanke immer so um 1kg, was ganz Normal ist.

Auch über die Weihnachtszeit und den Stress im Job, bin ich bei meinen neuen Essgewohnheiten geblieben, aber es gibt eben auch Ausnahmen. Wenn ich mal viel zu lange gearbeitet habe und mein „Zeitfenster“ für das Abendessen bereits geschlossen ist, na dann esse ich eben trotzdem noch…dann starte ich mit dem Essen am nächsten Tag eben etwas später.

Ich nehme es als Richtschnur, nicht als Gebot- das ich zwingend einhalten muss. Es bringt mich nicht um, wenn es eben mal keine 16 Stunden sind, sondern nur z.B. 14,5 Stunden.

Weiterhin bleibe ich dabei nicht zu frühstücken und esse ansonsten das, worauf ich Lust habe und was angeboten wird…gerade auf Dienstreisen: dann esse ich eben auch mal ein Steak oder einen Burger mit hausgemachter brauner Soße (also Soßen können die Dänen echt super lecker -und auch Fisch und Fleisch zubereiten).

Rotes Fleisch soll ich ja, wenn möglich, meiden…also kein Totalverzicht …und so esse ich solche Sachen eben genau dann, wenn ich ihnen sowieso nicht aus dem Weg gehen kann oder möchte.

Hauptzutat bei meinen Mahlzeiten bleibt weiterhin das Gemüse….Kartoffeln, Nudeln und Reis bleiben als Beilage dezent im Hintergrund. Dazu kommen regelmäßig Fisch und 1-2x in der Woche Geflügel auf den Tisch.

Und ich habe super viel Spaß daran neue Gerichte auszuprobieren, wie zum Beispiel: Burger aus Champignons und Zwiebeln oder Frikadellen aus Wirsingkohl und Kichererbsenmehl…das bin ich schon ganz gespannt drauf.

Der Rezeptvorschlag kam letzte Woche von einem Kollegen, der bei einem vegetarischen Kochkurs war und ihm hat die Wirsingkohl-Variante sehr gut geschmeckt. Genau nach solchen Rezepten suche ich, um einfach mal Gemüse „anders“ zu verarbeiten.

Ich habe inzwischen wieder ein entspanntes Verhältnis zum Essen, das finde ich schön. Also wichtig für mich ist: ich halte mein Gewicht jetzt schon seit ein paar Monaten und fühle mich super damit.

Kleine Zimtschnecken am Morgen

Kurz nach dem Aufstehen heute Morgen…es ist ja Sonntag, wollte ich mich mit dem Kaffee ganz entspannt ins Wohnzimmer setzen und erst einmal gar nichts tun.

Das hat definitiv nicht geklappt, bereits im Flur – mit dem Kaffeebecher in der Hand – habe ich kehrt gemacht…ach ich könnte ja mal eben den Hefeteig ansetzen…dann hab ich am späten Vormittag schon meine kleinen Zimtschnecken fertig.

Im Internet ist mir ein Rezept für „Zimtschnecken vom Blech“ zugelaufen (also wurde mir angezeigt). Das Rezept war sehr einfach – und ich hab es dann noch einmal etwas abgewandelt, weil ich diese Zimtschnecken eben nicht groß und nicht so hyper fluffig wollte…sondern eher Kleinere und das ist mir tatsächlich gelungen, auf dem Bild täuscht die Größe etwas..ich habe auch nur die Hälfte des Teigs genommen:

Das Besondere an meinen Zimtschnecken ist, das die Füllung eben nicht zu gleichen Teilen aus Butter, und Zucker, sowie Zimt besteht, sondern aus viel weniger Butter, dafür mehr Dattelsirup und viel Zimt und sie sind super lecker geworden..

Beim Aufstreichen der Füllung war ich jedoch nicht so exakt und so haben einige Schneckchen weniger Füllung und bei anderen ist die Menge einfach perfekt. Und auch für das Schneiden der gefüllten Teigrolle hatte ich nicht das optimale Messer genommen…so habe ich eher den Teig gedrückt, als geschnitten…die Form der einzelnen Schnecken ist daher nicht wirklich rund – aber dafür sind sie hausgemacht.

Und während die Schneckchen noch im Backofen waren, habe ich aus 2 übrig gebliebenen Bananen mal wieder ein Bananenbrot gebacken…das ist jetzt noch im Backofen.

Ich habe es jetzt bis ins Wohnzimmer geschafft und freue mich bei einem weiteren Kaffee und lauwarmen Zimtschneckchen auf einen entspannten Sonntag.

Samstagmorgen – bei Sonnenaufgang

Schon kurz nach dem Aufstehen heute, hab ich meine komplette Planung für diesen Samstag, über den Haufen geworfen.

Ich war bereits um 6 Uhr fertig geduscht und angezogen, hatte die Küche sauber gemacht und wollte mich gerade mit dem ersten Kaffee des Morgens, an meinen privaten Laptop setzen, um hier einen Beitrag zu schreiben, als mir einfiel, das ich das noch weit geöffnete Fenster im Schlafzimmer besser schließen sollte…

Es waren -2 Grad draussen und die Luft im Zimmer war soo klar und frisch und beim Blick aus dem Fenster sah ich, wie sich so gaaaanz allmählich die Nacht verzog und einen schönen Sonnenaufgang versprach.

Das war der Moment, in dem ich beschloss, ich möchte nach Draußen um den schönen Morgen zu genießen. Flugs hab ich den Kaffee in einen Thermobecher umgefüllt und zur Seite gestellt, meine gefütterte Mütze tief über beide Ohren gezogen, Winterjacke, Schal und Wanderschuhe angezogen und keine 5 Minuten später, war ich schon vor der Tür.

Ich liebe diese klare, frische und sehr kalte Luft und der Morgen wollte einfach von mir aufgesogen werden…ich lief also dem Sonnenaufgang entgegen, atmete tief ein und aus und schon musste ich lächeln. Ja es geht mir gut.

Ich war fast 1 Std. 20 Min. unterwegs, hab meine Walkingstrecke modifiziert und bin dabei knappe 6km gelaufen. Ich habe jede Minute genossen.

Kaum war ich wieder zuhause,habe ich mich über den heißen Kaffee gefreut…aaaachhhh schööön.

Aber ich hatte keine Ruhe sitzen zu bleiben…ich hatte Lust zu kochen. Hatte gestern schon alles Mögliche eingekauft und mich nun ans Werk gemacht.

Zuerst habe ich aus scharf angebratenem Hühnerklein mit viel frischem Gemüse eine kräftige Hühnersuppe gekocht…und später dann noch eine Hühnchenbrust leicht mit köcheln lassen.

Paralell hatte ich einen Weißkohlkopf in schmale Streifen geschnitten und mit weiterem kleingeschnittenem Gemüse erst angebraten und dann zu einem vegetarischen Eintopf gekocht.

Beides ist echt lecker geworden und passt super in mein Wochenende. Seit einer Woche muss ich ständig niesen und mir läuft die Nase…ansonsten bin ich aber topfit…aber irgendwie schniefe ich ständig….also eine kräftige Hühnersuppe hilft da allemal.

Ich habe mir angewöhnt solche Suppen immer ohne Füll-Beilage zu kochen…so kann ich immer spontan entscheiden ob ich sie lieber pur oder mit Kartoffeln, Reis oder Nudeln essen möchte. Heute entscheide ich mich für den puren Genuss.

Das Hühnerlein hab ich aus der fast fertigen Suppe gefischt und vom Fleisch befreit…die gekochte Hühnerbrust hab ich ebenfalls von den Knochen befreit und das pure Fleisch kleingeschnitten und zurück in die Suppe getan. Das mit dem Hühnerklein + Hühnerbrust, anstelle eines kompletten Suppenhuhns hat den Vorteil, es geht insgesamt schneller mit dem Kochen.

Die Suppe gibt es heute und den Kohleintopf Morgen. Die Reste friere ich, wie immer, ein.

In dieser Woche hab ich kaum gekocht, weil ich einfach zu beschäftigt war, um frisch zu kochen, sondern habe mich stattdessen aus dem Gefrierschrank bedient.. Genau für solche Zwecke habe ich ihn ja mit selbst-gekochtem Essen gefüllt. Der neue Gefrierschrank ist kleiner, als der Vorherige und das ist gut so.

Nachdem ich durch den Überschwemmungsschaden den Inhalt des letzten Gefrierschranks fast komplett entsorgen musste, wollte ich mich mit einem etwas kleinerem Exemplar davor schützen, zu viel einzufrieren….und ja es funktioniert gut so.

Ich bin nun gezwungen öfter erst aus dem Gefrierschrank zu essen, bevor ich neu koche…das hilft mir, mich mit den Mengen besser zu arrangieren. Ich koche nämlich gerne große Töpfe voll gutem Essen.

sooo und jetzt erhole ich mich ein wenig, bevor ich später dann doch noch etwas arbeiten werde…Ab Montag startet bei uns das „angeordnete Chaos“…also unsere neue Software, dafür muss ich noch einiges vorbereiten, zu dem ich bisher nicht gekommen bin.

Versöhnliches Jahresende

Heute Morgen bin ich bereits kurz vor Sonnenaufgang zu einer stillen Walkingrunde aufgebrochen….ich wollte der Knallerei bei auffrischendem Wind am Nachmittag / Abend entgehen.

Der Wind hatte bereits am Morgen spürbar zugenommen…es war sehr ungemütlich und trotzdem war es ein schöner Morgen. Und auf meinem einstündigen Weg durch die Felder habe ich noch einmal das Jahr 2024 Revue passieren lassen.

Und ich verlasse, trotz all den Ereignissen in diesem Jahr, entspannt und versöhnt das Jahr 2024….ich bin mit mir und meinem Leben zufrieden und, durch den plötzlichen Tod meines Ex-Freundes, musste ich mal wieder erkennen, wie wichtig es ist, sich in seinem eigenen Leben wohl zu fühlen und mit sich im Reinen zu sein.

Das neue Jahr kann also kommen…ich bin vorbereitet und weiß natürlich ganz genau, das die nächsten 1-3 Monate sehr herausfordernd werden …aber im Moment schaffe ich es, mich von dem Gedanken nicht unterkriegen zu lassen und vor allem nicht jetzt schon damit zu hadern und daran zu verzweifeln.

Ich werde mich von Tag zu Tag durchhangeln….mich von Problem zu Problem durchbeißen…ich habe sie wieder – die Zuversicht, das Ich das schon irgendwie hinbekommen werde.

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr und ganz viel Zuversicht, das das Leben schön ist und auch noch besser werden kann.

Und noch mehr schlechte Nachrichten

Natürlich muss man ab einem gewissen Alter mit Krankheiten im engeren Umfeld rechnen und auch das der Tod einen Strich durch Lebensplanungen machen kann. Trotzdem kommen solche Nachrichten unvermittelt und dann ist die Drohung da, das fest geglaubte Lebens-Sicherheiten auf einmal wegbrechen könnten. Wie zum Beispiel das eine liebgewonnene Freundin auch in den nächsten Jahren noch da sein wird.

Heute Vormittag kam ganz unerwartet eine Nachricht von meinem Schwager, das die beste Freundin meiner Schwester seit Freitag notfallmässig im Krankenhause liegt: mit einem geplatztem Aneurysma im Kopf (Das Wort musste ich erst einmal googlen, um es schreiben zu können – auch wenn ich es schon öfter gehört habe). Sie wurde direkt 2x operiert und liegt auf der Intensivstation – ist aber inzwischen außer Lebensgefahr.

Mein Schwager wusste nicht wirklich, wie er es meiner Schwester schonend beibringen sollte…und auch ich hatte sofort Angst, das es sie aus ihrem gerade mühsam erreichten seelischen Gleichgewicht kegeln könnte. Außerdem war meine Schwester seit gestern Abend nicht mehr online und mein Schwager machte sich Sorgen. Beide sind seit Weihnachten mit einem grippalen Infekt leicht angeschlagen.

Ich hab sofort gesagt, er soll es Ihr per WhatsApp sagen, das die Freundin im Krankenhaus liegt und ich würde gleich losfahren und in ca. 1 Stunde bei ihr in der Reha sein…ich würde ihr dann den Rest erzählen. Hatte meinen ungeplanten Besuch bei ihr, ebenfalls per WhatsApp, angekündigt und mich auf den Weg gemacht.

Als ich vor ihrer Zimmertür stand, hatte sie aber noch keine unserer Nachrichten gelesen, entsprechend war sie über meinen Besuch überrascht. Aber es war gut das ich hingefahren bin, so konnte ich sie in den Arm nehmen und sie entsprechend positiv bestärken, das ihre Freundin lebt und außerdem außer Lebensgefahr ist…sie kann damit weiterleben, evtl. mit ein paar Einschränkungen, aber sie lebt….die Freundin ist schon über 60 Jahre und hat auch so einige Krankheiten in den letzten Jahren überstanden.

Und ich konnte ihr dann auch vom Tod meinem Ex-Freund erzählen, denn hatte sie ja auch noch kennen gelernt, als unser Vater starb.

Von der Reha-Klinik sind wir dann in ein Cafè gefahren und haben viel geredet, dann noch ein kleiner entspannter Spaziergang und nach ca. 3 Stunden hab ich mich wieder auf den Weg zurück gemacht. Meine Schwester ist seelisch stabil und kann jetzt mit den Neuigkeiten umgehen – vor allem nachdem sie mit dem Mann ihrer Freundin telefoniert hatte.

Ich finde so langsam reicht es jetzt mit den negativen Nachrichten, von Tod und Krankheit.

Wie heißt es so schön:

„Das Leben ist das was passiert, während wir dabei sind, andere Pläne zu machen.“ John Lennon

Herzens-Angelegenheiten – 2.Teil

Herzens-Angelegenheiten – 2.Teil

Gestern am späten Abend hat mich dann noch eine traurige Nachricht erreicht.

Der beste Freund meines Ex-Freundes hat mich über WhatsApp angerufen. Er wäre gerade in Amerika bei seiner Schwester, deshalb der Anruf über WhatsApp.

Er hätte auch erst gerade die traurige Mitteilung erhalten, das mein Ex-Freund vor Weihnachten verstorben ist.

Wuuum – das hat gesessen.

Nun habe ich ehrlicherweise seit dem letzten Ausbruch von schwarzem Hautkrebs mit Metastasen in den Organen und im Gehirn vor ca. 4 Jahren ständig damit gerechnet, das er das nicht lange überleben wird. Aber dann kam neben OP, Chemo, Bestrahlung und was weiß ich, eine teure und langwierige Stammzellen-Therapie und die hatte wohl gut bei ihm angeschlagen. Aber selbst mit dieser Therapie war seine Lebenserwartung auf nur wenige Jahre geschrumpft.

Es ging ihm aber zunehmend besser und da ich nichts weiter gehört hatte, ging ich davon aus, das es ihm gut geht….und so war es wohl auch, wie mir der Freund versicherte.

Am 16.Dezember haben die Beiden am späten Nachmittag noch miteinander telefoniert, weil der gute Freund Geburtstag hatte…und ca. 1 Stunde später ist mein Ex-Freund dann plötzlich gestorben – aber nicht am Krebs, sondern an einem Herzinfarkt.

Das hat mich dann richtig geschockt.

Es tut mir so leid für meinen Ex-Freund….ich hätte ihm ein langes und erfülltes Leben gewünscht…weiß aber natürlich auch, das er mit dem Leben immer haderte…sich benachteiligt fühlte, weil er nicht zu den Schönen und Reichen gehörte…er wollte immer „da Oben“ mithalten, dieser „Banker-Schnösel“ wie ich ihn immer genannt habe. Er war nie mich sich und seinem Leben im Reinen. Lügen war für ihn eine ständige Option sich besser darzustellen…etwas was unsere Beziehung von Anfang an belastet hat…ich hasse Lügen und er hat mich in vielem belogen.

Ich habe versucht ihm vorzuleben, wie schön das Leben sein kann, wie zufrieden wir mit dem sein können, was wir haben…wie gut wir davon leben können….er hat es nicht verstanden oder verstehen wollen.

Ich bin froh, das er jetzt einen sehr schnellen Tod hatte…er hat wohl nicht mehr viel davon mitbekommen…das ist ein Trost…und ich hoffe er hat jetzt den Frieden, nach dem er immer gesucht hat.

Stille konnte er nie aushalten, dabei war sein Lieblingslied: Enjoy the silence (Depeche Mode)

Herzens-Angelegenheiten

In der Woche vor Weihnachten hatte ich meinen regelmässigen Check-up beim Kardiologen…und nachdem ich ja so schön fast 9kg im letzten 1/2 Jahr abgenommen habe, dachte ich ehrlich das ich evtl. sogar meine Tabletten reduzieren könnte.

Das alles fühlt sich körperlich so gut an, das muss doch auch einen Effekt auf Blutdruck/ Ruhepuls/ Cholesterin usw. haben, das muss doch die Arteriosklerose in Schach halten. Dachte ich zumindest.

Trotz all dem, ist mein Cholesterin immer noch über dem angestrebten Zielwert von 55…eigentlich sollte ich sogar noch niedriger kommen…leider liege ich wieder bei 78…. ooooochnöö. Wie schon öfter erwähnt, wäre das ein total super Cholesterin-Werte für einen gesunden Menschen…nicht jedoch für mich, wo es ja das Ziel ist, mich vor einer OP am Herzen zu bewahren.

Die Risiken für eine OP haben sich aber inzwischen bei mir verdoppelt, denn es gibt eine weitere Diagnose, die zwar jetzt noch nicht dramatisch ist…sich aber verschlechtert hat und die langfristig eben auch zu einer OP führen kann/wird.

Eine meiner 4 Herzklappen ist mittelgradig undicht…sie schließt nicht mehr richtig. Während das Herz schön kraftvoll pumpt und der Arzt damit zufrieden ist, ist eine Herzklappe defekt.

Sie hat sich in einem 1/2 Jahr von „leichtgradig“ auf „mittelgradig“ verschlechtert….Operiert wird ab „hochgradig“. Woher kommt das also? Stress ist auf jeden Fall eine Möglichkeit….und als ich dem Arzt von meinem Stress der letzten Monate erzählte, meinte er auch sofort: na – da haben Sie Ihre Erklärung.

Nun ist es einfach, alles auf den Stress zu schieben…denn zum Teil liegt es auch am Blutdruck. Der hohe Blutdruck drückt eben auch mit höherem Druck auf die Herzklappen…und das führt langfristig zu einer beschleunigten Abnutzung. Den hohen Blutdruck habe ich geerbt…da kann ich eben nur mit Medikamenten dagegen halten. Aber natürlich begünstigt Stress einen noch höheren Blutdruck und ein höher belastetes Herz. Aber solange ich noch keine Atmennot, geschwollene Beine o.Ä. habe, besteht noch kein Handlungsbedarf…Noch kann mein Herz die defekte Herzklappe ausgleichen.

Stress zu reduzieren, ist jetzt aber tatsächlich das oberste Gebot. Und wenn es gar nicht anders geht solle ich mal über eine Reduzierung der Stundenzahl nachdenken, um längere Regenerationszeiten zu haben.

Na klasse….die Diagnose hat mich erst einmal so 2-3 Tage umgehauen.

Jetzt mache ich viel online-Meditation und Entspannungsübungen über meine Firmen-Fitness-App und nach einem Gespräch mit der dänischen Finanzchefin, zu der ich jetzt vorläufig gehöre, hab ich tatsächlich keine Unterstützung von ihr bekommen. Sie hat zwar gefragt, wie sie mich entlasten kann – hat aber alle meine Vorschläge, um mir das Leben zu erleichtern, abgelehnt. Das wäre ein paar kleinere und einfache Stellschrauben gewesen – aber mit einem freundlichen Lächeln hat sie es dann doch abgelehnt.

Hilfe habe ich aber zuvor schon, von einer anderen Seite bekommen. Ich gehöre ja noch zu 50% zu einer anderen Abteilung …und dort hatte ich die Teamleitung gebeten, die gerade fertig in Produktion gegangene Gesellschaft an die Kollegen in der Zentrale abgeben zu dürfen und sie hat zugestimmt das ich Ende Januar, wenn wir sowieso wieder für eine Woche in der Zentrale sind, die Übergabe machen kann.

Ein paar Tage später hat sie mich gebeten 2 relativ kleine Firmen zu übernehmen, die deutsche Investoren haben und darf dafür 2 meiner großen Firmen abgeben. Nach reiflicher Überlegung und nachdem ich mir die beiden Firmen angeschaut habe, habe ich zugestimmt…auch diesen Wechsel machen wir Ende Januar.

Soooo und damit habe ich jetzt erst einmal ganz gute Aussichten mit der Situation umgehen zu können. Beruflich halte ich mich aus allem raus, was nichts direkt mit meiner Arbeit und meinen Firmen zu tun hat und ich stehe auch nur noch bedingt (also für einen sehr kleinen Personenkreis) als seelisches Auffangbecken zur Verfügung – weil ich meine Kraft gerade selber brauche.

Und weil wir jetzt mit großen Schritten bereits auf den 1. großen Abschluß-Termin zusteuern, bin ich ab sofort auch hauptsächlich im Homeoffice anzutreffen. Der 08.01. ist der Termin für den letzten Quartalsabschluss 2024 (teilweise nur mit geschätzten Werten), das ist der „Vor-Abschluss“ – nur für Konzernzwecke…und damit ist es aus dänischer Sicht, der wichtigste Abschluss.

D.h. die reinen Konzerngesellschaften dürfen sich nach dem 08.01. möglichst nicht mehr ändern. Für die Windparks gibt es erst danach den richtigen Jahresabschluss, wenn wir Mitte Januar die endgültigen Zahlen der Direktvermarkter und Netzbetreiber kommen. Warum der Konzernabschluss nicht noch 1-2 Wochen warten kann, bis wir auch dort die richtigen Werte bekommen bleibt mir ein Rätsel.

Aber letztlich ist es mir egal – es ist wie es ist…und ich versuche mich bestmöglich durch diese Zeit zu bringen….

Ach ja – Weihnachten

Ach ja – Weihnachten

Da war doch noch was…

In den letzten Wochen hatte ich immer noch mit dem Zuviel an Kommunikation zu kämpfen. Ich fühlte mich müde und erschöpft…vor allem da ich mich auch an den Wochenenden nicht zurück ziehen konnte.

War mit meiner Schwester zum Weihnachtsmarkt-Hopping in Hamburg….davon gibt es ja jede Menge und eine Woche später hab ich mich mit meinem guten Freund (meinem ehemaligen Tanzpartner) aus Hessen getroffen…wir waren ebenfalls stundenlang auf einem der größeren Weihnachtsmärkte in Hamburg unterwegs. Zusammen mit einer Freundin von ihm, war es zwar ein schöner Abend…aber die Freundin ist schon sehr speziell..z.B. legt sie viel Wert aufs gendern und ich hatte dazu meine Meinung freiheraus gesagt, nämlich, das ich das überhaupt nicht notwendig finde…damit hab ich sie wohl etwas brüskiert.

Naja egal – die Hauptperson war für mich sowieso mein guter Freund und es war wie immer wunderbar mit ihm zu reden und zu lachen.

Sooo und jetzt ist schon wieder die Woche halb herum und da ist es nun schon Heiligabend.

Ich wünsche Euch allen ein wunderschönes, geruhsames und vor allem gesundes Weihnachtsfest.

Da ich morgen das Weihnachtsessen für Schwester und Schwager ausrichte, verbringe ich heute Heiligabend gaaaanz still und gemütlich für mich… Die Vorbereitungen haben mich doch den ganzen Tag beschäftigt, aber jetzt – jetzt wird es gemütlich und schön still bei mir .#