Tagesausflug: Lauenburg/Elbe

Ostermontag ging es dann weiter, wie die Tage zuvor…ich war antriebslos und müde….so langsam machte ich mir schon Sorgen….wieso kam ich nicht aus meinem Energie-Tief heraus?

Aber ich habe es akzeptiert …dann ist das eben so…hatte ja auch echt lange Monate Stress…das geht dann nicht in 3 Tagen wieder weg. Zum Glück hatte ich Dienstag und Mittwoch ja noch Urlaub.

Und so blieb ich auch den Dienstag eher passiv, aber immerhin fing ich wieder an mit meinem regelmässigen Walkingrunden…denn so langsam ging es doch aufwärts mit meiner Energie.

Für den Mittwoch hatte ich einen Ausflug nach Lauenburg/Elbe geplant…das sind ca. 80km von hier und liegt am Rande des Mecklenburgischen Elbetals, unterhalb von Hamburg und gehört als südlichste Stadt tatsächlich noch zu Schleswig-Holstein.

Wie jedes Jahr zu meinem Geburtstag suche ich mir ein Ausflugsziel und lasse es mir gut gehen. Ich war vor ein paar Jahren schon einmal hier, aber nur um mein Auto abzustellen, um dann mit dem Fahrrad von Lauenburg nach Mölln zu fahren, immer am Elbe-Lübeck-Kanal entlang.

Mir ist damals entgangen, was für eine schöne kleine Altstadt Lauenburg hat…uralte kleine Gassen und Fachwerkhäuser…das älteste Haus stammt aus dem Jahr 1573…..leider war das Cafe/Eisdiele wegen Umbau geschlossen…aber auch von Außen wirkt es immer noch imposant.

Die Altstadt schmiegt sich zwischen Elbe und Neustadt an den Hang und bietet an vielen Stellen eine wunderschöne Aussicht auf die Elbe und das Umland.

Es gibt nette kleine Cafes und Restaurants und ich habe es sehr genossen kreuz und quer durch diese niedliche Stadt zu laufen.

Zum späten Frühstück war ich einem kleinen Cafe in der Neustadt…eine Mischung aus Cafe und Weinbar mit leckerem Kuchen und einem süffigen Chardonnay – um auf mich selber anzustoßen. Von dem Wein habe ich mir dann noch eine kleine Flasche gekauft. So manchmal gönne ich mir doch einen richtig guten Wein.

Und am frühen Nachmittag war ich dann in der Altstadt in einem Cafe/Restaurant zum Mittagessen mit Lachs, Rührei und einem herrlichen Blick auf die Elbe.

Am späten Nachmittag ging es dann zurück nach Hause…leider war der Elbtunnel aufgrund eines Unfalls in beide Richtungen erst gesperrt / dann nur eingeschränkt nutzbar und ich bin durch Hamburg hindurch gefahren…naja…wie immer war das ein Fehler….hahaha – aber egal…ich hatte auf jeden Fall einen schönen Tag .

Ostern schlapp und müde

okay- nun aber zurück zu meinem Urlaub… Karfreitag fiel ich dann in ein Loch.

Ich war antriebslos und müde und müde…das Wetter lud ohnenhin nicht ein nach Draussen zu gehen und so blieb ich bis zum späten Nachmittag müde und schläfrig auf der Couch.

Dann endlich hab ich mich aufgerappelt und bin noch eine Runde durch die Holmer Sandberge gewandert.

Für den Abend hatte ich den grünen Spargel und anderes Gemüse in der Pfanne gebraten und mit Käse verfeinert….sehr lecker

Anschließend schlief ich dann schnell auf der Couch ein…mein Ruhepuls sackte in den letzten 2 Tagen um 6 Schläge ab…das war wahrscheinlich dann doch etwas zu schnell. Immerhin konnte ich dadurch erkennen, das der Stress von mir abfiel.

Leider blieb dies auch am Samstag so…ich war zwar früh auf, um noch Blumen für Ostersonntag zu kaufen…aber danach war nichts mit mir anzufangen….ich blieb müde und antriebslos.

Ein kleiner Urlaub – Malente

Ende März hatte ich mich mit Schwester und Schwager in Malente getroffen….das liegt so ungefähr zwischen Plön und Eutin und ist ein anerkannter Kurort in Ostholstein. Den Beitrag hatte ich angefangen…aber nicht abgeschlossen…dann mache ich das eben jetzt:

Als wir vor einem Jahr die 5-Seenfahrt auf den Plöner Seen gemacht haben, war ein Zielpunkt auch Malente…wir sind dort allerdings nicht an Land gegangen. Es war also klar, hier kommen wir auf jeden Fall noch einmal hin, um uns den Ort anzuschauen.

Nun hatten wir den 22.März schon länger für einen Ausflug geplant….das mit meinem Rücken kam mir dann in die Quere. Mit viel Schmerzmittel, der Sitzheizung im Auto und kleineren und langsameren Schritten als sonst, ging es dann doch…und Laufen ging bei mir besser, als sitzen…und wir sind viel gelaufen.

Es war ein herrlicher Frühlingstag mit viel Sonnenschein, dafür aber auch mit kräftigen Windböen…Zuerst ging es in den Windpark, dann durch den Wald weiter zum Dieksee…immer am Wasser entlang. Zum Mittagessen hatte ich in einem Fisch-Restaurant direkt am See einen Tisch für uns bestellt.

Das Essen war genau nach unserem Geschmack…wir hatten tatsächlich alle Drei dasselbe…nur das ich mich für Kartoffel-Rösti, anstatt Bratkartoffeln entschieden hatte: Das Gericht heißt: „Malenter Bratkaroffelerhältnis“ 🙃

Nach dem Essen ging es weiter am See entlang und später dann durch den Wald immer weiter rauf zum Holzberg auf den Holzbergturm…der erst 2020 eröffnete Turm (inzwischen der 3.Turm) besteht – anders wie der Name vermuten lässt, nicht aus Holz, sondern aus Stahl und ist 30Meter hoch, mit 147 Stufen.

Bei den starken Windböen war es vor allem oben auf der Aussichtsplattform echt abenteuerlich…wir hatten unsre Kapuzen tief ins Gesicht gezogen und mussten uns aktiv gegen den Wind stemmen und an der Reeling festhalten…aber die Aussicht war einfach wow……

Später ging es wieder runter vom Turm, runter vom „Berg“ wieder zum Dieksee und da das anvisierte Cafe leider geschlossen hatte, haben wir uns in einem alten Kurhaus, das gleizeitig, Hotel, Spa und Cafe war, niedergelassen.

Drinnen fühle ich mich irgendwie in eine andere Zeit versetzt…So Ende der 70er Jahre…wenn wir als Kinder mit Oma und Opa zum Kaffeetrinken gehen mussten….ein großer karger Raum mit kleinen 4er-Tischen, riesige Fenster die man nicht öffnen kann, keine Gardinen, kein Fensterschmuck, mit wenigen traurig wirkenden Pflanzen auf den Fensterbänken, jeder Tisch hatte eine weiße Tischdecke mit einem kleinen künstlichen Blumenstrauß in einer kleinen Vase in der Mitte, weiße halbhohe Holzvertäfelung an den Wänden, darüber Bilder, wie das Haus 19…. ausgesehen hatte….große weiße schwerwirkende Türen zu den Nebenräumen…ich musste unwillkürlich lachen…es war für mich so surreal.

Das alles hatte so einen altmodischen Charme einer Kuranstalt, das ich mich nicht gewundert hätte, wenn die Bedienung ein schwarzes halblange Kleid mit weißer Halbschürze getragen hätte hahaha – hat sie natürlich nicht…und auch das Angebot war jetzt nicht so antiquiert wie das Äußere vermuten liess.

Ganz im Gegenteil, der Kuchen war derartig lecker – also DER war richtig klasse – wir gerieten richtig ins schwärmen:

Irgendwann am späten Nachmittag wurde es dann aber auch Zeit, das wir uns wieder auf unsere Heimwege machten…mein Rücken wollte sich gerne mal wieder ausruhen und auch Schwester+Schwager hatten mit ihren Schmerzen zu kämpfen.

Aber wir haben den Tag so richtig geniessen können…für mich war es tatsächlich ein kleiner Urlaub.

Schokolade als Stressbegleiter – schlechte Entscheidung

Auch die nächsten Tage war ich immer noch extrem müde und fühlte mich ausgelaugt…so richtig Freude kam immer noch nicht bei mir auf.

…und was hab ich in den letzten 3 Wochen gemacht?….ich ärgere mich wirklich über mich selbst…ich habe dieses betäubt-Gefühl und den Stresss mit viel Schokolade (die ich extra für Schwester+Schwager für Ostern gekauft hatte) und anderem süßen Essen versucht zu kompensieren.

Das Einzige was ich damit erreicht habei ist, das mein Gewicht um fast 2 KG hoch gegangen ist…ja sage mal…das kann doch nicht wahr sein…von meinen ursprünglich abgenommenen mehr als 9kg, waren damit fast 2kg wieder drauf….okay inzwischen ist ein 1kg schon wieder runter und ich passe immer noch gerade so in meine Hosen Größe 38….aber auch nur noch geraaaade soeben….da sich das zusätzliche Gewicht natürlich rund um die Körpermitte sammelt.

Ich mache jetzt seit 11 Monaten Intervallfasten 16:8…das passt prima in mein Leben und fühlt sich auch gar nicht nach Einschränkung oder Verzicht an…und hat mir auch über die Weihnachtszeit und die stressigen Monate seitdem wunderbar geholfen mein Gewicht zu halten, trotz Grünkohl vom Weihnachtsmarkt und Kinderschokoladen-Weihnachtsmann und anderer Weihnachtsschlemmereinen…sogar ab und an eine kleine Tüte Chips…alles kein Problem.

Aber diese letzten 3 Wochen waren dann doch zu viel…anstatt mich auf meine selbstgemachten Hafer-Mandel- Oder Schokokekse zu konzentrieren…bin ich wieder in die Zuckerfalle getappt….grrrrr…Ich liebe Kinderschokolade in diesen „Hohlkörperfiguren“ wie Weihnachtsmann oder Osterhase.

Okay seit ein paar Tagen hat mein Verstand sich wieder durchgesetzt und ich bin wieder bei meinem gewohnten Essverhalten…und die neu gekauften Schoko-Osterhasen für meine Familie, habe ich gut weggepackt.

Mit Medikamenten leben

Aber trotz all der vielen Arbeit, mache ich natürlich auch schöne Dinge. Jetzt wo der Rücken wieder mit macht, laufe ich wieder meine Walkingrunden entweder morgens oder abends…aktuell komme ich so auf 4-5x pro Woche zwischen 3,5 bis 5,0 km.

Wie in jedem Jahr macht mir aber auch die Zeitumstellung zu schaffen…trotzdem bin ich immer früh wach und bin diszipliniert genug früh aufzustehen, um meine aktuell langen Arbeitstage so früh wie möglich zu beginnen. Meine Herzfrequenz ist momentan viel zu hoch …aber wie bereits geschrieben, sollte sich das in 1,5 Wochen so langsam wieder normalisieren.

Was ich sehr erfreulich finde, ist mein LDL-Cholesterinwert. Der neue Hausarzt hat mir gleich Blut abgezapft, um die 1/4jährliche Bestimmung dieses Wertes noch für das 1.Quartal zu bestimmen…und ENDLICH komme ich dem Zielwert meines Kardiologe nahe.

Beim letzten Mal stand der LDL-Wert bei 78…dieses Mal ist er bei 67. Der angestrebte Zielwert ist 55. So ein niedriger Wert ist ohne die Einnahme von Statine nicht zu erreichen…und auch jetzt wurde die Dosis meines Cholesterin-Senkers ein kleines bisschen erhöht und zusammen mit meiner relativ gesunden Lebensweise ist das ein schönes Ergebnis.

Jaaa okay – also die Arteriosklerose (Arterienverkalkung der Blutgefäße) lässt sich damit nicht zurückdrehen – aber eben verlangsamen…und je weniger Ablagerungen sich in meinen Blutgefäßen ansammeln, umso länger komme ich um eine OP herum. Eine minimalinvasive OP mit Stents wird es dann wohl auch eher nicht werden…dafür sind die betroffenen Stellen zu ungünstig. Also heißt es immer schön brav alle Medikamente nehmen, sich gut ernähren, viel bewegen, wenig Stress an mich heran lassen und das Leben geniessen.

Ich bin froh und dankbar das es diese Medikamente gibt. Mit 5 unterschiedlichen Tabletten aus den Chemielaboren der Pharmaindustrie wird Tag für Tag mein Körper versorgt, um diese Krankheit im Schach zu halten: Blutdrucksenker 2 verschiedene, Cholesterinsenker, Blutverdünner und einen Pulsverlangsamer (auch Beta-Blocker genannt).

Das ist schon krass was heute alles möglich ist und je länger ich ohne OP auskomme, umso weiter ist auch die Entwicklung von schonenderen Operationsmethoden. Auch meine defekte Herzklappe kann heute minimalinvasiv ausgetauscht werden. Auch wenn es bei mir noch nicht notwendig ist, so ich finde das schon mal sehr beruhigend.

Also in diesem Sinne passt gut auf Euch auf 😉und genießt das Leben, wo immer es geht ….

Arzt-Desaster

Ich hatte vor 2 Wochen eine ganze Woche Zwangspause mit heftigen Rückenschmerzen oberhalb vom Steißbein, konnte nicht wirklich sitzen, mich kaum Bewegen.

Bei meinem bisherigen Arzt in Pinneberg hab ich in der Praxis vor dem Arzt gestanden und er hat aus 3m Entfernung seine „Diagnose“ gestellt und mich mit Krankschreibung und der Empfehlung Schmerzmittel zu nehmen und ansonsten RUHE zu halten, wieder nach Hause geschickt.

Seine Meinung: Weniger ist mehr: nein Wärme ist Blödsinn, bloss keinen Sport, nein auch nicht Dehnen…ahaha- im Endeffekt konnte ich mich anschließend 2 Tage fast gar nicht mehr bewegen, weil sich die Muskulatur noch mehr verkrampft hatte…na danke auch. Ich hatte dann selbständig angefangen mich ganz vorsichtig zu dehnen und ohne meine Moorkompressen hätte ich den Schmerz nicht wirklich aushalten können….bis ich dann diesen Donnerstag beim neuen Arzt hier in Quickborn vorstellig werden konnte.

Endlich hatte ich es geschafft den Hausarzt zu wechseln. Seit Corona war hier im Ort überall Aufnahmestopp. Aber jetzt ging es. Nun sind die Schmerzen seit ein paar Tagen fast weg. Der neue Arzt ist super.

Ein Allgemein-Mediziner und auch Kardiologe (!!) der zuhört, erklärt und mich sogar untersucht hat…jawohl. Und vor allem meine Herzgeschichten haben ihn auch interessiert. Nach seiner Untersuchung meinte er: Die Wirbelsäule ist in Ordnung, die Bandscheiben sind okay…es ist eine Verkrampfung der Muskulatur: nichts schlimmes – nur schmerzhaft. Bewegen, Dehnen, stärkere Schmerzmittel die er mir verschrieben hat (anstelle des Rezeptfreien Medikaments das mir der bisherige Hausarzt empfohlen hat) und gerne Wärme drauflegen, um die Muskulatur zu entkrampfen.

Kaum war ich nach der Untersuchung im Auto, musste ich mal wieder eine Runde heulen…vor Erleichterung endlich einen vernünftigen Hausarzt zu haben…nach 5 Jahren mit dem Bisherigen der mich ja immer nur ausgelacht hat und alles was ich sagte in Zweifel zog…achja und der nie auch nur einen Hauch von Interesse an meinen kardiologischen Befunden gezeigt hatte….dem war ich eigentlich nur lästig.

Wochenende ist da und Urlaub voraus

(diesen beitrag hatte ich schon veröffentlicht )In den letzten Wochen habe ich auf Sparflamme gelebt. Durch die viele Arbeit blieb kaum Zeit für mehr als meine abendlichen Walkingrunden…und den Rest der Zeit hab ich mich nur mit dem Nötigsten versorgt, hab mich wieder etwas vermehrt um Schwester+Schwager gekümmert (telefonisch) und bin früh schlafen gegangen und sonst? Naja da war nicht ganz so viel.

Den Samstagvormittag hab ich erst mal wieder konzentriert gearbeitet und hab einen weiteren wichtigen allgemeinen Abgabetermin einhalten können…das was jetzt in den nächsten Tagen zu erledigen ist, ist eher Masse, statt Klasse…reine Fleißarbeit mit nur wenig Herausforderung. Das sollte mir locker von der Hand gehen.

Es war eine gute Idee mir den Friseurtermin für heute Mittag geben zu lassen…so bin ich dann mal wieder richtig zum Erledigen privater Dinge gekommen.

Mit der Friseurin komme ich echt super zurecht…inzwischen vertraue ich ihr, so das ich jetzt tatsächlich alle 4-5 Wochen regelmäßig einen Termin bei ihr habe…seitdem fühle ich mich nicht mehr wie ein Bobtail – sie schneidet mir die Haare richtig gut und wir können uns prima unterhalten. Die Chemie stimmt. Sie ist über 60 Jahre und Friseurmeisterin – so eine Frau, die im Leben steht und viel erlebt und durch gemacht hat.

Anschließend war ich noch Lebensmittel einkaufen….hab anschließend mein Auto durch die Waschstraße gejagt und dann auch noch von Innen gereinigt. Bin dann in Pinneberg in die Innenstadt gefahren, und durch ein paar Geschäfte gebummelt.

Anschließend hab ich mich in einem Eiscafè mit einem Cappuccino und 2 Kugel Eis im Becher, in dem fast leeren Gastraum nieder gelassen, direkt am Fenster. Das war so schön…endlich mal in Ruhe hier sitzen…und die Leute draußen beobachten…dazu noch ein paar Whatsapp`s mit ein paar meiner Kontakte austauschen….wie schön gemütlich und entspannt.

Später bin ich noch weiter durch die Stadt und den angrenzenden Stadtwald gelaufen, bevor es wieder nach Hause ging. Einkäufe verstauen, Wäsche waschen und aufhängen, Spülmaschine starten, Staub wischen und die Küche aufräumen, gleichzeitig das Abendessen zubereiten.

Ich fühle mich ruhig und entspannt…auch wenn mein Ruhepuls immer noch zu hoch ist…mental fühle ich mich ruhiger als gedacht.

Anfang der Woche wurden wir im Job aufgefordert unseren Resturlaub nun endlich bis zum 31.03. zu nehmen…wir sollen sofort die Anträge stellen. Wie soll ich denn bitte im größten Stress noch 8 Urlaubstage unterbringen? Die Alternative wäre, sie verfallen zu lassen – denn es wurde schon vorher klar gestellt, eine Verlängerung gibt es nicht.

Ich habe also bis Freitag gewartet und dann meine Urlaubstage beantragt: 3×2 Tage, 2×1 Tag über die nächsten 1,5 Monate verteilt…und kaum hatte ich die Anträge genehmigt bekommen, kam eine Mail vom Controller. Seit Mittwoch gibt es von unser Interims-Chefin (der Finanzchefin aus der Zentrale) die Genehmigung an das Accounting-Team, das wir die Tage bis in den April hinein nehmen können. Die Mail ist aber nur beim Controller angekommen und er hat sie nicht weiter gegeben…bzw. er hat es Katrin gegenüber erwähnt- mich aber nicht informiert…sehr kollegial.

Okay ich hab dann einen Kompromiss für mich gefunden. 2 Tage hab ich im März wieder storniert und neu im April beantragt. Die restlichen 6 Tage nehme ich jetzt, wie geplant.

Und im Cafè sitzend hatte ich auf einmal Lust für die 2 ersten Urlaubstage, Ende nächster Woche, auch wirklich weg zu fahren.

Wer mich kennt weiß ja, das ich nicht so gerne verreise und so ist es auch gar keine weit entferntes Ziel…ich fahre für 2 Tage in die Lüneburger Heide…noch im Café hab ich mir eine Ferienwohnung in der Nähe von Soltau rausgesucht und reserviert. 108 EUR für 2 Übernachtungen – ist ja gerade keine Saison. Die Bewertungen haben die Sauberkeit und Ruhe dort in den höchsten Tönen gelobt und da ich ja ohnehin nicht frühstücke, brauche ich auch kein Hotelzimmer mit Frühstück…deshalb versuche ich es jetzt mal mit einer Ferienwohnung.

Ich hatte mich mit Kollegin Katrin im Laufe der Woche darüber unterhalten und sie meinte, es wäre evtl. besser wenn ich doch wegfahren würde, damit ich eben nicht im Urlaub auf die Idee komme zu arbeiten. So einfach ist das aber nicht – denn die Arbeit verschwindet ja nicht so einfach.

So hab ich den Kompromiss mit mir selber geschlossen, ich arbeite Donnerstag früh noch etwas (falls nötig) und fahre am Vormittag los, dann bin ich in etwas mehr als einer Stunde am Ziel und habe dann fast genau 2 Tage Zeit Vorort…das wird mir für die Erholung reichen.

Samstagmittag fahre ich dann direkt aus der Lüneburger Heide, an meinem Zuhause vorbei, nach Flensburg…denn am kommenden Samstag holen wir unser verschobenes Weihnachtsessen nach…so mit Weihnachtsgans, Rotkohl und Klößen. Das Wetter ist geradezu ideal dafür.

Sooo und bis zum Urlaub nächsten Donnerstag muss ich noch einiges fertig bekommen….das heißt viel Arbeiten und wenig quatschen – ich bleibe also die nächsten Tage wieder einmal im Homeoffice. Aktuell dürfen wir sooft und solange wie wir wollen remote arbeiten – wenn es uns hilft durch die Migration und die Abschlüsse zu kommen – und diese Regelung haben wir alle Drei in der letzten Woche auch intensiv genutzt.

Nun werde ich mir gleich noch meine Wanderschuhe anziehen und auch noch eine kleine Walkingrunde laufen…obwohl ich heute bereits viel Bewegung hatte. Aber ich glaube ich brauche das jetzt einfach.

Ruhe im Moor und eine Begegnung

Auf die Fahrt ins Pietzmoor hab ich mich echt gefreut.

Er dauert mit dem Auto nur ca. 1 Stunde und der Weg durch den Elbtunnel am Mittag war trotz des vielen Verkehrs unkompliziert.

Bei dem schlechten Wetter (bedeckt, leicht windig und eisig kalt) war der große Parkplatz am Schäferhof leer.

Ich hab mich im Auto erst einmal wetterfest umgezogen…und mit den letzten Vorbereitungen kam ein weiteres Auto auf den Parkplatz, fuhr ein paar Meter an mir vorbei und ein Mann – so Ende 50 – stieg aus.

Ich hatte die Mütze tief ins Gesicht gezogen, meinen Rucksack geschultert und machte mich auf den Weg. Der Mann blieb an seinem Wagen stehen, sah zu mir. Ich grüßte mit einem Moin und ging an ihm vorbei…höflich, wie ich nun einmal bin.

Er richtete das Wort an mich: Ich käme wohl aus Hamburg um hier im Moor meinem Stress zu entfliehen.

Eine merkwürdige Art ein Gespräch anzufangen…ich schaute ihn kurz an und entgegnete: So in etwa – möchte nur einen schönen Nachmittag hier verbringen…und lief weiter…so langsam kam ich dann auch in meinen Lauf-Rhythmus und eigentlich wollte ich mich nicht weiter unterhalten.

Aber der Mann war, trotz meines schnellen Schrittes, nicht weit hinter mir und als ich für ein Foto stehen bliebe holte er mich ein….und richtete wieder das Wort an mich….über das Eis auf dem Moorsee – welches ich gerade versuchte im Bild einzufangen:

hmmm…neee so hatte ich mir meinen Nachmittag hier nicht vorgestellt…ich versuchte es mit längerem wegdrehen und Stehenbleiben, um weitere Motive auszuloten….aber der Mann ging nur ein paar Schritte weiter…stellte sich dann an ein Geländer und sah auf den Moorsee und schien nicht die Absicht zu haben, weiter zu gehen.

Neee – also so wird das nichts mit meiner Ruhe hier …ich hab also den Turbo eingelegt und bin noch schnelleren Schrittes wieder an ihm vorbei gegangen…und den schnellen Schritt behielt ich für die nächsten 1-2 km bei… ich blieb nicht mehr stehen und schaute mich auch nicht um.

Ich hab lange Beine und kann große Schritte machen….irgendwann hatte ich das Gefühl, wieder alleine zu sein…und so war es auch…ich hab also meine Schrittgeschwindigkeit wieder auf Normalmaß verlangsamt und nun endlich konnte ich den Weg, die langsam aufklarende Aussicht und vor allem die Ruhe und kalte Luft so richtig geniessen…warm war mir inzwischen auch.

Nach der ersten Runde mit knappen 5 Km, kam ich wieder am Parkplatz an….der war wieder leer…also bis auf mein eigenes Auto. Prima – der Mann von vorhin hat also irgendwann kehrt gemacht und ist dann wohl weiter gefahren.

Irgendwie hat es mich erleichtert, der Mann wirkte zwar nicht unsympathisch…aber ich wollte eben keine Unterhaltung führen…ich war bei dem Wetter hierhin gekommen, um meine Ruhe zu haben…und mit Ruhe, meine ich wirklich Ruhe….ich wollte mich nicht unterhalten…ich wollte keine Gesellschaft.

Leider wird manchmal meine im allgemeinen freundliche Art zu anderen Menschen, mit echtem Interesse verwechselt.

In der Gewissheit nun wirklich alleine meinen Weg weiter gehen zu können, hab ich mich für eine zweite, kleinere Runde entschieden….und hab, wie immer, die vereinzelten Menschen, die mir dann doch begegneten, freundlich im Vorbeigehen gegrüßt – wie man das eben so macht, wenn man sich im Wald oder im Moor begegnet…das habe ich schon als kleines Kind gelernt. Man geht nicht wortlos aneinander vorbei.

Nach insgesamt knappen 8km kam ich dann wieder an meinem Auto an…jaaa das hatte gut getan…die Lüneburger Heide macht auch bei schlechtem Wetter Spaß…ich liebe die Landschaft, diese Ruhe und Weite….wenig Menschen….soooo fängt Erholung für mich an.

Wieder an meinem Auto angekommen, steckte am Türgriff auf der Fahrerseite ein großer Zweig mit zarten Blütenknospen von einem Strauch in der Nähe…da hat mir wohl der Unbekannte einen kleinen Gruß dagelassen.

Meine Fahrt ging dann weiter zu meinem 2. Zielort: Soltau….das war nur noch ein paar Km entfernt.

zäher Start in den Kurzurlaub

Der Weg bis zum tatsächlichen Urlaubsstart am Donnerstag, war dann noch zäh.

Kaum hatte ich das Gefühl, das es mal wieder im Job besser läuft, gab es Rückschläge…keine Großen, dafür viele Kleine.

Donnerstagmorgen wollte ich dann noch ein paar Dinge erledigen – so für ein besseres Gefühl von „ich kann jetzt getrost mal ein paar Tage aufhören mit Arbeiten“….

…doch es kamen jede Menge neue Dinge rein, die alle „mal eben“ hätten erledigt werden sollen

Und mit jedem neuen Ding wurde ich unruhiger und kam gar nicht so richtig in einen Arbeitsflow…

In dem Moment hab ich den Computer runtergefahren…das muss jetzt einfach mal warten. Immerhin ist heute bereits mein 1.Urlaubstag.

Den restlichen Vormittag hab ich also meine Reisetasche gepackt, die Wohnung etwas aufgeräumt und noch die Reste aus dem Kühlschrank in ein Mittagessen verwandet.

Immer noch total aufgedreht von der Arbeit, bin ich dann losgefahren: 1. Ziel das Pietzmoor bei Schneverdingen für eine schöne Wanderung durch das Moor.

Auf der Suche nach Ruhe und Erholung.

Gewicht eingependelt

Gestern Abend war es bereits kurz vor 22 Uhr und so hab ich mich für eine etwas kleinere Walkingrunde entschieden…es waren nur 3,6 km. Die Luft war herrlich kalt und alles war friedlich und ruhig.

Mir ging durch den Kopf, wie gut es mir doch (trotz des beruflichen Stresses) geht und wie wohl ich mich in meiner Haut fühle.

Seit mittlerweile 9 Monaten mache ich das Interfallfasten nach der Methode 16:8 und es ist Teil meines normalen Lebens geworden. Das fiel mir von Anfang an relativ leicht. Nachdem ich insgesamt 9 kg abgenommen hatte, hat sich mein Körper so nach und nach auf ein konstantes Gewicht eingependelt, was auch daran lag, das ich wieder mehr Lebensmittel zugelassen habe, wie zum Beispiel Nudeln oder auch ein paar Süßigkeiten.

Von den ursprünglichen 9kg Gewichtsverlust, sind 8kg dauerhaft verschwunden…ich schwanke immer so um 1kg, was ganz Normal ist.

Auch über die Weihnachtszeit und den Stress im Job, bin ich bei meinen neuen Essgewohnheiten geblieben, aber es gibt eben auch Ausnahmen. Wenn ich mal viel zu lange gearbeitet habe und mein „Zeitfenster“ für das Abendessen bereits geschlossen ist, na dann esse ich eben trotzdem noch…dann starte ich mit dem Essen am nächsten Tag eben etwas später.

Ich nehme es als Richtschnur, nicht als Gebot- das ich zwingend einhalten muss. Es bringt mich nicht um, wenn es eben mal keine 16 Stunden sind, sondern nur z.B. 14,5 Stunden.

Weiterhin bleibe ich dabei nicht zu frühstücken und esse ansonsten das, worauf ich Lust habe und was angeboten wird…gerade auf Dienstreisen: dann esse ich eben auch mal ein Steak oder einen Burger mit hausgemachter brauner Soße (also Soßen können die Dänen echt super lecker -und auch Fisch und Fleisch zubereiten).

Rotes Fleisch soll ich ja, wenn möglich, meiden…also kein Totalverzicht …und so esse ich solche Sachen eben genau dann, wenn ich ihnen sowieso nicht aus dem Weg gehen kann oder möchte.

Hauptzutat bei meinen Mahlzeiten bleibt weiterhin das Gemüse….Kartoffeln, Nudeln und Reis bleiben als Beilage dezent im Hintergrund. Dazu kommen regelmäßig Fisch und 1-2x in der Woche Geflügel auf den Tisch.

Und ich habe super viel Spaß daran neue Gerichte auszuprobieren, wie zum Beispiel: Burger aus Champignons und Zwiebeln oder Frikadellen aus Wirsingkohl und Kichererbsenmehl…das bin ich schon ganz gespannt drauf.

Der Rezeptvorschlag kam letzte Woche von einem Kollegen, der bei einem vegetarischen Kochkurs war und ihm hat die Wirsingkohl-Variante sehr gut geschmeckt. Genau nach solchen Rezepten suche ich, um einfach mal Gemüse „anders“ zu verarbeiten.

Ich habe inzwischen wieder ein entspanntes Verhältnis zum Essen, das finde ich schön. Also wichtig für mich ist: ich halte mein Gewicht jetzt schon seit ein paar Monaten und fühle mich super damit.