Meine Arbeitsbelastung in dieser Woche war moderat….um nicht zu sagen, es hätte fast langweilig sein können….hahaha und ich habe tatsächlich jeden Tag etwas weniger als 8 Stunden gearbeitet – also wenn ich schon mal die Gelegenheit habe…Mein Überstundenberg ist auf diese Weise ja eh nicht abzubauen, also habe ich ein ruhiges Gewissen.
In der nächsten Woche wird es dafür bestimmt wieder Action-geladen sein…wir bekommen Besuch aus DK…auch die Finanzchefin kommt….da bin ich gleich alarmiert. Ich denke sie wird uns mitteilen, was demnächst noch weiter auf uns zukommen wird und das wird nichts Schönes werden.
Aus den Quartalsabschlüssen sollen ja „bald“ Monatsabschüsse werden….auch sollen wir demnächst unsere Zahlungsläufe nicht mehr selber machen, sondern zentralisiert über eine spezielle Abteilung in DK….und wer weiß, was die sich sonst noch so haben einfallen lassen. Das Reporting-Vorbereitungs-Tool soll sich ja auch noch verändern….ich erwarte das Schlimmste…hoffe aber geichzeitig das es nicht so schlimm wird.
Zumindest in meinen Problembereichen kommen wir mit den Lösungen voran…das was jetzt noch da ist , ist im besten Fall nur noch etwas unangenehm – das belastet mich aber nicht mehr nach Feierabend….Und heute in 14 Tagen habe ich für 1,5 Wochen Urlaub und fliege für 4 Tage nach Venedig. Das sind doch mal schöne Aussichten
An vielen Tagen in den letzten Wochen stehe ich wieder lange in der Küche und geniesse es Gemüse zu putzen und leckere Sachen zu kochen. Es ist Herbst und ich habe Lust auf herbstliche Gerichte…an manchen Tagen mache ich viele Dinge gleichzeitig oder direkt nacheinander….
…leider sind meine Einfriermöglichen jetzt fast am Limit. Nach der Überschwemmung des Kellers im letzten Jahr, hatte ich mir ja nur noch einen 1/2-hohen Ersatz besorgt. Es hatte mich sehr geschmerzt aus dem großen Geschrierschrank fast 3/4 meiner gekochten Gerichte wegwerfen zu müssen.
Immerhin lebe ich alleine. Da sollten meine Beiden jetzigen Einfriermöglichkeiten (ich habe ja, neben dem 1/2-hochen Gefrierschrank im Keller noch eine Kühl-Gefrierkombi in der Küche) doch eigentlich ausreichen.
Donnerstag war ich im Hasenmoor, um die bestellte Flugente (2,2 kg) abzuholen und natürlich fanden auch noch Rosenkohl am Strunk und 2 mittlere Rotkohlköpfe ihren Weg zu mir.
Gestern nun habe ich die Flugente zubereitet und sie war : mega LECKER…davon werde ich noch ein paar Tage essen, bzw. die Entenbrüste habe ich …na? Eingefroren. Und auch von der Soße gab es 3 Portionen zum Einfrieren.
Dazu gab es Rotkohl…allerdings den, den ich noch im Kühler hatte, vom letzten Winter. Den frischen Rotkohl habe ich ich erst danach gekocht…das waren knappe 2kg…verteilt auf 4 Einfrierdosen.
Blumenkohlfrikadellen mache ich im Moment wöchentlich…. Bis in den November hinein gibt es frischen Blumenkohl aus Deutschland. Die Preise sind günstig und die Kohlköpfe groß…also bin ich in die „Produktion“ meiner vegetarischen Frikadellen eingestiegen…und friere diese regelmässig nach dem Backen in der Heißluftfritteuse ein. Bei Bedarf nur noch gefroren für ca. 8 Minuten aufbacken und fertig. Dieses Mal waren es 28 Blumenkohltaler . Jeweils 5-6 davon sind bei mir eine Portion.
Ich habe vor 14 Tagen ca. 3 Liter-Gemüsebrühe gekocht und diese in kleinen Gefrierdosen von 75ml – 250ml abgefüllt und eingefroren (ich benutze weder gekaufte Würz-Paste, noch Brühwürfel oder Pulver.) Dann habe ich Rinderbrühe gekocht, das waren dann ca 1,5 Liter konzentrierter Geschmack aus Markknochen und Gemüse. Bei beiden Brühen püriere ich das Ergebnis und fülle sie in kleine Gefrierdosen.
Am gleichen Tag habe ich aus selbstgemachten frischem Pasta-Teig ein Lasagne gemacht…mit einer Pilz-Gemüsefüllung, abgebunden mit Mehl und Milch, dazu Tomatensoße und Käse…ich liebe meine vegetarische Lasagne und habe davon 5 Portionen eingefroren.
Am nächsten Tag habe ich mal wieder 2 Bleche Pizza gemacht, schön dünn ausgerollt- die wird wunderbar knusprig…und auch davon habe ich 6 Portionen eingefroren. Meine eigene „Fertig-Pizza“ – bei akutem Hunger oder Kochunlust: Bedeutet nur 15 Minuten in der Heißluftfritteuse aufbacken und frische Pizza steht auf dem Tisch.
Letztes Wochenende stellte ich fest, das meine Kartoffel-Vorräte verbraucht werden müssen…also habe ich eine Kartoffelsuppe gekocht..gut das ich immer Möhren, Sellerie und Porree im Kühlschrank habe…da es festkochende Kartoffeln waren, habe ich einen Teil der Suppe am Ende püriert, damit das Ergebnis schön sämig ist…..auch hier fanden 4 Portionen ihren Weg in den Gefrierschrank und weil ich gerade dabei war, gab es aus ein paar Resten noch eine Blumenkohlsuppe.
Nun muss ich mich in der nächsten Zeit beim Kochen etwas mehr disziplinieren, d.h. ich muss auf die Mengen achten….aber ein paar selbstgebackene Waffeln und Apfelkuchen vom Blech, die passen noch rein….grins.
Ich liebe den Herbst und die Gerichte des Herbstes….warmer Apfel- oder Pflaumenkuchen, deftige Suppen, Eintöpfe aller Art, Aufläufe mit Käse überbacken….und da die meisten meiner Gerichte viel Gemüse beinhalten, stehe ich in der Küche und putze, schäle, schneide Gemüse wie am Fließband…das macht mir Spaß, ist meine Art von runterkommen….und am Ende ist Ergebnis meistens lecker.
Wenn ich kochen kann, dann geht es mir gut…es erdet mich, bringt mich zur Ruhe und am Ende gibt es noch etwas Leckeres zum Essen. Essen ist Genuss.
Gestern ist mir mal wieder bewusst geworden, das es Mechanismen in meinem Leben gibt, die mir das Leben ohne Partner so angenehm machen. Es sind unbewusste Mechanismen – aber gestern ist mir einer bewusst geworden.
Vorher will ich nur noch einmal kurz darauf eingehen, das ich mir das Leben alleine zu leben, selber ausgesucht habe…ich lebe sehr gerne alleine und vermisse auch nichts. Und ich muss auch sagen, das ich seit Jahren Schwierigkeiten habe, neue Menschen in mein Leben zu lassen…ich schrecke vor zu viel Nähe zurück, außer bei den Menschen mit denen ich von früher enger befreundet bin – und die leben eben auch nicht physisch in meiner Nähe.
Sooo jetzt aber – was war gestern anders: Ich schaue seit einiger Zeit in der Magenta-Mediathek eine amerikanische Drama-Serie mit heiteren und traurigen Momenten, mit liebenswerten und skurrilen Menschen und Begebenheiten. Welche Serie das ist, möchte ich hier nicht thematisieren.
Gestern nun habe ich die letzten beiden Folgen gesehen – Das Ende der Serie ist erreicht und wird auch nicht fortgesetzt. Und dann?
Ich war traurig, das mir die inzwischen liebgewonnenen Charaktere nun nicht mehr täglich begegnen werden. Und ich war überrascht, das es mich traurig gemacht hat. Es war eine Art Ritual mich am Abend hinzusetzen und 1 oder 2 Folgen davon zu schauen – darüber zu lachen und manchmal auch zu weinen…mich zu empören oder einfach zu freuen.
Das war mir gar nicht bewusst – wie nah ich diese Charaktere habe an mein Herz kommen lassen – ohne wirkliche Nähe (weil ja im Fernsehen und nicht in „Echt“).
Aber mir hat es auf diese Art vollkommen ausgereicht…und das ist der unbewusste Mechanismus von dem ich oben geschrieben habe….anstelle echter körperlicher Nähe (die ich nicht zulassen möchte), habe ich stellvertretend eine Fernsehserie genommen, bei der ich meine Gefühle auslebe. hahaha das finde ich interessant.
Ihr könnt mich jetzt gerne bedauern oder sagen ich solle mir lieber echte Freunde im echten Leben und in der Nähe suchen…aber ich schreibe das hier nicht, weil ich mich für bedauernswert halte- sondern im Gegenteil – ich finde es interessant das ich über solche Mechanismen verfüge, denn ich fühle mich nicht einsam oder das mir etwas fehlt, wie man evtl. vermuten könnte…sondern ich bin rundherum zufrieden mit meinem Leben….ich vermisse nichts.
Und demnächst finde ich bestimmt eine andere Serie in den Mediatheken, der ich gerne für einige Zeit folgen möchte…mit liebenswerten oder schrulligen Charakteren…keine Action, eher ruhig und dafür mit etwas Tiefe….aus der Ferne und für mich doch sehr nah.
In dieser Woche habe ich mal wieder festgestellt, das ich eher ganz kleine Teams beim Arbeiten bevorzuge. Wir sind inzwischen zu Viert in 2 Büros nebeneinander. Das ist ja eigentlich ein kleines Team, aber mir schon wieder zu groß – Warum?
Weil es schon wieder anfängt mit den persönlichen Befindlichkeiten. Die unterschiedlichen Charaktere in unserem Team, haben eben auch unterschiedliche Arten zu kommunizieren…und wenn es nicht passt, dann kommt es zu Unmutsäußerungen – und ich sitze mitten drin und muss es mir anhören und vermitteln.
Es gibt ja einen Grund warum ich nicht mehr als Teamleiter arbeite…ich möchte nicht mehr ca. 30% meiner Arbeitszeit damit verbringen, zwischen Teamkollegen untereinander oder mit den Chefs, zu vermitteln und permanent die Probleme Anderer zu lösen.
Nun lerne ich, dazu brauche ich nicht einmal Teamleiter zu sein: Auch jetzt wieder geht ein Teil meiner Arbeitszeit dafür drauf, das ich versuche zu beruhigen und zu vermitteln. Gestern am Freitag war es dann soweit, das Kollegin Katrin, das erste Mal das Wort Kündigung in den Mund nahm. Na super- das hat ja nur etwas mehr als 1 Jahr gedauert.
In der letzten Zeit ist sie sehr schnell, extrem aufgebracht. Nachdem der Controller jetzt weg ist (inzwischen sind es schon 3 Monate – krass) dachte ich, es wird besser…aber nun hat sie unseren Teamleiter im Visier….und ihre Aufgeregtheit über die Art unseres Teamleiters nimmt stetig zu.
Ich versuche schon seit einiger Zeit sie zu warnen, sich nicht zu sehr auf ihn einzuschießen…jedes Wort wird auf die Goldwaage gelegt und der Aufregungsgrad schießt oft extrem schnell nach oben, für Sachen, die ich ganz anders wahrnehme als sie. Sie ist da ähnlich wie meine Schwester – sehr schnell in einer Art Panikmodus. Ich versuche auch sie zu beruhigen und vor allem, das sie nicht immer alles so persönlich und wortwörtlich nehmen soll, was unser Teamleiter so von sich gibt. Er hat einen manchmal merkwürdigen Humor, ja …aber im Laufe der Zeit, sollte sie damit auch umgehen können.
Gleichzeitig kommt unser Teamleiter zu mir und wundert sich über Katrins Art…ich versuche es ihm zu erklären und habe ihm auch versucht zu vermitteln, wie er besser mit ihr kommunizieren könnte,…denn sein Kommunikationsverhalten, wenn es um Aufgaben-Verteilung und -Erledigung geht, ist weder klar verständlich, noch eindeutig. Aber er schaut mich nur verwundert an, sagt ja und macht es dann doch nicht.
Er hat außerdem die Angewohnheit, Dinge so lange liegen zu lassen, bis sie „brennen“ und dann wirft er es Katrin und Cordula vor die Füße: macht mal eben schnell….und das sind dann Dinge, die die Beiden noch nie bei uns gemacht haben und die der Controller IHM gezeigt hat…nicht Katrin. Woher sollen die Beiden also wissen, wie das bisher gehandhabt wurde.
Ich bin von dieser Chef-Art nicht betroffen…wie schon öfter erwähnt, ist mein Aufgaben-Gebiet ein ganz anderes. Aber immer da, wo es Probleme in der Kommunikation gibt, werde ich ganz schnell als Zuhörer mit einbezogen und auch als Ratgeber.
Ich dränge schon seit einiger Zeit darauf, das sich alle Drei einmal zusammensetzen und nun endlich eine vernünftige Aufgabenverteilung vereinbaren, damit jeder weiß, für was er verantwortlich ist. Natürlich ist das schwer, wenn sich Mehrere um eine Firma kümmern…da hilft nur reden und Aufgabengebiete klar abzutrennen.
Eigentlich hatte sich der Teamleiter für diesen Mittwoch dazu verpflichtet…aber er hat es verschoben und Freitag sich mit seiner Mail, was die Beiden Mädels jetzt unbedingt und dringend und absolut vorrangig machen sollen, mal wieder selbst ein Bein gestellt.
Denn die Aufgaben betrafen 2 Projekte die bisher nur Controller selbst gemacht hatte und die der Teamleiter nun auch selbst machen wollte…am Freitag aber stellt er fest, das er von unserem alten Buchhaltungssystem keine Ahnung hat…und hat es den beiden Mädels vor die Füße geworfen.
Der Ausbruch von Katrin kam prompt…und ich habe dann später Katrin und dem Teamleiter erläutert, wie sie die Daten vom Wirtschaftsprüfer erst einmal aufbereiten müssen, und wie sie diese anschließend in unserem alten System verarbeiten müssen.
Ich bin ja die Einzige von uns 4en, die diese „Expertise“ über das alte Navision überhaupt noch hat: wie öffne ich die Perioden, wie verbuche ich Geschäftsvorfälle, wie werden die UST-Konten verarbeitet, wie verbucht man das Jahresergebnis, wie erfolgt die G+V-Nullstellung und die Übertragung der Bilanzwerte aufs das nächste Geschäftsjahr. Das ist nicht schwer – aber man muss es eben auch wissen.
Ich wei, das ein Teil von Katrins Überreaktion auf den Teamleiter, auf Unsicherheit zurück zu führen ist, eben weil dieser nicht klar und eindeutig kommuniziert, die übergeordneten Probleme die sie aufzeigt, nicht mit den Chefs klärt obwohl dieser immer sagt: wir schauen dann mal , wir müssen dann mal, wir sollten mal. Diese unklaren Äußerungen von ihm und Ihre Unsicherheit führen auch dazu, das sie Probleme mit Kollegen manchmal nicht direkt anspricht…sie drückt sich – weil es ihr unangenehm ist.
Ja klar habe auch ich Probleme in meinem Aufgabengebiet…und diese sind oft echt nicht ohne ..aber die kläre ich selbst, d.h. ich suche die Kommunikation mit den Leuten, frage nach, bitte um Auskunft, stupse an, erinnere an gemachte Zusagen, bitte um Unterstützung wenn es andere Abteilungen betrifft….das bin ich gewohnt und auch wenn es nervt…meistens funktioniert es. Mache ich das gerne? Nein. Aber das gehört zu unserer Arbeit eben auch dazu.
Wenn ich den ganzen Kram zwischen Katrin und Teamleiter rausrechne, was es eine sehr gute und ruhige Woche für mich…ein paar der großen Probleme habe ich mit der Unterstützung aus der Zentrale gut lösen können…ein anderes sehr großes Problem wird hoffentlich nächste Woche endlich vorüber sein (musste mehrmals jemandem auf die zehen treten)…so langsam kommt wieder mehr Ruhe in MEINE Arbeit….. mal sehen wie es sich bei den drei Anderen entwickelt – ich will auch kein Co-Teamleiter sein…ich will einfach nur meine Arbeit machen dürfen.
Letzten Sonntagvormittag saß ich ganz kuschelig zuhause vor meinem Laptop und wollte schon meinen Urlaub etwas vorbereiten, als ein Anruf von meiner Schwester kam. Sofort war ich alarmiert: was ist passiert?
Nichts war passiert. Die Beiden (Schwester+Schwager) hatten sich nur kurzfristig dazu entschieden nach Husum auf die „Husumer Krabbentage“ zu fahren und fragten ob ich mitkommen wollte… Sie würden so ca. 1 Stunde für die Fahrt brauchen.
Nach nur kurzem Überlegen hab ich zugesagt, ich benötige aber mindestens 1,5 Stunden Fahrzeit und wir haben uns dann für 12.30 verabredet. Treffpunkt: Wie immer…am Wasserturm.
Mir war jedoch sofort klar, da werden wir um diese Uhrzeit keinen Parkplatz mehr bekommen…aber okay, darüber mache ich mir Gedanken, wenn ich da bin. Die Fahrt war ganz okay, aber die Straßen waren in Husum selbst, schlimmer verstopft, als gedacht.
Meine Schwester wollte mich noch auf einen anderen Parkplatz umleiten, aber ich kam irgendwie nicht vom Fleck…teilweise ging gar nichts mehr und so fuhr ich direkt ins Parkhaus des THEO-Shopping-Center, dort wurden im Parkhaus noch freie Plätze angezeigt.
So eine Parkplatzsuche stresst mich immer, vor allem wenn wir einen festen Treffpunkt und eine feste Uhrzeit ausgemacht haben. Schwester+Schwager kamen ja von der anderen Seite her in die Stadt und mussten jetzt ein Stück der schönen Wege alleine laufen, die wir sonst immer zusammen gehen….die waren nicht begeistert…ich aber war froh überhaupt einen Parkplatz gefunden zu haben (habe später auch „nur“ 6 EUR bezahlt…das waren mir meine Nerven wert).
Der Himmel zeigte sich wolkenlos mit strahlendem Sonnenschein, aber der Wind machte es lausig kalt.
Es war jetzt Mittagszeit und wir hatten Hunger. Aber so spontan einen Platz im Restaurant zu finden, wo es drumherum so voll ist und die Leute auch draussen sitzen, bei der Kälte…das wird bestimmt nicht klappen.
Aber, oh Wunder, bei dem Italiener am Hafen, bei dem wir schon öfter waren, waren die Plätze draussen zwar alle belegt, aber drinnen waren noch Tische frei….klasse. Okay wir saßen ganz in der Nähe der Tür, die permanent offen stand, aber trotzdem war es wärmer, als draussen zu sitzen.
Und es gab Muscheln…hmmm lecker…mein Schwager hatte sich für Pizza entschieden und war enttäuscht, wir Mädels hatten beide Muscheln in Tomatensauce und waren sehr zufrieden. Der Tomatensud war nur etwas zu ölig…aber nur ganz leicht.
Anschließend sind wir durch die Stadt geschlendert, haben bei den vielen Ständen gestöbert, manchmal auch etwas gekauft…es war auch gleichzeitig verkaufsoffener Sonntag und überall war es voll – aber meistens war es nicht zu schlimm. Ein Krabbenbrötchen gab es natürlich auch. Das Brötchen war frisch aufgebacken und noch leicht warm, die Krabbenmenge war ganz ordentlich und mit 7,50 EUR im Rahmen des Erwartbaren. Krabben sind nun mal teuer geworden.
Bei dem großen Einzelhändler der Stadt, mit mehreren Geschäften, kamen wir in einem der Geschäfte an einer Popup Weinbar/Sektbar vorbei und ich las das Schild: 1 Glas Prosecco 2,50 EUR… das ist mal ein Wort.
Heute war mal wieder eine Ausnahme vom Alltag, also habe ich uns je ein Glas spendiert…meine Schwester hatte vom gleichen Stand noch Sanddorn-Trüffel mit Kornblumenhülle beigesteuert und so standen wir in dem Geschäft mit Prosecco und den herrlichen Trüffelpralinen und waren uns einig: sooo lässt es sich leben. Ach ja und warm wurde uns von dem Alkohol auch noch…hahaha.
Anschließend sind wir weiter geschlendert und am späten Nachmittag waren wir noch in dem kleinen niedlichen Cafè, das etwas abseits liegt (hier waren wir auch schon öfter), die haben seeehr leckeren Kuchen und wir haben sogar noch einen gemütlichen Platz bekommen.
Und dann sind wir so langsam zurück in Richtung Shopping-Center geschlendert, haben uns verabschiedet und uns auf die Rückreise gemacht.
Dieser spontane Ausflug hat mir (trotz Fahrerei und Parkplatzsuche) Spaß gemacht und wir haben uns verabredet, was wir in 14 Tagen mal wieder eine Mädel-Shopping-Tour machen…evtl. fahren wir nach Kiel…
Ich muss mich nur noch um die Logistik kümmern, denn an dem Tag hole ich auch unterwegs die Weihnachtsgans ab, die dann unmittelbar nach Flensburg in den Tiefkühler muss….Wenn ich aber die Gans nach Flensburg bringe, kann ich meine Schwester gleich einpacken und mit nach Kiel nehmen, muss sie dann aber auch wieder dort hinbringen…es wäre also eine doppelte Fahrerei für mich…na mal sehen…wie ich das Problem löse.
Die Weihnachtsgans (für unser Familienessen) und eine Flugente (nur für mich) hatte ich schon vor Wochen bestellt…die Preise auf dem Spargel-und Entenhof (auf dem es auch Gänse gibt) im Hasenmoor, sind zum Vorjahr stabil geblieben. Eine 4,8-5,0 KG Gans wird knapp 95,00 EUR kosten (18,85 EUR per KG). Das ist es mir wert. Die Gänse waren bisher immer super und auch die Flugenten.
Ich werden meine Flugente nächste Woche schon, vor dem Feiertag, abholen. Da freue ich mich jetzt schon drauf. Die Tiere werden tagsüber draußen gehalten und kommen nachts in den Stall. Da ich ja nicht mehr sooft Fleisch esse, ist mir Qualität im Laufe der Jahre immer wichtiger geworden und dann bin ich auch bereit, mehr dafür zu bezahlen.
….
Noch eine Randnotitz aus Husum: an einem Stand wo Lederhandschuhe mit hohen Rabatten angeboten wurden, hat der Standbetreiber erzählt, das es sich für ihn nicht mehr lohnt, so einen Stand hier oder auf den kommenden Weihnachtsmärkten zu betreiben. Die Standgebühren würden immer höher, was auch an den Sicherheitskonzepten liegt, die die Standbetreiber mit bezahlen müssen.
Bei einem Verkaufsstand mit 3×3 Metern müsste er auf einem Weihnachtsmarkt in HH inzwischen 6.000 EUR bezahlen: und das Geld müsste ja erst einmal verdient werden. Ob die Werte stimmen, kann ich natürlich nicht prüfen, aber ich hatte vorher noch nie darüber nachgedacht, wie hoch solche Standgebühren sein können.
Der Händler war freundlich und nett und er hat es bedauert, das er solche Märkte zukünftig nicht mehr bedient…er meinte auch, die Menschen würden immer weniger Geld für solche kleinen Sachen wie Handschuhe, Socken und Portemonnaies aus geben. Und es bringt ja nichts, wenn er am Ende noch draufzahlen muss…er muss ja seine Familie ernähren. Das kann ich gut verstehen und ich habe ihm alles Gute gewünscht.
Seit einiger Zeit darf bei uns jeder Standort in Deutschland einmal im Monat ein allgemeines Frühstück für alle Mitarbeiter, auf Firmenkosten, ausrichten. Es geht um ein zwangloses Miteinander für 1-1,5 Stunden.
Dabei gibt es nichts Überkandideltes…wir sitzen im großen Meetingraum und auf den Tischen stehen jede Menge Brötchen, Butter, Wurst , Käse, Marmeladen, Honig, Nutella, andere Aufstriche und für all das natürlich auch vegane Alternativen, sowie frische Tomaten, Gurken usw….dazu ein paar Säfte, Tee und natürlich Kaffee in großen Mengen. Dann sitzen wir alle an dem großen Meeting-Tisch, schneiden Brötchen auf, belegen diese und unterhalten uns quer Beet.
Wir versuchen dabei, uns immer so neben Kollegen zu setzen, das es eine gute Durchmischung gibt und man dann mit den Kollegen sprechen kann, mit denen man im normalen Berufsalltag nicht viel oder gar nichts zu tun hat. Früher haben dazu unsere Mittagspausen gedient…aber bei so vielen Mitarbeitern bekommt man nicht mehr alle unter einen Hut. Auf ein Firmenfrühstück können wir uns alle einigen.
Diesen Mittwoch war es mal wieder soweit und was mich echt schockiert hat: der Meeting-Raum platzte dabei aus allen Nähten…jaaa man merkt wir werden mehr und mehr im Hamburger Büro..und von denen waren fast alle auch Anwesend.
Ich trinke ja seit fast 1,5 Jahren fast ausschließlich koffeinfreien Kaffee…ins Büro bringe ich meinen Kaffee in Thermobechern mit. Aber bei unserem Frühstück habe ich mich mal wieder für die koffeinhaltige Variante entschieden.
Bei den Gelegenheiten wo ich die Voll-Variante getrunken hatte, spürte ich die Wirkung des Koffeins sehr deutlich und ich verstehe wieder, warum dieser Stoff als Wachmacher gilt.
Wenn man ihn jedoch über Jahre sehr regelmäßig trinkt, spürt man die Wirkung nicht mehr bewusst (man nennt das auch: eine Toleranz entwickeln). Erst wenn man sich davon entwöhnt, erkennt man, das da tatsächlich eine Wirkung war….Jaaa bei der Entwöhnung habe ich es dann auch wieder gemerkt….hahaha die hat ein paar Tage gedauert.
Und auch dieses Mal habe die Auswirkungen der 2 Tassen Kaffee auch noch Stunden später gespürt. Ich war auf eine (inzwischen) unnatürliche Weise wach…leicht aufgekratzt…aber es war dazu sowieso ein extrem kommunikativer Tag:
Erst das Kollegen-Frühstück, dann 2,5 Stunden unser wöchentliches Jour Fixe mit unserem Chef, dann noch berufliche Klärfälle mit Kollegen und ein sehr langes Telefonat mit dem externen Investor. Ich habe zu einigen Problemfällen Stellung beziehen müssen, Daten zusammen gestellt, Begründungen ausformuliert …gefühlt habe ich an dem Tag kaum ruhig am PC gesessen. Ich glaube sogar, der Kaffee hat es mir wahrscheinlich auch etwas leichter gemacht, diese Sabbel-Termine zu überstehen.
Normalerweise wäre ich nach so viel Kommunikation dann am Abend erschöpft in mich zusammengesunken und hätte die Couch nicht mehr verlassen….aber der ungewohnte Koffein-Kick und ein paar Endorphine dazu (Es gab ein paar Gute Nachrichten zu meinen Problemfällen) ließen mich einfach nicht zur Ruhe kommen….ich war immer noch aufgekratzt und sprühte vor Energie.
Ja ich weiß, das Koffein kann es am Abend schon nicht mehr gewesen sein: das baut sich nach 4-6 Stunden wieder ab….wahrscheinlicher ist eher, das die Endorphine erst nach dem Koffein den Booster gezündet haben…ich musste also dringend Energien abbauen.
Bei meiner üblichen Walkingrunde war ich so schnell wie nie und am Abend gab es noch einen Wäsche-Marathon, Treppauf-Treppab zum Wäschekeller, zum Keller und zurück und dann stand ich auch noch lange am Herd und und und….Die Nacht war kurz und mein Ruhepuls immer noch viel zu hoch.
Der Donnerstag fing auch super an…und meine Energie reichte genau bis zur Mittagspause….nach dem leichten Essen (im Büro)…konnte ich spüren, wie die Energie meinen Körper verließ wie die Luft aus einem undichten Luftballon.
JETZT fiel ich zusammen….ich war auf einmal unglaublich müde und kraftlos. Ich wollte nur noch nach Hause.
Ich habe auch nur kurz überlegt, mich dann aber entschlossen den Arbeitszeit an dieser Stelle tatsächlich zu beenden…ich wollte auf meine Couch und schlafen.
Das war eine gute Entscheidung….und beim nächsten Mal versuche ich 1.) nicht mehr als 1 Tasse Kaffee mit Koffein zu mir zu nehmen und 2.) nicht alle Probleme in meinem Beruf an einem Tag lösen zu wollen
Mein Ruhepuls ist zwar inzwischen wieder gesunken, aber immer noch 2-3 Schläge höher als gewöhnlich…das dauert wieder ein paar Tage bis sich alles normalisiert hat.
Der Herbst ist da und zeigt sich seit Tagen von seiner ungemütlichen Seite draussen…um so wichtiger ist es , das es drinnen gemütlich ist, das geht mit Kerzen und wärmenden Suppen ganz prima und überhaupt mit allem was der Seele gut tut.
Und das geht ganz ausgezeichnet mit wärmenden Suppen. …die meisten habe ich in den letzten Wochen gekocht und verputzt, ohne darüber zu berichten….aber heute wollte ich mal wieder von meinen kleinen Experimenten erzählen.
Denn beim Blick in den Kühlschrank wollte ich unbedingt die Möhren zu einer Möhrensuppe verarbeiten…dumm nur, das ich leider keine Sellerieknolle mehr hatte. Bei mir besteht die Suppe nämlich hauptsächlich aus 2 Teilen Möhren / 1 Teil Knollensellerie / 1 Teil Zwiebeln.
Aber ich hatte noch eine frische Kohlrabi…also warum nicht – einfach mal ausprobieren. Also gab es eine Möhren-Kohlrabi-Suppe.
Najaaaa also den Kohlrabi schmecke ich eher nicht…und die fehlende Geschmackstiefe hab ich versucht mit etwas mehr Curry, Pfeffer, Knoblauch und Essig zu kompensieren….und jaa die Suppe ist lecker und gut scharf….
Aber beim nächsten Mal kommt definitiv wieder Sellerie mit rein…ist einfach noch viiiel besser.
Beim Blick in meine Vorrätsschränke sind mir in den entsprechenden Glasbehältern noch so Reste mit Mandeln, Walnussen und Haselnüsse in die Hände gefallen…und ein paar Schoko-Nips zum Backen, waren auch noch da.
In der letzten Zeit, habe ich tatsächlich viel weniger Nüsse gegessen und bevor die jetzt auch noch ranzig werden, muss ich die verarbeiten…so kam ich auf die idee daraus einen Restekuchen zu backen.
Also diese restlichen Nüsse hab ich in der kleinen Maschine zerkleinert, mit gemahlenen Mandeln aus einer geöffneten Tüte und etwas Mehl aufgefüllt, mit Öl, Milch, Backpulver und Eiern zu einem Rührteig verarbeitet, dazu etwas ungesüssten Kakao und die restlichen Schoko-Nips untergehoben und ab in eine Kastenform verfrachtet…der Teig war etwas flüssiger als gewollt und die Backzeit für den kleinen Kuchen lag tatsächlich bei 1 Stunde….das Ergebnis sieht sehr ungleichmässig aus, aber man kann ihn tatsächlich essen….es schmeckt sogar gut. Schön nussig und schokoladig -was will man mehr.
Bei solchen spontanen Back-Ideen ohne ein tatsächliches Rezept zu haben, ist es immer wieder erstaunlich, was dabei heraus kommt….ich würde mal sagen, das ist ein gelungener Restekuchen für einen Sonntagnachmittag alleine auf der Couch, nicht unbedingt für ein Familienfest.
Ich schreibe gerne über solche „Versuche“ weil ich dafür plädiere einfach mal zu machen, auch wenn es kein fertiges Rezept mit Mengenangaben gibt…manchmal kommen gute Dinge dabei raus und ich lerne, das nicht immer alles perfekt gelingen muss.
Mir macht es einfach Spaß am Herd zu stehen und vorhandene Zutaten miteinander zu kombinieren, die meistens gut schmecken und manchmal eben auch nicht. Vor kurzem gab es einen Reis-Blumenkohl-Auflauf….ungewöhnlich aber echt lecker….den mache ich definitiv jetzt öfter. Wie gesagt, bei der Möhrensuppe verzichte ich dann eher ungern auf Sellerie.
Mein Skyr-Brot mit Dinkelmehl vor ein paar Tagen, auch einfach aus dem Handgelenk zusammen gezimmert und mit Thymian, Oregano und Kümmel gewürzt. war super lecker und war erstaunlich hoch gebacken und fluffig ..und das ganz ohne Hefe oder Backpulver….damit habe ich gar nicht gerechnet …das passte wunderbar zu dem restlichen Brie-Käse vom Wochenende….
Auch nach dem Besuch von Schwester+Schwager war ich angespannt, denn mir fehlten für den Quartalsabschluss jetzt ca. 1,5 Arbeitstage. Freitag war ja der Feiertag und Donnertag hab ich auch nicht soo viel gearbeitet.
Es war also klar, ein wenig musste ich die Zeit aufholen…das war aber komplett okay- das hat mich nicht gestresst, wenn inzwischen weiß ich ja, was und wie ich die Daten für die neuen Quartalsabschlüsse bekomme, aufbereiten und melden muss. Das hat prima funktioniert – und so habe ich bereits am Dienstagmorgen die LETZTE Gesellschaft fertig hochgeladen. Sehr schön.
Was mich wirklich gestresst hat, waren mal wieder die Anforderungen unseres externen Investors….und der Kollegin aus der Finanzierungsabteilung…Beide zum nahezu selben Thema. Aber dazu hatte ich einfach keine Zeit, also habe ich zurück gemeldet, bis wann ich die geforderten Daten spätestens fertig haben werde – Soooo jetzt hatte ich etwas weniger Druck.
Auch das Thema mit der Implementierung des dafür notwendigen Bankkontos in unser System, war ich einen Schritt weiter: da ich da nur durch einen blöden Zufall mit hineingerutscht bin, habe ich das gemacht, was alle immer bei uns machen: Ich habe die Verantwortung dafür weitergeleitet – dafür haben wir tatsächlich eine eigene Abteilung – sollen die sich auch darum kümmern. Sooo – noch etwas weniger Druck.
Inzwischen hatte ich aus dieser Abteilung auch eine Rückmeldung erhalten…also das Procedere hat sich noch einmal komplett verändert….Wir „Controller“ bekommen jetzt keinen „normalen“ Zugriff mehr auf die neuen Bankkonten (weder in DE noch in DK), sondern nur noch eine ganz bestimmte eingeschränkte Variante, so das wir immer gezwungen sind, ausschließlich über unser neues Buchhaltungssystem Zahlungen zu generieren. Damit soll verhindert werden, das man kurzfristig schnelle und kurzfristige Überweisungen manuell tätigt.
Und sie sind sich bewusst, das ich das neue Konto aktuell noch nicht benutzen kann…na immerhin etwas.
Aber war nutzt mir das Verständnis, wenn ich gerade gar keine Möglichkeit habe Überweisungen zu tätigen? Bisher konnten wir mit dem „Vollzugriff“ auf Bankkonten wenigstens noch eilige Dinge selber regeln (natürlich immer mit 2. Unterschrift) und der Investor, sowie auch die Bank, drängeln das wir die Vorfinanzierung jetzt abschließen und rückabwickeln – dazu brauche ich jedoch auf irgendeine Art den Zugriff auf das nun zugeteilte kfw-Darlehn. Aber Pustekuchen.
Na gut – auch das ist etwas, was ich jetzt hinnehme – wie immer gilt: Melden befreit und ich kann dem Investor mitteilen – sorry, liegt an der Zentrale.
Aber ich kann zumindest schon mal die Daten zur Vorfinanzierung zusammenstellen. Normalerweise ist das einfach, aber nicht hier: den bis Anfang des Jahres wurde diese Gesellschaft aus der Zentrale betreut, mit dem alten dänischen Navision – auf das ich keinen Zugriff habe.
Na klar habe ich die Netto-Werte der bisherigen Investition, aber ich brauche die Bruttowerte. Also musste ich mir die Daten rückwirkend ab 2023 aus unserem Rechnungsportal holen: Einzeln – Rechnung für Rechnung. Über das Kfw-Darlehn dürfen zwar auch nur Netto-Werte abgerufen werden, aber um die Rechnungen Brutto bezahlen zu können, haben wir natürlich die Bruttowerte als internes Vorfinanzierungs-Darlehn aufnehmen müssen.
Das bisherige Darlehn müssen wir also Brutto zurück zahlen, während wir es uns nur Netto vom neuen Darlehn holen dürfen. Der Rest ist die MWST und die müssen wir eben vom laufenden Konto nehmen und das muss ich dem Investor nachweisen.
Aber um die Werte auf Richtigkeit zu prüfen, muss ich die Vorsteuerbeträge aus jeder Rechnung kennen. Nur so kann ich sicher sein, das die gebuchten Werte auch tatsächlich richtig verbucht wurden. Natürlich stimmte nicht alles…wäre ja auch zu schön gewesen. Aber ich habe es abgestimmt bekommen. Soooo – wieder ein Problem weniger.
Nur die Diskussion mit der Kollegin aus der Finanzierungsabteilung, die hätte ich mir gerne geschenkt…denn immerhin hatten wir die GLEICHE Diskussion schon vor ca. 2 Jahren, bei dem 1. Projekt das wir zusammen hatten. Ihre Fragen und meine Antworten waren genau gleich ….hahaha ich hatte die alten Mails noch und genau wie beim letzten Mal hat sie meine Aussagen durch eine Dänische Kollegin verifizieren lassen….hahaha ratet mal: mit dem GLEICHEN Ergebnis. Das mit dem Brutto-Netto-Vergleich war und ist auch weiterhin richtig so.
Aber nun gut – außer das wir Zeit verschwendet haben, ist ja nichts passiert – ich habe alle Werte an die Finanzierungsabteilung gemeldet und auch das ich noch keinen Zugriff auf die neuen Konten habe. Für mich ist das Thema damit erst einmal erledigt….und JETZT kann ich mich noch an die letzte Aufgabe des externen Investors machen, er möchte wissen wieviel Geld wir problemlos ausschütten können, wenn die Vorfinanzierung rück-abgewickelt ist.
Jetzt habe ich eine Basis, um auch das zu berechnen – mein Abgabetermin dafür ist Montag. Den restlichen Cashflow bis Ende des Jahres zu ermitteln, ist jetzt kein großes Thema mehr. Der noch aktive Windpark wird ja gegen Ende des Jahres abgerissen…und der Bau der beiden neuen Turbinen für das Repowering-Projekt läuft so langsam an.
Am Morgen nach dem Orgelkonzert in der Elphi, haben wir ausgiebig bei mir zuhause gefrühstückt. Eigentlich wollten mich Schwester+Schwager zum Brunchen einladen, das hatte aber dann nicht geklappt. Es war ja kein Sonntag , sondern Feiertag.
So hatte ich angeboten wir Essen bei mir und natürlich bog sich der Tisch quasi, ich hatte wieder viel zu viel gekauft. Aber wir haben schwesterlich geteilt – die Beiden haben dann später einen Teil mit nach Hause genommen. Also verschwendet war das nicht.
Um den Besuch von Schwester+Schwager abzurunden, sind wir noch ins Himmelmoor gefahren…es war ja der 3.Oktober – also Feiertag.
Die Runde durch das Moor bei klarem Wetter, ist immer schön und auch dieses Mal fanden wir es wieder sehr entspannend. Auch wenn es nicht so ruhig war, wie sonst, wenn ich hier meine Runde drehe….es war aber auch schon später Vormittag. Ich gehe hier sonst am Wochenende eher früh morgens walken.
Es war schon Mittag, als die Beiden dann wieder nach Hause fuhren. Der Besuch der Beiden war sehr schön und gar nicht so anstrengend, wie sonst schon mal.
Trotzdem fühlte ich mich den Rest des Tages ausgelaugt und krank. Im Hals kratzte es, die Glieder waren schwer, ich war unglaublich müde und fühlte mich ausgelaugt. Natürlich lag es zum Teil auch an dem beruflichen Stress der letzten Tage.
Den Rest des Tages verbrachte ich gemütlich auf der Couch unter einer Wolldecke und habe nichts gemacht…also gar nichts – also – außer mir Milchreis mit Zimt/Zucker und einen heißen Tee nach dem anderen zu kochen hahaha.
Am Abend fühlte ich mich dann zumindest körperlich wieder fit.
Nach 368 Tagen wurde die AKN-Linie 1 Anfang September wieder in Betrieb genommen. Dabei ist der Umbau zur S-Bahn S5 noch gar nicht abgeschlossen.
Aber immerhin die Züge fahren wieder…auch wenn es immer noch die AKN ist und nicht die S5. Hat sich jetzt etwas verändert: Eindeutiges JA und zwar sehr negativ.
Die AKN hat schon immer, über den Tag verteilt, einige Züge kurz vor dem Bahnhof Quickborn in eine Warteposition gestellt und damit DIREKT bei unseren Balkonen. Die Bäume haben es immer etwas abgemildert, weil die Dieseltriebwerke blieben dabei immer am Laufen. Aber irgendwie war die störende Geräuschkulisse moderat.
Seit der Wieder-Inbetriebnahme hat sich das gravierend verändert…die wartenden Züge sind mega-laut und scheinen auch wesentlich länger dort zu stehen. Dazu kommt eine Art starke „Vibration“ die man selbst auf der anderen Hausseite spürt und hört, so als ob der Schall durch das Haus geleitet wird.
Vor ein paar Tagen habe ich Nachbar Mirko mal wieder im Trockenkeller getroffen und als ich ihn ansprach, ob das von mir eine rein subjektive Wahrnehmung ist, hat er mir bestätigt das es alle Nachbarn genauso empfinden. ..Alle im Haus sind sich einig: das kann so nicht bleiben – es wird eine Unterschriftenaktion geben.
Unser Hausverwalter hatte mich dazu diesen Freitag angerufen und ja klar hab ich auch unterschrieben….alle in unserer Wohneinheit haben unterschrieben.
Nachbar Mirko hatte mir auch erzählt, das es jetzt im November mit den Baum-Fällarbeiten direkt vor unseren Balkonen/ Terrassen los gehen soll (das, was die AKN bereits für April diesen Jahres angekündigt hatte). Nun also doch – insgeheim hatte ich gehofft, das die Bäume vor meinem Balkon erhalten bleiben.
Denn ohne die Bäume kommt der Schall der fahrenden AKN-Bahn, dem AKN-Bahnhof schräg links von uns, dem Parkhaus für Pendler und dem direkt gegenüberliegenden Markt- und Festplatz, ungebremst und ungefiltert bis zu uns.
Die Lautstärke wird insgesamt also zunehmen, der Wind wird zudem ungehindert auf unsere Balkone treffen. Hier ist leider eine Windschneise: d.h. der Wind findet genau hier seinen Weg und mit der Ruhe und geschützten Lage der Wohneinheit wird es vorbei sein.
Die Wohnung bekommt dadurch, ohne die schützenden Bäume, im Sommer viel länger Sonne (es wird also noch wärmer) und im Winter wird es durch den ungebremsten Wind viel kälter, d.h. wir werden mehr heizen müssen. Und meine kleine Oase auf dem Balkon mit den niedlichen Vögeln wird dadurch auch zerstört. Alles zusammen sind das keine schönen Aussichten.
Aber eine Lärmschutzwand ist für uns nicht geplant – eigentlich unbegreiflich, da auf beiden Seiten an diesem Streckenabschnitt viele mehrstöckige Häuser stehen…also sehr viele Menschen davon betroffen sind. An anderen weniger bebauten Strecken wurden dafür schon Lärmschutzwände gebaut…aha ….wir in Hochhäusern sind scheinbar nicht so schützenwert, wie eine belebte Straßenkreuzung mit wenig Wohngebäuden, dafür mit einigen Geschäften drum herum.
Um es noch einmal klar zu sagen: ich habe nichts gegen die Bahn die hier seit vielen Jahren vorbei fährt…das stört mich überhaupt nicht. Aber die Änderungen durch die Baumfällungen (damit die zukünftige S-Bahn elektrisch fahren kann, müssen Strommasten entlang der Strecke gebaut werden) werden spürbare Auswirkungen auf mein Wohlbefinden in meinem Zuhause haben und das finde ich schon sehr traurig.