Sommerfest – sonnig – saukalt – SUPER

….gestern hatte unser Hamburger Büro ein verspätetes Sommerfest. Während das Wetter in dieser Woche eigentlich Sommer versprochen hatte….schauten wir alle gebannt auf das tatsächliche Wetter und tatsächlich war Freitag Mittag endlich einmal die Sonne da…..20 Grad und Sonne….alles gut für unser rein als Außenveranstaltung geplantes Sommerfest.

Los ging es bereits Mittags auf der Dachterrasse….ein leichtes Vorglühen mit Bionade/Bier….bis dann alle Kollegen eintrudelten, dauerte es eine ganze Weile…eigentlich sollte um 14 Uhr dann die Abfahrt zur ausgewählten Location los gehen….aber wie es nun mal so ist, wenn sich die Kollegen nach so langer Zeit mal wieder begegnen….es verzögerte sich….

Die Fahrrad-Gruppe machte sich dann als Erstes auf den Weg….mich mit eingeschlossen….Von Bahrenfeld ging es durch Ottensen direkt zur Elbe und dann durch den alten Elbtunnel bis nach Wilhelmsburg….an einem der Kanäle dort gibt es eine tolle Location mit Außengastronomie und mit Bootsverleih….das waren dann knappe 10 km…dann begann das große Warten auf die restlichen Kollegen, die mit 3 verschiedenen Autos kommen wollten.

Der ursprüngliche Plan bestand ja darin, das wir mit der S-Bahn fahren wollten, aber der Streik der Lokführer hat das vereitelt…und dazu wird auch noch die A7 ab Freitagabend gesperrt…..hahahha also keine gute Idee mit dem Auto kommen zu wollen….aber es gibt eben Kollegen, denen liegt das Radfahren nicht.

Wir haben dann schon mal unsere reservierten Plätze eingenommen und erst einmal etwas getrunken…..der Wind blies ganz ordentlich und sooo warm war es jetzt dann doch nicht…gut, das ich mich bewusst für eine lange Hose und eine zusätzliche Fleece-Jacke entschieden hatte…Anstatt also um 15 Uhr mit den Treetbooten und Kanus über den Kanal zu fahren, verzögerte es sich fast bis 16 Uhr…aber dann waren alle da.

Leider waren die alten Boote nicht gut gewartet (Wassereintritt beim Tretboot / Sitze zerbrochen bei den 4er Kanus) und so dauerte es noch einmal eine Weile bis alle endlich in oder auf einem wassertauglichem Gefährt saßen….Wir vier Mädels und der Controller waren die letzten die sich auf ein 3er Kanu und ein 2er Kanu verteilten….alle anderen waren inzwischen in den verschiedenen Kanälen verschwunden…..ich saß mit der jungen Kollegin Kim im 2er Kanu….ich vorne, sie hinten.

Bisher hatte ich nur in Einer-Kajaks gesessen und war dort mit dem Doppelpaddel Herrscher über die Steuerung….und auch Kim ist bisher nur mit SUP-Boards unterwegs gewesen….und jetzt mussten wir uns abstimmen…das lief ganz gut…trotzdem hatten wir die meiste Zeit einen leichten Linksdrall….hahaha…aber fast alle Kanus haben das später auch gesagt…unsere beiden Kanus blieben während der gesamten Fahrt aber beieinander….und wir hatten sooo viel Spaß.

Der Controller fühlte sich in unserer Mädelsrunde sichtlich wohl und auf dem Wasser war es dann auch wieder richtig schön warm und sonnig….das Tretboot hatten wir schnell eingeholt und auch überholt….hahaha die waren mehr mit den Getränken beschäftigt….fühlten sich dabei aber pudelwohl…

Wir fuhren auf einem der breiteren Kanäle, der wurde dann eng und bog in noch engere, unter kleinen Brücken hindurch….dort traffen wir auch eines der anderen 4er Kanus….es gab eine kleine Pause mit einem Eis auf die Hand und das 4er Boot fuhr weiter, unsere 2 Boote kehrten um….

Es war lustig und auch albern, wenn wir versuchten uns gegenseitig abzudrängen, oder zu überholen und trotzdem war es total entspannend.

Später traffen alle wieder heile und trocken am Anleger an und dann gab es ein Grill-Buffet (auch für Vegetarier…und der vegane Kollege bekam sein Essen gesondert, war aber auch sehr zufrieden damit) und Getränke satt….es wurde jedoch so kalt, das heißer Kaffee und frischer Minztee die absoluten Renner waren….wir fabulierten schon vom Glühwein….Erst nach 21 Uhr trat die Fahrradgruppe, dieses mal als Letztes, dafür aber geschlossen den Rückweg an….erst nach Durchquerung des alten Elbtunnels trennten sich unsere Wege ….ich musste ja noch zurück zum Büro….mein Auto holen.

Was für ein toller Tag….es fühlte sich an wie ein Tag mit Freunden….so wie früher die Feste mit meiner Tanz-Clique….

Spaziergang durch den alten Elbtunnel

Nach 3 Tagen Homeoffice war ich gestern noch der Meinung, ich schaffe das nie mit dem Abgabetermin heute…und bin trotzdem pünktlich in den Feierabend gegangen. Der Tag heute, wieder im Büro, mit 2 großen Bildschirmen und einer Grabesstille auf der gesamten Etage (nanu, wo sind die denn alle hin?) hab ich konzentriert die fertig gestellten Daten verglichen, abgestimmt, nachbearbeitet und erklärt…..sooooo und noch vor meinem regulären Feierabend hab ich die Reports für diese letzte Gesellschaft in die Konzernzentrale gesendet…Geschafft.

Danach hab ich mit dem Prokuristen telefoniert, das er schon mal so ungefähr weiß, wo wir mit den Zahlen gelandet sind und vor allem WARUM die Zahlen so aussehen, wie sie aussehen…..und er damit schon mal ein paar Erklärungshilfen auf dem Schirm hat…danach hab ich noch ein paar Telefonate geführt und mit dem Controller geplaudert und dann ziemlich pünktlich das Weite gesucht.

….im wahrsten Sinne….Feierabend – ab an die Landungsbrücken….erst einmal ein Fischbrötchen essen und dann die kalte Luft um die Nase wehen lassen…

Etwas später ging es dann in und durch den alten Elbtunnel…..da war ich das letzte Mal vor ca. 8 Jahren…da wohnte ich noch in Hessen und war mit meinem heutigen Ex-Freund hier auf Kurz-Urlaub…Aber meine Erinnerungen an den alten Elbtunnel reichen tatsächlich bis in meine Kindheit….

Seitdem ich jetzt hier wohne, wollte ich schon ein paar Mal durch den Tunnel laufen, aber entweder es waren zu viele Leute, oder es war zu heiß, dann kam Corona…aber HEUTE – ganz spontan:

Vor dem Personenaufzug standen Leute und warteten….momentmal – ich wollte doch die Treppe nehmen…hmmm ach ja – da ist ja der „Einstieg“….also erst einmal 24 Meter Treppen runter….

und dann knappe 450 m den Tunnel entlang …..es war fast menschenleer (ein paar Radfahrer und wenige Fußgänger)…..ich mag diese alten Kacheln…und diese unterkühlte Atmosphäre…..am anderen Ende dann wieder über die Treppen 24 Meter nach oben….. und schon ist man ist Steinwerder …..allerdings im Industriegebiet und da macht das Laufen nicht so viel Spaß…da nehme ich bald mal mein Fahrrad mit und erkunde ich weitere Umgebung.

…ich hab also schon nach ein paar Minuten den Rückweg angetreten und dann das gleiche noch einmal in umgekehrter Reihenfolge. Nur dieses Mal hab ich beim Aufstieg am Ende des Tunnels, den Lastenaufzug genommen….hahaha ist doch bequemer….

Das Auto hatte ich in der Nähe vom Michel abstellt…und so bin ich noch ein Weilchen oberhalb der Landungsbrücken und im Alten Elbpark herum gelaufen, hab mich auf einer Bank niedergelassen (Witzig: dieser Flanierweg hat den Straßennamen: „Bei der Erholung“ ) und hab noch etwas auf die Elbe geschaut…..das war ein schöner Abschluss für diesen Tag.

Genialer Blick auf den Hafen – nicht auf den Job

Wie gesagt, hat mich die Aufforderung zur Kündigung nicht verwundert, was mich eher wunderte, war das zur schaugestellte Wohlwollen…na klar soll die Jahresabschluss-Prüfung noch reibungslos über die Bühne gehen.

Aber ich hatte ja noch 2 Asse im Ärmel… denn Aschermittwoch-Abend hatte ich noch ein 2. Vorstellungsgespräch…direkt in Hamburg, quasi oberhalb vom Alten Elbtunnel….mitten drin.

Ich hab nach dem Gespräch mit meiner Chefin normal weiter gearbeitet…immerhin war Reporting-Zeit….und so musste ich mich tatsächlich etwas sputen ,um rechtzeitig mit dem Auto bis ins Herz von Hamburg zu fahren…ich war wie immer in Jeans auf der Arbeit und erst als ich einen Parkplatz an meinem Zielort gefunden habe, hab ich mich im Auto umgezogen. Es ist erstaunlich wie wenig vorbei-laufende Menschen in geparkte Autos schauen… zum Glück Niemand….so konnte ich mich in Ruhe umziehen: Strumpfhose, Rock, Bluse und Blazer, Stiefel….etwas schminken, noch einmal kurz etwas über die Firma nachlesen und dann ging es zum Gespräch.

Die Aussicht aus dem 11.Stock des Gebäudes war überwältigend……der Leiter der Abteilung war dagegen schon etwas speziell…so speziell das eigentlich nicht genau klar war, welchen Job die eigentlich zu besetzen haben (das wusste auch der Personalvermittler im Vorfeld nicht…sehr merkwürdig)….Aber immerhin war das Gespräch zu Dritt nett und offen und lustig…

…und am Ende des Gesprächs waren sich meine beiden Gesprächspartner einig und haben mir sofort ein Jobangebot gemacht….für einen Teamleiter-Posten…und die hätten es gerne gesehen, das ich dieses sofort annehme, damit ich noch im Februar kündigen kann…

Da hab ich erst einmal den Druck rausgenommen…Nein, das klappt so schnell nicht, immerhin hab ich noch weitere Bewerbungsgespräche und entscheide mich dann – in Ruhe. Okay – aber das Angebot steht und ich soll es mir überlegen.

Nun war mir bereits auf dem Rückweg klar…das ist eigentlich nicht der Job den ich suche… 1 Stunde Fahrt mit der Bahn pro Strecke, einen Teamleiter-Posten mit Vertrauensarbeitszeit, eine Firma die noch nicht einmal den 1. Schritt in Richtung Digitalisierung unternommen hat, offene enge Büros, viele Gesellschaften, ein neues ERP-System das aufgebaut werden soll, eine Zwischen-Hierachie die neu eingezogen wird, und dazu ein Gehalt das der Aufgabe nicht gerecht wird….. hmmm nöööö

Und auf einmal hab ich einen inneren Druck verspürt einen Job finden zu müssen…nein, nein, nein…ich hab noch Zeit… und am Donnerstag hab ich noch einen Termin mit einem weiteren Vermittler und am Freitag noch ein weiteres Bewerbungsgespräch…. ich brauche nichts zu überstürzen…
Ausserdem warte ich schon seit Tagen darauf, das sich die Firma meldet ,bei der ich mich als erstes vorgestellt habe…die wollten mich ja zu einem 2. Gespräch einladen…aber bisher war nichts ….manno. DA würde ich nämlich sofort ja sagen.