Der eine Moment…

(Achtung: nur langweiliges Arbeitszeugs !!!)

…und dann kommt in jedem Abschluss-Jahr der EINE Moment…die EINE Situation, die mich komplett verzweifeln lässt…es sind immer wieder ganz unterschiedliche Dinge, die den Moment auslösen…aber ich WEIß, dieser Moment kommt irgendwann während des jährlichen Jahresabschluss-Marathon.

Dieses Jahr fühlte es sich lange Zeit so an, als ob der Moment in diesem Jahr dann doch nicht kommen würde…ich war ja super gut vorbereitet und habe inzwischen vieles im neuen System gut im Griff, bin innerlich viel ruhiger und es läuft, trotz all dem Chaos drumherum, bei mir eigentlich noch erstaunlich gut.

Und in dem Moment, wo ich schon nicht mehr mit diesem EINEN Moment gerechnet hatte, da kam er dann ganz unvermittelt mit einer E-Mail….die eine Anfrage, die einfach zu viel war und die mich komplett aus der Bahn geworfen hat.

Während ich also dabei war, alle Gesellschaften, rechtzeitig nach Ablaufplan, in den unterschiedlichen Stadien der Jahresabschlüsse fertig zu stellen, alle Genehmigungen einzuholen und alle und jeden rechtzeitig mit Daten zu versorgen, kam von aller höchster Stelle eine E-Mail mit der Aufforderung Daten für eine Gesellschaft für das Jahr 2025 zu prüfen und zusammenzustellen, weil die Daten in unserem System „unlogisch“ wären.

Da sich Niemand in DK dafür zuständig fühlte, hatte man meinen Namen ins Spiel gebracht. Ich hatte diese Gesellschaft jedoch schon vor genau einem Jahr abgegeben und mich nur noch um den Jahresabschluss 2024 gekümmert. Dieser wurde erst Anfang 2026 fertig (wegen fehlender externer Daten). Also hatte ich Anfang Januar 2026 endlich den Jahresabschluss 2024 in unserem alten Deutschen System fertig gestellt, für die Migration in das neue Buchhaltungs-System vorbereitet und eine Mail an die Teamleiterin in DK geschrieben und dabei auf ein besonderes Problem im Anlagevermögen hingewiesen, welche andere Kollegen in DK verursacht hatten und das ich nicht lösen wollte und vor allem auch gar nicht konnte (meine Kenntnisse in diesem Modul der Software waren nur rudimentär)

Seitdem hatte ich nichts mehr von der Teamleiterin zu dem Thema gehört…meine Buchungen standen immer noch ungebucht im Ledger und es schien sich niemand zu kümmern und jetzt kam diese Mail an MICH adressiert und auch an den Deutschen GF weil hier MEINE sofortige Antwort erwartet wurde…es wurde ein Zeitdruck aufgebaut: ich hätte alles stehen und liegen zu lassen, um die Daten in 2025 zu erläutern….Auch wenn das „Mehrarbeit“ bedeutet. Die Daten würden dringend für ein „due diligence Projekt“ benötigt.

Aber wie kann ich Daten erläutern, die nicht stimmen, da die Vorträge aus 2024 noch gar nicht gebucht waren und warum sollte ausgerechnet ich das tun, ich war an den Buchungen in 2025 überhaupt nicht beteiligt und Unterlagen dazu hatte ich auch nicht.

Gelesen habe ich die Mail übrigens an meinem freien Nachmittag Freitag vor einer Woche…man hab ich mich geärgert, das ich 1. die Mail überhaupt gelesen hatte und 2. sich alle in DK einen schlanken Fuß machen….denn seit der Umstrukturierung in der Zentrale, im letzten Jahr, gibt es keinen speziellen Ansprechpartner mehr für einzelne Gesellschaften und das führt dazu, das sich keiner mehr verantwortlich fühlt.

Ich habe ja noch diese Verantwortlichkeit für die Gesellschaften, die ich betreue, aber diese eine, betreue ich seit 1 Jahr nicht mehr.

Soooo das war der Moment der mich komplett überforderte und ich haderte den ganzen Abend und vor allem die ganze Nacht und habe überlegt, was mache ich nun. Wenn ich die Arbeit annehme, dann stehe ich vor massiven Problemen. Probleme die ich aber nicht verursacht habe. Wenn ich die Arbeit ablehne, muss ich es gut begründen und das kann sehr schnell als „Schuldzuweisung“ fehl interpretiert werden…etwas was in der Zentrale nie gut ankommt. Und es kann auch schnell als Arbeitsverweigerung interpretiert werden….etwas, was durchaus meinen Job gefährden könnte.

Ich fühlte mich überfordert von der Situation. Wäre die Mail nicht von soweit „Oben“ in der Hierarchie – also ganz oben gekommen, wäre die Entscheidung einfacher gewesen.

Irgendwann in der Nacht habe ich beschlossen, ich lehne die Arbeit trotzdem ab und schreibe es so, wie ich es immer mache: ich erkläre sehr sachlich, sehr klar und im Grundton positiv, warum diese Arbeit von mir nicht erbracht werden kann. z.b. schreibe ich nicht, das die Teamleiterin seit 1 Monat die vorbereiteten Buchungen noch nicht erledigt hat. sondern das diese Aufgabe „bestimmt noch auf ihrer sehr langen To-do-Liste“ steht.

Und das es in der Zentrale bestimmt Kollegen gibt, die bereits viel mehr Erfahrungen dem einen Neben-Modul der Software haben, während ich noch am Anfang stehe und nicht weiß, wie ich über 2 Wirtschaftsjahre hinweg die Daten aus dem System zurück drehen kann, das also nicht in so kurzer Zeit erledigen kann).

Samstagmorgen habe ich mich dann an den Firmen-Laptop gesetzt und meine Antwort geschrieben. Habe zusätzlich zu dem hochkarätigen Verteiler, der ohnehin schon mit in cc war , noch die Teamleiterin in DK und meinen deutschen Teamleiter hinzugefügt.

Ich habe den komplizierten Sachverhalt 2024 erläutert, warum der Abschluss so spät fertig wurde, wann ich die Gesellschaft übergeben habe, wann ich Kontakt zur Teamleiterin in DK hatte und das ich bei ihr vor 1 Monat um Unterstützung gebeten hatte und das die Restrukturierung der Abteilung zum gleichen Zeitpunkt die Verantwortlichkeiten verschoben hat. Das ich gerne Rede und Antwort stehe, falls noch Daten aus 2024 erläutert werden müssen, nicht jedoch für 2025.

Diese Mail war lang und es hat lange gedauert sie zu schreiben. Da sie in English erfolgte, habe ich mehrfach gelesen, um mich zu vergewissern, das meine Worte und Redewendungen nicht im Sprachenwirrwarr : Deutsch – English – Dänisch falsch verstanden werden könnten.

So die Mail war also abgeschickt – mit dem Bewusstsein, das ich jetzt durchaus in Schwierigkeiten kommen könnte. Es wäre nicht das erste Mail das Mitarbeiter, die „Widerworte“ geben, aussortiert würden…etwas mulmig war mir schon.

……

Die erste Antwort kam Montagmorgen von der Teamleiterin DK, sie würde das Problem mit dem Nebenbuchaltungs-Modul an einen erfahrenen Kollegen geben….sonst kam von ihr NICHTS.

Die nächste Antwort kam von dem Verfasser der 1. Mail. Er hatte ganz expliziert die Teamleiterin DK angeschrieben und dabei ausdrücklich uns Deutsche ausgeschlossen…..das er sich freue das sie, die Teamleiterin, sich jetzt um das Thema kümmert. Dieser explizite Ausschluss in seiner Mail…ich habe es mehrfach gelesen und meine Kollegen sehen es genau so, bedeutet, das ich jetzt tatsächlich „raus“ bin, aus dem Thema. Die Verantwortung liegt jetzt da, wo sie auch hingehört .

Trotz der Erleichterung darüber, war ich noch 1-2 Tage nervös, echt unmotiviert und auch unkonzentriert….war übermüdet und fand das alles gar nicht lustig. Und soll ich Euch etwas sagen : auch Ende dieser Woche waren meine vorbereiteten Buchungen für die Übernahme nicht gebucht….und auch die Korrekturen in dem Nebenbuchhaltungs-Modul waren nicht sichtbar….soviel zu „es ist mega eilig“ und „höchste Priorität“.

Arbeiten ohne Wissen = Chaos

(Achtung nur langweiliges Arbeitszeugs !!)

Während unseres „Fast close“ bis zum 08.01. habe ich gemerkt, das einer der jungen Konzen-Controller in einer meiner Firmen eine Rückstellung gebildet hat, die ich innerhalb des Jahres noch hätte akzeptieren können, die aber für einen Jahresabschluss nach HGB so nicht stehen bleiben konnte.

Ich habe ihn also angeschrieben, das ich seine Rückstellung gerne stornieren und dann korrekt neu einbuchen würde. Seine Antwort hat mich dann mehr als überrascht: Ja gerne – und ob ich nicht noch „mal eben“ die anderen (ca 20 Buchungen) für andere Landes-Gesellschaften, die ich nicht betreue, auch noch überprüfen könne…er kenne die Deutschen Regeln nicht. WHAT?

Es ist seine Aufgabe das für alle Gesellschaften zu machen, kennt aber die landesspezifischen Regelungen nicht? Wie kann er dann für Deutschland oder Schweden usw. solche Buchungen machen?

Freundlich, aber bestimmt habe ich sein Ansinnen abgelehnt: dazu habe ich keine Zeit, ich muss selber zusehen, das ich meine Abschlüsse rechtzeitig fertig bekomme. Gleichzeitig habe ich ihm ein paar deutsche generelle Regeln zu „Rückstellungen“ und „ausstehenden Rechnungen“ und dem Thema „Vorsteuerabzug am Jahresende“ aufgeschrieben und ihm geraten sich mit den Wirtschaftsprüfern in Verbindung zu setzen, um sich das Erklären zu lassen.

Unsere Wirtschaftsprüfer sitzen in Deutschland, sprechen aber neben Englisch auch Dänisch. Eine Antwort habe ich von dem Kollegen darauf hin, nicht mehr erhalten. Egal – das ist genau das „Über-Engagement“ was ich meine…das mache ich nicht mehr. Mein Chef fand es übrigens auch gut, das ich abgelehnt habe.

….

Mittwoch habe ich endlich den Jahresabschluss 2024 für die Firma erhalten, die ich ja eigentlich bereits im Februar 2025 abgegeben habe…Okay – ich hatte mich bereit erklärt, den Jahresabschluss noch im unserem Altsystem zu Ende zu bringen und die Buchungen in unser neues Buchhaltungssystem zu übertragen. Der Abschluss war schnell gemacht. Nur das Anlagevermögen brachte etwas mehr Aufwand, weil durch eine Änderung im Gesetz auf einmal höhere Abschreibungen für Neue Anlagen möglich waren und wir diese gerne nutzen. Ein Teil der Anlagen wird also nicht mehr linear, sondern geometrisch-degressiv abgeschrieben. Dazu mussten die Anlagen aber „anders“ aufgeteilt werden.

Aus guten Grund hatte ich bisher in unserem Neuen System dafür noch nichts angelegt. Nun musste ich aber feststellen, das Ende Dezember 3 verschiedene Konzern-Controller diese Anlagen schon im neuen System angelegt und für die Jahre 2024 und 2025 abgeschrieben haben. Natürlich war das nun alles FALSCH. Die Aufteilung der Investition auf die einzelnen Anlagegüter war falsch und die Berechnung der Abschreibung war ebenfalls falsch. Na super…warum haben die nicht mal bei mir nachgefragt oder mich wenigstens informiert? Aber gut…

Augenblicklich habe ich beschlossen: DAS sollen dann bitte schön auch die Dänischen Konzern-Controller selber korrigieren. Ich habe alle anderen notwendigen Buchungen fertig gemacht und anschließend eine Mail an die Teamleiterin in DK geschrieben: ich bin jetzt raus !! Hahahaha….mal sehen was ich jetzt für eine Antwort bekomme.

Ich stelle immer mehr fest: In der Zentrale werden immer mehr Aufgaben zentralisiert erledigt, ohne das die Mitarbeiter entsprechend geschult werden. Denen fehlt schlichtweg das Wissen über die Buchhaltungsregeln in anderen Ländern, für die sie arbeiten.

Nicht umsonst habe ich vor vielen Jahren eine zusätzliche Fortbildung zum Bilanzbuchhalter gemacht. Deutschland ist eben etwas komplizierter und auch andere EU-Länder wie z.B. Italien und Polen haben ganz strenge Regeln, die unbedingt eingehalten werden müssen. Aber während die polnischen Kollegen weitestgehend unabhängig von der Zentrale arbeiten können, ist aus der Firmenhistorie heraus, Deutschland eng an die Zentrale gebunden…denn von dort aus werden die meisten Deutschen Gesellschaften betreut.

Silvester – und Arbeitssorgen

Meine Tage sind momentan sehr voll….Hauptsächlich mit meiner Arbeit und seit meiner Venedig-Reise komme ich psychisch schnell aus dem Gleichgewicht…bin oft am Limit bei sozialen Interaktionen…bin ungeduldiger und unausgeglichener.

Um das zu kompensieren, brauche ich noch mehr Ruhe und Rückzug, als ohnehin schon….aber dann geht es mir auch schnell wieder gut….mein Zuhause als Trutzburg und Rückzugsort ist für mich ganz wichtig…und die Tage im Homeoffice geniesse ich sehr.

Das Gefühl auf der Arbeit extrem in eine neue Struktur hineingepresst zu werden, die vorne und hinten nicht passt, nimmt mir oft die Luft zum Atmen. An manchen Tagen bleibe ich ausgelaugt und atemlos zurück und fühle, wie eine diffuse Form von Unwohlsein mich erfasst. Es gibt in der Zentrale keine klaren Ansprechpartner mehr, keine festen Zuordnungen, alles ist im Fluss und niemand weiß mehr, für was der Andere eigentlich zuständig ist. ALLE mühselig aufgebaute Strukturen in der Zentrale, wurden über den Haufen geworfen und eine komplett neue Art „die Arbeit zu denken“ hat begonnen.

Und obwohl ich im Prinzip noch für meine Firmen verantwortlich bin (im Gegensatz zu den Kollegen in dK), sind die Schnittstellen zu den Kollegen gekappt…denn die bisherigen Kollegen sind nicht mehr zuständig…also hänge auch ich in der Luft…vor allem wenn die Systeme nicht so arbeiten wie sie sollen. Meine bisherigen guten Kontakte und die oft tolle Kommunikation zu meinen direkten dänischen Kollegen , hat sich komplett auf 0 reduziert.

Natürlich gibt es neue Schnittstellen, neue Kontakte…aber immer nur für einen ganz bestimmten kleinen Teilbereich…und die Führung haben jetzt die Konzern-Controller…die beschränken den Kontakt aber nur auf das Nötigste.

Es gibt nur noch eine Handvoll Kollegen in der Zentrale, die sich mal die Zeit nehmen, ein paar persönliche Worte mit mir zu wechseln…wir hasten nur noch durch die Anforderungen…der Druck steigt bei Allen.

Meine liebste Kollegin aus DK hatte sich noch von mir verabschiedet, sie wechselt ins Konzern-Controlling und ist damit komplett „raus“ aus aus der Betreuung von Windparks und anderen Gesellschaften….wir hatten über die Jahre einige Firmen zusammen betreut und sie war erst vor 3/4 Jahr aus dem Mutterschutz zurück gekommen

Über diese ganzen organisatorischen Umstrukturierungen in diesem Jahr und die Auswirkungen auf meine Arbeit musste ich jetzt länger nachdenken. Ja – ich hatte mich ja bereits im letzten Jahr dazu entschieden, zu bleiben…und das werde ich auch jetzt.

Aber bei uns Deutschen steigen die Sorgen, wo das noch hinführen soll. Es gibt bereits jetzt schon gravierende Probleme in der Außenwirkung, die in DK leider niemand sehen will. Bestimmte Themen sind jetzt sogar schon bis zum deutschen GF eskaliert und auch unsere Wirtschaftsprüfer betrachten die Änderungen mit steigender Besorgnis.

Als ein Mensch mit hohem Verantwortungsbewusstsein für das, was ich tue, muss ich mich immer öfter zwingen, Dinge einfach laufen zu lassen…nein, das ist nicht meine Verantwortung…da kümmern sich andere drum. Die IT antwortet nicht….dann ist es nicht mein Problem, wenn ich keine Rechnungen schreiben kann…die IT muss erst noch einen neuen Debitor anlegen, wir dürfen ja nichts mehr selber machen…..puhhhh DAS ist echter Stress für mich und entspricht so gar nicht meiner Art zu Arbeiten.

Aber jetzt ist erst einmal Silvester und ich höre schöne ruhige Musik, trinke ein Glas alkoholfreien Sekt,. Es gab eine tolle selbstgemachte Lasagne zum Abendessen und einen gekauften Berliner mit Pflaumenmus. Die Wohnung strahlt sauber und gemütlich… Es ist alles getan für dieses Jahr….

Ich wünsche Euch Allen einen guten Rutsch ins das Jahr 2026…auf das es ein gutes neues Jahr wird….🍀

zäher Start in den Kurzurlaub

Der Weg bis zum tatsächlichen Urlaubsstart am Donnerstag, war dann noch zäh.

Kaum hatte ich das Gefühl, das es mal wieder im Job besser läuft, gab es Rückschläge…keine Großen, dafür viele Kleine.

Donnerstagmorgen wollte ich dann noch ein paar Dinge erledigen – so für ein besseres Gefühl von „ich kann jetzt getrost mal ein paar Tage aufhören mit Arbeiten“….

…doch es kamen jede Menge neue Dinge rein, die alle „mal eben“ hätten erledigt werden sollen

Und mit jedem neuen Ding wurde ich unruhiger und kam gar nicht so richtig in einen Arbeitsflow…

In dem Moment hab ich den Computer runtergefahren…das muss jetzt einfach mal warten. Immerhin ist heute bereits mein 1.Urlaubstag.

Den restlichen Vormittag hab ich also meine Reisetasche gepackt, die Wohnung etwas aufgeräumt und noch die Reste aus dem Kühlschrank in ein Mittagessen verwandet.

Immer noch total aufgedreht von der Arbeit, bin ich dann losgefahren: 1. Ziel das Pietzmoor bei Schneverdingen für eine schöne Wanderung durch das Moor.

Auf der Suche nach Ruhe und Erholung.

Auf Sicht fahren

Die Tage vom 30.Dezember bis Jetzt zum Ende der 1.Woche im Neuen Jahr, waren für mich zum Glück von Außen ziemlich ruhig…so das ich an allen Tagen (das meine ich übrigens wörtlich) ganz in Ruhe arbeiten konnte.

Ich arbeite aktuell vor allem daran, nicht in Hektik und Stress zu geraten…und es gelingt mir alles Wegzudrücken und mich auf das Wesentliche zu konzentrieren…d.h. ich arbeite an den Abschlüssen für das 4.Quartal bzw. an den Jahresabschlüssen und habe schon einige fertig melden können.

Die erste große Deadline für die Abschüsse ist der 08.01. und bis Morgen sollte ich es endlich geschafft haben, meinen Rückstand in der Vorbereitung, aufgeholt zu haben, um dann mit den Umsatzschätzungen für Dezember und den daraus resultierenden Aufwandsrückstellungen auch die nächsten Gesellschaften fertig zu bekommen, das ich diese Firmen den 2. Controllern in DK übergeben kann.

Das Wegdrücken und Ignorieren von allen weiteren Problemen und Sorgen wegen der System-Umstellung und der fehlenden Vorbereitungszeit, gelingt mir gerade ziemlich gut. Das heißt ich fühle mich nicht gestresst oder gehetzt…aber es gibt dabei einen Haken: Das Ausblenden kostet mich eine Menge Kraft…was mir so gar nicht bewusst war.

Das führt dazu, das ich Abends früh müde werde, oft bereits um 20 Uhr auf der Couch einschlaf. Wenn ich dann wieder wach werde, tapse ich nur noch ins Bett – egal wie spät es ist …aber immerhin schlafe ich dann doch meistens durch. Wenn ich doch mal nachts wach werde, schaffe ich es schnell wieder einzuschlafen und komme nicht mehr ins Grübeln.

Ich arbeite ruhig und höchstmöglich gelassen eine Gesellschaft nach der anderen ab….versuche jede Art von Störung zu vermeiden…und vor allem vermeide ich das Vorausdenken.

Und verzichte damit auf eine meiner wichtigsten positiven Eigenschaften: Vorausdenken und Vorplanen. Das ist eine Eigenschaft, die mir sonst immer hilft alles im Blick zu behalten und mich vor unliebsamen Überraschungen zu wappnen….eigentlich hilft sie mir auch. mich vor plötzlich auftretendem Stress zu schützen (weil ich eben dadurch nichts vergesse, was dringend oder extrem wichtig ist).

Aber in der jetzigen Phase von kurzfristigen Deadlines für Jahresabschlüsse, Tagesarbeit und kompletter Systemumstellung, würde mich jede Form von Vorausplanung nur unnötig stressen. Weil alles was nach dem 13.01. passiert, für uns komplett ungewiss ist.

Der 13.01. ist der Tag, wo unser vorgelagertes Rechnungsprogramm vom alten Buchhaltungssystem abgekoppelt und an das neue System angeschlossen wird. Und einen Tag später kommen dann bereits die Kollegen aus DK, um uns bei der Umsetzung auf das Neue System zu unterstützen.

Dabei sind immer noch nicht alle Prozesse im neuen System abbildbar und wir fühlen uns alle 3 nicht fähig mit dem neuen System zu arbeiten. Gleichzeitig wird ja auch unser Daten-Managementsystem am 09.01. migriert und wir bekommen nicht einmal eine Online-Schulung, sondern sollen uns das selber mittels hauseigener Tutorials selber beibringen….hahahaha WANN soll ich das denn bitte auch noch machen.

Aus dem Grund habe ich ja beschlossen, ich lasse mich nicht mehr davon beherrschen…sondern ich arbeite „auf Sicht“. Eines nach dem Anderen…und konzentriere mich immer nur noch auf das, was gerade nötig ist, um die nächste Firma fertig zu bekommen.

Alles andere muss warten…und wenn ich nicht fertig werde, dann ist das eben so. Auch wenn es mir schwer fällt…

Nimm hin, was Du nicht ändern kannst

Nimm hin, was Du nicht ändern kannst

uuups…und schon sind fast 14 Tage vorbei…hab gar nicht gemerkt, wie die Zeit verflogen ist.

Nach der Erkenntnis das sich mein Job mit dem neuen Programm gravierend ändern wird, brauchte ich ein paar Tage zum Runterschlucken dieser Kröte.

Und auch das sich mein Chef jetzt – ohne Verabschiedung und ohne Klärung der offenen Themen, stillschweigend davon gemacht hat…und das 1 Monat früher als geplant, fand ich jetzt auch nicht so toll.

Sich nach 3 Jahren ohne wenigstens mit einer Rundmail an seine Team-Mitglieder zu verabschieden, finde ich ehrlich erschreckend und beschämend…aber gut – dann ist das so.

Auf meine Nachfrage beim deutschen Gf, wer denn jetzt mein Teamleiter sein wird oder ob er neben dem Controller, auch mich „übernimmt“, hatte er zwar lustige Ideen, wen er eher als Vorgesetzter für mich sieht, aber wohl eher nicht ihn selbst und hat auf meiner Frage sehr zögerlich reagiert.

Den Controller hatte er schon vor einiger Zeit übernommen., aber das war reiner Selbstschutz. Als der Controller drohte abzuwandern, konnte er ihn mit zusätzlichen (finanziellen) Anreizen von einem Weggang abhalten und kann ihn so jetzt besser leiten und halten.

Mein Job ist für den deutschen GF dagegen entbehrlich, da ich ja größtenteils für inzwischen 3 Teil-Abteilungen aus der Zentrale in DK arbeite. Das macht mich in Hamburg ja so unabhängig, was ich immer als Vorteil gesehen habe, jetzt fühle ich mich weniger unabhängig, als eher freischwebend – in der Luft hängend.

Seine „Vorschläge“ hatten deshalb auch gar nichts mit meiner Berufswirklichkeit zu tun…sorry aber ich gehörte immer noch ins Controlling und NICHT zu den Technikern… Na gut – immerhin wollte er sich mit Jemandem aus der Zentrale darüber unterhalten…seitdem habe ich nichts mehr gehört.

Aus rein praktikablen Gründen haben das HR und der Controller jetzt alle notwendigen Programme bei mir auf den Gf umgestellt. Die funktionieren nun mal nicht, wenn kein Vorgesetzter definiert ist….er bekommt mich sozusagen stillschweigend interimsmäßig zugewiesen.

Glücklich sind wir wohl Beide nicht damit…aber auch das nehme ich hin…so ist es nun einmal. Mal sehen, wie sich das hier noch weiter entwickelt.

Es lohnt sich nicht, das ich mir noch weiter Gedanken darüber mache, ich kann die Situation eh nicht ändern und einen Chef brauche ich eigentlich nur für die Freigaben meiner Urlaubsanträge, Reisekosten, Homeoffice-Tage, der internen Zeiterfassung für Weiterbelastungen und einmal im Jahr für ein Gespräch.

Fachlich muss ich mich sowieso immer wieder an die entsprechenden Abteilungen in der Zentrale wenden…von dort bekomme ich auch den Zuspruch, den jeder mal nötig hat, nämlich das meine Arbeit wichtig ist und man meine Arbeit zu schätzen weiß.

fliegende Tage und sprühende Lebendigkeit

(Achtung – nur langweiliges Arbeitszeugs!)

Aktuell brauche ich volle Aufmerksamkeit im Job…und einen flexiblen Geist. Ein Glück für mich, das ich meine Müdigkeit und Abgeschlagenheit hinter mir gelassen habe.

Die Tage scheinen nur so dahin zu fliegen…mich haben neue Herausforderungen gefunden hahaha – nicht anders herum…mit anderen Worten: bei Zwei Dingen wurde ich aus der Zentrale gebeten mitzuhelfen und eine weitere meiner „kleinen“ Firmen wurde umbenannt und vor allem umqualifiziert.

Und genau das führte schließlich zum Chaos, da wir auf einmal 2x denselben Namen für 2 verschiedene Projekte hatten….und das Durcheinander wuchs, weil verschiede Kollegen, aus verschiedenen Abteilungen in verschiedenen Ländern auf einmal nicht mehr wussten, was nun was ist., wer wo was einträgt und vor allem wer es ändern darf und kann….ich übrigens auch nicht…aber mit den Kollegen aus Rechtsabteilung, Vertragsmanagement, Projektplanung und Controlling haben wir es heute geklärt und gerade gebogen…und doch bleibt es für angrenzende Abteilungen immer noch ungenau….aber so langsam kommt alles wieder ins Lot.

Ich bin daher in „regem Austausch“ mit vielen unterschiedlichen Kollegen…seufz – das geht zu Lasten meiner sonstigen Arbeit, die ja auch noch gemacht werden möchte…aber es macht mir auch Spaß…nicht das Chaos – aber die Klärung am Ende.

In der letzten Woche war ich gebeten worden als Übersetzer in einem Teams-Meeting teilzunehmen…bei einem Projekt, das wir von einem externen deutschen Unternehmen übernehmen wollen, sollte in einem Online-Meeting geklärt werden, wer, was , wann, wie an Daten benötigt und wer uns diese Daten zur Verfügung stellt….und allerlei Verwaltungs- und auch technische Fragen sollten geklärt werden.

Die dänischen Kollegen hatten sich ein rein deutschsprachiges Meeting nicht alleine zugetraut, die externe Firma war sich nicht sicher ob sie in einem rein englischsprachigen Meeting alles verstehen würden…Einfache Sätze wurden jeweils in der Fremdsprache geführt…komplexere Sätze und Sachverhalte hab ich dann jeweils übersetzt…ich hatte mich zum Glück gut vorbereitet und die meisten fachlichen Begriffe auf Deutsch und Englisch parat gehabt.

Aber während eines Meetings auf jedes Wort zu achten und bei Bedarf dann schnell zu übersetzen, hab ich so auch noch nie gemacht….das war schon eine Herausforderung…und einmal hatte ich die Aufmerksamkeit auch verloren und prompt wusste ich nicht, was da gerade gesagt worden war, hatte mir währenddessen eine Notiz gemacht zum vorherigen Thema…da musste ich um Wiederholung bitten. Aber letztlich lief es gut, alle waren zufrieden mit dem Meeting und ich….ich war richtig stolz auf mich.

Was ich im Augenblick am meisten fühle ich eine wiedererwachte Lebendigkeit…trotzdem hoffe ich das ich auch mal wieder ein paar normale ruhige Tage haben werde…in der kommenden Woche fahre ich ja mal wieder für ein paar Tage mit dem Controller in die Zentrale….das wird auch wieder aufregend .

Wie beim puzzlen

Manchmal fügt sich alles perfekt zusammen…..wie bei einem Puzzle.

In den letzten Tagen ist viel Bewegung in die Kontrolle meiner letzten Jahresabschlüsse gekommen…nachdem ich mit einem meiner dänischen Chefs verschiedene Video-Meetings zur Klärung der wichtigsten Fakten hatte, konnte ich nun von meiner akribischen Datenaufbereitung im letzten Jahr und anschließendem ständigem Monitoring profitieren und bis heute alle Fragen der Geschäftsleitung zum Jahresabschluss 2020 beantworten….hab noch ein paar Auswertungen auf die Schnelle zusätzlich gemacht und hoffe, das ich damit bald unter das Thema „Datenübernahme neuer Gesellschaften in 2020“ bald einen Schlussstrich ziehen kann.

…..und auch in das immer noch nicht abgeschlossene Wirtschaftsjahr 2019 kommt wohl nun auch endlich Bewegung (das Thema liegt zum Glück so gar nicht bei mir). Wie sagte es mein Chef in DK: jetzt schließt sich der Kreis.

Zusätzlich hab ich von den Wirtschaftsprüfern für die anderen restlichen Gesellschaften endlich die Entwürfe zur Kontrolle erhalten…und auch schon erledigt.

Ich habe für meine Arbeitsleistung, von mehreren verschiedenen Stellen (nicht von meinem Chef Vorort), sehr positive Rückmeldungen erhalten. Da freue ich mich echt drüber…diese Rückmeldungen kann ich gerade mal gut gebrauchen.

Und auch sonst lief die Arbeit heute sehr geschmeidig und ich bin gut voran gekommen.

Auf dieser positiven Wolke bin ich dann am schon späten Nachmittag ins Wochenende entschwebt.

Also entweder ist das Einbildung oder die Einnahme von inzwischen 2 Eisentabletten zeigt schon eine Wirkung. Egal warum, heute bin ich auf jeden Fall schon viel munterer, fühle mich wach und leistungsstark und gar nicht mehr müde….und das trotz der Blutspende gestern.

Ich hab heute auch schon gleich mal einen Termin bei meinem Hausarzt gemacht….meine Kollegin meinte: mach es doch sofort…ruf an, als ich meinte: ja ich hole mir dann mal einen Termin…hahaha…sie hat ja Recht…Sooo der Termin ist in 1,5 Wochen – das passt prima.

Und zuguter letzt: kaum bin ich zuhause angekommen, hab ich den Sonnenschein gleich für eine Tasse Kaffee auf dem Balkon genutzt…so mit Jacke und Decke…aber DRAUSSEN….soooo das Wochenende kann nun beginnen.

Ich wünsche Euch allen einen schönen Start ins Wochenende….

Arbeit – in geordneten Bahnen

So gaaaaanz langsam kommen die Jahresabschlüsse 2020 in geordnetes Fahrwasser…also ist gut unter Kontrolle.

Bereits 14 Stück sind jetzt in den unterschiedlichen Stadien von Vorprüfung/ Vorprüfungs-Genehmigung / Nachbuchungen / Entwurf / Entwurf-Genehmigung / endgültiger Abschluss-Bericht/ Unterschrift einholen / Archivierung …es bleiben zwar immer noch 11 Gesellschaften übrig, aber davon haben nur 2 eine wirklich relevante Größe…der Rest sind Nebenbei-Gesellschaften….sie sind einfach da, aber es passiert nicht so viel…reine Fleißarbeit ohne Herausforderung und für diese restlichen Abschlüsse hab ich auch einen lockeren Zeitplan bekommen.

Für die größte und für mich ungewöhnlichste Gesellschaft, hab ich zum Glück noch einen ganzen Monat Zeit…die kommt erst ganz zum Schluss im Zeitplan, weil noch sooo vieles ungeklärt ist….Aktuell warte ich noch auf die jetzt zugesagten Einigungen aus der Zentrale, sonst kann ich gar nicht weiter abrechnen…hahaha.

Unausweichliche UST-Termine sind auch für ALLE Gesellschaften erledigt, dazu auch noch alle anderen offiziellen Meldepflichten wie: ZM-Meldung / Z4-Meldung / Z5-Meldungen (Wem das nichts sagt…keine Sorge das brauchen die meisten Menschen auch gar nicht zu kennen).

Die letzten Wochen waren also sehr geschäftig und nun freue ich mich wieder darauf, ab jetzt wieder etwas mehr Freizeit zu haben. Also hab ich heute schon damit angefangen keine Überstunden mehr zu machen…und ab Morgen werde ich diese wieder abbauen…d.h. ich könnte z.B. in den nächsten Monaten jeden Tag eine Stunde weniger arbeiten….also könnte ich….naja…oder ich nehme mir mal den einen oder anderen Gleittag….mal sehen…..aktuell brauche ich keine zusätzlichen freien Tage…aber im Sommer wäre das noch eine Option.

Wichtig ist mir nur, das ich diesen Wendepunkt jetzt einläute. Das Arbeitspensum für alle Gesellschaften kann ich nun wesentlich besser einschätzen…jetzt wo ich in dieser Firma fast ein komplettes Buchhaltungs-Jahr hinter mir habe…man das ist krass am 1.April wird mein ersten Jahr hier in Hamburg schon rum sein. Und der vorherigen Firma hier im Norden, wo ich nur 1/2 Jahr war….also der trauere ich keine Träne nach….

Vollmond

Vollmond

….ich hab schlecht geschlafen – dafür war es ein super Arbeitstag.

Das ist die Zusammenfassung meines heutigen Tages….noch ein bis zwei solcher tollen Arbeitstage wären super….aber es ist wie immer: Ist ein Problem gelöst – kommen gleich die Nächsten.

Vor, während oder nach dem Vollmond ist mein Schlaf nicht sehr fest….ich schlafe super schnell ein, aber mitten in der Nacht werde ich wach und dann dauert es…inzwischen höre ich dann weiter mein Hörbuch und mache ein paar gezielte Entspannungsübungen…und dann schlaf ich auch schon weiter.

Und trotzdem bin ich heute Morgen etwas früher aufgestanden und auch nur eine Mini-Mittagspause gemacht…und hab vor lauter Arbeitseifer glattweg meinen Feierabend verpasst….hahaha…erst als mal wieder die Mitteilung kam, das es kurzfristig einen Server-Down gibt, hab ich dann auch tatsächlich von der Arbeit losreißen können….

….und ich hatte auf einmal so richtig Hunger und hab in Ottensen in einem vietnamesischen Restaurant Essen bestellt….also noch einen kleinen Spaziergang gemacht und bin anschließend mit dem Essen nach Hause gefahren.

Wow – also das kleine Restaurant hatte ich bisher noch gar nicht so auf dem Schirm…bin zwar öfter daran vorbei gelaufen….das Essen war KLASSE…das Gemüse frisch und knackig, die Ente knusprig und die Soße mit der richtigen Schärfe und dazu lecker…..

Also Essen kochen brauche ich heute nicht mehr….das war dann Mittag- und Abendessen in einem Rutsch…..

Und jetzt werde ich zum 3.Mal in dieser Woche eine Walking-Runde einlegen….und Morgen soll es ja in Hamburg schneien, bis zu 10cm wären möglich …sagt der Wetterbericht ….ohhhh das wäre klasse…