Silvester – und Arbeitssorgen

Meine Tage sind momentan sehr voll….Hauptsächlich mit meiner Arbeit und seit meiner Venedig-Reise komme ich psychisch schnell aus dem Gleichgewicht…bin oft am Limit bei sozialen Interaktionen…bin ungeduldiger und unausgeglichener.

Um das zu kompensieren, brauche ich noch mehr Ruhe und Rückzug, als ohnehin schon….aber dann geht es mir auch schnell wieder gut….mein Zuhause als Trutzburg und Rückzugsort ist für mich ganz wichtig…und die Tage im Homeoffice geniesse ich sehr.

Das Gefühl auf der Arbeit extrem in eine neue Struktur hineingepresst zu werden, die vorne und hinten nicht passt, nimmt mir oft die Luft zum Atmen. An manchen Tagen bleibe ich ausgelaugt und atemlos zurück und fühle, wie eine diffuse Form von Unwohlsein mich erfasst. Es gibt in der Zentrale keine klaren Ansprechpartner mehr, keine festen Zuordnungen, alles ist im Fluss und niemand weiß mehr, für was der Andere eigentlich zuständig ist. ALLE mühselig aufgebaute Strukturen in der Zentrale, wurden über den Haufen geworfen und eine komplett neue Art „die Arbeit zu denken“ hat begonnen.

Und obwohl ich im Prinzip noch für meine Firmen verantwortlich bin (im Gegensatz zu den Kollegen in dK), sind die Schnittstellen zu den Kollegen gekappt…denn die bisherigen Kollegen sind nicht mehr zuständig…also hänge auch ich in der Luft…vor allem wenn die Systeme nicht so arbeiten wie sie sollen. Meine bisherigen guten Kontakte und die oft tolle Kommunikation zu meinen direkten dänischen Kollegen , hat sich komplett auf 0 reduziert.

Natürlich gibt es neue Schnittstellen, neue Kontakte…aber immer nur für einen ganz bestimmten kleinen Teilbereich…und die Führung haben jetzt die Konzern-Controller…die beschränken den Kontakt aber nur auf das Nötigste.

Es gibt nur noch eine Handvoll Kollegen in der Zentrale, die sich mal die Zeit nehmen, ein paar persönliche Worte mit mir zu wechseln…wir hasten nur noch durch die Anforderungen…der Druck steigt bei Allen.

Meine liebste Kollegin aus DK hatte sich noch von mir verabschiedet, sie wechselt ins Konzern-Controlling und ist damit komplett „raus“ aus aus der Betreuung von Windparks und anderen Gesellschaften….wir hatten über die Jahre einige Firmen zusammen betreut und sie war erst vor 3/4 Jahr aus dem Mutterschutz zurück gekommen

Über diese ganzen organisatorischen Umstrukturierungen in diesem Jahr und die Auswirkungen auf meine Arbeit musste ich jetzt länger nachdenken. Ja – ich hatte mich ja bereits im letzten Jahr dazu entschieden, zu bleiben…und das werde ich auch jetzt.

Aber bei uns Deutschen steigen die Sorgen, wo das noch hinführen soll. Es gibt bereits jetzt schon gravierende Probleme in der Außenwirkung, die in DK leider niemand sehen will. Bestimmte Themen sind jetzt sogar schon bis zum deutschen GF eskaliert und auch unsere Wirtschaftsprüfer betrachten die Änderungen mit steigender Besorgnis.

Als ein Mensch mit hohem Verantwortungsbewusstsein für das, was ich tue, muss ich mich immer öfter zwingen, Dinge einfach laufen zu lassen…nein, das ist nicht meine Verantwortung…da kümmern sich andere drum. Die IT antwortet nicht….dann ist es nicht mein Problem, wenn ich keine Rechnungen schreiben kann…die IT muss erst noch einen neuen Debitor anlegen, wir dürfen ja nichts mehr selber machen…..puhhhh DAS ist echter Stress für mich und entspricht so gar nicht meiner Art zu Arbeiten.

Aber jetzt ist erst einmal Silvester und ich höre schöne ruhige Musik, trinke ein Glas alkoholfreien Sekt,. Es gab eine tolle selbstgemachte Lasagne zum Abendessen und einen gekauften Berliner mit Pflaumenmus. Die Wohnung strahlt sauber und gemütlich… Es ist alles getan für dieses Jahr….

Ich wünsche Euch Allen einen guten Rutsch ins das Jahr 2026…auf das es ein gutes neues Jahr wird….🍀

zäher Start in den Kurzurlaub

Der Weg bis zum tatsächlichen Urlaubsstart am Donnerstag, war dann noch zäh.

Kaum hatte ich das Gefühl, das es mal wieder im Job besser läuft, gab es Rückschläge…keine Großen, dafür viele Kleine.

Donnerstagmorgen wollte ich dann noch ein paar Dinge erledigen – so für ein besseres Gefühl von „ich kann jetzt getrost mal ein paar Tage aufhören mit Arbeiten“….

…doch es kamen jede Menge neue Dinge rein, die alle „mal eben“ hätten erledigt werden sollen

Und mit jedem neuen Ding wurde ich unruhiger und kam gar nicht so richtig in einen Arbeitsflow…

In dem Moment hab ich den Computer runtergefahren…das muss jetzt einfach mal warten. Immerhin ist heute bereits mein 1.Urlaubstag.

Den restlichen Vormittag hab ich also meine Reisetasche gepackt, die Wohnung etwas aufgeräumt und noch die Reste aus dem Kühlschrank in ein Mittagessen verwandet.

Immer noch total aufgedreht von der Arbeit, bin ich dann losgefahren: 1. Ziel das Pietzmoor bei Schneverdingen für eine schöne Wanderung durch das Moor.

Auf der Suche nach Ruhe und Erholung.

Auf Sicht fahren

Die Tage vom 30.Dezember bis Jetzt zum Ende der 1.Woche im Neuen Jahr, waren für mich zum Glück von Außen ziemlich ruhig…so das ich an allen Tagen (das meine ich übrigens wörtlich) ganz in Ruhe arbeiten konnte.

Ich arbeite aktuell vor allem daran, nicht in Hektik und Stress zu geraten…und es gelingt mir alles Wegzudrücken und mich auf das Wesentliche zu konzentrieren…d.h. ich arbeite an den Abschlüssen für das 4.Quartal bzw. an den Jahresabschlüssen und habe schon einige fertig melden können.

Die erste große Deadline für die Abschüsse ist der 08.01. und bis Morgen sollte ich es endlich geschafft haben, meinen Rückstand in der Vorbereitung, aufgeholt zu haben, um dann mit den Umsatzschätzungen für Dezember und den daraus resultierenden Aufwandsrückstellungen auch die nächsten Gesellschaften fertig zu bekommen, das ich diese Firmen den 2. Controllern in DK übergeben kann.

Das Wegdrücken und Ignorieren von allen weiteren Problemen und Sorgen wegen der System-Umstellung und der fehlenden Vorbereitungszeit, gelingt mir gerade ziemlich gut. Das heißt ich fühle mich nicht gestresst oder gehetzt…aber es gibt dabei einen Haken: Das Ausblenden kostet mich eine Menge Kraft…was mir so gar nicht bewusst war.

Das führt dazu, das ich Abends früh müde werde, oft bereits um 20 Uhr auf der Couch einschlaf. Wenn ich dann wieder wach werde, tapse ich nur noch ins Bett – egal wie spät es ist …aber immerhin schlafe ich dann doch meistens durch. Wenn ich doch mal nachts wach werde, schaffe ich es schnell wieder einzuschlafen und komme nicht mehr ins Grübeln.

Ich arbeite ruhig und höchstmöglich gelassen eine Gesellschaft nach der anderen ab….versuche jede Art von Störung zu vermeiden…und vor allem vermeide ich das Vorausdenken.

Und verzichte damit auf eine meiner wichtigsten positiven Eigenschaften: Vorausdenken und Vorplanen. Das ist eine Eigenschaft, die mir sonst immer hilft alles im Blick zu behalten und mich vor unliebsamen Überraschungen zu wappnen….eigentlich hilft sie mir auch. mich vor plötzlich auftretendem Stress zu schützen (weil ich eben dadurch nichts vergesse, was dringend oder extrem wichtig ist).

Aber in der jetzigen Phase von kurzfristigen Deadlines für Jahresabschlüsse, Tagesarbeit und kompletter Systemumstellung, würde mich jede Form von Vorausplanung nur unnötig stressen. Weil alles was nach dem 13.01. passiert, für uns komplett ungewiss ist.

Der 13.01. ist der Tag, wo unser vorgelagertes Rechnungsprogramm vom alten Buchhaltungssystem abgekoppelt und an das neue System angeschlossen wird. Und einen Tag später kommen dann bereits die Kollegen aus DK, um uns bei der Umsetzung auf das Neue System zu unterstützen.

Dabei sind immer noch nicht alle Prozesse im neuen System abbildbar und wir fühlen uns alle 3 nicht fähig mit dem neuen System zu arbeiten. Gleichzeitig wird ja auch unser Daten-Managementsystem am 09.01. migriert und wir bekommen nicht einmal eine Online-Schulung, sondern sollen uns das selber mittels hauseigener Tutorials selber beibringen….hahahaha WANN soll ich das denn bitte auch noch machen.

Aus dem Grund habe ich ja beschlossen, ich lasse mich nicht mehr davon beherrschen…sondern ich arbeite „auf Sicht“. Eines nach dem Anderen…und konzentriere mich immer nur noch auf das, was gerade nötig ist, um die nächste Firma fertig zu bekommen.

Alles andere muss warten…und wenn ich nicht fertig werde, dann ist das eben so. Auch wenn es mir schwer fällt…

Nimm hin, was Du nicht ändern kannst

Nimm hin, was Du nicht ändern kannst

uuups…und schon sind fast 14 Tage vorbei…hab gar nicht gemerkt, wie die Zeit verflogen ist.

Nach der Erkenntnis das sich mein Job mit dem neuen Programm gravierend ändern wird, brauchte ich ein paar Tage zum Runterschlucken dieser Kröte.

Und auch das sich mein Chef jetzt – ohne Verabschiedung und ohne Klärung der offenen Themen, stillschweigend davon gemacht hat…und das 1 Monat früher als geplant, fand ich jetzt auch nicht so toll.

Sich nach 3 Jahren ohne wenigstens mit einer Rundmail an seine Team-Mitglieder zu verabschieden, finde ich ehrlich erschreckend und beschämend…aber gut – dann ist das so.

Auf meine Nachfrage beim deutschen Gf, wer denn jetzt mein Teamleiter sein wird oder ob er neben dem Controller, auch mich „übernimmt“, hatte er zwar lustige Ideen, wen er eher als Vorgesetzter für mich sieht, aber wohl eher nicht ihn selbst und hat auf meiner Frage sehr zögerlich reagiert.

Den Controller hatte er schon vor einiger Zeit übernommen., aber das war reiner Selbstschutz. Als der Controller drohte abzuwandern, konnte er ihn mit zusätzlichen (finanziellen) Anreizen von einem Weggang abhalten und kann ihn so jetzt besser leiten und halten.

Mein Job ist für den deutschen GF dagegen entbehrlich, da ich ja größtenteils für inzwischen 3 Teil-Abteilungen aus der Zentrale in DK arbeite. Das macht mich in Hamburg ja so unabhängig, was ich immer als Vorteil gesehen habe, jetzt fühle ich mich weniger unabhängig, als eher freischwebend – in der Luft hängend.

Seine „Vorschläge“ hatten deshalb auch gar nichts mit meiner Berufswirklichkeit zu tun…sorry aber ich gehörte immer noch ins Controlling und NICHT zu den Technikern… Na gut – immerhin wollte er sich mit Jemandem aus der Zentrale darüber unterhalten…seitdem habe ich nichts mehr gehört.

Aus rein praktikablen Gründen haben das HR und der Controller jetzt alle notwendigen Programme bei mir auf den Gf umgestellt. Die funktionieren nun mal nicht, wenn kein Vorgesetzter definiert ist….er bekommt mich sozusagen stillschweigend interimsmäßig zugewiesen.

Glücklich sind wir wohl Beide nicht damit…aber auch das nehme ich hin…so ist es nun einmal. Mal sehen, wie sich das hier noch weiter entwickelt.

Es lohnt sich nicht, das ich mir noch weiter Gedanken darüber mache, ich kann die Situation eh nicht ändern und einen Chef brauche ich eigentlich nur für die Freigaben meiner Urlaubsanträge, Reisekosten, Homeoffice-Tage, der internen Zeiterfassung für Weiterbelastungen und einmal im Jahr für ein Gespräch.

Fachlich muss ich mich sowieso immer wieder an die entsprechenden Abteilungen in der Zentrale wenden…von dort bekomme ich auch den Zuspruch, den jeder mal nötig hat, nämlich das meine Arbeit wichtig ist und man meine Arbeit zu schätzen weiß.

fliegende Tage und sprühende Lebendigkeit

(Achtung – nur langweiliges Arbeitszeugs!)

Aktuell brauche ich volle Aufmerksamkeit im Job…und einen flexiblen Geist. Ein Glück für mich, das ich meine Müdigkeit und Abgeschlagenheit hinter mir gelassen habe.

Die Tage scheinen nur so dahin zu fliegen…mich haben neue Herausforderungen gefunden hahaha – nicht anders herum…mit anderen Worten: bei Zwei Dingen wurde ich aus der Zentrale gebeten mitzuhelfen und eine weitere meiner „kleinen“ Firmen wurde umbenannt und vor allem umqualifiziert.

Und genau das führte schließlich zum Chaos, da wir auf einmal 2x denselben Namen für 2 verschiedene Projekte hatten….und das Durcheinander wuchs, weil verschiede Kollegen, aus verschiedenen Abteilungen in verschiedenen Ländern auf einmal nicht mehr wussten, was nun was ist., wer wo was einträgt und vor allem wer es ändern darf und kann….ich übrigens auch nicht…aber mit den Kollegen aus Rechtsabteilung, Vertragsmanagement, Projektplanung und Controlling haben wir es heute geklärt und gerade gebogen…und doch bleibt es für angrenzende Abteilungen immer noch ungenau….aber so langsam kommt alles wieder ins Lot.

Ich bin daher in „regem Austausch“ mit vielen unterschiedlichen Kollegen…seufz – das geht zu Lasten meiner sonstigen Arbeit, die ja auch noch gemacht werden möchte…aber es macht mir auch Spaß…nicht das Chaos – aber die Klärung am Ende.

In der letzten Woche war ich gebeten worden als Übersetzer in einem Teams-Meeting teilzunehmen…bei einem Projekt, das wir von einem externen deutschen Unternehmen übernehmen wollen, sollte in einem Online-Meeting geklärt werden, wer, was , wann, wie an Daten benötigt und wer uns diese Daten zur Verfügung stellt….und allerlei Verwaltungs- und auch technische Fragen sollten geklärt werden.

Die dänischen Kollegen hatten sich ein rein deutschsprachiges Meeting nicht alleine zugetraut, die externe Firma war sich nicht sicher ob sie in einem rein englischsprachigen Meeting alles verstehen würden…Einfache Sätze wurden jeweils in der Fremdsprache geführt…komplexere Sätze und Sachverhalte hab ich dann jeweils übersetzt…ich hatte mich zum Glück gut vorbereitet und die meisten fachlichen Begriffe auf Deutsch und Englisch parat gehabt.

Aber während eines Meetings auf jedes Wort zu achten und bei Bedarf dann schnell zu übersetzen, hab ich so auch noch nie gemacht….das war schon eine Herausforderung…und einmal hatte ich die Aufmerksamkeit auch verloren und prompt wusste ich nicht, was da gerade gesagt worden war, hatte mir währenddessen eine Notiz gemacht zum vorherigen Thema…da musste ich um Wiederholung bitten. Aber letztlich lief es gut, alle waren zufrieden mit dem Meeting und ich….ich war richtig stolz auf mich.

Was ich im Augenblick am meisten fühle ich eine wiedererwachte Lebendigkeit…trotzdem hoffe ich das ich auch mal wieder ein paar normale ruhige Tage haben werde…in der kommenden Woche fahre ich ja mal wieder für ein paar Tage mit dem Controller in die Zentrale….das wird auch wieder aufregend .

Wie beim puzzlen

Manchmal fügt sich alles perfekt zusammen…..wie bei einem Puzzle.

In den letzten Tagen ist viel Bewegung in die Kontrolle meiner letzten Jahresabschlüsse gekommen…nachdem ich mit einem meiner dänischen Chefs verschiedene Video-Meetings zur Klärung der wichtigsten Fakten hatte, konnte ich nun von meiner akribischen Datenaufbereitung im letzten Jahr und anschließendem ständigem Monitoring profitieren und bis heute alle Fragen der Geschäftsleitung zum Jahresabschluss 2020 beantworten….hab noch ein paar Auswertungen auf die Schnelle zusätzlich gemacht und hoffe, das ich damit bald unter das Thema „Datenübernahme neuer Gesellschaften in 2020“ bald einen Schlussstrich ziehen kann.

…..und auch in das immer noch nicht abgeschlossene Wirtschaftsjahr 2019 kommt wohl nun auch endlich Bewegung (das Thema liegt zum Glück so gar nicht bei mir). Wie sagte es mein Chef in DK: jetzt schließt sich der Kreis.

Zusätzlich hab ich von den Wirtschaftsprüfern für die anderen restlichen Gesellschaften endlich die Entwürfe zur Kontrolle erhalten…und auch schon erledigt.

Ich habe für meine Arbeitsleistung, von mehreren verschiedenen Stellen (nicht von meinem Chef Vorort), sehr positive Rückmeldungen erhalten. Da freue ich mich echt drüber…diese Rückmeldungen kann ich gerade mal gut gebrauchen.

Und auch sonst lief die Arbeit heute sehr geschmeidig und ich bin gut voran gekommen.

Auf dieser positiven Wolke bin ich dann am schon späten Nachmittag ins Wochenende entschwebt.

Also entweder ist das Einbildung oder die Einnahme von inzwischen 2 Eisentabletten zeigt schon eine Wirkung. Egal warum, heute bin ich auf jeden Fall schon viel munterer, fühle mich wach und leistungsstark und gar nicht mehr müde….und das trotz der Blutspende gestern.

Ich hab heute auch schon gleich mal einen Termin bei meinem Hausarzt gemacht….meine Kollegin meinte: mach es doch sofort…ruf an, als ich meinte: ja ich hole mir dann mal einen Termin…hahaha…sie hat ja Recht…Sooo der Termin ist in 1,5 Wochen – das passt prima.

Und zuguter letzt: kaum bin ich zuhause angekommen, hab ich den Sonnenschein gleich für eine Tasse Kaffee auf dem Balkon genutzt…so mit Jacke und Decke…aber DRAUSSEN….soooo das Wochenende kann nun beginnen.

Ich wünsche Euch allen einen schönen Start ins Wochenende….

Arbeit – in geordneten Bahnen

So gaaaaanz langsam kommen die Jahresabschlüsse 2020 in geordnetes Fahrwasser…also ist gut unter Kontrolle.

Bereits 14 Stück sind jetzt in den unterschiedlichen Stadien von Vorprüfung/ Vorprüfungs-Genehmigung / Nachbuchungen / Entwurf / Entwurf-Genehmigung / endgültiger Abschluss-Bericht/ Unterschrift einholen / Archivierung …es bleiben zwar immer noch 11 Gesellschaften übrig, aber davon haben nur 2 eine wirklich relevante Größe…der Rest sind Nebenbei-Gesellschaften….sie sind einfach da, aber es passiert nicht so viel…reine Fleißarbeit ohne Herausforderung und für diese restlichen Abschlüsse hab ich auch einen lockeren Zeitplan bekommen.

Für die größte und für mich ungewöhnlichste Gesellschaft, hab ich zum Glück noch einen ganzen Monat Zeit…die kommt erst ganz zum Schluss im Zeitplan, weil noch sooo vieles ungeklärt ist….Aktuell warte ich noch auf die jetzt zugesagten Einigungen aus der Zentrale, sonst kann ich gar nicht weiter abrechnen…hahaha.

Unausweichliche UST-Termine sind auch für ALLE Gesellschaften erledigt, dazu auch noch alle anderen offiziellen Meldepflichten wie: ZM-Meldung / Z4-Meldung / Z5-Meldungen (Wem das nichts sagt…keine Sorge das brauchen die meisten Menschen auch gar nicht zu kennen).

Die letzten Wochen waren also sehr geschäftig und nun freue ich mich wieder darauf, ab jetzt wieder etwas mehr Freizeit zu haben. Also hab ich heute schon damit angefangen keine Überstunden mehr zu machen…und ab Morgen werde ich diese wieder abbauen…d.h. ich könnte z.B. in den nächsten Monaten jeden Tag eine Stunde weniger arbeiten….also könnte ich….naja…oder ich nehme mir mal den einen oder anderen Gleittag….mal sehen…..aktuell brauche ich keine zusätzlichen freien Tage…aber im Sommer wäre das noch eine Option.

Wichtig ist mir nur, das ich diesen Wendepunkt jetzt einläute. Das Arbeitspensum für alle Gesellschaften kann ich nun wesentlich besser einschätzen…jetzt wo ich in dieser Firma fast ein komplettes Buchhaltungs-Jahr hinter mir habe…man das ist krass am 1.April wird mein ersten Jahr hier in Hamburg schon rum sein. Und der vorherigen Firma hier im Norden, wo ich nur 1/2 Jahr war….also der trauere ich keine Träne nach….

Vollmond

Vollmond

….ich hab schlecht geschlafen – dafür war es ein super Arbeitstag.

Das ist die Zusammenfassung meines heutigen Tages….noch ein bis zwei solcher tollen Arbeitstage wären super….aber es ist wie immer: Ist ein Problem gelöst – kommen gleich die Nächsten.

Vor, während oder nach dem Vollmond ist mein Schlaf nicht sehr fest….ich schlafe super schnell ein, aber mitten in der Nacht werde ich wach und dann dauert es…inzwischen höre ich dann weiter mein Hörbuch und mache ein paar gezielte Entspannungsübungen…und dann schlaf ich auch schon weiter.

Und trotzdem bin ich heute Morgen etwas früher aufgestanden und auch nur eine Mini-Mittagspause gemacht…und hab vor lauter Arbeitseifer glattweg meinen Feierabend verpasst….hahaha…erst als mal wieder die Mitteilung kam, das es kurzfristig einen Server-Down gibt, hab ich dann auch tatsächlich von der Arbeit losreißen können….

….und ich hatte auf einmal so richtig Hunger und hab in Ottensen in einem vietnamesischen Restaurant Essen bestellt….also noch einen kleinen Spaziergang gemacht und bin anschließend mit dem Essen nach Hause gefahren.

Wow – also das kleine Restaurant hatte ich bisher noch gar nicht so auf dem Schirm…bin zwar öfter daran vorbei gelaufen….das Essen war KLASSE…das Gemüse frisch und knackig, die Ente knusprig und die Soße mit der richtigen Schärfe und dazu lecker…..

Also Essen kochen brauche ich heute nicht mehr….das war dann Mittag- und Abendessen in einem Rutsch…..

Und jetzt werde ich zum 3.Mal in dieser Woche eine Walking-Runde einlegen….und Morgen soll es ja in Hamburg schneien, bis zu 10cm wären möglich …sagt der Wetterbericht ….ohhhh das wäre klasse…

Hineinspringen – Eintauchen

Es ist Samstag und noch früher Morgen….also vor 6 Uhr und ich bin bereits angezogen und sitze jetzt mit dem Laptop und einer Tasse Kaffee auf der Couch.

Ich bin lange vor dem Wecker wach geworden…und meinem Plan folgend werde ich jetzt gleich meine Sachen für den Tag schnappen und erst noch mal für 3-4 Stunden ins Büro fahren….denn da ist es heute ruhig.

Die letzten Tagen war sehr viel Unruhe im Büro…von Innen (viele Kollegen) und von Außen (Baustelle vor dem Fenster). Ja klar, ich hätte mich ja nicht mit den Kollegen unterhalten müssen…hätte mich einfach in mein Büro verkrümeln können, um dann einfach intensiv zu arbeiten.

HÄTTE! Hab ich aber nicht. Wollte ich auch nicht. Ich nutze die Gelegenheiten mich mit den Kollegen auszutauschen…die, die dann mal da sind….und die dann auch zu mir kommen und sich unterhalten möchten…die Zeiten sind schon schwer genug für uns Alle und jeder ist froh über persönliche Kommunikation.

Endlich am Freitag war arbeitssame Ruhe im Büro …. da wurde es auf der Baustelle so laut, das es nur noch mit Kopfhörern und Entspannungsmusik ging mich zu konzentrieren….und dann bin ich hineingesprungen in die nächsten Jahresabschluss-Vorbereitungen. Denn jetzt kommen die größeren Gesellschaften, aktuell die, mit dem kompliziertesten Abrechnungs-Schema.

Zum Glück hab ich mich bereits während des Sommers schon eingehend damit auseinander gesetzt…denn selbst der Controller hat mir bei der Übergabe nicht alles dazu erklären können, ihm war dieses 4er Firmen-Geflecht auch nie geheuer…also hab ich mich im Sommer durch gewurschtelt und bin mit vielen Fragen an diverse Kollegen an die Aufarbeitung gegangen und konnte so, bis Ende letzten Jahres alles aufdröseln, alles abstimmen, hab alles bereinigt….und so war die Aufbereitung der Jahresend-Daten bisher eigentlich kein großes Thema mehr….bis auf EINE Sache….und da hing ich gestern und bin eingetaucht bis mein Taschenrechner glühte…irgendwie MUSS das doch nachvollziehbar sein….

Ich hab bestimmt 2,5 Stunden verglichen, nachgerechnet, Verträge gesucht (und nur teilweise gefunden), mit Arbeitspapieren verglichen, neu gerechnet, Daten erneut abgeglichen, Vorjahresdaten geprüft, wie kommen die bloß auf die Basiszahlen, wie kommen die auf die Anpassung, ich brauche die Angaben aus dem VERTRAG….himmelnocheins….WARUM wurde die Indexierung geändert, wenn es keine Vertragsanpassung gab, und WO ist der ursprüngliche Vertrag…wieso Mitten im Jahr die Änderung, warum 2x eine Erhöhung….warum haben wir andere Vorjahres-Werte, hab in alten Ordnern gewühlt….ach so,….falsch verbucht…

hahahaha….das sind Momente in denen ich komplett Zeit und Raum vergesse…und auch wenn ich nicht behaupten kann, jetzt alles wirklich verstanden zu haben, dazu müsste ich es in einem Vertrag nachlesen können, kann ich zumindest sagen: ja es ist logisch und nachvollziehbar…nur ob es richtig ist, kann ich trotzdem nicht sagen.

Aber den Schritt blende ich jetzt einfach mal aus….da gibt es ja in Dänemark noch die Kollegin, die noch die dazugehörende dänische Gesellschaft betreut und beide Gesellschaften zur Abstimmung zusammenführt….also eine Kontroll-Instanz.

Und deshalb sitze ich an einem Samstag Morgen hier auf der Couch, trinke in Ruhe meinen Kaffee und schreibe ein paar Zeilen hier….bevor ich jetzt gleich entspannt ins Büro fahre um dort ganz in Ruhe und ohne Hektik den nächsten Abschluss vorzubereiten…In der nächsten Woche habe ich insgesamt 4 Abgabe-Termine….

und danach werde ich noch den Ausflugs-Tipp eines Kollegen umsetzen….Wulksfelde bei Tangstedt mit einem großem Hofladen und schöner Umgebung zum Wandern…..

Erst Blei – dann zäh

Erst Blei – dann zäh

Der heutige Montag startete etwas schleppend….warum ich ausgerechnet montags oft das Gefühl habe, Blei in den Knochen zu haben, bleibt mir schleierhaft.

Immerhin war das Wochenende locker und leicht und nicht anstrengend…hab auch genügend geschlafen.

Fast wie in Zeitlupe waren meine Bewegungen. Der Körper schien einfach noch zu schlafen…auch nach der Dusche. Inzwischen sind Morgen-Walkingrunden an den Homeoffice-Tagen zum Standard geworden…also los:

Und auch hier ging es langsamer als sonst….trotzdem war ich fast 1 Stunde unterwegs und mit dem anschließenden Kaffee war dann auch endlich mein Körper wach und einsatzbereit.

Fast die Hälfte des Tages hab ich heute versucht als Mittler die Kommunikationslücken zwischen Dänischen Kollegen untereinander und zu einem deutschen Dienstleister zu überbrücken und einen arg schiefgelaufenen Sachverhalt zu klären.

Es ist das alte Problem: zu viele Beteiligte, jeder kennt nur einen kleinen Teil der Geschichte, eine Abteilung versteht die andere nicht (trotz GLEICHER Sprache, aber mit fehlendem Fachwissen), keiner kennt die Zusammenhänge, aber jeder macht irgendetwas….und dann noch die Sprachbarriere in Richtung Deutschland….

Ja das war zäh, bis ich aus den Kollegen die Einzelheiten heraus-gekitzelt hatte, dann mit einem Telefonat zum Dienstleister noch andere Infos erfuhr, um dann das Ganze wie ein Puzzle zusammen zu setzen….um dann endlich zu begreifen was „wir“ da falsch gemacht haben und wie es zu lösen ist.

Also dann einmal auf Englisch das Konstrukt, den Fehler und die Lösung erklärt, damit jetzt endlich alle Beteiligten den gleichen Wissensstand haben…..dann noch einmal auf Deutsch an den Dienstleister eine entschuldigende E-Mail geschrieben…die haben sich zum Glück sehr schnell gemeldet und werden es nun unbürokratisch wieder richtig stellen….

Das betraf gar nicht meine Arbeit… eigentlich hätte ich mit meinem eigenen Kram genügend zu tun, aber eine der dänischen Kolleginnen hat mich freundlich gefragt, ob ich wohl helfen könnte…na klar.

Letztlich waren wir alle erleichtert…und ich hoffe die kommen nicht mit noch mehr Problemen dieser Art….na klar, alle haben sich bedankt und es hat ja auch Spaß gemacht…aber eigentlich sollten sich die dänischen Kollegen schon untereinander besser austauschen. Nicht das alle denken ich bin jetzt immer da, um die Kastanien aus dem Feuer zu holen…. hahaha