Rechtzeitiger Umschwung – 2.Teil

Ja so langsam komme ich in eine Phase wo das Arbeiten schon  fast Spaß macht.

Bis – ja bis mich mal wieder so eine unlogische komplizierte Handlungs-Kette für einen eigentlich einfachen Sachverhalt umhaut…weil ich es nicht verstehe warum das so sein soll. Dann stehe ich erst einmal sprachlos da…und auch nach dem 3. Durchlauf der Erklärung erkenne ich den Sinn dahinter nicht. Letztlich weiß ich: aus Sox-Compliance-Gründen muss alles was in den Computer-Systemen ist:

  • ausgedruckt werden
  • derjenige der es gemacht hat muss es unterschreiben
  • der unterschriebene Beleg muss von einem anderen Kollegen geprüft und ebenfalls unterschrieben werden
  • und später wird dann noch einmal die Prüfung des 2. Kollegen überprüft, ob er richtig geprüft hat

Wir befinden uns im 21. Jahrhundert und ich bekomme eine Liste aller Rechnungen aus einem externen Warenwirtschaftssystem AUSGEDRUCKT auf den Tisch und muss  tatsächlich HÄNDISCH mit einer ausgedruckten Liste aus dem Buchhaltungssystem prüfen ob die in beiden Systemen erfassten Rechnungen auch tatsächlich überein stimmen….da fehlen mir die Worte.

Aber das sind nur die kleinen Dinge die mich sprachlos machen.

In den letzten Tagen hab ich eine meiner direkten Kolleginnen gefragt ob ich ihr etwas abnehmen kann, da sie aktuell sehr unter Druck steht, aber sie hat nur sehr abweisend darauf reagiert. Heute nun hat sie mich gefragt ob ich Zeit für 1-2 Aufgaben hätte…ja, noch habe ich die Zeit dazu – also hab ich es mir kurz erklären lassen und es gemacht.

Und später hat mich die Chefin noch mit in ein kleineres Projekt einbezogen, welches eine junge Kollegin als Zusatzaufgabe bekommen hat…ich werde in dem Projekt  jetzt die Kollegin unterstützen, da ich diese organisatorische Thematik schon mehr als einmal in meinem Berufsleben umsetzen musste…das macht mir Spaß.

Die Frustration der letzte Woche ist überwunden…und kommt hoffentlich auch so schnell nicht zurück.

 

Ein Hauch von Hektik

Heute kam tatsächlich so etwas wie Hektik auf…aber nicht bei den Kollegen, sondern bei meiner Chefin, die geht nämlich in der nächsten Woche in Urlaub und möchte noch so viel wie möglich regeln…vor allem mit meiner Einarbeitung…

Zwischenzeitlich musste ich mal darauf hinweisen, das ich schon Tagesarbeit von ihr zugewiesen bekommen habe, mit Zeit-Vorgabe…und um die einhalten zu können, musste ich mal zwischenzeitlich den weiteren Einarbeitungstermin unterbrechen.

Gestern hatte meine Chefin sich so im Allgemeinen darüber ausgelassen, das mache Kollegen über eine zu hohe Arbeitsbelastung jammern, sich das aber gar nicht in deren geleisteten Stunden widerspiegelt.. Ausgenommen davon sind die Personen von denen ich Teile der Arbeit übernehmen soll.

Vor dem Hintergrund finde ich es erstaunlich,  als sie mir heute mitteilte, welche Aufgaben sie noch aus anderen Abteilungen zu uns „rüber ziehen“ möchte …ich hoffe sie übersieht dabei nicht, wieviel Arbeit die von ihr anvisierten Aufgaben zusätzlich machen.

Was ich schon feststellen kann, es wird an vielen Stellen umständlicher gearbeitet, als notwendig. Begründet wird es mit den Kontroll-Anforderungen durch den amerikanischen Mutter-Konzern… Mir ist es in soweit egal, solange diese Kontrollaufgaben auch als Teil der regulären Arbeit angesehen werden…also bei der Aufgabenverteilung zeitlich mit aufgeführt werden….lach…DANN kann ich nämlich irgendwann  (nach der Einarbeitung – also wenn ich normal schnell meine Aufgaben erledigen kann) sagen: sorry aber mehr  passt in eine 40-Stundenwoche nicht hinein.

…und ich werde auf keinen Fall den Fehler machen schweigend mehr zu übernehmen.