Meine Dimension: Geschwindigkeit

Seit Jahren vermeide ich es an einem Samstagvormittag zum Einkaufen zu fahren. Warum?

Dazu brauche ich das Auto und auf den Straßen schleichen ALLE… Denn da fahren auch die, die nicht gerne oder nur selten Auto fahren…jaa und so sieht es denn aus: es werden maximal 42kmh bei  erlaubten 50kmH und vor einer grünen Ampel wird gebremst weil

  • Dahinter kommt eine Abzweigung die derjenige nehmen möchte
  • Der Autofahrer weiß nicht genau ob er abbiegen oder geradeaus fahren möchte
  • Er hat Angst das Lenkrad zu bewegen…vor allem in Verbindung mit dem Gaspedal

Ich gehöre zu den routinierten und zügigen Autofahrern…und bin meistens eher etwas zu schnell, als zu langsam…und verzweifle an denen die bei erlaubten 30kmh aber auch ganz genau 30kmh fahren…und da kann man ja noch nicht einmal motzen…weil er macht es ja richtig.

Wenn man jedoch bedenkt, dass die Neuen modernen Autos IMMER mehr auf dem Tacho anzeigen, als man tatsächlich fährt, dann fährt derjenige bei 30kmh also in echt höchstens 27kmh.

Wer das nicht glaubt, sollte gleichzeitig mal ein mobiles Navigationsgerät anschalten…die dort anzeigte Geschwindigkeit weicht bei 70kmh schon fast um 10 Stundenkilometer ab….

Wenn man dann  hinter den Schleichern auch an JEDER roten Ampel hat stehenbleiben müssen, kommt  mann stundenspäter im Supermarkt an und es ist…VOLL…

Und auch hier schleichen die Leute mit den Einkaufswagen durch die Gänge…bleiben stehen, blockieren andere Gänge und kommen nicht vorwärts…so als ob sie noch nie davon gehört haben, das man nicht mit 6 Leuten gleichzeitig einen Kreis mitten an der Abzweigung zwischen Joghurt/Käse und der Fleischtheke bildet um eine Abstimmung zu machen, was es denn am Sonntag zum Braten dazu geben soll.

Manchmal komme ich mir so vor als ob ich in einer eigenen Dimension lebe, in der alles etwas schneller läuft…und mir daher alle anderen wesentlich langsamer vorkommen.

Um es zusammen zu fassen: An einem Samstagvormittag  einkaufen zu fahren ist für mich keine gute Idee….

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Unentspannt auf dem Beifahrersitz

Mein Putzeinsatz hat sich gelohnt und so haben wir dann tatsächlich Freitagabend (nach dem Ausflug in die Stadt) den Heimweg angetreten…das war eigentlich eine schöne Fahrt zurück….allerdings nur  bis es mal wieder Stress gab…

Ich bin es gewohnt zu fahren, fahre zügig und bin auch manchmal unbeherrscht in meinen Äußerungen, aber ich fahre dabei sicher ….und seitdem ich selber einen Führerschein habe (seit 30 Jahren) bin ich ein sau-schlechter Beifahrer….und das steigert sich noch, wenn ich dabei auf dem Beifahrersitz meines eigenen Autos sitze.

Diesemal hatte ich aber alles gut im Griff….also mich…und ich konnte meinem Süssen ruhig und detailliert erklären WANN und in WELCHEN Situationen ich  leicht panisch werde….er hat es sich angehört, ruhig gesagt er wird versuchen daran zu denken und es prompt nicht getan…also bin ich ein paar Mal echt nervös geworden und hab es ihm auch in relativer Ruhe auch gesagt, dass er doch besser diese „Spökskes“  lassen soll, auch als er ziemlich unkontrolliert versucht hat einen Autofahrer auf einer 3spurigen Autobahn zu disziplinieren….doch ca. 60km vor unserer Ankunft zuhause hat er voll den Koller bekommen und da bin ich dann laut geworden….na  super…

Also wenn ich mit eingeschaltetem Tempomat auf der rechten Spur fahre, vor mir taucht ein langsameres Auto auf und im Rückspiegel kommt ein Auto auf der linken Spur, dann kann ich doch entweder

  • noch mehr Gas geben und vor dem Auto auf die linke Spur ziehen, was aber meistens nicht zu empfehlen ist oder
  • das Gas reduzieren in dem ich den Tempomat ausschalte und mit Motorbremse versuche dem Vordermann nicht zu dicht aufzufahren oder
  • ich bremse leicht ab und schalte damit den Tempomat aus

Aber immer wieder mit eingeschaltetem Tempomaten  bis zur letzten Sekunde extrem dicht auf den Vordermann aufzufahren, nur um es evtl. doch noch mit dem Tempomaten zu schaffen,  das macht mir extrem Angst.

Da muss der Vordermann nur etwas  langsamer werden und dann ….PENG…..

Mein Schatz meint ich habe kein Vertrauen in seine Fahrkünste…doch hab ich, aber nicht in seine Idiotie und die der anderen Verkehrsteilnehmer. Als ich den Führerschein fürs Motorrad  gemacht habe, hat mein Fahrlehrer damals einen schlauen Satz gesagt, der mich bis heute begleitet: Du musst immer mit den Fehlern der Anderen rechnen…genau das tue ich….und wenn ich mal zu dicht auffahre weil mich jemand ärgert…was auch vorkommt, dann mache ich das einmal und dann dann schaltet sich mein Verstand auch schnell wieder ein und ich lass es dann sein.