Besuchs – Vorbereitungen

Mit einem meiner Kollegen, der schon seit sehr vielen Jahren in Hamburg lebt, hatte ich mich darüber unterhalten, das ich am Wochenende Besuch von Schwester+Schwager bekomme, um auch als quasi Einheimischer mal etwas mehr von Hamburg zu sehen.

Geplant war für letzten Samstagabend eine Lichterfahrt durch den Hamburger Hafen auf einer der Ausflugs-Barkassen, am Nachmittag sollte es eine „Sex-and Crime“ Führung über die Reeperbahn geben und zwischen beiden Terminen noch ein Abendessen an den Landungsbrücken in einem Fischrestaurant.

Der Kollege fand die Idee toll, weil auch er es bisher nie gemacht hat. Wenn man hier hinzieht oder sogar immer hier gelebt hat, dann macht man es vielleicht einmal für Gäste…oder aber auch nie….so wie bei ihm und seiner Frau.

Ich bin inzwischen ja auch schon knappe 3 Jahre hier und in der Gegend, deshalb wurde es Zeit. Und obwohl mein Schwager immer in Flensburg gelebt hat, hat seine Familie so etwas auch nie gemacht….und bei unser bisher einzigen Haftenrundfahrt hatte ich einen lila Jeans-Anzug an, lange Zöpfe und war ca. 8 Jahre alt. Das war bei einem der Familienbesuche von Großeltern und Urgroßeltern.

Sooo nun sollte es also ein Touri-Wochenende werden. Weil die Lichterfahrt erst um 21.30 Uhr startet, es also ein langer Abend werden würde, hatten wir den Start bei mir zuhause auf 14 Uhr gelegt….so konnte ich alles in Ruhe vorbereiten:

Bereits am Abend zuvor hatte ich ausreichend Getränke im Kühlschrank deponiert, hab einen Dinkel-Roggen-Vollkorn-Teig angesetzt, und einen Weizenmehl-Teig für Burger-Buns….während gleichzeitig im Backofen ein Schweinenacken-Braten langsam zu einem „Pulled Porked“ zusammenschmorte. Zusätzlich hab ich dann noch einen kleinen Pizzateig vorbereitet. Als ich fragte: wollt ihr lieber Pizza oder Pulled-Pork-Burger hat mein Schwager „BEIDES“ ausrichten lassen…als Scherz….aber so etwas lass ich mir ja nicht zweimal sagen….hahaha

Das Endergebnis für denSamstag-Mittag sag dann auch so aus und war Beides richtig lecker.

Zum Nachtisch gab es dann noch einen Bananenkuchen, um die überreifen Bananen auch sinnvoll zu verarbeiten.

Samstagmorgen hab ich dann noch die frischen Sachen für das Frühstück am Sonntag eingekauft und das Bett frisch bezogen.

Bei der Gelegenheit hab ich auch endlich mal zwei fehlende Eck-Verbinder am Bett angebracht…die liegen seit Monaten bereit, aber ich hatte bisher keine Lust das Bett halb auseinander zu nehmen.Wenn aber jetzt 2 Personen in meinem Bett schlafen, ist es ja sinnvoll es endlich mal zu machen, nicht das die Beiden in der Nacht mit dem Bett zusammenkrachen.

Obwohl es am Anfang etwas stressig auf der Autobahn schien, kamen die Beiden ziemlich pünktlich an und waren entspannt und ausgelassen und diese Stimmung blieb auch das restliche Wochenende.

Fluffiges Bananenbrot nach Außenmaß

Mit 3 überreifen Bananen blieb mir ja fast keine Wahl, als daraus ein Bananenbrot/-kuchen zu backen…..soviel Bananenmilchshake wollte ich bei dem Wetter jetzt auch nicht trinken.

So sieht es zwar nicht spektakulär aus, ist aber extrem lecker geworden:

Und das alles mit Zutaten nach Außenmaß…meine kleine moderne klappbare Küchenwaage hat mal wieder ihren Geist aufgegeben und ich hab zwar gefühlt zig verschiedene Varianten an Batterien in Reserve, aber ausgerechnet DIESE nicht….

….und da hab ich mich mal wieder echt gefragt: warum muss heute eigentlich alles elektrisch sein….meine mehr als 20 Jahre alte analoge Küchenwaage hat immer funktioniert und sah mit ihrer klassischen Form auch richtig gut aus…und ich konnte sie immer und überall schnell einsetzen….ich war auch skeptisch als ich mir die elektrische Waage gekauft habe, aber diese ist schmal und klein und nimmt nur wenig Platz weg…seufz, jetzt hätte ich doch gerne meine Alte zurück.

Es hat mich echt geärgert gestern, als ich die Zutaten abwiegen wollte, warum hab ich die alte Waage nur weg gegeben. Bei der Salz-/Pfeffermühle hab ich auch bewusst auf die elektrische Variante verzichtet.

Wahrscheinlich ärgere ich mich auch so doll darüber, weil ich diesen modernen Herd habe, bei dem ich nicht einfach selber entscheiden kann, wann und wie ich eine Herdplatte anschalte. Die Bedienung erfolgt hier über ein Touchpad…..und ich bin der Elektronik hilflos ausgeliefert, wenn der Herd beschließt jetzt lieber piepen zu wollen, als die Herdplatte anzuschalten, weil ein Tropfen Flüssigkeit/Fett auf das Touchpad gefallen ist oder ich den Topf zu weit nach vorne gezogen habe….nach 1-2 Minuten hört das Piepen dann zwar auf…aber in der Zwischenzeit kann ich den Herd nicht benutzen, weil es sich selbständig abgeschaltet hat und nicht sofort wieder anschalten lässt.

Viele meiner normalen Handgriffe, z.B. ein heißes Backblech aus dem Ofen auf die Herdplatte zu stellen…weil diese Oberfläche eben Hitze gut abkann, funktionieren mit diesem Herd nicht…weil das Backblech jetzt auf dem Bedienelement aufliegt und das mag der Herd nun mal nicht und fängt an zu piepen.

Ich muss zugeben, das ich nicht sicher bin, ob die Vorteile eines Induktionsherds mit meinen Koch-Routinen langfristig vereinbar sind. Als technisch unbegabter Mensch, fühle ich mich der Technik oft hilflos ausgeliefert. Jaa ich bemühe mich und mit dem Backofen (der immerhin neben dem Touchpad noch Knöpfe zum Drehen hat) komme ich inzwischen gut zurecht. Aber mit dem Herd bin ich noch nicht ganz verwachsen.

Vor ein paar Tagen erschien in meinem Herddisplay ein „Schlüssel“-Zeichen…also der Herd hatte auf einmal eine Kindersicherung aktiv ….und ich weiß weder, wie ich das angeschaltet habe, noch wie man das wieder ausschaltet….also musste ich die Bedienungsanleitung zur Hilfe nehmen…okay, also jetzt funktioniert der Herd wieder….kapiert habe ich trotzdem nicht, wie ich das aktiviert hatte.

sooo und nachdem ich mir meinen Technikfrust von der Seele geschrieben habe, zurück zu meinem Bananenbrot….hahahaha…. Es sieht nicht so aus, aber die Konsistenz ist leicht und fluffig und leicht feucht, fein und zart im Bananengeschmack…so gut ist er mir bisher noch nie gelungen….und das alles nur mit Augenmaß.

Ach ja, was ich bei diesem modernen Backofen inzwischen gelernt habe….manchmal ist weniger Temperatur besser…und so hab ich das Bananenbrot auch wirklich nur bei 160Grad gebacken und trotzdem war es nach knappen 40 Minuten fertig.

Zutaten lt. Rezept: 80ml Öl, 2 Eier, 110g Zucker, 1 Vanilleschote, 3TL Backpulver, 200g Mehl, Prise Salz, 3 überreife zerdrückte Bananen = zu einem glatten Rührteig verarbeiten

Bananenbrot?

Es gibt Rezepte da wundere ich mich, wo die auf einmal herkommen…warum das auf einmal so in aller Munde ist….so sichtbar, das man kaum noch daran vorbei kommt. Also in meinem Umfeld hat das bisher niemand gemacht. Woher kommt also dieser Trend.

So wie der Karottenkuchen z.B. die Herkunft ist wohl nicht ganz gesichert….aber sehr verbreitet in Frankreich, England und der Schweizu nd den man sogar inzwischen in vielen Cafès bekommen kann.

Oder auch das Bananenbrot, welches seinen Ursprung in Amerika hat.

Ich muss sagen, ich habe bisher weder einen Karottenkuchen, noch ein Bananenbrot je gegessen…und schon gar nicht gebacken…hab bisher nicht gewusst wozu…hahaha.

Wenn Bananen zu reif werden, ich diese also so nicht mehr essen mag, dann mache ich normalerweise einen Bananen-Milchshake daraus….aber warum nicht auch mal etwas Neues ausprobieren…

Hier ist es also: mein Bananenbrot:

Tja…was soll ich sagen: Wow – mega lecker!! und so einfach herzustellen.

Wie immer wenn ich etwas nicht kenne, hab ich mich durch mehrere Rezepte quer gelesen und dann daraus mein eigenes gemacht:

2 überreife Bananen, 2 Eier, 70g Zucker , 70g Butter verrühren, dazu 150g Mehl, 1Päck. Backpulver, etwas Vanille-Sirup zu einem fast glatten Teig verrühren (es dürfen ruhig ein paar Bananen-Stückchen dabei sein). In eine gefettete Kastenform geben und für 35 Minuten bei 180g Umluft backen…..

Ich habe bewusst weniger Zucker und Butter genommen, als in den Rezepten stand…und es reicht auch, da die überreifen Bananen ja selber schon sehr süß sind…

Hätte nicht gedacht, das es so lecker ist…und die Banane schmeckt man richtig gut…hmmmm ich glaub beim nächsten Mal werde ich noch ein paar Schokostückchen zum Teig dazu geben- grins….