Abschluss des Besuchs

Am Morgen nach dem Orgelkonzert in der Elphi, haben wir ausgiebig bei mir zuhause gefrühstückt. Eigentlich wollten mich Schwester+Schwager zum Brunchen einladen, das hatte aber dann nicht geklappt. Es war ja kein Sonntag , sondern Feiertag.

So hatte ich angeboten wir Essen bei mir und natürlich bog sich der Tisch quasi, ich hatte wieder viel zu viel gekauft. Aber wir haben schwesterlich geteilt – die Beiden haben dann später einen Teil mit nach Hause genommen. Also verschwendet war das nicht.

Um den Besuch von Schwester+Schwager abzurunden, sind wir noch ins Himmelmoor gefahren…es war ja der 3.Oktober – also Feiertag.

Die Runde durch das Moor bei klarem Wetter, ist immer schön und auch dieses Mal fanden wir es wieder sehr entspannend. Auch wenn es nicht so ruhig war, wie sonst, wenn ich hier meine Runde drehe….es war aber auch schon später Vormittag. Ich gehe hier sonst am Wochenende eher früh morgens walken.

Es war schon Mittag, als die Beiden dann wieder nach Hause fuhren. Der Besuch der Beiden war sehr schön und gar nicht so anstrengend, wie sonst schon mal.

Trotzdem fühlte ich mich den Rest des Tages ausgelaugt und krank. Im Hals kratzte es, die Glieder waren schwer, ich war unglaublich müde und fühlte mich ausgelaugt. Natürlich lag es zum Teil auch an dem beruflichen Stress der letzten Tage.

Den Rest des Tages verbrachte ich gemütlich auf der Couch unter einer Wolldecke und habe nichts gemacht…also gar nichts – also – außer mir Milchreis mit Zimt/Zucker und einen heißen Tee nach dem anderen zu kochen hahaha.

Am Abend fühlte ich mich dann zumindest körperlich wieder fit.

Besuch in der Elbphilharmonie

Am Nachmittag des 2. Oktober kamen Schwester+Schwager aus Flensburg zur mir nach Quickborn.

Durch die Quartalsabschlüsse hatte ich mich die letzten Tage schon komplett ins Homeoffice verzogen…am Abend zuvor hatte ich noch mein Schlafzimmer für die Beiden vorbereitet (2 Bettdecken. Kissen und Matratze frisch beziehen, Handtücher bereitlegen, für Extra-Beleuchtung sorgen, Wasser und ein paar Süßigkeiten für Beide bereitstellen, Luftreiniger anwerfen und noch einmal durchsaugen).

Meine Schwester ist starke Hausstaub-Allergikerin…ich ja eigentlich auch, aber bei mir hat es in den letzten Jahren sehr stark nachgelassen, bei mir ist es immer nur stressbedingt. Ich bin dann für die Nacht mit meiner Bettdecke auf die Couch ins Wohnzimmer gezogen. Na klar habe ich noch ein 3. Zimmer…aber dort gibt es keine Couch oder Bett…dafür ein Büro und meine Kleiderschränke.

Die Einkäufe waren erledigt…nur den Fisch fürs Frühstück am nächsten Morgen, hab ich erst an dem Donnerstag gekauft….dafür habe ich mich mal für eine Stunde in eine Extra-Pause ausgeloggt, mit Genehmigung des Chefs natürlich.

Sooo und damit war dann wirklich alles vorbereitet…schon kurz nach ihrer Ankunft haben wir uns schick gemacht und sind ins Restaurant gefahren und wie immer war es in dem Vietnamesischen Restaurant hier im Ort reichlich und lecker.

Anschließend ging es dann weiter nach Hamburg….Jaaaaa an einem frühen Abend vor einem Feiertag in Richtung Elbtunnel zu fahren, ist jetzt keine so gute Idee…aber immerhin hab ich die Autobahn gemieden und stattdessen die B4 genommen….später stellte sich heraus, dieses Mal wäre die A7 doch die bessere Wahl gewesen…es dauerte alles so unglaublich lange…ich saß am Steuer und war angespannt.. Grummel….warum hatte ich nur die Planung übernehmen müssen.

Aber dann lief doch alles glatt. Das Auto in Ottensen abstellen, mit der S-Bahn bis zum Jungfernstieg und dann noch ein paar Minuten zu Fuß bis zur Elphi – das inzwischen nicht mehr ganz so „neue“ Wahrzeichen von Hamburg (das mit dem NEU steht überall im Internet).

Als wir an den Landungsbrücken ankamen, ging gerade die Sonne unter und es war ein echtes Schauspiel…die Sonne war blutrot (leider konnte das meine Kamera am Mobiltelefon farblich nicht so schön einfangen….es war echt der Hammer)

Wir waren um kurz nach 19 Uhr am Eingang zur Elbphilharmonie und hatte noch genügend Zeit um uns alles anzuschauen….zuerst mit der Rolltreppe nach oben, dann natürlich der Balkon-Rundgang einmal Rundherum…ein unglaublicher Blick in jede Richtung

Dann ging es über die vielen Treppen weiter hinauf…die sind etwas gewöhnungsbedürftig, da gefühlt jede Treppenstufe eine andere „Tiefe“ hatte…nach einer kurzen Verschnaufpause an der Bar (die Luft war sehr trocken und wir durstig) kamen wir im großen Saal an.

Mein Schwager hatte tolle Plätze ausgesucht und das Konzert war wohl auch ziemlich ausverkauft….also der Anblick war beeindruckend:

Über das Konzert selbst waren wir einer Meinung…wir mögen Orgelkonzerte und freuten uns über 2 Stücke von J.S.Bach – vor allem die „Toccata und Fuge in d-Moll“, aber was Iveta Apkalna sonst noch an Stücken ausgewählt hatte, war so gar nicht unseres….es war soooo langweilig….da kann auch die beste Orgel und die gefeierte „Titularorganistin“ nichts daran ändern. Das Wort musste ich übrigens erst einmal nachschlagen:

Ein Titularorganist ist ein Ehrentitel, der einem Organisten aufgrund seiner großen Virtuosität von einer überregional bedeutenden Kirche oder einer Stadt mit einer herausragenden Orgel verliehen wird. Die Auszeichnung wird fast ausschließlich in Europa vergeben und ist durch renommierte Organistenstellen an der Kathedrale Notre-Dame und den großen Pfarrkirchen von Paris bekannt geworden.

Auszug aus Wikipedia

Und obwohl wir einen Teil der Musik nun wirklich nicht mochten, war es trotzdem ein schöner Abend….auf dem Rückweg sind wir wieder bis zum Jungfernstieg geschlendert, mit der S-Bahn zurück nach Ottensen, dann mit dem Auto zurück nach Hause….waren dann noch lange auf und haben uns unterhalten, bis mir fast die Augen zu fielen. Es war ein langer und aufregender Tag…

Unruhig, unentspannt und aufgedreht

Die Entspannung nach meinem Kurzurlaub war bereits nach ein paar Tagen wieder verflogen und eine innere Unruhe hat mein Arbeits- und Privatleben erfasst.

Während ich mich in meinem normalen Arbeitsalltag mittlerweile an die vielen geänderten Vorgaben und Vorgehensweisen, sowie die neuen Programme gewöhnt habe, kommt es noch zu weiteren kleineren Transformationen. Es wird weiter an vielen Stellen in meinem Bereich herum experimentiert, ausprobiert oder auch einfach stillschweigend geändert- ohne das man uns groß mit einbezieht oder wenigstens über die Änderungen informiert.

So falle ich an manchen Tagen aus allen Wolken, weil wieder eine Sache auf einmal automatisiert wurde, die vorher aber gar nicht auf ihre Richtigkeit getestet wurden….und ich darf mich damit herum ärgern, wie ich nachträglich trotzdem die richtigen Daten ins System kriege….okay, ich versuche mich nicht aufzuregen.

Auch eine Gesellschaft, die ich bereits im Februar an eine Kollegin in DK abgegeben habe, klebt wie Pech an mir…ich werde sie einfach nicht los….Nun sind nach 1 Jahr die fehlenden Einspeiseabrechnungen und auch das Geld dazu, angekommen (das war ein Kraftakt) und ich kann endlich das Jahr 2024 abschließen…also wenn ich denn Zeit finden würde.

Aktuell sind wir ja im Quartalsabschluss und anschließend wartet noch die eine Firma mit dem Externen Investor auf die Sonderbetreuung mit Erklärungen und Datenzusammenstellungen, weil jetzt endlich ein Darlehn zuteilungsreif ist…nur das ich noch keinen Zugriff darauf habe – es läuft mal wieder alles so GAR nicht…und die entsprechenden Stellen in der Zentrale sind mal wieder extrem langsam und ich kann Rechnungen nicht so bezahlen, wie ich es sollte. Das nervt total.

All diese Dinge, auf die ich fast keinen Einfluss habe, die bringen mir eine innere Unruhe…ich versuche es weg zu drücken, aber Körper und Geist zeigen schon wieder Auswirkungen: ich schlafe schlecht (teilweise weniger als 4 Stunden pro Nacht), bin seit Tagen übermüdet und versuche mich nur auf das gerade Nötigste zu konzentrieren: Dienstag ist Abgabetermin für die Quartalsabschlüsse. Alles Andere muss warten.

Die Kollegen in der Zentrale haben 5 Tage Zeit für die Abschlüsse..wir in Deutschland, durch den Feiertag gestern, nur 4 Tage. Finde den Fehler. Ich habe mehrfach darauf hingewiesen, aber aus der Zentrale nur zu hören bekommen: naja eigentlich solltest Ihr es auch in 3 Tagen schaffen und zwar MONATLICH….das wird bald sowieso kommen. 👀 – noch Fragen?

Also 11 von 17 Gesellschaften habe ich ja schon fertig bekommen, das sind aber nur die Kleinen. Die 6 umfangreicheren Gesellschaften muss ich noch machen…aber okay, ich werde heute Nachmittag noch zusätzlich arbeiten, dann klappt das auch bis Dienstag…aber nur, wenn ich die anderen Eiligen und Wichtigen zusätzlichen Dinge zur Seite schiebe.

Was mich zusätzlich gestresst hat, ist das Schwester + Schwager am 2. Oktober zu mir kamen und auch über Nacht blieben. Ich weiß das sollte mir eigentlich keine Probleme bereiten, denn ich freue mich auf den Besuch…aber gleichzeitig schaue ich mich in meiner Wohnung um und putze hier und putze da….bei mir ist es eigentlich immer ordentlich und sauber…aber seit Tagen habe ich einen „Röntgen-Blick“ sehe jeden Fusel, Staub in kleinsten Ecken – das nervt – , vor allem weil es überhaupt Niemand sehen würde, außer mir…und selbst wenn, ist doch egal – aber ich kann nicht aus meiner Haut und putze hier und putze da.

Räume weg, räume um, bereite vor und die Planung des Abends liegt auf einmal auch bei mir: Wann gehen wir wo Essen (die Beiden haben mich ja eingeladen – aber es sollte nicht zu teuer sein), wie kommen wir anschließend von Quickborn nach Hamburg zur Elbphilharmonie – welche Verkehrsmittel, wo das Auto parken, dann Bus oder S-Bahn / U-Bahn – klappt das zeitlich alles. Das Zusammenspiel von Auto und Öffentlichen Verkehrsmitteln kann schwierig sein, vor allem wenn es zur Feierabendzeit um eine Fahrt in die Innenstadt von Hamburg geht.

Die letzten 14 Tage waren für mich daher sehr anstrengend – aber jetzt ist Samstag, es ist 9 Uhr morgens und draußen ist es dunkel, stürmisch, nass und kalt…es werden heute nicht mehr als 13 Grad werden.

Letzte Nacht habe ich wenigstens wieder gut geschlafen…es geht also wieder aufwärts bei mir und die Abschlüsse sind auch bald vorbei…Alle anderen beruflichen Probleme werde ich auch gelöst bekommen…aber jetzt ist erst einmal Ruhe angesagt….viel Ruhe

Besuch im Büro

Mittwochmorgen um 6.45 Uhr …ich war zu dem Zeitpunkt bereits seit fast 30 Minuten im Büro, bekam ich über unseren internen Chat eine Nachricht von unserer Finanzchefin aus der Zentrale (meine Interims-Chefin), ob ich bereits im Büro bin…. Ja prima – sie frühstückt gerade im Hotel und wäre dann in ein paar Minuten da.

Ja super – also ich war extra früh gekommen, damit ich noch in Ruhe einiges fertig bekomme, bevor sie bei uns ankommt. Das war ihr ersten Besuch bei uns am Standort Hamburg. Ich hab ihr also unsere Büros gezeigt, immerhin bekommen wir ja bald einen eigenen Teamleiter für Hamburg und es ging um die Frage WO der denn wohl platziert werden könnte. Langsam wird es ja voll auf allen Etagen.

Einen Chef der ständig in Online-Meetings ist und dauernd telefoniert : also das geht so gar nicht für mich…obwohl ja bei mir ein Platz frei ist. Ich hatte schon beim letzten Besuch in der Zentrale gesagt, das ich so nicht arbeiten könne…und die Chefin hat es sich gemerkt und gefragt: mit wem ich denn zusammen sitzen möchte, wenn ich die Wahl hätte: eindeutig Katrin.

Na schauen wir mal, wie es letztendlich gelöst wird.

Aus dem ruhigen Arbeiten wurde erst einmal nichts bei mir. Wir haben uns fast eine Stunde lang unterhalten: über die aktuelle Situation im Büro (ohne GF) und im Team (ohne Teamleiter – den wir ja noch nie hatten), über die Sitzplatz-Situation auf unserer Etage und die extrem schlechte Akustik und den Hall in unseren Büros, über die Migration auf das neue System und die Probleme damit, über meine geänderten Firmen und über meine Gesundheit. Es war ein sachliches und gutes Gespräch…sie hört zumindest zu. Lösungen hat sie aktuell keine.

Das mit der schlechten Akustik hatte ich schon immer bemängelt, aber es hat kaum Jemanden interessiert…nun endlich ist da mal eine Führungskraft, die es ebenso bemerkt und bemängelt wie ich…und später hab ich erfahren, es sollen nun bald wenigstens für alle Räume noch Schallschutz-Segel an den Decken angebracht werden…das ist immer ja schon mal etwas. Nur wenige Büros sind damit bisher ausgestattet worden.

Später hat sich die Chefin dann noch mit den anderen Beiden aus unserem Team unterhalten und Mittags hatte sie uns auswärts zum Essen eingeladen. Dabei haben wir auch erfahren, das es so langsam in die Endrunde bei den Bewerbungen um den Teamleiter-Posten geht. Bin mal gespannt wen wir da bekommen werden.

Da bei uns ja alles auf English läuft und die Finanzchefin auch kein Deutsch spricht, war schon mal klar…was immer der zukünftige Teamleiter kann oder nicht kann…Englisch wird er in jedem Fall können…denn sie war bei jedem Bewerbungsgespräch federführend dabei.

Für Karin und der Controller haben auch einen Erfolg gehabt: sie bekommen eine Aushilfe über die Zeitarbeit, die bei der Umstellung und Aufarbeitung der Reisekosten hilft. Der Teil der Umstellung war ein kompletter Reinfall. Gereist wird gerade in der Projektentwicklung ja sehr viel, dementprechend stapeln sich die Abrechnungen…und das Externe Reisekostensystem ist extrem kompliziert und saumässig an die neue Software angeschlossen. Ab jetzt muss noch viiiel mehr manuell nachgearbeitet werden….hahaha sage noch einer unser Beruf würde demnächst von der KI übernommen…keine Chance – nicht bei solchen miserablen Softwarelösungen.

sportliche Herausforderung – Autobahn und Eumel

die letzten Wochen war ich oft auf der A7 oberhalb von Hamburg in Richtung Norden unterwegs…sehr oft. Das hat sich zum Glück jetzt auf 1x die Woche reduziert.

Auf jeden Fall fahre ich bis Kiel und seitdem meine Schwester zur Reha ist, biege ich dort von der A7 auf eine Bundesstraße ab und fahre weiter bis zur Reha-Klinik. Das sind jetzt pro Strecke 100km. Eigentlich ist das noch eine Entfernung, die mich nicht stresst…was es für mich aber so stressig macht, ich muss jedes Mal – immer noch – so einen blöden Corona-Test machen…und die sind sehr unterschiedlich.

Bei mir im Ort waren die in der Teststation unfreundlich und ich fühlte mich wie ein Betrüger, weil die bewiesen haben wollen, das ich ins Krankenhaus gehe um jemanden zu besuchen oder selber zum Arzt muss, um so den Test kostenlos zu bekommen. Soll ich mir erst im Krankenhaus eine Bestätigung holen oder wie? Wofür braucht man den Test denn sonst noch zwingend? und wer macht so etwas freiwillig sich ständig testen zu lassen…also ich jedenfalls nicht. Nach einmaligem Versuch, hab ich beschlossen dort nicht mehr hinzugehen.

In Kiel reicht es an den Teststationen aus, wenn man erklärt in welches Krankenhaus man möchte..füllt dafür einen Zettel aus und erklärt mit seiner Unterschrift seine wahrheitsgemäßen Angaben. Also gehe ich immer noch lieber dort zum Test, das sind nur 3km Umweg und geht schnell und zuverlässig und die sind nett…also stressfrei. Allerdings hat die eine Teststation am Wochenende nur bis 12 Uhr geöffnet und in der Woche bis 16 Uhr…die Andere in der Nähe, hat Mittags eine längere Mittagspause, hat dafür aber auch bis 18 Uhr geöffnet.

Ich muss also an einem Samstag zusehen, dass ich bis 12 Uhr den Test gemacht habe, sonst muss ich fast eine Stunde warten….und so hab ich für gestern geplant: 10 Uhr losfahren, dann bin ich um 11 Uhr in Kiel, Testen mit Warten vorher und nachher ca. 30 Minuten, dann die Sachen für meine Schwester besorgen: Obst und Snackgemüse, Süßigkeiten, Zeitschriften und einen neuen Eumel….ca 1 Stunde und dann noch 30 Minuten Fahrt bis zur Reha-Krankenhaus. Ankunft 13 Uhr.

Pläne sind gut und strukturieren den Tag.

Einen Stau hatte ich jedoch nicht eingeplant…und so stand ich dann völlig ungeplant zwischen Bad Bramstedt und Großenaspe im Stau. Also stand im Sinne von stillstehen. Wir haben uns brav alle sowas von vorschriftsmäßig aufgestellt, dass es eine perfekte Rettungsgasse gab und danach rollte gar nichts mehr. Außer den Feuerwehr-Fahrzeugen die nach ca. 15 Minuten mit großem Getöse und mit hoher Geschwindigkeit durch diese Rettungsgasse fuhr. Mit einigem Abstand kamen insgesamt 4 Fahrzeuge der Feuerwehr…aber zum Glück kein Rettungswagen.

Also hieß es Warten und das Einzige das lief waren mein Hörbuch (Brett Scott: „Cloudmoney – Cash, Karte oder Krypto: Warum die Abschaffung des Bargelds unsere Freiheit gefährdet“ super geschrieben und vor allem toll gelesen) und die Uhr.

Nach ca. 35 Minuten ging es dann endlich weiter….und mittels perfektem Reißverschluss-Verfahren kamen wir dann endlich auch an der Unfallstelle vorbei…wann und wie der Abschleppwagen vom ADAC dorthin gekommen ist kann ich gar nicht sagen…auch die Polizie war Vorort. Zum Glück war es wohl ein Unfall eines einzelnen Wagens und der hing schon am Haken, während ein junges Pärchen danebenstand und zusah.

Meinen strategischen Zeitpuffer, durch großzügige Planung, von 30 Minuten war damit aufgebraucht…wenn jetzt nichts mehr dazwischen kommt, klappt noch alles mit dem Test. Bis Kiel lief es dann auch gut… Einen Parkplatz vor der Klinik hab ich schnell gefunden…der war allerdings etwas schmal, so dass ich über die Beifahrerseite aussteigen musste…bin ja noch gelenkig – kein Problem. Also losgespurtet bis vor den Eingang der Teststation. Maske?…warum hab ich keine Maske in der Tasche…hab ich doch immer..grrrr…zurück zum Auto spurten – dort hab ich eine ganze Packung FFP2-Masken liegen…und wieder zurück joggen (sooo also Sprint haben wir schon mal geübt für heute).

Die Teststation war leer und es ging dann auch alles wie immer dort: nett, lustig und schnell und nach 15 Minuten hatte ich auch das Testergebnis auf dem Handy…da war es 11.58 Uhr. Prima.

Zum Einkaufen blieb mir nur noch 1/2 Stunde, anstatt 1 und in dem großen Einkaufszentrum war es voll…auch hier hab ich einen eher unbeliebten Parkplatz genommen, weil ein anderes Auto blöd schräg stand…aber ich passte gerade noch so rein…anstatt also zu Bummeln bin ich nur noch zielgerichtet durch den riesigen Laden, den ich mit seiner Aufteilung nicht kannte, gelaufen und bin dabei (gefühlt) hunderten Menschen ausgewichen, die dort die Gänge blockierten um sich gemächlich zu entscheiden.(2.Sporteinheit: Gehen, Stoppen, Ausweichen im Sauseschritt und dabei die Richtung nicht verlieren).

Interessanterweise waren die Kassen ALLE besetzt und so ging das echt schnell. Auf zum Auto und zur letzten Etappe…nun gemächlich über Bundes- und Landstraßen und um 13:02 Uhr war ich quasi pünktlich am Ziel.

Na klar hätte ich auch anrufen können, daß ich etwas später komme…aber das wollte ich nicht. So hab ich mich zwar etwas gehetzt, aber mich dabei nicht geärgert…ich hab es also sportliche Herausforderung betrachtet.

Über den neuen Eumel hat sich meine Schwester sehr gefreut. Ein „Eumel“ bezeichnet in unserer Familie ein kleines Plüsch-Kuscheltier, das man bekommt, wenn man z.B. ein neues Auto bekommt als Talisman, oder man eine Aufmunterung benötigt, wie bei einem Krankenhaus-Aufenthalt. Etwas, an das man sich klammern kann, wenn gerade Niemand da ist oder man sich alleine fühlt… der Eumel muss nicht niedlich sein..für die OP hatte ich ihr ein hässlich-Pinkfarbenes-Eumelinchen geschenkt…ich hab es die „Motivations-Zicke“ getauft und sie hat sich 2 Wochen an diesen Eumel geklammert.

Doch mit dem Wechsel vom Krankenhaus zur Reha, hat sie es entsorgt…das Teil hat seine Schuldigkeit getan und jetzt wollte sie daran nicht mehr erinnert werden. Nun hat sie einen süßen kuscheligen kleinen Stoffhund bekommen, mit riesigen Augen…der ihr jetzt bei der Genesung helfen soll.

Bin wieder da

Bin wieder da

Wie schnell doch eine Woche vergehen kann….und ich hab einfach keine Muße gefunden, etwas zu schreiben…und wenn ich dann doch mal etwas Zeit hatte, war ich einfach zu müde.

Wie schon öfter, hab ich einfach gedacht alles ist wieder im Lot und ich bin so energie-geladen, wie vor der „Grippe“. Aber meine körpereigenen Akkus fühlen sich zwar aufgeladen an, halten aber nicht mehr so lange….ich komme immer noch schnell an meine körperlichen Grenzen und dann fühle ich mich ziemlich ausgelaugt und müde und es dauert einfach ewig lang, bis sich alles wieder normal anfühlt, nur um wieder fest zustellen: neee – die Power reicht nur für kurze Zeit.

Die Arbeitstage in der letzten Woche, waren gut gefüllt und Abends hab ich Wohnung und den restlichen Balkon sauber gemacht…denn für das Wochenende hab ich Besuch aus Hessen erwartet…meinen ehemaliger Tanzpartner.

Wir hatten Karten für ein Musical in Hamburg und nach 2 Jahren mit Pandemie, Insolvenz des Musicals „Cirque du Soleil Paramour“ in 2020 usw. hatten wir letztlich unsere Gutscheine für ein anderes Stage-Musical in der Neuen Flora in Hamburg getauscht und letzten Freitag war es dann soweit.

Im August 2021 war ich ja in Frankfurt und Umgebung im Urlaub und da hatten wir einen sehr schönen angeregten Abend gehabt und da auch bei ihm so einiges los war, in den letzten Monaten, haben wir nur ganz selten telefoniert…es gab also eine ganze Menge zu erzählen…. und dazu blieb fast ein ganzes Wochenende Zeit.

So toll das Wochenende auch war, schön, anregend, lustig und unterhaltsam….so leer gesabbelt, war ich Sonntagmittag, als ich ihn am Flughafen abgesetzt hatte….seitdem bin ich fast ununterbrochen müde…hab jetzt mal mit ein paar Mineralstoffen und Vitaminen nachgeholfen…und so langsam kommen die Kräfte zurück.

Dabei haben wir keinen Drauf gemacht, waren Essen, am Hamburger Elbufer spazieren und im Moor, haben lange auf meinem Balkon gesessen und auch in der Wohnung und und…also kein Action-Programm.

Hab auch fast keinen Alkohol getrunken, ich hab natürlich die Fahrerei übernommen, ihn ins Hotel gefahren, morgens wieder abgeholt…..einzig ich bin die gesamte Woche sehr spät ins Bett gekommen und sehr früh wieder aufgestanden. Immerhin fahre ich jetzt an den Bürotagen mit der Bahn zur Arbeit (das 9EUR-Ticket lässt grüßen).

Styropor-Kriege

Nach Feierabend am Freitag, früher Nachmittag, kam meine Schwester zu Besuch. Mein Schwager muss am Wochenende auf einen Lehrgang und sie brauchte mal wieder einen Tapetenwechsel und ein wenig Neugierde war natürlich auch dabei….hatte sie meine Wohnung doch noch nicht mit Möbeln und fertig dekoriert gesehen.

Zuerst ging es in eines der großen Möbelhäuser…ich wollte endlich einen Schreibtisch für mein Büro-/Kleiderzimmer kaufen…und wir haben auch tatsächlich einen gefunden. Nicht zu teuer, weiß, Metallfuß und mit dunkler dicker Glasplatte….die Größe genau so, das der Tisch gut in den Erker passt….und sau-schwer….und selbst zerlegt wirkte er riesig verpackt.

Schon nach dem Reinhieven in das Auto war mir klar, den bekommen wir auch zu Zweit niemals so im Karton bis in meine Wohnung. Lösung: den Karton öffne ich bereits im Auto, und dann bringen wir die Teile einzeln in die Wohnung. Nur die Glasplatte war mit Karton und Styropor, und noch einmal Karton und noch einmal Styropor, und noch einmal geklebter Styropor und noch mehr Karton…..Ihr versteht…..extrem gut vor Bruch geschützt.

Nachdem wir es tatsächlich geschafft hatten, einen Teil der Verpackung aufzureißen und alle Teile in die Wohnung zu bringen, sah es in meinem Auto aus, wie in einem Styropor-Meer…Egal….mein Auto benötigt eh dringend eine Reinigung von Innen und Außen. Also hab ich es erst einmal ignoriert.

Und gegen Abend heute, meine Schwester war gerade wieder nach Hause gefahren…hab ich nun die restlichen Teile ausgepackt und den Tisch zusammen gebaut. Also ich wollte den Tisch zusammen bauen, wären da nicht die Massen an Styropor Platten, Plättchen, Kügelchen die überall am Boden, auf dem Teppich, an den Türen und überhaupt überall, statisch haften blieben.

Mir blieb zunächst nichts weiter übrig, als mich diesem Krieg der Styropor-Kügelchen zu stellen. Am Ende waren 2 große Müllsäcke gefüllt mit Plastik Verpackungsmaterial…und zusätzlich noch eine riesige Tasche voll mit Karton-Schnipseln. Ich hab natürlich gleich alles in handliche Stücke zerrissen. Danach blieb nur noch der Griff zum Staubsauger, um auch die kleinen Teilchen einzufangen und den Rest hab ich dann mit feuchten Lappen aufgewischt….unfassbar, wie viele Schichten an Styropor und Pappe für diesen Tisch notwendig waren.

Er nachdem ich diese Schlacht in der Wohnung gewonnen hatte, hab ich den Tisch, inclusive Schubladenteil aufgebaut bekommen….und ca. 1,5 Stunden später war der Tisch fertig und die gefüllten Müllsäcke in den Müllcontainern….gewonnen…

….bis mir wieder einfiel ,das ja noch ein großer Teil davon in meinem Auto lag….MIST….das mache ich aber erst Morgen. Für heute hab ich genug von diesen kleinen anhänglichen Kügelchen…

Brot fürs Wochenende

Nach der doch recht aufregenden Woche hab ich diesen Samstag zumindest nichts weiter vor….

Morgen bekomme ich Besuch von den Rentnern aus Hessen…die bleiben über Nacht in einem Hotel hier in der Nähe und fahren dann Montag Vormittag weiter nach St. Peter Ording…für ein paar Urlaubstage.

Wir werden Abends Essen gehen…Tisch ist schon für den Innenraum des Restaurants reserviert.

Also hab ich heute eigentlich nur Kleinigkeiten zu erledigen… ein wenig die Wohnung putzen und aufräumen, muss noch etwas einkaufen….werde Morgen früh Apfel-Ballen backen, die gibt es zum Kaffee.

Aber jetzt ist erst einmal ein entspannter Vormittag….und ich hab mal wieder ein Brot gebacken…Weizenmehl mit Hefe:

frisches, noch warmes Brot, dazu Butter und einen Becher Kaffee…..was für ein schöner Samstag-Morgen.

Wünsche Euch Allen einen schönen Start in das Wochenende….

Sightseeing durchs alte Leben

Die letzten 2 Arbeitstage bis zum Urlaub waren schon nervig….aber ab heute hab ich Urlaub – Endlich.

Aufgestanden bin ich um 4.30 Uhr…..Abfahrbereit war ich um 6 Uhr…..Das Fahrrad hatte ich schon gestern (während des großen Regens) ins Auto verfrachtet, ebenso die Reisetasche gepackt.

An meinem 1. Urlaubstag ging es dann tatsächlich um 6 Uhr Morgens los….zurück in die Vergangenheit.

Es sind ziemlich genau 2 Jahre die ich jetzt bereits fort bin aus Frankfurt / Bad Soden und Schnöselhausen….Freitag den 13. September 2019 hatte ich meinen letzten Arbeitstag in Bad Soden und bin direkt nach dem letzten Arbeitstag ins Auto gestiegen und nach Schleswig-Holstein gefahren…meine Möbel waren ja schon fast zwei Monate vorher umgezogen.

Soooo und nach 2 Jahren mache ich nun den 1. Besuch in dieser alten Heimat, in der ich immerhin fast 16 Jahre gelebt habe.

Ich hab in der Nähe von Frankfurt ein Hotelzimmer reserviert….es hat zum Glück eine Klimaanlage auf dem Zimmer und Außenjalousien…..den ausgerechnet ab heute soll es hier wieder richtig warm werden…also gegen ein paar Grad weniger, hätte ich auch nichts einzuwenden gehabt.

Die Fahrt mit mehr als 500km war entspannt….und das, obwohl die ersten 260km fast durchgängig von Baustellen und Geschwindigkeitsbegrenzungen begleitet wurden….also auch mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 130kmH wäre ich schneller hier gewesen…..hahahah….dann wäre ich nämlich richtig schnell unterwegs gewesen….aber ich hatte ja eh Zeit genug…..und war auch so nach 5,5 Stunden am Ziel angekommen…..nur mit 2 kurzen Pinkelpausen.

Ich bin aber nicht bis nach Frankfurt gefahren, sondern schon kurz vorher bei Bad Homburg v.d.H. von der A5 abgefahren…..bin nach Schnöselhausen gefahren (meinem letzten Wohnort in Hessen) ….wollte dort aber nur sehen, ob das komische Bauprojekt am Bahnhof inzwischen fertig ist…war es aber nicht…..Halt machen wollte ich hier nicht….

Von dort bin ich dann nach Bad Soden a.T. gefahren…quasi meinen alten Weg zur Arbeit …..einmal durch den Ort und an meinem alten Arbeitgeber vorbei….

…dann im nächsten angrenzenden Ort ab ins riesige Einkaufszentrum, in dem ich früher oft war….einmal eine Runde schlendern. Interessant: trotz Corona, sind fast alle Geschäfte noch genau so da, wie früher…egal ob groß oder klein (außer dem Karstadt…aber das war ja schon vorher klar)….

…dann ging die Sightseeing-Tour weiter, kurz über die Autobahn in die nächste Ortschaft…..hier war früher der riesige REAL-Markt, in dem ich immer die Lebensmittel eingekauft habe…..der inzwischen aber abgerissen wurde…..alles andere sieht noch so aus, wie früher….

…und dann ging es nach Frankfurt-Rödelheim…dort hab ich 10 Jahre gewohnt…und hab sogar einen Parkplatz an der Hauptstraße bekommen…..bin durch das Viertel gelaufen, hab ein Eis an der Eisdiele geholt (die haben umgebaut….hmmm…gefällt mir so zwar nicht – aber das Eis ist immer noch lecker)….bin meinen alten Schleichweg an der Nidda entlang spaziert….an dem Biergarten vorbei (hmmm…..schade, jetzt ist es ein China-Restaurant)…..und an dem Haus vorbei wo ich gewohnt habe (hmmm – alle Namen ungekannt)….

….Dann ging es weiter …..aber jetzt wieder raus auf Frankfurt, zumindest für heute….ab zum Hotel.

Inzwischen war es schon Nachmittag und ich wollte mich jetzt erst einmal etwas von der Fahrt ausruhen und frisch machen….Für den Abend hatte ich dann ja schon die 1. Verabredung….

Aufregung- 3.Teil

Alles musste nun schneller gehen, als eigentlich geplant…also Wohnung aufräumen, ein Gästebett im Kleiderzimmer herrichten…und das obwohl ich im gesamten Zimmer durch die angefangene Aus-und Räumaktion der Schränke überall Kleidungsstücke rumliegen hatte….also das musste unbedingt auch noch fertig werden.

Auf der anderen Seite passte das prima, dann konnte meine Schwester gleich mal durch die Sachen schauen, ob sie davon etwas gebrauchen kann. Sie ist zwar etwas kleiner, und auch etwas schmaler gebaut (seit der Diabetes-Diagnose hat sie 8KG abgenommen)…aber beide sind wir mit Kleidergrößen zwischen 38-42 jetzt nicht weit voneinander entfernt…nur das ihr Körperbau eher zierlich gerade ist, während meiner mit etwas breiteren Hüften eher weiblich geformt ist…das macht die Weitergabe von Röcken und Hosen nur selten möglich….aber Blusen, Shirts und Jacken lassen sich problemlos tauschen….und sie verträgt viele der Stoffe, bei denen mein Körper sofort mit Hitzewallungen reagiert….hahaha…ich hab mich jetzt von vielen Teilen getrennt, die ich so schon lange nicht mehr tragen kann.

Die innere Unruhe der letzten Tage setzte sich aber weiter fort….weil ich musste ja noch einkaufen…muss ja auch etwas zum Essen anbieten können….Nur selbstgebackenes Brot mit Butter zum Frühstück reicht zwar bei mir…aber nicht wenn ich Besuch bekomme.

JA, es ist zwar meine Schwester, sollte also keine große Sache sein, aber mein ziemlich spontaner Vorschlag hat mich in Zugzwang versetzt und ich bin in der Tat aufgeregt. Ich genieße ja mein Alleinsein….diese Unabhängigkeit, dieses selbst-bestimmte Leben….und ich liebe es allein in meiner Wohnung zu sein…in meiner Trutzburg…..hier bin ich entspannt und fühle mich wohl. Brauche auf niemanden Rücksicht zu nehmen.

Aber ich kämpfe ja immer noch mit den Auswirkungen der Zeit-Umstellung…mit der Müdigkeit…mit Blutdruck und Ruhepuls…und jetzt kommt noch die Aufregung das ich Besuch bekomme hinzu….ich bin das gar nicht mehr gewohnt…ich Eigenbrödler. Also putzen, aufräumen, vorbereiten, einkaufen…ich bin tatsächlich aufgeregt….und freue mich auch ….und mache mir Sorgen um sie, und um meinen Schwager…und auch um mich, weil ich seit Tagen so aufgedreht bin….um mein Herz, das so komisch schlägt…

Zum Schluß bin ich am 31.03. Nachmittags noch auf die Idee kam, zur Begrüßung einen Eiskaffee anzubieten…immerhin sind heute über 20 Grad und die Sonne scheint…ich hab schon die Balkonmöbel aufgestellt und den Sonnenschirm vorbereitet…für einen Kuchen hatte ich keine Energie…aber so ein Eiskaffee mit Vanilleeis geht schnell und unkompliziert…aber dafür musste ich noch einmal los…