Kleiner Büroumzug und Großer Fehler

Inzwischen bin ich auch in das andere Büro gezogen…das, welches ich jetzt vorläufig alleine nutzen kann…der GF meinte dann auch gleich, als er es gesehen hat: na da müssen wir uns jetzt bald darum kümmern, das noch ein Controller kommt. Ähmmm – neee darauf kann ich gerne noch eine gute Weile verzichten. Beides war lustig ausgesprochen – aber ich weiß nicht, ob er es nicht doch auch ernst meint. Egal – jetzt ist es erst einmal so, wie es ist.

Die großen Schränke sind noch nicht da, aber ich hab einen der halbhohen offenen Schränke aus dem bisherigen Büro mitgenommen…so das ich für alle meine Firmen, wenigstens die aktuellen Ordner griffbereit habe und meinen schmalen abschließbaren Schrank hab ich auch noch in das andere Büro gezogen….und vor ein paar Tagen sind auch die Bilder angekommen, die ich von ein paar meiner Fotografien auf Leinwand habe ziehen lassen…Gerade die etwas Kleineren und das ganz Große sind toll geworden….die hängen jetzt auch schon im Büro…also mir gefällt es jetzt gut.

Der Kollege, von dem ich das Büro übernommen habe, meinte dann auch ganz merkwürdig lauernd: wie bist Du denn an die Bilder gekommen? Selber fotografiert und auf eigene Kosten auf Leinwand ziehen lassen. Seine ernüchternd wirkende Antwort: Ach so!

Jaja, gerade die, die bei uns am oberen Rand der Nahrungskette stehen, sind oftmals echt seeehr sparsam…hahaha…selber bezahlen? Davor schrecken viele zurück egal ob Bilder oder Pflanzen.

Der Kollege geht auch durch alle Etagen und bedient sich überall am Allgemeinen Obstkorb, aus Angst, es könnte ja etwas verderben…das legt er allerdings sehr großzügig aus und sucht sich so öfter mal sein Mittagessen zusammen… so meinte ich vor ein paar Tagen dann auch zu ihm, er solle uns jetzt nicht den letzten Rest mopsen – die Woche ist noch lange nicht um…denn der Obstkorb auf seiner Etage war zu dem Zeitpunkt noch sehr gut gefüllt, während bei uns fast nichts mehr drin war. Dabei waren in dieser Woche auf unserer Etage kaum mehr als 2-3 Personen anwesend.

Meine Arbeitstage sind momentan sehr ausgeglichen und ruhig und so kam der Hunderttausend-EUR-Fehler mehr als unerwartet. Wir haben von einem Netzbetreiber eine saftige Strafzahlungs-Aufforderung bekommen…ausgerechnet für die Gesellschaft, für die ich schon seit Monaten versuche die Abrechnungen zu bekommen. Sofort der Schock – Was ist da passiert und dann – war es mein Fehler? Ja es gab eine Unstimmigkeit wegen der UST-Nummer, aber das war im Oktober letzten Jahres dann bereits geklärt und bis Januar lief ja auch anschließend alles normal…ich war mir also sehr schnell sehr sicher, es ist nicht mein Fehler…

…hab das ganze Thema mit Bitte um Klärung an die Abteilung in der Zentrale geleitet und bekam schon am nächsten Tagen diverse Rückmeldungen…Sie sind dran das zu klären und ich lag richtig: es war nicht mein Fehler…der lag in der Zentrale. Angeblich wurde dort etwas Entscheidenden nicht an den Netzbetreiber geschickt und anschließend lasst sich Dieser dann auch noch 7 Monate Zeit, das zu reklamieren…so kommt die große Strafzahlung zustande, die mit jedem Monat des nicht Erfüllens dieser Pflicht, größer und größer wird. DAS ist schon ziemlich dreist…aber auch dafür haben wir einen Spezialisten, der auch schon entsprechend geantwortet hat.

Mir blieb im Nachhinein neben der Erleichterung, auch noch die Genugtuung, das ich nun endlich die Abrechnungen habe und meine vorab Berechnungen Cent-genau mit den Abrechnungen übereinstimmen…also bis auf den extra ausgewiesenen Strafzahlungs-Betrag natürlich.

Bilder und ihre Wirkung

Was hat ein Krimi mit den Bildern in meiner Wohnung zu tun? Auf den ersten Blick nichts, auf den zweiten Blick hat es meine Entscheidung welche Art von Bildern ich aufhänge, tatsächlich beeinflusst.

Ich bin ein Fan europäischer Krimis und vor allem auch aus Deutschland. Vor fast 2 Jahren gab es in einer meiner Lieblingskrimi-Serien eine Folge, in dem ein alleinstehender Mann zu Tode kam und die Ermittler in seiner Wohnung keine Familien-Bilder und keine Bilder von ihm selbst fanden. Alles wirkte trostlos und es kam die Frage auf, ob er sich selbst überhaupt gerne an sein Leben erinnert, wenn er so gar keine Erinnerungsfotos an den Wänden hat.

Ich selbst habe viele Bilder an den Wänden, bei mir wirkt die Wohnung nicht trostlos oder fade…trotzdem hat mich das zum Nachdenken gebracht, WARUM ich eigentlich keine persönlichen Fotos an den Wänden oder irgendwo auf einer Anrichte stehen habe. Seit vielen Jahren gibt es schöne gekaufte Bilder an den Wänden und mehr und meine Selbstfotografierten von Bäumen und Landschaften, die ich auf Leinwand habe ziehen lassen…..aber ich mochte es noch nieeee, Fotos meiner Familie, meines Freundes oder von mir selbst aufzuhängen.

Warum ist mir selber nicht ganz klar…das hat evtl. etwas mit meiner klaren und aufgeräumten Vorstellung von Gemütlichkeit zu tun….alles muss sich unverschnörkelt und klar strukturiert zusammen-fügen. Alles muss zusammen passen und soll miteinander wirken. Ein Bild kann da schnell die Harmonie einer Wand stören, wenn es sich nicht richtig einfügt.

Aber diese Aussage aus der Krimifolge hab ich irgendwie im Kopf behalten. Gestern hab ich ein großes Paket von der Post abgeholt. Anfang der Woche hatte ich 3 Leinwand-Bilder bestellt. In meinem Zuhause hab ich ja keine Schrägen mehr, also können mehr Wände Bilder vertragen.

Ein große Leinwand zeigt nun 4 Einzelbilder die zu einem Gesamtbild zusammengefasst wurden, mit den schönsten festgehaltenen Szenen mit meinem Tanzpartner und mir auf unseren Turnieren….und das hängt jetzt in meinem Schlafzimmer an einer Seite, ganz alleine auf einer Wand und wirkt durch die leuchtenden Farben meines Turnierkleides perfekt zum dezenten weiß-grau des Raumes. Und was soll ich sagen, es fühlt sich richtig gut an.

Da ich noch 2-3 Ideen für neue Bilder habe, werde ich eines davon als Kollage machen, in dem Schwester+Schwager im Mittelpunkt stehen werden….das kommt dann in mein Arbeitszimmer.