Eine Entscheidung – viel zu spät für mich

Die gesamte Woche im Job kann ich unter dem Begriff „merkwürdig“ zusammenfassen und da will ich mich auch gar nicht ausnehmen…ich habe auch merkwürdig reagiert.

Seit nunmehr fast 8 Monaten renne ich meinem Chef die Bude ein, um ein Problem gelöst zu bekommen, welches nicht in meine Entscheidungsbefugnis fällt. Ich habe also meinen dänischen Chef Mails geschrieben und das Problem erklärt, wir hatten Teams-Meetings (mal zu Zweit, mal zu Viert) und er hatte ja versprochen sich darum zu kümmern. Es tat sich jedoch nichts.

Ich habe wieder und wieder geschrieben, mit noch höheren Vorgesetzten in cc…wir haben weitere Team-Meetings gehabt und es tat sich immer noch nichts. Da das Thema inzwischen zeitkritisch wurde, hat eine Kollegin (die am anderen Ende des Problems sitzt) auch mehrfach um Lösung gebeten – nichts ist passiert….und dann hat mein Chef Ende Mai 2024 das Unternehmen verlassen und mich an seinem letzten Tag darauf verwiesen, ich solle es mit den höheren Chefs klären.

Ich hab also noch einmal die höheren Chefs informiert das ich hierzu eine Entscheidung brauche, bzw. meinen Handlungsvorschlag unterbreitet und um ein okay gebeten. Geschehen ist immer noch nichts. Keine Antwort.

Ziemlich frustriert hatte ich vor fast 2 Wochen Jemanden angeschrieben, der seit ein paar Monaten meinem (nunmehr ehemaligen) Chef unterstellt war, aber auch eine Leitungsfunktion in DK innehat…er war sogar einmal bei einem unserer Meetings dabei. Trotzdem hab ich mich noch einmal per Mail vorstellt, wer ich bin, um welche Firmen es geht, wie die gesellschaftsrechtlich und vertraglich miteinander verbunden sind und WO genau uns jetzt das Problem drückt…und das wir demnächst mit weiteren Firmen dasselbe Problem bekommen werden. Ich brauche daher dringend eine Handlungsanweisung.

Danach hab ich eine Woche gewartet und weil ich auch von dort keine Antwort bekam, ein Teams-Meeting eingestellt…und siehe da: er hat zugesagt und wir haben das Gespräch diese Woche Dienstag geführt. Ich habe noch einmal die komplexen Zusammenhänge und das Problem erklärt (meine Mail hatte er nur überflogen).

Das Thema hat er schnell erfasst, aber erst als ich ihn darauf hinwies, das es da einen Externen Beteiligten gibt, der seit Monaten auf die Entscheidung wartet, weil er sein Geld nicht bekommen kann, wenn das Thema vorher nicht vertraglich gelöst wird…wurde er hellhörig und versprach sind darum zu kümmern, er würde sich mit einem Kollegen aus der konzerneigenen Steuerabteilung besprechen…..

….knapp 1 Stunde später hatte ich eine Mail mit Lösungen und exakten Handlungsanweisungen für mich und unseren Syndikus…alles klar und strukturiert aufgelistet. Super – genau so mag ich es.

Und was mache ich: ich sitze nur stumpfsinnig vor der Mail und denke: super. Mehr nicht.

Normalerweise freue ich mich, wenn ein langfristiges Thema endlich gelöst ist…ich fange an zu jubeln, freue mich auch lautstark und bin voller Energie und Tatendrang…denn es fällt ja eine Last von mir ab, wenn ein großes Thema endlich erledigt ist.

Nicht so dieses Mal…eigentlich sitze ich nur da und denke: okay, die Lösung ist super und für mich auch einfach umzusetzen. Aber warum musste ich darauf fast 8 Monate warten? Warum konnte oder wollte mein Chef das Thema nie ernsthaft angehen?

Mich hat es die letzten Monate wirklich belastest…und jetzt bin ich einfach nur enttäuscht, fühle mich bei dem Thema derartig erschöpft, das ich mich über die Lösung gar nicht wirklich freuen kann. Dieses Gefühl so lange in der Luft hängengelassen worden zu sein, ist echt nicht schön und hallt noch in mir nach.

Als Konsequenz daraus reagiere ich, wie ich immer reagiere : mit Rückzug in mein Schneckenhaus….das muss ich jetzt erst einmal in Ruhe verarbeiten.

Chef geht – Alles ist im Fluss

Während meiner Gespräche mit den Kollegen aus der Zentrale waren alle überrascht, das ich am nächsten Tag einen Präsenztermin mit meinem Chef hätte haben sollen…und wirklich JEDER sagt: der Kommt nicht…der war seit Ostern nicht mehr Vorort in der Zentrale.

Auch der Controller sagte mir später, das unserer Chef nur online an dessen Meeting teilgenommen hat…und mir war sofort klar, also wegen mir wird er sicher nicht extra kommen…aber es war schwer für mich zu akzeptieren, das er das vorher nicht klargestellt hat.

Immerhin hab ich um ein Präsenztermin gebeten und bei seiner Meeting-Zusage wäre es ein leichtes gewesen mir zu sagen, das ich zwar gerne in die Zentrale kommen könne…wir das 1-to-1 Gespräch aber doch per Teams machen werden. Das wäre für mich doch auch okay gewesen…aber es so gar nicht zu erwähnen…das fand ich echt gemein. Zumal ich einige Zeit damit verbracht habe, im Vorfeld einen freien Meeting-Raum zu finden…und obwohl er es mitbekommen hat, hat er immer noch nichts gesagt….es hat echt eine Weile gebraucht, bis ich die Enttäuschung verknusen konnte.

Erst eine Stunde vor unserem Meeting hat er mich darüber informiert und gefragt ob das okay wäre…war es eigentlich nicht…aber nun gut…er hat mir dann auch eine Erklärung gegeben, das seine Frau schon seit Wochen krank ist und niemand weiß, warum sie so starke Schmerzen hat…an dem Tag sollte dann wohl endlich das Ergebnis der MRT-Untersuchung kommen. Das tut mir natürlich sehr leid, so kurz nach deren Umzug nach Kopenhagen.

Das Gespräch war – wie schon die Jahre zuvor – trotzdem richtig gut…er ist super zufrieden mit mir, meiner Arbeit, meinem Engagement, meiner verantwortungsvollen und offenen Art. Die Gehaltserhöhung war dann aber eher moderat… ich hab dann noch einen sehr kleinen Aufschlag raushandeln können, so das ich damit dann doch zufrieden bin.

Bei der Frage, wer dann zukünftig mein Chef sein wird, hat er mir sogar Jemanden genannt…und jaa das könnte ich mir vorstellen, auch wenn ich Den bisher nur flüchtig kenne.

Aber ich glaube, ich frage dann jetzt doch mal bei unserem deutschen GF nach, da wir durch interne Prozesse bei unseren diversen HR-Programmen organisatorisch ohnehin dem deutschen GF unterstellt wurden. D.h. bei Abwesenheitsanträgen wie Urlaub und Mobilem Arbeiten muss das der Deutsche GF über eine HR-App freigeben und nicht mein dänischer Chef…warum auch immer. D.h. ich muss immer 2 Freigaben einholen (einmal per Mail bei meinem Chef, und einmal über die App beim GF – ich sag es ja immer wieder, die dänischen Programme sind nicht sehr benutzerfreundlich).

Der Controller ist schon vor mehr als 1 Jahr komplett zu dem GF gewechselt…ich glaube jetzt ist es auch für mich Zeit, zu wechseln…die „Gute alte Zeit“ ist jetzt eh vorbei…und es beginnt eine Neue…Alles ist im Fluss und ich fließe halt mit…

lieber Gestalten – statt hinnehmen

(ACHTUNG – nur langweiliges Arbeitszeugs !)

Manchmal ist es schwierig seinen eigenen Gedanken zu entkommen.

Schon seit ich den Termin für mein jährliches 1to1-Gespräch mit meinem Chef bestätigt hatte, hab ich mir merkwürdigerweise Sorgen gemacht.

Warum bin ich z.Z. die Einzige, die schon ihren Termin hat? Und warum hat er mit mir den Termin freiwillig gemacht…normalerweise muss man ihn mehrfach bitten, endlich mal einen Terminvorschlag zu schicken. Selbst die Controller-Kollegen in der Zentrale haben noch nicht alle ihre Termine erhalten. Dazu noch der Hinweis vom Controller er hätte gehört, das unser Chef diese Verpflichtung zu den Gesprächen gerne an den Deutschen GF abgeben würde.

Ich war also besorgt und das nicht weil ich glaube schlechte Arbeit geleistet zu haben, sondern eher weil ich befürchtete er schiebt mich jetzt in eine der anderen Verantwortungsbereiche ab und genau DAS möchte ich auf keinen Fall. Ich mag seine lockere unkomplizierte Art und das er mir so viele Freiheiten lässt.

Ich brauche nicht viel Betreuung, eigentlich brauche ich nur jemanden der meine Urlaubsscheine abzeichnet, einmal im Jahr das Gespräch mit mir sucht und wenn irgend möglich, eine Gehaltserhöhung genehmigt. Ansonsten funktioniere ich ohne weiteres Zutun des Chefs. Wenn ich Fragen habe, frage ich per Mail (dann kann er schauen, wann er antwortet)….wenn er Fragen hat, ruft er an und fragt mich direkt. Was will ich mehr.

Ich hab mir also mehr Sorgen gemacht, als dem Anlass entsprechend…weil ich etwas zu verlieren habe…meine Unabhängigkeit und Freude am Job. Im Nachhinein war es schon interessant, wie mich meine Gedanken immer weiter in das Thema reingezogen haben…Normalerweise bin ich bei solchen Gesprächen relativ entspannt: ich weiß was ich kann und ich weiß was ich leiste….und mein Chef weiß es ja auch.

Nun gut…an dem Tag war ich im Büro und hatte für das Teams-Meeting mit meinem Chef einen Meetingraum reserviert, alle Themen stichwortartig aufgeschrieben: was war gut, was war schlecht, was wird kommen, was liegt bei mir an, was brauche ich usw.

Worauf ich mich bei meinem Chef verlassen kann, sind die ca. 10 Minuten, die er immer zu spät ist…hahaha…aber dann hatten wir 1,5 Stunden ein wirklich tolles Gespräch. Vor allem ging es in in der ersten Hälfte der Zeit fast nur darum wie es mir geht (also gesundheitlich mit dem Herzen usw.) und wie ich mit dem aktuell ansteigendem Arbeitslevel und Druck klar komme und es bei mir mit der psychischen Gesundheit aussieht.

Er hätte wohl mitbekommen, das ein Teil der dänischen Kollegen mit dem gestiegenen Arbeitspensum so langsam auch der psyche Druck steigt und manche nicht so gut damit umgehen können. Da konnte ich ihn beruhigen…mir geht es körperlich z.Z. so gut, wie es mir eben mit der Diagnose und mit den Tabletten gehen kann und die nervliche Belastung während der ersten Monate ist zwar auch für mich deutlich spürbar, hat sich aber jetzt wieder einigermaßen normalisiert. Zumal der psychische Stress ja auch durch die OP meiner Schwester noch dazu kam.

Nichts anderes hatte er auch angenommen und er hätte von allen Seiten nur Positives über mich gehört und wie im letzten Jahr ist er hochzufrieden mit mir, unserer Kommunikation und unserer Zusammenarbeit….also eine volle Breitseite Lob – jaaa ich gebe zu, das tat mir mehr als gut….das tat mir sehr gut.

Ganz kurz vor Ende des Gesprächs kam dann noch das Thema Gehalt und sein Angebot einer 8%igen Gehaltserhöhung. Wow – das ist ja klasse. Ich hatte so auf 7% Inflationsausgleich gehofft, aber eher mit 5% gerechnet…immerhin bekommen wir ja auch noch einen Erfolgsbonus seit dem letzten Jahr. Also – alles ist gut – er bleibt mein Chef, ist zufrieden mit mir, ich zufrieden mit ihm und es gibt sogar mehr Geld als erwartet.

Ja es werden noch eine ganze Menge Änderungen auf uns zukommen….und ich hab angeboten bei dem bald anstehenden System-Wechsel unserer Buchhaltungs-Software den deutschen Teil zu testen, wenn es soweit ist…nicht weil ich soviel Zeit dazu habe, sondern eher aus Selbstschutz.

Wenn ich von Anfang an mit teste, kann ich noch Einfluss auf die Ausgestaltung nehmen, Bedenken äußern oder Vorschläge machen…immerhin hab ich schon so einige Software-Änderungen in anderen Unternehmen mit begleitet…ich weiß also genau, wo die Fallstricke liegen zwischen IT-Grundeinstellungen und den Anforderungen für die tägliche Arbeit der Buchhalter. Gerne hat er mein Angebot angenommen…der zuständige dänische Kollege, ist derselbe mit dem ich schon eng bei der Rechnungssoftware zusammen arbeite. Wir kommunizieren auf Augenhöhe und freundschaftlich. Das macht es für uns Beide einfach.

Außerdem erspare ich mir durch dieses Angebot noch weitere Firmen übernehmen zu müssen, die dann auch noch mit allen anderen gleichzeitig fertig sein müssen (der Chef hatte auf meine Frage schon abgewunken), gerne würde er mich mehr noch als zusätzliche Unterstützung für die dänischen Kollegen einsetzen, also das was ich jetzt schon außerhalb der Buchhaltungssoftware mache: Briefe auf Deutsch schreiben, Anrufe tätigen um Sachverhalte zu klären. Mails auf Deutsch schreiben.

Manchmal hilft so ein formell formuliertes Schreiben auf Deutsch echt dabei, bessere und schnellere Informationen zu bekommen. Englisch ist gerade in deutschen Ämtern eben oft nicht hilfreich und unsere saloppen Kollegen haben mit den formalen Beamten bei uns, so ihren Kultur-Clash.

Nur innerhalb der alten Software kann ich die Kollegen nicht unterstützen, da die Versionen so weit auseinander liegen. Die deutsche Software hat noch einen Stand von 2009 und die dänische ist bei 2016….und wir arbeiten mit komplett unterschiedlichen Kontenplänen….Das alles soll sich ja bald ändern…Ein Konzern, eine Software für alle Landesgesellschaften, ein Kontenplan, eine Struktur….DAS wird spannend. Und bevor ich das passiv über mich ergehen lasse, arbeite ich lieber aktiv daran mit.

Sprachlos – leider nicht rechtzeitig

Also heute war ich sprachlos, fassungslos…und im nachhinein ärgere ich mich, das ich nicht rechtzeitig meinen Mund halten konnte.

Wie die Chefs bei uns agieren…

– meine Chefin hat heute vor den Kollegen sehr klar gesagt: „Ich habe die Kollegen schon mehrfach gebeten das zu machen… sie machen es einfach nicht…was soll ich denn tun wenn sie es nicht machen“. Sie sagte es in meine Richtung, während die Kollegen um die es ging, mit in der Besprechung waren.

Ich weiß, sie hat es mit einem lustigen Unterton gesagt, aber der Rest des Satzes in meine Richtung war fast wehklagend….und  Fakt ist, die Kollegen haben das bisher tatsächlich nicht erledigt.

WAS ist das denn bitte für eine Aussage einer Abteilungsleiterin…was sagt sie damit: Ich gebe Anweisungen – aber keiner befolgt diese und ich bin nicht in der Lage das durchzusetzen….  OHNE Worte

Dann war ich in einem Meeting wo eine noch höhere Chefin mit einem Kunden telefonierte…wir anderen saßen fast nur stumm dabei. Diese Chefin hat einige Aussagen in Richtung des Kunden getätigt…da hab ich (leider) meinen Mund nicht halten können und einen Einwurf gemacht. Den hat sie etwas unwirsch zur Seite gewischt… Auf meine Nachfrage nach dem Telefonat,  das es so eigentlich nicht sein kann hat sie einen  Vortrag gehalten über Kundenbeziehungen  und das das Einkäufer ja nicht interessiert was wir brauchen usw….

hmmm ja – das hab ich ja auch alles verstanden…trotzdem ist diese Vorgehensweise nicht ganz korrekt. Aber …

das hat sie nicht gelten lassen….und mit einer weiteren Frage zur Handhabung bekam ich  dann nur ein: Nicht weiterfragen – das ist ein ganz heikles Thema.

BOA – hätte ich doch bloß meine Klappe gehalten…aber auch so konnte sie  unschwer in meinem Gesicht lesen was ich davon halte…LOL.

Ich sollte sie einfach machen lassen…sie sitzen  am wesentlich längeren Hebel…und für die morgigen Besprechungen hab ich mir gleich mal Redeverbot erteilt…ich bin Teilnehmer, Zuhörer…und werde hoffentlich nicht mehr ungefragt meine Meinung abgeben.

Und eine Kollegin hat mir heute etwas neues gezeigt und erklärt…ich hab die Erklärung dann noch einmal in eine Kernaussage komprimiert und dann sagt die Kollegin: nein…. Ähmm doch: Entweder es ist richtig so und wenn es nicht so gemacht wurde, dann ist es eben falsch…Also ich würde zu kompliziert denken…. Aha….aber genau das hast Du doch eben gesagt…es MUSS so gemacht werden…und DARF nicht das andere enthalten…also also gibt es doch ein RICHITG oder FALSCH… ich war fast verzweifelt…aber wir sprechen scheinbar nicht dieselbe Sprache obwohl wir Beide Deutsch sprechen.

In den nächsten Tagen hab ich noch einige Meetings mit den Chefinnen  vor mir… eine gute Methode das Stummbleiben zu üben…manchmal fällt es mir schwer wenn ich etwas falsch oder unlogisch finde…nicht das ich mit meinen Annahmen immer richtig liege….

aber vom Mond komme ich ja auch nicht…obwohl  – manchmal habe ich schon  den Eindruck… so unterschiedlich sind die Ansichten und Vorgehensweisen….lol… Beam me up, Scotty….

 

 

Unglaubliche Entwicklung

Heute habe ich gleich aus mehreren Quellen die neuesten Nachrichten erhalten….

..es ist kaum zu glauben, aber der Nachfolger meiner Chefin wird nun doch nicht zum Ende des Monats deren Posten übernehmen…und das nach 9 Monaten Einarbeitungszeit…die sprachliche Barriere war wohl doch zu gross und der dadurch entstandene Stress für alle war immens…ob das der einzige Grund ist, weiss ich allerdings nicht….

Lustig ist, wer jetzt Nachfolger wird….das ist nämlich der Vorgänger auf diesem Posten, also der Mann, der diese Aufgabe an meine Chefin übergeben hatte…also Derjenige der das ganze Konstrukt mit aus der Taufe gehoben hat und der mir damals den Posten als Allein-Buchhalter angeboten hatte… nur das war ja schnell nicht mehr alleine zu schaffen und so sind in der Abteilung mittlerweile 5 Personen beschäftigt.

Puhhhh, ich bin trotzdem froh da ich nicht mehr dabei bin….auchmit dem „alten“ Chef wird es nicht wesentlich einfacher….seufz

Ich kenne zwar die Gründe nicht, warum er damals weggegangen ist…es kursieren nur ein paar Gerüchte…aber egal… leichter ist der Job auch nicht geworden…und in den letzten 7 Jahren hat man ihn von Posten zu Posten geschoben, so als ob man nicht wüsste, wie man ihn einsetzen soll.

Ach ja und MEIN Nachfolger hat sich krank gemeldet…..tztztz

Schlecht drauf – Teil 1

Heute bin ich nicht gut drauf…und es ist schon eine ganze Weile her, dass mich der Ärger und die Müdigkeit so sehr durchzieht, das ich bereits Mittags beschließe lieber wieder nach Hause zu gehen.

Die letzten beiden Tage und der Abend gestern haben mich echt geschafft.

Meine Chefin ist aus dem Urlaub zurück…und gestern Abend hatten mich  meine Vermieter zum Essen eingeladen….Zwei völlig unterschiedliche Dinge, aber Beides versetzt mich in ziemlichen Stress.

Bei meiner Chefinscheitert jede Form der Gelassenheit, denn ich weiß nie, was mich erwartet und das mag ich nicht. Am ersten Tag ist meine Chefin  in ein paar Situationen hektisch und halb panisch gewesen und ich hab nicht verstanden, warum sie diese für mich nicht ganz so spektakulären Dinge so in Hektik versetzt….aber ich habe mir auch keine weitere Arbeit aufdrücken lassen…und heute nun hat sie mir unmittelbar nach Ihrer Ankunft mit geteilt, das wir bald nur noch einen GF haben werden, anstelle von Zweien und  ich hab ihr unmittelbar meine Bedenken für eine paar Abläufe mit geteilt….wo ich auf jeden Fall noch Handlungsbedarf sehe und sie hat mit missbilligendem Erstaunen geantwortet.

Na prima und ich weiß schon jetzt,  genau das wird sie mir wieder einmal im Jahresendgespräch negativ um die Ohren hauen, weil ich  die Veränderung nicht freudig angenommen habe, sondern sofort  die Schwierigkeit im Ablauf angemerkt habe. Aber so funktioniere ich nun mal…ich kann unmittelbar den Finger in die Wunde legen….genau das ist ja mein Job, dafür zu sorgen, das die beschlossenen Abläufe funktionieren und was es bedeutet, wenn an einer Stellschraube gedreht wird….außerdem hat sie mir schon zu verstehen gegeben das einige Arbeiten dann an ihr hängen bleiben und vor ein paar Wochen (noch vor der  überraschenden Bekanntgabe, das einer der Chefs in Rente geht)  wollte sie schon Arbeit an mich abtreten…aber ich habe nicht gleich hier und jawohl  gesagt.

Na klar hab ich vor einem Jahr eine neue Mitarbeiterin bekommen, die 20Std. zusätzlich arbeitet. Aber das war ja als Entlastung gedacht, um die Arbeit vernünftig bewältigten zu können.  Von den 20 Std. hab ich die Kollegin ca. 10 Std. in der Woche an 4 Arbeitstagen für meine Arbeit und die anderen Stunden sind für meine andere Mitarbeiterin….und wir sind nun gut aufgestellt…

Aber wenn ich jetzt doch wieder zusätzliche Arbeit bekomme, dann hab ich ja nichts gewonnen…sondern habe das gleiche Problem wie vorher auch, d.h. viele der kleinen  – fast unsichtbaren Aufgaben gehen wieder unter…und DAS möchte ich nicht zulassen… na da werde ich wohl bald das ernsthafte Gespräch suchen müssen….hier kommt wieder einer meiner Lieblingssprüche zum Einsatz: „Nichts ist so beständig, wie die Veränderung“.