Personal-Gespräch

oder auch Personalentwicklungs-Gespräch ….früher hieß das auch mal: Leistungs-Beurteilung.

Wie man es auch nennen mag, gern hab ich solche Gespräche nicht…egal auf welcher Seite des Tisches ich dabei sitze. Aber durch meine eigenen Erfahrungen als Teamleiter, hab ich schon ziemlich klare Vorstellungen, wie sich ein Vorgesetzter in so einem Gespräch verhalten sollte.

Vor allem sollte er gut vorbereitet sein…Nachdem mir der Controller aber erzählt hatte, seine beiden Chefs wären jetzt nicht wirklich auf das Gespräch mit ihm vorbereitet gewesen, bin ich mit leichtem Unbehagen in das Gespräch gestartet.

Auch bei mir war es ein Teams-Meeting, auch bei mir war es in Englisch, aber eben nur mit unserem dänischen Chef (während mein Kollege noch unseren Deutschen GF dabei hatte).

Ich hatte mich gründlich auf das Gespräch vorbereitet, hab das Formular schon mal für mich vor-formuliert und dann war es eigentlich wie immer mit diesem Chef: ein gutes und lockeres, teils lustiges Gespräch …der Chef hat die Fragen gestellt…ich meine Antworten gegeben: Was läuft gut, was läuft schlecht, was waren meine Schwerpunkte, was würde mein Arbeiten erleichtern, worin sehe ich zukünftig meine Aufgaben…usw.

Da wir immer wieder ins Plaudern geraten sind, war die angesetzte eine Stunde eigentlich zu kurz…aber es gab viele neue Informationen…so mal eben nebenbei…aber eben auch seine Einschätzung meiner Leistung und meines Kommunikationsverhalten.

ER hatte sich für das Gespräch mit mir, nämlich richtig gut vorbereitet….sich von Kollegen und den Zwischen-Chef in DE und DK Rückmeldungen geben lassen, hatte mit dem für uns zuständigen DK-Geschäftsführer, mit dem ich auch zu einem Thema immer wieder Kontakt hatte, Rücksprache gehalten und mir ein sehr positives Feedback in allen Bereichen gegeben.

Das hat mich echt für einen Moment sprachlos gemacht….das Schönste was man mir sagen konnte: es erleichtert ihm die Arbeit, das er sich jederzeit auf meine Zahlen verlassen kann, ich mich an alle Abgabetermine halte und das jeder gerne mit mir kommuniziert.

Okay- also das war sogar nur das 2. Schönste. Das Beste war, das er von sich aus mein Gehalt angehoben hat, ohne das ich danach fragen musste und dann sogar noch auf genau den Wert, den ich mir als realistisch und angemessen vorgestellt hatte, ohne das ich das irgendwo mal erwähnt habe.

Auch wenn es ein wirklich gutes und positives Gespräch war, bin ich trotzdem froh es jetzt für dieses Jahr hinter mir zu haben.

noch einmal Dänemark – in der Probezeit

noch einmal Dänemark – in der Probezeit

…wahrscheinlich was es das letzte Mal in diesem Jahr, das ich in die Firmenzentrale hoch in den Norden Dänemarks reisen musste…. Die nächste Dienstreise dorthin wird voraussichtlich erst im Februar/März 2021 stattfinden.

Ist mir ganz Recht so….Dieses Mal waren es auch nur 2 Tage…also 1 Übernachtung. Das reicht auch.

Hinfahrt war am Dienstag…der Kollege ist gefahren….Ankunft kurz vor Mittag… meine Haupt-Schwierigkeit bestand darin, die Kollegen vom letzten Mal wieder zu erkennen und mit den richtigen Namen anzusprechen …hahaha…ich hab mich ganz erfolgreich da durch manövriert.

Seit unserer letzten Reise hat sich in der Zentrale auch schon einiges wieder verändert….viele neue Kollegen, eine neue Teamleitung, unsere Hamburger Abteilung wurde jetzt innerhalb des Konzerns „umgehängt“ und in der Abteilung wechselt auch noch die Chefin…also gibt es für uns aktuell keine direkte disziplinarische Führung….Fachlich gehören wir auf einmal in 2 Bereiche…also alles ist im Fluß….

Ich hatte in verschiedenen Abteilungen um Erklärungen/ Treffen gebeten und so waren die knappen 1,5 Tage Tage gut gefüllt. Alle Meetings waren gut und ich hab wieder eine Menge dazu gelernt, den Kontakt zu einigen Kollegen vertieft und mit einem Kollegen aus der Abteilung „Compensation“ ein richtig lustiges Meeting gehabt…da war auf Anhieb die gleiche Wellenlänge….schon unser vorheriger E-Mail-Austausch war lustig…aber immer informativ und zielführend.

Stück für Stück verstehe ich die Zusammenhänge und wo manchmal die Schwierigkeiten herkommen. Und von einer anderen Abteilung wurde ich gefragt ob ich unterstützen kann, weil ich als Deutsche evtl. besser verstehe wenn das Hauptzollamt im Beamtendeutsch Fragen zum Thema Stromsteuer stellt….nicht gerade mein Steckenpferd…aber ich hab ja ein paar Erfahrungen zum dem Thema und hab natürlich geholfen so gut es eben ging…

Das hat Spaß gemacht…war aber auch anstrengend….und irgendwann am Nachmittag war ich so platt, das ich nicht einmal mehr wusste was „Geburtstag“ auf Englisch heißt hahahaha…..Mein Speicher mit englischen Vokabeln war für diesen Tag einfach leer gesabbelt…puhhhh – zum Glück war dann auch bald Feierabend.

Schönes Ergebnis der vielen Gespräche mit „Gerade-weg-Teamleiterin“ / „Gerade-Noch-irgendwie-Chefin“ / „Gerade-Interims-Betreuung“ und dem Verantwortlichen der mit mir das Bewerbungsgespräch geführt hat: also meine Weiterbeschäftigung nach dem 30.09. ist überhaupt keine Sache…alles i.O. – alle sind zufrieden.

Prima – HURRA…die Probezeit hab ich damit hinter mir…. HA – na also – geht doch. Hier fühlt sich Niemand von meinem Wissen bedroht oder durch mein Auftreten eingeschüchtert….warum auch…und ich gebe mich genauso wie vorher auch….

Sooo nach Feierabend, ab ins Hotel, 10 Minuten Power-Napping, frisch machen und danach mit dem Controller getroffen. Wir waren uns einig, das wir die 3km zum Restaurant am Wasser entlang laufen … und es war eine gute Entscheidung…immer noch waren es noch fast 20 Grad. Wir konnten sogar noch draußen essen…Ich hab mich dieses Mal für frischen Fisch entschieden…und auch dieses Mal war das Essen klasse….. Vor lauter Hunger hab ich aber kein Foto gemacht…hahaha

Es war noch keine 20 Uhr das war es bereits stockdunkel….gut das mein Handy eine Taschenlampen-Funktion hat, sonst hätten wir auf dem Rückweg evtl. nicht die Abzweigung zum Hotel gefunden, das letzte Drittel des Weges war nicht beleuchtet.

Dafür war der Blick über das Wasser einfach klasse….