geröstete Kichererbsen als Snack

Gestern war ich den ganzen Tag irgendwie immer beschäftigt…vor allem war ich lange in der Küche und hab gekocht.

Im Internet ist mir durch Zufall ein Rezept aufgefallen, das ich gleich mal ausprobieren wollte: geröstete Kichererbsen als kleiner knackiger Snack für zwischendurch. Aha – und das schmeckt?

Ich esse Kichererbsen wirklich sehr gerne, vor allem als Kichererbsen-Curry…aber geröstet als Snack konnte ich mir das gar nicht vorstellen. Ich bin ein großer Liebhaber von Kartoffelchips und hab bisher nichts gefunden, was das Ersetzen könnte, daher sind Chips im Moment komplett vom Ernährungsplan gestrichen, was mir aber auch gerade überhaupt nicht schwer fällt.

Nun wollte ich es wenigsten einmal ausprobieren…denn seien wir doch einmal ehrlich, WAS genau mögen wir eigentlich so an Kartoffelchips: also bei mir ist es das knacken beim reinbeißen, das ständige reingreifen und es sind die Gewürze…und der Träger ist eben die Kartoffel….und das komplette Ergebnis macht es eben so lecker.

Also hab ich das Rezept auf die Schnelle – es geht wirklich sehr unkompliziert, ausprobiert:

Ein Glas Kichererbsen unter kaltem Wasser abspülen, vorsichtig trocken tupfen und in eine Schüssel geben. 1 Esslöffel Olivenöl, 1 Teelöffel geräuchertes Paprikapulver, etwas Pfeffer, normales Paprikapulver und jedes Gewürz das ihr mögt dazu gehen und 1 Teelöffel Speisestärke: alles gut vermengen und dann auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und knappe 30 Minuten bei 190-200 Grad backen, bis sie RICHTIG knusprig sind:

Nach 2/3 der Backzeit hab ich mal eine probiert…da waren sie noch nicht wirklich knusprig und es schmeckte mir gar nicht, weil die Kichererbse innen noch weich war.

Nach Ende der Backzeit hab ich sie dann, noch warm, probiert und jetzt haben sie mir auch gut geschmeckt….es knuspert schön im Mund…durch die Gewürze haben sie einen sehr intensiven Geschmack und auch später, als sie kalt waren, schmeckten sie mir immer noch.

Es gibt aber einen ganz großen Unterschied zu Kartoffelchips…es fehlt dieses Verlangen immer wieder in die Tüte greifen zu wollen (müssen).

Geröstete Kichererbsen sind ein relativ gesunder Snack oder auch eine lustige Beilage zum Salat, anstelle von Croutons…aber sie machen nicht süchtig, denn es fehlt diese untrügliche industrielle Kombination aus Fett, Geschmacksverstärkern, Salz und Zucker, der uns immer wieder zugreifen lässt. Aber das muss ja nicht verkehrt sein…

das heißt ja nicht, das ich nie wieder Chips essen werde, sondern das ich die Wahl habe…je nach Gemütslage und Tagesform.

Ernährung – mal eben umgestellt

Vor ziemlich genau 4 Wochen hab ich meine Essgewohnheiten noch einmal komplett einer Prüfung unterzogen und ohne große Vorbereitung einfach mal geändert.

Der Anteil an Nudeln, Brot, Kartoffeln und Reis war einfach zu hoch geworden….und das obwohl ich ohnehin viel Gemüse und wenig Fleisch esse….das Verhältnis stimmte aber einfach nicht mehr…jetzt liegt mein Fokus auf frischem Gemüse und auch auf Salaten (die ich sonst eher weniger esse) …und die Beilagen wir Brot, Reis und Kartoffeln sind tatsächlich nur noch Beilagen bzw. ich lasse sie sogar oft weg. Nudeln hab ich mal für eine Weile ganz gestrichen – ich liebe Nudeln 🙃, aber die angebotenen Alternativen wie Vollkorn- oder Erbsennudeln o.ä. krieg ich nicht durch den Hals.

Außerdem mache ich seitdem „Intervall-Fasten“ mit der Formel 16:8…das ist eine Ernährungsform die dem Körper 16 Stunden am Tag Zeit gibt, sich zu regenerieren. Die Nahrungsaufnahme findet dann in den restlichen 8 Stunden des Tages statt.

Das bedeutet ich esse abends ab ca.19 Uhr nichts mehr und dann erst wieder ab ca. 11 Uhr am nächsten Vormittag. Das geht erstaunlich gut….und ich habe damit sogar in den ersten 3 Wochen fast 3kg abgenommen.

Damit fühle ich mich jetzt wieder normal mit meinem Gewicht…und ich hatte bisher auch keine Heißhunger-Attacken auf irgendetwas….ich kaufe jetzt noch mehr Gemüse ein, als ohnehin schon. Dazu verfeinere ich mein Essen mit täglich einer Handvoll Nüssen, Käse und Fisch. Geflügel gibt es weiterhin 2-3x pro Woche auch.

und damit es auf einem Teller nicht langweilig und einseitig aussieht, gibt es meistens, bei reinen Gemüsegerichten, gleich 2 oder 3 verschiedene Gemüse-Zubereitungen….der Rest kommt dann in den Kühlschrank und wird für den nächsten Tag mit verarbeitet.

So sind gebratener grüner Spargel mit Champignons am nächsten Tag auch für einen kalten Salat geeignet…und die Reste der gebratenen Mairübchen mit Knoblauch vom Vortag, gab es am nächsten auf einer Scheibe Vollkornbrot und etwas Käse überbacken oder die Reste vom Ofengemüse kann man wunderbar als Belag für eine selbstgemachte Pizza nehmen (beides ohne Bild – aber lecker)

So bleibt der Blick auf dem Teller bunt und abwechslungsreich und Gemüse esse ich ja eh sehr gerne.

Was ich sehr erstaunlich finde ist, das mein Blutzucker-Spiegel, trotz der langen Essenspausen, nicht absackt…ich fühle mich ausgeglichen und wohl damit….bin lange satt von meinen Gerichten und esse auch jeden Tag ein Stück Schokolade und meine Haferkekse ohne etwas zu vermissen….

… außer an dem Tag wo bei uns in der Firma auf der Dachterrasse gegrillt wurde…aber da ich sowieso nicht an dem Fußball-Abend-Grill-Event teilnehmen wollte, hab ich dann zügig das Weite gesucht…Grillgeruch lässt mir immer noch das Wasser im Mund zusammenlaufen….

Back-Tag

Eine aufgeräumte und saubere Küche verleitet mich immer wieder, auch spontan, sofort wieder Unordnung zu machen…das geht bei mir ganz leicht, denn die Küche ist relativ klein.

Nach dem Abwasch am Vormittag, sah es so sauber aus, das ich mich entschloss, endlich mal wieder meine bewährten Haferkekse zu backen und zwar gleich die doppelte Menge und dazu noch die Mandelkekse…also insgesamt 4 Backbleche.

Beide Kekse enthalten viele Haferflocken, weniger Zucker und Butter..sind einfach und schnell zu machen. Die reinen Haferkekse sind dünn, knusprig, sehr lecker und halten lange vor…d.h. der Blutzuckerspiegel fällt nicht so schnell ab. Die Mandel-Haferflocken-Kekse sind etwas dicker und nur leicht knusprig…deshalb hab ich sie etwas länger im Ofen gelassen…was man an der Backfarbe zu erkennen kann. Auch sie sind lecker und haben dazu eine leichten Zimtgeschmack.

Ich mache es mir mit den Keksen einfach, indem ich den Teig komplett über das gesamte Backblech ausrolle und dann mit dem Pizza-Schneider in Rauten / Rechtecke vorschneide und erst nach dem Backen in Stücke breche…so verschwende ich keine Zeit mit dem Ausstechen und der Platz auf dem Backblech wird optimal genutzt…für alles Andere wäre ich auch einfach zu ungeduldig. Das macht die Kekse jetzt optisch eher rustikal…sind aber auch nicht zum verschenken gedacht und meine Kollegen kennen die so auch schon von mir und essen sie trotzdem….also bis auf einen Kollegen: dem sind sie „zu gesund“.

Und da der Ofen ja gerade heiß war, hab ich die Reste der Mandeln und das was Schrank und Obstkorb noch so zu bieten hatten, zu einem Kuchen verarbeitet…ganz ohne Rezept:

Heraus gekommen ist eine (fast) vegane Mandeltarte mit Äpfeln, Apfelmus und einer Banane.

Das der Boden quasi vegan ist, war eine notwendige Entscheidung, als ich im Kühlschrank keine Eier mehr fand…und die Butter auch nicht mehr ausreichte. Die ganzen Mandeln hab ich grob gemahlen, mit etwas Mehl, Zucker, Vanillezucker, etwas Backpulver, Margarine und einem Schuss Milch (deshalb nur FAST vegan) zu einem Teig verarbeitet, in die Springform verteilt…eine leichte Schicht Apfelmus aus dem Glas darauf gegeben, die Banane in Scheiben in der Mitte verteilt, und säuerliche Äpfel mit Schale in schmale Spalten geschnitten und auf dem gesamtem Boden verteilt. Darüber etwa Zimt und Zucker und in der Mitte noch etwas Apfelmus darüber gegeben…bei 170 Grad für 40 Minuten backen.

Der grobe Mandelboden passt prima…war aber in der Mitte etwas zu weich…beim nächsten Mal, würde ich den Apfelmus nicht bis ganz in die Mitte des Bodens verteilen…Aber lecker ist die Tarte trotzdem

Quiche mit Lauch und Skyr

Was mir immer mehr Spaß macht, ist, das es tatsächlich möglich ist, leckere und einfache vegetarische Gerichte zu kochen, auch ohne zu irgendwelchen Industrie-Ersatzprodukten zu greifen…ich verzichte ja nicht freiwillig auf Fleisch, sondern reduziere meinen Fleischkonsum aus Gesundheitsgründen…aber nach einem Jahr fehlt mir fast gar nichts auf meinem Teller…und für das restliche Yummy-Gefühl hab ich ja 2x in der Woche Fleisch auf dem Speisezettel…

Angelehnt an eine „Quiche Lorraine“ hab ich eine vegetarische Quiche mit Lauch, Zucchini, Frühlingszwiebeln und grünem Spargel selber gemacht.

Bereits im letzten Jahr hatte meine Schwester eine Tarte- oder Quiche-Backform, mit Wellenrand, aus Silikon übrig und ich hab sie mal „vorsichtshalber“ mitgenommen….man weiß ja nie, wann man die mal gebrauchen kann. Silikon-Backformen hab ich sonst eigentlichen nur für Kleingebäck und war etwas skeptisch.

Nun hab ich mich, beim Blick in meinen Kühlschrank, mal wieder an die ungenutzte Form erinnert und schon war der Plan da: es Wird eine Gemüse-Quiche geben…aber in der etwas gesünderen Variante: also ohne Sahne – dafür mit Skyr und Milch, der Mürbteig mit etwas weniger Butter, dafür einem Schuss Wasser extra, und das Mehl war 50/50: Weizenmehl 550er/ Vollkornweizenmehl

Der Mürbteig-Boden ist super lecker, schön mürbe, die Gemüseauswahl perfekt und die Entscheidung für die Masse mit Eiern, Milch, Skyr und Käse zu machen, war echt ein Gewinn….ist saulecker:

Teig: 125g Weizenmehl 550er, 125g Weizenvollkornmehl, 100g kalte Butter, etwas Wasser, etwas Salz schnell zu einem Mürbeteig kneten und für 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen

Gemüsefüllung: 2 Stangen Lauch, 2 Stangen Frühlingszwiebel, 1/2 Bund grünen Spargel, 1 Knoblauchzehe, 1 Möhre, 2 Zucchini klein schneiden und in Olivenöl mit etwas Pfeffer, Majoran und Thymian anbraten und abkühlen lassen

Soßen-Füllung: 200g Skyr (oder Quark), 3 Eier, 110ml Milch, 20ml Wasser, 100g geriebener Käse, Pfeffer aus der Mühle, Cayenne-Pfeffer und Salz mit einer Gabel zu einer zähflüssigen Masse rühren.

Den Teig zügig ausrollen und in die Quiche-Form drücken (ich hab auch die Silikonform leicht eingefettet) mit einer Gabel den Boden mehrfach einstechen, das Gemüse darauf verteilen, danach die Käsesoße und bei 170Grad für 50 Minuten im Backofen garen.

Ich war echt verwundert, wie gut sich die Silikonform anschließend vom Ergebnis lösen lief und die Quiche ist einfach lecker und unkompliziert.

Zufalls-Tacos

Nach meinen Auberginen-Talern gestern, ist einiges vom eigentlichen Brat-Gemüse übriggeblieben…und heute Mittag fand ich das dann auch irgendwie….langweilig.

Also habe ich beschlossen den Rest als Füllung für ein paar Tortillas zu nehmen…hmmm irgendwie sind mir die Tortillas aber nicht gelungen..denn die sollten ja eigentlich weich sein und so wurden es Tacos. Und das war auch gut so:

Jetzt passte alles zusammen: Tacos gefüllt mit Bratgemüse, etwas Chili-Soße und Ketchup mit einem Hauch von Käse, überbacken im Backofen – super lecker und so gar nicht langweilig

Die Tacos bestehen nur aus Mehl, etwas Backpulver, Olivenöl, Wasser und ganz wenig Salz…und obwohl sie nicht wirklich dünn sind, sind sie leicht knusprig, genug – um nicht durchzubrechen und die Füllung zu halten.

Auberginen-Medaillons mit Parmesan

Während es draußen unerwartet stürmt und wieder kalt geworden ist, hab ich mir (im übertragenen Sinne) die Sonne auf den Teller geholt.

Eigentlich wollte ich nur eine normale Gemüsepfanne braten und dazu kleine Putenschnitzel….doch dann kam mir gestern eine Fernsehsendung in die Quere und ich habe für heute spontan umdisponiert…

Aubergine ist normalerweise nicht ganz so mein Geschmack, aber das klang irgendwie nach leicht und lecker…also hab ich es ausprobiert:

Also ich muss sagen, wenn ich die Putenschnitzel nicht schon eingekauft gehabt hätte…sie wären für das Gericht nicht nötig gewesen. Die Auberginentaler mit einer parmesanigen Tomatensauce und geriebenen Parmesan überbacken war echt lecker..

Die Sendung hieß „Einfach Kochen mit Mary“ …und ich bin durch Zufall hängen geblieben, als es um das entwässern der Aubergine ging.

Hier auf die Schnelle das Rezept, soweit ich mich daran erinnere und wie immer hab ich mal gleich meine eigene Anpassung vorgenommen: Eine Aubergine in 1-1,5cm breite Scheiben schneiden, mit Salz bestreuen und 20 Minuten stehen lassen. Danach mit einem Tuch das Wasser von der Oberfläche tupfen. Olivenöl in eine Auflaufform geben und die Taler darin wälzen, mit etwas Salz und Pfeffer würzen (ich hab vorher noch mit einer aufgeschnittene Knoblauchzehe drüber gerieben) dann in den Backofen 30 Minuten bei Umluft backen…ich wusste die Gradzahl nicht mehr, und hab mich für 180Grad entschieden. Das hat geklappt.

Witzig war die einfache Tomatensoße: eine Dose Tomaten in einen Topf geben, dazu eine geschälte Zwiebel in 2 Hälften und ein Endstück vom Parmesan dazu geben, etwas Olivenöl, etwas Zucker, Salz, eine Knoblauchzehe, Pfeffer und ich hab noch Kräuter der Provence genommen, alles im Topf köcheln lassen, mit einem leicht geöffneten Deckel. Bei mir gab es noch einen Schuss Wasser dazu und etwas Tomatenmark, damit die Soße auch wirklich in 1/2 Stunde gut reduziert und andickt. Danach die Zwiebel und den Parmesanrand wieder entfernen.

Die fertig gegrillten Auberginen nun mit der Tomatensoße überdecken, die Schale dient dabei wunderbar als Rand, so das die Soße wirklich nicht übergelaufen ist und darüber etwas geriebenen Parmesan. Zurück in den Backofen, bis der Käse geschmolzen ist.

Also sooo schmeckt mir die Aubergine echt super.

Im Film hatte die Köchin einen Tomatensoßen-Spiegel auf den Teller gegeben und mehrere der Taler übereinander gestapelt angerichtet. Da ich mich kenne, fand ich es sicherer die Taler lieber nebeneinander anzurichten…da ist das Schlabber-Risiko eindeutig geringer.

Protein Bagel ohne Hefe

Mit Blick auf einen Becher Skyr im Kühlschrank, hab ich mich an ein Rezept aus dem Internet erinnert….Protein-Bagel ohne Hefe, dafür mit Skyr und Dinkelmehl…

Ich hab alle Zutaten zusammen gemischt, Bagel daraus geformt, jeden Teigling für 20 Sekunden in heißem Wasser gesiedet, in Sesamkörnern gewälzt und dann für 30 Minuten im Backofen gebacken…und natürlich hab ich die ersten Beiden noch heiß mit Butter und etwas Käse belegt, gleich gegessen…hmm erstaunlich luftig und lecker:

Hier das ganze Rezept für den Teig:

450g Dinkelmehl 630, 400g Skyr, 4 TL Backpulver, 80ml Öl, 100ml Wasser, etwas Salz, etwas Thymian/Oregano, Sesam nach Geschmack…und noch mehr Sesam, um die Teiglinge nach dem Sieden darin zu wälzen. Dann bei 190Grad für 30 Minuten bei Umluft backen.

Frühlingsrollen – mal etwas anders

Manchmal ist es Zufall wenn ein schönes Essen entsteht.

Ich hatte gestern alles restliche Gemüse aus dem Kühlschrank klein geschnibbelt und in der Pfanne scharf angebraten, dann mit asiatischen Gewürzen, Salz und Pfeffer gewürzt, mit etwas Zucker karamellisiert und anschließend mit einem Schluck Wein abgelöscht. Geschmacklich war es schön rund, aber das Ergebnis war etwas schärfer als geplant.

Also wollte ich heute das Gemüse mit Käse überbacken und dazu sollte es mein selbstgebackenes Roggen-Mischbrot geben. Aber schon während des Abschmeckens hab ich die ganze zeit an Frühlingrollen denken müssen…aber ich hab weder Reisteigplatten im Gefrierschrank, noch Filo-Teig oder ähnliches vorrätig. Die Reisteigplatten wollte ich schon seit gefühlt einer Ewigkeiten mal wieder kaufen.

Ohne großartig nach einem Rezept für chinesische große Frühlingsrollen zu schauen, hab ich einfach einen Teig aus Mehl, Salz, Eier und Wasser hergestellt….fast so, als ob ich Nudeln machen wollte.

Den Teig hab ich anschließend dünn ausgerollt, Vierecke abgetrennt mit dem Gemüse gefüllt, gerollt und anschließend in heißem Rapsöl frittiert:

Dazu gab es dann etwas Sojasoße und die restliche Sweet-Chili-Sauce von der letzten Sushi-Bestellung…und auch wenn der Teig durch die Eier nicht soo knusprig war, wie in den entsprechenden Restaurants…aber so ganz frisch gebacken sind sie für mich knusprig genug…und zusammen mit dem scharfen Gemüse passt das prima und war richtig lecker.

Erst später hab ich im Internet gelesen das ein anderes Rezept noch knusprigere Ergebnisse liefert, in dem man aus den gleichen Zutaten einen zähflüssigen Teig herstellt, diesen portionsweise in einer Pfanne einseitig zu dünnen Fladen backt, dann erst mit dem Gemüse füllt und anschließend im Fett ausbackt. Ja – das klingt auch sehr gut – heißt aber auch doppelte Zeit am Herd…aber das merke ich mir für ein anderes Mal.

Meine Zufalls-Variante geht auf jeden Fall schnell und unkompliziert.

Winteressen – Gulasch

Mit dem Absinken der Temperaturen in Richtung 0 und darunter, kommt bei mir wieder der Wunsch nach klassischen Winter-Gerichten hervor. Und was bietet sich da als Erstes an? Ein klassisches Gulasch. Schon seit einigen Wochen weiß ich, dass ich davon nichts mehr im Gefrierschrank habe – nun wird es also Zeit für einen großen Topf voll Gulasch – ähmm oder einen vollen Bräter..denn ich mache es schon seit Jahren im Backofen.

Nach Feierabend im Homeoffice bin ich Mittwoch also losgezogen und habe je 1,5 kg Rind- und Schweinefleisch eingekauft, dazu noch knappe 2kg Gemüse: frische Paprika, Zwiebeln, Pilze frisch und aus der Dose.

Immer noch hab ich keine Bräter für den Induktionsherd, musste also alles etappenweise in einem großen Topf anbraten und anschließend in den Bräter umschütten…um dann das Ganze im Ofen für 1,5 Stunden kochen zu lassen, Danach alles noch einmal abgeschmeckt und die Pilze dazu gegeben:

Der Bräter blieb nun die ganze Nacht im heißen, aber jetzt ausgeschalteten Backofen und am nächsten Morgen war es immer noch warm und alles war zu einem wunderbaren Eintopf zusammengegart. Das Fleisch war wunderbar mürbe und durch den geschlossenen Deckel blieb aller Geschmack im Bräter…jetzt musste nur noch die Soße angedickt werden.

Wer sich Sorgen um die verkochten Vitamine im Gemüse macht: das stimmt zwar – aber lecker ist es auf jeden Fall…das ist ein Winter-Wohlfühl-Essen.

Aus dem vollen Bräter hab ich dann sehr viele 1-2er Portionen abgefüllt und eingefroren. Und die erste Portion gab es gleich mittags mit gekochten Nudeln…

Gemüse-Lasagne mit selbstgemachten Nudeln

Seit langem ist das meine beste Lasagne, was vor allem an den selbstgemachten Nudeln und den vielen Champignons im vegetarischen Tomaten-Ragout liegt….sie ist unglaublich lecker geworden.

Bisher hab ich meine selbstgemachten Nudeln immer trocknen lassen und wusste nicht so recht, wie ich die Lasagneplatten so hinbekomme, wie die Gekauften. Bis ich vor ein paar Tagen mal wieder eine Sendung mit Jamie Oliver gesehen habe…ach so …der nimmt die frisch gewalzten Nudeln und lässt sie einfach über die Auflaufform lappen, um sie dann zum Schluß als Deckel zu nutzen…auf die Idee bin ich gar nicht gekommen.

Den Nudelteig hatte ich bereits gestern gemacht (nur Mehl, Salz und Wasser – ohne Ei) und hab den Teig mit dem Nudelholz ganz dünn ausgerollt und mit der ersten Schicht die gefettete Auflaufform ausgelegt.

Gleichzeitig köchelt schon die Lasagne-Füllung: Zucchini, Paprika, Knoblauchzehen und roten Zwiebeln und Tomatenmark in Olivenöl angebraten und mit etwas Zucker leicht karamellisiert. Anschließend mit etwas Rotweinessig und einem Schuß Masala und Gemüsebrühe abgelöscht und mit einer Menge kleingeschnittener Champignons und Tomatenpüree aus dem Glas (Passata) aufgefüllt und für ca. 15-20 Minuten bei geringer Hitze leicht kochen lassen. Gewürzt hab ich das Ganze mit Salz, Pfeffer, frischem Oregano und Thymian.

Dann das Gemüseragout auf den ersten Nudelteigboden geben und Mozzarella darüber…dann die nächste etwas kleiner ausgerollte Nudelplatte darauf geben und erneut mit Gemüseragout und Mozzarella belegen…nun die überlappende Nudelgrundplatte über den Auflauf ziehen und noch einmal mit geriebenem Mozzarella belegen. Für ca. 30 Minuten bei 180Grad Umluft in den Ofen geben.

Erst spät beim Kochen hab ich über die Béchamelsauce nachgedacht und dann doch auf diese klassische Soße verzichtet.

Nur jetzt machte ich mir etwas Sorgen ob die Nudeln so ohne Soße auch tatsächlich gar werden würden. Und WIE das geklappt hat – die Feuchtigkeit aus dem Gemüseragout hat für diese dünnen Nudelplatten ausgereicht…man das ist einfach nur LECKER.