Ein schöner Abschluss

Ein schöner Abschluss

…für dieses heiße Sommer-Wochenende

Nachdem ich den Tag heute eher faul und müde  zuhause auf dem Balkon verbracht habe,  bin ich gegen Abend spontan ins Auto gestiegen und nach Wedel gefahren.

Mein Rad war ja von gestern noch im Auto…also rauf aufs Rad….aaaach so gegen 20 Uhr waren es noch ca. 27 Grad  so war schon durch den Fahrtwind die Abkühlung zu spüren….und am Hettlinger Ufer hab ich mich am Strand nieder gelassen,  meine Shorts hochgekrempelt und bis zu den Knieen im Elbwasser am Ufer entlang geschlendert…dazu ein herrlicher Sonnenuntergang…

….. mehr gibt es eigentlich nicht zusagen…. außer das es insgesamt  heute locker leichte 36km mit dem Rad waren.


 

Zuviel Hitze – Abkühlung im Bach

Nachdem ich den Vormittag gut beschirmt  und entspannt auf dem Balkon verbracht hatte,  wurde es endlich gegen Mittag Zeit doch noch etwas zu unternehmen. Dachte ich zumindest. Einkaufen oder gar Wohnung putzen …oooch nöööö… nicht heute – nicht bei über 30 Grad .

Eine Runde mit dem Rad wäre schön….aber bloß nicht am Wasser (was ich ja eigentlich liebe) …da ist es bestimmt viel zu voll…am Besten also in den Wald.. Anstatt also einfach  loszuradeln und den Nachmittag im Klövensteen (um die Ecke bei mir) zu verbringen…hab ich das Rad ins Auto verfrachtet und bin in Richtung Lüneburger Heide gefahren.

Hinter Buchholz i.d.Nordheide  hab ich dann einfach mein Auto an einem Waldgebiet abgestellt und bin los gefahren…aber so richtig schöne Radwege durch den Wald hab ich nicht gefunden….es gab teilweise wunderschön durch Bäume beschattete Wege entlang der Landstraßen…aber durch die  am Rande liegenden Felder und Straßen gab es dort keine wirkliche Abkühlung, wie man es sonst im Wald hat.

Das zeigt mal wieder: spontane Fahrten sind zwar oft gut, manchmal hilft aber eine Planung den Tag schöner zu gestalten…denn hätte ich im Vorfeld einfach mal im Internet nach geschaut, wäre ich sehr schnell auf zumindest eine romantisch anmutende Rad-Wander-Strecke gestoßen: den Heidschnukenweg.

So bin ich erst einmal der Landstraße gefolgt…was den Vorteil hatte ich hab

  1. ein Hofgut gefunden, das Abends  einen „Grillschmaus“  auf dem Hof in einer  malerisch natürlichen Umgebung anbietet (so mit Heidschnucken-Kotelett und Bratkartoffeln) das hab ich mir gleich mal notiert 😄
  2. ein „Hof-Cafè unter alten Eichen“ gefunden…. Der Hofladen war riesig…mir schon wieder viel zu groß und von Geschirr, über Eingemachtes bis zum Kerzenständer und Servietten boten die alles an….daneben aber auch selbstgebackene Kuchen

Ich hab mich dann mit einem großen Stück Pflaumenkuchen mit Sahne und einem Becher Kaffee in den großen Garten gesetzt und die Seele baumeln lassen….

wp-15969586533477940970262519651518.jpgDer Kuchen war aussergewöhnlich….es war kein Hefeteig oder Mürbteig aus Weißmehl, sondern eine Art Buchweizen-Nussboden. War aber stimmig und lecker.

Das Radfahren insgesamt empfand ich als anstrengend bei  fast 33Grad Hitze und absoluter Windstille  und bereits nach etwas mehr als 20km hatte ich auch keine Lust mehr.

Am  Anfang der Tour bin ich auf der Suche nach einem Weg durch den Wald durch Zufall an einem Bach im Wald gelandet….dort habe ich mich dann am Ende der Tour nieder gelassen…und mit den Füßen im Wasser etwas Abkühlung erhalten.

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aaaach – das hat sooo gut. Das Wasser war eisig kalt….eine Gruppe Jugendlicher hatte die gleiche Idee und die sind in Badeklamotten durch das Bächlein gewartet…hahaha…was bei dem kalten Wasser zu einigem Juchzen und Jubelschreien führte…aber sie waren friedlich und freundlich…und hatten ihren Spaß….

Irgendwann war es mir aber zu laut und ich hab mich auf den Rückweg begeben.

Die Anstrengung in der Hitze hat mir, trotz der Abkühlung im Bach, zugesetzt…mein Kopf war immer noch gut gerötet (ich hatte einen Sonnenhut auf) und mein Körper fühlte sich ermattet an…. Na egal….den Rest des Abends hab ich nach Sonnenuntergang dann auf dem Balkon verbracht….

sturer Esel und der Stier in Mir

…nach der blöden Tour vom Sonntag, hab ich gleich am Montag nach Feierabend eine Entspannungstour gemacht:  Jetzt nichts Großartiges, dafür aber direkt vor der Haustür gestartet. Und DAS war genau so, wie ich es mir am Sonntag gewünscht hätte:

ruhig, entspannt und locker rund um Klövensteen, Buttermoor, Tävsmoor, Appen und  Moorrege zurück nach Hause…das waren   rund 32km.

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Es waren optimale Bedingungen: fast gar keine Menschen, leicht kühler Wind und ich hatte vorher  gegessen…hahahha ein nicht zu unterschätzender Faktor, der sich sehr stark auf mein inneres Wohlbefinden auswirkt. Nach der Tour fühlte ich mich erfrischt…nicht erschlagen.

Eigentlich hätte die Tour am Sonntag auch gut werden können, wenn ich es geschafft hätte, ein paar Parameter leicht zu verändern.

Normalerweise gelingt mir das auch…aber manchmal bin ich halt stur wie ein Esel und schaue weder nach rechts noch links…

und als Stier will ich dann auch unbedingt mit dem Kopf durch die Wand. Manchmal gewinnt eben doch die Wand…was ich aber nicht wahrhaben möchte…

Also getreu den Lehren des Konjunktiv II: hätte, wäre, würde

  • Hätte ich irgendwo an der Strecke eine Kleinigkeit gegessen, dann wäre ich innerlich entspannter gewesen
  • Hätte ich einfach meine Route geändert, dann wäre ich nicht so durch den Straßenverkehr gestresst gewesen
  • wäre ich nicht so stur gewesen, hätte der Tag schön werden können

Egal, manchmal tut so ein Brummeln ja auch gut…

Im Laufe der Jahre haben die Viecher: Esel und Stier schon für so manchen Zoff in meinem Leben gesorgt, aber mit zunehmendem Alter richtet sich diese Sturheit meistens nur noch gegen mich selbst…so nach dem Motto: Das hast Du Dir selber eingebrockt…dann Löffel es jetzt auch aus….

Insgesamt jedoch bin ich wesentlich nachsichtiger und milder mit meiner Umwelt…da  sehe ich interessanteweise bei mir einen Zusammenhang mit den Wechseljahren.. Im gleichen Maße wie mich die Auswirkungen mit Hitzewallungen und Veränderung des Körpers im Griff haben,  bin ich entspannter geworden.

Altersmilde?  hahaha  kampfesmüde trifft es eher. Ich war früher eher bereit für meine Sichtweisen einzustehen und  Wissen durchzuboxen…gerade im Job merke ich, das ich heute nicht mehr den Ehrgeiz habe, jeden kleinen Fehler, der mir begegnet, auch  unmittelbar auszubügeln….meine Eigenen schon, nicht aber mehr die von Anderen. Früher hätte mir das keine Ruhe gelassen….

Wenn mir heute Wissenslücken auffallen, also Fehler die öfter auftauchen, dann lenke ich das Gespräch irgendwann mal auf das Thema und erwähne die Regeln, so als Nebenbei-Information, als Allgemeingut…

Ob das wirkt? Keine Ahnung – zumindest mir hilft es gelassener durch die Welt zu gehen..

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fahrrad-Tour #7 – Das war Mist heute

Fahrrad-Tour #7 – Das war Mist heute

Also der Plan war mit dem Auto bis in die Nähe des Teufelsbrück Fähranlegers zu fahren, dann mit dem Rad die Fähre über die Elbe zu nehmen, um dann von Finkenwerder grob in Richtung Buxtehude / Stade zu fahren…..

Irgendwie war ich voll in Gedanken als ich losfuhr…also hab ich erst einmal meinen Proviant und andere Dinge zuhause vergessen.

Dann bin ich dem Navi gefolgt…immer noch in Gedanken und hab mich auf die A23 lotsen lassen… Schwerer Fehler!  Durch den Stau auf der Autobahn hat es fast 1 Stunde gedauert. Wäre ich, wie eigentlich vorgehabt, über Schenefeld/Lurup gefahren wäre ich in weniger als der Hälfte der Zeit am Zielpunkt angekommen.

Die Parkplatzsituation war jetzt auch nicht so dolle und so hab ich in einiger Entfernung geparkt…kein Problem…wollte ja eh mit dem Rad fahren….noch war ich guter Dinge….

Da ich in dieser Gegend ja schon mehr als einmal war, dachte ich …den Weg  zum Anleger finde ich locker. Jaaa – neee…gefunden hab ich ihn erst, nachdem ich mich immer wieder in die falschen Richtungen bewegt hatte….bis ich mir dann endlich von Google Maps habe helfen lassen..

Am Fähranleger angekommen, hätte mich die Menge an Menschen mit Rädern eigentlich warnen sollen…ach quatsch…das geht schon, die Fähre bietet bestimmt viel Platz.  Hmmm – Es ist eine Personenfähre auf der Fahrräder in bestimmten Bereichen erlaubt sind. Also eine geschlossene Fähre…d.h. es gab zwar für Personen ein Oberdeck und drinnen auch viel Platz zum Hinsetzen…das ist aber mit Rad illusorisch….also haben sich  ALLE Radfahrer mit ihren Rädern auf engsten Raum zusammen gedrückt….während der Rest der Fähre so gut wie leer war. Nur gut, das die Überfahrt nur ein paar Minuten dauert…puh.

Also JETZT war meine Lust auf diese Tour schon fast auf dem Nullpunkt angekommen. Mir war viel zu warm, es waren viel zu viele Menschen (aber immerhin mit Mund-Nase-Schutz), das Wetter war bedeckt und schwül-warm…keine Sonne und ich hatte Hunger.

Und jetzt habe ich das mit dem Proviant gemerkt …Gaaaanz schlecht…ich hatte noch nicht wirklich viel im Magen und wollte später noch auf dem Balkon grillen…also wollte ich nicht irgendwo Einkehren….Mist hätte ich das vorher gemerkt, wäre da noch mein kleiner „Notfall-Proviant“ (Kekse und Schokoriegel) im Auto gewesen….na gut…dann muss es eben so gehen. Ich neige bei Unterzuckerung leider manchmal zu Hunger-Aggressionen…das ist mittlerweile zwar sehr selten bei mir geworden….aber heute fühlte es sich so an, als ob es nicht mehr lange dauern würde…

Ich bin trotzdem gestartet und hatte wie erwartet Gegenwind…und dann war der Weg einfach blöd….in Richtung Industriegebiet und um Airbus herum: immer an der Straße entlang und es kam Auto um Auto um Auto….und auf der anderen Seite war der Deich….und immer wieder Auto um Auto um Auto um Auto…. neeeee – so macht das keinen Spaß. Da war ja sogar die Fahrt in Frankfurt um das Hoechster Industriegebiet ein Hochgenuss…da waren am Wochenende wenigstens kaum Autos unterwegs…

Ich bin dann ein paar km genau so gefahren…immer an der Straße entlang mit Auto um Auto um Auto um Auto um Auto. Dann hat es mir gereicht: ich hab angehalten, gewendet und  bin zurück gefahren… an einem Obststand hab ich noch Erdbeeren, Kirschen und  Äpfel gekauft und mich an einem See niedergelassen. Endlich etwas zu Essen. LECKER das Obst…es war immerhin schon nach 15 Uhr….die Ameisen fanden mein Obst auch lecker…glaub ich…. zumindest waren genügend dieser Tieren bei mir.

Also wieder zum überfüllten Fähranleger, wieder eng-an-eng auf der Fähre….und dann endlich war ich wieder am Auto…auf dem direktesten Weg zurück nach Hause und erst einmal Hitze, Staub und schlechte Laune abduschen….Ab auf den Balkon.

Und dann war alles wieder gut…Ich hab schnell Pellkartoffeln aufgesetzt, das Bauchfleisch gewürzt, die Maiskolben vorbereitet , mein Brot  geschnitten und den Grill angeschmissen….die Sonne kam raus und ich war froh wieder Zuhause zu sein. Das Essen war klasse lecker und ich jetzt zufrieden und friedlich…

Das waren heute zwar auch 35km mit dem Rad….fühlte sich aber nicht gut an….hahaha  Da meine Ausflüge in der Regel sehr schön und entspannend sind, fällt das heute unter die Regel der Ausnahme…

Ach ja eine lustige Anekdote gibt es doch noch: Als ich das Fährticket für die Rückfahrt am Automaten gekauft habe…spuckte der Automat jeeede Menge 10Cent Stücke aus….ich hatte mit einem 5 EUR -Schein bezahlt….als ich aber sah, das da auch  je ein 1 und ein 2 EUR Stück dabei war ,hab ich mal grob überschlagen….der Automat hat mir viel zu viel zurück gegeben…mehr als ich eigentlich eingeworfen hatte…. Der Mann vor mir meinte auch, er hätte mehr zurück bekommen, als er eingeworfen hat…okay – so hab ich die Fähre quasi umsonst benutzt…und kann nicht mal etwas dafür….

 

 

 

 

Fahrrad-Tour #6 – Am Kanal

Fahrrad-Tour #6 – Am Kanal

Am Sonntag war ich bereits früh um 7 Uhr munter und um 8 Uhr waren mein Rad und ich mit dem Auto unterwegs….leider quer durch Hamburg, denn der Elbtunnel war gesperrt. Jetzt weiß ich, das bereits Sonntagmorgens eine ganze Menge Menschen in Hamburg auf den Beinen sind.

Heutiger Ausgangspunkt für meine Fahrrad-Tour sollte Lauenburg sein…das Tagesziel war nur „grob“ vorgegeben: Mölln…immer am Lübeck-Elbe-Kanal entlang…

Zum ersten Mal hab ich die Hilfe der Outdoor-App Komoot in Anspruch genommen, allerdings war ich mit der Streckenführung ABSEITS des Kanals nicht einverstanden und hab schon nach ein paar Kilometern die Streckenführung selber in die Hand genommen….war nicht schwer: immer direkt am Kanal entlang. Aber gerade für den Einstieg von der Innenstadt bis zum Kanal ist Komoot echt hilfreich gewesen.

Bei schönsten Sonnenschein um 9.30 Uhr bin ich in Lauenburg gestartet und die Fahrt war einfach….einfach….unbeschreiblich schön.

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Menschen waren nur sehr wenig unterwegs und wenn doch…dann meistens Paare mit dem Rad…alle unglaublich freundlich…alle haben gegrüßt und gestrahlt…. die meiste Zeit aber war ich allein…mit all dem Gesummse drumherum: Vögel, Schmetterlinge, Libellen…

Die Libellen haben sich Wettrennen mit mir geliefert…sind oft von hinten über meinen Kopf an mir vorbei, dann neben das Rad und dort eine Weile geblieben….lach. Ich hab einen lockeren Gang gewählt, so das ich mit ziemlich gleichbleibenden 19-20kmh fahren konnte…die Wege direkt am Kanal sind nicht asphaltiert, aber mit Schotter und fest-getretenem Sand sehr gut zu befahren. Ich hatte das Gefühl auf diese Weise ewig fahren zu könenn…

…und deshalb hab ich irgendwann im Laufe der Tour meinen Zielpunkt fixiert: Mölln. Und war gleichzeitig ein wenig erschrocken…d.h. 40km HIN….bedeutet aber auch 40 km ZURÜCK….ohhha

Aber wie gesagt, es fühlte sich einfach toll an…als ich dann ganz unkompliziert (das ist der Vorteil, wenn man direkt am Wasser entlang fährt – man kann sich so schlecht verfahren…egal ob auf dem Deich oder am Kanal entlang) in Mölln ankam, bin ich kurzerhand in die Altstadt gefahren und habe mal dem Till Eulenspiegel guten Tag gesagt…also seiner Statue.

Da ich pünktlich zur Mittagszeit in Mölln ankam, hab ich mich gleich am Markt nieder gelassen und das hier verspeist:

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Boa war das lecker: knusprige Bratkartoffeln mit Rührei, Krabben und Räucherlachs….echt ein Gedicht.

Guten Mutes hab ich mich nach mehr als einer Stunde Pause wieder auf den Rückweg gemacht…und nach der Pause lief es erst mal so gar nicht rund…Mein Körper war eigentlich der Meinung er hätte schon genug getan…hahaha und jetzt das GLEICHE noch einmal… irgendwie bezweifelte ich schon, ob das denn wohl klappen würde. Hab schon mal innerlich nach Alternativen gesucht: Taxi, Bus oder Bahn?

Aber natürlich ging es …. irgendwie… nach ein paar km lief es dann erst einmal wieder besser, die Kondition war noch da, aber es wurde auch immer wärmer…trotz des ständigen Gegenwinds…und dann meldeten sich irgendwann meine Muskeln, dann zwischendurch mein Hintern …und mittendrin wurde ich auf einmal müde. Ich hab also mehrere kleine Pausen eingelegt und getreu meinem Motto mich selbst zu motivieren, hab ich über bestimmte Teilstrecken mit mir verhandelt, wann ich die nächste Pause machen werde… Als ich so richtig müde wurde, hab ich an einem ruhigen Seitenarm des Kanals eine längere Pause eingelegt und für ein paar Minuten im Gras liegend die Augen zu gemacht….und noch immer waren es fast 17km bis zum Auto.

….aber nach dieser Pause ging es weiter, meine Beine haben ziemlich automatisch funkioniert und sich auch nicht mehr beschwert….aber Hintern und auch der Rücken (hatte mich leider für den Rucksack entschieden, anstatt die Packtaschen zu nehmen – tztztz) und ich kann euch sagen, ich war ja soooo froh, als ich endlich wieder am Auto ankam…. Auf meinem Tacho standen damit: 82,15 km und mein Tracker sagt etwas von 4.000kcal die ich an dem Tag verbraucht habe.

Noch etwas mehr als 1 Stunde Fahrt mit dem Auto und nach der Dusche bin ich nur noch auf die Couch gekrochen und hab den Rest des Tages dort verbracht….hahaha…ja es war vielleicht ein wenig Zuviel für einen Tag…aber jetzt weiß ich zumindest: 80km sind tatsächlich wieder möglich….soviel bin ich das letzte Mal vor mehr als 12 Jahren gefahren…

Fahrrad-Tour #5 – ungeplant

Nach einem ruhigen und erfolgreichen Tag im Homeoffice…und einer ziemlich guten Strategie gegen die aufsteigende Hitze Zuhause…hab ich am späten Nachmittag mein Fahrrad genommen und bin „für eine kleine Runde“ los geradelt…

…und erst nach 41km kam ich wieder zuhause an…Über den Klövensteen, nach Wedel, in Richtung Holm, nach Moorege. Okay also Moorege war ein Versehen, denn eigentlich wollte ich durch das Tävsmoor…aber irgendwie sind mir die militärischen Sperrgebiete in den Weg gesprungen…hahaha… Okay, also dann von Moorege doch noch ins Tävsmoor und dann nach Appen…. In Appen hab ich eine Abendessen-Pause bei einem Italiener eingelegt.

Der Italiener bot „Original Wiener Schnitzel“ – da konnte ich nicht widerstehen und war …..ein wenig enttäuscht. Also es war tatsächlich Kalbfleisch…von daher war es tatsächlich echt….aber leider hat sich nicht die Panade locker und leicht gewölbt…sondern das Schnitzel selber….Die Panade saß bombenfest….das Fleisch war gekrümmt und ein wenig zäh….Schade.

Wenn man die Panade nicht zu doll an das Fleisch presst, sondern locker paniert…und mit viel Fett brät, die Pfanne dabei immer wieder schwenkt dann souffliert es…die Panade löst sich leicht vom Fleisch und bildet eine lockere goldgelbe Kruste. Na okay – also das nächste Mal doch lieber etwas typisch italienisches…

Na trotzdem war es nett dort draußen zu sitzen…dazu ein Glas Chardonney…und die letzten Kilometer nach Hause war ich dann tatsächlich langsamer als zuvor. Nein – es lag nicht am Wein…eher daran das mein Magen voll und ich mega entspannt war….das wollten die Muskeln nicht mehr in den Sport-Modus wechseln….

Haarscharf dran vorbei….

Haarscharf dran vorbei….

….am aktuellen Unwetter in Hamburg.

Bereits kurz vor 15 Uhr  war für mich heute Feierabend und da ich mein Rad immer noch im Auto habe, wollte ich jetzt endlich mal mit dem Rad bis zu den Landungsbrücken fahren.

Meine Kollegen meinten, es soll bereits ab 16 Uhr regnen…okay also hab ich zügig Feierabend gemacht…mit einem ruhigen Gewissen, da meine Datenübernahme ja FERTIG ist.

Extra für die Fahrt in Hamburg hab ich mein sonst übliches Cäpi gegen den Fahrrad-Helm getauscht…den trage ich normalterweise nicht wenn ich Über-Land oder in meiner kleinen Stadt hier unterwegs bin…aber der Verkehr in Hamburg ist schon ein anderes Kaliber…

Bis zu den Landungsbrücken waren es nur knappe 6km….und inzwischen hatte sich das strahlende Blau am Himmel schon etwas gewandelt…..Mit Blick auf die Elbphilharmonie und eines der Museumsschiffe hab ich mich am  „Alex“ nieder gelassen…draußen und es war ….. HIMMLISCH.

Gemütlich im Cafe bei Kaffee  und einem kleinen Sorbet hab ich die Atmosphäre entspannt auf mich wirken lassen…erst als es am Himmel bedrohlich dunkel wurde, hab ich mich wieder aufs Rad geschwungen und bin noch kreuz und quer gefahren…

Zurück am Auto war es: 17.01 Uhr,  4 Minuten später kamen unvermittelt Blitz und Donner, weitere 5 Minuten später kam der Starkregen….das war haarscharf…. ich hab keine regentauglichen Klamotten dabei und wäre minutenschnell vollkommen durchnässt gewesen…Glück gehabt.

Jetzt regnet es seit knapp einer Stunde ununterbrochen…also Warten hätte mich auch nicht weiter gebracht.

Und so hab ich zu meiner Feierabend-Erholung  so nebenbei ganz locker zusätzliche  knappe 12km für mein  wöchentliches  „Fitness-Konto“ erhalten…Auch nicht schlecht.

 

 

 

 

Fahrrad-Tour #4 – Lüneburger Heide

Fahrrad-Tour #4 – Lüneburger Heide

Nach Auflösung des Staus kam ich dann irgendwann am Vormittag an meinem Zielort an. Ausgangspunkt für meine Tour in den Naturpark Lüneburger Heide: Döhle.

Schon allein die Vorbereitungen auf dem Parkplatz direkt in Döhle brachten mir eine entspannte Urlaubsstimmung, da von hier aus auch die Kutschfahrten in das Naturschutzgebiet starten….Wann sehen wir Städter schon mal Pferdekutschen….

Ich hab mich für den heutigen Tag mal wieder gegen einen Rucksack und für die Packtaschen entschieden…was bei den Bodenbeschaffungen im Park zu einigen Schreckmomenten führte…. auf dem extrem trockenen und sandigen Boden in Verbindung mit dem böigen Wind, fand mein Fahrrad manchmal nicht genügend Halt und das Gleichgewicht so auszubalanzieren, geht mit dem Rucksack auf dem Rücken eben doch einfacher ….jaaa und einmal wurde ich so abrupt vom Sand gestoppt, das ich mit dem Rad seitwärts im Heidekraut landete…lach….nichts passiert…

Von Döhle ging meine Tour in Richtung Wilseder Berg, weiter in Richtung Niederhaverbeck und Overhaverbeck mit einem Mittags-Stopp in Garten eines Landgast-Hofs… später ging es weiter in Richtung Sellhorn um dann irgendwann einfach quer rüber nach Undeloh zu fahren und um dann in Sundermühlen den Heimweg in Richtung Döhle anzutreten.

DAS war KEINE geplante Tour…ich bin wie immer einfach drauflos gefahren und habe mich an den Wanderschildern orientiert..Es gibt so viel Namen die mir vertraut sind…die ich aber ohne die Schilder kaum wieder gefunden hätte: Wilseder Berg, Totengrund usw. …und manchmal hab ich einfach Wege genommen, die mir gefallen haben oder wo es ruhiger war.

Es waren schon viele Menschen unterwegs….aber so mittendrin…waren es eher Reiter und Pferdekutschen, die mir begegnet sind…Die Pferdekutschen haben den pulverigen Heidesand in einer Wolke vor sich her getrieben…als ich einmal nicht mehr ausweichen konnte, hab ich meinen Schal über die Nase gezogen….der Kutscher meinte lachend „feinstes Heide-Puder“ ….ja das stimmt… am Ende des Tages war ich über und über mit einer feinen Sandschicht überzogen, wie mit Zuckerstreuseln und Zuhause bin ich von der Eingangstür ohne Umwege direkt unter die Dusche gegangen….dort wo meine Kleider lagen ist ein kleiner Sandhaufen entstanden…und inzwischen knirscht es in der ganzen Wohnung auf dem Boden…lach..das auffegen hat nicht soo viel gebracht….da hilf nur freucht wischen.

Was ich immer wieder vergesse ist, wie bergig es doch in der Heide ist…hahhaha und zusammen mit dem sandigen Boden, teilweise auch Kiesboden oder Kopfsteinpflaster ist der Naturpark nicht gerade geeignet für Radfahrer…aber allein die Größe des Parks macht es mit dem Rad schöner….auch wenn ein Großteil der Aufmerksamkeit auf dem Weg liegen muss…wie erwähnt hab ich einmal die vor mir liegende Sandstrecke zu spät bemerkt und ich war einfach zu schnell…konnte den abrupten Stopp im Sand nicht mehr ausgleichen und fiel einfach um….aufgefangen vom Heidesand und Heidekraut.

Die Fahrt an sich war rein körperlich also anstrengender als die insgesamt 39km vermuten lassen….Hoch, runter, die unebenen Wege, der böige Wind, den Menschen ausweichen…gestern Abend war ich platt und heute spüre ich vor allem die Muskulatur oberhalb der Kniee….

Ich habe viele Stopps eingelegt um die Schönheit der Landschaft aufzunehmen…und die Sonne war viel wärmer als gedacht…zumindest wenn der Wind mal nur wenig wehte und es war einfach himmlisch die Wolken zu beobachten…..und erst gegen Abend hab ich mich auf den Heimweg gemacht.

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Fahrrad-Tour #3 – Hamburg

Gestern Mittag hab ich für meine Radtour endlich mal wieder meine Packtaschen hervor geholt, so brauchte ich keine Rucksack…. Es fährt sich einfach angenehmer so. Dazu die kleine Lenkertasche für alles Wichtige: Schlüssel, Geld, Handy  und Taschentücher (es blüht ja überall).

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Das Ziel war eigentlich kein Richtiges….es war nur eine grobe Idee mit dem Rad nach Hamburg zu fahren….eigentlich ging es um die Erkundung auf welchen Wegen ich gut und ungestört vom großen Verkehr< von Pinneberg nach Hamburg fahren kann.

Es war also eine reine Erkundungstour ….Ich bin zielgerichtet gestartet über Eggerstedt bis Waldenau, dann hab ich etwas die Richtung verloren (dafür war der Weg sehr schön)  und Richtung Halstenbek bis zum Krupunder See gefahren…

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hab dann die Landesgrenze nach Hamburg überschritten  haha und bin  in Hamburg-Schnelsen rausgekommen, bin dort etwas rum gefahren und später über Rellingen wieder zurück….

Zwischendurch dachte ich es wäre nett noch weiter nach Hamburg rein zu fahren, so in Richtung Volkspark ….aber es war mir Zuviel Verkehr,  zuviele Autos die sich stauten…und selbst vor dem Eisladen in Schnelsen war die Schlange sooo lang, ooooch nöööööö

Auf dem Rückweg hab ich jedoch die  Fahrradwege entlang der Hauptstraßen genutzt…das war ganz okay, aber ich denke ich finde noch bessere Wege…allerdings bin ich oft vielversprechende kleine Wege gefahren, die irgendwann in einer Sackgasse endeten….also wieder zurück…und nach dem 4. Mal hab ich etwas die Lust verloren und bin einfach auf dem Hauptweg geblieben….

Mit all dem  Kreuz und quer fahren waren es knappe 35km. Mein Hintern macht inzwischen keine Probleme mehr und auch mein Kondition taugt für noch längere Strecken, nur hatte ich auf dem Rückweg dann für diesen Tag irgendwie die Lust auf weitere Erkundungen verloren….außerdem wollte ich noch auf dem Balkon grillen.

Fahrrad-Tour #2 – Holmer Sandberge

Fahrrad-Tour #2 – Holmer Sandberge

Entgegen meiner Absicht bereits am Vormittag mit dem Rad los zu fahren, bin ich doch erst gegen 14 Uhr gestartet…

Während der ersten 15-20 Minuten hatte ich durch den Gegenwind und die fehlende Sonne nicht sooo viel Lust, erst einmal mussten meine Muskeln überzeugt werden, dem Gegenwind zu trotzen…aber mit jedem Tritt in die Pedale wurde es besser und meine Laune stieg ebenfalls…und dann fiel es mir wieder leicht ….und die Sonne gesellte sich auch noch dazu…..Na also – läuft doch…

Zuerst einmal zum Klövensteen und von dort aus in Richtung Holm…und mehr durch Zufall bin ich in den Holmer Sandbergen gelandet. Was für eine herrliche Landschaft. Ich musste erst einmal nachlesen: die Sandberge sind “ ehemalige Dünen am Rande des einstigen Urstromtales der Elbe“ (laut Wikipedia) und ist Landschaftsschutzgebiet.

Von dort ging es weiter in Richtung Wedel und magisch zog mich in der Wedeler Innenstadt die Eisdiele an…yummy … Eis im Becher…leider nicht in der Waffel (wegen Corona)

Also gut gestärkt ging es dann weiter über kleine Schleichwege zurück in Richtung Buttermoor und mit einer Kreuz-und-Querfahrt durch den Klövensteen hab ich dann einen Zwischenstopp bei dem mir inzwischen vertrauten „Hofladen“ – gemacht.  Eigentlich ist es eine Holzbude mit Selbstbedienung und einer angeleinten Geldkassette. Also Verkauf auf Treu-und Glauben und der Videokamera  hahaha. Aber die Ware ist frisch und die Preise angemessen.

Von dort aus, ging es dann mit einigen Schlenkern über Waldenau wieder in Richtung Heimat.

Das war jetzt mit knappen 36 km keine große Runde, aber sie hat mir Spaß gemacht und endlich bin ich mal wieder mit der Pulsfrequenz in den Kardio-Bereich gekommen.

Mit dem Walken schaffe ich das schon lange nicht mehr….egal, wie schnell ich auch gehe….ich bleibe im „Fettverbrennungs-Modus“. Wichtig ist aber, das ich endlich mal wieder ins richtige Cardio-Training komme,  mit kurzen Intervallen im Höchstleistungsbereich.  Erst mit diesen Werten kommt danach  mein Ruhepuls so richtig runter und ich fühle mich körperlich gefordert.

Zuhause ging es direkt und die Dusche und danach mit dem frischen Kaffee auf den Balkon…. JETZT geht es mir  gut.