sturer Esel und der Stier in Mir

…nach der blöden Tour vom Sonntag, hab ich gleich am Montag nach Feierabend eine Entspannungstour gemacht:  Jetzt nichts Großartiges, dafür aber direkt vor der Haustür gestartet. Und DAS war genau so, wie ich es mir am Sonntag gewünscht hätte:

ruhig, entspannt und locker rund um Klövensteen, Buttermoor, Tävsmoor, Appen und  Moorrege zurück nach Hause…das waren   rund 32km.

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Es waren optimale Bedingungen: fast gar keine Menschen, leicht kühler Wind und ich hatte vorher  gegessen…hahahha ein nicht zu unterschätzender Faktor, der sich sehr stark auf mein inneres Wohlbefinden auswirkt. Nach der Tour fühlte ich mich erfrischt…nicht erschlagen.

Eigentlich hätte die Tour am Sonntag auch gut werden können, wenn ich es geschafft hätte, ein paar Parameter leicht zu verändern.

Normalerweise gelingt mir das auch…aber manchmal bin ich halt stur wie ein Esel und schaue weder nach rechts noch links…

und als Stier will ich dann auch unbedingt mit dem Kopf durch die Wand. Manchmal gewinnt eben doch die Wand…was ich aber nicht wahrhaben möchte…

Also getreu den Lehren des Konjunktiv II: hätte, wäre, würde

  • Hätte ich irgendwo an der Strecke eine Kleinigkeit gegessen, dann wäre ich innerlich entspannter gewesen
  • Hätte ich einfach meine Route geändert, dann wäre ich nicht so durch den Straßenverkehr gestresst gewesen
  • wäre ich nicht so stur gewesen, hätte der Tag schön werden können

Egal, manchmal tut so ein Brummeln ja auch gut…

Im Laufe der Jahre haben die Viecher: Esel und Stier schon für so manchen Zoff in meinem Leben gesorgt, aber mit zunehmendem Alter richtet sich diese Sturheit meistens nur noch gegen mich selbst…so nach dem Motto: Das hast Du Dir selber eingebrockt…dann Löffel es jetzt auch aus….

Insgesamt jedoch bin ich wesentlich nachsichtiger und milder mit meiner Umwelt…da  sehe ich interessanteweise bei mir einen Zusammenhang mit den Wechseljahren.. Im gleichen Maße wie mich die Auswirkungen mit Hitzewallungen und Veränderung des Körpers im Griff haben,  bin ich entspannter geworden.

Altersmilde?  hahaha  kampfesmüde trifft es eher. Ich war früher eher bereit für meine Sichtweisen einzustehen und  Wissen durchzuboxen…gerade im Job merke ich, das ich heute nicht mehr den Ehrgeiz habe, jeden kleinen Fehler, der mir begegnet, auch  unmittelbar auszubügeln….meine Eigenen schon, nicht aber mehr die von Anderen. Früher hätte mir das keine Ruhe gelassen….

Wenn mir heute Wissenslücken auffallen, also Fehler die öfter auftauchen, dann lenke ich das Gespräch irgendwann mal auf das Thema und erwähne die Regeln, so als Nebenbei-Information, als Allgemeingut…

Ob das wirkt? Keine Ahnung – zumindest mir hilft es gelassener durch die Welt zu gehen..

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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