Leer-gesabbelt

Die Fahrt zurück von DK nach Deutschland, verlief an dem Mittwochmorgen relativ reibungslos. Ja es waren dieselben Baustellen, wie auf der Hinfahrt…aber der Verkehr lief ruhig bei meistens 80 kmH.

Ich war also viel zu früh in Flensburg und habe dann noch einen Blumenstrauß und ein paar Süßigkeiten für meine Schwester besorgt…das eigentliche Geschenk und die Geburtstagskarte hatte ich bereits vorher besorgt und mit auf die Dienstreise genommen.

Ich bin dann noch ein bisschen durch die Geschäfte gestreift, hab auch für mich noch etwas gefunden und um 13 Uhr war ich, wie verabredet bei Schwester+Schwager angekommen. Beiden geht es inzwischen wieder richtig gut und deshalb hatte meine Schwester Freunde und Nachbarn zum frühen Kaffee-Trinken eingeladen. Das sind alles liebe, aber sehr laut sprechende Menschen…ich fühle mich davon überfordert, hab mich aber von meiner besten Seite gezeigt. Aber mir war es einfach zu viel.

Um kurz vor 16 Uhr musste ich dann auch wieder los – musste den Mietwagen ja bis zu einer gewissen Uhrzeit wieder abgeben. Diese restliche Fahrt verlief zum Glück unproblematisch – auch wenn die Straßen erstaunlich voll waren.

Da sich das Mietwagen-Unternehmen im gleichen Gebäudekomplex, wie unser Büro befindet, war das auch kein Problem – die sind eh unkompliziert. Den Zwischenstopp in Flensburg habe ich dann als verlängerte Mittagspause in unserem Zeiterfassungssystem eingetragen.

Dann nur noch schnell den Koffer der Kollegin in meinem Büro zwischenlagern (5 Kollegen und 5 kleine Koffer/Reisetaschen sind etwas viel für unseren eigenen Firmenwagen, deshalb hatte ich angeboten ein paar der Koffer bei mir im Mietwagen mitzunehmen) und aus irgendeinem Grund hab ich dabei meinen eigenen Computer-Rucksack mit hoch genommen und dort gelassen.

Erst Zuhause hab ich dann realisiert, das heißt ich muss am folgenden Tag im Büro arbeiten – seufz…nun gut. Der Donnerstag war dann AUCH sehr unruhig, weil alle wissen wollten, wie die Fahrt war, was ich dort besprochen habe usw….und mir fehlten jetzt ja 2,5 Tage für meine normale Arbeit…ich war also weiterhin mental gestresst. Aber auch dieser Tag ging dann irgendwann vorbei.

Jetzt war ich komplett leer-gesabbelt und wollte in den kommenden Tagen weder Leute sehen, noch hören, noch sprechen.

Weihnachtsgans im Februar

Ich war froh, das ich die Nacht dann doch zuhause geschlafen habe…so hatte ich den Samstagvormittag noch Zeit für mich, bevor ich mich dann wieder ins Auto setzen musste…Auf ging es wieder mal nach Flensburg.

Wir hatten uns auf diesen Termin geeinigt, um dann endlich das Weihnachtsessen nach zu holen. Meine Schwester war ja über Weihnachten in der Reha und so blieb die Gans im Gefrierschrank und jetzt endlich sollte es dieses Festmahl geben.

Wie immer beim Weihnachts-Essen waren wir zu Viert, denn natürlich durfte auch deren bester Freund nicht fehlen…und so war es wie immer: eine super leckere knusprige Gans mit Rotkohl und Klößen, später Eis zum Nachtisch, viel Unterhaltung und viel Gelächter.

Ich fand es mega lecker…meine Schwester war nicht ganz zufrieden. Sie war eher ein Nervenbündel…das was ihr sonst so leicht und locker von der Hand geht, war nun eine anstrengende Hürde für sie…das war neu und hat mich erschreckt. Hmmm – das müssen wir im Auge behalten.

Später hat sie sich auch entspannen können, als sie merkte das es uns Allen richtig gut schmeckt…und wir hatten einen schönen Nachmittag mit dem obligatorischen Spaziergang runter zur Solitüde, am Strand entlang und im großen Bogen zurück zu den Beiden nach Hause.

So war es dann noch lustig und schön…am Abend ging es dann wieder auf die Autobahn bis nach Quickborn. Das war jetzt aber auch genug Fahrerei in den letzten Tagen.

Besuch bei der Familie

Die letzte Woche verlief ohne besondere Vorkommnisse….es waren ruhige Arbeitstage und angenehme Abende mit täglichen Walkingrunden und vielen Dehn- und Kraftübungen…so das ich tatsächlich fast ohne Schmerzen laufen konnte…wow – so gut ging das schon lange nicht mehr.

Und mit dem Wochenende begann mein einwöchiger Urlaub.

Der Samstag startete dann recht früh am Morgen…ich war mit Schwester+Schwager verabredet…so das ich um 10 Uhr in Flensburg ankam. Für die Sauna kann sich mein Schwager nicht begeistern und so sind wir alleine ins Campus-Bad gefahren. Ich glaube aber auch, das er die freie Zeit viel lieber mit Fußballschauen im Fernsehen verbracht hat.

Eigentlich wollten wir mit Bahnen-Schwimmen starten….leider hatte uns niemand gesagt, das das an dem Tag nicht möglich war, wegen einer Schwimmveranstaltung – gerade wollten wir ins Wasser steigen, da kam ein Bademeister eilig auf uns zu, um uns freundlich davon abzuhalten….grrrrr – also das hätte man uns ja auch am Eingang können. Es soll am Eingang ein Schild gestanden habe..na gut, dann sind wir halt sofort in den Saunabereich gegangen…aber ärgerlich war das schon. Die Laune haben wir uns aber nicht verderben lassen.

Und zum Glück war meine Schwester auch relativ entspannt, so war es doch ein lustiger und schöner Saunatag (jaja – mit den Einschränkungen, die wir ja beim Saunieren nun beachten sollen).

Was die neu dort haben, ist eine Extra-Kabine mit einer Wasserbett-Massageliege. Nachdem ich ein paar Minuten brauchte, um zu begreifen, wie das funktioniert (die Lesebrille hatte ich ja im Spind eingeschlossen)…war das eine seehr schöne Relax-Massage….und wir haben diese jeder 2x 15 Minuten beansprucht…nicht an einem Stück natürlich.

Auch hier im Bad machte sich der Personalmangel bemerkbar, die Köche waren ausgefallen – so gab es für die Mittagszeit nur Pommes und Chicken-Nuggets, Dinge für die man keinen Koch benötigt…Hauptsache wir hatten etwas im Magen.

Nach ein paar Stunden dann sind wir wieder nach Hause gefahren….mein Schwager knurrte dann aber, weil „Sein“ Verein wieder einmal verloren hatte….und dann war es auch schon bald Zeit fürs Abendessen in ihrem Lieblings-Griechischen Restaurant.

Wir hatten leckeres Essen, viel zu Erzählen und einen entspannten und lustigen Abend…und obwohl ich vorher gesagt hatte, das ich nicht übernachten werde, bin ich dann doch geblieben…meine Schwester hatte das Gästezimmer vorher schon vorbereitet und mich auch gefragt, welche Bettdecke ich möchte….so hab ich – seufz- mich dem Ergeben und das war auch gut so…ich habe richtig gut geschlafen.

Total lieb fand ich, das auf dem Bett ein Weihnachtswichtel bereit stand mit einer Karte, mit der sich Schwester+Schwager bedankten, das ich immer für sie da bin und das der Wichtel mich gerne nach Hause begleiten möchte….ohh man – ich war zu Tränen gerührt.

Herbst-Freude

Herbst-Freude

Die Lage nach der Sturmflut in Flensburg fängt an sich ganz langsam zu entspannen. Ich hab gelesen das der Höchststand letzte Nacht bei 2,27m über NN lag…höher als jemals zuvor.

Schwester+Schwager wohnen zum Glück nicht in Hafennähe oder der Innenstadt, sondern in Mürwik….das ist ein höher gelegener Stadtteil…aber meine Schwester hat an diesem Wochenende Dienst und als Krankenschwester im Mobilen Pflegedienst muss sie durch die gesamte Stadt zu den Patienten fahren…wir haben gestern viel kommuniziert und sie hat versprochen vorsichtig zu sein.

Mein Schwager bleibt auf jeden Fall in den nächsten Tagen zu Hause…mit seiner noch recht frischen Hüft-OP muss er sehr vorsichtig sein, darf nicht ausrutschen / fallen.

Hier bei mir, im norddeutschen Binnenland, oberhalb von Hamburg, ist dagegen alles ruhig…ja es regnet immer noch viel und die letzten Tage war es recht stürmisch…aber alles im „normalen“ Rahmen des Herbstes. Immerhin steigt die Temperatur heute mal wieder auf 9 Grad…und ich hab es mir wieder zuhause kuschelig gemacht.

Die Winter-Teesorten stehen wieder vorne, die ersten Kerzen stehen auf den Tischen, dazu die Wolldecken für die Couch…und auch besonders wichtig: meine Strickjacken und die warmen Kuschelsocken hab ich wieder hervor geholt.

Als bekennender Fan des Herbstes hab ich eine ganze Kollektion an Regenjacken in unterschiedlichsten Ausführungen – gefüttert und ungefüttert, dazu warme Sweatjacken zum darunterziehen, Wollmützen und Regenhüte. Bereit steht auch wieder die Abtropfmatten für nasse Schuhe. Ich laufe ja viel auf unbefestigten Wegen…und die Schuhe sind am Ende meistens ziemlich durchnässt….Leider kann in meinen Gummistiefeln immer noch nicht lange laufen…eigentlich schade…aber so ist es nun einmal.

Ich liebe Kälte und ja – auch Nässe macht mir nicht ganz so viel aus…außer es regnet tagelang ununterbrochen…das nervt mich dann auch irgendwann. Wind ist die einzige Komponente die mir überhaupt nicht gefällt. Aber na ja – der gehört nun einmal dazu.

Meinen Kleiderschrank hab ich letztes Wochenende bereits auf Herbstbetrieb umgestellt und die Wohnung ordentlich gewienert. Für dieses Wochenende hab ich mir vorgenommen meine Vorratsschränke neu zu sortieren und auch die Küchenschränke aufzuräumen….ich finde das ist eine perfekte Aufgabe für das ungemütliche Wetter.

Auf meinem Balkon blüht gerade das 2.Mal die Clematis…aber bald muss ich den Balkon winterfest machen:

….und später geht es dann noch raus….durch Zufall hab ich gesehen, das in dieser Woche ein neues Restaurant im Ort eröffnet hat…ich werde einfach mal hinlaufen…dann kann ich meine Abendrunde gleich mal mit einem Restaurant-Besuch verknüpfen…ich bin gespannt..

Ein Tag in Flensburg

So herrlich entspannt bin ich dann letzten Sonntag zu Schwester+Schwager gefahren…also ab ins Auto und die 140km bis Flensburg…Die Autobahn war gut voll…vor allem mit Campingwagen…ich nenne es die „2.Welle“ nach Pfingsten.

Über Pfingsten sind die Familien mit schulpflichtigen Kinder unterwegs…eine Woche später kommen die, die keine Kinder haben oder schon in Rente sind…es ist lustig zu beobachten…große Autos besetzt mit 2 Personen und sehr oft mit Fahrrädern hintendrauf…oder eben die Campingwagen oft auch mit 2 Fahrrädern. Alles strömt nach Norden an die Küsten.

Aber immerhin floss der Verkehr und ich bin gegen Mittag am Ziel gewesen. Wir waren verabredet um den Geburtstag meiner Schwester zu feiern…Mittags ging es in die Buddha Lounge in der Alten Post.

Also dort isst definitiv das Auge mit…Die Location unter dem Glasdach des ehemaligen Innenhofes ist echt klasse…und die Gerichte sind optisch ein Hit und geschmacklich hat es uns auch überzeugt:

Mein Schwager hatte bei seinen „Flying Noodels“ zuerst das Problem, das er nicht wusste wie er diese einigermaßen unfallfrei in die Soße bekommen sollte 😉… und mir hat die rohe Jakobsmuschel nicht geschmeckt, sie war geschmacksneutral…da wäre es schön gewesen, sie wäre kurz geflämmt worden….aber ansonsten alles frisch und sehr lecker.

Wir waren ja nur wenige Schritte vom Hafen entfernt und dort ging es dann später auf das Schiff Alexandra. „Sie ist der einzige noch seegehende Salondampfer Deutschlands“ und wird tatsächlich noch mit Kohle angetrieben….man kann an Bord während der Fahrt in den Maschinenraum und sich dort umschauen…ist natürlich sehr eng…aber lustig ist es allemal.

Die Eintrittskarten für die 1,5 Stundenfahrt hatte ich vorbestellt und wir waren früh da, damit wir auch draußen an Deck einen Sitzplatz bekamen.

und die Fahrt war bei dem Wetter schön….ruhig und entspannt ging es durch die Flensburger Förde

…wir haben Kaffee auf dem Schiff getrunken und später, wieder an Land, noch ein Dänisches Softeis verputzt…später bei den Beiden Zuhause hab es noch einen frischen Erdbeerkuchen….auf das Abendessen haben wir dann lieber verzichtet.

Alles war schön und entspannt…meinem Schwager gefällt sein neuer Job und meine Schwester darf Ende Juni endlich mit der Wiedereingliederung starten…es geht ihr gut…sie baut Muskeln und Kraft auf und wird jetzt langsam ungeduldig…na so 1/2 Jahr krank sein ist aber auch ätzend.

Sie ist wieder so lebendig, das ich ihre OP oft schon wieder vergesse und dann für einem Moment erschrecke, wenn die Narben am Arm oder dem Dekolleté hervorblitzen. Aber es ist schön das sie ihre Lebensfreude und Zuversicht wieder gefunden hat…Alles wird gut.

Die Rückfahrt verlief ohne Probleme und ich konnte wunderbar schlafen.

Winter und Fühling zugleich

Für Samstagvormittag war ich mit Schwester+Schwager in Flensburg verabredet…meine Schwester ist jetzt seit mehr als 1 Woche wieder zuhause, meine Corona-Infektion und die stressige Woche sind vorbei…also kehrt so langsam wieder Normalitität in mein Leben….inclusive das ich seit letztem Wochenende wieder weiter Dänisch lerne.

Gestern ging es erst einmal um ein vorgezogenes Krokusblüten-„Fest“…das es in Flensburg zwar nicht gibt…aber es gibt einen wunderschönen alten Friedhof mit vielen Krokussen und die blühen gerade.

Aber erst einmal gab es bei mir zuhause SCHNEE. Noch im Bett liegend hörte ich Jemanden Schnee schippen…ohhhh…es gibt Schnee…aber erst beim Blick aus dem Wohnzimmerfenster begriff ich, wieviel Schnee tatsächlich in der Nacht gefallen war…es waren ca. 3-5 cm und auch auf den Straßen blieb der Schnee liegen.

Mit dem Aufstehen hab ich mir etwas zu viele Zeit gelassen…hab noch im Bett gelesen….so das mir am Ende dann keine Zeit mehr blieb noch einen Schnee-Spaziergang zu machen…aber ich hab alles eingepackt und gedacht…na dann schneit es in Flensburg bestimmt auch.

Aber schon nach ca. 40km in Richtung Norden, war vom Schnee nichts mehr zu sehen und so blieb es zwar vorläufig bei strahlend blauem Himmel…aber ohne Schnee und später dann auch mit Schneeregen und Regen und dann wieder Sonnenschein und mit Krokussen und Schneeglöckchen…eine tolle Kombination:

Das „richtige“ Krokusblütenfest findet kommendes Wochenende in Husum statt…da sind dann so viele Krokusse, das man keinen Rasen mehr sieht…ein Meer aus Blüten…das ist ein tolles Schauspiel – aber auch fürchterlich überlaufen….da ich kommenden Freitag Urlaub habe, werden wir uns evtl. Freitagmittag dort treffen…also VOR dem Fest und den Menschenmassen. Aber das ist erst einmal nur eine lockere Absichtserklärung…

Meine Schwester hat ihre lebendige Art zurück und auch mein Schwager ist ziemlich erleichtert und man merkt ihm sehr deutlich an, wie sehr ihn die letzten 6 Wochen alleine zuhause, zugesetzt haben…Beide waren übermäßig laut beim Sprechen und mein Schwager hat mich kaum einen Satz zu Ende sprechen lassen. Das war super anstrengend und auch teilweise schon nervig. Das war nichts für mich, um mich zu entspannen…trotzdem war es ein schöner Tag….am späten Nachmittag bin ich dann auch schon wieder heimgefahren.

Beiden geht es soweit gut, das Finanzielle regelt sich auch langsam bei Beiden, mein Schwager bewirbt sich fleißig- hat bisher aber nur Absagen erhalten. Die körperlichen Narben meiner Schwester verheilen gut, aber sie darf noch lange nicht wieder körperlich Arbeiten..ist noch krankgeschrieben..Die seelischen Attacken mit Angst und Panik sind fort …wieder Zuhause zu sein, tut ihr richtig gut.

Uund ich bin auch raus aus dem Krisenmodus….alles wird wieder gut …noch nicht jetzt sofort….aber Stück für Stück und mit jedem Tag ein bisschen mehr.

Aufziehender Sturm – Flensburg

Aufziehender Sturm – Flensburg

Pläne müssen immer wieder angepasst werden….den Besuch in Hessen hab ich aufs Frühjahr 2022 verschoben, den kurzfristig aufblitzenden Gedanken an einen 2-Tage Urlaub in Emden hab ich wieder fallen lassen…dafür hatte ich mich für Donnerstag (HEUTE) mit meiner Schwester verabredet, was bei ihr kurzfristig beruflich dann doch nicht klappte und so haben wir uns gestern getroffen.

Um 9 Uhr morgens war es bereits nass und kalt und ziemlich trübe…ja und windig war es auch. Im Auto war es schön warm und gemütlich und ich bin die, inzwischen nur noch 140km lange Strecke, locker durch gefahren. In Flensburg war es, wie zu erwarten ebenfalls: nass, kalt und ziemlich trübe….hahaha und ziemlich windig.

Nach einem gemütlichen Frühstück zuhause bei meiner Schwester, haben wir den Plan in den Wald zu gehen, gleich wieder verworfen und uns für die Stadt entschieden…vorher gab noch einen kleinen Schlenker zum „Scandinavian Park“, da kann man herrlich stöbern, aber außer ein paar Süßigkeiten haben wir quasi nichts weiter gekauft. Das besondere an diesem Einkaufspark ist, es gibt extrem viele Süßigkeiten in großen Verpackungseinheiten und Spirituosen zu günstigen Preisen…anderes ist oft teuer. Dänemark ist nicht weit und so kommen die dänischen Nachbarn gerne zum Einkaufen hierhin…der Markt bietet viele dänische und Deutsche Produkte an…und Alkohol findet in großen Mengen seinen Weg in die Autos mit DK-Kennzeichen.

Anschließend ging es mit dem Auto in die Flensburger Innenstadt…ohne Umwege in eines der Parkhäuser…hatte keine Lust auf langes Suchen nach einem kostenfreien Parkplatz, das wird dort auch immer schwieriger.

Das Wetter war inzwischen im Dauerregen angekommen und es stürmte schon ganz heftig..Der niedliche Weihnachtsmarkt am Südermarkt war um die Mittagszeit etwas verwaist….dafür gab es aber eine Feuerzangenbowle…

….und etwas später in einem gerade erst wieder eröffnetem Mini-Cafe „Beste Stuuv“ selbstgebackenen Apfelkuchen mit mehr Äpfeln als Teig…..die Stücke waren riesig und mega-lecker, mit Sahne….dazu in einer großen Porzellan-Kanne !! Kaffee für mich und für meine Schwester eine Porzellan-Kanne Ostfriesentee…beides auf einem Stövchen zum warmhalten. Klein, gemütlich und absolut wert besucht zu werden…die gute Stube eben.

Aber irgendwann mussten wir uns wieder dem Wetter stellen…also raus in den Regen…nach dem durchschlendern der Geschäfte innerhalb der Fußgängerzone und durc h die Norderstraße:

Eines der Flensburger Geheimnisse: woher kommen die Schuhe auf der Leine…..hihihi

…sind wir letztlich am Hafen entlang gelaufen. Wind und Regen nahmen weiter zu und trübe blieb es auch die ganze Zeit über….es war einfach ungemütlich und unsere Klamotten waren durch die lange Zeit draußen auch schon mehr als klamm….mir wurde richtig kalt in den nassen Sachen.

Später wieder Zuhause bei meiner Schwester, war auch mein Schwager da….und es gab leckere selbstgemachte Tomatensuppe mit viel Chili (also die fand ich mega und werde sie schon bald nach kochen)…und überbackene Spaghetti-Nester (gekochte Spaghetti ,in einer Soße aus Sahne, Eiern und Gewürzen geschwenkt, dann Portionsweise zu kleinen Türmchen gedreht, darauf eine Scheibe Tomate und Mozarella…im Backofen für 15-20 Minuten backen lassen)…auch super lecker und eine schöne Idee…das kannte ich auch noch nicht.

Die Sturmwarnung für Flensburg und auch für Hamburg lies mich dann relativ zügig am frühen Abend wieder losfahren…und die Fahrt zurück war anstrengend…..Der Regen nahm immer weiter zu, genau wie der Wind….die A7 war nicht so voll…doch auf der Autobahn stand das Wasser und spritzte in der Dunkelheit des Abends immer wieder so stark hoch, das die Sicht noch weiter eingeschränkt war. Dazu der Wind und die Windböen und ich hab so manchen LkW und Transporter beobachtet, die Schwierigkeiten hatten die Spur zu halten…und vor mir war irgendwann einer der auf einmal ins Schlingern geriet.

Meine Geschwindigkeit hab ich immer weiter reduziert…die Rader-Hochbrücke (bei Rendsburg über den Nord-Ostsee-Kanal) war für leere LWKS gesperrt und für alle anderen Fahrzeuge auf 60kmh reduziert.

Ich hatte gedacht, das es nach der Brücke etwas weniger windig wird….aber das war ein Trugschluss je weiter ich in Richtung Hamburg kam, umso stärker wurde der Wind….ein „Starker Sturm“ zog über Hamburg….und ich war froh, als ich wieder heile Zuhause ankam. Auch hier pfiff der Wind um die Häuser und machte es drinnen gleich doppelt gemütlich.

Vor dem Sturm – April-Wetter

Aber auch wenn meine Ohren überfordert wurden, für die Augen gab es mehr als einen Augenschmauß.

Samstag Abend in der Flensburger Förde, bei absoluter Windstille…das war schon außergewöhnlich

Normalerweise nehme ich ja nur Bilder, die ich selber fotografiert habe, aber das hier ist von meinem Schwager und ich darf es veröffentlichen….ich hatte mein Handy leider vergessen…und ich muss sagen die Kamera seines Huawei-Handy ist wirklich sagenhaft…auch wenn ich kein Fan dieser Marke bin.

Wir sind bis zum Sonnenuntergang an der Solitüde gelaufen…die Fernsicht nach Dänemark war phantastisch…dazu diese absolute Windstille….es war eine unglaubliche Atmosphäre…es wäre auch eigentlich ziemlich ruhig gewesen….(grins….naja…wenn wir nicht da gewesen wären- grins)

Bereits am Sonntag war es dann aber vorbei mit dem tollen Wetter ….seitdem ist es nur noch kalt, windig bis stürmisch und es regnet immer wieder. Mal als Schnee, Graupel, Hagel oder einfach Regen….Aprilwetter eben…

Kleines Familientreffen – soo schön

Kleines Familientreffen  – soo schön

Was hab ich mir doch vorher für Sorgen gemacht, wegen der Unwetter-Warnung für „Den Norden“…gut das ich dann doch gefahren bin.

Ich wohne ja oberhalb von Hamburg…während sich das Wetter -Chaos unterhalb von Hamburg anbahnte und ja auch klar wurde es zieht von Niedersachsen aus in den Osten. Damit wohn ich nicht nur „im Norden“, sondern schon eher im hohen Norden und wollte noch weiter in den Norden…

Ausgestattet mit allem was man für eine Wanderung bei Schnee und Wind benötigt, bin ich am Vormittag nach Flensburg aufgebrochen…vor ein paar Tagen hatte ich die günstige Tankstellen-Gelegenheit genutzt, um den Wagen schon mal voll zu tanken…Zum ersten Mal musste ich jedoch feststellen das die Tankstellen in Flensburg günstiger sind, als in Hamburg oder Pinneberg…sehr ungewöhnlich.

Ich hab den direktesten Weg über die A7 genommen und was soll ich sagen: Minus 3 Grad / Himmel bedeckt / aber die Straßen waren frei (kein Schnee und noch viel wichtiger: kein Eis ) und es waren auch nicht so viele Autos unterwegs…ich hab weniger als 1,5 Stunden für die Fahrt benötigt…

Nach ausgiebiger Begrüßung und frisch gebackenen Waffeln mit Eis und Kirschen haben wir unsere Winter-Schnee-Wanderung direkt „Vor der Haustür“ von Schwester und Schwager begonnen. Die beiden wohnen ja direkt vor dem ehemaligen Truppenübungsplatz wo wir schon als Kinder gespielt haben…. Seit vielen Jahren schon ist das Gelände zum Naherholungsgebiet umgewandelt und heute erkennt man nur noch an wenigen Stellen die frühere Bestimmung …Wir sind knappe 11,5 km durch eine wunderschöne Winter-Schnee-Waldlandschaft gelaufen.

Ich hab überhaupt nicht gemerkt wie die Zeit verflogen ist…das war so schön entspannend…

Der Besuch tat einfach gut… und ja ich umarme Schwester und Schwager, wenn wir uns treffen….wir gehören zu den Menschen, die sich eh von anderen Menschen fern halten…und wenn sie nicht krank sind, werden Beide regelmässig getestet (mein Schwager muss oft nach Dänemark fahren und da wird an der Grenze immer ein Corona-Test gemacht und meine Schwester im mobilen Pflegedienst wird dort wöchentlich getestet…aber sie ist ja schon seit mehr als 2,5 Monate Zuhause) während ich zwar nicht getestet bin, aber von Natur aus die Nähe anderer Menschen meide und ansonsten oft Maske trage, wenn sich der Kontakt mit Menschen nicht vermeiden lässt….

Und ja der Besuch ist auch regelkonform: 1 Haushalt (Schwester+Schwager) und eine weitere Person (ICH) hahaha.

Für das Abendessen hatten wir uns für Indisches Essen entschieden….Wir haben liefern lassen und das war super lecker und die Schärfegrade waren wohl nur leicht dem Europäischen Geschmack angeglichen worden. Es war so richtig scharf…Wir haben jede Menge bestellt mit diversen Vorspeisen und diversen Hauptspeisen.

Die Lieferung kam genau zum vereinbarten Zeitpunkt an….alles war heiß und lecker und hatte so eine richtig schön abgerundete Schärfe….für mich genau richtig…mein Schwager hatte extra-Scharf genommen, das war wohl doch etwas zuu scharf….Ich glaube ich hab noch nie sooo leckeres Naan-Brot gegessen…

Wir haben also viel gegessen, dazu einen portugiesischen Weißherbst aus Rheinhessen getrunken und uns locker und lustig über alles Mögliche unterhalten. Da ich ja noch nach Hause fahren wollte, blieb es bei mir bei einem Glas Wein…

Auf der Rückfahrt waren die Straßenverhältnisse genau wie auf der Hinfahrt….also alles kein Problem…während ich im Radio hörte ,das es in Niedersachsen, NRW und Thüringen so richtig heftig wurde mit dem Schneechaos….

Winterwetter – ich fahre trotzdem

Bereits Anfang der Woche war die Gemütslage meiner Schwester (sie ist immer noch krank geschrieben) schlecht und irgendwann frage sie, ob wir uns am Wochenende nicht treffen können…

Ich hab unter Vorbehalt zugesagt….wenn alles in dieser Woche mit der Arbeit klappt…und ja es klappt…also hab ich Donnerstag gesagt ich komme…wieder unter Vorbehalt…WENN das Wetter nicht so dramatisch wird, wie es die Wetterprognosen unken.

In den letzten Tagen, hab ich also alle möglichen Wetter-Vorhersagen verfolgt und ich hab beschlossen: ich fahre…..da das befürchtete Schnee-Wind-Eis-Chaos von Niedersachsen leicht unterhalb von Hamburg nach Osten fegen wird….meine Fahrt führt mich jedoch nach Flensburg….

Ja, auch dort soll es sehr windig werden, aber es sind keine großen Schneemassen zu erwarten…also fahre ich …das Risiko ist überschaubar und ich bin früher schon bei (fast) jedem Winter-Wetter mit dem Auto unterwegs gewesen.

Also werde ich mich gleich für einen Spaziergang bei Wind und Kälte ausrüsten und losfahren….gleich…erst werde ich noch in Ruhe meinen Kaffee trinken.

Und das Schönste: bei Ankunft erwarten mich frische gebackene Waffeln mit heißen Kirschen und Sahne und eine lange Umarmung meiner Schwester….

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende….passt auf Euch auf 🌼