ausgebüchst

Die Fahrt nach Flensburg und zurück nach Hause war zügig und ereignislos…Ich hatte mich bei Schwester und Schwager vorsorglich nur für „einen kurzen Aufenthalt“, sldo quasi zu Kaffee und Kuchen angemeldet.

Und das war auch gut so…Beide haben sich über meinen Besuch gefreut, aber trotzdem wurde ich den Eindruck nicht los, das mein Schwager etwas genervt wirkte…was ja nicht unbedingt mit mir zutun haben musste, aber trotzdem.

Nach 2 Stunden hab ich mich schon wieder auf den Rückweg gemacht…aber einmal wollte ich wenigstens  an diesem Sonntag noch ans Wasser. Mit einem kleinen Umweg bin ich dann nach Langballigau gefahren…LACH…ich finde den Namen des Ortes sooo gandios…da wollte ich einfach mal hin…immerhin ist das direkt an der Ostsee.

Und als ich da war, wollte ich gleich wieder weg. Ich hab nur eine kurze Runde am Naturstrand gedreht…dann hatte ich genug von den Menschenmassen und vom kalten Wind.

Ich bin also doppelt ausgebüchst (abgehauen)…und hab mich wieder in die Ruhe und Stille meines  Ortes und meiner Wohnung geflüchtet….

Den Rest des Abends hab ich dann zufrieden und entspannt zuhause verbracht.

 

 

Sonntags Job

Was für ein schöner Sonntag….zumindest meiner Haut ist der ungeplant schläfrige Tag gestern gut bekommen, vor allem die Tablette hat seine geplante Wirkung erzielt und meine Haut ist heute fast beschwerdefrei und das heißt auch: ich bin wieder munter und voller Tatendrang.

Ich hab bereits 3 Stunden für die Firma gearbeitet. Das hatte ich eigentlich für gestern geplant…diese Stunden waren notwendig, da sich die Datenübernahme für die 11. und größte Gesellschaft, (die vorherigen 10 waren klein und übersichtlich) doch aufwändiger gestaltet, als gedacht und bis Ende nächster Woche muss ich unbedingt damit fertig werden. Freitag war ja durch das Team-Frühstück für viele Stunden eher quatschen, als arbeiten angesagt….und so macht es mir nichts aus, das jetzt am Wochenende nach zu holen.

Hier merke ich ganz stark den Unterschied zu der Firma für die ich das letzte 1/2 Jahr gearbeitet habe. Hier bin ich jetzt selber dafür verantwortlich, das alles reibungslos läuft, auch wenn es keine Chefs gibt die einen dabei kontrollieren oder gar „anleiten“ wollen.

Auch ohne Team-Verantwortung, übernehme ich auf natürliche Art einfach die Verantwortung für meine Arbeit…so kenne ich das eben auch von früher ..und mein Kollege übernimmt die Verantwortung für seinen Bereich und wir teilen uns die Arbeit so ein, das es eben passt….ohne das uns ständig dabei auf die Finger gesehen wird. Das ist im Endeffekt sogar produktiver…glaub ich zumindest.

Die Arbeit macht  Spaß und ist durch die gesellschaftlichen Verflechtungen spannend….aber na klar muss es eben auch so schnell wie möglich fertig werden, damit gegen Monatsende auch der Steuerberater die Daten dann von mir übernehmen kann….

In der kommenden Woche werde ich wahrscheinlich genügend  Zeit haben, um die ersten 4 Monate nachbuchen zu können…dazu muss ich aber erst einmal die Voraussetzungen schaffen und die Vorjahreswerte übernehmen:

Montag ist mein Kollege im Homeoffice, Dienstag sind wir Beide im Büro, Mittwoch bin ICH  im Homeoffice, Donnerstag ist Feiertag und Freitag arbeite ich alleine im Büro (der Kollege hat dann einen Tag Urlaub). Das könnte also gut klappen mit meinem Vorhaben  bis Ende nächster Woche fertig sein zu wollen.

Aber jetzt ist der Rest des Sonntags für mich…und ich fahre heute noch an den westlichsten Punkt der Ostsee = Flensburg. Der  Schwager hat Geburtstag.

 

 

 

Familien-Weihnachten

Familien-Weihnachten

Voll im Zeitplan-liegend, habe ich das Haus verlassen und mich den  -4 Grad gestellt…okay musste noch einmal zurück da ich Handschuhe und Strickjacke vergessen hatte…

Ich bin bis Rendsburg auf der B77 gefahren und überall waren die Felder und Bäume mit Raureif bedeckt…das hatte eine besondere Atmosphäre…das wirkte aber nur so lange schön, bis ich ausgestiegen bin um es zu fotografieren…LOL….es war einfach kalt…

In Rendsburg hab ich mich dann für die weitere Fahrt auf die A7 begeben und stand schon direkt nach der Auffahrt im Stau….zum Glück ging es aber recht schnell, so das ich nach kurzer Zeit bereits wieder im Zeitplan war… Ich weiß wie pingelig meine Schwester ist, wenn es ums Essen geht…lach…auf keinen Fall wollte ich zu spät ankommen.

Neben Schwester und Schwager war noch ein Freund der Beiden mit dabei….sie sagen immer: den haben sie „adoptiert“…ein sehr guter Freund….der schon seit vielen Jahren quasi mit zur Familie gehört. Ich hab mich daran gewöhnt, das er eigentlich immer da ist wenn die Beiden feiern.

Wir hatten also zu viert eine wirklich leckere klassische Gans mit Rotkohl und Klößen…haben uns gut unterhalten….sind später nach dem Essen noch durch den Wald  runter zur Solitüde (Strand) gelaufen…dann gab es Kaffee und meinen Kuchen (der war ganz okay…jetzt geschmacklich nichts außergewöhnliches …aber ausbaufähig)…und haben einfach nur geklönt…

Die Beiden haben sich über den USB-Stick mit den Fotos unserer Kindheit sehr gefreut…und während ichamAbend  auf der Rückfahrt war, haben sie schon die Fotos angeschaut…meine Schwester ist begeistert und mein Schwager hofft, das es auch noch Fotos von ihm als kleinen Jungen gibt….da bin ich mir allerdings nicht so sicher…

Auf der Rückfahrt hab ich mal wieder einen neuen Hör-Krimi von Charlotte Link angestellt und nun ist es auch fast schon wieder Zeit schlafen zu gehen….und ich bin wieder zuhause….

Es war ein lustiger und schöner Tag mit viel guten Essen, gutem Wein und jeder Menge Anekdoten aus unseren Leben….Die Einladung zur Silvester-Feier hab ich aber dankend abgelehnt. Ich weiß zwar noch nicht genau, was ich machen werde….aber auf jeden Fall möchte ich zuhause bleiben…..

Postkarten-Feeling: Flensburg

Flensburger Strand – Solitüde

Wir haben nicht allzuweit davon gewohnt, als wir klein waren…und meine Schwester und mein heutiger Schwager, damals Beide 7-8 Jahre alt, mussten mich auf Geheiß unserer Mutter mit nehmen…sie hatte dann ihre Ruhe und die Aufsicht für mich lag ei meiner Schwester.

Mein Schwager erzählt wie sich die Solitüde im Laufe der Jahre verändert hat….die Stadt kümmert sich nicht genügend darum…es gibt immer weniger schönen Sand, die Dünen und das Gestrüpp nehmen zu, vieles wird nicht mehr ordentlich gepflegt.

Das sieht der Tourist nicht, das sieht man nur wenn man über Jahre immer wieder regelmässig dort hin geht….Und auch ich sehe nur kleine Unterschiede zu früher… und finde den Strand phantastisch….so einen hätte ich auch gerne vor der Haustüre (okay – also auch die Beiden müssen ca. 1,2 km bis zum Strand laufen…aber immerhin sind es schöne Wege).

Ich jedenfalls fühle mich bei dem herrlichen Wetter pudelwohl…und wir sind gelaufen, und gelaufen und gelaufen…. Dann gab es einen kurzen Zwischenstopp bei denen Zuhause und dann sind wir in die Stadt gefahren…und sind weiter gelaufen, am Hafen entlang,

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Ohhh  – hier gibt es jetzt auch einen Gosch….na die breiten sich ja auch immer mehr aus. Aber das Matjesbrötchen war leeecker…. Gelaufen sind wir den Hafen rauf und runter …dann rüber in die Fußgängerzone mit verkaufsoffenem Sonntag. Aber es war nicht so voll….und wir sind weiter gelaufen, Fußgängerzone rauf…..und wieder runter…und wieder rauf….weil wir in ein bestimmtes  Restaurant wollten…

Zur Begrüßung hatte meine Schwester Scones gebacken die waren super lecker mit Dinkelmehl , saftig und fluffig…also DAS Rezept lass ich mir noch mal geben…so leckere hab ich selbst von meiner lieben Kollegin, die aus ihrer Zeit in England ein Original-Rezept mitgebracht hat, nicht zu essen bekommen….

Und zum Abendessen wollten wir jetzt in ein gutes Streak-Restaurant…und das hier hat sich wirklich gelohnt…nachdem wir es dann endlich auch gefunden hatten….

 

Eisblumen – das Gefühl von Winter

Eisblumen – das Gefühl von Winter

Wie angekündigt ist es heute Nacht eisig gewesen…unter 0 Grad…ich schlafe bei geöffnetem Fenster und habe deshalb vorsorglich die Bettdecke auf Winter umgestellt.

Vor einiger Zeit habe ich mir eine Naturfaser-4Jahreszeiten-Bettdecke zugelegt. Seit dem ich diese Decke besitze, sind die nächtlichen Hitzewallungen deutlich zurück gegangen – das steigert den Erholungswert meines Schlafes ganz enorm. Eigentlich sind es sogar 2 Decken, die bei Bedarf zu einer Einzigen zusammen-geknöpft werden.

Ich habe lange gezaudert eine so teure Bettdecke zu kaufen…immerhin hab ich genügend andere…solche, die man für normal-kleines Geld in jedem Kaufhaus oder Möbelladen kaufen kann. Aber was nützen alle Decken wenn der Schlaf darunter leidet.

Gut erholt gehe ich nach dem Aufstehen  durch die  Wohnung und an jedem Velux-Fenster haben sich Eisblumen gebildet…richtig schöne Eisblumen…und es fühlt sich heimelig an. Drinnen ist es noch normal warm ohne Heizung  (das Haus ist nach einem hohen energetischem Standard gebaut worden und wirklich gut isoliert) und draußen sind es noch  0 Grad. Den Kaffee werde ich heute dann doch lieber drinnen trinken.

Das Bild der Eisblumen ist so schön. Was die Natur doch für tolle Möglichkeiten hat…leider kommt die Pracht auf dem Bild nicht so gut  zur Geltung.

Ich bin heute schon früh auf den Beinen, nachher fahre ich noch weiter in den Norden – nach Flensburg – zu Schwester und Schwager…Ich war seit Jahren nicht mehr  dort, an der Solitüde…am Strand von Flensburg  oder in Glücksburg am Wasserschloß. Das letzte Mal war kurz nachdem ich meinen heutigen Ex-Freund kennen gelernt habe…also so ca. 8,5 Jahre.

Ich war damals 6 Jahre alt, gerade 1/2 Jahr in der Schule, als wir von Flensburg nach Nordrhein-Westfalen zogen. Für ein schüchternes Kind wie mich, war das eine weitere Katastrophe. Gerade erst war ich dabei,  mich an die vielen Kinder zu gewöhnen…noch viel zu früh um Freundschaften zu schließen. Ich war vorher in keinem Kindergarten oder Vorschule war extrem schüchtern und hatte auch in der Nachbarschaft nur wenig Kontakt zu Gleichaltrigen. Der Start in der Schule war ein Schock für mich…so viele Kinder und alle lebendig, laut und lustig. Ich wusste überhaupt nicht damit umzugehen  und nach einem knappen 1/2 Jahr wurde ich aus dem schon wieder gerissen und wurde mehr als 500km weit verpflanzt (insgesamt habe ich dann 3 verschiede Grundschulen an 4 Standorten besucht).

Meine Schwester ist bereits vor knapp 20 Jahren zurück nach Flensburg gezogen und hat ihren Kinder-Freund aus der Vorschule geheiratet, nachdem ihre 1. Ehe in NRW gescheitert war. Sie hat den Kontakt zu ihrem Freund aus Kindertagen  aufrecht gehalten…und dann kam Liebe dazu…eine tolle Geschichte finde ich.

Nun also fahre ich die Beiden heute besuchen. Es ist schön wieder im Norden zu wohnen und trotzdem kann ich noch weiter in den Norden fahren….hahaha freue mich auf einen schönen kalten und klaren Wintertag.