Mit Wollmütze im Hochsommer

Gestern nun, nach 1 Jahr Corona-Auszeit , war ich endlich wieder beim Friseur. Nach dem 1. Lockdown war ich ein einziges Mal dort. Als es dann das nächste Mal wieder möglich war, wollte ich einfach nicht hin gehen…so mit Testen lassen und Terminbuchung…es war mir zu voll, zu unbequem und irgendwie wollte ich dann doch niemanden so nahe an mich heran lassen.

Als ich es dann wieder wollte (nach meiner 2.Impfung) war die Belegschaft nicht mehr da….der Inhaber hatte gewechselt und damit auch das gesamte Personal. Nur gefiel mir nicht, war ich dort sah und wollte mir einen neuen Friseur suchen.

Ich habe schon seit vielen Jahren eine Kurzhaarschnitt…und natürlich hab ich in diesem Jahr, regelmässig zur Schere gegriffen um meine Haare in Schach zu halten. Hab auch zusätzlich eine Haarschneidemaschine genutzt für den Nackenbereich..und das ging ja auch ganz gut…. Meine Kollegen fanden immer nach meinen Schneideaktionen das es gut aussieht und auch ich war einigermaßen zufrieden damit.

Aber ich habe seeehr viele Haare und seeeehr dichtes und dickes Haar und es wächst auch sehr schnell (also zumindest fühlt es sich so an). Im Sommer ist es besonders unangenehm mit den vielen Haaren…wer es sich nicht vorstellen kann: setzt mal im Hochsommer eine Wollmütze auf und nicht wieder ab….hahahaha…dann habt Ihr ungefähr das Gefühl das ich auf dem Kopf habe.

Nicht falsch verstehen, sie sind nicht verfilzt oder ähnliches…sondern sehen schön glänzend aus, schwingen leicht und sind locker zu kämmen, ……es sind nur unglaublich viele.

Man sagt immer Menschen mit normaler Haarpracht verlieren im Winter 1/3 der Körperwärme über den Kopf…deshalb soll man ja im Winter eine Mütze tragen. Bei mir geht darüber nur sehr wenig Wärme verloren.

Mit meinen laienhaften Selbstversuchen den Schnitt Aufrecht zu erhalten, hab ich das Haar auch immer wieder ausgedünnt,….aber na klar kann das ein gelernter Profi 1000x besser .

Und mit der tollen Friseurin gestern, hab ich echtes Glück gehabt. Sie hat meine Haare erst einmal im trocknen Zustand begutachtet….gleich mal meine Wirbel gefunden (1.Pluspunkt), meine dichten Haare für toll befunden und gesagt das es für einen Selbstschnitt über so eine lange Zeit noch echt gut aussieht (2. Pluspunkt) …ob ich das gelernt hätte (hahahaha – na das hat mir natürlich schon schmeichelt).

Danach hat sie gut eine Stunde an meinen kurzen Haaren gezaubert…..Sie hat genau verstanden, was ich wollte und hat es klasse umgesetzt….der Schnitt ist jetzt wieder PERFEKT !!! ….zum Schluß meinte sie lachend: so, die Mütze ist jetzt wieder weg…

Nach einem großzügigem Trinkgeld für ihre tolle Leistung und die viele Zeit, die sich dafür genommen hat, hab ich gleich schon einen nächsten Termin in 4 Wochen gemacht….zum Nachschneiden…damit ich erst gar nicht in Versuchung komme, den Besuch beim Friseur heraus zu zögern….

Eine Frisur muss her

Wenn ich so kleine Begebenheiten aufschreibe muss ich selber öfter kichern…manches klingt wirklich grotesk.

Aus den verschiedensten Gründen bin ich nicht rechtzeitig dazu gekommen mir die Haar beim Friseur schneiden zu lassen. Als ich dann anfing nach einem neuen Friseur zu suchen hab ich  2 für mich passende Läden in relativer Nähe gefunden. Die vergeben jedoch keine Termine: Wer zuerst kommt – kommt dran….Prima! 

An DREI verschiedenen Tagen war ich zu spät dran / 1x war mir die Warterei einfach zu lang. Was mache ich also wenn ich anfange wie ein Bobtail auszusehen… ich schneide selber alles weg, was mich gerade strört – mit der Nagelschere!!!  

Ich hab mir also in den letzten Wochen  schon das Deckhaar etwas ausgedünnt, den Pony gekürzt und die Ohren frei geschnitten. Das ist zwar dilettantisch…aber es funktioniert.

Heute endlich hat es endlich mit dem Friseur gepasst und ich bin mein Winterfell professionell losgeworden…Jetzt hab ich nicht nur wieder eine ansehnliche Frisur, sondern bekomme wieder Luft im Nacken und auf dem Kopf…