Mittagessen mit Kollegen

Freitag, letzter Urlaubstag….die gesamte Woche hab ich weder Firmen-Laptop noch -Smartphone angeschaltet….doch gestern Abend erhielt ich von meiner jungen Kollegin Kim eine Nachricht auf mein Privathandy, das einige Kollegen Freitagmittag in der Mittagspause in einem kleinem Restaurant essen wollten…ob ich nicht Lust hätte, dazu zu kommen…trotz Urlaub.

Regelmäßig gehöre ich ja zu den Kollegen die Freitags im Büro sind und ich mag unsere Freitage im kleinen Kreis…also hab ich zugesagt gegen 12 Uhr ins Büro zu kommen….

Es regnete unaufhörlich, nicht nur so ein wenig, sondern es regnete richtig heftig…es regnete und stürmte…aber ich hab mich auf die Kollegen gefreut…

Letztlich waren wir mit 9 Personen (mehr als erwartet – an einem Freitag), die sich durch den Regen kämpften…zugegeben – der Weg war nicht weit…aber meine ungefütterte Regenjacke war ziemlich durchgeregnet …hmmmm …. die benötigt scheinbar eine neue Imprägnierung.

Es war ein kleines afrikanisches Restaurant mit super leckerem Buffet – Essen….und es war eine lustige Runde…sogar der Gf war mit dabei. Heute Vormittag war wieder einmal das monatliche Teams-Meeting für alle deutschen Standorte und es wurden für Hamburg neue Corona-Regeln zur Abstimmung gebracht….wenn alle Kollegen in Hamburg einverstanden sind, dann werden die Regeln ab sofort gelockert…also das wir keine Masken mehr tragen müssen, wenn wir uns auf den Fluren oder in der Küche aufhalten.

Ein paar der Kollegen machten sich wohl etwas Sorgen, wie ich darauf reagieren würde, gehöre ich doch immer noch zum „Team Vorsicht“….aber ich hab inzwischen schon begriffen, das es notwendig ist, das wir langsam wieder ein Stück mehr Normalität zulassen. Immerhin istzen wir im Frühstücksraum auch zusammen – ohne Masken.

Ja es fällt mir noch ein wenig schwer, diese Normalität… Aber es ist richtig…zumal alle Hamburger Kollegen geimpft zu sein scheinen…Also stehe ich den Lockerungen nicht im Wege – auch wenn ich mich noch ein wenig unwohl dabei fühle.

Aber ich möchte ja auch keine Sozial-Phobie entwickeln….hahahaha – also ist es auch für mich wichtig, das noch bestehende Risiko einer Infektion als „allgemeines Lebensrisiko“ zu betrachten. Wir haben alles getan und werden weiterhin alles tun um Infektionen im Büro zu vermeiden….also Abstand und Hygiene….

Es tut so gut in dieser Firma zu arbeiten, so tolle Kollegen zu haben….ich fühle mich auch 1,5 Jahre nach meinem Start so richtig wohl hier.

Nach der schönen Mittagspause sind die Kollegen wieder ins Büro zurück gekehrt und ich hab noch ein paar Besorgungen gemacht….

Falafel-Day

Da war ich doch eigentlich in der letzten Woche nur 3 Arbeitstage in Urlaub, aber ..irgendwie kam in diesen Tagen alles auf einmal bei mir an..und schwuuups bin ich ins Hintertreffen geraten und hatte Mühe alles rechtzeitig fertig zu bekommen. Jetzt ist diese Arbeitswoche fast herum und meinen kurzfristigen Rückstand hab ich mit einigen Überstunden wieder aufholen können.

Hmmm….eigentlich hätte sich das so gar nicht zusammenballen dürfen, aber da traffen sehr verschiedene Arbeiten, mit sehr unterschiedlichen Fristen, zeitlich sehr unglücklich aufeinander…Aber das ist, wie gesagt, jetzt erledigt. Für das nächste Jahr werde ich das anders timen.

Von den anderen Abteilungen hört man aktuell auch NICHTS, es ist eine Grabesstille auf der Etage…und mit den im Büro Anwesenden gab es nur wenig lockere Unterhaltungen…ganz entgegen den sonst üblichen Bedürfnissen und Gepflogenheiten….Alles ein Zeichen dafür, das rundherum gerade sehr viel im Umbruch ist und jeder viel zu tun hat.

Aber gestern Mittag waren wir mal wieder zum Mittagessen draußen auf der Dachterrasse…nur zu Viert, schööön mit Abstand und vor allem bei schönstem Sonnenschein.

Endlich mal wieder ein Falafel-Tag von unserem Lieblings-Falafel-Laden ganz in der Nähe. Eigentlich gibt es den Falafel-Friday….aber seit die Meisten von uns im Homeoffice sind, ist das eingeschlafen….soo nun gab es also den Falafel-Wednesday….auch schön und vor allem lecker.

Eigentlich hatte ich genügend zu Essen dabei….aber das spontane Angebot wollte ich nicht ausschlagen….hahaha mein Chilli-con-Carne hab ich dafür heute im Homeoffice gegessen.

Geschäfts-Reise DK – Teil I

…aber Fahrten in die Firmenzentrale gehören ab jetzt alle 2-4 Monate dazu.

Mein Kollege und ich waren in dieser Woche 3 Tage im Norden von Dänemark. keine große Stadt, eher ein ruhiger kleiner Ort. Dienstag Morgen haben wir die 4-Stunden Fahrt mit dem Auto begonnen….

Bei bestem Sommerwetter, konnte man fast denken wir sind auf dem Weg in den Urlaub und abends am Hafen sitzend, hat sich das auch fast so angefühlt…aber eben nur fast.

Um nach Dänemark einreisen zu dürfen brauchten wir einen Nachweis das wir uns beruflich in Dänemark aufhalten werden. Der junge Grenz-Beamte musterte eingehend die Einladung der Firmenzentrale und die Hotelbestätigung und schien unschlüssig zu sein…aber dann hat er uns freundlich durch gewunken. Alles zusammen hat ca.3-5 Minuten gedauert,  weil auch nur 2 Autos vor uns waren.  Bei der Rückfahrt Donnerstag Abend staute es sich auf der Einreiseseite nach Dänemark…die Ferien haben in Deutschland begonnen.  Unsere Ausreise aus Dänemark hat dagegen niemanden interessiert….weder die dänische, noch die deutsche Seite.

Die Fahrt war tatsächlich angenehm…der Kollege ist gefahren und entgegen den Erfahrungen der letzten Jahre, war ich ein entspannter Beifahrer. Was eindeutig beweisst, es liegt nicht an einem generellen Misstrauen gegenüber anderen Fahrern, sondern einzig an der Fahrweise der Personen mit denen ich bisher mit gefahren bin. Denn normalerweise bin ich mega-unentspannt als Beifahrer. Der Kollege fuhr zügig zwischen 140-160 kmH hat aber weder gedrängelt, noch sonst wie aggressiv oder unsicher agiert…. Auf dem Rückweg bin ich dann einen Teil der Strecke gefahren.

Die Firmenzentrale ist am Rande einer Kleinstadt und das Gebäude ist ein wenig verschachtelt, weil immer wieder angebaut wurde. Alles ist jedoch weit und großzügig gebaut und die Etage der „Controller“ (ich bin kein Controller – Ich bin BUCHHALTER 🤣) hab ich so noch in keiner Firma erlebt.

Eine große Etage, großzügige Weite zwischen den 4er Tischen, jeweils mit halbhohen Schränken vom nächsten 4er Tisch-Ensemble getrennt,  jeder 4er Tisch mit schallschluckenden halbhohen Trennwänden, große riesig breite Gänge….mit Stationen auf denen frisches Obst, Desinfektionsmittel usw. steht…. alles wirkt gedämpft und großzügig. In Deutschland hätte man bestimmt die doppelte Menge an Mitarbeitern dort untergebracht….hinter jedem Stuhl war mindestens 2,5m Platz bis zum Schrank.

Alle Kollegen sind sehr freundlich und alle wirken sehr ruhig und entspannt…es wird wenig gequatscht, weil viel zu tun ist, dafür gehen aber alle auch sehr pünktlich.

Richtig lustig wurde es zum Mittagessen: Eine Kollegin stellt sich ins Treppenhaus mit einer riesigen Handglocke und läutet buchstäblich das Mittagessen ein. Alle zusammen gehen in den Pausenraum. Dort stehen viele frisch zubereitete  Salate und jeden Tag unterschiedliche Dinge: einen Tag waren es Frikadellen, am nächsten warmer Nudelsalat dazu, dann wieder lecker belegtes Smörebröd.  Reste des Vortages werden ebenfalls wieder dazu gestellt. Aktuell wird es angeliefert, da die Dame aus der Küche krank ist.

Die Dänen haben keine Mundschutz-Pflicht in Geschäften oder Restaurants….im Hotel gab es zum Frühstück sogar ein Buffett, in der Firma ist Abstandhalten nicht so gefordert – aber überall kann man sich die Händewaschen und Desinfektionsmittel steht immer und überall in Reichweite..

Aber neben all dem entspannten Miteinander wird tatkräftig und mit so manchen Sorgen gearbeitet…trotzdem ist es eine ruhige Atmosphäre.

Die verschiedenen Meetings waren schon anstrengend für mich…aber unglaublich wissenswert…ich hab viel gelernt und verstehe jetzt die sehr verschachtelten Strukturen…wir konnten einige Unklarheiten ausräumen, bevor sich Missverständnisse verfestigen. So konnte ich in einem persönlichen Gespräch mit der Leiterin die Dringlichkeit eines Anliegens viel besser rüber bringen, als meine E-Mail es vermochte. und obwohl ich es mit fast den gleichen Worten beschrieb, hat sie es erst jetzt so richtig aufgenommen, was mir bei der Datenübernahme als dringend zu klärendes Problem aufgefallen ist…die Jahresabschlüsse einiger Gesellschaften müssen evtl. noch einmal geändert werden und zwar BEVOR jetzt der Konzern seinen eigenen Jahresabschluss Ende diesen Monats erstellt…. es eilt also…aber auf meine Mail hab ich fast 3 Wochen keine Rückmeldung erhalten….sie HATTE die E-Mail zwar gelesen und auch als zu klären markiert…aber das was es dann auch schon. So – aber jetzt hat sie meine Einwände verstanden…jetzt bin ich „raus“…was sie jetzt daraus macht ist  ihr Ding – nicht mehr meines (ja – auch das hab ich im Laufe der letzten Monate gelernt – ich bin nicht mehr für alles verantwortlich).

Soviel Englisch hab ich seit meiner Zeit in Brüssel nicht mehr gesprochen. 2005 war ich für einen Japanischen Konzern tätig, der in Brüssel seine Europa-Zentrale hat. Während der Vorbereitung für einen ERP-Systemwechsel hab ich dort 5 Wochen gearbeitet, damit die gesetzlich notwendigen Besonderheiten für  die Deutsche Tochtergesellschaft ausreichend berücksichtigt werden.